DE741358C - Verfahren zur Herstellung von o, o'-Dioxyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von o, o'-Dioxyazofarbstoffen

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Publication number
DE741358C
DE741358C DES143870D DES0143870D DE741358C DE 741358 C DE741358 C DE 741358C DE S143870 D DES143870 D DE S143870D DE S0143870 D DES0143870 D DE S0143870D DE 741358 C DE741358 C DE 741358C
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DE
Germany
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dyes
halogen
dioxyazo
preparation
hydrogen
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Expired
Application number
DES143870D
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English (en)
Inventor
Dr Oscar Knecht
Dr Otto Senn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von o, o'-Dioxyazofarbstoffen Es wurde gefunden, daß wertvolle o, o =Dioxyazofarbstoffe entstehen, wenn man diazötierte i-Oxy-a-aminobenzolsulfonsäuren von der allgemeinen Formel worin ein Y eine Sulfonsäuregruppe und das andere a Y Wasserstoff, Halogen oder eine Nitrogruppe, X Halogen, eine Nitro-, Alkyl-, Alkoxy-, Acylamino-, Alkylsulfon-, Arylsulfon- oder eine -Sulfonsäureamidgruppe und Z Wasserstoff und Halogen bedeuten, in konzentriert ätzalkalischem Mittel mit i-Oxynaphthalin kuppelt. Die so erhaltenen Farbstoffe können gegebenenfalls auf übliche Weise in ihre Metallkomplexverbindungen übergeführt werden. Bei dieser Arbeitsweise tritt die o-Oxydiazoverbindung vorwiegend in Orthostellung zur Hydroxylgruppe ein, während sonst der Eintritt vorwiegend in Parastellung erfolgt.
  • Dementsprechend färben die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Farbstoffe Wolle nach dem Einbadchrom- und nach dem Nachchromierungsverfähren in violetten, blauen und schwarzen Tönen, während die entsprechenden Parakupplungsverbindungen nur wertlose Brauntöne liefern.
  • Der Befund, daß es gelingt, die Kupplung so zu leiten, daß sie in technisch brauchbarer Ausbeute in Orthostellung erfolgt, ist unerwartet. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen und Veröffentlichungen muß man annehmen, daß sämtliche Diazoverbindungen mit Ausnahme der 1,:2- und a, i-Diazooxynaphthalinsulfonsäuren und ihrer Nitrierungs-, Halogenierurigs- und Sulfonierungsverbindungen zur Hauptsache in P,arastellung zur Hydroxylgruppe eintreten und jeweils nur ein geringer Hundertsatz an Orthoverbindung entstellen würde. (SielieFierZ-Davld, »Künstliche organische Farbstoffe«, 1926, Seite ioi, sowie Helvetica Chimica Acta r921, Seite 380.) Die neuen Farbstoffe unterscheiden sieh von den entsprechenden bekannten Farbstoffen aus 2-Oxynaplitlialin durch ihren grünstickigeren und lebhafteren Farbton durch ihre bessere Löslichkeit und geringere Kalkempfindlichkeit.
  • Gegenüber bekannten Farbstoffen aus o-Oxydiazonaphtlialinsulfonsäuren oder ihren Abkömmlingen und i-Oxynaphthalin zeichnen sieh die neuen Farbstoffe durch bessere Lichtechtheit und vor allein durch ihre vorzügliche Eignung für das Einbadchromverfahren aus.
  • Ferner ist bekannt, o-Oxydiazov erbindungen der Benzolreilie zur Kupplung in 2-Stellung eines i-Oxynaphthalins dadurch zu zwingen, daß man an Stelle des unsubstituierten i-Oxynaphthalins dessen Abkömmlinge verwendet, in denen die 5-Stellung durch ein Halogenatom besetzt und eine Kupplung in 4-Stellung demnach unmöglich ist. Demgegenüber bedeutet die Verwendung des urisubstituierten gewöhnlichen i-Oxynaphthalins eine bedeutende Vereinfachung und Verbilligung.
  • Die neuen Farbstoffe lassen sich in der üblichen Weise dureli Behandlung mit Schwermetallsalzen in lösliche, komplexe Metallverbindungen überführen. Beispiel 1 4.0,6 kg 4-Methyl-L-ainino- i-oxybenzol-5-sulfonsäure werden in üblicher Weise derart dianotiert, daß zum Schluß nicht mehr als 150 1 Flüssigkeit vorhanden sind. Die Diazotierungsmasse trägt man bei o° in eine Aufschlämmung von i-Oxynaphthalinnatrium in konzentrierter Natronlauge ein, welche sich dadurch herstellen läßt, daß die Lösung von 29 kg i-Otynaphthalin in 2o 1 Wasser und 30 kg 30 o!oiger Natronlauge in eine auf o° gekühlte Lösung von 170 kg Ätznatron in 280 1 Wasser eingerührt wird. Die Masse beginnt sich sofort dunkel zu färben, wobei der entstehende Farbstoff in der Natronlauge gelöst bleibt. Nach beendigter Kupplung verdünnt man mit 5oo 1 Wasser, neutralisiert das überschüssige Alkali mit Salzsäure bis zur Abscheidung des Farbstoffes, filtriert und reinigt, wenn nötig, durch Umlösung. Der getrocknete und-gepulverte Farbstoff löst sich in Wasser mit violetter in konzentrierter Schwefelsäure mit weinroter Farbe. Er färbt Wolle im sauren Bade blaustichig rot und gibt beim Nachchrornieren ein rotstickiges Marineblau von guten Eigenschaften. Beispiel Die abgetrennte Diazoverbindung entsprechend 4.1,71L- 4.