DE64637C - Rundstrickmaschine - Google Patents

Rundstrickmaschine

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DE64637C
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DENDAT64637D
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G. D. MAYO in Franklin, Grafsch. Merrimack, New-Hainpshire, V. St. A
Publication of DE64637C publication Critical patent/DE64637C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/20Circular knitting machines with independently-movable needles with provision for narrowing or widening; with reciprocatory action, e.g. for knitting of flat portions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine, deren Eigenart darin besteht, dafs sie besondere Vorrichtungen zum Heben und Aufserbetriebsetzen derjenigen Nadeln enthält, die beim Stricken der Ferse und Fufsspitze nicht in Thätigkeit treten, sowie zum darauffolgenden Aufserbetnebsetzen einer oder gleichzeitig mehrerer der letzten Nadeln der Reihe, die zum Stricken der Ferse und Spitze dienen, bis der engste Theil der Ferse gestrickt ist, wonach dann wieder andere Vorrichtungen in Wirkung treten, welche selbstthätig eine oder mehrere Nadeln am Ende der zum Stricken der engsten Stelle des Fersen- oder Spitzenstückes benutzten Nadelreihe in Betrieb setzen, bis der Theil der Strickarbeit, der den erweiterten Theil der Ferse bildet, vollendet ist, worauf dann alle emporgehobenen Nadeln in ihre Arbeitsstellung herabgeführt werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Oberansicht einer nach vorliegender Beschreibung eingerichteten Rundstrickmaschine; Fig. 2 und 3 stellen die Hebel dar, mittelst deren die Riegel der Nadelheber und -Senker ausgelöst werden; Fig. 3a ist ein Schnitt nach y-y der Fig. 1 durch einen Theil der Maschine; Fig. 4 zeigt den Ausschnitt in vergröfsertem Mafsstabe für sich, zur besseren Verdeutlichung der Nuth und der Seiten oder Wangen von ungleicher Länge; Fig. 5 und 6 sind Ansichten gegen die beiden Seiten des Schlofscylinders mit der Riegelauslösung für die Heber und Senker; Fig. 7, 8, 9, 10, 11 und 12 zeigen den Schlofscylinder zur Fläche aufgerollt, und zwar dessen Innenfläche, um die verschiedenen Stellungen zu verdeutlichen, welche von den Hebern und Senkern eingenommen werden; Fig. 13 ist eine in vergröfsertem Mafsstabe gezeichnete perspectivische Ansicht eines Nadelhebers in der Stellung, wo er die Nadel emporgehoben hat und der Anschlag der letzteren bei der Bogenbewegung des Hebers von diesem abgeglitten ist, wobei der Anschlag auf einer der Führungsflächen ruht, die alsdann bei der Fortbewegung des Curvencylinders die Nadel mittelst ihres Anschlages in die Stellung hinaufbefördert, wo sie aufser Wirkung tritt; Fig. 14 ist eine perspectivische vergröfserte Sonderansicht eines Theiles des Cylinders mit einem Nadelheber und einem Riegel; Fig. 1 5 stellt einen Riegel für sich allein dar; Fig. 16 zeigt den Heber für sich; Fig. 17 zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Maschine mit der Handtriebvorrichtung zur Bewegung des Schlofscylinders; Fig. 17 a zeigt einen Maschenhalter für sich; Fig. 18 zeigt einen Schnitt nach der Linie ^, Fig. 17, durch die Maschine.
Die Maschine ist in den Zeichnungen als für Handbetrieb gebaut dargestellt, aber es ist leicht verständlich, dafs der Schlofscylinder ebensowohl durch Kraftbetrieb in kreisende oder hin- und herschwingende Bewegung gesetzt werden kann, wie es bei dieser Klasse Maschinen gebräuchlich ist.
