DE507669C - Mustervorrichtung fuer Rundstrickmaschinen - Google Patents

Mustervorrichtung fuer Rundstrickmaschinen

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DE507669C DEST42358D DEST042358D DE507669C DE 507669 C DE507669 C DE 507669C DE ST42358 D DEST42358 D DE ST42358D DE ST042358 D DEST042358 D DE ST042358D DE 507669 C DE507669 C DE 507669C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Mustervorrichtung für Rundstrickmaschinen und im besonderen auf solche, bei denen ein Wechsel des Fadens vorgenommen werden kann, um beispielsweise Strümpfe mit vielfarbigen Mustern, insbesondere gestreifte Strümpfe, herzustellen.
Bei einer solchen Mustervorrichtung arbeiten die auszumusternden Teile, wie beispielsweise die Fadenführer, beim Strickvorgang mit voneinander unabhängigen Hebelsätzen zusammen, die ihrerseits die erwähnten Teile wahlweise beeinflussen, und ein von einer Musterkette ο. dgl. betätigter Wähler ist hierbei zur wahlweisen Bewegung eines der genannten Hebelsätze in verschiedene Stellungen bewegbar.
Gemäß der Erfindung kommen für den Fadenwechsel Musterketten oder andere
so Mustervorrichtungen zur Verwendung, die leicht und schnell gegeneinander ausgetauscht werden können, wodurch erreicht wird, daß die Auswechslung vorgenommen werden kann, ohne die Maschine stillzusetzen und während der Nadelzylinder zwecks Strickens des Zehenteiles hin und her schwingt. Ferner kann die Musterkette während des Strickens des Fersenteiles angehalten werden, so daß bei der Wiederaufnahme des Rundstrickens das Muster auf der Vorderseite der Strumpflänge und auf der Oberseite des Fußteiles nicht unterbrochen wird. Schließlich kann die Musterkette vor sowie während des Strikkens des Zehenteiles unwirksam gemacht werden, um den Fadenwechsel herbeizuführen, nachdem der Fußteil fertiggestrickt ist, wobei die Musterkette sich weiterbewegen kann, bis sie an einer bestimmten Stelle angehalten wird, derart, daß bei der Wiederaufnahme des Rundstrickens das Muster des Gewirkes an einer bestimmten Stelle wieder beginnt. Dieser letztgenannte Vorgang findet ebenfalls statt, wenn während des Strickens des Zehenteiles eine Musterkette entfernt und durch eine andere ersetzt wird.
Zur Erzielung dieser an sich bekannten Wirkungen erfährt die ganze Strickmaschine eine abgeänderte Bauart. Gemäß der Erfindung werden beispielsweise die Vorrichtungen zur Betätigung der Fadenführer, die zwangsläufig durch eine ausschwingbare Einrichtung betätigt werden, die ihrerseits durch die Maschinenantriebsvorrichtung angetrieben wird, wahlweise durch einen Wähler wirksam gemacht, der durch die Musterkette betätigt wird, die ihrerseits durch die erwähnte ausschwingbare Vorrichtung betätigt wird. Die die Fadenführer betätigenden Vorrichtungen werden bei ihrer Bewegung in der einen Richtung durch einen Wähler wahl- Q0
weise erfaßt und eingestellt und betätigen bei ihrer Bewegung in der anderen Richtung die zugehörigen Fadenführer. Der Fadenwechsel erfolgt während der Umdrehung des Nadel-Zylinders. Vor dem Stricken des Fersenteiles wird die Musterkette angehalten. Vor dem Stricken des Zehenteiles wird der Wähler so betätigt, daß er durch die Musterkette nicht beeinflußt wird, wobei aber diese Kette ίο sich weiterbewegt, bis sie durch das Zusammenwirken einer von der Kette getragenen Einrichtung und einer an der Maschine sitzenden Vorrichtung angehalten wird. Es ist aber vorzuziehen, daß die Betätigung der die Fadenführer bewegenden Einrichtungen derart ist, daß die Fadenführer zwangsläufig in ihre Arbeitsstellung bewegt werden. Wenn ein Fadenführer in seine Arbeitsstellung bewegt worden ist, so wird er in dieser Lage durch ein Halteglied festgehalten. Bei der Bewegung eines Fadenführers in seine Arbeitsstellung werden alle Halteglieder freigegeben, wodurch ermöglicht