DE629952C - Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsaeureestern

Info

Publication number
DE629952C
DE629952C DES114492D DES0114492D DE629952C DE 629952 C DE629952 C DE 629952C DE S114492 D DES114492 D DE S114492D DE S0114492 D DES0114492 D DE S0114492D DE 629952 C DE629952 C DE 629952C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bases
guaiacol
salts
phosphoric acid
acidic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES114492D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
Original Assignee
SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S filed Critical SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
Application granted granted Critical
Publication of DE629952C publication Critical patent/DE629952C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/12Esters of phosphoric acids with hydroxyaryl compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsäureestern Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Guajacolverhindungen aus mit Guajacol veresterten mehrbasischen Phosphorsäuren -oder deren Derivaten (z. B. Säurechloriden, -amiden, gemischten Estern), in denen die Stelle eines oder mehrerer der sauren Wasserstoffatome durch organische Basen ersetzt und derart salzartige Verbindungen von mit zumindest einem Guajacolmolekül verersterten Phosphorsäuren hergestellt werden. Verbindungen, in denen die basische Komponente von anorganischen Basen, wie z. B. Alkalien, gebildet wird, sind bekannt.
  • Zur Herstellung der neuen Verbindungen werden die organischen Basen in üblicher Weise entweder als freie Basen oder durch doppelte Umsetzung ihrer Salze oder anderer, die basische Komponente liefernden Verbindungen oder Gemischen auf die Säurekomponente zur Einwirkung gebracht.
  • Als basische Komponente haben sich z. B. aliphatische Basen und unter diesen Oxylalkylamine bzw. zwei- oder mehrbasische aliphatische Amine, ferner Purinderivate und heterocyclische Basen als sehr geeignet erwiesen. Unter diesen Substanzen haben in vielen Fällen jene besondere Bedeutung, die an sich pharmakologisch brauchbare Eigenschaften aufweisen oder auch den verfahrensgemäß erhaltenen Produkten andere vorteilhafte Eigenschaften, z. B. gute Löslichkeit, Resorbierbarkeit usw., verleihen. Durch Einwirkung eines Überschusses bzw. einer mehrfach molaren Menge an basischer Komponente auf die Säurekomponente können auch in vielen Fällen Molekülverbindungen der neuen- Salze mit freier Base entstehen. Desgleichen lagern sich an die Aminsalze auch andere Verbindungen, z. B. andere Salze, als Molekülverbindungen an. Diese Molekülverbindungen zeigen ähnliche pharmakologische Eigenschaften wie die vorerwähnten Verbindungen. Als Säurekomponente werden zweckmäßig die Mono- oder Diguajacolphosphorsäure (HSCO. C6H4# O) PO (0H)2 bzw. (HSC0 # C6H4# 0)2P0 # OH oder deren Derivate oder Gemische verwendet.
  • Es hat sich gezeigt, daß solche Verfahrensprodukte, deren basische Komponente an sich unerwünschte Eigenschaften, z. B. bitteren Geschmack, aufweist, diese Eigenschaften nicht mehr oder nur noch in bedeutend geschwächtem Maße besitzen. Z. B. haben die Clüninsalze der sauren Guajacolphosphorsäureester trotz ausreichender Löslichkeit fast keinen bitteren Geschmack,. Die Aminsalze zeigen ferner.gegenüher* den bekannten Al-
    kalisalzen eine bessere Resorbierbarkeit und
    Verteilbarkeit im Organismus. Es gelingt d,,c
    art, nicht nur die erwünschten Eigenscha
    des Guajacols in verstärktem' Maße ausz=@
    nutzen, sondern auch Produkte herzustellen;;
    welche die physiologisch wertvollen Eigenschaften der basischen Komponenten. besitzen bzw. neue physiologische Wirkungen zeigen. Es hat sich herausgestellt, daß bei Anwendung (z. B. Einnehmen per os) der kminsalze die Guajacolkomponente oder deren Verbindungen in höherem Ausmaß wirksam sind und eine therapeutische Wirkung (z, B. bei tuberkulösen Erkrankungen) in wesentlich verstärktem Umfange auslösen. Gegenversuche mit bekannten Guajacölpräparaten zeigten, da.ß letztere bei analoger Anwendungsart erheblich schwächer wirken. Die wertvollen Eigenschaften des freien Guajacols selbst konnten bisher nicht ausreichend ausgenutzt werden, da es in größerer, für seine Wirksamkeit zweckmäßiger Konzentration angewändt, ätzend auf die Schleimhäute wirkt.