In den Zeichnungen ist A die Grundplatte, welche, wie aus Fig. 17 ersichtlich, einen cylindrischen, nach unten vorstehenden Ansatz A1
trägt, auf dessen nach innen vorstehendem Rande Ax eine Excenterscheibe A2 ruht, die mit Handgriff Aa versehen ist, durch dessen Bewegung die Scheibe in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, um durch ihre ansteigenden Flächen den Nadelcylinder (das Nadelbett) B zu heben oder zu senken. Die Grundplatte wird auf einem Tisch T oder dergleichen befestigt und der Ansatz A1 durch einen Ausschnitt dieses Tisches herabgeführt (Fig. 17); der Schlofscylinder D wird durch das Kegelrad al mit Kurbeltrieb in Bewegung gesetzt. Der Nadelcylinder ist aus zwei Theilen B und B1 zusammengesetzt, die durch Schraube B'2 zusammengehalten werden. Die Aufsenseite des Nadelcylinders ist mit senkrechten Längsnuthen versehen, in denen die mit längerem Anschlag versehenen Nadeln 120 liegen, ebenso wie die Nadeln mit .kürzerem Anschlag rig. Der Ring α14 ist mit Vorsprüngen 105, 106, Fig. i, versehen, welche mit stellbaren Anschlagstiften 105*, io6x ausgestattet sind.
Wenn der runde Theil der Arbeit gestrickt wird, liegt, der vom Schlofscylinder D senkrecht aufstehende Arm 104, Fig. 6, gegen den Anschlag io6x an; wenn jedoch der Schlofscylinder, behufs Ausführung des enger oder weiter werdenden Theiles der Arbeit, die hin- und herschwingende Bewegung erhält, so trifft der zwischen den Anschlägen iO5x und io6x befindliche Arm 104 erst gegen den einen und dann gegen den anderen dieser Anschläge, so dafs der Scheitel der die Maschenhalter bethätigenden Curvennuth α40, Fig. 1, sich in der erforderlichen Stellung gegenüber der die Nadeln herabbewegenden Nuth befindet, um die Maschenhalter mit den steinenden Nadeln in richtige Zusammenwirken^ zu brinsen.
Aufsen um den Nadelcylinder ist ein durchbrochener Cylinder C gelegt, der aus einem ringförmigen Gufsstück besteht (Fig. 17), das in einer Nuth der Grundplatte A ruht; dieser Cylinder besteht aus einer Anzahl dünner Stahlstreifen aa, deren obere Enden in Löcher der Unterseite eines Schlufsringes 117 eintreten. Dieser Ring C dient als Kamm zur Führung der Anschlagsporne der Nadeln und verhindert, dafs letztere sich in ihren Führungsnuthen drehen. Der Ring 1 17 wird auf den Leisten aa durch Gleitstifte 203, Fig. 5 und 6, festgehalten, deren hintere untere Enden etwas über den Schlufsring 117 übergreifen. In Fig. 17 ist eine Nadel mit langem Anschlag und eine solche mit kurzem Anschlag dargestellt; erstere ist mit 120, letztere mit 119 bezeichnet. In Fig. 18 sind alle Nadeln fortgelassen, dieselben sind jedoch in Fig. 1 zwischen den Maschenhaltern eingezeichnet.
Der Schlofscylinder D hat am unteren Rande einen vorspringenden Rand, welcher auf einem Theil des durchbrochenen Cylinders C ruht; ein Theil dieses Schlofscylinders hat einen Kegelzahnbogen α, Fig. 5 und 6, in welchen das Kegelrad α1, Fig. 17, eingreift, wie in allen Rundstrickmaschinen. Durch kreisende Drehung des Kegelrades a1 wird der Schlofscylinder in kreisende Drehung versetzt, um runde Arbeit zu stricken, und durch wechselweise Drehung des Kegelrades in der einen und anderen Richtung erhält der Schlofscylinder eine hin- und herdrehende Bewegung zum Anstricken des Fersen- und Spitzentheiles am Strumpf.
An der vorstehend in Bezug auf ihre allgemeine Ausführung beschriebenen Rundstrickmaschine befinden sich die in Bezug auf ihre Einrichtung und Anordnung nachstehend ausführlicher beschriebenen Vorrichtungen, durch welche sich diese Maschine als neuartig kennzeichnet.
