DE744028C - Desinfektions- und Konservierungsmittel - Google Patents

Desinfektions- und Konservierungsmittel

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DE744028C
DE744028C DEI66753D DEI0066753D DE744028C DE 744028 C DE744028 C DE 744028C DE I66753 D DEI66753 D DE I66753D DE I0066753 D DEI0066753 D DE I0066753D DE 744028 C DE744028 C DE 744028C
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DE
Germany
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quaternary
compounds
disinfectants
preservatives
ring
Prior art date
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Expired
Application number
DEI66753D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Kuhn
Dr Dietrich Jerchel
Dr Otto Westphal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
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Description

  • Desinfektions- und Konservierungsmittel Ouaternäre, einenhöheren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest enthaltende Ammoniumverbindungen sind durch ihre bakteriziden Eigenschaften bekannt, im besonderen auch solche, die sich von aromatischen Aminen ableiten und in denen der höhere aliphatische Kohlenwasserstoffrest entweder an das quaternäre Stickstoffatom oder über die Sulfongruppe oder, Carbonylgruppe an den aromatischen Kern gebunden ist. Auch quaternäre Basen, die im Kern eine Alkoxygruppe enthalten, deren quaternäre Gruppe aber nicht unmittelbar am Kern sitzt, sind als Antiseptika bekanntgeworden.
  • Es wurde nun gefunden, daß quaternäre aromatische Stickstoffverbindungen, die mindestens einen über Sauerstoff am Ring gebundenen aliphatischen Rest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen und mindestens eine gegebenenfalls substituierte unmittelbar am Ring gebundene Ammoniumgruppe tragen, wertvolle Desinfektions- und Konservierungsmittel sind. Diese Verbindungen lassen sich nach an sich üblichen Arbeitsweisen, vorzugsweise durch Einwirken von Alkyl- oder Aralkylhalogeniden oder -schwefelsäureestern auf aromatische Verbindungen, die mindestens einen über Sauerstoff am Ring gebundenen aliphatischen Rest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen und mindestens eine, gegebenenfalls substituierte, unmittelbar am Ring gebundene Aminogruppe besitzen, herstellen. In Abänderung dieses Verfahrens kann mari auch in, der Weise zu diesen Verbindungen gelangen, daß man in die freie Hydroxylgruppe solcher aromatischen Verbindungen, die mindestens eine am Ring gebundene quaternäre Ammoniumgruppe enthalten, einen aliphatischen Rest mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen einführt. Man kann auch in Verbindungen, die neben mindestens einer freien Hydroxylgruppe mindestens eine ringgebundene, gegebenenfalls substituierte Aminogruppe, enthalten, mittels einer einen reaktionsfähigen Substituenten tragenden aliphatischen Vierbindung mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen gleichzeitig die Hydroxylgruppe veräthern und die quaternäre Aminoniumgruppe erzeugen.
  • Als Allsvl_reste mit mindestens 6 Kohlenstoffatoinen kommen die üblichen Reste, wie z. B. der Hexyl-, Heptyl-, Octyl-, Isooktyl-, Dodecyl-, Myristyl- und Cetylrest in Frage. Die Reste können auch durch Heteroatoine, wie z. B. Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen sein. An Stelle der einheitlichen Verbindungen mit einem bestimmten höheren aliphatischen Rest kann man auch Gemische anwenden, wie sie bei der Herstellung der quaternären Verbindungen, ausgehend von den aus natürlichen Ölen und Fetten erhältlichen Gemischen höherer aliphatischer Verbindungen, anfallen. Solche Gemische bestehen vorzugsweise aus Verbindungen mit einer Kohlenstoffzahl von 8 bis i8 Kohlenstoff atomen.
  • Die quaternäre Ammoniu.mgruppe kann durch die verschiedenartigsten einwertigen Reste, wie z. B. gesättigte und ungesättigte Alkylreste, substituierte Alkylreste, Aralkylreste, halogenierte Aralkylreste, substituiert sein. Das Anion am quaternären Stickstoffatom kann durch die verschiedenen Reste organischer oder anorganischer Säuren dargestellt -"-"erden, wie z. B. die Reste der Halogenwasserstoffsäuren und Alkylätherschwefelsäuren, Alkyl- und Arylsulfonsäuren.
  • Die Ammoniumverbindungen der gekennzeichneten Art sind farblose, in der Regel auch gut kristallisierbare und geschmacklose Verbindungen, die sich in Wasser sehr leicht lösen und Lösungen ergeben, die schäumende und netzende Eigenschaften aufweisen. Sie sind z. B. geeignet zur Desinfektion von Gebrauchsgegenständen, wie Eß-, Trink- und Vorratsgefäßen und ärztlichen Instrumenten, Verbandstoffen sowie auch von Wäsche, ferner als Zusatz zu Mundwässern, Zahnpasten und zur Händedesinfektion. Auch für die Grobdesinfektion von Fußböden und Wänden sind die Verbindungen brauchbar. Besonders sei darauf hingewiesen, daß man mit Hilfe solcher Verbindungen auch z. B. Obst, Gemüse, Futtermittel usw. konservieren kann.
