DE503418C - Rundstrickmaschine zum Stricken plattierter Ware - Google Patents
Rundstrickmaschine zum Stricken plattierter WareInfo
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- D04B15/38—Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
- D04B15/54—Thread guides
- D04B15/58—Thread guides for circular knitting machines; Thread-changing devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine mit umlaufendem Nadelzylinder und
absatzweise geschalteter Mustertrommel zum Stricken plattierter Ware, insbesondere zum
Einstricken von Längs- und Ouerstreifen sowie Musterflecken, und bezweckt eine größere
Mannigfaltigkeit und Reichhaltigkeit der Musterung bei genauestem zeitlichen Wechsel,
ohne daß der Umfang der Mustertrommel, welche die Bewegungen der Fadenführer steuert, vergrößert zu werden braucht.
Außerdem kann die Folge der Mustersteuerbewegungen während jedes gewünschten Umlaufs
des Nadelzylinders stattfinden. Bei den bisherigen Mustersteuerungen dieser Art
mußte in den Arbeitsvorgängen eine große Pause gemacht werden, bevor der Fadenwechsel
oder das Fadenabschneiden eintreten konnte. Diese Pause wird gemäß der Erfindung
dadurch verkürzt, daß die Fadenführer und/oder der Fadenabschneider von einer Hubscheibe, die auf einer mit dem Nadelzylinder
umlaufenden Welle sitzt, in Arbeitsstellung gebracht werden und der Fadenabschneider
von einer zweiten, auf derselben Welle sitzenden Hubscheibe unmittelbar darauf in Tätigkeit gesetzt wird, so daß der
Wechsel und/oder das Abschneiden des Fadens innerhalb der ersten Umdrehung des Nadelzylinders
stattfindet, die gleichzeitig mit der Steuerbewegung der Mustertrommel beginnt.
Für die Erläuterung der Erfindung ist die Ausführungsform gewählt, bei der die eine
Hubscheibe den Abschneider in Bereitschaftsstellung bringt und den Fadenführer in Tätig-
keit setzt, die andere Hubscheibe unmittelbar darauf den Abschneider in Tätigkeit und die
Fadenführer außer Tätigkeit setzt. Die Rundstrickmaschine, an welcher die Erfindung ausgeführt
ist, hat eine Hilfsmustertrommel und steuert damit den Fadenführer und den Fadenabschneider
durch Schubstangen. Bei dieser Maschine trägt die den Nadelzylinder antreibende Welle die für den Schubstangenantrieb
der Fadenführer und des Fadenab-Schneiders dienenden Hubscheiben in solcher gegenseitigen Lage, daß die Schubstange des
Fadenabschneiders von ihrer Hubscheibe während der Schaltpause der Hilfsmustertrommel
zum Schneiden angetrieben wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
In der Zeichnung zeigen:
Abb. ι die Steuerung für den Fadenabschneider und die Grund- sowie Plattierfadenführer
in Seitenansicht,
Abb. 2 die Steuerung der Grundfadenführer in Seitenansicht,
Abb. 3 die Steuerung des Fadenabschneiders in Seitenansicht,
Abb. 4 die Steuerung der Plattierfadenführer in Seitenansicht,
Abb. 5 die Plattierfadenzuführung zu den Nadeln mit langen Stößern,
Abb. 6 die Fadenzuführung zu allen mit Stößern versehenen Nadeln,
Abb. 7 ein Schema für die verschiedenen ίο Stellungen der Hubkurven auf der Hilfsmustertrommel,
Abb. 8 eine andere Ausführungsform der Steuerung einer Schubstange in Seitenansicht.