Der Schlofscylinder D hat auf der Innenseite das Schlots 180, welches in Fig. 7 bis 1 2 zur Fläche aufgerollt dargestellt ist; die obere Kante dieser Platte bildet eine Leiste oder Stütze, auf welcher die im Betrieb befindlichen Nadeln mit ihrem Anschlag oder Sporn ruhen. Diese Leiste ist auf einem Theil ihres Umfanges weggeschnitten; die sich in dem Ausschnitt gegenüberstehenden Enden 162, 163 bilden die Gleitflächen zum Heben der Nadeln behufs Aufnahme von Garn zum Stricken. Zwischen diesen Nadelhebeflächen befinden sich Curvenstücke 160, 161 zum Herabziehen der Nadeln; an diesen Curvenstücken sind Weichenzungen 172 beweglich befestigt, die durch die Anschlagsporne der Nadeln geöffnet werden, wenn letztere durch die Curven 162, 163 gehoben werden; diese Zungen verhindern jedoch den Durchgang der Nadelsporne nach unten, aufser an der Stelle zwischen den Curvenstücken 160 und 161. Diese Curvenstücke und Zungen sind von der gebräuchlichen Art. Zwischen den beiden Curvenstücken ist jedoch in einem Ausschnitt 168 des Cylinders ein in senkrechter Richtung beweglicher Schlitten 164 angeordnet, welcher einen Stempel 165 und ein Verschlufsstück 166 trägt, das, wenn der Schlitten sich in der durch punktirte Linien in Fig. 12 angezeigten Stellung befindet, den Durchgang zwischen den beiden Curvenstücken 160, 161 verschliefst und den Stempel 165 so weit über die Leiste 121 oben auf der Platte 180 stellt, dafs der Stempel die Anschlagsporne der Nadeln nicht berührt und letztere folglich nicht niedergedrückt werden, also auch von den inneren Curvenflächen 160, 161 nicht gefafst und herabbewegt werden.
Wenn das Verschlufsstück 166 und der Stempel 165 die in Fig. 12 punktirte Stellung einnehmen und der Ausschnitt 154 sich oben befindet, wie in Fig. 12, so ist dies die Stellung zum Stricken des runden Theiles der
Strümpfe. Der Schlitten 164 kann frei auf- und niedergleiten, und um diese Bewegung im Ausschnitt 168 des Schlofscylinders zu bewirken, trägt der Schlitten aufserhalb des Cylinders einen Zapfen 167, auf dem sich eine Sicherung 169 befindet, die unter Wirkung einer Feder 171 steht; diese Sicherung hat einen Finger oder Vorsprung (Fig. 6), der mit einem Stift 170 Eingriff hat und den Schlitten so lange in seiner herabgedrückten Stellung hält, bis der Arbeiter durch Drücken gegen den Knopf des Hebels 169 (was jederzeit geschehen kann) den Schlitten hebt.
Der Stempel 165 ist nach unten keilförmig gestaltet und wirkt gegen die Anschlagsporne der Nadeln, die er theilweise herabdrückt, wenn der Stempel die in Fig. 7 bis 12 voll ausgezeichnete Stellung einnimmt. Die Innenfläche des Schlofscylinders ist bei 153 etwas ausgespart, um das innere Ende oder den breiteren Theil des Thores 154 aufzunehmen, dessen Achse in einer Nabe oder einem Lager ι 56, Fig. 6 und '18, des Schlofscylinders ruht. Dieses Thor tritt in Wirkung, bevor die Arbeit verengert wird, also vor Beginn des Fersen- und Spitzenstückes; es tritt dann selbstthätig in Eingriff mit den Anschlagspornen der Nadeln 1 20 und hebt dieselben über die feststehenden Platten 150 und die Führungscurven 152 hinaus in die Stellung, wo sie aufser Betrieb sind; diese Nadeln arbeiten also beim Stricken des Fersen- und Spitzentheiles des Strumpfes nicht mit. Wenn dann die Ferse oder Spitze gestrickt ist, kann das Thor 154 hinaufgedreht werden, um die Sporne der Nadeln über den Platten 152 aufzunehmen und sie alle wieder herab auf die Leiste 121 und in die Arbeitsstellung zu bringen.
