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Rundstrickmaschine mit Musterstößern Die Erfindung verfolgt den Zweck,
die Mannigfaltigkeit der auf einer Strickmaschine herzustellenden Musterungen zu
vergrößern. Bei der neuen Maschine sind in ;den Nadelrinnen des Nadelzylinders in
bekannter Weise außer den Nadeln auch Stößer angeordnet, und es soll gemäß der Erfindung
dafür gesorgt werden, daß die Auswählmöglichkeiten durch Unterbringung einer größeren
Anzahl abbrechbarer Musterfüße an diesen Stößern als bisher erhöht werden. Zu diesem
Zwecke wird vorgeschlagen, daß auf die Stößerjederzeit durch Stößerschlösser eingewirkt
wird, und daß die Stößer hakenförmige obere Enden besitzen, die gewöhnlich außer
Eingriff mit dazu passenden hakenförmigen unteren Enden der Nadeln sind, während
Mustervorrichtungen auf die Stößereinwirken können, welche die Stößer- und Nadelhaken
kuppeln, worauf die Stößer die Nadeln mustergemäß abwärts ziehen.
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Bei Rundstrickmaschinen ist es an sich bekannt, die Nadeln mit Stößern
derart zusammenarbeiten zu lassen, daß einige Nadeln anders stricken als. die übrigen
und sich mit den Stößern zusammen zurückbewegen, aber man erreicht mit den bekannten
Vorrichtungen den Erfindungserfolg deshalb nicht, weil es an einer ausreichenden
Unabhängigkeit zwischen den Nadeln und dem. StÖ ßern fehlt, um die Bewegungen so
gestalten zu können, daß sich auf den Stößern bei gegebener Länge des Nadelzylinders
mehr Musterfüße als bisher unterbringen lassen.
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An und für sich ist auch die Anordnung bekannt, daß die Nadeln und
die Stößer ineinandergreifen, aber sowohl bei Rundstrickmaschinen wie bei Flachstrickmaschinen
findet sich diese Anordnung nur an Jacquardvorrichtungen, und zwar in einer für
den Erfindungszweck ungeeigneten Weise. Bei einer derartigen bekannten Maschine
wird z. B. die Nadel mit ihrem Stößer so lange als Einheit zusammengehalten, bis
ein besonderer Nocken die Trennung vornimmt. Dazu ist an dem Stößer nur ein einziger
Fuß vorgesehen, und die Aufgabe die Musterungsmöglichkeit durch Vermehrung von Musterfüßen
zu vergrößern, liegt weder dort noch allgemein bei Jacquardvorrichtungen vor.
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Beim Gegenstande der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß
die Stößer sich innerhalb der Nadelrinne radial zum Nadelzylinder so bewegen können,
daß in einer geneigten Außenstellung derselben ihr oberes hakenförmiges Ende nicht
mit den gleichfalls hälcenförmigen unteren Enden der Nadeln in Eingriff kommen kann.
Diese geneigte Außen-
Lage wird durch ein besonderes Schloß herbeigeführt,
_ däß unterhalb des Hubfußes an einem Fortsatz der Stößer angreift. Wenn dagegen
ein Auswäfilschieber einer Mustervorrichtung den Stößer nach innen drückt, können
die Nadelhaken und die Stößerhaken ineinandergreifen, und die Nadeln und Stößer
können sich zusammen bewegen.
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Die neue Anordnung ermöglicht es, daß die Nadeln, wenn sie bei nicht
ausgewählten (also bei mit ihrem oberen Ende nach außen gekippten) StöBern allein
stricken, an den Stößern vorbeigehen können. In der tiefsten Nadelstellung überdecken
sich . dann die Nadeln und die Stößer um ein beträchtliches Stück. Um dieses Stück
könnte bei der bisherigen Anzahl abbrechbarer Musterfüße an den Stößern der Nadelzylinder
kürzer sein, aber -die Erfindung benutzt es dazu, die Zahl der Musterfüße entsprechend
zu vergrößern, ohne daß diese schwächer zu werden brauchen als bisher.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt. Es sind Fig. i eine die Mustervorrichtung zeigende Seitenansicht
der ganzen Maschine, Fig. 2 eine entsprechende Ansicht der anderen Maschinenseite;
Fig. 3 ein Grundriß mit den für die Musterung wesentlichen Vorrichtungen, Fig. 3
a eine Einzelheit dazu, .
