DE44288C - Knopfloch - Apparat für Nähmaschinen - Google Patents
Knopfloch - Apparat für NähmaschinenInfo
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- DE44288C DE44288C DENDAT44288D DE44288DA DE44288C DE 44288 C DE44288 C DE 44288C DE NDAT44288 D DENDAT44288 D DE NDAT44288D DE 44288D A DE44288D A DE 44288DA DE 44288 C DE44288 C DE 44288C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B3/00—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
- D05B3/24—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing formed by general-purpose sewing machines modified by attachments, e.g. by detachable devices
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- D10—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBLASSES OF SECTION D, RELATING TO TEXTILES
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- D10B2501/062—Buttonholes
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegendeErfindung betrifft einen Apparat für Nähmaschinen zum Nähen von Knopflöchern,
der an der Drückerfufsstange befestigt und durch einen von der auf- und abgehenden Nadelstange
bewegten Hebel in Thätigkeit versetzt wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die rechte Seitenansicht des Apparates, Fig. 2 die linke Seitenansicht desselben,
Fig. 3 die Oberansicht in der Lage der
Fig. ι die rechte Seitenansicht des Apparates, Fig. 2 die linke Seitenansicht desselben,
Fig. 3 die Oberansicht in der Lage der
Fig- ι,
Fig. 4 die Unteransicht;
Fig. 5, 6 und 7 sind drei Ansichten des Knopf lochplattentheils;
Fig. 8 ist die Unteransicht der Unterplatte ohne Knopflochplatte;
Fig. 9, 10, 10 a und 11 sind Ansichten und
Fig. 12 und 13 Querschnitte der Bewegungsmechanismen ;
Fig. 14 zeigt die Unterplatte in Oberansicht;
Fig. 15 und 16 sind Skizzen der Knopflöcher;
Fig. 17 ist ein Bewegungsdiagramm;
Fig. 18 bis 26 sind verschiedene Ansichten einzelner Mechanismen, welche auf die Abänderung
des Apparates zur Herstellung eines Knopfloches nach Fig. 16 Bezug haben;
Fig. 27 bis 30 sind Ansichten der Hülfsnähplatte;
Fig. 31 ist die perspectivische Ansicht der
Hülfsnähplatte auf der Nähmaschinenplatte.
In den Zeichnungen ist die Haupt- oder Grundplatte, auf welcher die übrigen Theile
aufgebaut sind, mit A bezeichnet. Auf der Oberseite dieser Platte befindet sich die Hülse B,
mit welcher die Platte an der Drückerstange der Maschine mittelst der Schraube C befestigt
wird, so dafs die Platte und somit der ganze Apparat an der Auf- und Abbewegung der
Drückerstange theilnimmt. Auf der Grundplatte A ist ein Ständer D (Fig. 3) in Form
einer aufrechten Platte angebracht, deren Fläche in der Längenrichtung des Apparates liegt.
An der einen Seite des Ständers befindet sich die Scheibe E, deren Nabe F durch
den Ständer hindurchgeht; es liegt also die Innenfläche der Scheibe an den Ständer D
an und erhält hierdurch eine sichere Führung. Auf der anderen Seite des Ständers sitzt eine
ähnliche Scheibe G fest auf der Nabe der Scheibe E und liegt ebenfalls an den Ständer
an. Es können sich also die verbundenen Scheiben E und G frei in dem Ständer drehen,
nicht aber seitlich verschieben. Auf dem Fortsatz der Nabe F ist der Antriebshebel /
(Fig. ioa) frei drehbar; letzterer endigt in eine
Gabel K (s. auch Fig. 1), in welche in bekannter Weise die Nadelstange eingreift, so
dafs also beim Auf- und Niedergehen derselben der Hebel J eine Schwingbewegung
ausführen mufs. Der Hebel J setzt sich in einen Winkelarm L fort.
Auf die Nabe H ist ferner eine Bundscheibe M mit Hülfe einer Druckschraube N
aufgesetzt, wobei indessen die freie Beweglichkeit des Hebels / auf der Nabe N durch die
Befestigung von M auf H nicht gehindert wird. Die Scheibe N ist nicht, wie gewöhnlich, kreisrund,
sondern elliptisch geformt, um in später zu beschreibender Weise auf den Mechanismus
einzuwirken.
