DE74606C - Rundwirkmaschine für reguläre Strümpfe u. s. w. mit Einrichtung zum Flachstricken - Google Patents

Rundwirkmaschine für reguläre Strümpfe u. s. w. mit Einrichtung zum Flachstricken

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DE74606C
DE74606C DENDAT74606D DE74606DA DE74606C DE 74606 C DE74606 C DE 74606C DE NDAT74606 D DENDAT74606 D DE NDAT74606D DE 74606D A DE74606D A DE 74606DA DE 74606 C DE74606 C DE 74606C
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cylinder
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DENDAT74606D
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E. J. franck in Philadelphia
Publication of DE74606C publication Critical patent/DE74606C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/20Circular knitting machines with independently-movable needles with provision for narrowing or widening; with reciprocatory action, e.g. for knitting of flat portions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Rundwirkmaschine, die hauptsächlich zum Stricken von Strümpfen verwendet werden soll. Der Strumpf wird auf derselben nicht vollständig fertig, wie beispielsweise auf der Lamb'sehen Strickmaschine, gestrickt, sondern bildet, wenn er durch die Maschine fertig gestellt ist, ein zusammenhängendes, aus einem rundgestrickten Wadentheil, flachen Hackentheil, runden Fufstheil und flachen Zehentheil bestehendes Gewirke, dessen Kanten verbunden die gewöhnliche Strumpfform annimmt. Um das Rund- und Flachstricken mit der Maschine zu ermöglichen, ist der die Nadeln tragende" Cylinder in zwei Theile zerlegt, deren jeder unabhängig vom anderen beim Stricken des Waden- und Fufstheiles auf- und abbewegt wird, wogegen beim Stricken der flachen Theile nur einer derselben in Thätigkeit verbleibt. Die Nadeln, welche die schlauchförmigen sowie auch einen Theil des Hacken- und Zehentheiles stricken, sind fest mit den Cylinderhälften verbunden. Die Nadeln dagegen, welche das Mindern und Zugeben ermöglichen und damit den flachen Theilen die nothwendige Form geben, sind nicht fest mit der Cylinderhälfte verbunden. Dieselben werden einzeln nach einander beim Stricken der flachen Theile durch zwei horizontal im Halbkreis laufende Schieber festgehalten, so dafs sie der Aufwärtsbewegung der Cylinderhälfte nicht folgen können, und ebenso wieder freigegeben, wodurch sie die Bewegung der Cylinder wieder mitmachen. Hierdurch wird das erwähnte Mindern und Mehren bewerkstelligt.
Die Nadeln sind in den sie tragenden Cylinderhälften leicht zugänglich bezw. auswechselbar angeordnet, und werden, da sie in Gemeinschaft mit den Cylinderhälften die Auf- und Abbewegung ausführen, nicht gebrochen oder abgenutzt, wie dies bei Maschinen der Fall ist, bei denen die Nadeln durch eine Ringnuth eines sich drehenden, den Nadelcylinder in sich aufnehmenden Schlofscylinders auf- und abbewegt werden. Hierbei werden nicht nur die Nadeln selbst, sondern auch der Nadelcylinder durch Abbrechen von Theilen durch die seitlichen, durch die Nuth bei der Bewegung der Nadeln auf die Mitnehmer derselben hervorgerufenen Stöfse in kürzester Zeit unbrauchbar gemacht.