  • Beispiel i Man läßt je 1 Mol (153,q. g) Phosphoroxychlorid auf je 2 Mole (248,2g) Guajacol in der Kälte bei Anwesenheit von Pyridin und Benzol als Lösungsmittel aufeinander einwirken. Hierbei entsteht zuerst eine Pyridinverbindung des Guajacolphosphorsäureesters. Aus der anfangs klaren Reaktionslösung scheidet sich nach einiger Zeit Pyridinhydrochlorid aus, welches abfiltriert wird. Hierauf destilliert man das Benzol ab und versetzt das .zurückbleibende Säurechlorid mit alkoholischer Alkalilauge in molarer Menge (8o,2 g NaOH enthaltend). Nach Abfiltrieren des in Alkohol schwer löslichen Alkalichlorids -erhält man durch Einengen des Filtrates das Alkalisalz des Diguajacolphosphorsäuree'sters.
  • 3,.2 g dieses Produktes werden in etwa i5-0 ccm Wasser gelöst. Hierzu . fügt man eine Lösung von q. g Chininhydrochlorid, ebenfalls in etwa i5:0 ccm Wasser. Nach kurzer Zeit scheiden sich reichliche Mengen des Chininsalzes des Guajacolphosphorsäureesters ab, die abfiltriert und. mit wenig Wasser gewaschen eine weiße, pulverige Kristallmasse darstellen. Das Chininsalz ist in Wasser hinreichend löslich und zeigt nur schwachen Geschmack. Schmelzpunkt 181 bis 182° unkorrigiert.
  • ` Beispiele Mole Diguajacolphosphorsäureester (620,4 g) und i Mol Äthylendiamin (60, i g ) werden unter Zusatz eines geringen 'Überschusses .an Äthylendiamin (etwa 2 bis 3 %) vermischt und dann unter mäßiger Erwär-
    müng auf dem Wasserbade eingedampft. Der
    raigartige Rückstand kristallisiert nach
    @@'erer Kühlung mit Eis. Es scheidet sich
    a: gelbliche Kristallmasse ab, die zwischen
    a.trierpapier abgepreßt und aus wenig Al-
    kohol umkristallisiert wird. Man erhält so ein weißes, kristallines, leicht wasserlösliches Produkt. Die Methoxylbestimmung ergab:-0 C H3 gefunden: 17,9 %, O C H3 berechnet für Cso H38 O12 N2 P2 18,20/01 Schmelzpunkt: 1q.3° unkorrigiert. Beispiel. Je i Mol Diguajacolphosphorsäuxeester (3io,2g) und Triäthanolamin (1q.9,2 g) werden vermischt und in einer Schale auf-dem Wasserbade eingedampft. Das hierbei entstehende Reaktionsprodukt wird auf der Nutsche abgesaugt und hierauf zweimal aus Alkohol umkristallisiert. Die Verbindung ist eine farblose, 'gut kristallisierende, in Wasser leicht lösliche Masse von angenehmem Geschmack, die vom Organismus äußerst leicht resorbiert wird. Schmelzpunkt ioo° unkorrigiert.
  • Beispiel q.
  • 330g Diguajacolphosphorsäureesterchlorid werden mit einer Lösung von 30o g Triäthanolamin in 50o ccm Wasser vermischt. Alsbald tritt die Umsetzung ein und wird durch etwa einstündiges Erhitzen des Reaktionsgemisches :auf dem Wasserbade vervollständigt. Nach dem Abkühlen werden etwa 250o ccm Äthylalkohol zugefügt. Hierbei scheidet sich als. Nebenprodukt Triäthanolaminhydrochlorid aus, welches abfiltriert wird. Das Filtrat hinterläßt nach Abdampfen der alkoholischen Flüssigkeit einen Rückstand, der, nochmals aus Alkohol umkristallisiert, das Triäthanolaminsalz des Diguajacolphosphorsäureesters liefert.
  • Schmelzpunkt 99 bis ioo° unkorrigiert. Beispiel 5 3i,o.,g Diguajacolphasphorsäureester und 2i,2 g Coffein werden in siedendem Schwefelkohlenstoff aufgelöst und zur Trockene eingedampft. Es bleibt das Coffeinsalz des Diguajacolphosphorsäureesters als gelblichweiße hygroskopische-Ixistalline Substanz zurück. Die Verbindung-beginnt bei 87° sich zu zersetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen 'und sauren Guajacolphosphorsäureestern oder deren Derivaten (z. B, Säurechloriden, -amiden, gemischten Estern) durch unmittelbare Einwirkung der basischen auf die saure Komponente oder durch doppelte Umsetzung der entsprechenden Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man als Basen Amine, wie z. B. aliphatische Amine, Diamine, Oxyalkylamine (insbesondere Triäthanölaahin), heterocyclische Basen (vorzugsweise Chinin) oder Purinderivate, verwendet.
DES114492D 1933-06-28 1934-06-26 Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsaeureestern Expired DE629952C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT629952X 1933-06-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE629952C true DE629952C (de) 1936-05-15