Unterhalb der Grundplatte A ist der Stoffhalter angeordnet. Derselbe besteht aus einer
Platte O, welche auf der Unterseite der Grundplatte derart angebracht ist, dafs sie sowohl
Längs- als auch Querbewegungen ausführen kann. Eine zweite Platte P ist auf der Unterseite
der Platte O in gewisser Entfernung von der Stelle, wo die Nadel durchgeht, mittelst
Gelenkes U angehängt. Das Gelenk hat eine U-förmige Gestalt, ist etwas schmaler als die
Platte P, und der Bug ist tiefer als die Blechdicke von P. An dem entsprechenden Ende
der Platte P befindet sich ein Querschlitz, in welchen der eine Schenkel des U- Gelenkes
einfafst. Dadurch kann die Platte P nicht nur frei auf- und abschwingen , sondern hat auch
eine gewisse Beweglichkeit in dem Gelenk U, so dafs sie um ein nicht unbeträchtliches Mals
sich öffnen kann, ohne ihre parallele Lage zu O zu verlieren , wie in Fig. ι durch die
gestrichelten Linien angegeben , wodurch auch die Anpassung an verschieden dicken Stoff ermöglicht
ist, ohne dafs die stets richtige Lage gefährdet wird. Beide Platten O und P besitzen
gleiche Oeffnungen R an dem in der Nähe der Nadel befindlichen Ende: diese Oeffnungen
sind etwas gröfser, als die gröfste Ausdehnung des zu fertigenden Knopfloches ist.
Auf den einander zugekehrten Flächen der Platten O und P und rings um die Oerfnung R \
ist eine Rippe auf der einen und eine entsprechende Nuth auf der anderen Platte angebracht.
In den Fig. 5, 6 und 7 befindet sich die Rippe 5 auf der Platte P und die zugehörige
Nuth in der F-1IaUe O. Der Stoff, in
welchen das Knopfloch eingenäht werden soll, wird zwischen die beiden Platten eingeführt,
und zwar so, dafs das Knopfloch mitten in die Oerfnung R zu liegen kommt; hierauf
werden die Platten zusammengelegt, und infolge der Rippe mit Nuth wird der Stoff so
festgehalten, dafs er sich nicht mehr verschieben kann.
Da die Platte O an der Grundplatte angebracht
ist und letztere an der Drückerstange, so wird auch die Grundplatte beim Hochheben
der Drückerstange mitgenommen, während inzwischen das freie Ende der Platte P auf der
Nähplatte der Maschine verbleibt und dadurch die Klemme O P zum Halten des Stoffes geöffnet
wird. Man kann alsdann den Stoff einschieben, läfst dann die Drückerstange niedergehen
, so dafs die Klemmplatten O P den Stoff beim Niederlassen des Drückers zwischen
sich festhalten und unter die Nadel zum Nähen bringen. :
Die Bewegung des Stoffhalters oder der Klemmplatten O P ist im wesentlichen dieselbe
als bei anderen Stoffhaltern der Knopflochapparate, d. h. eine seitlich hin- und hergehende,
um die Nadel zunächst an der Innenkante des Knopfloches hindurch- und dann beim nächsten Stich dicht neben dem Stoff an
der Kante des Knopfloches vorbeistechen zu lassen. Gleichzeitig macht der Stoffhalter eine
Vorwärtsbewegung bei jedem Stich bis zu Ende des Knopfloches, dann wird ersterer auf die
andere Seite herübergedreht und wieder Stich für Stich bis zum Anfang des Knopfloches genäht.
Die Platte O besitzt einen Längsschlitz IF,
welcher auf einem Zapfen V sich verschiebt, der in die Grundplatte A hineinreicht. Die
Platte O kann sich demnach in einer Ebene um den Zapfen ν drehen und gleichzeitig der
Länge nach verschieben. Die Querbewegung des Stoffhalters wird durch den Winkelhebel J
bewirkt. Der Arm dieses Hebels ist mit dem Längsschieber α verbunden (Fig. 1), so dafs
die Auf- und Abbewegung des Hebels eine Hin- und Herverschiebung des Schiebers a
verursacht. Letzterer setzt sich nach hinten fort, und hier befindet sich eine nach innen
reichende Umbiegung b, durch deren Längsschlitz ein aufrechter Zapfen d (Fig. 13) führt,
der mittelst einer Stellschraube e, die ihrerseits wieder in b drehbar, aber nicht verschiebbar
gelagert ist, entsprechend eingestellt werden kann. Dreht man daher die Schraube an
ihrem geränderten Kopf, so ändert sich die Lage von d zu b.
