DE54636C - Maschine zum Aufnähen gelochter Knöpfe - Google Patents

Maschine zum Aufnähen gelochter Knöpfe

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DE54636C
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Germany
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sewing
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DENDAT54636D
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THE NATIONAL MACHINE COMPANY in New-York, V. St. A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/12Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for fastening articles by sewing
    • D05B3/14Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for fastening articles by sewing perforated or press buttons
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05BSEWING
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Maschine zum Aufnähen gelochter Knöpfe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. April 1890 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zum Annähen von solchen Knöpfen an Stoffe, Kleider oder andere Sachen, welche durchgehende Löcher haben.
Die Maschine wird dadurch gekennzeichnet, dafs der mit dem betreffenden Stoff in einem geeigneten Halter eingespannte Knopf mit seinem Halter und dem Stoff derart schrittweise in einem Kreise bewegt wird, dafs die Löcher des Knopfes der Reihe nach unter die Nadel geführt werden. Hat der Knopf vier Löcher, so sticht die Nadel, auf einander folgend, durch das erste, zweite, dritte, vierte, erste u. s. w. Loch, während bei einem mit zwei Löchern versehenen Knopf die Nadel abwechselnd durch das eine und das andere Loch sticht, jedoch kann auch ein vierlöcheriger Knopf durch Stiche angenäht werden, welche durch je zwei gegenüberliegende Löcher, also ebenso wie bei dem zweilöcherigen Knopf, quer über die Mitte des Knopfes gehen.
Der Durchmesser des Kreises, in -welchem der Knopf zu bewegen ist, mufs natürlich gleich dem Durchmesser des Kreises sein, in welchem die Mitten der Löcher des Knopfes gelegen sind, und welchen wir weiter unten Lochkreis nennen wollen.
Die Maschine ist ferner so eingerichtet, dafs sie für verschieden grofse und verschieden dicke Knöpfe, bei welchen der Lochkreis gemäfs dem Durchmesser der Knöpfe verschieden ist, eingestellt werden kann, und dafs sie nur die für das Annähen als erforderlich erachtete Anzahl von Stichen macht und sodann selbstthätig ausgerückt wird.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen eine derartige Maschine in Fig. 1 in Seitenansicht, zum Theil im Schnitt nach der Linie \-\λ der Fig. 2, welche letztere eine Unteransicht der Maschine darstellt. Die übrigen Figuren zeigen Einzelheiten.
Die gewählte Grundform ist die der S ing er-Nähmaschine, jedoch können auch Maschinen anderer Art für diesen Zweck eingerichtet werden.
Auf der Grundplatte A, Fig. 1, ist unterhalb des die Nadelstange B1 nebst der Nadel a tragenden Kopfes des Nadelarmes A1 der Halter K angeordnet, welcher zum Festhalten des Knopfes und des Stoffes dient. Dieser Halter, sowie die denselben bewegenden Theile sind in den Fig. 9 und 10 in gröfserem Mafsstabe in Oberansicht bezw. Längenschnitt nach t f1 der Fig. 9 dargestellt.
Der Halter besteht aus einer halbkreisförmigen Platte K, Fig. 12, welche vorn in ihrer Mitte einen halbkreisförmigen Ausschnitt e1 hat und hinten in einen nach aufwärts gebogenen Arm ausläuft, Fig. 10. In der Platte K, Fig. 12, sind rings um den Ausschnitt e1 drei durchgehende gerade Schlitze n2 vorgesehen, welche in den Mitten von drei benachbarten Seiten eines Vierecks senkrecht zu diesen Seiten gelegen und gleich weit von dem Mittelpunkt des Ausschnittes e1 entfernt sind.
