DE34901C - Regulirungsapparat für den Fadenwechsel am englischen Rundstuhl - Google Patents

Regulirungsapparat für den Fadenwechsel am englischen Rundstuhl

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DE34901C
DE34901C DENDAT34901D DE34901DA DE34901C DE 34901 C DE34901 C DE 34901C DE NDAT34901 D DENDAT34901 D DE NDAT34901D DE 34901D A DE34901D A DE 34901DA DE 34901 C DE34901 C DE 34901C
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Germany
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DENDAT34901D
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English (en)
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J. By-FIELD in Lowell, Mass., V. St. A
Publication of DE34901C publication Critical patent/DE34901C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B13/00Circular knitting machines with fixed spring or bearded needles, e.g. loop-wheel machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht in neuen Vorrichtungen zum selbstthätigen Ein- und Ausrücken der in der Waare vorkommenden verschiedenen farbigen Garne und in Einrichtungen zum Controliren und Variiren des Zeitpunktes dieses Aus- und Einrückens. In den Zeichnungen sind die Neuerungen in Verbindung mit einem einzigen Nadelkranz dargestellt; dieselben können aber auch, wie später näher ausgeführt, mit zwei oder mehreren Nadelkränzen vereint werden.
In einem Lager des Tisches A ist der Nadelkranz B eingesetzt, an dessen verticaler Lagerwelle am unteren Ende ein Kegelrad B1 befestigt ist, das im Eingriff mit einem Kegelrad C auf der unter der Tischplatte gelagerten Triebwelle D steht und von dieser seinen Antrieb erhält. Die Construction und Wirkungsweise dieses Nadelkranzes ist die bekannte; auf dem oberen kreisförmigen Rande α sind Träger a1 und a2 befestigt, welche die Achsen des Auftragrades F und Abschlagrades G tragen ; H ist das Maschenrad, / das Vertheilungsrad, J das Prefsrad und K das Einführrad. L ist der Stoffpresser von bekannter Construction und in gebräuchlicher Weise an der Säule jL1 montirt.
Der Anzahl der zu verstrickenden Farben, deren in den Zeichnungen vier angenommen sind, entsprechend, sind vier Stäbe b b1 b2 b3 am hinteren Ende des Tisches in Lagern bl b5 verschiebbar angeordnet; jeder dieser Stäbe ist mit einem keilförmigen, vorstehenden Ansatz c versehen, Fig. 1 und 13, welcher bei der Verschiebung der Stäbe auf je eine der darüber befindlichen senkrechten Stangen dd1d2d3 einwirkt. Aufserdem besitzt jeder der Stäbe an seinem Vorderende einen Ausschnitt c, in welchen je eine der vier Schiebklauen ff1/2/3 eingreift und die Stäbe in gewissen, genau berechneten Zeiträumen, die wie später beschrieben controlirt werden, nach rechts verschiebt. Neben den Stäben b b1 b2 b3 liegt in gleicher Weise ein Stab g, an dessen rechtem Ende ein plattenförmiger Ansatz g1 quer zu den Enden der Stäbe b und über dieselben hinwegragend sich erstreckt. Jeder der Stäbe b trägt einen Stift be, der bei der Verschiebung des Stabes nach rechts gegen den Arm gl des Stabes g anstöfst und so den letzteren ebenfalls nach rechts schiebt, während umgekehrt die Stäbe b b^ b2 b3 durch den Stab b nach links gerückt werden, sobald derselbe einen Zug nach links erhält. Dies bewirkt eine Sperrklinke g2 mit einem Zahn g3, welche, wie Fig. 13 zeigt, in einen entsprechenden Einschnitt g3 des Stabes g greift. Dieselbe sitzt neben den Schiebklauen fflf2fz und dreht sich mit diesen gemeinschaftlich um den Zapfen h, Fig. 1, 2 und 13, der durch das gabelförmige Ende eines Hebels N hindurchführt. Dieser Hebel sitzt auf einer Welle N1, die in Lagern N2 N2 ruht und von der Antriebswelle D aus durch den Hebel O eine schwingende Bewegung erhält. Die Uebertragung der Bewegung geschieht durch die Kurbel P und die Stange O\ welche mittelst eines Kugelgelenkes mit dem Hebel O verbunden ist. Die Kurbel P sitzt lose auf der Welle und ist durch zwei Leisten P1 mit dem ebenfalls losen Ring P2 verbunden. In der Hinterseite der Nabe der Kurbel befindet sich eine
Quernuth, in welche sich der in der Welle festsitzende Stift i der Länge nach hineinlegt und alsdann die Drehung der Welle auf die Kurbel überträgt. Eine Spiralfeder Q. drückt mit ihrem freien Ende gegen den Ring P2 und zieht so die Kurbel P fest gegen den Stift i; wird dagegen die Feder zusammengeprefst und der Ring zurückgeschoben, so bewegt sich auch die Kurbel P nach links und gelangt aufser Eingriff mit dem Stift i, wodurch die Bewegungsübertragung unterbrochen wird, wie es zu dem weiterhin beschriebenen Zweck erforderlich ist.
