DE628903C - Rundstrickmaschine mit Musterstoessern - Google Patents

Rundstrickmaschine mit Musterstoessern

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DE628903C
DE628903C DEH136493D DEH0136493D DE628903C DE 628903 C DE628903 C DE 628903C DE H136493 D DEH136493 D DE H136493D DE H0136493 D DEH0136493 D DE H0136493D DE 628903 C DE628903 C DE 628903C
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/26Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Rundstrickmaschine mit Musterstößern Die Erfindung verfolgt den Zweck, die Mannigfaltigkeit der auf einer Strickmaschine herzustellenden Musterungen zu vergrößern. Bei der neuen Maschine sind in ;den Nadelrinnen des Nadelzylinders in bekannter Weise außer den Nadeln auch Stößer angeordnet, und es soll gemäß der Erfindung dafür gesorgt werden, daß die Auswählmöglichkeiten durch Unterbringung einer größeren Anzahl abbrechbarer Musterfüße an diesen Stößern als bisher erhöht werden. Zu diesem Zwecke wird vorgeschlagen, daß auf die Stößerjederzeit durch Stößerschlösser eingewirkt wird, und daß die Stößer hakenförmige obere Enden besitzen, die gewöhnlich außer Eingriff mit dazu passenden hakenförmigen unteren Enden der Nadeln sind, während Mustervorrichtungen auf die Stößereinwirken können, welche die Stößer- und Nadelhaken kuppeln, worauf die Stößer die Nadeln mustergemäß abwärts ziehen.
  • Bei Rundstrickmaschinen ist es an sich bekannt, die Nadeln mit Stößern derart zusammenarbeiten zu lassen, daß einige Nadeln anders stricken als. die übrigen und sich mit den Stößern zusammen zurückbewegen, aber man erreicht mit den bekannten Vorrichtungen den Erfindungserfolg deshalb nicht, weil es an einer ausreichenden Unabhängigkeit zwischen den Nadeln und dem. StÖ ßern fehlt, um die Bewegungen so gestalten zu können, daß sich auf den Stößern bei gegebener Länge des Nadelzylinders mehr Musterfüße als bisher unterbringen lassen.
  • An und für sich ist auch die Anordnung bekannt, daß die Nadeln und die Stößer ineinandergreifen, aber sowohl bei Rundstrickmaschinen wie bei Flachstrickmaschinen findet sich diese Anordnung nur an Jacquardvorrichtungen, und zwar in einer für den Erfindungszweck ungeeigneten Weise. Bei einer derartigen bekannten Maschine wird z. B. die Nadel mit ihrem Stößer so lange als Einheit zusammengehalten, bis ein besonderer Nocken die Trennung vornimmt. Dazu ist an dem Stößer nur ein einziger Fuß vorgesehen, und die Aufgabe die Musterungsmöglichkeit durch Vermehrung von Musterfüßen zu vergrößern, liegt weder dort noch allgemein bei Jacquardvorrichtungen vor.
  • Beim Gegenstande der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß die Stößer sich innerhalb der Nadelrinne radial zum Nadelzylinder so bewegen können, daß in einer geneigten Außenstellung derselben ihr oberes hakenförmiges Ende nicht mit den gleichfalls hälcenförmigen unteren Enden der Nadeln in Eingriff kommen kann. Diese geneigte Außen- Lage wird durch ein besonderes Schloß herbeigeführt, _ däß unterhalb des Hubfußes an einem Fortsatz der Stößer angreift. Wenn dagegen ein Auswäfilschieber einer Mustervorrichtung den Stößer nach innen drückt, können die Nadelhaken und die Stößerhaken ineinandergreifen, und die Nadeln und Stößer können sich zusammen bewegen.
  • Die neue Anordnung ermöglicht es, daß die Nadeln, wenn sie bei nicht ausgewählten (also bei mit ihrem oberen Ende nach außen gekippten) StöBern allein stricken, an den Stößern vorbeigehen können. In der tiefsten Nadelstellung überdecken sich . dann die Nadeln und die Stößer um ein beträchtliches Stück. Um dieses Stück könnte bei der bisherigen Anzahl abbrechbarer Musterfüße an den Stößern der Nadelzylinder kürzer sein, aber -die Erfindung benutzt es dazu, die Zahl der Musterfüße entsprechend zu vergrößern, ohne daß diese schwächer zu werden brauchen als bisher.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es sind Fig. i eine die Mustervorrichtung zeigende Seitenansicht der ganzen Maschine, Fig. 2 eine entsprechende Ansicht der anderen Maschinenseite; Fig. 3 ein Grundriß mit den für die Musterung wesentlichen Vorrichtungen, Fig. 3 a eine Einzelheit dazu, .