Jeder dieser Schlitze dient zur Führung einer Centrirbacke m, Fig. 11 und 12a, welche letzteren von unten gegen die Platte K gelegt sind und mit je einem Ansatz η in den ent-
sprechenden Schlitz w2 so eingreifen, dafs jede Backe m nur in der Längsrichtung des zugehörigen Schlitzes )j2 vor- und zurückbewegt werden kann. Zum Feststellen jeder der Backen in der ihr jeweilig gegebenen Lage dient eine Kopfschraube w3, Fig. 9 und 10, welche von oben in ein Loch nl, Fig. 12a, des Ansatzes η eingeschraubt ist und mit ihrem Kopf über beide Längsränder des Schlitzes η 2 greift, Fig. 9. Jede Centrirbacke m hat an der dem Ausschnitt e1 zugewendeten Kante k unten eine vorspringende Leiste /, welche fest oder federnd sein kann. Im letzteren Falle bildet die Leiste / einen Theil einer dünnen Platte m\ Fig. 12a, welche gegen die Unterseite der Backe m gelegt und mit der letzteren nur an dem dem Ausschnitt e1 abgewendeten Ende verbunden ist.
Die drei Backen m werden gemäfs dem Durchmesser des zu haltenden Knopfes so eingestellt, dafs der von vorn flach zwischen dieselben eingeschobene Knopf F, Fig. 9 und 10, welcher z. B. mit vier Löchern 1, 2, 3 und 4 versehen ist, mit seinem Umfang gegen die Kanten k anliegt, mit der Unterseite seines Randes auf den Leisten I äufruht und 'eines seiner Löcher, z. B. 1, genau über dem Loch a1 der Stichplatte α der Maschine darbietet.
Sollen immer Knöpfe von demselben Durchmesser angenäht werden, so können die Backen m mit der Platte K ein festes Ganzes bilden.
Damit der eingeschobene Knopf sicher festgehalten wird, drückt auf denselben von oben das freie gegabelte Ende e2 einer Blattfeder L, Fig. 13, 9 und 10, deren hinteres Ende mit dem Arm der Platte K bei c3, Fig. 10, verbunden ist. Die Blattfeder L ist nur deshalb vorn gegabelt, um die Löcher des Knopfes F freizulassen. Um den Druck, mit welchem die Feder L auf den Knopf wirkt, gemäfs der Dicke des jeweilig anzunähenden Knopfes ändern zu können, ruht die Feder L mit ihrem hinteren Ende /2 auf den Enden von vier Schrauben c1, Fig. 10, welche von unten in den Arm der Platte K durch Löcher c2 desselben, Fig. 12, geschraubt sind und mehr oder weniger aus dem Arm der Platte K nach oben vorstehen, je nachdem man dieselben in der einen oder der anderen Richtung gedreht hat. Ferner geht durch ein Loch c4 der Feder L, Fig. 13, eine Schraube c3, Fig. 10, hindurch, welche in ein Loch c5 des Armes der Platte K, Fig. 12, eingeschraubt ist. Es ist hieraus ersichtlich, dafs, wenn man die Schraube c3 löst oder anzieht und dementsprechend die Schrauben c1 mehr oder weniger tief in den Arm der Platte K einschraubt, das hintere Ende der Feder L gehoben oder gesenkt wird, so dafs das vordere Ende der letzteren weniger oder mehr nach unten federt..
Der so gebildete eigentliche Knopfhalter KL ist an seinem hinteren Ende mit einer Platte K\ Fig. 10, verbunden, welche selbst bei rf1 scharnierartig drehbar an einem senkrechten Klotz rf2 befestigt ist, der seinerseits an einer waagrechten Platte D1 sitzt. Vor dem Klotz rf2 ist in diese Platte D1 ein Stift d3 eingeschraubt, welcher durch ein Loch der Platte K1 nach oben hindurchragt und an seinem oberen Ende einen drehbaren Daumenhebel rf5, Fig. 9 und 10, trägt. Der Daumen dieses Hebels ruht auf der Platte K1, welche nebst den Theilen KL durch eine den Stift rf3 umgebende Feder rf4, die sich einerseits gegen K1 und andererseits gegen D1 stützt, beständig nach oben gedrückt wird. Die Gestalt des Daumens ist so gewählt, dafs der Halter K1 KL beim Hochheben des freien Endes des Hebels rf5 durch die Feder rf4 gehoben, beim Niederdrücken des Hebels rf5 dagegen durch den Daumen gesenkt wird.