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Fig. 4 bis 7 weitere Einzelheiten, _ Fig.8 bis 13 Schnitte
durch eine Nadelrinne mit verschiedenen Stellungen der Nade-In und Stößer, Fig.
14 bis i9 Darstellungen der Anordnung der Bandfedern, des Nadelschlosses und des
Strickschlosses für den Spann, Fig. 2o eine Einzelheit, Fig.2i und ä2 Darstellungen
für das Pendelstricken, Fig.23 eine abweichende Anordnung fier Auswahlschieber der
Mustervorrichtung.. Die in Fig. i im ganzen gezeigte Strickmaschine hat einen Nadelzylinder
2, eiäen Platinenkopf 3, eine feststehende runde Schloßplatte 4 mit dem Schloßring
5 und den Steuermitteln für die Nadeln 6 (Fig. 8 bis i2), ferner unterhalb der Schloßplatte
4 eine Platte 7 mit den Schlössern 8, 8' für die Stößer g.
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Zum Auswählen der Stößer 9 dient eine Trommel io mit .mehreren Scheiben
i i und einer Kopfplatte 13 auf einer Spindel i2 mit Griffmutter 14. Jede einzelne
Scheibe ii hat eine Reihe abbrechbarer Füße zum Mustern, mit denen ebenso viele
Schieber- 15, wie Scheiben ii vorhanden sind, zusammenwirken. Die Auswahlschieber
15 können sich in einer auf der unteren Schloßplatte 7 befestigten Aussparung einer
Platte 16 in radialer Richtung mehr oder weniger gegen den Nadelzylinder 2 verschieben.
Die Trommel i o kann sich, um die auf einer Platte 17 befestigte Spindel 1z drehen.
Die Platte 17 sitzt auf einem unter der Stößerschloßplatte 7 durch Schrauben i9
befestigten Halter i8. Mit der Trommel io ist ein Schaltrad 2o verbunden, auf dessen
Nabe seine Schaltvorrichtung 2 i lose sitzt.
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Auf einer Platte 22 (Fig. 3) sind zwei um einen Zapfen 23 drehbare
Klinken 24,24 angebracht, die durch (von einer Schraube 26 gehaltene) Federn 25
gegen die Schaltzähne des Schaltrades 2o .gezogen .werden. Auf dem Halter 18 sitzt
ein Nocken 27, der bei der in Fig. 3. gezeigten Nichtarbeitsstellung auf einen unter
der unteren Klinke 2.4' sitzenden Zapfen 28 so wirkt, daß die Klinke die nicht dicht
am Nadelzylinder befindliche Trommel io nicht vorwärts schalten kann. Erst wenn
die Trommel io ihre Arbeitsstellung dicht ain Zylinder 2 eingenommen hat, wirken
die Klinken. 2q., 2q.'. Die obere Klinke 24. schaltet während des Strickens mehrerer
Reihen mit besonderen Maschen die Trommel io schrittweise und bringt diese beim
Stricken anderer Maschenreihen wilder in Gleichtakt, bis sie vor einer durch Weglassen
eines Zahnes gebildeten Lücke des Schaltrades steht. Durch diese Lücke geht sie
wirkungslos (Ruhestellung) hindurch, bis die untere Klinke 24' gegen den bei der
Trommeldrehung dicht an den Nadelzylinder gelangten Schaltzahn stößt.
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Die Klinkentragplatte 22 wird durch eine bei 2i, 3o angelenkte und
bei 31 an einen, um einen Zapfen 33 (auf. einem Fortsatz 3:1. der Stößerschloßplatte
7) drehbaren Winkelhebel 32 angeschlossene Stange 29 hin und her bewegt. Der Winkelhebel
32 ist bei 35 mit einer Stange 36 verbunden, die gemäß Fig. 2 bei 37 an einem, durch
einen Halter 38' geführten Hebel 38 angreift. Letzterer kann um einen Bolzen 39
des Maschinengestells schwingen und trägt einen Nocken 4.o, an welchem mehrere Zapfen
4i des io4-Zahnrades 42 angreifen können. Die Länge der Stangen 29 und 36 ist veränderlich.