Die übliche Hauptmustertrommel 120 auf der Welle 76 wird absatzweise von Gliedern
der Musterkette 85 in üblicher Weise so geschaltet, daß sie eine Umdrehung während
des Fertigstrickens eines Stückes macht. Eine Hilfsmustertrommel 20 zur Bildung waagerechter
Streifen, kurz Streifentrommel genannt, sitzt drehbar auf der Welle 19 und
wird durch das an einem Ende der Trommel sitzende Schaltwerk 21 geschaltet. Das
Schaltrad hat unter seinen Zähnen einen niedrigen Zahn zu einem später beschriebenen
Zweck. Die Klinke 23 des Schaltwerkes wird von der Welle 32, dem Organ, das synchron
mit dem Nadelzylinder 260, d. h. einmal bei jeder Umdrehung des Zylinders umläuft, wie
folgt angetrieben. Die Klinke 23 ist an einen Hebel 24 angelenkt, der auf dem Maschinengestell
seinen Drehpunkt hat; der Hebel 24 und die Klinke 23 werden ununterbrochen
durch eine Unrundscheibe 537 der Welle 32 hin und her bewegt. Das freie Ende des
Hebels 24 trägt eine Rolle 26, die durch eine an der Klinke 23 angreifende Feder 27 an die
Unrundscheibe 537 angedrückt wird und gleichzeitig die Klinke in Eingriff mit den
Zähnen des Schaltrades 21 hält. Die Unrundscheibe 537 und die Zähne des Schaltrades 21
sind so gestaltet, daß bei jeder Umdrehung der Welle 32, also auch des Nadelzylinders,
die Streifentrommel 20 um einen Zahn des Schaltrades 21 geschaltet wird. Die Streifentrommel
20 kann für eine oder mehrere Maschenreihen absatzweise stillgesetzt werden, wenn streifenlose Teile, z. B. die Ferse
gestrickt oder die Muster geändert oder verlängert werden sollen. Dieses geschieht durch
den auf der Welle 19 losen Ausrückhebel 530 mit Ausrückarm 531. Auf ihn wirken zwei
Hubkurven 501" und 502" der Haupttrommel
120. Wenn der Ausrückhebel 530 auf der Kurve 501p gleitet, hebt der Arm 531 die
Klinke 23 aus den Zähnen des Schaltrades 21. Dieses Heben findet statt, wenn der Nadelzylinder
seine Hinundherbewegung beginnt, um z. B. die Ferse zu stricken. Gleichzeitig werden die Fadenführer F und Fa durch
Anheben ihrer Schubstangen 460"* und 570 mittels der Kurven 502"* (Abb. 2) und 542°
(Abb. 4) ausgerückt, wie später erläutert. Am Ende der Ferse wird die Klinke 23 gesenkt, um das Schaltrad wieder von dem
Punkte an weiterzuschalten, wo sie ausgehoben wurde, und die Fadenführer F, Fa werden
wieder eingerückt. Das Muster wird so an dem Spann des Strumpfes nicht abgebrochen,
obwohl die Ferse hinten eingestrickt wurde. Am Ende des Streifenmusters in dem Fuß
werden die Fadenführer F, Fa durch die Schubstangen 460™ und 570 ausgerückt, indem
sie sowie die Klinke 23 durch Kurven 502 der Haupttrommel angehoben werden.
Diese Kurven sind niedriger als die Kurven 501, so daß die Klinke 23 das Schaltrad 21
weiterschaltet, bis sie an einen niedrigen Zahn gelangt, über welchem sie ruht, bis die Streifenbildung
wieder begonnen werden soll. Infolgedessen beginnt das Streifenmuster immer am Anfang dieses Kreislaufes. Es können
natürlich auch mehrere niedrige Zähne auf den Umfang des Rades 21 verteilt sein.
Der Ausrückhebel 530 kann auch für einen kürzeren Zeitraum eingerückt werden, z. B.
für eine oder mehrere Maschenreihen, und zwar mittels des üblichen Zahnbogens 75, der
auf der Welle 76 der Haupttrommel 120 drehbar gelagert ist. Auf dem Zahnbogen 75 sitzt
ein Winkelarm 535 mit Kurvenstück 536, das
den Ausrückhebel 530 durch Anschlag an seinen Stift 534 (Abb. 1 und 4) anhebt. Der
Zahnbogen 75 macht eine vollständige Schwingung, also eine Hinundherbewegung,
aller vier Umdrehungen des Nadelzylinders, das Kurvenstück 536 hebt den Ausrückhebel
530 an sowohl bei der Vorwärts- als auch bei der Rückwärtsschwingung, und zwar
so, daß die Streifentrommel bei einer Umdrehung des Nadelzylinders geschaltet wird
und bei der nächsten stillsteht. Auf diese Weise wird die Länge der Musterwechsel auf
der Streifentrommel 20 vergrößert. Je nach der Lage und Länge des Kurvenstückes 536
ändern sich die Muster. Wenn die Streifentrommel 20 während der Streifenbildung in
jeder Maschenreihe, also bei jeder Umdrehung des Nadelzylinders geschaltet werden
soll, wird das Kurvenstück 536 entfernt.