Der Zapfen d trägt ein Anschlagblech f (Fig. 3), welches ungehindert in waagrechter
Ebene sich drehen kann. Da der Zapfen die Bewegungen des Schiebers α mitmacht, so
folgt, dafs auch das Blech f an der hin- und hergehenden Bewegung des Schiebers theilnimmt.
Das Blech, dessen freie Enden in abwärts gerichtete Finger g und h auslaufen,
kann also aufserdem nach rechts oder links seitlich ausschlagen, wie in Fig. 3 durch die
punktirte Linie angedeutet ist.
Auf der Grundplatte A und unter dem Anschlag f ist ein Schieber i auf den Zapfen /
aufgesetzt (Fig. 13), so dafs er ebenfalls in einer Ebene parallel zu der des Anschlages
schwingen kann. Dieser Schieber ist mit einer Schulter und Lücke m auf der einen und entsprechender
η auf der anderen Seite versehen. Die Finger g h des Anschlages liegen in der
Ebene des Schiebers ι; wenn daher der Anschlag f hin- und hergeht, so greifen die
Finger abwechselnd in die Lücken m und η und verdrehen damit den Schieber abwechselnd
nach rechts und links. Zwei Finger ο und r am Schieber i verdrehen ihrerseits beim Rückgang
des Anschlages letzteren nach rechts bezw.
links, so dafs eine gegenseitige Verdrehung von Anschlag und Schieber beim Hin- und Hergang
des ersteren in folgender Weise stattfindet. Angenommen, der Anschlag befände sich in der durch ausgezogene Linien gekennzeichneten
Lage in Fig. 3 und der Schieber in der ebenfalls durch ausgezogene Linien bezeichneten Lage in Fig. 14, so würde bei der
Bewegung des Anschlages von rechts nach links der Finger h in die Lücke i eintreten und bei
weiterem Vorwärtsgang den Schieber in die punktirte Lage Fig. 14 bringen; wenn nur der
Anschlag rückwärts geht, so wirkt der Zahn r auf den Anschlag h ein und dreht ihn in die
punktirte Lage Fig. 3; bei abermaligem Vorwärtsgang würde das Gleiche mit Bezug auf
den Finger g und den Zahn ο eintreten. In je einmaligem Hin- und Rückgang wird daher
der Schieber abwechselnd nach der einen bezw. der anderen Richtung verschoben.
Von dem Schieber i geht ein Zapfen ä nach unten (Fig. 1 3), welcher in den Längsschlitz χ i
der Platte O hineinreicht, der seinerseits hinter i dem Drehzapfen ν der Platte sich befindet;
der Schlitz erlaubt eine Längsbewegung des Stoffhalters auf dem Zapfen, während die Verschiebung
von i eine Querverschiebung des Stoffhalters und des Stoffes veranlafst, wie
durch gestrichelte Linien in Fig. 4 angedeutet wird. Die Nadel wird daher bei solcher Bewegung einmal in den Schlitz des Knopfloches, beim nächsten Stich in den Stoff auf
der einen Seite des Loches einstechen.
Zur Vorschiebung des Stoffes zwischen den einzelnen Stichen dient der Hebel J. Die
Scheibe G ist die Vorschubscheibe; sie ist, wie schon früher auseinandergesetzt, ein Theil der
Scheibe E, so dafs letztere an der ruckweisen Drehbewegung der Scheibe G theilnimmt. Zur
Erzeugung dieser Bewegung der Scheibe ist eine Klinke 2 mittelst des Zapfens 3 an dem
Hebel J drehbar befestigt (Fig. 1 und 10a),
so dafs bei Auf- und Abbewegung des Hebels auch die Klinke diese Bewegung mitmacht.
Um die Scheibe G liegt ein Bremsband 4 (Fig. 10), und neben diesem Bande ist die
Scheibe 5 zur Verhütung des Abrutschens von ' der Scheibe G angebracht.