Family

ID=3677794

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES114492D Expired DE629952C (de) 1933-06-28 1934-06-26 Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsaeureestern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE629952C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE629952C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen aus Basen und sauren Guajacolphosphorsaeureestern
DE681523C (de) Verfahren zur Herstellung quaternaerer Ammoniumverbindungen
DE927269C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Derivate des 2-Mercapto-naphthimidazols
DE1963318A1 (de) Silybinhalbester der Bernsteinsaeure und der Phthalsaeure,ihre Salze mit pharmakologisch vertraglichen Basen,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Herstellung von Arzneipraeparaten
DE617647C (de) Verfahren zur Darstellung von sekundaeren und tertiaeren Aminen der fettaromatischen Reihe
AT152300B (de) Verfahren zur Herstellung von Guajacolverbindungen.
DE749305C (de) Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Tetrahydrochinolinbasen
DE710225C (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen von Dioxydialkylstilbenen
DE537450C (de) Verfahren zur Darstellung wasserloeslicher Salze von Aminoessigsaeurebenzylestern
DE411956C (de) Verfahren zur Gewinnung loeslicher saurer Calcium- oder Calcium-Magnesiumsalze der Inositphosphorsaeure
AT147483B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen des N-Methyltetrahydronicotinsäuremethylesters.
DE116806C (de)
DE1298981B (de) D-threo-1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE744028C (de) Desinfektions- und Konservierungsmittel
DE879840C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Aminopropandiolen
DE515092C (de) Verfahren zur Darstellung von Salzen des Cholins
DE414190C (de) Verfahren zur Darstellung von Zitronensaeuretribenzylester
CH625503A5 (en) Process for preparing rapidly assimilable and readily soluble calcium and magnesium double salts of organic acids
AT403160B (de) Verfahren zur herstellung von pyridoxin 5-oxo-2-pyrrolidoncarboxylat
DE671280C (de) Verfahren zur Herstellung geschmacksschwacher bzw. -freier Chininverbindungen
DE414854C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Wismutverbindungen
DE532535C (de) Verfahren zur Darstellung von Lobelia-Alkaloiden
AT166929B (de) Verfahren zur Reinigung von Penicillinsalzen
AT113002B (de) Verfahren zur Darstellung von monoborsaurem Cholin.
DE590582C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Abkoemmlinge von Aminoarylarsenoarsen-, Aminoarylarsenoantimon- und Aminoarylarsenwismutverbindungen