wird, daß irgendein Fadenführer, der sich in seiner Arbeitsstellung befindet, durch eine Feder freigegeben werden kann. Das Messer zum Abtrennen eines zurückgezogenen Fadens wird mit der Einrichtung betätigt, die die Halteglieder freigibt. Die den Fadenführer betätigende Einrichtung weist einen Teil auf, der sofort von Hand eingestellt werden kann, um den Zeitraum zwischen der Einführung des einen Fadenführers und der Zurückziehung eines anderen Fadenführers zit ändern und vorher zu bestimmen. Die beschriebene Maschine weist Einrichtungen auf, die im besonderen dazu dienen, mit einer Mustervorrichtung zusammenzuwirken, welche die erwähnten Eigenschaften der Arbeitsweise bedingt und die erwähnten Vorteile zur Folge hat. Eine solche Mustervorrichtung kann natürlich nicht als bloßer Zubehörteil an bekannten Maschinen angebracht werden, ohne wenigstens letztere in ihrer Bauart abzuändern. Es erscheint daher notwendig für das Verständnis der Erfindung, zunächst die Bauart der ganzen Maschine zu erläutern einschließlich der Einrichtungen, die die Mustervorrichtung betätigen und von letzterer beeinflußt werden, und desgleichen So die besondere Bauart der Vorrichtung, mittels deren die Fadenführer wahlweise in und außer Wirkung gesetzt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung. Abb. ι ist eine Draufsicht der Teile einer nach der Erfindung eingerichteten Rundstrickmaschine und
Abb. 2 eine Seitenansicht hierzu. Abb. 3 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Fadenwechselvorrichtung von der anderen Seite der Maschine aus gesehen.
Abb. 4 und 5 sind gleiche Ansichten eines Teiles der in Abb. 3 gezeigten Vorrichtung, wobei sich die Teile in verschiedenen Lagen befinden.
Abb. 6 ist eine Ansicht der Vorrichtung zur Betätigung der Fadenführer und Fadenführersperren, des Wählers, der Musterkette sowie der zugehörigen Schaltvorrichtung.
Abb. 7 ist ein vergrößerter Querschnitt durch die Steuerscheibe der Maschine nach Linie 6 der Abb. 2.
Abb. 8 ist eine schaubildliche Darstellung der Nocken zur anfänglichen Steuerung der Musterkette in Richtung des Pfeiles nach Abb. 7 gesehen.
Abb. 9 und 10 sind Einzeldarstellungen der Vorrichtung zur unmittelbaren Steuerung der Musterkette.
α bezeichnet den Nadelzylinder einer Rundstrickmaschine, der von der Hauptwelle derart angetrieben wird, daß er eine ständige Drehbewegung oder eine Schwingbewegung erhält, wie es bekannt ist. Es können irgendwelche bekannten Vorrichtungen zu einer solchen Betätigung des Zylinders sowie zur Verschiebung und zur Steuerung der Verschiebung von Drehung auf Schwingung und umgekehrt verwendet werden. In dem dargestellten Falle ist eine Hauptantriebswelle b angegeben, die mittels eines Kegelrades c ein Kegelrad d antreibt. Letzteres trägt ein Stirnrad, welches ein Zahnrad e auf der Welle eines Zahnrades f treibt. Von dem letzteren wird der Nadelzylinder durch nicht dargestellte Mittel angetrieben (Abb. 3 und 6). Die Maschine ist mit irgendeiner gewünschten Anzahl von Fadenführern 10 ausgerüstet. In der Zeichnung sind fünf dargestellt, von denen drei zur Erzielung der Streifung benutzt und gemäß der Erfindung betätigt werden. Jeder Fadenführer ist auf einem geeigneten Teil des Maschinengestells drehbar gelagert und wird gewöhnlich aus seiner wirksamen Lage durch eine Feder 13 gehalten, wie dies in Abb. 3 in vollen Linien angegeben ist. Bei der dargestellten Bauart steht jeder Fadenführer 10 mit einem drehbaren Hebel 11 in Eingriff, dessen freies Ende zwischen die Gabeln eines Schwinghebels 12 na greift, der gewöhnlich durch die Feder 13 derart beeinflußt wird, daß er den Fadenführer 10 außer Wirkung hält. Jeder Hebel wird durch einen an dem Gestell drehbaren Hebel 14 zwangsläufig derart betätigt, daß er den Fadenführer 10 in die Wirkungslage schwingt.