Die Scheibe 5 bildet gleichzeitig einen Hebel zur Bethätigung des Bremsbandes 4. Letzteres ;
ist ein getheilter federnder Ring, dessen eines ] Ende zu einer Nase 6, das andere zu einer
Nase 7 geformt ist (Fig. 10). Beide Nasen stehen sich gegenüber; die Federung des j
Ringes gestattet es, ihn fest auf die Scheibe G zu klemmen oder diese andererseits ganz frei i
zu geben. Die Scheibe 5 besitzt einen Fortsatz 8, auf welchem ein Haken 9 auf dem
Zapfen 10 angebracht ist. Dieser Haken fafst gerade zwischen die Nasen 6 und 7 des
Bremsbandes 4. Wenn daher die Scheibe 5
in der Richtung des Pfeiles in Fig. 10 gedreht wird, so geht der Zapfen 10 nach unten und
der Haken wirkt wie ein Hebel auf die Nasen 7 und 6 des Bremsbandes; wenn dann sich der
Haken um den Zapfen 10 dreht, drückt er beide Nasen aus einander und klemmt den
Bremsring auf die Scheibe G fest, so dafs letzterer an der Drehung theilnimmt, bis beim
Rückwärtsgang von 5 die Wirkung des Hakens 9 auf die Nasen 6 und 7 aufgehoben wird; das
Bremsband geht nun infolge seiner Elasticität von selbst auf und dreht sich auf der Scheibe G
zurück, ohne letztere mitzunehmen. Bei der ruckweisen Hin- und Herdrehung der Scheibe 5
erhält daher die Scheibe G eine schrittweise ι Drehung.
Auf dem Ansatz 8 der Scheibe 5 befindet sich ferner ein Stift 1 1 unterhalb eines Vorsprunges
12 der Klinke 2 (Fig. 1); wenn daher letztere abwärts geht, so stöfst der Vorsprung
12 auf diesen Stift 1 1 , wie in Fig. 1
durch die gestrichelten Linien angedeutet ist. An dem anderen Fortsatz 13 der Klinke 2
ist eine Nase 14 angebracht, welche die Bundscheibe M auf der Nabe H trifft, wenn die
Klinke in der tiefsten Stellung sich befindet, während in der höchsten die Nase 14 mit
der Scheibe Λ/ nicht in Berührung kommt. Wenn nun der Ansatz 12 auf den Stift 11
aufsiöfst, so wird die Klinke gegen die unrunde Scheibe M gedruckt, bis die Nase 14
auf Af auftrifft (Fig. 1 und ioa), so dafs nur
die Klinke fest zwischen M und Stift 11 liegt;
geht der Hebel J noch höher (Fig. ioa), so wird die Klinke heruntergedrückt und veranlafst
eine Drehung der Platte 5 , wodurch, wie beschrieben , das Bremsband festgezogen und
die Scheibe G während des letzten Theiles des Hebelhochganges gedreht wird. Sowie der
Hebel J abwärts geht, macht die Klinke die umgekehrte Bewegung; kurz vor seinem tiefsten
Punkte schlägt die Klinke mit ihrem Fortsatz 1 3 an einen Anschlag 15, welcher ebenfalls auf
der Platte 5 angebracht ist. Während der Beendigung des Abwärtsganges des Hebels J
nimmt auch die Klinke den Anschlag 15 mit, öffnet dadurch das Bremsband auf G , so
dafs G stehen bleibt, während der Hebel seinen Abwärtsgang beendet. Die Scheibe G
erhält auf diese Weise Verdrehung. Wie schon erwähnt, bildet die Scheibe G einen Theil der
Scheibe E, so dafs letztere mit ersterer sich bewegt. Um die schrittweise Bewegung dem
Stoffhalter mitzutheilen, ist ein Schieber 16 in Lagern 17 parallel zur Scheibenfläche E angebracht.