  • Fig. 4 bis 7 weitere Einzelheiten, _ Fig.8 bis 13 Schnitte durch eine Nadelrinne mit verschiedenen Stellungen der Nade-In und Stößer, Fig. 14 bis i9 Darstellungen der Anordnung der Bandfedern, des Nadelschlosses und des Strickschlosses für den Spann, Fig. 2o eine Einzelheit, Fig.2i und ä2 Darstellungen für das Pendelstricken, Fig.23 eine abweichende Anordnung fier Auswahlschieber der Mustervorrichtung.. Die in Fig. i im ganzen gezeigte Strickmaschine hat einen Nadelzylinder 2, eiäen Platinenkopf 3, eine feststehende runde Schloßplatte 4 mit dem Schloßring 5 und den Steuermitteln für die Nadeln 6 (Fig. 8 bis i2), ferner unterhalb der Schloßplatte 4 eine Platte 7 mit den Schlössern 8, 8' für die Stößer g.
  • Zum Auswählen der Stößer 9 dient eine Trommel io mit .mehreren Scheiben i i und einer Kopfplatte 13 auf einer Spindel i2 mit Griffmutter 14. Jede einzelne Scheibe ii hat eine Reihe abbrechbarer Füße zum Mustern, mit denen ebenso viele Schieber- 15, wie Scheiben ii vorhanden sind, zusammenwirken. Die Auswahlschieber 15 können sich in einer auf der unteren Schloßplatte 7 befestigten Aussparung einer Platte 16 in radialer Richtung mehr oder weniger gegen den Nadelzylinder 2 verschieben. Die Trommel i o kann sich, um die auf einer Platte 17 befestigte Spindel 1z drehen. Die Platte 17 sitzt auf einem unter der Stößerschloßplatte 7 durch Schrauben i9 befestigten Halter i8. Mit der Trommel io ist ein Schaltrad 2o verbunden, auf dessen Nabe seine Schaltvorrichtung 2 i lose sitzt.
  • Auf einer Platte 22 (Fig. 3) sind zwei um einen Zapfen 23 drehbare Klinken 24,24 angebracht, die durch (von einer Schraube 26 gehaltene) Federn 25 gegen die Schaltzähne des Schaltrades 2o .gezogen .werden. Auf dem Halter 18 sitzt ein Nocken 27, der bei der in Fig. 3. gezeigten Nichtarbeitsstellung auf einen unter der unteren Klinke 2.4' sitzenden Zapfen 28 so wirkt, daß die Klinke die nicht dicht am Nadelzylinder befindliche Trommel io nicht vorwärts schalten kann. Erst wenn die Trommel io ihre Arbeitsstellung dicht ain Zylinder 2 eingenommen hat, wirken die Klinken. 2q., 2q.'. Die obere Klinke 24. schaltet während des Strickens mehrerer Reihen mit besonderen Maschen die Trommel io schrittweise und bringt diese beim Stricken anderer Maschenreihen wilder in Gleichtakt, bis sie vor einer durch Weglassen eines Zahnes gebildeten Lücke des Schaltrades steht. Durch diese Lücke geht sie wirkungslos (Ruhestellung) hindurch, bis die untere Klinke 24' gegen den bei der Trommeldrehung dicht an den Nadelzylinder gelangten Schaltzahn stößt.
  • Die Klinkentragplatte 22 wird durch eine bei 2i, 3o angelenkte und bei 31 an einen, um einen Zapfen 33 (auf. einem Fortsatz 3:1. der Stößerschloßplatte 7) drehbaren Winkelhebel 32 angeschlossene Stange 29 hin und her bewegt. Der Winkelhebel 32 ist bei 35 mit einer Stange 36 verbunden, die gemäß Fig. 2 bei 37 an einem, durch einen Halter 38' geführten Hebel 38 angreift. Letzterer kann um einen Bolzen 39 des Maschinengestells schwingen und trägt einen Nocken 4.o, an welchem mehrere Zapfen 4i des io4-Zahnrades 42 angreifen können. Die Länge der Stangen 29 und 36 ist veränderlich.