Jeder Fadenführer 10 ist mit zwei Kerben oder Rasten versehen, in deren eine oder andere (was abhängig davon ist, ob der Fadenführer aits der Wirkungslage oder in diese bewegt wird) ein Sperrhebel 20 eingreift, der
an dem Gestell geeignet drehbar ist und durch eine Feder 21 in der Sperrlage gehalten wird. Auf derselben Achse wie der Hebel 20 ist ein Rahmen 22 drehbar, der mit einem Hakenende 23, das unter die freien Enden des Hebels 20 reicht, und mit einem herabhängenden Arm 24 versehen ist, dessen Ende in Abb. 3, 4 und 5 gezeigt ist, während die ganze ■ Anordnung Abb. 2 darstellt. Die Hauptaufgäbe der Halte- oder Sperrhebel 20 besteht darin, den entsprechenden Fadenführer 10, nachdem er durch den mittels der Hebel 12 und 11 wirkenden Hebel 14 niedergedrückt ist, in der wirksamen Lage zu halten.
An dem Maschinengestell ist ein seitlich vorragender Winkelhebel 31 drehbar gelagert (Abb. ι und 6), dessen einer Arm mit einem Stift versehen ist, der in einer Kurvennut 30 des Triebrades / läuft, wodurch dem Hebel 31
ao eine konstante Hinundherbewegung· erteilt wird. Der andere Arm des Hebels 31 trägt einen aufrecht stehenden Arm 32, der mit einem seitlich vorragenden Ende versehen ist, an welchem eine Reihe von Vorrichtungen 33 drehbar ist, von denen jede die Form eines Winkelhebels hat (Abb. 3, 4 und 5). Diese Vorrichtungen 33 betätigen die zugehörigen Hebel 14 und werden gewöhnlich, wie aus Abb. 3 ersichtlich, durch Federn 34 in einer solchen Lage gehalten, daß sie bei ihrer Vorwärtsbewegung die Hebel 14 nicht erfassen. Wird aber irgendeine der Vorrichtungen 33 bei ihrer Zurückbewegung in die Lage nach Abb. 4 gekippt, dann betätigt sie bei ihrer nächsten Vorwärtsbewegung den entsprechenden Hebel 14 (Abb. 5), wodurch der entsprechende Fadenführer 10 nach unten in seine Wirkungslage bewegt wird. Während einer solchen Vorwärtsbewegung der Vorrichtung 33 gleitet ihr vorderes abgeschrägtes Ende über das hintere abgeschrägte Ende des Hebels 14, wobei die Kippbewegung der Vorrichtung T1^i nacn °ben durch einen Anschlag 39 angehalten wird.
Der Arm 32 des hin und her bewegten Hebels 31 trägt ebenfalls einen drehbaren Winkelhebel 35, der an einem Ende mit einer Ouerstange 36 und an seinem anderen Ende mit einer Stellschraube 37 versehen ist. Der Hebel 35 wird gewöhnlich durch eine Feder 38 in der unwirksamen Lage gehalten. Wird aber irgendeine der Vorrichtungen 33 in die wirksame Lage gekippt und durch den Arm 32 vorwärts bewegt, um die Vorrichtung zur Bewegung eines entsprechenden Fadenführers 10 in die Wirkungslage zu betätigen, so schwingt diese Vorrichtung 33 den Hebel 35 in eine solche Lage, daß bei der Fortsetzung der Vorwärtsbewegung des Armes 32 der Hebel 35 auf das Ende des Armes 24 trifft, den Rahmen 22 kippt und die sämtlichen Sperrhebel 20 hebt, wodurch irgendein Fadenführer, der vorher in die Wirkungslage gebracht war, durch seine zugehörige Feder 13 in die unwirksame Lage geschwungen werden kann.
Bei der nächsten Rückwärtsbewegung des Armes 32 geht der Hebel 35 zuerst von dem Arm 24 zurück, so daß die Federn 21 die Haltehebel 20 wiederum in Eingriff mit den zugehörigen Fadenführern 10 bringen können, wodurch der in die Wirkungslage bewegte Fadenführer in dieser Lage gehalten wird.