In die Scheibe E ist ein Kurbelzapfen 18 eingesetzt, welcher in dem verticalen
Schlitz 19 des Schiebers 16 gleitet, so dafs also bei jeder solchen Drehung der Scheibe E
eine einmalige Hin- und Herbewegung des Schiebers 16 je nach der Hubgröfse der Kur-
bei 18 vollzogen ist. Der Kurbelzapfen kann
in einem Radialschlitz 20 der Scheibe E in üblicher Weise verstellt werden. Ein Zapfen 2 1 I
des Schiebers 16 geht durch den Längsschlitz 22 der Grundplatte A (Fig. 8) in einen Querschlitz
23 des Stoff halters, so dafs die schrittweise Bewegung des Schiebers 16 dem Stoffhalter
mitgetheilt wird während der ganzen Umdrehung der Scheibe E, wodurch der
Stoffhalter einmal hin- und herbewegt wird.
Da die Wirkung der Scheibe E auf den Schieber 16 wie die einer Kurbel ist, d. h. die
Gröfse der Verschiebung stets zunimmt, wenn die Kurbel von dem einen Todtpunkte nach
dem Punkte mitten zwischen beiden Todtpunkten sich bewegt, und umgekehrt abnimmt,
wenn sie von letzterem nach dem anderen Todtpunkte geht, so würden an dem einen Ende des Knopfloches kurze Stiche entstehen,
welche langsam an Länge zunehmen bis zur Mitte, um dann gegen das andere Ende des
Knopfloches wieder abzunehmen. Die Veränderung würde allerdings nur geringfügig sein; um sie indessen zu beseitigen, ist die
Scheibe M elliptisch geformt und so auf den Zapfen H der Scheibe E aufgesetzt (Fig. 1
und 10), dafs der längere Durchmesser parallel mit dem Schlitz 20 und der Scheibe E liegt,
oder so, dafs er der Nase 14 der Klinke 2 gerade dann gegenübersteht, wenn die Kurbel
nahe oder in den Todtpunkten steht. Alsdann wird die Klinke auf den Stift 1 1 früher und
langer einwirken als bei dem kürzeren Durchmesser, und der Vorschub des Stoffhalters
wird gröfser sein, so dafs sich die Veränderlichkeit der Stichlänge bei dem Kurbelschub
vollständig ausgleicht und die Stiche auf der ganzen Länge des Knopfloches gleich lang
werden.
Um das zufällige Zurückgehen der Vorschubscheibe beim Lösen des Bremsbandes 4 zu
vermeiden, ist eine entgegengesetzt gerichtete ähnliche Klemmvorrichtung angeordnet, wie
aus Fig. ι ι zu ersehen. Dieselbe besteht aus
dem Bremsband Q, dem Band 4 gleich, und neben letzterem auf dem Umfang der Scheibe G
befindlich, wie Fig. 12 zeigt. Auch dieses Bremsband endigt in die Nasen R[ und S1,
wie die entsprechenden 6 und 7 des Bandes 4. In gleicher Weise ist auch ein Haken Tx mit
Nase u und auf dem Zapfen t drehbar angeordnet, so dafs bei Drehung der Scheibe G in
der Pfeilrichtung Fig. 11 , also in derselben Richtung wie in Fig. 10, das Bremsband geöffnet
und die Scheibe an ihrer Drehung nicht durch dieses Band Q. gehindert wird, während
sofort bei der entgegengesetzten Richtung das Band Q. die Scheibe festklemmt. Sowohl der
Haken Tx, als auch der Haken g können mit
Federn versehen werden , um erstere in ihrer Wirkung zu unterstützen, doch ist dies nicht
unbedingt erforderlich.
Nachdem die eine Seite des Knopfloches bis zu Ende genäht ist, mufs die Arbeit auf der
anderen Seite fortgesetzt werden, die Nadel mufs also nach einem kurzen Halbbogen auf
der anderen Seite des Knopfloches weiter nähen. Diese entgegengesetzte Bewegung des
Stoffhalters wird durch die Curvenscheibe 24 auf der Nabe F der Scheibe E, Fig. 12 und 9,
veranlafst. Auf der Grundplatte A gleitet ein Schlitten 25 mit seinen zwei aufrecht stehenden
Armen 26 und 27, welche die Curvenscheibe 24 gabelartig umfassen; bei Drehung der Scheibe E
wird demnach der Schlitten einmal hin- und herverschoben. Die Curvenscheibe ist aus vier
Theilen zusammengesetzt; von 28-29, emer
Seite des Knopfloches entsprechend, ist sie concentrisch mit der Achse, von 29-30 geht sie in
die zweite concentrische Curve, die von 30-31 reicht, über; letztere entspricht der anderen
Seite des Knopfloches; der Theil 31-28 bildet den Uebergang in die erste concentrische Curve.