  • Die nach der Erfindung zu verwendenden Verbindungen zeigen gleich gute Desinfektionswirkung wie die quaternären Basen, die im Kern eine Alkoxygruppe enthalten, deren quaternäre Gruppe aber nicht unmittelbar am Kern sitzt. Das Verfahren zur Herstellung letzterer Verbindungen, bei dein tnan in der I'rasis Diallz_vlaminoäthvlchloride mit Allccxvphenaten umsetzt und dann quaternär macht, ist verhältnismäßig umständlich, w.ihrend man zur Herstellung der neuen Verbindungen von den technisch gut zugänglichen All;o-,ysubstituierten aromatischen Aminen iiusgehen kann. Den quaternären aromatischen Basen ohne Alkoxygruppe mit einem höheren aliphatischen Rest am Stickstoffatom gegenüber zeigen die neuen Desinfektionsmittel eine erheblich bessere keimtötende lung. Beispiele Zu Desinfektionszwecken kann man eine wäßrige Lösung folgender Verbindungen verwenden i. Trimethyl - o - dodecyloxyphenylammoniummethosulfat.
  • Abtötungswerte: Coli 1 : 5 000 -1 : 25 000, Mittel 1 : 1.1000, Staphylococcen i : 2 50o - i : io ooo, Mittel 1 : 6 25o. Herstellung: 6- o-Dimethylaminophenoldodecyläther werden mit 2,6 g frisch destilliertem Dimethylsulfat und etwa q. ccm Benzol im Ölbad unter Rückfluß auf i20° erhitzt. Nach il/, bis 2 Stunden wird im Vakuum eingedampft, wobei 7 g eines braunen Syrups zurückbleiben. Man löst diesen in etwa 2o ccm Methanol, schüttelt mit etwas Bariumcarbonat durch, filtriert und versetzt in der Siedehitze mit etwas Tierkohle. Das Filtrat wird verdampft und der Rückstand in heißem Essigester, etwa 2o ccm, aufgenommen, aus dem sich beim Erkalten das Methosulfat in schönen sternförmig angeordneten Nädelchen abscheidet.
  • Eigenschaften: Die Substanz ist sehr leicht löslich in Wasser, gut löslich in Methanol, Alkohol und Äther. Sie ist geschmack- und geruchlos.
  • 2. Methyl-p-dodecyloxyphenylammoniummethosulfat.
  • Abtötungswerte: Coli 1 :1000-1 : 5000, Mittel 1 :3200, Staphylococcen 1 :2500-i : 10000, Mittel 1 :7000. Herstellung: 15,7 g p-Aminophenoldodecvlätherclilorh3,drat werden mit :2n-Natronlauge übergossen und das Atnin in Äther aufgenommen. Nach dem Trocknen und V erdampfen wird der kristallisierte Rückstand mit 2o g Dimethylsulfat im Ölbad 2 Stunden auf i2o° erhitzt. Anschließend wird im Vakuum von überschüssigem Dimethylsulfat befreit, in etwa ioo cem Methanol gelöst, mit Bariumcarbonat entsäuert, mit Tierkohle geklärt und zur Trockne gebracht. Es werden 1.2,4 g quartäres Salz erhalten, das nach dem Umkristallisieren aus wenig Essigester farblose, Kristalle vom Schmelzpunkt 118 bis i2o° darstellt.
  • Eigenschaften: Die Substanz ist leicht löslich in Wasser und gut löslich in Methanol und Äthanol. Sie ist äeschmack- und geruchlos.
  • 3. Trimethyl - m - :dodecyloxyphenylammoniummethosulfat.
  • Abtötungswerte: DieWirksamkeitder Substanz gegen Colibakterien und Staphylococcen liegt zwischen den für die Substanzen nach Beispiel i und 2 angegebenen Werten.
  • Herstellung: I o, 2 g m-Dimethylaminophenoldodecyläther werden mit 5 ccm Benzol übergossen und mit 4,5 g Dimethylsulfat i bis 2 Stunden im Ölbad auf i2o° erhitzt. Nach der üblichen Reinigung erhält man 11,9 g quartäres Salz, das aus Essigester in -sternförmig angeordneten farblosen Nädelchen kristallisiert. Schmelzpunkt 82 bis 83°.
  • Eigenschaften: Die Substanz ist leicht löslich in Wasser und gut löslich in Methanol und Äthanol. Sie ist geschmack- .und geruchlos.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von quaternären aronatischen Stickstoffverbindungen, die mindestens -einen über Sauerstoff am Ring gebundenen aliphatischen Rest mit mindestens 6 Koh.lensto:ffatomen und mindestens eine gegebenenfalls substituierte unmittelbar am Ring gebundene Ammo:-niumgruppe tragen, als Desinfektions-und Konservierungsmittel. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift .... Nr. 627 880; schweizerische Zoo 669; USA.- 2097640; Chemiker-Zeitung 1938S.403.
DEI66753D 1940-03-24 1940-03-24 Desinfektions- und Konservierungsmittel Expired DE744028C (de)

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DE (1) DE744028C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1158495B (de) * 1951-07-25 1963-12-05 Farmaceutici Italia Verfahren zur Herstellung kationaktiver, oberflaechenaktiver Stoffe

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE627880C (de) * 1933-03-04 1936-03-28 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Gewinnung quaternaerer Stickstoffverbindungen
US2097640A (en) * 1933-03-27 1937-11-02 Ici Ltd Quaternary ammonium compounds
CH200669A (de) * 1937-08-20 1938-10-31 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung einer quaternären Stickstoffverbindung.

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