Die Einrichtung ist zu dem Zweck getroffen, um den eingespannten Knopf gegen den Stoff pressen und nach dem Annähen, behufs bequemer Herausnahme aus dem Halter, von der Stichplatte in der Richtung der punktirten Linie f8, Fig. 10, etwas abheben zu können.
Der Halter KL dient gleichzeitig auch zum Festhalten des Stoffes X1, Fig. 10, links, an welchen die Knöpfe angenäht werden sollen, und damit der Stoff in Bezug auf den Halter dieselbe Lage beibehält bezw. den Bewegungen, welche dem letzteren, wie weiter unten angegeben, ertheilt werden, folgt, wird der Stoff zwischen dem Halter K L und einer unter demselben befindlichen federnden Platte £>2, Fig. 10 und 21, eingeklemmt, welche hinten mit der Platte D1 fest verbunden ist und das Bestreben hat, nach oben gegen den Halter KL zu federn. In dieser Platte D1 ist in dem unterhalb des eingespannten Knopfes F gelegenen Theil ein rundes Loch rf2 gemacht, dessen Durchmesser gröfser als der Lochkreisdurchmesser des Knopfes ist, um der Nadel freien Durchgang zu gewähren. Die Platte D2 ruht bei niedergeklapptem Halter KL auf der Stichplatte α1 und verschiebt sich auf letzterer, wenn sie mit dem Halter bewegt wird.
Um die Bewegung des Knopf halters in der Weise zu sichern, wie im Eingange angegeben, d. h. so, dafs die Löcher 1, 2, 3, 4 des Knopfes auf einander folgend unter die Nadel geführt werden und dann dort während der zur Stichbildung erforderlichen Zeit stillstehen, ist folgende Einrichtung vorgesehen.
Die Platte D1 des Halters KL ist mit dem vorderen Ende eines Schlittens D, Fig. 9, 10 und 16, bei Dx verstellbar verbunden, welcher auf einer an der Grundplatte A befestigten runden Platte H frei beweglich aufruht. Dieser Schlitten ist in Führungen c c eines zweiten, ebenfalls auf H frei aufruhenden Schlittens G, Fig. 9 und 15, verschiebbar eingesetzt, der seinerseits mit seinen Ohren e e in Füh-
rungen d, Fig. g und 14, eingreift, welche an der Platte H senkrecht zu den Führungen c c fest angebracht sind. Infolge dieser Anordnung kann der Schieber D nebst dem Halter KL sowohl in der Längsrichtung, als auch in der Querrichtung der Maschine verschoben werden.
Der Schieber D wird nun gleichzeitig in den beiden eben genannten Richtungen so verschoben, dafs jeder Punkt des Schiebers D und folglich auch jeder Punkt des vorn in den Halter eingespannten Knopfes F einen Kreis beschreibt, dessen Durchmesser gleich dem Durchmesser des Lochkreises des Knopfes ist.
Zu dem Zweck ist der Schieber D, Fig. 16, ungefähr in seiner Mitte mit einem kreisrunden Auge b versehen, in welches eine runde Scheibe υ1, Fig. 10, 18 und 19, drehbar eingepafst ist. Letztere ist excentrisch mit einer unter E gelegenen Scheibe F verbunden, welche in der Platte H drehbar ruht und mit einer an ihrer unteren Seite gebildeten Nabe durch die Platte H bei b1 nach unten hindurchreicht. Das untere Ende der Nabe ist als konisches Zahnrad F1 ausgebildet, welches ruckweise in Umdrehung versetzt wird, und zwar so, dafs es, wenn der Knopf vier Löcher hat, immer nach Vollendung einer Viertelumdrehung, und wenn der Knopf zwei Löcher hat, immer nach Vollendung einer halben Umdrehung eine Zeit lang stillsteht.
Durch die dem Rade F1, der Scheibe F und dem Excenter E ertheilte schrittweise Drehbewegung wird der, wie angegeben, zwangsläufig geführte Schlitten D nebst dem Halter KL derart verschoben, dafs jeder Punkt dieser Theile einen Kreis beschreibt, dessen Durchmesser gleich der Excentricität der Scheibe E ist.