Auf der Grundplatte A ist unter dem Schieber 25 ein Winkelhebel 33, 34 auf einem
Zapfen 32 drehbar angeordnet. Von dem Schieber 25 geht ein Arm 35 nach aufsen über den Arm des Winkelhebels und beide
sind durch einen verstellbaren Zapfen 36 derart mit einander verbunden, dafs die hin- und
hergehende Bewegung des Schiebers 25 sich auf den Winkelhebel 33, 34 überträgt, wie in
Fig. 14 durch die gestrichelten Linien angedeutet ist. Von dem Arm 33 geht ein Zapfen V,
Fig. 4 und 12, durch den Längsschlitz W in den Stoffhalter O, so dafs die hin- und hergehende
Bewegung des Schiebers auf diese Weise auf den Stoffhalter übertragen wird. Eine Scheibe 37 am unteren Ende des
Zapfens V dient als Unterstützung für den Stoffhalter O.
Die Wirkung der beschriebenen Mechanismen äufsert sich also dahin, dafs die Nadel an der
Seite des Knopfloches entlang bis zum Ende näht, alsdann um das Ende schrittweise im
Halbkreise herumgeht und dann das Knopfloch auf der anderen Seite wieder bis zum
anderen Ende, auch dieses herumgehend, benäht. Je nach der Länge der zu benähenden
Knopflöcher müssen auch die verschiedenen Hebel eingestellt werden; wenn beispielsweise
ein Knopfloch zweihundert Stiche, also hundert auf jeder Seite verlangt, so mufs nach zweihundert
Stichen der Nadel der Apparat eine volle Hin- und Herverschiebung gemacht haben, bei einem halb so langen Knopfloch
mufs selbstredend diese Verschiebung des Stoffhalters schon nach hundert Nadelstichen beendet
sein.
Um die Fortschiebung des Stoffhalters, also die Entfernung zwischen zwei Stichen, der
Länge der Knopflöcher entsprechend zu regeln, ist der Anschlag 15 (Fig. ioa) verstellbar eingerichtet,
so dafs die Klinke 2 damit früher oder später in Berührung kommt; dieser Anschlag
ist spiralig geformt, so dafs bei Drehung desselben diese Aenderung im Klinkenanschlag
nach Belieben eingestellt werden kann. Um die Länge der Stoffhalterverschiebung so nach
der Länge des Knopfloches zu regeln, mufs man den Kurbelzapfen 18 in dem Schlitz 20
verstellen.
Ein mit dem beschriebenen Apparat hergestelltes Knopfloch hat das Aussehen wie in
Fig. 15, nämlich gleich auf beiden Enden. Das schrittweise Vorschreiten des Stoffhalters erfolgt
auch, wenn bei der Ecke die Nadel von einer Seite schrittweise nach der anderen herübergeht;
durch die gleichzeitig ausgeführte Längsund Querverschiebung des Stoffhalters an der
Ecke wird das in Fig. 15 gezeichnete Knopfloch mit den halbrunden Ecken dargestellt.
Um aber ein nach Fig. 16 gebildetes Knopfloch
zu nähen, ist es nöthig, dem Stoffhalter bei Ankunft an der ausgerundeten Ecke eine
etwas abgeänderte Bewegung zu ertheilen, die durch das Diagramm Fig. 17 verdeutlicht wird.
Wenn der Stoff am Ende des Knopfloches angekommen, mufs er eine Querbewegung erhalten,
wie durch die Linie 39 angedeutet ist. Darauf mufs die Querbewegung nach der entgegengesetzten
Seite ausgeführt werden, Linie 40 und Linie 41. Wird gleichzeitig die Längsverschiebung
des Stoff halters durch den Kurbel- J mechanismus vollzogen, so bildet sich infolge \
der zusammengesetzten Bewegung die Rundung, ■ die durch die gestrichelte Linie 42 darge- i
stellt ist. I
Um diese Doppelbewegung dem Stoffhalter mitzutheilen, ist noch ein Hebel 43 zwischen
dem Hebel 33 und dem Schieber eingeschaltet, Fig. 19, 20 und 21. Dieser Hebel schwingt
um einen Zapfen 44 in einiger Entfernung von dem Zapfen 32 gegen die Nadel zu, wobei
der Hebel 43 auch bis zur anderen Seite des Zapfens 32 hinaus verlängert ist. Letzterer
sitzt auf dem Hebel 43, so dafs eigentlich der Hebel 33 von dem Hebel 43 gehalten wird, !
während letzterer in waagrechterEbene schwingt, j
Auf dem Umfang der Scheibe E ist eine Curvennuth 45 (Fig. 18 und 19) eingearbeitet.