Die Bethätigung der die beweglichen Nadeln festhaltenden und freigebenden Schieber, die Aufserthätigkeitsetzung der einen Cylinderhälfte, sowie die Ermöglichung des Strickens von Strümpfen aller Gröfsen geschehen durch einen besonderen, durch die nachstehende Beschreibung erläuterten Mechanismus.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Strickmaschine, Fig. 2 und 3 Seitenansichten derselben,
Fig. 4 eine Oberansicht,
Fig. 5 eine Oberansicht bezw. Schnitt durch den getheilten Nadelcylinder,
Fig. 6 eine theilweise Ansicht der Nadelcylinderhälften im Schnitt mit Segmentschieber in Oberansicht,
Fig. 7 ein Verticalschnitt nach der Linie γ-γ der Fig. 4 und 5 in vergröfsertem Mafsstabe, Fig. 8 eine Oberansicht davon,
Fig. 9 ein Querschnitt parallel zu Fig. ι in vergröfsertem Mafsstabe,
Fig. io ein Schnitt nach der Linie io-io in Fig. 6, in welchem eine abgeänderte Nadel in Ansicht gezeigt wird,
Fig. 11 eine theilweise perspectivische Ansicht der Nadelcylinderhälften mit Fadenfänger und Fadenführer, und veranschaulicht gleichzeitig die Art der Maschenbildung, das Freigeben der Maschen sowie die Nadeln in den verschiedenen Stadien ihrer Thätigkeit,
Fig 12 ein Schnitt nach der Linie 12-12 der Fig. 13, in welchem ein abgeänderter Mechanismus zum Festhalten der beweglichen Nadeln veranschaulicht wird, und
Fig. 13 eine theilweise Oberansicht und Schnitt der Fig. 12.
Die Ständer α α1 bilden im Verein mit den Versteifungsstangen a2 und der Bettplatte a3 das feste, die Mechanismen tragende Gestell der Maschine. Der nach abwärts führende Rohransatz a* der Bettplatte a3 nimmt in Gemeinschaft mit einem am oberen Ende trompetenförmig auslaufenden Cylinder a5, die beide am unteren Ende durch einen mit Nuth versehenen Ring αβ zusammengehalten werden, zwei Nadelcylinderhälften b b1 auf, die von einander durch Schienen b2 b3 getrennt werden, welche gleichzeitig die Führungsflächen für dieselben bilden (Fig. 5, 7 und 9). Die festen Nadeln d der Cylinderhälften b bl sind, wie Fig. 9 zeigt, mit ihren rechtwinklig abgebogenen Enden d1 in Löchern des schwächeren Theiles b3 der Halbcylinder gelagert und werden durch eine Deckplatte d'2 und Leder d* in Stellung gehalten, durch deren Entfernung vermittelst Lösens von Schrauben d3 sie leicht ausgewechselt werden können. Die beweglichen oder Musternadeln e dagegen sind derart in Längsnuthen e3 der Halbcylinder b b1 angeordnet, dafs nur ihr Mitnehmer e1 hervorsteht. Diese Nadeln e unterscheiden sich von den festen Nadeln d dadurch, dafs an jeder aufser dem oberen ungebogenen federnden Hakentheil durch Umbiegen ihres unteren Endes der Mitnehmer e1 sowie eine Feder e2 gebildet wird, vermittelst welcher die Nadel, wie punktirt (Fig. 7) dargestellt ist, durch einen an der Cylinderhälfte b1 angeordneten horizontalen Ring d5 festgehalten wird und die Auf- und Abbewegung der Cylinderhälfte so lange mitmacht, bis sie durch einen Schieber zwecks Minderns, wie in vollen Linien gezeigt, festgehalten wird. Durch die Durchbrechungen des oberen sich erweiternden Randes des Cylinders α5 werden Stege a1 gebildet, die mit Finger α8 versehen sind. Zwischen diesen Stegen a1 gehen die Nadeln auf und ab. Wie aus Fig. 5 ersichtlich, sind die Nadeln in vier Gruppen eingetheilt, von denen die Gruppen//1 die festen Nadeln, die Gruppen f2f3 die ausschaltbaren bezw. die Nadeln sind, durch welche das Mindern und Mehren beim Stricken ermöglicht wird. Die Gruppe f ist dabei ausschliefslich auf die Cylinderhälfte b vertheilt, die verbleibenden Gruppen f1/^/3 dagegen auf die Cylinderhälfte bl. Es ist hieraus ohne Weiteres ersichtlich, dafs, sobald die flachen Hackentheile und Zehentheile nach Fertigstellung des runden Waden- und Fufstheiles, an dem alle Nadeln in Thätigkeit sind, gestrickt werden sollen, auch nur die linke Cylinderhälfte b1 in Thätigkeit gehalten, die rechte Cylinderhälfte b dagegen, weil nicht gebraucht, aufser Thätigkeit gesetzt werden kann.