Damit also die Löcher des Knopfes auf einander folgend unter der Nadel dargeboten werden, mufs die Excentricität der Scheibe E gleich dem Durchmesser des Lochkreises des Knopfes sein.
Und ferner mufs die Excentricität der ScheibeE verändert werden können, damit man Knöpfe mit anderem Lochkreisdurchmesser annähen kann.
Zu letzterem Zweck ist das Excenter £", Fig. 10 und 18, unten in der Richtung eines Durchmessers mit einer durchgehenden Nuth/ und die Scheibe F auf ihrer Oberseite ebenfalls in der Richtung eines Durchmessers mit einem Vorsprung/1, Fig. 17, 14 und 10, von der Breite und Höhe der Nuth_/ versehen, so zwar, dafs das Excenter E mit seiner Nuth auf dem Vorsprung f1 verschiebbar ist. Zum Feststellen des Excenters in der ihm jeweilig gegebenen Lage dient eine Klemmschraube 1, welche durch ein Langloch /2, Fig. 10, 18 und ig, des Excenters E hindurchgeht und in die Mitte der Scheibe F eingeschraubt wird.
Um das Einstellen des Excenters E zu erleichtern, ist auf das letztere eine oben mit gerändeltem Knopf versehene Platte /', Fig. 9, 10 und 20, durch deren centrale Bohrung g die Klemmschraube / hindurchgeht, gelegt und in dieser Platte /! eine Curvennuth /2, in welche ein an dem Excenter E fester Stift i, Fig. 9, 10 und 19, eingreift, derart gemacht, dafs nach dem Lösen der Klemmschraube 7 durch Drehen der Platte I1 in der einen oder der anderen Richtung um den Bolzen I als Drehzapfen das Excenter E mittelst der Curvennuth h und des Stiftes i radial entlang dem Vorsprung fl der Scheibe F in die gewünschte Stellung bewegt werden kann. Nach dem Einstellen des Excenters wird die Klemmschraube wieder angezogen.
Um zu verhüten, dafs die Scheibe F sich beim Einstellen des Excenters mitdreht, ist in dem Umfang der ersteren eine Vertiefung j, Fig. 14 und 17,· und in der festen Platte H eine radiale Nuth jl gemacht, dergestalt, dafs, wenn die Scheibe F die in Fig. 14 angegebene Stellung einnimmt, ihre Vertiefung j in der Verlängerung der Nuth p liegt und ein Stift /, Fig. 14 und 22, durch die Nuth j1 in die Vertiefung j eingeschoben werden kann. Ist letzteres geschehen und darauf das Excenter richtig eingestellt, so wird der Stift J wieder aus j undj1 herausgezogen, um die Scheibe F freizugeben, so dafs letztere in Umdrehung versetzt werden kann.
Die Scheibe F empfängt die erforderliche intermittirende Drehbewegung in folgender Weise.
In das am unteren Ende der Nabe der Scheibe F gebildete konische Zahnrad F1, Fig. 10, ι und 2, greift ein zweites konisches Zahnrad M ein, das lose auf der Welle C sitzt, welche in Lagern yly\ Fig. 2, ruhend, das Schiffchen der Maschine trägt und bei jeder Umdrehung der Treibwelle B, Fig. 1, der Maschine durch die Kröpfung J32 von B7, den Lenker B2, die mit den Armen C2 und C3 versehene Zwischenwelle C1, Fig. 2, und den in C3 eingreifenden, an C festen Arm O4 hin- und herbewegt wird. Mit dem Kegelrad M ist ein Sperrrad M1, Fig. 8, 2 und 4 (letztere ist ein Schnitt nach x-x1 der Fig. 2 in der Richtung des Pfeiles w gesehen), fest verbunden, in welches eine Sperrklinke N, Fig. 4, eingreift, die an einem auf der Welle C losen Träger iV1 drehbar angebracht ist. Der Träger iV1 hat einen Arm IV2, Fig. 2, welcher mit dem einen Ende eines Lenkers NB verbunden ist, dessen anderes Ende an einen Arm O2 angreift, welcher an der in festen Lagern x2 ruhenden Welle O (der Stoffschieberwelle der gewöhnlichen S ing er-Maschine) befestigt ist. Die letztere hat noch einen Arm O1, Fig. 4 und 2, welcher durch die Excenterstange B4
und das Excenter B5 7 Fig. i, mit der Treibwelle B in Verbindung steht.