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Die Trommel 44 der Hauptnockenwelle 43 (Fig. 2) besitzt zwei Hubnocken
45, .16 für die Nase 47 eines um einen Zapfen .4.9 am mit Schrauben 51 befestigten
Konsol 5o des Maschinengestelles drehbaren Hebels 48, dessen rechter Arm (dessen
Länge veränderlich ist) bei 52 an einer Stange 53 mit gleichfalls veränderlicher
Länge angreift. Diese besitzt oben einen nockenartigen Ausschnitt 54. Der Hebel
48 steht unter dem Einfluß einer bei 58 am Maschinengestell befestigten Feder 57,
die ,den Hebel gegen eine Stellschraube
56 des Konsolarmes 55 zieht.
Bzim Stricken der Ferse und gegebenenfalls auch teilweise der Fußspitze liegt die
Nase 4.7 zwischen den Hubnocken 45 und 46 (Stellung der Teile nach Fig.3 und 3a).
Dabei greift ein Winkelhebel 59 in die Aussparung 54 der Stange 53.
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Der Winkelhebel 59 dreht sich um einen Zapfen 6o einer an der Stößerschloßplatte
7 befestigten Platte 61, die einen Ausschnitt für die Stange 53 besitzt. Der in
seiner Länge veränderliche zweite Winkelhebelarm 62 wirkt gemäß Fig.3a auf den Hebel
38 und steht unter dem Einfluß einer bei 64 gehaltenen Feder 63. Ein am Halter
38' befestigter Anschlag 65 begrenzt (strichpunktierte Linien in Fig. 3a) die durch
den Nocken 54 hervorgerufene Bewegung des Armes 62. Bei der Stellung der Teile nach
Fig.2 wird die Schaltvorrichtung 21, 22 beim Auftreffen eines Zapfens 41 auf den
Nocken 4o nicht betätigt, sondern schwingt nur den Hebel 38
leicht entgegen
der Wirkung der bei 69 gehaltenen und bei 67, 68 an der Stange 36 angreifenden Feder
66. Diese Bewegung wird durch den Arm 62 begrenzt, um das Wirksamwerden der Schaltvorrichtung
zu verhindern.
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Dreht die Nockentrommel44 sich in der Pfeilrichtung, so hebt der Hubnocken
45 die Nase 47, und die Stange 53 wird abwärts gezogen, wobei der Nocken 54 den
Winkelhebelarm 62 in die strichpunktierte Lage nach Fig. 3a bringt. Wenn jetzt ein
Zapfen 4 1 auf den Nocken 40 trifft und den Hebel 38 anstößt, erteilt die Feder
66 diesem und den mit ihm verbundenen Teilen einen vollen Hub, durch den .die Schalttragplatte
22 bewegt wird, so daß eine Klinke in das Schaltrad 20 eingreift und die Trommel
1o dreht. Dadurch wird eine neue senkrechte Fußreihe der Scheiben 11 den Auswählschiebern
15
gegenübergestellt, und die betreffenden Schieber werden dicht an den Nadelzylinder
geschoben (s. den obersten Schieber 15 in Fig. 9).
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In Fig. i und 3 hat die Trommel 1o etwas Abstand von den Schiebern
15 und beeinflußt diese daher nicht. Die Tragplatte 17 der Trommel 1o ist bei 7o
drehbar am Maschinengestell befestigt, und ihre Schwingung gegen den Nadelzylinder
wird durch eine Stellschraube 70' begrenzt. Die Trommel 1o wird in ihre unwirksame
Außenstellung gebracht, wenn man Warenteile strickt, bei denen die Stößer 9 nicht
gebraucht werden. Hierzu dient eine mit Nocken 72, 73, 74 versehene Trommel 71 der
Welle 43 (Fig. i). Die Nase 75 eines bei 77 drehbaren und durch eine (bei 88 gehaltene)
Feder 87 beeinflußten Hebels 76 liegt in Fig. i auf dem Nocken 72. Dabei wird eine
bei 8o angelenkte und oben bei 79 kurvenförmige Stange 78 in erhöhter Stellung gehalten.
Die Kurve 79 liegt an einer gehärteten Stahlplatte 81 der Platte 17 an, und die
an3ere Kante der Stange 78 greift in eine Aussparung einer Stahlplatte 8z' (Fig.
3) an der unteren Schloßplatte 7. Durch das Auftreffen der Kurve 79 auf die Platte
81 wird die Schalttragplatte 17 entgegen der Wirkung einer bei 83 und 86 befestigten
Feder 82 nach außen geschwenkt. Das bei 85 an der Platte 17 befestigte Konsol
84, an dem die Feder 82 angreift, ragt bis unter den Halter 18 und dient zur Führung
während der Auswärtsbewegung.