Bisher sind alle Bewegungen, die zur Streifenbildung erforderlich sind, unmittelbar
von der Streifentrommel 20 abgeleitet worden; bei der vorliegenden Erfindung soll auch
die Steuerung aller Musterbewegungen der Streifentrommel verbleiben; um aber ein weit
längeres Muster mit derselben Trommelgröße zu erreichen und dennoch eine größere Genauigkeit
in der Zeitfolge der Musterbewegungen zu erzielen, wird gemäß der Erfindung keine Fläche auf dem Umfang der
Streifentrommel 20 zttr Einleitung solcher
Arbeitsgänge benutzt, welche während des Umlaufes des Nadelzylinders zuerst einer
Schaltung der Streifentrommel folgen, wozu auch das Abschneiden des Fadens gehört.
Dieses geschieht durch einen von der Welle 32 abgeleiteten Antrieb, der aber der Steuerung
durch die Streifentrommel 20 unterliegt. Dieser Antrieb besteht in der Unrundscheibe 576
auf der Welle 32 und einem Hebelsystem, dessen Bewegungen von einer Kurve 22C auf
der Streifentrommel 20 gesteuert werden (Abb. 3 und 8), wie später beschrieben.
Was nun die Anordnung der Fadenführer und Nadeln für die Streifenmuster anlangt,
so sind zwei Arten von Fadenführern vorgesehen, zunächst die gewöhnlichen Grundfadenführer
F an der Fadenleitplatte (Kehlplatte) 559, welche durch die üblichen Schubstangen
460'" ein- und ausgerückt werden.
Die unteren Enden dieser Schubstangen treten durch den Kamm 451 in den Bereich der
Kurven 5011", 502™ der Haupttrommel 120
(Abb. 2). Diese Grundfadenführer können auch von der Streifentrommel 20 mittels der
Kurven 22"' und der um Zapfen 18 drehbaren Winkelhebel ijm angetrieben werden, die in
Rasten der Stoßstangen 460"' in bekannter Weise eintreten.
Die anderen Fadenführer sind die Plattierfadenführer F". Diese sind auf demselben
Querzapfen 554 des Schloßringes 550 wie die Grundfadenführer F drehbar gelagert, aber so
gestellt, daß sie den Faden dem Nadelkreis N an einem Punkt zuführen, der etwa 8o° vor
der Kehlplatte 559 liegt. Der Schloßring ist bei 552 an dem Bock 401 der Bettplatte D
drehbar gelagert. Um die Plattierfadenführer vollständig auszurücken, wenn keine Streifen
zu stricken sind, dienen besondere Schubstangen 570, die, von Kurven 501" und 502"
der Haupttrommel (Abb. 4) angetrieben, den Plattierfadenführer mittels seines Zapfens 572
heben, auf dem sie aufliegen und ein kurzer Lenker 573 drehbar ist, dessen anderes Ende
um Zapfen 554 drehbar ist.
Zum Streifenstricken werden die Plattierfadenführer F" von der Streifentrommel mittels
der Lenker 568 und der Schubstangen 569 angetrieben. Jede dieser Schubstangen ist einstellbar und starr an einem eigenen
Winkelhebel iya, der um den Zapfen 18 drehbar
ist, mittels Schrauben 571 befestigt, die in einen Schlitz am unteren Ende der Schubstange
eintreten (Abb. 1). Der Winkelhebel iy" wird durch Kurven 22" der Streifentrommel
angetrieben. Die Winkelhebel 17" der Plattierfadenführer beeinflussen keine von
den Schubstangen 460 für die Grundfadenführer.