Aufser dem Ausschnitt 168 für den vorbeschriebenen Schlitten 164 sind in den Schlofscylinder vier schräge Schlitze oder Oeffnungen eingearbeitet, und die am Cylinder befestigten oder angeformten, stehenden Arme 104 und 104X sind mit Oesen versehen, welche die Drehzapfen 124 aufnehmen, auf denen die Nadelheber 128, 129 schwingen. Die inneren Enden dieser Heber ragen durch die schrägen Schlitze in den Schlofscylinder hinein, um mit den an ihren Enden befindlichen Fingern zur geeigneten Zeit die Anschlagsporne der Nadeln zu fassen. Diese Nadelheber, ebenso wie die Nadelsenker, sind in gleicher Weise auf gleichen Drehzapfen befestigt; jeder dieser Drehzapfen ist mit einer Feder C2, Fig. 14, verbunden, so dafs diese Nadelheber und -Senker (von ersteren ist einer in Fig. 16 besonders dargestellt) unter der Wirkung dieser Feder mit ihrem inneren Ende in der Richtung gedrückt werden, um den Anschlag oder Sporn einer Nadel zu treffen, sobald ein Riegel, der den Nadelheber oder -Senker zurückhält, ausgelöst wird.
Im Zusammenspiel mit den Nadelhebern 128 und 129, Fig. i, 6. und 18, stehen geeignete Riegel 138 und 139, Fig. 6 und 18, welche je mit Stiften oder Vorsprüngen 140 und 141 versehen sind. Auf diese Riegel wirkt je eine Feder C", Fig. 6 und 14, so dafs, wenn der Nadelheber um seinen Drehzapfen in seine Ruhestellung gedreht wird, eine Schulter C4 des Riegels ihn fängt und zurückhält. Wird dann der Riegel durch Drehung um seinen Zapfen gehoben, so läfst er den Nadelheber los und dieser kommt unter dem Druck der Feder C2 mit seinem inneren Ende in seine Angriffsstellung gegen die Anschlagsporne der Nadeln.
Die Nadelheber werden veranlafst, sich der Leiste 121 zu nähern, sobald es erwünscht ist, die Nadeln nach einander auszuheben, um den engeren Theil der Arbeit, das Fersenoder Spitzenstück, zu stricken. Gegenüber den Nadelhebern hat der Schlofscylinder die durchgehenden Schlitze zur Aufnahme der Nadelsenker 125, 126, welche aufsen . am Schlofscylinder ebenso wie die Nadelheber drehbar befestigt sind (Fig. 1, 5 und 18); diese Nadelsenker werden gleichfalls von je einem Riegel 132 und 133 gesperrt gehalten, wie die Nadelheber. Die gegen die Nadelsporne wirkenden Finger der Nadelsenker befinden sich an deren oberem Ende, während die Finger der Nadelheber an deren unterem Ende stehen. Die Riegel 132 und 133 haben vorstehende Stifte ι 34 und 1 35, wie nachbeschrieben. Diese getrennt und unabhängig von einander drehbaren Nadelheber und -Senker, welche gegen die Anschlagsporne der Nadeln wirken und letztere heben, dabei aber selbst gehoben werden, sind neu und wesentliche Eigenfhümlichkeiten der Erfindung. Der Stift 134 des Riegels 132 ist langer als der Stift 135 des Riegels 133, zu dem später beschriebenen Zweck. Von dem Thor oder Ausschnitt 154 ist die eine Wange 3 tiefer als die andere Wange 4.
Dieses Thor, in seiner zweckmäfsigsten Ausführungsform, besteht aus einem auf der Innenseite mit Längsnuth versehenen Körper (Fig. 4); diese Nuth erstreckt sich von ' einem. Ende zum anderen und verjüngt sich allmälig vom äufseren zum inneren Ende hin. Die eine der beiden die Nuth begrenzenden Wangen, nämlich die untere 4, ist so weit weggeschnitten, dafs sie nur mit den langen Nadelspornen in Berührung treten kann, während die andere obere Wange 3 sich weiter nach aufsen, gegen den Nadelcylinder hin, erstreckt und nicht nur die langen Sporne, sondern auch die kurzen Sporne der Nadeln trifft, um sie aus ihrer erhöhten Stellung auf die Leiste 121 herabzuziehen.