Die beschriebenen Teile sind so gelagert, daß die gekippte Vorrichtung 33 eine Bewegung des entsprechenden Fadenführers ro in die wirksame Lage merklich früher herbeiführt, bevor der Hebel 35 das Heben der Sperrhebel 20 bewirkt, so daß für eine bemerkenswerte Zeit (während z. B. der Nadelzylinder über einen Bogen von vier Nadeln gedreht wird) zwei Fadenführer gleichzeitig in Wirksamkeit sind. Hierdurch wird eine Fadenüberdeckung in dem Gestrick herbeigeführt. Die Bewegung eines Fadenführers gerade vor der Entfernung des anderen Fadenführers in die wirksame Lage ist allgemein üblich. Die oben beschriebene Bauart bringt aber hierzu noch ein Mittel zur genauen Vorherbestimmung der Länge der Garnüberlappung. Ein solches Mittel besteht aus der Schraube 37, durch deren Einstellung die Zurückbewegung der Sperrhebel 20 nach der Bewegung in die Wirkungslage eines Fadenführers in genauer Weise gesteuert werden kann.
Das Kippen der Vorrichtungen 33 wird mittels des in den Abb. 2 bis 6 dargestellten Wählers 40 bewirkt, der, wie in Abb. 6 angegeben, in eine Anzahl verschiedener Lagen ioo bewegt werden kann. Der Wähler befindet sich, ausgenommen wenn ein Garnwechsel bewirkt werden soll, in einer seiner unwirksamen Lagen, wie solche strichpunktiert angegeben sind. Während des Strickens nimmt der Wähler 40 gewöhnlich die strichpunktierte rechte Lage in Abb. 6 ein. Während der Ausschwingung des Nadelzylinders, bei der eine glatte Ferse oder Zehe gestrickt wird, nimmt er eine der strichpunktierten Lagen auf der linken Seite ein. Wenn man aber während des Strickens einen Garnwechsel vorzunehmen wünscht, so wird der Wähler hinter eine der kippbaren Vorrichtungen 33 verschoben. In Abb. 6 ist er hinter der Mitte einer der Vorrichtungen 33 dargestellt. Bei dem Rückgang des Armes 32 wird, nachdem der Wähler 40 in eine solche Lage gebracht ist, die mittlere der Vorrichtungen 33, wie in Abb. 4 gezeigt, in eine Lage gekippt, in der sie nacheinander die Bewegung des entsprechenden Fadenführers 10 in die
wirksame Lage sowie das Heben aller Sperrhebel 20, wie oben beschrieben, herbeiführt. Der Wähler 40 steht unter Spannung einer Feder 41, um es der Vorrichtung 33 zu ermöglichen, den Wähler bei der Vollendung der Rückbewegung des Armes 32 etwas nach hinten zu kippen, so daß die vordere Schräge der Vorrichtung 33 bei Beginn der folgenden Vorwärtsbewegung des Armes die hintere xo Schräge des entsprechenden Hebels 14 übergreift, wie dies aus Abb. 4 ersichtlich ist, und die Vorrichtung so ihre wirksame Lage einnimmt. Während dieser Vorwärtsbewegung des Armes 32 wird der Wähler aus der Flucht mit den Vorrichtungen 33 in Abb. 6 nach rechts verschoben, so daß bei dem nächsten Rückgang der Armes 32 die gerade betätigte Vorrichtung 33 in die in Abb. 3 dargestellte unwirksame Lage zurückgehen wird.
ao Ein besonders vorteilhaftes Kennzeichen der neuen Maschine besteht darin, daß dasselbe Glied (Hebel 31), welches die Vorrichtungen 33 zur Steuerung des Fadenwechsels hin und her bewegt, gleichzeitig, und zwar mittelbar, die Verschiebung des Wählers 40 in eine Lage bewirkt, in der irgendein gewünschter Fadenwechsel herbeigeführt wird. Der Wähler wird durch eine Musterkette 50 (Abb. 6) betätigt, die Vorsprünge oder Anschlage 51 von drei verschiedenen Höhen trägt. Diese drei Vorsprünge können unter einen Hebel 60 greifen und ihn so heben, daß der den Wähler 40 tragende Winkelhebel 42 in drei verschiedenen Lagen gekippt und der Wähler aus der in Abb. 6 strichpunktierten rechten Lage in eine Lage hinter der ersten, zweiten oder dritten der Vorrichtungen 3 3 verschoben wird, was abhängig davon ist, ob der Vorsprung der Musterkette ein niedriger, ein mittlerer oder ein hoher ist. Die Musterkette wird durch ein Kettenrad 52 angetrieben, das ein Schaltrad 53 trägt, in welches eine Klinke 54 an dem hin und her gehenden Hebel 31 eingreift (Abb. 6, 9 und 10). Der Hebel 31 trägt die Vorrichtungen 33, die die wahlweise Betätigung der verschiedenen Fadenführer 10 bewirken, und erteilt gleichzeitig der Mustervorrichtung eine absatzweise Bewegung, die den Wähler 40 steuert, welcher seinerseits die Vorrichtungen 33 wahlweise betätigt.