Damit die Fadenwechsel, die durch die Grund- und Plattierfadenführer herbeigeführt
werden, immer in derselben Stäbchenreihe erfolgen, sind die Bewegungen der Plattierfadenführer
so abgestimmt, daß sie etwas vor denjenigen der Grundfadenführer eintreten. Deshalb sind die Kurven 22m und 22" auf der
Streifentrommel 20 in der Bewegungsrichtung etwas versetzt, die Kurven 22°, welche die
Plattierfadenführer antreiben, liegen etwas vor den Kurven 22m der Grundfadenführer
(Abb. 7). Das Maß der Versetzung ist aber so gering, daß die Kurven 22° und 22m ihre
Plattier- und Grundfadenführer bei derselben Schaltung der Streifentrommel, also innerhalb
des von einer einzigen Schaltstufe durchlaufenen Bogens antreiben. Da die Schaltung
der Streifentrommel durch die Unrundscheibe 537 der Welle 32 immer an demselben Zeitpunkt
eines Umlaufes des Nadelzylinders geschieht, so erfolgen bei entsprechender Einstellung
der Kurven 22'", 22a und der Unrundscheibe
537 die Fadenwechsel zu vorher bestimmten Zeitpunkten und an derselben Stelle des Gewirkes. Die Nadeln werden an
dem Punkt des Nadelkreises, wo die Plattierfäden zugeführt werden, auf verschiedene
Ebenen gehoben, um die Streifenbildung durch Änderung der Zuführungsebene für die Plattierfäden
zti bewirken und diese Fäden hinter den Nadeln, welchen sie nicht zugeführt werden,
fiottieren.zu lassen.
Die dargestellte Maschine hat, obwohl Muster mit weniger Fadenführern hergestellt
werden können, zwei Plattier- und zwei Grundfadenführer, um senkrechte und waagerechte
Streifen sowie Flecken in vier Farben herzustellen. Zur Erzeugung eines solchen Musters werden die Nadeln mittels Stößer
380 (Abb. 5) für verschiedene Ebenen nach dem Zuführungspunkt des Plattierfadens
abgeteilt. Die Kurven 22" zum Antrieb der Plattierfadenführer müssen verschiedene
Höhen haben (Abb. 1). Die Nadeln, auf welchen die senkrechten Streifen gestrickt
werden sollen, sind stößerlos; die Nadeln, die Musterflecken einstricken, haben kurze Stößer,
die übrigen haben lange Stößer 380 (Abb. 5). Wenn der Plattierfaden allen Nadeln mit
Stößern zugeführt werden soll (Abb. 6), wird keine Kurve auf der Streifentrommel für den
Plattierfadenführer verwendet; es ist aber ein Anschlag 575 auf dem Zungenring 550
vorgesehen, der die genaue Lage der Zuführungsebene bestimmt. Wenn der Plattierfaden
nur den Nadeln mit langen Stößern zugeführt wird, wird eine niedrige Kurve verwendet.
Wenn der Plattierfaden keiner Nadel während eines kurzen Zeitraumes zugeführt werden soll, wird eine hohe Kurve auf der
Streifentrommel benutzt, die den Fadenführer ausrückt.
Zum Abschneiden derjenigen Fäden, welche
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dem Verstricken entzogen sind, dient die übliche Klemme 606 mit Abschneider 608.
Die heraustretenden Fäden müssen um den Nadelkreis ein beträchtliches Stück, gerechnet
vom Zuführungspunkt des Plattierfadens oder von der Kehlplatte, herumgeführt werden,
bevor die letzte Nadel, auf welcher der Faden gestrickt wurde, dem Abschneider am nächsten
kommt. Im dargestellten Falle werden die
ίο heraustretenden Plattierfäden um den Nadelkreis
in einem Winkelabstande von 2800 von ihrem Zuführungspunkt herumgeführt. Das
Abschneiden findet dann statt nicht nur nach Schaltung der Streifentrommel, sondern auch
während einer beliebigen oder jeden Umdrehung des Nadelzylinders.
Bei der in Abb. 1 bis 7 dargestellten Maschine wird der gewöhnliche Antrieb des
Messers 608 mittels Schubstange 460° und Hebel 611 durch folgende Einrichtung gesteuert.