Der Schlofscylinder ist ferner mit einem in senkrechter Richtung beweglichen, mit Curvenfläche versehenen Gleitstück H versehen, welches in Fig. 7 punktirt gezeigt ist. Dieses Gleitstück hat einen Ansatz H1, welcher durch einen Schlitz im Nadelcylinder nach aufsen vorsteht (Fig. 5 und 18); mittelst dieses Ansatzes kann das Gleitstück gehoben werden, um die schräge obere Fläche mit der entsprechenden Abschrägung am Ende des Curvenstückes 152 in eine Linie zu bringen. Dieses Curvenstück würde allein, ohne das Thor 1 54, hinreichen, die langen Sporne der Nadeln, die beim Stricken des Fersen- und Spitzentheiles der Arbeit aufser Wirkung treten sollen, zu heben; aber dieses Gleitstück ist entbehrlich, wenn das Thor 154 Anwendung findet.
Der Schlofscylinder wird in seinem Sitz auf der Grundplatte durch einen Ring 142, der mittelst Schrauben 143, Fig. 1 und 17, befestigt ist, festgehalten. An der Aufsenseite dieses Ringes und auf der Grundplatte ruhend befindet sich ein Ring E mit zwei Hebungen 144 und 145.
An Ansätzen der Grundplatte A sind, wie aus Fig.'ι ersichtlich, die auf die Riegel einwirkenden Hebel 146 und 147 drehbar angeordnet, welehe durch Federn g, Fig. 3 a, gegen den Schlofscylinder gedrückt werden, sobald die Heblinge 144, 145 aufser Berührung mit ihnen treten.
Der Hebling 147 ist an seinem oberen Ende nach beiden Seiten hin- abgeschrägt (Fig. 2); diese beiden Abflachungen sind einander gleich, während der Hebling 146 mit verschiedenen Abschrägungen 148 und 149, Fig. 3, versehen ist, deren erstere dem Drehpunkt des Schlofscylinders näher liegt als die letztere 14g.
Der Ring E ist mit einem Griff versehen, mittelst dessen er in der einen wie in der anderen Richtung so weit gedreht \verden kann, dafs die Heblinge 144 und 145 auf die Hebel 146, 147 wirken und dieselben derart ausrücken, dafs ihre schrägen Kopfflächen aufser Bereich der aus den Riegeln vorstehenden Stifte treten oder im Bereich derselben bleiben; einer dieser Heblinge tritt in Wirkung während des Abnehmens und beide Heblinge treten in Wirkung während des Zunehmens der Strickarbeit.
Die punktirte Linie 75 in Fig. 17 giebt den Weg an, den die Haken der Nadeln während des Strickens beschreiben. Der geriffelte Knopf 155* dient dazu, das Thor 154 mit seiner Längsnuth zu drehen und seine offene Mündung in eine der durch Fig. 11 und 12 gezeigten Stellungen zu drehen.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende: Wenn schlauchförmige Arbeit, wie bei langen, von Frauen getragenen Strümpfen, gestrickt werden soll, so wird der Schlofscylinder, wie gewöhnlich, in kreisende Bewegung gesetzt; der Garnführer bringt den Faden den Nadeln zu und es wird runde Arbeit gestrickt.
Wenn jedoch Socken oder Männerstrümpfe gestrickt werden, wobei der Schaft oder das Beinstück an den auf einer anderen Maschine gestrickten Fufstheil angestrickt wird, erfafst der Arbeiter, bevor er das runde Beinstück zu stricken beginnt, den Hebel 169, macht ihn vom Stift 170 frei und hebt den Schlitten 164, so dafs das Verschlufsstück 166 in die durch Fig. 12 punktirt gezeigte Stellung bewegt wird, wobei es den Zwischenraum zwischen den beiden Curvenstücken 160 und 161 verschliefst; diese Schlittenbewegung hebt zugleich den Stempel 165 in die durch Fig. 12 punktirt angedeutete Lage, so dafs. er mit den Anschlagspornen der Nadeln nicht in Berührung kommt.