Auf der Welle N1 sitzt ferner eine roiirende Curvenscheibe N3, die in der Längsrichtung verschiebbar ist; in der Nuth dieser Curvenscheibe gleitet ein Stift, der an einem Hebel iV4 sitzt, dessen Drehpunkt in der Achse des Musterrades S liegt. Der Hebel trägt eine drehbare Sperrklinke j, Fig. ι, an deren Drehzapfen ein federnder Arm j1 befestigt ist, mit Hülfe dessen die Klinke gedreht werden kann. Ein'Ansatz j2 auf dem Hebel mit Kerben an beiden Enden und in der Mitte dient zur Aufnahme und Feststellung des Armes jl. Die Curvenscheibe ertheilt dem Hebel N*. und mit ihm der Sperrklinke j eine hin- und hergehende Bewegung; die Klinke greift in eine Verzahnung am Umfange des Musterrades ein und dreht dasselbe ruckweise, und zwar, wie in Fig. ι gezeichnet, in der Richtung des Pfeiles q und, wenn der Armj1 in die Kerbe auf der anderen Seite gelegt ist, in entgegengesetzter Richtung. Soll das Rad stillstehen, so wird der Arm j1 in die Mittelkerbe gelegt, so dafs beide Seiten des Sperrhakens aus der Verzahnung ausgerückt bleiben.
Das Musterrad S, Fig. io, ii und 12, ist so eingerichtet, dafs es nicht nur den Zeitpunkt des Farbenwechsels bei verschiedenen Garnen, sondern auch die Art der Aufeinanderfolge der Garnfarben selbst bestimmt. Zu diesem Zweck sind in der Unterseite des Rades zwei Spiralnuthen ρ und p1 hergestellt, die einander parallel laufen, und auf der Oberseite sind zwei entsprechende Spiralen markirt, in deren Zwischenräumen je zwei oder mehr Reihen von Löchern gebohrt sind, entsprechend der Anzahl der zu verstrickenden Farben. In jeder Reihe befinden sich so viel Löcher, als das Rad Zähne am Umfang hat. In dem dargestellten Musterrad sind der Anzahl der Stäbe b entsprechend zwei Systeme von je vier spiralförmigen Lochreihen z1 angeordnet. Je nach der gewünschten Aufeinanderfolge der Farben werden in bestimmte Löcher z1 Stifte jBj& mit vorstehenden abgerundeten Enden eingesteckt, Fig. 12, welche bei verlangter Aenderung des Musters entsprechend umgesteckt werden müssen.
An einem auf der Tischplatte befestigten Träger T sind zwei Systeme von Hebeln 111 Z2Z3 und WJm1Wi2Wi3 angeordnet, die sich je um einen gemeinschaftlichen Bolzen drehen. Die Hebel m, Fig. 15, sind doppelarmig; an beiden Enden ist eine nach unten gerichtete Spitze angebracht, deren eine, O, sich auf die Hebel /, während die andere, 0\ sich auf die Oberfläche des Musterrades S legt. Die Seiten der Spitzen O1 sind abgeschrägt, so dafs die vorstehenden Stifte js, wenn sie darunter hergehen, den Hebel in die Höhe heben, während die andere Seite mit der Spitze O sich senkt und somit die Hebel / niedergedrückt werden. Die Hebel IV-I2P sind rechtwinklig zu den Hebeln m ml m2 wz3 angeordnet und drehen sich um einen gemeinsamen Zapfen am Träger T. Sie sind von ungleicher Länge, und ihre freien, nach oben umgebogenen Enden greifen unter die Sperrklinken ff1/2/*, Fig. 16, so dafs dieselben aufser Eingriff mit den Einschnitten e in den Stäben b bl b2 bB sich befinden, wobei sie von Spiralfedern η η1 η2 η 3 unter dem Träger hochgehalten werden. Wird nun einer der Hebel / von der Spitze O eines der Hebel m niedergedrückt, so fällt die entsprechende Sperrklinke f herab in den - Einschnitt e, ohne jedoch die übrigen Sperrklinken in Mitleidenschaft zu ziehen, und einer der Stäbe b wird verschoben, was, wie später beschrieben, die Ausrückung des alten und Einrückung eines neuen Garnes von anderer Farbe bewirkt.