Ein Winkelhebel xyc, ähnlich den Winkelhebeln 17"» für die Schubstangen 460"*
der Grundfadenführer, hebt die Schubstange 460^ wenn er auf die Kurve 22C der Streifentrommel
aufläuft (Abb. 3). An den oberen Arm des Winkelhebels iyc ist eine Klinke 577
angelenkt, deren unteres Ende mit einer Rast auf dem die Schubstangen 460^ führenden
Kamm 451 ruht, wenn der Winkelhebel iyc
von der Kurve 22° angehoben ist. An der
Klinke 577 greift ein einstellbarer Lenker 578 an, dessen anderes Ende mit dem einen Arm
eines Kreuzhebels 579 gelenkig verbunden ist. Dieser Hebel ist am Maschinengestell drehbar
gelagert und wird durch Feder 580 gegen die Unrundscheibe 576 der Hauptwelle 32 gedrückt,
so daß auch die Rast der Klinke 577 auf den Kamm 451 gedrückt wird. Wenn der
Winkelhebel χη° durch eine seiner Kurven 22C
nicht angehoben wird, ruht die Klinke an einer Seitenfläche des Kammes 451, und der
Kreuzhebel 579 ist von der Unrundscheibe
576 abgezogen. Wenn der Winkelhebel iyc
die Schubstange 40oc und mit ihr den Abschneider
608 hebt, wird die Klinke 577 gehoben und die Feder 580 zieht den Kreuzhebel 579 gegen die Unrundscheibe 576, und
der Lenker 578 führt mittels des Winkelhebels iyc die Rast der Klinke 577 auf den
Kamm 451. Beim Umlauf hebt die Unrundscheibe 576 mittels des Lenkers 578 die Klinke
577 von dem Kamm 451 ab, die Schubstange
46oc senkt sich und der Abschneider schneidet den Faden ab. Die Unrundscheibe 576 ist im
dargestellten Falle so eingestellt, daß der Abschneider 608 etwa 220 ° nach dem Wechsel
des Grundfadenführers eingerückt wird; sie kann aber auch so eingestellt werden, daß der
Abschneider zu jedem Zeitpunkt innerhalb einer Umdrehung eingerückt wird, nachdem
die Kurve 22C den Abschneider angehoben hat.
Die Arbeitsweise der in Abb. 1 bis 7 dargestellten Maschine ist wie folgt:
Angenommen, die Maschine soll das Plattiermuster beginnen, dann gleiten die Schubstangen
460™ und 570 für die Grund- und Plattierfadenführer von den Kurven 502'"·
(Abb. 2) und 502" (Abb. 4) der Haupttrommel ab und gelangen unter den Einfluß der
Kurven 22m und 22a (Abb. 2) auf der Streifentrommel.
Diese Kurven halten den einen Plattierfadenführer F" und den einen Grundfadenführer
F ausgerückt und senken den anderen Grundfadenführer F in die Zuführungsstellung. Der andere Plattierfadenführer Fa
hat keine Kurve unter seinem Winkelhebel ijm und bleibt daher gesenkt, bis er allen
Stößernadeln Faden zuführt, wird aber durch den Anschlag 575 über den stößerlosen, also
den senkrechten Streifen strickenden Nadeln gehalten. Der Plattierfaden wird so hinter
die stößerlosen Nadeln flottierend gelegt, wenn sie auf dieselbe Ebene gehoben werden
wie die anderen Nadeln, und es entstehen flottierte senkrechte Streifen. Bei der in
Abb. ι gezeigten Anordnung der Kurven werden vier Maschenreihen nur mit diesen senkrechten
Streifen gestrickt. Wenn die Rückseite des Strumpfes bei der vierten Maschenreihe
an den Zuführungspunkt des Plattierfadens kommt, wird der Plattierfadenführer Fa
durch eine niedrige Kurve angehoben und der Faden nur den Nadeln mit langen Stößern
zugeführt, die Nadeln werden ausgelassen, wo die Musterflecken erscheinen sollen, ebenso
die Nadeln für die senkrechten Streifen. Wenn die Rückseite des Strumpfes gegenüber
der Kehlplatte kommt, laufen die Grundfadenführer auf Kurven mit entgegengesetzter
Neigung und die Zuführung des anderen Fadens beginnt. Die gegenseitige Einstellung
der Kurven für die Grund- und Plattierfadenführer ist aus Abb. 2 ersichtlich. Beide
Maschenreihen werden jetzt mit den Fadenführern in der Stellung gestrickt, in welcher
der Plattierfaden seine Zuführung zu den Nadeln wieder beginnt, welche die Musterflecken
stricken sollen, und die Grundfäden werden wieder gewechselt. Nachdem so vier Maschenreihen nur mit senkrechten Streifen
gestrickt worden sind, gleitet der Winkelhebel 17" für den nicht tätigen Plattierfadenführer
von seiner hohen Kurve ab und bringt diesen in die Lage, in welcher allen Stößernadeln
Faden zugeführt wird. Der vorher tätige Plattierfadenführer wird durch eine hohe
Kurve ausgerückt. Der waagerechte Streifen wird so für zwei Maschenreihen hergestellt.