Diese Nuth ist parallel mit der Ebene der Scheibe, ausgenommen an einer Stelle, wie
Fig. 18 zeigt, welche von S-Form symmetrisch
nach beiden Seiten ausweichend in die gerade Linie übergeht. In dieser Nuth läuft ein
Zapfen 46 des Hebels 43 , welcher daher von der Nuth bewegt wird. Der S-förmige Theil
der Nuth giebt dem Hebel zunächst eine Bewegung nach aufsen, dann zurück nach innen
über die Mitte nach der anderen Seite und dann wieder zurück nach der Mitte, worauf
endlich der Zapfen in der Mitte für den Rest der Nuth stehen bleibt. Dementsprechend
wird auch der Hebel 33 und der damit verbundene Stoffhalter bewegt und der Stoff
macht dann die in Fig. 17 dargestellte Bewegung , woraus im Verein mit der fortschreitenden
Bewegung des Stoffhalters sich die in Fig. 16 gezeichnete Knopflochform ergiebt.
Die Verbindung zwischen dem Schieber 25 und dem Arm 33 des Hebels 33, 34 ist verstellbar,
so dafs der Verbindungspunkt näher oder weiter von dem Zapfen 32 eingestellt, die von der Nuth 24 dem Stoffhalter übertragene
Bewegung je nach den verschiedenen Breiten der Knopflöcher also verändert werden
kann. Wenn dagegen nur eine einzige Gröfse der Knopflöcher verarbeitet wird, so ist eine derartige Verstellung nicht erforderlich;
dann kann die Curvennuth 45 die Wendung an jedem Ende allein ausführen, indem man
der Nuth 45 die Form giebt, welche Fig. 22 zeigt. In dieser Figur zeigt Linie 48 die
Mittellinie des Knopfloches, die unregelmäfsige Linie bezeichnet die Mittellinie der Nuth, wobei
der Theil 49 auf der einen Seite der Knopflochmitte die entsprechende Seite des Knopfloches angiebt, der Curventheil 50 die
Doppelbewegung an der runden Knopflochecke, der gerade Theil 51 die andere Seite
des Knopfloches und die schräge Linie 52 zusammen mit dem schrägen Theil der Linie 49
den Uebergang von einer Seite auf die andere an der scharfen Knopflochecke andeutet.
Die Bewegung, die hier dem Stift 32 durch die beschriebene Curvennuth mitgetheilt wird,
kann aber auch auf andere Weise erzielt werden, wie Fig. 23 und 24 angeben, indem
nämlich eine Anzahl von Zähnen auf dem Umfangtheil der Scheibe E angebracht ist, welcher
der abgerundeten Knopflochecke entspricht. Die Zähne greifen in ein Trieb 55, das an
einer Scheibe 53 mit Nuth 54 angebracht ist, so dafs zur bestimmten Zeit die Scheibe E
eine volle Umdrehung der Nuth 54 veranlafst, wodurch die gewünschte Doppelbewegung nach
den Linien 39, 40 und 41 in Fig. 17 erreicht wird.
Diese Bewegung des Zapfens kann aber auch durch einen Längsschieber 57, wie in Fig. 25
und 26 dargestellt, erreicht werden, indem hier ein Trieb wie 5 5 mit einem Kurbelzapfen
versehen ist, der in einem aufrechten Schlitz 56 des Schiebers 57 läuft. Der Schieber ist mit
einem schrägen Schlitz 58 versehen, in welchem der Stift 32 sich bewegt, so dafs die
volle Hin- und Herbewegung des Schiebers 57, auf den schrägen Schlitz übertragen , die
Doppelbewegung nach Fig. 17 hervorruft.