Die Gesammteinrichtung ist derart, dafs bei jeder Umdrehung der Treibwelle B das Sperrrad Af1, die Kegelräder M1F1 und das Excenter E des Knopfhalters in Uebereinstimmung mit den Bewegungen der Nadelstange um den gewünschten Betrag gedreht werden.
Damit dieses Schaltwerk entsprechend eingestellt werden kann, je nachdem Knöpfe mit vier Löchern durch auf einander folgend von Loch zu Loch gehende Stiche, oder Knöpfe mit vier oder zwei Löchern durch quer über die Mitte des Knopfes zwischen zwei gegenüberliegenden Löchern hin- und hergehende Stiche angenäht werden sollen, erhält einerseits das Kegelrad M mehrfach so viel Zähne als das Kegelrad F1, und wird andererseits die Anzahl der Zähne des Sperrrades M1 gleich dem Product aus der Zahl 4 und dem Quotienten aus
Zähnezahl von M .
-=-= — =~r oder gleich dem Mehrrachen
Zähnezahl von F1
dieses Productes gemacht. Wenn z. B. die Anzahl der Zähne des Rades M 18 und diejenige setzungsverhältnifs 2, welche Zahl mit vier multider Zähne des Rades F19 ist, so ist das Ueberplicirt die Zahl 8 als die richtige Anzahl der Zähne für das Sperrrad M1 giebt. Aufserdem wird der Lenker Ns, Fig. 4, mit dem Arm O2 der schwingenden Welle O durch einen Stift P (Fig. 4a, Schnitt nach w2-jp'2 der Fig. 4) gekuppelt, welcher in einem Schlitz oder Löchern dieses Armes vom Punkt 0, Fig. 4, bis zum Punkt o1 verstellbar ist.
Ist der Lenker 2V3 an dem Arm O2 im Punkt 0 angekuppelt, wie in Fig. 4 gezeigt, so wird die Schaltklinke N durch den Arm O2 derart bewegt, dafs sie das Schaltrad Af1 immer nur um einen seiner acht Zähne und infolge dessen das Kegelrad F1, die Scheibe F und das Excenter E nur um eine Vierteltour dreht, wie dies beim Annähen von vierlöcherigen Knöpfen durch auf einander folgend von Loch zu Loch gehende Stiche erforderlich ist.
Ist dagegen der Lenker IV3 an dem Arm O2 bei o1 angekuppelt, so wird die Schaltklinke N bei jeder schwingenden Bewegung des Armes O2 so weit bewegt, dafs sie das Schaltrad- M1 immer um zwei seiner acht Zähne dreht und dadurch das Kegelrad M um eine Viertelumdrehung, das Kegelrad F1, die Scheibe F und das Excenter E aber um eine halbe Umdrehung bewegt, wie dies nöthig ist, wenn die Stiche quer über die Mitte des Knopfes durch gegenüberliegende Löcher des letzteren gehen sollen.
Hinter dem Träger N 1JV2 der Schaltklinke N, Fig. 2, ist auf der Welle C eine Muffe M2 verstellbar befestigt, welche dazu dient, die richtige Lage der Schaltklinke JV und des Trägers N1 N'2 derselben in Bezug auf das Schaltrad Af1 zu sichern, sowie das Kegelrad M mit dem Kegelrad F1 in Eingriff zu erhalten. Ferner ist noch an der Unterseite der Grundplatte A eine verstellbare, von einem Klemmring gebildete Bremse Ai3, Fig. 1 und 2, angebracht, welche, zwischen dem Kegelrad M und dem Schaltrad M1 gelegen, die diese beiden Räder verbindende Nabe umfafst und die Bewegung des Schaltrades durch die Schaltklinke zuläfst, die Bewegung des Schaltrades durch die dieselbe tragende Welle C aber verhindert.