  • Die Trommel 44 der Hauptnockenwelle 43 (Fig. 2) besitzt zwei Hubnocken 45, .16 für die Nase 47 eines um einen Zapfen .4.9 am mit Schrauben 51 befestigten Konsol 5o des Maschinengestelles drehbaren Hebels 48, dessen rechter Arm (dessen Länge veränderlich ist) bei 52 an einer Stange 53 mit gleichfalls veränderlicher Länge angreift. Diese besitzt oben einen nockenartigen Ausschnitt 54. Der Hebel 48 steht unter dem Einfluß einer bei 58 am Maschinengestell befestigten Feder 57, die ,den Hebel gegen eine Stellschraube 56 des Konsolarmes 55 zieht. Bzim Stricken der Ferse und gegebenenfalls auch teilweise der Fußspitze liegt die Nase 4.7 zwischen den Hubnocken 45 und 46 (Stellung der Teile nach Fig.3 und 3a). Dabei greift ein Winkelhebel 59 in die Aussparung 54 der Stange 53.
  • Der Winkelhebel 59 dreht sich um einen Zapfen 6o einer an der Stößerschloßplatte 7 befestigten Platte 61, die einen Ausschnitt für die Stange 53 besitzt. Der in seiner Länge veränderliche zweite Winkelhebelarm 62 wirkt gemäß Fig.3a auf den Hebel 38 und steht unter dem Einfluß einer bei 64 gehaltenen Feder 63. Ein am Halter 38' befestigter Anschlag 65 begrenzt (strichpunktierte Linien in Fig. 3a) die durch den Nocken 54 hervorgerufene Bewegung des Armes 62. Bei der Stellung der Teile nach Fig.2 wird die Schaltvorrichtung 21, 22 beim Auftreffen eines Zapfens 41 auf den Nocken 4o nicht betätigt, sondern schwingt nur den Hebel 38 leicht entgegen der Wirkung der bei 69 gehaltenen und bei 67, 68 an der Stange 36 angreifenden Feder 66. Diese Bewegung wird durch den Arm 62 begrenzt, um das Wirksamwerden der Schaltvorrichtung zu verhindern.
  • Dreht die Nockentrommel44 sich in der Pfeilrichtung, so hebt der Hubnocken 45 die Nase 47, und die Stange 53 wird abwärts gezogen, wobei der Nocken 54 den Winkelhebelarm 62 in die strichpunktierte Lage nach Fig. 3a bringt. Wenn jetzt ein Zapfen 4 1 auf den Nocken 40 trifft und den Hebel 38 anstößt, erteilt die Feder 66 diesem und den mit ihm verbundenen Teilen einen vollen Hub, durch den .die Schalttragplatte 22 bewegt wird, so daß eine Klinke in das Schaltrad 20 eingreift und die Trommel 1o dreht. Dadurch wird eine neue senkrechte Fußreihe der Scheiben 11 den Auswählschiebern 15 gegenübergestellt, und die betreffenden Schieber werden dicht an den Nadelzylinder geschoben (s. den obersten Schieber 15 in Fig. 9).
  • In Fig. i und 3 hat die Trommel 1o etwas Abstand von den Schiebern 15 und beeinflußt diese daher nicht. Die Tragplatte 17 der Trommel 1o ist bei 7o drehbar am Maschinengestell befestigt, und ihre Schwingung gegen den Nadelzylinder wird durch eine Stellschraube 70' begrenzt. Die Trommel 1o wird in ihre unwirksame Außenstellung gebracht, wenn man Warenteile strickt, bei denen die Stößer 9 nicht gebraucht werden. Hierzu dient eine mit Nocken 72, 73, 74 versehene Trommel 71 der Welle 43 (Fig. i). Die Nase 75 eines bei 77 drehbaren und durch eine (bei 88 gehaltene) Feder 87 beeinflußten Hebels 76 liegt in Fig. i auf dem Nocken 72. Dabei wird eine bei 8o angelenkte und oben bei 79 kurvenförmige Stange 78 in erhöhter Stellung gehalten. Die Kurve 79 liegt an einer gehärteten Stahlplatte 81 der Platte 17 an, und die an3ere Kante der Stange 78 greift in eine Aussparung einer Stahlplatte 8z' (Fig. 3) an der unteren Schloßplatte 7. Durch das Auftreffen der Kurve 79 auf die Platte 81 wird die Schalttragplatte 17 entgegen der Wirkung einer bei 83 und 86 befestigten Feder 82 nach außen geschwenkt. Das bei 85 an der Platte 17 befestigte Konsol 84, an dem die Feder 82 angreift, ragt bis unter den Halter 18 und dient zur Führung während der Auswärtsbewegung.