Mit dem inneren Rand auf den Stegen a1 des Cylinders α5 aufliegend, ist eine Ringplatte c angeordnet, die von den von den Bettplatten as ausgehenden Armen c1 getragen wird (Fig. 1,2,3 ur*d 9)- Diese Platte c ist mit radialen Nuthen c'2 versehen, in welche die mit Nasen c9 versehenen Kulir-Platinen c3 angeordnet sind (Fig. 4, 7 und 9). Die Nasen c9 greifen in eine in der Unterseite eines Zahnrades c4 vorgesehene Ringnuth c8 ein, welche nur an einer Stelle eine Curve bildet. Das gleichzeitig die Tischplatte der Maschine bildende Zahnrad c4 ist durch einen Ring c5 und Schrauben c6 mit der festen Platte c drehbar verbunden und bewirkt, wenn es in Drehung versetzt wird , durch seine Curve ein zeitweises Zurückziehen der Platinen c3, um einem auf dem Rad c4 angeordneten Fadenführer c7 freie Bahn zu schaffen, bezw. um den durch denselben geleiteten Faden ungehindert vor die Nadeln d e legen zu können (Fig. 11). Um die Platinen c3 mehr oder weniger weit aus der Bahn des Fadenführers c1 ziehen zu können, ist der die Curve c11 tragende Theil c12 der Ringnuth c8 in einer Aussparung c13 des Rades c4 angeordnet und durch Schrauben mit einer Deckplatte c14 verbunden. Diese Deckplatte cu wird durch durch Schlitze derselben führende Schrauben c15 mit dem Rad c4 verbunden. Durch Lösen dieser Schrauben c15 kann daher das die Curve tragende Einsatzstück c12 in der Aussparung c13, wie aus Fig. 7 und 8 ersichtlich, leicht verschoben und damit die Bewegung der Platinen c3 geregelt werden. Auf dem Einsatz c12 ist der Fadenführer c7 in Linie mit dem höchsten Punkt der Curve c'1 angeordnet, welcher aufserdem mit Hülfe von Schlitzen und Schrauben besonders verstellt werden kann. Diese Verstellung dient dazu, kleinere oder gröfsere Maschen und damit ein festeres oder lockeres Gewirke zu erzielen.
Die Auf- und Abbewegung der Cylinderhälften b bl wird denselben durch auf der unteren Welle j angeordnete Excenter / I1 mitgetheilt, deren Stangen I3 Z4 mit den durch den Ring α6 durchtretenden1 Armen P der Cylinder-
hälften b b1 drehbar verbunden sind. Excenter / ist fest, Excenter Z1 dagegen durch eine Muffe m lose mit der Welle j ebenso wie das auf der Muffe m sitzende Stiftenrad m1 verbunden. Die Welle j wird durch eine auf derselben angeordnete feste Riemscheibe β und Riemen P angetrieben, zu welchem Zwecke er von der losen Scheibe js auf die feste Scheibe p übergeführt wird. Wie aus Fig. ι und q ersichtlich, sind zum Antreiben der WelleJ zwei verschieden grofse Riemscheiben iil vorgesehen. Die Maschine wird, sobald sie den schlauchförmigen Waden- und Fufstheil des Strumpfes strick- durch die gröfsere Riemscheibe i und Riemen z2 angetrieben, in welchem Falle das Zahnrad c4 in drehende Bewegung versetzt wird, beim Stricken der flachen Theile des Strumpfes dagegen wird die Maschine durch die kleinere