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Solange die Nase 75 auf dem- Nocken 72 liegt, werden ,die Fußspitze
und die Ferse gestrickt. Bei der Weiterdrehung der Trommel 71 fällt die Nase 75
auf die Fläche 89, und während sie sich dort befindet, werden die Stößer zur Nadelsteuerung
benutzt. Da jetzt die .Kurve 79 nach unten gezogen ist, zieht die Feder 82 die Trommel
1o in ihre wirksame Stellung zu den Auswählschiebern 15. Die Trommel 1o wird geschaltet,
und die Schieber 15 wählen Stößer 9 aus. Dreht sich dann die Trommel 71 weiter,
so hebt der Nocken 74 die Nase 75- des Hebels 76 wieder an, stellt die Lage der
Kurve 79 nach Fig. i wieder` her, um nichtgemusterte Strumpfteile (Spitze) zu stricken.
Bei der weiteren Drehung der Trommel 71 fällt der Hebel 76
in die Lücke
9o für das Stricken gemusterter Strumpfteile (Längen und bzw. oder Spann). Bei weiterer
Drehung der Trommel v1 hebt der Nocken 73 den Hebel 76 für das Stricken der Ferse.
Die Arbeitsfolge wird beendet, wenn die Nase 75 in die Lücke 9i gelangt, wo sie
zum Stricken der Sohle und des gemusterten Spanns bleibt.
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Die Trommel 71 steuert ferner einen bei 96 drehbaren und von einer
bei 95 aufgehängten Feder 94 beein$ußten Hebel 92 mit einer Nase 93, der .eine verstellbar
an. ihm aasgelenkte Stange 97 bewegt. Diese greift oben bei 98 an einem Winkelhebel
99 an, der gemäß Fig.2o bei ioo an der Stößerschloßplatte 7 drehbar befestigt
ist und bei i o i an einer einen Hebel 104 umfassenden Gabel 1o2 angreift. Der Hebel
104 ist gemäß Fig.3 bei iosdrehbar auf der Platte 7 gelagert und bei loh mit dem
Schaft io7 eines Schloßteiles 1o8 verbunden. Wenn der Nocken 1o9 (Fig. i) die Nase
93 des Hebels 92 hebt, wird über das beschriebene Gestänge das Schloßteil 1o8 von
den kurzen unteren (Hub-) Füßen der Stößer zurückgezogen, wobei der ungemusterte
Sohlenteil gestrickt wird. Liegt dagegen die Hebelnase 93 gemäß Fig. i an der Trommel
selbst an, so wird die Gabel
zog' zurückgezogen und das Schloßteillo8
dicht an den Nadelzylinder geschoben, wo es alle unteren Stößerfüße berührt (s.
Fig. 6). Dabei wird eine Feder iio zwischen den Ansätzen i i i und 1i2 zusammengedrückt
und preßt das Schloßteil io8 dicht an den Zylinder 2. Zur Bewegung und Führung des
Schloßteilschaftes 107 dient ein Bolzen 113, der in einem Schlitz 114 des
Unterteils 115 einer unter der Platte i 17 sitzenden Platte 116 gleitet. Eine im
Konsol iig verstellbare Schraube i i8 begrenzt die Bewegung des Schloßteiles iö8
gegen den Nadelzylinder (Fig.3).
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Nach dem Auswählen der Stößer greift ein Schloßteil i2o (Feg. 3 und
8) an den Enden 121 der Stößer 9 an und kippt diese derart, daß die hakenartig ausgebildeten
Oberenden 122 der Stößer aus dem Bereich der hakenförmigen Unterenden 123 der Nadeln
6 kommen. Das Schloßteil i2o ragt durch einen Schlitz 124 des Stößerschloßringes
125 (mit den Schrägflächen 8 und 8', Fig, 5 und-7) hindurch. In einem bei 130 auf
der Platte 7 befestigten Konsol 128, 129 sitzt eine Stellschraube 127 zum Vorschieben
des Schloßteiles i2o in die gewünschte Lage am Nadelzylinder. In dieser wird es
durch eine Schraube 126 festgehalten (Feg. 3).