Nachdem dies geschehen, setzt der Arbeiter die Maschine in Drehung, was zur Folge hat,, dafs die Sporne aller Nadeln auf die Leiste 121 kommen und in derselben waagrechten Ebene dicht über der Leiste 121 stehen, so dafs die Haken aller Nadeln in gleicher, waagrechter Ebene liegen und die Maschen eines Arbeitsstückes, welches angestrickt werden soll, an diese Haken in bekannter Weise angehängt werden können. Wenn letzteres geschehen ist, drückt der Arbeiter den Schlitten 164 herab, so dafs das Verschlufsstück 166 zwischen den Curvenstücken 160, 161 fortbewegt und der Stempel in die in Fig. 12 vollgezeichnete Lage gebracht wird; sind dann die Nadeln mit Garn versehen, so wird die Maschine in kreisende Bewegung versetzt, die Nadeln werden herabgezogen, und an die Maschen des an die Nadelhaken angehängten Stückes werden neue Maschen angestrickt; diese Arbeit des Rundstrickens wird so lange fortgesetzt, bis das Beinstück der Arbeit die gewünschte Länge erreicht hat.
Während des Strickens runder Arbeit hat das Thor 154 die in Fig. 12 gezeigte Stellung, und die Heblinge 146 und 147 befinden sich in der durch Fig. 1 angegebenen Lage, wobei sie, entgegen dem Druck der Federn g, Fg. 3 a, durch die Heblinge 144, 145 zurückgehalten werden, derart, dafs ein Anschlagen der aus den Riegeln hervorstehenden Zapfen gegen die Curvenflächen der Hebel nicht stattfindet und diese Riegel, welche sich im Eingriff mit den Nadelhebern und -Senkern befinden, dieselben gesperrt und aufser Wirkung halten (Fig. 7), wobei diese Nadelheber und -Senker mit den Anschlagspornen der Nadeln nicht in Berührung treten. Wenn in Fig. 7 das Thor 154 in die Stellung, welche es in Fig. 12 einnimmt, hinaufgedreht wäre, so würde diese Fig. 7 die Stellung der Curven und Nadelheber und -Senker während des Strickens runder
Arbeit darstellen. Der Ring E mit den Heblingen 144 und 145 hat drei Einkerbungen 111 und f2; während des Strickens runder Arbeit greift eine Feder i3 am nicht drehbaren Theil der Grundplatte A in die Kerbe t.
Wenn das Beinstück des Strumpfes oder Sockens auf die gewünschte Länge gestrickt ist, so wird der Ring E in der Richtung des in Fig. ι gezeichneten Pfeiles gedreht, bis der Hebling 144 am Hebel 147 vorbeikommt, welcher dann unter Wirkung seiner Feder g gegen den Nadelcylinder in die Arbeitsstellung gedrückt wird; der Hebling 145 hält indessen den Hebel 146, der eine gleiche (jedoch in der Zeichnung nicht angegebene) Feder g besitzt, aus der Arbeitsstellung zurück.
Nachdem dies geschehen, wird das Thor 1 54, welches während des Rundstrickens hinaufgedreht war, in die durch Fig. 7 gezeigte Stellung gedreht und dem Schlofscylinder eine Drehung in der Richtung des Pfeiles (Fig. 7), wie beim Rundstricken, ertheilt, um die erste der hin- und hergehenden Schwingungen zum Stricken des erweiterten Theiles zu machen; die Schwingung des Cylinders geht weit genug, um durch Wirkung des Thores 154 auf die Nadelsporne alle Nadeln 120 mit langen Spornen (etwa die Hälfte der Gesammtzahl) in ihre unwirksame Stellung zu heben; diese Nadeln, welche beim Ab- und Zunehmen der Arbeit nicht mitwirken, bleiben während dieses Theiles der Arbeit, also beim Stricken der Strumpfferse und -Spitze in ihrer gehobenen und unwirksamen Stellung.