Riemscheibe iL und Riemen j4 angetrieben,' wodurch dem Rad cl eine hin- und hergehende Bewegung mitgetheilt wird. Sobald der Riemen i'2 durch die Riemengabel i2 auf die feste Riemscheibe p der Riemengabelwelle j überführt wird, wird diese Bewegung durch die Schubstange t auf die auf der Welle j angeordneten Kupplungen durch die Stange u übertragen, wodurch dieselbe in Eingriff mit der Muffe m kommt, welche jetzt die Drehung der Welle j mitmacht. Diese Drehung wird durch das Stiftenrad m1 und Kette m3 auf ein auf der Welle k angeordnetes Stiftenrad Ar4 übertragen, und da dasselbe gleichfalls durch die auf dieser Welle angeordnete Kupplung ra1, die durch die Bewegung der Stange t und des Hebels w1 in Eingriff mit dem Stiftenrad &4 gebracht worden ist, auch dem Zahnrad ka mitgetheilt. Dasselbe treibt das Zahnrad c4, welches den Fadenführer c7 trägt, aus dessen Weg, wie erläutert, die Platinen c3 durch die Curvennuth c11 des Rades c4 gezogen werden. Derselbe kann infolge dessen den Faden ungehindert, wie B1 in Fig. Ii zeigt, vor die Schäfte der hochstehenden Nadeln legen. Die Platinen c3 treten, durch die Curvennuth getrieben, wieder vor und nehmen den Faden, der sich gegen den . Nadelschaft stützt, mit (kuliren also), Fig. 11B. Hierdurch wird eine Schleife gebildet, deren Gröfse, wie vorher bemerkt, von dem Vorschub der Platinen c3 durch die Curvennuth c11 abhängig ist. Sobald der Faden vor alle Nadelschäfte der einen Cylinderhälfte gelegt ist, geht dieselbe nach unten, wogegen die andere Cylinderhälfte ihre Nadeln in demselben Augenblick zur Aufnahme des Fadens hochhebt. Beim Herabgehen der Nadeln schieben sich die Schleifen in die federnden Haken, die beim weiteren Herabgang der Nadeln, wie B3 veranschaulicht, durch Anstofsen an die vorstehende Kante c10 der Platte c an den Nadelschaft angedrückt, also geprefst werden. Die fertigen Maschen sind durch die geschlossenen Haken gezwungen, über dieselben hinwegzugleiten, sie werden abgeschlagen, wogegen die Haken die neuen Schleifen durch die bereits fertigen Maschen hindurchziehen. Die neugebildeten Maschen legen sich hierbei auf die zwischen den Nadeln befindlichen Finger aB der Stege a1 des Cylinders α5 und ruhen mit einem Theil, wie Bi, Fig. 11, zeigt, bei tiefster Stellung der Nadeln so lange auf diesen, bis dieselben beim wiederholten Emporsteigen der Nadeln, wie B5, Fig. ti, zeigt, von den Fingern a8 in die durch B, Fig. 11, veranschaulichte Lage abgleiten. Hierdurch wird eine schlauchförmige Waare bezw. der Wadentheil des Strumpfes gestrickt.
Das Stricken des an den Wadentheil sich anschliefsenden flachen. Hackentheiles , welches nur durch den Halbcylinder bx geschieht, wobei der Halbcylinder b zum Stillstand gebracht und das Zahnrad c4 mit Fadenführer hin- und herbewegt wird, wird auf folgende Weise bewerkstelligt.