Die Achse des Musterrades S ist in ein Lager im Schlitten 5J eingesetzt, welcher in einem Querschlitz S2 der Grundplatte A gleitet und seine Bewegung durch den Eingriff eines feststehenden Stiftes p2 in die Spiralnuthen ρ oder ρΛ erhält, Fig. 3. An beiden Enden des Querschlitzes befinden sich Federn U und U\ welche so angeordnet sind, dafs der Schlitten an beiden Endpunkten seiner Bahn gegen diese Federn anstöfst.
In der in Fig. 3 gezeigten Stellung wird das Musterrad 5 in der Richtung des Pfeiles q gedreht und dabei gleichzeitig gegen das hintere Ende der Maschine allmälig weiter geschoben, bis der feste Stift p2 gegen den Endpunkt q1 der Nuth ρ anstöfst. Hier kommt aber auch die zusammengedrückte Feder U zur Wirkung, und bei der Weiterdrehung von S, wenn der Endpunkt der Nuth.p1 erreicht wird, drückt sie das Rad so weit zurück, dafs der Stift p2 in diese Nuth eingreift. Während der vorhergehenden Drehung sind nun nach und nach sämmtliche zwischen den Linien r und r1 eingesetzten Stifte j3 unter den Enden O1 der Hebel wiot'ot2wj3 hinweggegangen, wobei die verschiedenfarbigen Garne aus- und eingerückt, sowie die übrigen Aenderungen bewirkt worden sind, welche das Muster eines Strumpfes erfordert.
Bei der weiteren Bewegung wird nun der Arm j1 in die Kerbe am entgegengesetzten Ende des Vorsprunges gelegt, wodurch die andere Seite des Sperrhakens j eingerückt und dem Rad S eine Drehung in umgekehrter Richtung ertheilt wird. Das Rad verschiebt sich nunmehr in dem Schlitz -S2 zurück nach vorn und auf diesem Wege kommen die in der zweiten, schneckenförmigen Lochreihe steckenden Stifte j3 zur Wirkung und verursachen genau dieselben Vorgänge, wie auf dem Hingang.
Wenn der Stift p2 den Punkt q2 erreicht hat, . so ist die Feder U1 zusammengedrückt und das Rad wird nunmehr so weit zurückgeschoben, dafs der Stift bei der weiteren Drehung wiederum aus der Nuth p1 in die Nuth ρ gelangt, worauf dieselbe Arbeit von neuem beginnt.
Zwischen den beiden Spiralnuthen werden ein oder mehrere kurze Bogenstückchen abnehmbar angebracht, wie bei ρs ρ3, Fig. io, gezeigt ist. Nach Entfernung dieser Bogenstücke kann alsdann der Uebergang des Stiftes p2 aus der einen in die andere Nuth erfolgen, ohne dafs das Rad sich durch den ganzen Schlitz bewegen mufs.
V ist eine dünne Metallplatte, welche an einer Seite des Schlittens S x befestigt ist, während das andere Ende gegabelt ist und in dieser Gabel die Curvenscheibe N3 aufnimmt. Auf diese Weise werden die seitlichen Bewegungen des Rades S mit dem Schlitten S1 auf die Hülse JV3 übertragen.