Der Schlofscylinder wird nun in gebräuchlicher Weise während des Strickens des verengerten Fersentheiles in hin- und hergehende Bewegung gesetzt. Während der ersten Schwingung, die, wie erwähnt, in der Drehungsrichtung, die beim Rundstricken innegehalten wurde, erfolgt, treffen die Stifte 141 und 140, der Riegel 13g und 138 nach einander gegen die obere Fläche 147 der die Riegel haltenden und auslösenden Hebel, und beide Riegel werden in dem Sinne bewegt, dafs sie die Nadelheber 129 und 128 freilassen, die nun aus der Stellung Fig. 7 in die Stellung Fig. 8 herabsinken. Der Nadelheber 128 befindet sich am Ende der ersten Schwingung dieser Hin- und Herbewegungen des Schlofscylinders dicht neben der letzten Nadel der mit kurzem Sporn versehenen Reihe. Wird nun der Schlofscylinder bei der nächsten Schwingung entgegengesetzt gedreht, wie durch Pfeil, Fig. 8, angedeutet, so trifft der Nadelheber 128 den Sporn der letzten Nadel der Reihe mit kurzem Sporn, und indem er gegen den Sporn dieser Nadel anschlägt, wird er um seinen Drehzapfen gedreht und gehoben, wobei er den Sporn der Nadel mitnimmt, die dann schliefslich vom Heber abgleitet und mit ihrem Sporn auf eine Lagerfläche auf der schiefen Führungsbahn des nächsten Curvenstückes 151 zu liegen kommt; dieses letztere hebt dann, bei weiterer Drehung des Cylinders in gleicher Richtung, den Nadelsporn höher hinauf und setzt ihn in derselben Höhe ab, auf der die mit langem Sporn versehenen Nadeln 120 ruhen, so dafs die erste Nadel der Reihe mit kurzem Sporn aufser Wirkung gesetzt wird. Während der Bewegung des Schlofscylinders in der Richtung des Pfeiles (Fig. 8) werden die kurzen Sporne der Nadeln, aufser der einen, die vom Nadelheber ι 28 hinauf befördert wurde, vom Nadelsenker angeschlagen und herabbewegt, so dafs sie von der Curve 160 erfafst und niedergezogen werden, um dann auf die Curve 162 zu gelangen, die sie wieder hebt. Der durch den Sporn der Nadel, wie beschrieben, emporgehobene Nadelheber 128 wird durch den Riegel 138 gefangen und emporgehalten, bis der Riegel ihn wieder auf die beschriebene Weise freizulassen gezwungen wird.
Bei Beendigung der zweiten Schwingung des Schlofscylinders nehmen die Theile die in Fig. 9 gezeigte Stellung ein; der Nadelheber 128 ist emporgehalten, der andere Hebel 129 dagegen in seiner tiefsten Stellung; beginnt nun die dritte Schwingung in der Richtung des Pfeiles (Fig. 9), so trifft der Nadelheber 129 die letzte Nadel der Reihe mit kurzem Sporn in seiner Bewegungsrichtung und wird, wie vorhin, mit Bezug auf den Heber 128 beschrieben, gehoben (Fig. 13), indem er zugleich die Nadel hebt und auf das FUhrungsstück 1 51 ablegt, von wo sie dann in dieselbe Höhe befördert wird, wo die Nadeln mit langem Sporn aufser Betrieb gehalten werden. Auf diese Weise geht es fort, bis durch die wiederholten wechselseitigen Schwingungen des Schlofscylinders alle Nadeln aufser Betrieb gehoben sind, bis auf diejenigen, welche die engste Stelle des Fersenstückes stricken sollen. Bei der abnehmenden Strickarbeit werden beide Riegel bei jeder Schwingung des Schlofscylinders in der Richtung des Rundstrickens je einmal ausgelöst. Bei Beendigung der dritten Schwingung, bei abnehmender Strickarbeit, befinden sich die Theile in derselben Stellung, wie bei Beendigung der ersten Schwingung (Fig. 8). Wenn die letzte abnehmende Maschenreihe fertig gestrickt ist, wird der Ring E wieder in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1) gedreht, bis der Hebling 145 am Hebel 146 vorbeigeht, um denselben in die Arbeitsstellung behufs Strickens zunehmender oder erweiterter Arbeit zu bringen.
Nachdem dieser Hebel 146 in die Stellung gebracht ist, wo er in Wirkung tritt, schlägt bei der ersten Schwingung des Schlofscylinders der längere Stift 134 des Riegels 132 gegen die schräge Fläche 148 des Hebels 146, wo-
durch der Riegel gezwungen wird, den Nadelsenker 125 freizulassen, dessen inneres Ende nun in die Angriffsstellung gelangt, während beide Nadelheber sich ebenfalls in ihrer Angriffsstellung befinden (Fig. 10).