Auf der Welle j ist ein Doppelexcenter, ν4, Fig. 9, angeordnet, dessen Bügel in zwei Schaltklinken wx v3 auslaufen. Diese Schaltklinken werden durch Federn in Eingriff mit zwei auf der Welle v2 angeordneten Schalträ'dern ν w gehalten (Fig. ι und 3). Bei jeder Umdrehung der Welle j wird das Schaltrad ν durch seine Schaltklinke v3 um einen Zahn fortgeschaltet, wogegen die Schaltklinke wl, die in eine Aussparung w'2 des Schaltrades n> eingreift, todt läuft und das Schaltrad w also stillsteht. Mit dem Schaltrad ν ist ein Stiftenrad v1 verbunden, über welches eine Kette χ gehängt ist, die mit Ansätzen x1 versehen ist. Einer dieser Ansätze stöfst bei der Drehung des Schaltrades ν und Stiftenrades vx durch die Schaltklinke v3 gegen einen der an der Innenseite des Schalträdes n> vorgesehenen Anschlag w3 und setzt dadurch das bisher stillstehende Schaltrad w gleichfalls in eine geringe Drehung. Dieselbe genügt jedoch, um die Schaltklinke wx jetzt in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades w zu bringen und die Fortbewegung desselben nunmehr durch die Klinke n>1 zu bewirken. Mit dem Schaltrad w ist eine Muffe y verbunden, in deren Curvennuth das gegabelte Ende eines um den Punkt ^1 drehbaren Hebels \ greift, dessen unteres Ende durch einen Stift t3 mit der Schubstange t in Verbindung steht. Sobald die Curve der Muffe y ihren höchsten Punkt erreicht hat, wird vermittelst des Hebels ^, Schubstange t und Riemengabel t2 der Riemen i'2 von der festen Scheibe j2 auf die lose Scheibe j3 und an dessen Stelle der Riemen i* auf die feste Scheibe j'2 übergeführt. In demselben Augenblick sind auch die Kupplungen η ηΛ mit Hülfe
der Schubstange t und der Hebel u ul aufser Eingriff mit der Muffe m und Stiftenrad A:4 und in Eingriff mit der Muffe o, Fig. 2, der Welle j und Zahnrad k5 der Welle k gekommen, die jetzt durch die Riemscheiben ilf2 und Riemen il bezw. durch die Muffe 0 angetrieben werden, wogegen die Muffe m mit Excenter Z1 und Stiftenrad m1, Kette m3 und Stiftenrad &4, wie auch die Cylinderhälfte b zum Stillstand kommt. Auf der nun mit der Welle j gekuppelten Muffe 0 ist ein Excenter ο1 angebracht, dessen Bügel o4 in einer Stange o3 und diese in einer Gabel o5, Fig. 2, endigt, deren eine Innenfläche mit Zähnen oe versehen ist, die in das in der Coulisse angeordnete Zahnrad k5 eingreifen. Dem Zahnrad k3, welches bisher eine drehende Bewegung ausführte, wird jetzt mit Hülfe der Coulisse ο5 den Zähnen oe, Zahnrad k5. und Excenter ο1 eine hin- und hergehende Bewegung mitgetheilt, die genügend grofs ist, um durch den Fadenführer c1 den Faden von einem Ende der Cylinderhälfte b1 bis zum anderen hin und her, statt, wie bisher, rund herum zu führen. Jetzt beginnt das Stricken des flachen Hackentheiles und die Thätigkeit der Mechanismen zum Ausschalten der auswechselbaren Nadeln bezw. zum Mindern.