  • Solange die Nase 75 auf dem- Nocken 72 liegt, werden ,die Fußspitze und die Ferse gestrickt. Bei der Weiterdrehung der Trommel 71 fällt die Nase 75 auf die Fläche 89, und während sie sich dort befindet, werden die Stößer zur Nadelsteuerung benutzt. Da jetzt die .Kurve 79 nach unten gezogen ist, zieht die Feder 82 die Trommel 1o in ihre wirksame Stellung zu den Auswählschiebern 15. Die Trommel 1o wird geschaltet, und die Schieber 15 wählen Stößer 9 aus. Dreht sich dann die Trommel 71 weiter, so hebt der Nocken 74 die Nase 75- des Hebels 76 wieder an, stellt die Lage der Kurve 79 nach Fig. i wieder` her, um nichtgemusterte Strumpfteile (Spitze) zu stricken. Bei der weiteren Drehung der Trommel 71 fällt der Hebel 76 in die Lücke 9o für das Stricken gemusterter Strumpfteile (Längen und bzw. oder Spann). Bei weiterer Drehung der Trommel v1 hebt der Nocken 73 den Hebel 76 für das Stricken der Ferse. Die Arbeitsfolge wird beendet, wenn die Nase 75 in die Lücke 9i gelangt, wo sie zum Stricken der Sohle und des gemusterten Spanns bleibt.
  • Die Trommel 71 steuert ferner einen bei 96 drehbaren und von einer bei 95 aufgehängten Feder 94 beein$ußten Hebel 92 mit einer Nase 93, der .eine verstellbar an. ihm aasgelenkte Stange 97 bewegt. Diese greift oben bei 98 an einem Winkelhebel 99 an, der gemäß Fig.2o bei ioo an der Stößerschloßplatte 7 drehbar befestigt ist und bei i o i an einer einen Hebel 104 umfassenden Gabel 1o2 angreift. Der Hebel 104 ist gemäß Fig.3 bei iosdrehbar auf der Platte 7 gelagert und bei loh mit dem Schaft io7 eines Schloßteiles 1o8 verbunden. Wenn der Nocken 1o9 (Fig. i) die Nase 93 des Hebels 92 hebt, wird über das beschriebene Gestänge das Schloßteil 1o8 von den kurzen unteren (Hub-) Füßen der Stößer zurückgezogen, wobei der ungemusterte Sohlenteil gestrickt wird. Liegt dagegen die Hebelnase 93 gemäß Fig. i an der Trommel selbst an, so wird die Gabel zog' zurückgezogen und das Schloßteillo8 dicht an den Nadelzylinder geschoben, wo es alle unteren Stößerfüße berührt (s. Fig. 6). Dabei wird eine Feder iio zwischen den Ansätzen i i i und 1i2 zusammengedrückt und preßt das Schloßteil io8 dicht an den Zylinder 2. Zur Bewegung und Führung des Schloßteilschaftes 107 dient ein Bolzen 113, der in einem Schlitz 114 des Unterteils 115 einer unter der Platte i 17 sitzenden Platte 116 gleitet. Eine im Konsol iig verstellbare Schraube i i8 begrenzt die Bewegung des Schloßteiles iö8 gegen den Nadelzylinder (Fig.3).
  • Nach dem Auswählen der Stößer greift ein Schloßteil i2o (Feg. 3 und 8) an den Enden 121 der Stößer 9 an und kippt diese derart, daß die hakenartig ausgebildeten Oberenden 122 der Stößer aus dem Bereich der hakenförmigen Unterenden 123 der Nadeln 6 kommen. Das Schloßteil i2o ragt durch einen Schlitz 124 des Stößerschloßringes 125 (mit den Schrägflächen 8 und 8', Fig, 5 und-7) hindurch. In einem bei 130 auf der Platte 7 befestigten Konsol 128, 129 sitzt eine Stellschraube 127 zum Vorschieben des Schloßteiles i2o in die gewünschte Lage am Nadelzylinder. In dieser wird es durch eine Schraube 126 festgehalten (Feg. 3).