Damit die Maschine nach Bedarf in Gang gesetzt oder angehalten werden kann, ist eine Einrück- und Ausrückvorrichtung vorgesehen, deren Einrichtung folgende ist.
Auf dem hinteren Ende der Treibwelle B, Fig. i, ist eine Reibungsscheibe Q befestigt und neben der letzteren eine zweite Reibungsscheibe Q1 lose und verschiebbar auf B angeordnet, welche zur Aufnahme der Treibschnur mit einer Hohlkehle versehen ist. Diese beiden Scheiben Q Q1 befinden sich zwischen den Zinken einer Gabel R, welche bei ρ ihren festen Drehpunkt hat und so angeordnet ist, dafs sie, wenn man dieselben in der Richtung des Pfeiles n>λ bewegt, mit ihrer hinteren (rechten) Zinke die rotirende Scheibe Q1 gegen die Scheibe Q prefst und dadurch veranlafst, dafs letztere und die Welle B an der Bewegung der Scheibe Q1 theilnehmen. Wird die Gabel R dagegen in entgegengesetzter Richtung bewegt, also deren hintere Zinken von Q1 entfernt, so wird, weil die Scheibe Q1 dann nicht mehr gegen Q angedrückt erhalten wird, die Scheibe Q nicht mehr von Q1 in Umdrehung versetzt.
Um die Scheibe Q und die Welle B sofort anhalten bezw. freigeben zu können, ist an der vorderen (linken) Zinke der Gabel R eine Bremsbacke R1 angebracht, welche sich in dem Augenblick, wo die hintere Zinke der Gabel R die Scheibe Q1 freigiebt, gegen einen vorspringenden Theil p1 der Scheibe Q legt, wie in Fig. ι angegeben, und die Maschine hemmt, bei der entgegengesetzten Bewegung der Gabel R aber von dem vorspringenden Theil p1 der Scheibe Q etwas abgehoben wird, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
Die genannte Gabel R empfängt die erforderlichen Bewegungen durch eine Stange S, welche bei p2 drehbar mit dem unteren Ende der Gabel R verbunden ist und, sich unterhalb der Grundplatte A nach vorn erstreckend, in an letzterer festen Lagern M1M2 der Länge nach verschiebbar ruht. Vor dem Lager m2 trägt die Stange S eine feste Muffe S1 und zwischen dieser Muffe und dem Lager m3 eine Schraubenfeder S2, welche das Bestreben hat,
die Stange S in der Richtung des Pfeiles o>2 (Fig. ι rechts) zu verschieben,' d. h. so, dafs die Scheibe Q1 von der Gabel R freigegeben und die Bremsbacke R1 gegen die Scheibe Q geprefst wird. Zur Begrenzung der Bewegung der Stange S in der eben genannten Richtung ist hinter dem Lager u 2 ein Stellring S4 auf S vorgesehen, Fig. 2 und 3.
Um die Stange S entgegen der Wirkung der Feder S2 zurückschieben und dadurch die Scheiben Q Q1 gegen einander pressen zu können, ist auf der Stange S zwischen der Muffe S1 und dem vorderen'Lager w1 noch eine zweite feste Muffe S3 angebracht, welche auf ihrer Unterseite mit zwei Ohren q, Fig. 1 und 7, versehen ist (s. auch Fig. 3), welche eine in der Richtung des Pfeilesy, Fig. 2, gesehene Seitenansicht der Grundplatte darstellt. Zwischen diese Ohren q greift ein Stift qx, welcher an dem einen kürzeren Arm eines Winkelhebels T sitzt, der bei q2 in einer an der Grundplatte A festen Stütze q3 drehbar gelagert ist, und- zwar so, dafs beim Niederdrücken des langen Armes dieses Hebels aus der Lage Fig. 1 in' die Stellung Fig. 3 die Stange 5 in der Richtung des Pfeiles v3, Fig. 3 und i, bewegt wird, wie dies zur Erzielung des genannten Zweckes erforderlich ist.