In demselben Augenblick, wo durch die Schubstange t der Riemen i4 auf die Riemscheibe j2 überführt und die Muffe m "entkuppelt wird, kommt eine Nase xp*, Fig. 9, des Schaltrades w mit dem Anschlag r4 eines von den Ansätzen r3 getragenen Rahmens r2 in Berührung und schiebt denselben etwas vor. Diese Bewegung wird auf U - förmige Federn übertragen, deren Schenkel r1, Fig. 5, durch Anstofsen an die Arme pi pb von Doppelklinken die Klinken p1 derselben in Eingriff mit den Zähnen h2 h3 der segmentförmigen Schieber h h1 bringen. Diese Doppelklinken sind in Aussparungen p6 und die Schieber h h1 in Aussparungen /2* der Deckplatte a3 angeordnet, welche durch Schrauben /j5, die durch Schlitze /je der Deckplatte a3 treten, die nicht, weil verdeckt, besonders dargestellt sind, auf der Deckplatte a3 festgehalten werden und sich auf derselben ungehindert verschieben können (Fig. 7). Damit die Schieber h hl gegen Stöfse von unten etwas nachgiebig sind, werden federnde Unterlagsplatten h7 unter'die Schrauben- - köpfe hi gelegt (Fig. 5 und 7). Auf den Schiebern h h1 sind Platten g g1 angeordnet, deren Ansätze g2 in Nuthen /i9 der Schieber eingreifen, Diese Platten sind durch Schrauben h°, die durch Schlitze g3 treten, gegen seitliche Stöfse nachgiebig mit den Schiebern h h1 verbunden. Auf der Deckplatte a3 ist ein Ring ρ angeordnet, dessen Ansatz pl in eine Nuth der Deckplatte eingreift. Derselbe wird durch Schrauben p2, die durch Schlitze p3 treten, mit der Deckplatte a3 verbunden. Wie aus Fig. 1,2, 5 und 9 ersichtlich, sind an dem Ring ρ zwei Zapfen vorgesehen, die das Ende eines Hebels q aufnehmen, der die Schubstange t als Drehpunkt hat. Das untere gabelartig ausgebildete Ende des Hebels q, Fig. 2, umfafst die Muffe 0, welche mit einem Daumen o2 versehen ist, der bei seiner Drehung mit der Welle j und abwechselndes Anstofsen an den einen und anderen mit Reibungsrolle versehenen Gabelschenkel das obere Ende des Hebels q in pendelnde Bewegung versetzt. Diese Bewegung wird auf den Ring ρ und dadurch auf die mit demselben verbundenen Doppelklinken übertragen, welche nun vermittelst der Klinken p7, welche in Eingriff mit den Zähnen h2h3 der Schieber h /21 sind, beide Schieber in Richtung nach links der Fig. 5 um je einen Zahn vorschieben. Hierdurch werden die Nadeln der Nadelgruppen f2f3 eine nach der anderen, wenn die Cylinderhälfte bl in ihrer tiefsten in Fig. 7 gezeigten Stellung anlangt, durch die vorrückenden Gleitschieber h h1 bezw. deren vorstehende Deckplatten g g\ die sich über die Füfse e1 derselben schieben, festgehalten, deren Federn e2 dabei aufser Eingriff mit dem Ring d5 gebracht werden. Sie können der Aufwärtsbewegung der Cylinderhälfte b1 nicht mehr folgen und treten daher aufser Thätigkeit. Dieses Spiel wiederholt sich, bis sämmt-1 liehe Nadeln der Gruppen /2/3 festgehalten sind, bezw. bis die Schieber h /71 an einander stofsen. Die Nadeln der Gruppe f1, welche fest mit der Cylinderhälfte b1 verbunden sind, bleiben dagegen ungehindert in Wirkung. Um zu verhindern, dafs beim Vorschub der Schieber h h1 die Deckplatten derselben, indem die Nadel bereits angehoben ist, gegen die Füfse cl derselben stofsen und diese dadurch abbrechen, sind dieselben nachgiebig angeordnet. Dies wird durch eine Feder S erreicht, die in dem Schlitz g3 der Deckplatten angeordnet ist und deren Enden einerseits mit der Schraube hi0, andererseits mit der Schraube g5 verbunden ist. Der Schlitz g3 wird zum Schutz gegen Staub u. dergl. durch eine Platte g5 verdeckt. Wenn die Schieber h hl ihre linke Endstellung in Fig. 5 erreicht haben, kommt zu gleicher Zeit eine auf der inneren Seite des Schaltrades w vorgesehene Nase w* mit dem rechten Anschlag r4 des Rahmens r2 in Berührung und schiebt denselben vor. Dadurch werden mittelst der Schenkel r der U--förmigen Federn, welche gegen die Arme p*p5 der Doppelklinken stofsen, jetzt die Klinken ps in Eingriff mit den Zähnen h2 ha der Schieber h h1 gebracht. Die Klinken ps schieben nun durch die hin- und hergehende Bewegung des Ringes ρ die Schieber h /21 nach rechts der Fig. 5. Die freiwerdenden Nadeln e werden
jetzt wieder durch die Cylinderhälfte b1 mitgenommen und treten, indem ihre Federn e1 hinter den Ring d5 einschnappen, wiederholt in Wirkung, wodurch das Mehren beim Stricken , erzielt wird. Ein in der Aussparung hl der Deckplatte as vorgesehener Anschlag hs begrenzt dabei den Vorgang der Schieber h hJ nach rechts.