Am oberen Ende des Trägers M sind vier Garnzuführungshebel Ss1S^s3 um einen Zapfen drehbar angebracht, welche an einer Seite eine Oese zum Durchgang des Garnes von der Spule nach den Nadeln haben und am anderen Ende vier 'senkrechte Stangen d d1 d2 d3 tragen, welche durch Gelenkstifte an den Hebeln drehbar befestigt sind. Auf jeder der Stangen d befindet sich eine Spiralfeder, welche das Bestreben hat, den Stab herabzudrücken, wobei die anderen Enden der Hebel s emporgezogen werden und das Garn aus dem Bereich der Nadeln ziehen. Die Stangen d werden durch die Keile c der Stäbe b bei deren Bewegung nach rechts emporgehoben; sie sind mit einer Kerbe s* versehen, in welche ein Riegel s5, der im Punkte se an der Platte d* des Gestelles M drehbar befestigt ist, unter dem Druck der Feder cl einschnappt, sobald die Stange gehoben ist, Fig. 4 und 14. Oberhalb dieser Kerbe sA haben die Stangen bei c2, Fig. 2 und 4, eine Auskehlung, welche bezweckt, dafs die nicht gehobenen Stangen dem Einfallen des Riegels s 5 in den gehobenen Stab nicht hinderlich sind. Die so in ihrer gehobenen Stellung festgelegte Stange bleibt so lange in dieser Stellung, wie das durch die Oese des betreffenden Hebels geführte Garn verstrickt werden soll.
An der Gestellplatte d* ist ein kurzer, senkrechter Hebel c3 in seiner Mitte drehbar angebracht; das obere Ende dieses Hebels berührt das freie Ende des Riegels ss, während das untere Ende unter der Platte di hervorragt, Fig. 2 und 4.
Auf der Oberseite des Stabes g ist in einem Schlitz durch die Schraube gf ein Träger gs stellbar befestigt, Fig. 2 und 13; in diesem Träger ist ein Daumen ge drehbar angebracht, welcher durch den Druck einer Feder g 7 emporgehalten und gegen das linke Ende des Schlitzes gedrückt wird.
Bei der Bewegung des Stabes g nach rechts schlägt dieser Daumen gegen das untere Ende des Hebels c3 und dreht denselben um seine Achse so weit, dafs der Riegel s5 aus der Kerbe s4 der vorher gehobenen Stange d ausgelöst wird. Die letztere wird dadurch frei und die Spiralfeder drückt sie nach unten.
Der Daumen ge kann in eine schräge Stellung gebracht werden, so dafs er den Hebel c3nicht anschlägt, indem man den Knopf gs so dreht, dafs er in parallele Lage zum Stab g gebracht wird.
An der Vorderseite des Stabes g ist ferner eine Platte W stellbar befestigt, an welcher ein aufgebogener, fester Rand hl schräg zu den Seiten des Stabes g und die um Zapfen drehbaren Daumen h2 und h3 sich befinden, wie in Fig. 8 und 9 dargestellt ist.
X ist ein Träger, an welchem die Garnabschneide- und Haltevorrichtungen wie folgt angebracht sind:
An der Innenseite des Trägers X, Fig. 4, 5, 6 und 7, ist eine hakenförmige Stahlplatte t eingesetzt, welche von t1 bis i2 zu einer Schneide angeschärft ist und mit der Klinge t3 zusammen das Schneidewerkzeug bildet. Diese Klinge ist an der Stange Y befestigt, welche in Lagern des Trägers X der Länge nach verschiebbar ist und am hinteren Ende einen Zapfen i4 trägt, auf welchem eine Antifrictionsrolle ts sitzt. Gegen diese Rolle wirkt die senkrechte Fläche des Randes h1 und schiebt dadurch die Stange Y nach dem hinteren Ende der Maschine, wobei die Feder Y1 gespannt wird. Wenn der Stab g so weit nach rechts geschoben ist, bis die Ecke /?4 des feststehenden Ansatzes /z5, Fig. 8, an der Rolle f6 vorbeigeglitten ist, so zieht sich die Feder Y1 plötzlich zusammen und schnellt die Stange Y mit der Klinge i3 nach innen.
Am inneren Ende der Deckplatte X ist eine Klammer u drehbar angebracht, Fig. 5 und 6, deren freies Ende auf der Oberfläche der Klinge t ruht, gegen welche sie durch eine Feder u1 fest angedrückt wird. Diese Klammer hält das abgetrennte Garnende so lange fest,
bis es wieder eingestrickt wird. Die Klammer u mit besonderer Feder u1 kann auch einfach nur durch einen federnden Haken von geeigneter Länge ersetzt werden, der direct auf die Schneide t drückt. Am inneren Ende der Messerstange Y ist eine Stofsplatte i6 befestigt, Fig. 6, welche dicht über der Schneide £3 liegt, über welche sie etwas hervorsteht. Das Vorderende dieser Stofsplatte ist so geformt, dafs dieselbe das Garn über der Kante doppelt legt und zwischen die Oberfläche des Messers t und das Ende der federnden Klammer u schiebt.