Um zu vermeiden, dafs der lange Arm des Hebels T beständig niedergedrückt werden mufs, während die Maschine in Gang ist, sowie um die Maschine selbstthätig zu hemmen, nachdem dieselbe die zum Annähen eines Knopfes erforderliche Anzahl von Stichen gemacht hat, ist noch eine Vorrichtung vorgesehen, welche folgendermafsen beschaffen ist.
Auf der Stange 5 sind unmittelbar vor der Muffe S3, Fig. i, 2 3 und 7, zwei Muffen U und U1 angebracht, von denen die letztere, U1, mit der Stange 5 fest verbunden ist, während die erstere, U, auf S lose sitzt. Die Muffe U ruht jedoch mit ihrem Hals u 3, Fig. 6, in einem an der Grundplatte A befestigten, einstellbaren Lager F3, Fig. 2, so dafs sie an den Bewegungen der Stange 5 nicht theilnehmen kann. Von den beiden einander zugekehrten Stirnseiten der Muffen U und U1, Fig. 7, ist die eine,
mit einem zurückspringenden
Zahn s und die andere, s3, mit einem vorspringenden Zahn sJ versehen, derart, dafs, wenn die Zähne in einander greifen und man die Muffe U in der Richtung des Pfeiles ux, Fig. 7, dreht, der Zahn s1 allmälig aus dem Zahn 5 heraus auf die Fläche s2 gleitet und auf der letzteren so lange bleibt, bis die Muffe U eine Umdrehung vollendet hat. In diesem Augenblick schnappt der Zahn s1 wieder in den Zahn s ein. Letzteres wird durch die Feder S2 der Stange 5 bewirkt, denn durch das Herausheben des Zahnes s1 aus s wurde die mit s1 fest verbundene Stange S nach hinten geschoben und dadurch die Feder S2 gespannt.
Die Muffe U empfängt ihre Drehbewegung durch ein mit derselben verbundenes Schaltrad U2 und eine in dieses Rad eingreifende Schaltklinke F, Fig. 2 und 5 (letztere Figur ist ein Schnitt nach ν-νλ der Fig. 2, in der Richtung des Pfeiles u gesehen). Die SchaltklinkeF sitzt an einem auf der Stange S losen Träger F1, welcher durch eine auf 5 zwischen u1 und F1 angebrachte Hülse F2 in der richtigen Lage erhalten wird und durch einen bei r angreifenden Lenker W mit einem Arm O3 der vorhin genannten, die Bewegung des Schaltwerkes des Knopfhalters vermittelnden Welle O verbunden ist. Durch diese Einrichtung wird das Schaltrad U2 immer zu derselben Zeit ruckweise gedreht, wie das Schaltrad des Knopfhalters.
Der Lenker W der Schaltklinke F ist mittelst eines Bolzens X (Fig. 5 und 5 a, letztere ist ein Schnitt nach w3-w3 der Fig. 5) in einem Schlitz des Armes O3 verstellbar, so dafs je nach der Einstellung des Lenkers W das Schaltrad U2 immer um einen Zahn oder um mehrere Zähne gedreht wird.
Der Lenker W wird nun gemäfs der Anzahl der Löcher, welche der anzunähende Knopf hat, so eingestellt, dafs das Schaltrad U2 erst eine Umdrehung vollendet, nachdem der Knopfhalter die Löcher des Knopfes der Nadel mehrmals dargeboten hat, also der Knopf durch sich deckende Reihen von Stichen angenäht ist.
Sobald das Schaltrad seine Umdrehung vollendet hat, schnappt der Zahn s1 unter der Wirkung der Feder S2 wieder in den Zahn 5 ein, während gleichzeitig durch die mit vorgehende Stange S die Scheibe Q1 von der Scheibe Q entfernt, die Bremsbacke i?1 gegen die letzere geprefst und folglich die Maschine angehalten wird.