Durch die beschriebene Thätigkeit der Nadeln werden an dem Hackenstück dreieckige Ansätze angestrickt, die, mit einander verbunden , das vollständige Hackenstück des Strumpfes ergeben.
Während des Strickens der erwähnten Ansätze bezw. bei Erreichung der rechten Endstellung der Schieber h h1 hat gleichzeitig die zweite Aussparung w'2 des Schaltrades w die Klinke η>λ erreicht, wodurch dasselbe, da die Klinke keinen Zahn zum Fortschalten vorfindet, zum Stillstand kommt. Gleichzeitig ist durch die Curvennuth der Muffe y mit Hülfe des Hebels ^, Schubstange t und des Ausrückers i2 der Riemen i2 auf die feste Riemscheibe j2, der Riemen f dagegen auf die lose Scheibe j4 übergeführt worden. Ebenso ist die Kupplung η nl wieder in Eingriff mit der Muffe m und dem Stiftenrad /Ic'4 gekommen. Der rechte Halbcylinder b wird durch Excenter I1 auf und ab und das Zahnrad ks vermittelst der Stiftenräder m1 k* aus der hin- und hergehenden Bewegung in drehende Bewegung überführt, die auf das Zahnrad c4 übertragen wird, während die vorerwähnten Mechanismen zum Stillstand kommen.
Es beginnt nun das Stricken des schlauchförmigen Fufstheiles des Strumpfes in der beim Stricken des Wadentheiles desselben erläuterten Weise. Dieses Stricken hält so lange an, bis durch einen zweiten Ansatz x1 der Kette x, die durch die Drehung des Kettenrades v1 fortwährend in Bewegung ist, durch Anstofsen an einen Ansatz wa des Schaltrades w dieser eine geringe Strecke mitgenommen wird, welche jedoch genügend ist, um die Klinke w1 wieder in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades w zu bringen. Dasselbe wird nun durch die Klinke j*;1 in Drehung versetzt und bewirkt durch die Curvennuth in der beschriebenen Weise ein wiederholtes Ausschalten des Riemens i2 und der Kupplungen η ηχ , welche durch den Eingriff in die Muffe ο und Zahnrad k 5 die drehende Bewegung der Zahnräder ks c4 vermittelst Excenter ο4 und Zähne o6 der Coulisse ο5 in eine hin- und hergehende Bewegung umwandeln, während der Halbcylinder b mit seinen Nadeln zum Stillstand kommt.
In gleicher Weise, wie beschrieben, beginnt nun das Stricken des flachen Zehentheiles, der wieder durch die Erreichung einer der Aussparungen w2 durch die Klinke jv1 unterbrochen wird, indem der Riemen i4 zu gleicher Zeit ausgerückt, der Riemen i2 dagegen eingerückt und die Kupplungen η nl in Eingriff mit der Muffe m und Kettenrad A:4 kommen.
Der Strumpf ist nun durch die Maschine fertig gestellt und wird durch passendes Vereinigen der flachen und schlauchförmigen Theile in die gewöhnliche Strumpfform gebracht.
Wie aus der Beschreibung und Zeichnung ersichtlich, ist der Abstand der Ansätze x1 der Kette χ und der Abstand der Anschläge n>% des Schaltrades w von einander für die Gröfse des zu strickenden Strumpfes bezw. für die Länge der einzelnen Theile desselben mafsgebend. Durch die Versetzung dieser Ansätze und Anschläge hat man es daher in der Hand, die Länge des Strumpfes beliebig abändern zu können. Bemerkt wird noch, dafs die Zähne des Schaltrades n> im Gegensatz zu denen des Schaltrades ν etwas gröfser sind, so dafs das Schaltrad w etwas voreilt, wenn es durch einen der Ansätze x1 um eine geringe Entfernung mitgenommen wird. Der Ansatz x1 kommt daher in kürzester Zeit aufser Eingriff mit dem Anschlag w3.