Z ist ein um den Zapfen u'1 auf der Oberfläche von X1 drehbarer Hebel, in welchem sich ein Curvenschlitz u3 befindet, in dem ein auf der Stange X befestigter Stift ui gleitet. Dadurch erhält der Hebel Z eine schwingende Bewegung um seinen Drehpunkt. Der Deckel X1 hat einen länglichen Schlitz M5, in welchem der Stift u * ungehindert sich verschieben kann, Fig. 6. Der Hebel Z trägt einen Draht v, der zweimal nahezu rechtwinklig umgebogen ist (s. Fig. ι und 5). Dieser Draht fafst das ausgeschaltete Garn und bringt es in die richtige Lage, in welcher es durch die Stofsplatte fe in die Haltevorrichtung eingeschoben und durch das Vorschnellen der Schneide i3 abgetrennt wird.
An dem Drücker L ist eine Platte vl befestigt, welche verhindert, dafs der Drahthaken u in die Nadeln geräth. Aufserdem trägt derselbe einen Schutzdraht v2, welcher über die Nadeln hinweg nach aufsen ragt, durch das Schutzblech w, Fig. 5, hindurchführt, und dessen anderes Ende am Deckel X1 des Trägers X befestigt ist. Der Zweck dieses Drahtes v'2 ist, das richtige Erfassen des Garnes durch die Nadeln zu sichern, wenn die Gariiführung herabgedrückt wird, um das Garn einzustricken.
Ζλ ist ein gebogener Drückerschuh und gleichzeitig eine Führung für die Waare; derselbe ist innerhalb des Nadelkranzes und so befestigt, dafs er mit seiner äufseren Kante dicht an diesen heranragt. Die Oberfläche des Schuhes ist aufgebogen und läuft eine kurze Strecke parallel zur Unterseite des Drückers, Fig. 17, zu dem Zweck, die Waare auf den Nadeln hinaufzuschieben, bevor sie das Abstreifrad ' erreicht.
Die Maschine arbeitet wie folgt:
Wir nehmen an, dafs sämmtliche Theile der Maschine sich in der durch die Zeichnung dargestellten Lage befinden; das Garn wird dabei den Nadeln durch den Garnführungshebel 5 zugeführt.
Der Antrieb erfolgt von der Welle D aus, und das den Nadeln zugeführte Garn wird so lange verarbeitet, bis ein Stift im Musterrade S unter einem der Hebel m, beispielsweise m', hindurchgeht. Das vom Stift berührte Ende dieses Hebels wird gehoben und das andere Ende drückt den entsprechenden Hebel I1 nieder, wodurch die Sperrklinke f1 auf den Stab bl niedersinkt und in dessen Ausschnitt e eingreift. Der Stab bl wird dadurch nach rechts geschoben und nimmt durch seinen Stift b6 die Platte gl und den Stab g mit sich. Bei der Bewegung des Stabes b1 nach rechts wird sein keilförmiger Ansatz c unter die Stange d1 geschoben und diese dadurch hochgehoben und die Spiralfeder auf derselben gespannt. Ihr freies Ende senkt sich nieder, so dafs das von diesem Hebel geführte Garn von den Nadeln erfafst wird. Gleichzeitig stöfst aber auch der Daumen g6 gegen den Hebel c3, dreht diesen und löst dadurch den Riegel s5 aus der Kerbe des bis dahin gehobenen Stabes, so dafs derselbe durch seine Spiralfeder herabgedrückt und sein freies Ende hochgehoben wird. Dadurch wird das bisher eingestrickte Garn aus dem Bereich der Nadeln gerückt und zwischen den Drahthaken ν und die Abtrenn- und Haltevorrichtung geschoben.
Bei der Bewegung des Stabes g nach rechts passirt der Ansatz hl der Platte W die Laufrolle f5, bis die letztere an der Ecke hi des Ansatzes /25 losgelassen wird, worauf die Stange Y mit der Klinge tB und der Stofsplatte f6 plötzlich vorschnellt; dadurch wird zunächst der Drahthaken ν nach rechts bewegt und der soeben von den Nadeln abgehobene Faden zwischen die Schneide t und die Vorderkanten der Stofsplatte te und der Klinge ta gebracht. Die Stofsplatte legt alsdann das Garn um und schiebt es zwischen die Schneide t und die Klammer u, worauf es von der nachfolgenden Klinge i3 abgetrennt wird.