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Gemäß Fig. 8 ist der Stößer 9 in eine Stellung zurückgezogen, in der
er auf keine Nadel einwirkt. - Gemäß Fig. 9 greift ein Auswählschieber 15 an einem
der abbrechbaren Füße 131 des Stößers 9 an und bringt die Haken 122, 123 in Eingriff,
wenn die Nadel oder bzw. und der Stößer bewegt werden. Gemäß Fig. 13 greift ein
Schloßteil 132 an dem Fuß 133 der Nadel 6 an und hebt diese so weit, daß die Haken
122 und 123 ineinanderliegen und eine Auswärtsbewegung des oberen Stößerendes verhindern.
Fig. io zeigt, wie später in dem Strickrundgang ein Schloßteil 134 die Nadel 6 und
ihren Stößer 9 in die höchste Stellung gehoben hat. Fig. i-i zeigt, wie später in
dem Strickrundgang - das Schloßteil io8 mittels des Stößerfußes 135
diesen
und seine Nadel gesenkt hat.
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Nachdem - die Nadel 6 und ihr Stößer 9 gemäß Fig. 9 und 12 vom- Schieber
1.5 und Schloßteil io8 ausgewählt sind, wobei das bei anderen Nadeln und Stößern
nicht geschehen ist,- durchlaufen die Nadelfüße eine verhältnismäßig hoch liegende
Bahn (s. 136 -in F ig. 5) und .erfassen einen Faden 137 des Fadenführers
138 am Mundstück 139 (Feg. 4). Die vom Schloß io8 gesenkten Stößer und Nadeln verstricken
den Faden 137 nicht, aber alle Nadeln erfassen bei der Weiterdrehung des .Nadelzylinders
einen zweiten Faden 140, wobei die in .der Bahn 136 befindlichen-Nadelfüße 133--durch
ein Schloßteil 141 zurückgezogen werden, während die Füße der gesenkten Nadeln durch
die Fläche 142 des Schloßteiles 143 etwas gehoben werden, worauf sämtliche Füße
vom Schloßteil 144 erfaßt werden und gestrickt wird. Dann gehen alle .Tadeln auf
den Schloßring 5 über und bleiben auf diesem, bis einige für einen neuen Rundgang
ausgewählt werden.
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Wird ein Stößer nicht mittels eines Schiebers 1A5 aus der Stellung
nach Fig. 8 in die Arbeitsstellung nach Fig. 9 bewegt, d. h. bleibt der Stößer ausgerückt
und geneigt stehen, so werden solche Nadeln nur durch die üblichen, auf die Füße
133 wirkenden Schloßteile gesteuert. Gemäß Fig. 5 und 7 hat -der Stößerschloßring
125 eine Aussparung 15q-, in die das Schloßteil io8 die Stößerfüße 135 hinunterdrücken
kann, worauf diese von der Fläche 8 des Ringes 125 wieder gehoben werden.
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Gemäß Fig. 13 und 15 bis i9 sitzt das Schloßteil 132 auf einer halbrunden
Stange 146, die in einem Fortsatz 147 einer Platte 148 verschiebbar ist, die das
übliche Ausschaltschloßteil 149 zum Stricken des Spanns trägt. Das Schl.oßteil i32
hat Schlitze 151, durch welche seine Befestigungsschrauben iso in die Stange 146
hineingehen. Das Schloßteil kann also am Umfänge des Nadelzylinders entlang so verstellt
werden, daß es nur einen kleinen Abstand von den Schiebern 15 hat. Es soll die Nadelfüße
133 nicht berühren, während ein Schieber 15 einen der abbrechbaren Füße 131
berührt, aber es soll die Füße 133. sobald wie möglich berühren, wenn die Stößerfüße
131 einen Schieber 15 verlassen.
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Da die halbrunde Stange 146 im Fortsatz 147 längs verschiebbar ist,
kann das Schloß 132 gemäß Fig. i8 und ig ein- und ausgeschoben werden. In der inneren
Stellung nach Fig. i8 liegt ein auf der Stange i46 verschiebebarer und durch eine
Schraube 153 feststellbarer Ring i52 an einer U-förmigen Nabe 154 des Fortsatzes
147 .an und wird durch eine bei 156 und i57 befestigte Feder 155 in dieser Lage
gehalten. Die Nabe 154 hat eine Aussparung i58 und die Stange 146 einen Ausschnitt
mit einer Schrägfläche 159, an der ein Nocken 16o angreift. Letzterer hat eine Keilfläche
163 und ist durch Schrauben 162 mit einem Hebel 161 verbunden, der bei 164 an einem
Auge des Schloßringes 117 drehbar gelagert ist. Durch Drehen des Hebels 161 kommen
die Flächen 163 und 159 in Eingriff, und der Nocken- 16o schiebt entgegen der Wirkung
der Feder 155 die Stange 146 aus der Stellung nach Fig. 18 in die nach Fig. ig.