  • Gemäß Fig. 8 ist der Stößer 9 in eine Stellung zurückgezogen, in der er auf keine Nadel einwirkt. - Gemäß Fig. 9 greift ein Auswählschieber 15 an einem der abbrechbaren Füße 131 des Stößers 9 an und bringt die Haken 122, 123 in Eingriff, wenn die Nadel oder bzw. und der Stößer bewegt werden. Gemäß Fig. 13 greift ein Schloßteil 132 an dem Fuß 133 der Nadel 6 an und hebt diese so weit, daß die Haken 122 und 123 ineinanderliegen und eine Auswärtsbewegung des oberen Stößerendes verhindern. Fig. io zeigt, wie später in dem Strickrundgang ein Schloßteil 134 die Nadel 6 und ihren Stößer 9 in die höchste Stellung gehoben hat. Fig. i-i zeigt, wie später in dem Strickrundgang - das Schloßteil io8 mittels des Stößerfußes 135 diesen und seine Nadel gesenkt hat.
  • Nachdem - die Nadel 6 und ihr Stößer 9 gemäß Fig. 9 und 12 vom- Schieber 1.5 und Schloßteil io8 ausgewählt sind, wobei das bei anderen Nadeln und Stößern nicht geschehen ist,- durchlaufen die Nadelfüße eine verhältnismäßig hoch liegende Bahn (s. 136 -in F ig. 5) und .erfassen einen Faden 137 des Fadenführers 138 am Mundstück 139 (Feg. 4). Die vom Schloß io8 gesenkten Stößer und Nadeln verstricken den Faden 137 nicht, aber alle Nadeln erfassen bei der Weiterdrehung des .Nadelzylinders einen zweiten Faden 140, wobei die in .der Bahn 136 befindlichen-Nadelfüße 133--durch ein Schloßteil 141 zurückgezogen werden, während die Füße der gesenkten Nadeln durch die Fläche 142 des Schloßteiles 143 etwas gehoben werden, worauf sämtliche Füße vom Schloßteil 144 erfaßt werden und gestrickt wird. Dann gehen alle .Tadeln auf den Schloßring 5 über und bleiben auf diesem, bis einige für einen neuen Rundgang ausgewählt werden.
  • Wird ein Stößer nicht mittels eines Schiebers 1A5 aus der Stellung nach Fig. 8 in die Arbeitsstellung nach Fig. 9 bewegt, d. h. bleibt der Stößer ausgerückt und geneigt stehen, so werden solche Nadeln nur durch die üblichen, auf die Füße 133 wirkenden Schloßteile gesteuert. Gemäß Fig. 5 und 7 hat -der Stößerschloßring 125 eine Aussparung 15q-, in die das Schloßteil io8 die Stößerfüße 135 hinunterdrücken kann, worauf diese von der Fläche 8 des Ringes 125 wieder gehoben werden.
  • Gemäß Fig. 13 und 15 bis i9 sitzt das Schloßteil 132 auf einer halbrunden Stange 146, die in einem Fortsatz 147 einer Platte 148 verschiebbar ist, die das übliche Ausschaltschloßteil 149 zum Stricken des Spanns trägt. Das Schl.oßteil i32 hat Schlitze 151, durch welche seine Befestigungsschrauben iso in die Stange 146 hineingehen. Das Schloßteil kann also am Umfänge des Nadelzylinders entlang so verstellt werden, daß es nur einen kleinen Abstand von den Schiebern 15 hat. Es soll die Nadelfüße 133 nicht berühren, während ein Schieber 15 einen der abbrechbaren Füße 131 berührt, aber es soll die Füße 133. sobald wie möglich berühren, wenn die Stößerfüße 131 einen Schieber 15 verlassen.
  • Da die halbrunde Stange 146 im Fortsatz 147 längs verschiebbar ist, kann das Schloß 132 gemäß Fig. i8 und ig ein- und ausgeschoben werden. In der inneren Stellung nach Fig. i8 liegt ein auf der Stange i46 verschiebebarer und durch eine Schraube 153 feststellbarer Ring i52 an einer U-förmigen Nabe 154 des Fortsatzes 147 .an und wird durch eine bei 156 und i57 befestigte Feder 155 in dieser Lage gehalten. Die Nabe 154 hat eine Aussparung i58 und die Stange 146 einen Ausschnitt mit einer Schrägfläche 159, an der ein Nocken 16o angreift. Letzterer hat eine Keilfläche 163 und ist durch Schrauben 162 mit einem Hebel 161 verbunden, der bei 164 an einem Auge des Schloßringes 117 drehbar gelagert ist. Durch Drehen des Hebels 161 kommen die Flächen 163 und 159 in Eingriff, und der Nocken- 16o schiebt entgegen der Wirkung der Feder 155 die Stange 146 aus der Stellung nach Fig. 18 in die nach Fig. ig. Das Schloßteil 132 wird vom Nadelzylinder' abgerückt, und zwar für die Dauer des Pendelstrickens (Ferse und Fußspitze), damit bei dessen Rückwärtsgang (Fig. 22 von rechts nach links) die 1Tadelfüße 133 nicht an das Schloßteil 132 stoßen und zerbrechen können.