Sobald der Daumen g6 am Hebel c3 vorbei ist, wird der Riegel s5 durch seine Feder c1 in den Einschnitt der Stange d1 gedrückt und die letztere auf diese Weise in ihrer Höhenstellung so lange festgehalten, bis wiederum eine neue Farbe eingestrickt werden soll.
Wenn der Hebel N, der die Sperrklinken
/Z1/2/3 und S2 träS^ nach links zurückschwingt, greift die letztere g2 in den Einschnitt g3 des Stabes g und zieht diesen nach links zurück, worauf auch der vorher nach rechts geschobene Stab b1 durch die Platte g1 und den Stift zurückführt und der Keil c unter der Stange dl entfernt wird. Der letzteren steht also beim Niederschnellen durch ihre Spiralfeder nichts mehr im Wege. Die Zurückbewegung der Platte W bewirkt darauf, dafs die bewegliche Klinge tB und die Stofsplatte t6 zurückbewegt werden, indem die schräge Fläche sich an der Rolle i5 zurückschiebt. Die Vorrichtung zum Einklemmen und Abtrennen des zunächst abzuhebenden
Games ist dadurch wieder zu neuer Thätigkeit bereit.
Die obigen Vorgänge wiederholen sich jedesmal, sobald einer der Stifte j3 unter einem der Hebel m m1 m2 m3 trifft; der hochgehobene Hebel setzt die betreffende Sperrklinke und diese durch den Stab b den entsprechenden Garnzuführungshebel in Thätigkeit. Das Aneinanderknüpfen der Garne beim Wechsel der Farbenstreifen verursacht nothwendigerweise einen kleinen Absatz in der Kante des Streifens, und es ist wünschenswerth, dafs alle diese Stellen sich auf der Rückseite der Waare befinden. Zu dem Zweck ist es nothwendig, dafs die Kurbel P nur eine halbe Umdrehung macht. Dies erreicht man durch eine Stange Z^, Fig. 18, welche einen Ansatz χ hat; die Stange wird nach vorn gezogen, so dafs der Ansatz χ den Ring P2 und mit ihm die Kurbel Pnach links schiebt, wodurch der Mitnehmerstift i der Welle D aufser Eingriff mit der letzteren kommt. Die Welle D macht dann eine halbe Umdrehung, ohne die Kurbel P mitzunehmen, welche nach dem Zurückschieben der Stange Z^ durch ihre Spiralfeder Q wieder in Eingriff mit dem Stift i gebracht wird.
Die in der Zeichnung dargestellte Maschine enthält nur einen Rundkopf; es können aber ebensogut zwei oder mehrere solcher Rundköpfe auf demselben Gestell angeordnet werden, wobei nur ein Musterrad S und nur ein Satz Sperrklinken f und ein Satz Stäbe b und g angeordnet zu sein brauchen; die letzteren sind dann über die verlängerte Grundplatte entsprechend fortgesetzt und die anderen Rundköpfe in homologer Stellung dazu angeordnet und mit der Triebwelle D in Eingriff gebracht. Jeder Rundkopf mufs dagegen sein Gestell M und X mit den zugehörigen Theilen, sowie die Mechanismen Wc und g6 mit ihren Verbindungen erhalten.
Der Ausschalteknopf g 8 auf dem Stab g ist nur bei mehreren Rundköpfen von Bedeutung, um den einen oder anderen derselben stillzusetzen; bei nur einem Rundkopf ist er entbehrlich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Behufs Regulirung des Fadenwechsels am Rundstuhle die Anwendung einer Musterscheibe mit spiralförmigen Nuthen und spiralförmig angeordneten Reihen von Ein- und Ausrückbolzen, welche Scheibe nicht nur gedreht, sondern auch geradlinig verschoben wird und unter Vermittelung von Hebeln und Schubstangen auf die Fadenführer wirkt, wobei die Bewegung der Schubstangen durch Ausrücken der sie treibenden Vorgelegewelle so unterbrochen werden kann, dafs der Fadenwechsel nicht immer an derselben Stelle des Waarenumfanges sich vollzieht.
DENDAT34901D Regulirungsapparat für den Fadenwechsel am englischen Rundstuhl Expired - Lifetime DE34901C (de)

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