Bei der Bewegungsänderung des Nadelzylinders von der Drehung auf eine Schwingung als Vorbereitung für das Stricken der Ferse ist es erforderlich, die Bewegung der Musterkette anzuhalten, so daß bei der Rückkehr zur Drehung und dem Wiederbeginn des Rundstrickens das Muster in dem Vorderteil des Gewirks dort fortgesetzt wird, wo es an dem Schluß der vorhergegangenen Drehperiode aufgehört hatte. Die Bewegung der Musterkette wird in sehr einfacher Weise mittels eines Bügels 61 angehalten, der aus einer Lage nach Abb. 9, wo er die Klinke 54 nicht beeinflußt, in die Lage nach Abb. 10 gehoben wird, in der er die Klinke 54 außer Wirkung bringt. Der Bügel 61 wird durch das Anheben des Hebels 60 über die Lage hinaus, in der er durch den höchsten Vorsprung der Musterkette gehoben wird, aufwärts bewegt. Wenn der Hebel 60 so hochgehoben wird, schwingt er den den Wähler tragenden Hebel 42 in die strichpunktierte äußerste linke Lage in Abb. 6, die eine der unwirksamen Lagen des Wählers ist.
Dieses Hochheben des Hebels 60 wird mittels eines Nockens 71 bewirkt, der an einer Musterscheibe 70 sitzt (Abb. 7 und 8). Diese Musterscheibe kann von dem Maschinenantrieb in geeigneter Weise absatzweise betätigt werden.
Die Bezeichnung »Musterscheibe« soll irgendeine den Nocken 71 sowie die später beschriebenen Nocken 72 und 73 tragende Vorrichtung umfassen, die in genauer Folge mit Bezug auf die Einrichtung zur Änderung von der Drehung auf eine Schwingung und umgekehrt betätigt werden kann. Der Nocken 71 betätigt den Hebel 60 bei Beginn der Verschiebung von der Drehung zur Schwingung als Vorbereitung für das Stricken der Ferse go und gibt ihn am Schluß dieser Schwingungsperiode frei.
Bei der Bewegungsänderung von der Drehung zur Schwingung als Vorbereitung zum Stricken der Spitze ist es nötig, die Bewegung der Musterkette wieder anzuhalten. Auch wenn man wünscht, das Stricken des Musters nach der Bewegungsänderung von der Schwingung zur Drehung und nach Beginn des Strickens eines neuen Strumpfes zu beginnen, ist es notwendig, die Musterkette wieder in Gang zu setzen. Es ist aber erwünscht, das Muster bei dem Beginn des Strickens anzufangen, weshalb die Musterkette nicht eher angehalten werden soll, als bis sie in die bestimmte Lage gebracht ist, die sie zwecks Beginnens des Musters einnehmen muß. Um dieses Anhalten und Wiederanlassen in einem bestimmten Zeitverhältnis zu den genannten Bewegungsänderungen zu bewirken, ist es erforderlich, die Musterkette bei einem bestimmten Strickweg wieder in Gang zu setzen. Die Zeit des Anhaltens der Musterkette, die einem solchen Wiederbeginn vorhergeht, wird sich aber mit der Lage der Musterkette verändern, nachdem die für die Streif ung verwendeten Fadenführer als Vorbereitung für das Stricken der Spitze aus der Wirkungslage bewegt sind. Dieses Anhalten kann während der Drehung unmittelbar als Vorbereitung zu der Bewegungsänderung zur Schwingung oder wäh
rend dieser Schwingung eintreten, während das Wiederanlassen oder Ingangsetzen der Musterkette nach Wiederbeginn der Drehung eintreten wird.