Wo bei jeder Schaltung der Streifentrommel Kurven einen Faden dem Verstricken entziehen,
rückt eine Kurve 22C den Abschneider ein. Dieser schneidet also entweder einen
Plattier- oder einen Grundfaden oder beide gleichzeitig ab. Durch 'dieses einfache Mittel
bleibt jeder Raum auf der Streifentrommel dem Fadenwechsel vorbehalten und die ausgerückten
Fäden werden in jedem gewünschten Zeitpunkt während eines Umlaufes des Nadelzylinders abgeschnitten. Es ist so mehr
Raum für Kurven zum Fadenwechsel verfügbar, gleichzeitig wird die genaue Zeitfolge
to für den Abschneider erreicht, da die Unrundscheibe
576 synchron mit dem Nadelzylinder umläuft.
Durch eine geringe Änderung gemäß Abb. 8 kann die Unrundscheibe 576 die
Schubstange 40oc sowohl anheben als auch
einrücken. Der Winkelhebel iyc wird durch
eine Klinke 581 ersetzt, die auf einer Stange 582 drehbar befestigt ist. Die Klinke 581
wird durch eine Feder 583 in aufrechter Lage
ίο an der der Streifentrommel 20 abgekehrten
Seite der Schubstange 460s gehalten. Ein in
die Klinke 581 eingesetzter federnder Finger 584 liegt in der Bahn eines Daumens 22cX
der Streifentrommel. Die Stange 582 ist mit ihrem anderen Ende an dem Maschinenrahmen
drehbar gelagert und liegt auf der Unrundscheibe 576. Wenn der federnde Finger 584 \*on dem Daumen 22cl abwärts gestoßen
wird, kommt die Klinke 581 unter eine Rast der Schubstange 40oc, in diesem Augenblick
hebt die Unrundscheibe 576 die Stange 582 und mit ihr die Schubstange. Wenn die Unrundscheibe
die Stange 582 senkt, wird die Klinke 581 aus der Rast durch die Feder 583
gezogen, und der federnde Finger 584 steht für den nächsten Daumen bereit.
Alle diese Vorgänge werden durch das Organ gesteuert, das bei jedem Umlauf des
Nadelzylinders einmal ■ umläuft, so daß sie sich bei jedem Umlauf des Nadelzylinders
wiederholen können. Diese Möglichkeit, bei einem Umlauf des Nadelzylinders beide Fäden
zu wechseln und die dem Verstricken entzogenen Fäden abzuschneiden und dieses bei
dem nächsten oder einem beliebigen anderen Umlauf des Nadelzylinders zu wiederholen,
ist einer der wichtigsten Vorteile der Erfindung. Es ist noch hervorzuheben, daß, wenn
die Streifentrommel 20 aus irgendeinem Grunde nicht arbeitet, z. B. wenn die Ferse
gestrickt wird, die von den Unrundscheiben der Welle 32 abgeleiteten und von der Streifentrommel
20 gesteuerten Antriebe unwirksam sind.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Rundstrickmaschine mit umlaufendem Nadelzylinder und absatzweise geschalteter Mustertrommel zum Stricken plattierter Ware, dadurch gekennzeichnet, daß beim Fadenwechsel die Fadenführerund/oder der Fadenabschneider von einer Hubscheibe (537), die auf einer mit dem Nadelzylinder (260) umlaufenden Welle (32) sitzt, in Arbeitsstellung gebracht werden und der Fadenabschneider von einer zweiten auf derselben Welle sitzenden Hubscheibe (576) innerhalb derselben Nadelzylinderumdrehung in Tätigkeit gesetzt wird.