Beim Einrücken der Maschine findet das oben angegebene Herausheben des Zahnes sl aus dem Zahn s nicht durch die Drehbewegung der Muffe U statt, sondern durch Niederdrücken des langen Armes des Hebels T1, wodurch, wie vorhin erläutert, die Maschine in Gang gesetzt wird. Man hält den Hebel T so lange herabgedrückt (was mit Hülfe eines Fufstrittes geschehen kann), bis nach einer Anzahl von Stichen bezw. einer theilweisenDrehung der Muffe U die Fläche s2 der letzteren gegen den Zahn s1 der Muffe £/' anliegt. Darauf läfst man den Hebel T los und näht so lange weiter, bis die Maschine durch Einschnappen des Zahnes s1 in den Zahn s, wie angegeben, ausgerückt wird.
Die beschriebene Maschine kann auch so eingerichtet werden, dafs sie Knöpfe mit drei oder mehr Löchern annähen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Maschine zum Annähen von Knöpfen an Stoffe jeder Art, bei welcher der in einen Halter gespannte, mit durchgehenden Löchern versehene Knopf nebst dem Stoff derart ruckweise in einem Kreise, dessen Durchmesser gleich dem Lochkreisdurchmesser des Knopfes ist, bewegt wird, dafs die Löcher des Knopfes der Nadel auf einander folgend oder abwechselnd während der zur Stichbildung erforderlichen Zeit dargeboten werden.
    Eine Maschine der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben ein Knopf halter KL, Fig. 9 bis 13, vorgesehen ist, welcher mit drei verstellbaren Centrirbacken m und einer verstellbaren Druckfeder L in solcher Weise ausgestattet ist, dafs der Halter dem Durchmesser und der Dicke der Knöpfe entsprechend eingestellt werden kann.
    Eine Maschine der durch den Anspruch 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die Kreisbewegung des Knopf halters KL dadurch hervorgerufen wird, dafs zwei in zu einander senkrechten Richtungen verschiebbare Schlitten D und G, von denen D mit K L verstellbar gekuppelt ist, Fig. 9, 10, 15 und 16, durch eine auf den Schlitten D einwirkende, ruckweise gedrehte, excentrische Scheibe E, Fig. 18 und 19, bewegt werden, deren Excentricität gemäfs dem Lochkreisdurchmesser des anzunähenden Knopfes veränderlich ist.
    4. Eine Maschine der durch den Anspruch 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die ruckweise erfolgende Drehbewegung des Knopf halters K L durch ein regelbares Schaltwerk M] N, Fig. 1, 2, 4 und 8, hervorgerufen wird, welches seine Bewegung von der Treibwelle B der Nähmaschine empfängt und durch ein Kegelrad M auf ein mit dem Excenter E verbundenes Kegelrad F1 überträgt.
    5. In Verbindung mit der im Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine eine nach vollendetem Annähen des Knopfes selbsttätig wirkende Ausrückvorrichtung, gebildet einerseits von einer gezahnten Muffe U1, Fig. 2 und 3, die auf einer die Einrück- und Ausrückgabel R bewegenden verschiebbaren Stange S festsitzt, andererseits von einer zweiten auf 5 losen, ebenfalls gezahnten Muffe Z7, die durch ein regelbares Schaltwerk Z72 F, Fig. 5, von der Treibwelle der Nähmaschine aus bewegt wird, dergestalt, dafs kurze Zeit nach dem durch Zurückschieben der Stange S erfolgten Einrücken der Treibwelle die inzwischen durch das Schaltwerk U2 V etwas gedrehte Muffe U den Zahn s1 der Muffe U1 so lange in der das Anpressen der Scheibe Q1 gegen die Scheibe Q bedingenden Lage erhält, bis die Muffe U eine Umdrehung vollendet hat, worauf eine auf 5 angeordnete Feder S2 die von dem Zahn s der Muffe U abgleitende Muffe U1 wieder vorschiebt.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
DENDAT54636D Maschine zum Aufnähen gelochter Knöpfe Expired - Lifetime DE54636C (de)

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