Statt der in Fig. 9 gezeigten festen Nadeln d können auf beiden Cylinderhälften b b1 auswechselbare Nadeln von der in Fig. 10 gezeigten Form in Nuthen e3 angeordnet werden, deren Ansätze ei zu klein sind, um von den Deckplatten g g] der Schieber h h' erfafst und festgehalten zu werden. Ausgenommen sind hiervon die das Mindern und Mehren bewirkenden Nadeln, deren Ansätze ihre Gröfse zwecks Fangens durch die Schieber h h1 beibehalten. In diesem Falle ist ein Ring d5 an jeder Cylinderhälfte angeordnet, hinter welche die federnden Enden e2 der Nadeln greifen und dadurch in Stellung gehalten werden (Fig. 6 und 10).
Ebenso können an Stelle der Segmente, Schieber h h1 mit Deckplatten g gl einzelne stabförmige Schieber A, Fig. 12 und 13, zum Fangen der Musternadeln verwendet werden, namentlich dort, wo es sich um das Stricken anderer Waare als Strümpfe handelt. Die radial angeordneten Schieber A sind mit Ansätzen A1 versehen, die in eine Nuth A2 einer mit Zähnen versehenen Ringplatte A3 greifen, welche durch eine Doppelklinke j?7j>8, U-förmige Federn r r1 und Rahmen r2 in vorher beschriebener Weise bethätigt werden. Die Schieber A werden hier ebenfalls durch die Ringnuth A2. vorgetrieben und zurückgezogen und halten damit die Nadeln fest oder geben sie frei.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Rundwirkmaschine für reguläre Strümpfe u. s. w., gekennzeichnet durch einen getheilten Nadelcylinder, dessen eine Hälfte (b)
    feste Nadeln (d) und dessen andere Hälfte (b 1J feste und auswechselbare Nadeln (d e) trägt und wobei beide Hälften beim Stricken der schlauchförmigen Strumpftheile die entgegengesetzte auf- und abgehende Bewegung ausführen, also alle Nadeln in Thätigkeit setzen, während beim Stricken der flachen Hacken- oder Zehentheile ein Theil der festen Nadeln (d) durch den Stillstand der einen Cylinderhälfte (b) aufser Thätigkeit gesetzt wird und die auswechselbaren Nadeln (e) der in Thätigkeit verbleibenden anderen Cylinderhälfte (b1) zwecks Minderns dadurch nach einander ausgeschaltet werden, dafs Ringstücke (h h1) bezw. deren Deckplatten (g g1) über die Mitnehmer (e1) der Nadeln (e) treten und ihr federndes Ende (e2) aufser Eingriff mit einem Ring (dh) der Cylinderhälfte (b1) bringen , beim Zugeben dagegen und Zurückgehen der Segmentschieber die ausgeschalteten Nadeln (e) durch Eingriff ihrer Enden (el) hinter den Ring (dh) mit.,der Cylinderhälfte (b1) wieder verbunden und nach einander in Thätigkeit gesetzt werden. Eine Wirkmaschine der unter ι. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die Ringstücke (h h1) und deren federnde Deckplatten (gl g) durch radial angeordnete Schieber (A) ersetzt sind, welche bei ihrem Vorschub mittelst Curvenbahn ein Ausrücken der Nadeln (e) durch Uebergreifen über deren Mitnehmer (e}J bewirken und beim Rückgang die Nadeln wieder freigeben, wodurch das Mindern und Zugeben bewirkt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74606D Rundwirkmaschine für reguläre Strümpfe u. s. w. mit Einrichtung zum Flachstricken Expired - Lifetime DE74606C (de)

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