Wenn der Nadelsenker 125 in seine Angriffsstellung gelangt, geht er hinauf, gerade wenn der Nadelheber über die Sporne der kurzspornigen Nadeln, welche beim Stricken der engsten Maschenreihe in Thätigkeit sind, hinweggeht, so dafs bei der in der Richtung des Pfeiles (Fig. 10) fortgesetzten Bewegung des Schlofscylinders das in Wirkung tretende Ende des Nadelsenkers über die Nadelsporne der beiden ersten Nadeln der kurzspornigen Reihe, welche beide Nadeln vorher gehoben worden waren, greift; die Sporne wirken ihrerseits auf den Nadelsenker in der Weise, dafs er um seinen Drehzapfen abwärts schwingt; die Sporne der Nadeln, welche nicht vom Nadelsenker berührt werden, gehen über denselben hinweg, während die Sporne der Nadeln, die von ihm erfafst werden, auf die Curvenfläche 152 abgelegt und von dieser auf die Leiste 121 herabgeführt werden, wo sie in bekannter Weise zur Vollbringung der Strickarbeit bethätigt werden.
Bei Beendigung der Schwingung des Cylinders in der Richtung des Pfeiles (Fig. 9) erhalten die Theile auf der Innenseite des Schlofscylinders die durch Fig. 9 gezeigte Stellung.
Während des ersten Theiles der zweiten Schwingung bei zunehmender Strickarbeit trifft der Vorsprung 135 des Riegels 133 gegen die schräge Fläche 149 des Hebels 146, welcher den Riegel derart verschiebt, dafs er den Nadelsenker 126 auslöst; bei der Weiterbewegung des Schlofscylinders in der Richtung des Pfeiles (Fig. 11) kommt nun der Nadelsenker, wie mit Bezug auf den anderen Nadelsenker 126 beschrieben, gegen die Sporne der beiden vorher gehobenen und aufser Thätigkeit gesetzten kurzspornigen Nadeln 119 und zieht auch diese wieder in die Arbeitsstellung nieder.
Auf diese Weise 'werden bei jeder Cylinderschwingung durch die Nadelsenker je zwei kurzspornige Nadeln, die in der Bewegungsrichtung befindlich, herabgezogen, und während des Zunehmens der Arbeit fahren die Heblinge des Ringes E fort, die Nadelsenker zu bethätigen, wie sie vorher bei abnehmender Arbeit die Nadelheber bethätigt hatten, bis der erweiterte Theil des Fersenstückes vollendet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Rundstrickmaschine, bei welcher:
    a) die Nadeln dadurch unter den Einflufs der Schlofsdreiecke (160, 161) gebracht oder wirkungslos an letzteren vorbeigeführt werden, dafs bei der tiefsten Lage eines zwischen den Schlofsdreiecken senkrecht beweglichen Schlittens (164) ein an letzterem befindlicher Führungsblock (165) die Nadeln der Reihe nach erfafst und in den Zwischenraum zwischen den Schlofsdreiecken hineinlenkt, oder dafs bei der höchsten Lage des Schlittens ein an diesem angeordneter Verschlufsblock (166) den Zwischenraum abschliefst und die Nadeln darüber
    gehen läfst;
    b) das Ein- und Ausschalten einzelner Nadeln an den Enden der Reihe dadurch erfolgt, dafs die Anschläge der Nadeln mit den
    . durch geneigte Führungsschlitze in den Schlofscylinder hineinragenden Enden von Hebern (128, 129) bezw. Senkern (125, 126) einzeln in Eingriff gelangen und diese beim Weiterschwingen des Schlofscylinders dadurch in den geneigten Führungsschlitzen nach oben bezw. nach unten vorschieben, wobei die Anschläge der Nadeln ihrerseits von den Hebern und Senkern mitgenommen und, am Ende der Auf- bezw. Abwärtsbewegung angelangt, wieder freigegeben werden.
    hinweg-
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64637D Rundstrickmaschine Expired - Lifetime DE64637C (de)

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