Als Vorbereitung für das Stricken der Spitze ist es nämlich üblich, verschiedene glatte Rundlagen zu stricken. Bei der Maschine nach der Erfindung ist daher die Anordnung so getroffen, daß die sämtlichen für to die Streifung verwendeten Fadenführer als Vorbereitung für das Stricken dieser glatten Lagen oder Reihen außer Wirkung gebracht werden. Es ist außerdem vorgesehen, daß die Musterkette darauf ihren Vorwärtsgang fortsetzt, bis sie in die bestimmte Lage gebracht ist, die sie einnehmen muß, um das Muster beim. Beginn des Strickens anfangen zu lassen, und sie wird nicht früher angehalten, als bis sie diese Lage erreicht hat. Diese Anhaltsbewegung kann eintreten, während die Maschine glatte Rundreihen strickt oder nach der folgenden Verschiebung von der Drehung auf die Schwingung und während die Spitze gestrickt wird, was abhängt von der Kettenlänge, die vorwärts bewegt werden muß, bis die Kette in diese bestimmte Lage gebracht ist. Nach Vollendung der Spitze und nachdem die Maschine von der Schwingung auf die Drehung zurückgebracht ist, ist es üblich, verschiedene Maschenrunden glatt zu stricken und darauf das Muster wieder zu beginnen. Bei der Maschine nach der Erfindung wird daher nach dem Stricken der gewünschten Anzahl glatter Runden die Musterkette wieder angelassen und hierdurch das Stricken des gemusterten Teiles des Strumpfes wieder begonnen.
Zur Erzielung des oben beschriebenen Vorgangs sind an der Musterkette und dem Hebel (Ίο Vorrichtungen angeordnet, die zusammenwirken, um die Kette an der richtigen Stelle anzuhalten und sie darauf wieder in Gang zu setzen.
Als Vorbereitung zum Stricken der glatten Rundbahnen, die der Spitze vorangehen, greift der an der Musterscheibe 70 vorgesehene Nocken 72 mit dem Hebel 60 zusammen und schwingt ihn in die Lage nach Abb. 9, in der der Hebel in einer solchen Höhe dargestellt ist, daß die Vorsprünge an der Musterkette unter ihm vorgehen können, der Bügel (>i jedoch nicht hoch genug gehoben ist, um das fortgesetzte Fortschalten des Musterrades durch die Klinke 54 zu verhindern. (Tn dieser Lage des Hebels 60 ist der Hebel 42 in die strichpunktierte Lage neben der äußeren linken Lage in Abb. 6 geschwungen.) Nimmt der Hebel 60 die angegebene Lage ein, so ist ein Arm 62 an dem S0 Hebel 60 in eine solche Lage gebracht, daß ein Stift 55 (Abb. 6) der Musterkette an der Stelle, an der das Anhalten der Kette ge-"wünscht wird, einen Arm 62 untergreift und den Hebel 60 in die Lage nach Abb. 10 hebt, in der, wie vorher erwähnt und wie aus Abb. 10 ersichtlich ist, der Bügel 61 die Klinke 54 aus der wirksamen Lage heraushebt. Sie wird in dieser Lage bleiben, nachdem der Nocken 72 über den Hebel 60 hinaus vorgegangen ist. Nach Fertigstellung der Spitze, nach Bewegungsänderung von Schwingung auf Drehung und nach dem vorher beschriebenen Stricken der runden Reihen gelangt ein besonders hoher Nocken 73 unter den Hebel 60 und hebt ihn in eine höhere Lage, als sie vorher beschrieben wurde und die hoch genug ist, um eine zweite Klinke 63 des Hebels 60 in Eingriff mit dem Schaltrad 53 zu bringen, und die Musterkette um einen Schritt weiterzubewegen, wobei dann der Stift 55 jenseits des Armes 62 gelangt. Unmittelbar hierauf gelangt der Nocken 73 hinter den Hebel 60, wodurch es diesem ermöglicht wird, in seine normale Lage zurückzukehren, in der der Bügel 61 in die unwirksame Lage niederfällt und der Klinke 54 ermöglicht wird, die absatzweise Betätigung der Musterkette wieder zu beginnen.
Der Klemm- und Messerhebel 80 ist an dem Maschinengestell drehbar gelagert (Abb. 1 und 2) und synchron mit der Fadenwechselvorrichtung durch einen an dem Gestell 22 gelagerten Arm 25 betätigt, der eine an dem Hebel 80 sitzende Stellschraube 81 untergreift.