Beim Nähen des Knopfloches ist es erforderlich, eine Hülfsnähplatte zu haben, welche
Claims (1)
- sich den verschiedenen Dicken und Unebenheiten des Stoffes anpassen und einen Ausgleicher für den Stoffhalter bilden kann.Diesem Zwecke entspricht die Hülfsplatte 59 (Fig. 27 bis 30), welche aus dünnem Blech besteht und mit einem Nadelloch 60 versehen ist, das mit dem gewöhnlichen Nadelloch der Nahmaschinenplatte übereinstimmt. Das be- I kannte Schieberblech für die Schiffchenbahn ! ist auf der Zeichnung mit 61 bezeichnet; die j Hülfsplatte 59 hängt an diesem Blech mittelst j zweier Stifte 62 und 63 , welche an der [ Platte 59 befestigt sind und durch entsprechende | Löcher des Bleches 61 um etwas mehr, als die Blechdicke beträgt, hindurchreichen und hier mit Köpfen versehen sind (Fig. 29 und 30), so dafs die Platte 59 sich von dem Blech 61 nicht abheben kann. Auf der Unterseite der Platte 59 befindet sich ein Röhrchen 64 in dem Nadelloch 60, welches als Ständer für die Platte dient und gleichzeitig auch Zapfen ist, um den die Platte schwingen kann, soweit j es die Stifte 62 und 63 erlauben, die stets tür ] die richtige Lage zum Nadelloch sorgen. Die Platte kann daher eine schaukelnde Bewegung annehmen und vollkommen den verschiedenen Lagen des Knopfloches sich anpassen.Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ü c η ε :i. Ein Knopflochapparat für Nähmaschinen.gekennzeichnet durch folgende gleichzeitig vorhandene Merkmale:a) Die Hin- und Herverschiebung des Stoff halters O P in der Richtung des Knopflochschlitzes mittelst des mit deT Kurbelschleife 20 verbundenen Schiebers 16 und der Scheibe E, deren ruckweise Verdrehung von dem Hebel J aus unter Vermittelung der Bremsbänder 4 und Q erfolgt, und wo- j bei die infolge der Kurbclschleife E, 20 ■ entstehende ungleichförmige lineare Verschiebung des Schiebers 16 durch die unrunde Scheibe M mit Nase 14 ausgeglichen , sowie die Gröfse der Stichverstellung durch die unrunde Scheibe 15 geregelt wird.b) Die Querverschiebung des Stoffhalters O P in der Richtung quer zum Knopflochschlitz durch die Palettenschaltung fmn, welche bei jedem Hin- und Hermans des von dem Hebel J bethäügten Schiebers 16 den Stoffhalter O P mittelst des Zapfens s verschiebt, wobei die richtige Einstellung der Palettenschaltung durch die Stellschraube e ermöglicht wird.c) Die Verschiebung des Stoffhalters O P an den Knopflochecken von der einen auf die andere Seite des Knopflochschlitzes und die dadurch erfolgende Verriegelung der Knopflochecken mittelst der unrunden Curvenscheibe 24, des Schiebers 25 und des Winkelhebels 33, 34, wobei zur Bildung einer runden Knopflochecke nach Fig. 16 ein Hebel 43 zwischen dem Hebel 33 und dem Schieber eingeschaltet, der Hebel 43 von der S-förmigen Curvennuth 45 der Scheibe E bethätigt wird.d) Die Hülfsnähplatte 59 mit dem Nadelloch 60 in Verbindung mit dem Schiffchenbahnschieber 61, an welchem die Hülfsplatte lose hängt, so dafs letztere frei nach allen Seiten beweglich ist.Bei der unter 1 c) angegebenen Anordnung die Abänderungen, dafs die Scheibe E statt mit einer Curvennuth 45 mit Zähnen versehen ist, die in einen Trieb 55 eingreifen, welcher entweder mittelst einer Nuth 54 die Verschiebung des Hebels 33 durch den Stift 32 veranlafst, oder mittelst eines Zapfens den Schieber 57 mit schrägem Schlitz 58 bewegt und dadurch in gleicher Weise die Verschiebung des Hebels 33 durch den Stift 32 bewirkt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44288C true DE44288C (de) |
Family
ID=319531
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT44288D Expired - Lifetime DE44288C (de) | Knopfloch - Apparat für Nähmaschinen |
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