  • Gemäß Fig.17 greift am Hebel 161 bei 166 ein Lenker 165 an, der in üblicher Weise z. B. so betätigt wird, daß das zum Stricken des Spanns dienende Ausschaltschloßteil 149 vor dem Stricken der Ferse und Fußspitze gehoben und nachher sofort wieder gesenkt wird. Der Hebel 161 greift am Schloßteil 149 derart an, daß das Schloßteil 132 zurückgezogen wird, wenn das Schloßteil 149 sich hebt und umgekehrt.
  • Fig. 21 und 22 zeigen die Bahn 167 der Nadelfüße beim Rundstricken und die Bahn 168 des Vorwärtsganges beim Pendelstricken. Ein Minderfinger 169 liegt gemäß Fig. 21 beim Rundstricken über den Nadelfüßen und gemäß Fig. 22 passend zum Hochheben kurzfüßiger Nadeln bis zur Spannhöhe. Beim letzten Rundgange vor dem Pendelstricken geht der Minderfinger 169 aus der vollen Stellung :der Fig. 21 in die strichpunktierte Stellung, und zu dieser Zeit sind die langfüßigen Nadeln vom Schloßteil14g in die Spannhöhe gehoben.
  • Gemäß Fig. 8 bis 12 dienen Federbänder 170 innerhalb eines Ausschnittes 171 der Schloßplatte i 17 zum Festhalten der Stößer g in den Nadelrinnen. Die Bänder 170 liegen aber an der Zylinderwand an und können daher die Haken 122, 123 der Stößer und N adeln nicht in Eingriff bringen. Gemäß Fig. 14 werden die Federbänder 17o durch unter dem Schloßring 117 sitzende Platten 172, 173 so gestützt, daß sie genügend über den obersten Füßen 131 liegen und von den Schiebern 15 nicht berührt werden können.
  • Fig.23 zeigt eine abweichende Ausführungsform der Steuervorrichtung für die Auswählschieber 15'. Ist ein Stößer g etwas größer und geht also über die Zylinderrinnen etwas mehr als die anderen Stößer hinaus, so kann er beim Zusammentreffen mit einem Schieber 15' beschädigt werden, wenn letzterer nicht etwas Spielraum hat. Zu diesem Zweck zeigt Fig.23 einen auf .einer durch Schrauben 183 an der unteren Schloßplatte 7 befestigten Platte 174 in Führungen 175, 176, 177, 178 verschiebbaren Schieber 15'. Die Führungen 175, 176 sind Teile einer durch Schrauben 18o an der Platte 174 befestigten Lasche 179 und die Führungen 177, 178 Teile einer durch Schrauben 182 an der Platte 174 befestigten zweiten Lasche i8i. Durch die Laschen 179, 181 gehen senkrechte Stifte 184, 185, 186, 187, die waagerechte Zwischenlagen 188 zur Trennung der Auswählschieber 15' halten. An einem Bolzen 193 befestigte Federn 189, igo greifen an Augen igi, ig2 der Schieber 15' an und halten diese in der voll gezeichneten Stellung. Durch Verschiebung des Bolzens 193 bzw. seines Halters 194 mittels der- Stift- und Schlitzbefestigung 195, 196 läfät sich die Spannung der Federn i89, igo regeln. Sollte ein zu ,großer Stößer 9 gegen einen Schieber 15' treffen, so kann dieser bis in die strichpunktierte Lage (Anschlag 197) zurückgehen. Das Vorderende des Schiebers 15' entfernt sich also etwas vom Nadelzylinder und läßt den Stößer 9 vorbei., worauf die Federn 189, iig den Schieber wieder zurückziehen. Um die Schrägstellung zu ermöglichen, haben. die Schieber 15' eine Aussparung 198.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rundstrickmaschine mit einem in seinen Nadelrinnen mit Nadeln und diesen zugeordneten Stößern ausgerüsteten Nadelzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Stößer jederzeit durch Stößerschlösser eingewirkt wird und daß die Stößer hakenförmige obere Enden besitzen, :die gewöhnlich außer Eingriff mit dazu passenden hakenförmigen unteren Enden der Nadeln sind, während Mustervorrichtungen auf die Stößer einwirken können, welche die Stößer- und Nadelhaken kuppeln, worauf die Stößer die Nadeln mustergemäß abwärts ziehen.