-Chlor-2-amino-i-oxvbenzol-6-sulfonsäure wird bei o'=' eingetragen in eine Emulsion von 29 kg fein gepulvertem i-Oxynaphthalin in 5ookg 3oo/oiger Natronlauge. Die Masse färbt sich allmählich dunkelrot und wird nach Maßgabe der Farbstoffbildung dick und schwerer rührbar. Man rührt über Nacht und arbeitet den Farbstoff in der im Beispiel i angegebenen Weise auf. Er bildet ein bronzierendes Pulver und löst sich in Wasser mit blauvioletter, in Schwefelsäure mit weinroter Farbe. Er färbt Wolle nach dem 'Nachchromierungs- oder Einbadeliromverfahren in vollem marineblauem Farbton von vorzüglichen Echtheiten.
  • Auf ähnliche Art können beispielsweise die-Farbstoffe aus folgenden a-Ainino-i-oxybenzolsulfonsäuren und i-Oxynaplitlialin hergestellt werden:
    Nachchromierte Färbung
    auf Wolle
    4-Clilor-2-amino-i-oxybenzol-5-sulfonsäure marineblau
    4-i#lethyl-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure rotstickig marineblau
    3, 4-Dichlor-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure violett
    4-N itro-2-amino-i-ox ybenzol-6-sulfonsäure schwarz-olive
    4-Chlor-5-nitro-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure grünstickig blau
    4Acetylamino-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure marineblau
    4-Benzoylamino-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure grünlich marineblau
    4-Brom-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure marineblau
    Beispiel 3 5s,5 kg- 3, 4, 6-Trichlor-2-amino-i-oxybenzol-5-sulfonsäure werden so konzentriert wie möglich dianotiert. Die zum größten Teil in Form gelber Nadeln abgeschiedene Diazoverbindung wird bei o° eingetragen in eine nach den Angaben von Beispiel i hergestellte Aufschlämmung von i-Oxynaplithalinnatriuin in konzentrierter Natronlauge. Es bildet sich rasch eine rote Lösung. Nach Beendigung der Kupplung wird der Farbstoff durch Neutralisieren mit konzentrierter Salzsäure gefällt und nötigenfalls durch Umlösen aus Wasser gereinigt. Der getrocknete und gemahlene Farbstoff bildet ein dunkles Pulver. Er löst sich in Wasser mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe und färbt Wolle nach dem Nachchromierungs-oder Einbadchromverfahren schön marineblau mit vorzüglichen Eigenschaften. Beispiel q. 4o kg des nach Beispiele hergestellten Farbstoffes werden mit 5001 Wasser unter Zusatz einer 12 kg Chromoxyd entsprechenden Chromformiatmenge 12 Stunden am Rüclaußkühler gekocht. Aus der hierbei entstehenden blauen Lösung wird die Chromverbindung mittels Kochsalzzugabe gefällt und in der üblichen Weise aufgearbeitet. Der fertige Farbstoff bildet ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit violettbrauner Farbe löst. Wolle wird aus saurem Bade in gleichmäßigen, rotstichig blauen Tönen gefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von o, o'-Dioxyazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diazotierte 1-Oxy-2-aminobenzolsulfonsäuren von der allgemeinen Formel worin ein Y eine Sulfonsäuregruppe und das andere Y Wasserstoff, Halogen oder eine Nitrogruppe, X Halogen,'eine Nitro-, Alkyl-, Alkoxy-, Acylamino-, Alkylsulfon-, Arylsulfon- und eine Sulfonsäureamidgruppe und Z Wasserstoff und Halogen bedeuten, in konzentriert ätzalkalischem Mittel mit 1-Oxynaphthalin kuppelt und die erhaltenen o, o =Dioxy azofarbstoffe gegebenenfalls in ihre komplexen Metallverbindungen überführt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift Nr. 307 164, K1. 22a, Gr. 2 ; französische Patentschrift N r. 836 461, 65o o86; amerikanische Patentschrift Nr. 1 626 169.
DES143870D 1940-02-22 1941-02-05 Verfahren zur Herstellung von o, o'-Dioxyazofarbstoffen Expired DE741358C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE307164C (de) *
US1626169A (en) * 1925-02-16 1927-04-26 Soc Of Chemical Ind Dyestuffs containing chromium and process of making same
FR650086A (fr) * 1927-08-05 1929-01-04 Cie Nat Matieres Colorantes Diazo-composé du 2 amino 5 chloro- 1 oxy -3 sulfo-benzène, matières colorantes azoïques en dérivant, ainsi que leurs composés métallifères et procédés pour leur préparation
FR836461A (fr) * 1937-04-15 1939-01-18 Ste Ind Chim Bale Colorants azoïques

Patent Citations (4)

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