- 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 mit Hilfsmustertrommel und Steuerung der Fadenführer und des Fadenabschneiders durch Schubstangen, dadurch gekennzeichnet, daß die den Nadelzylinder antreibende Welle (32) die zum Schubstangenantrieb der Fadenführer und des FadenaDsclmeiders dienenden Hubscheiben (537, 576) in solcher gegenseitigen Lage trägt, daß die Schubstange (460^) des Fadenabschneiders von ihrer Hubscheibe (576) während der Schaltpause der Hilfsmustertrommel (20) zum Schneiden angetrieben wird.
- 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2 mit Hilfsmustertrommel, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hilfsmustertrommel (20) die Kurven (22m, 22") zur Steuerung der Grund- und Plattierfadenführer {F, Fu), die ihre Fäden an verschiedenen Punkten des Nadelkreises einführen, gegeneinander so versetzt sind, daß beide Fadenwechsel in demselben Maschenstäbchen stattfinden.
- 4. Maschine nach Anspruch 2, bei weleher die Schubstangen von durch die Hilfstrommel gesteuerten Winkelhebeln angehoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (17') des Abschneiders (60S) eine Sperrung (577) trägt, die von der einen Hubscheibe (576) der mit dem Nadelzylinder umlaufenden Welle (32) ausgelöst wird.
- 5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Hubscheibe (576) auslösbare Sperrung (577) an dem an der Schubstange (460^) des Abschneiders (608) angreifenden Arm des Winkelhebels (17Ο als Klinke (577) angelenkt ist, die beim Auflaufen des anderen Armes des Winkelhebels auf eine Kurve (22C)· der Hilfsmustertrommel (20) auf dem die Schubstange führenden Kamm (451) in eine Sperrlage gebracht wird, aus der die Klinke (577) durch einen von der einen Hubscheibe (576) angetriebenen Lenker (578) gelöst wird (Abb. 3).
- 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der von der einen Hubscheibe (576) angetriebene Lenker (578) auf der von der Hilfsmustertrom-mel (20) abgekehrten Seite der Schubstange (4601O eine Klinke (581) und diese einen federnden Arm (584) trägt, der, von einer Kurve (22cl) der Hilfsmustertrommel (20) niedergedrückt, die Klinke zum Angriff an die Schubstange (46oc) bringt, so daß diese durch die Hubscheibe (576) ausgelöst werden kann (Abb. 8).
- 7. Maschine nach Anspruch 1 mit Haupt- und Hilfsmustertrommel sowie von der Hauptmustertrommel gesteuertem Ausrückhebel für das Schaltgetriebe der Hilfsmustertrommel und auf der Welle der Hauptmustertrommel schwingendem Zahnbogen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnbogen (75) einen Winkelhebel (535) mit Kurvenstück (536) trägt, das den Ausrückhebel (530) zum Ausschalten des Schaltgetriebes beim Schwingen des Zahnbogens (75) anhebt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US606690XA | 1925-10-12 | 1925-10-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE503418C true DE503418C (de) | 1930-07-24 |
Family
ID=22031028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES73450D Expired DE503418C (de) | 1925-10-12 | 1926-02-26 | Rundstrickmaschine zum Stricken plattierter Ware |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE503418C (de) |
| FR (1) | FR606690A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2908154A (en) * | 1958-03-14 | 1959-10-13 | Burlington Industries Inc | Yarn handling and severing mechanism for circular knitting machines and method |
| DE1255846B (de) * | 1961-01-04 | 1967-12-07 | Armes De Guerre Fab Nat | Fadenwechselvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen |
-
1925
- 1925-11-12 FR FR606690D patent/FR606690A/fr not_active Expired
-
1926
- 1926-02-26 DE DES73450D patent/DE503418C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2908154A (en) * | 1958-03-14 | 1959-10-13 | Burlington Industries Inc | Yarn handling and severing mechanism for circular knitting machines and method |
| DE1255846B (de) * | 1961-01-04 | 1967-12-07 | Armes De Guerre Fab Nat | Fadenwechselvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR606690A (fr) | 1926-06-18 |
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