  2. 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Auswählschieber o. dgl. zur wahhveisen Einwirkung auf die Stößer vorgesehen sind, nach deren Eingriff die ausgewählten Stößer und die mit ihnen gekuppelten Nadeln in eine Stellung bewegt werden, in der letztere einem bestimmten Faden nicht verstricken.
  3. 3. Strickmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Mehrzahl von Auswählfüßen und einem Huhfuß versehenen Stößer unter dem Einfiuß eines auf den Hubfuß wirkenden festen Schloßteiles zum Bewegen der Stößer stehen, während die wahlweise gesteuerten Schieber im Bereich der Auswählfüße angeordnet sind, welche die mit ihren Nadeln zu kuppelnden Stößer bestimmen.
  4. 4. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nockenartige Hilfsmittel vorgesehen sind, die nach dem Auswählen der Stößer und dem Abwärtsziehen der zugehörigen Nadeln die Trennung der Stößer von ihren Nadeln herbeiführen.
  5. 5. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsmittel zum Auskuppeln der . Stößer von ihren Nadeln aus einem Schloßteil besteht, das an einem unterhalb des Hubfußes befindlichen Fortsatz der Stößer angreift.
  6. 6. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 5, ' dadurch gekennzeichnet, daß bei Zuführung von zwei Garnen in ungleicher Höhe die sich in der einen Bahn bewegenden Nadeln beider Garne verstricken, während die durch die ausgewählten Stößer abwärts gezogenen Nadeln sich in einer zweiten Bahn bewegen und nur das eine Garn erfassen und verstricken.
  7. 7. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Stricken der Ferse und der Fußspitze von einer Hauptschalttrommel aus mittels eines Gestänges die auf die Stößer einwirkenden Schloßteile aus ihrer Eingriffsstellung entfernt werden.
  8. 8.. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis.7, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Strickschloß ein Schloßteil (13a) vorgesehen ist, das auf die Füße der Nadeln einwirkt und bei ausgerückten, also mit ihrem oberen Ende nach außen gekippten Stößern die Nadeln allein bewegt, während' bei ausgewählten Stößern die von dem Schloß gehobenen Nadeln mit ihren unteren Haken in die oberen Haken der Stößer eingreifen.
  9. 9. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das vor dem Schloß, liegende, zum Steuern der Nadeln dienende Schloßteil (132z) gegen den Nadelzylinder radial verschiebbar angeordnet ist und für die Dauer des Pendelstrickens durch quer zur Schloßplatte wirkende Hubflächen vom Nadelzylinder zurückgezogen wind. io. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis 9, -dadurch gekennzeichnet, daß mit dem zum Ein- und Ausrücken des die Nadelfüße steuernden Schloßteiles (i32) dienenden Gestänge das zum Stricken des Spanns dienende Ausschaltschloßteil (1q.9) so verbunden ist, daß dieses vor dem Stricken der Ferse und Fußspitze gleichzeitig, d. h. wenn das Nadelschloßteil zurückgezogen wird, gehoben und nachher sofort wieder gesenkt wird. i i. Rundstrickmaschine nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Stößer innerhalb ihrer Nadelrinnen durch Federbänder gehalten werden, die so unterstützt sind, daß sie von den Auswahlschiebern für die Stößer nicht berührt werden können.
DEH136493D 1932-07-18 1933-06-09 Rundstrickmaschine mit Musterstoessern Expired DE628903C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3135702A1 (de) * 1981-09-09 1983-03-17 Sulzer Morat Gmbh, 7024 Filderstadt Verfahren zur herstellung einer einflaechigen, gemusterten strickware und rundstrickmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3135702A1 (de) * 1981-09-09 1983-03-17 Sulzer Morat Gmbh, 7024 Filderstadt Verfahren zur herstellung einer einflaechigen, gemusterten strickware und rundstrickmaschine zur durchfuehrung des verfahrens

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