Das Schloßteil 132 wird vom Nadelzylinder' abgerückt, und zwar für die Dauer des
Pendelstrickens (Ferse und
Fußspitze), damit bei dessen Rückwärtsgang
(Fig. 22 von rechts nach links) die 1Tadelfüße 133 nicht an das Schloßteil
132 stoßen und zerbrechen können.
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Gemäß Fig.17 greift am Hebel 161 bei 166 ein Lenker 165 an, der in
üblicher Weise z. B. so betätigt wird, daß das zum Stricken des Spanns dienende
Ausschaltschloßteil 149 vor dem Stricken der Ferse und Fußspitze gehoben und nachher
sofort wieder gesenkt wird. Der Hebel 161 greift am Schloßteil 149 derart an, daß
das Schloßteil 132 zurückgezogen wird, wenn das Schloßteil 149 sich hebt und umgekehrt.
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Fig. 21 und 22 zeigen die Bahn 167 der Nadelfüße beim Rundstricken
und die Bahn 168 des Vorwärtsganges beim Pendelstricken. Ein Minderfinger 169 liegt
gemäß Fig. 21 beim Rundstricken über den Nadelfüßen und gemäß Fig. 22 passend zum
Hochheben kurzfüßiger Nadeln bis zur Spannhöhe. Beim letzten Rundgange vor dem Pendelstricken
geht der Minderfinger 169 aus der vollen Stellung :der Fig. 21 in die strichpunktierte
Stellung, und zu dieser Zeit sind die langfüßigen Nadeln vom Schloßteil14g in die
Spannhöhe gehoben.
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Gemäß Fig. 8 bis 12 dienen Federbänder 170 innerhalb eines Ausschnittes
171 der Schloßplatte i 17 zum Festhalten der Stößer g in den Nadelrinnen. Die Bänder
170 liegen aber an der Zylinderwand an und können daher die Haken 122, 123 der Stößer
und N adeln nicht in Eingriff bringen. Gemäß Fig. 14 werden die Federbänder 17o
durch unter dem Schloßring 117 sitzende Platten 172, 173 so gestützt, daß sie genügend
über den obersten Füßen 131 liegen und von den Schiebern 15 nicht berührt werden
können.
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Fig.23 zeigt eine abweichende Ausführungsform der Steuervorrichtung
für die Auswählschieber 15'. Ist ein Stößer g etwas größer und geht also über die
Zylinderrinnen etwas mehr als die anderen Stößer hinaus, so kann er beim Zusammentreffen
mit einem Schieber 15' beschädigt werden, wenn letzterer nicht etwas Spielraum hat.
Zu diesem Zweck zeigt Fig.23 einen auf .einer durch Schrauben 183 an der unteren
Schloßplatte 7 befestigten Platte 174 in Führungen 175, 176, 177, 178 verschiebbaren
Schieber 15'. Die Führungen 175, 176 sind Teile einer durch Schrauben 18o an der
Platte 174 befestigten Lasche 179 und die Führungen 177, 178 Teile einer durch Schrauben
182 an der Platte 174 befestigten zweiten Lasche i8i. Durch die Laschen
179, 181 gehen senkrechte Stifte 184, 185, 186, 187, die waagerechte Zwischenlagen
188 zur Trennung der Auswählschieber 15' halten. An einem Bolzen 193 befestigte
Federn 189, igo greifen an Augen igi, ig2 der Schieber 15' an und halten diese in
der voll gezeichneten Stellung. Durch Verschiebung des Bolzens 193 bzw. seines Halters
194 mittels der- Stift- und Schlitzbefestigung 195, 196 läfät sich die Spannung
der Federn i89, igo regeln. Sollte ein zu ,großer Stößer 9 gegen einen Schieber
15' treffen, so kann dieser bis in die strichpunktierte Lage (Anschlag 197) zurückgehen.
Das Vorderende des Schiebers 15' entfernt sich also etwas vom Nadelzylinder und
läßt den Stößer 9 vorbei., worauf die Federn 189, iig den Schieber wieder zurückziehen.
Um die Schrägstellung zu ermöglichen, haben. die Schieber 15' eine Aussparung 198.