Die beschriebene Mustervorrichtung besteht aus der Musterkette 50 und den an der Scheibe 70 sitzenden Nocken. Diese Scheibe wirkt wie eine erste Mustervorrichtung und die Kette als eine zweite Vorrichtung dieser Art. Es ist klar, daß diese beiden Mustervorrichtungen nicht eine Kette oder eine Scheibe zu sein brauchen, da andere gleichwertige Mustervorrichtungen auf dem Gebiete bekannt sind.
Ein bemerkenswerter Vorteil der Maschine nach der Erfindung besteht darin, daß bei einer Musteränderung die Kette nicht genau angeordnet zu werden braucht, weil die genaue Lage selbsttätig durch den Zusammengriff der Vorrichtungen 55 und 62 an der Musterkette und dem Hebel 60 bewirkt wird.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    i. Mustervorrichtung für Rundstrickmaschinen, bei denen die auszumusternden Teile (beispielsweise Fadenführer) beim Strickvorgang mit voneinander unabhängigen Hebelsätzen zusammenarbeiten, die ihrerseits diese Teile wahlweise beeinflussen, und ein von einer Musterkette
    ο. dgl. betätigter Wähler zur wahlweisen Bewegung eines der genannten Hebelsätze in verschiedene Stellungen bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischenhebel (31) zwischen dem Wähler (40) und den genannten Hebelsätzen angeordnet ist, der auch die Musterkette o. dgl. zur Einstellung des Wählers weiterschaltet.
  2. 2. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenhebel (31), der mit dem Wähler (40) zur wahlweisen Bewegung der Hebelsätze zusammenarbeitet, fortgesetzt hin und her geht und daß er einen Einstellhebel (33) für jeden Satz trägt, welcher bei seiner Bewegung in der einen Richtung mit dem Wähler in Verbindung kommt und dadurch so eingestellt wird, daß er die Hebel (14, 12, 11) des entsprechenden Satzes bei seiner Bewegung in entgegengesetzter Richtung in Bewegung setzt.
  3. 3. Mustervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Bewegung der genannten hin und her gehenden Einstellhebel (33) in der letztgenannten Richtung jeder andere Hebelsatz, welcher vorher in Arbeitsstellung gebracht war, aus der Arbeitsstellung herausgezogen wird.
  4. 4. Mustervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hin und hergehende Zwischenhebel (31) bei seiner Bewegung in der einen Richtung die Musterkette betätigt, um den Wähler (40) einzustellen, so daß bei der darauffolgenden Bewegung des Zwischenhebels (31) in der anderen Richtung der betreffende von ihm getragene Einstellhebel
    133) von dem Wähler betätigt wird.
  5. 5. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der bei der Strickarbeit zusammenarbeitende Mechanismus Fadenführer umfaßt, von denen der eine erst eine gewisse Zeit später aus der Arbeitestellung gezogen wird, nachdem ein anderer in die Arbeitsstellung gebracht ist. dadurch gekennzeichnet, daß Einstellmittel vorgesehen sind, welche die Zeit, während deren die beiden Fadenführer gleichzeitig in Tätigkeit sind, verändern und endgültig bestimmen.
  6. 6. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, die durch eine Schaltklinke und ein Schaltrad angetrieben wird, die die Mustervorrichtung nach Beendigung des Strickens des Rundteiles des Fußes und während des Strickens des Zehenteiles weiter betätigen, bis die Bewegung der Mustervorrichtung angehalten wird, wenn letztere ihre richtige Lage erreicht hat, um den Strickvorgang für den nächsten Strumpf zu beginnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mustervorrichtung ihre eigene Bewegung mittels einer von der Musterkette o. dgl. getragenen Einrichtung (beispielsweise Stifte 55) anhält, die die Schaltklinke für den Antrieb des Schaltrades unwirksam macht, bis das Stricken des Zehenteiles beendet ist.
  7. 7. Mustervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnte Einrichtung die Schaltklinke dadurch unwirksam macht, daß sie einen Bügel (Cn) zwischen Schaltklinke und Schaltrad einschaltet.
  8. 8. Mustervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem der Strickvorgang des Zehenteils beendet ist und das Stricken des Rundgewirkes wieder aufgenommen wird, eine zweite Klinke (63) wirksam gemacht wird, um das Schaltrad zu betätigen, wodurch die Mustervorrichtung wieder in Gang gesetzt und die erwähnte Einrichtung hinter ihre g5 Arbeitslage geführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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US3046763A (en) * 1952-04-02 1962-07-31 Scott & Williams Inc Multi-feed circular knitting machine
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