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Geschoßzündung mit empfindlichem Aufschlagzünder Gegenstand der Erfindung
ist eine Geschoßzündung mit .empfindlichem Aufschlagzünder in der Spitze des widerstandsfähigen
Geschoßkopfes und einer Verzögerungseinrichtung vor der Schlagladung.
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Bei den bekannten Geschoßzündungen dieser Art besteht der Nachteil,
daß beim Auftreffen des Geschosses auf das Ziel der vordere Geschoßteil dermaßen
gestaucht wird, daß .es bis zur Explosion der Zündpille kommen kann. Bekanntlich
soll aber die Zündpille nur eine Stichflamme liefern und nicht ,explodieren,-damit
die Sprengung des Geschoßkörpers in der beabsichtigten -Weise erfolgt. Erfindungsgemäß
ist die Geschoßzündung derart ausgAbildet, daß hinter dem mit Schergewinde in die
Geschoßspitze eingeschraubten empfindlichen Aufschlagzünder eine Bohrung zur Aufnahme
des zurückgeschlagenen Zünders- angeordnet ist, deren Tiefe so bemessen ist, daß
bci d-er größten Verformung der Geschoßspitze der Aufschlagzünder nicht bis auf
den Boden der Bohrung aufzusitzen kommt.
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Hierbei kann die Bohrung mittels eines Drosselkanals oder mehrerer
solcher mit einer Kammer verbunden sein, in welcher die Verzögerungsvorrichtung
sitzt, die hinterwärts der Sitzfläche des Geschoßkopfes liegt,
und
unmittelbar auf dem Gehäuse der Schlagladung aufsitzt, in deren vorderem Teil im
Verschlußstück die Sprengkapsel von einem Schraubring festgehalten ist.
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Bringt man den Erfindungsgedanken an der bekannten Hohlspitze :eines
Brennzünders oder eines ballistisch gleichwertigen Aufschlag' zünders zur Ausführung,
so wird f den Feuerkanal zweckmäßig das durch dHohlspitze führende Rohr benutzt.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar in den Abb. i bis .1 an einem Aufschlagzünder, in der Abb. 5 an einem mit
Tempierungsvorrichtung versehenen Zünder und in der Abb.6 wiederum an einem Aufschlagzün.
der, der der Ausführung nach Abb. 5 ballistisch gleichwertig ist., In den Abb. i
bis q. ist das Geschoß mit einem empfindlichen Aufschlagzünder i, einem regelbaren
Verzögerer 3, einer Schlagladung 29 und einer an gut geschützter Stelle des -widerstandsfähigen
Teiles ihres Gehäuses 5 gelagerten Sprengkapsel .l versehen. Der Geschoßkopf 2 sitzt
mit der Fläche 6 seiner Schulter auf der Stirnfläche des mit Gewinde 7 versehenen
Mundloches der Granathülse 8 auf.
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Der Geschoßkopf 2 trägt in seinem Vorderteil 16 einen empfindlichen
Aufschlagzünder, der in die erweiterte Bohrung 17 eingeschraubt ist. Der
Durchmesser dieser Bohrung ist durch den Gewindedurchmesser 18
des Zünders
bestimmt. Der aus einem widerstandsfähigen Material bestehende Geschoßkopf 2 läuft
vorn (16) in eine schmale Stirnfläche i9 aus, auf welcher mit der Schulter 2 i der
Kopf des Zünders i aufsitzt, der aus einem -weicheren Werkstoff als der Geschoßkopf
2 besteht. Dieser Umstand ist aus Gründen der Sicherheit von großer Bedeutung. Bei
einem nicht ;erwünschten Aufschlag des Geschosses mit der Spitze auf einen harten
Gegenstand (Stein, Beton, Metallplatten u. dgl.) wird nämlich die Schulter 2 i des
Zünders i abgeschert und der Zünder in die Bohrung 17 zurückgedrückt, -wie
aus Abb. 2 (vor der Verformung) und aus Abb. (nach der Verformung) hervorgeht. DieTiefe
a2 der Bohrung 17 ist so bemessen, daß auch bei den größten Verformungen
der Zünder t nicht bis auf den Boden 23 der Bohrung 17
aufzusitzen kommt.
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Die Fortsetzung der Bohrung 17 bildet der Drosselkanal 24,
-welcher die Zündflamme vom Zünder i zum Vergrößerer 3 leitet, wobei der Verzögerer
mit Vorteil auf dem bekannten Schwerkraftsystem in der Weise beruht, daß eine frei
fallende Masse durch die Wahl der Lage des zu ladenden Geschosses verlagert wird,
so dar hierdurch bestimmt werden kann, ob der Zünder mit oder ohne Verzögerung arbeitet.
Dabei bildet der Verzögerer 3 ebenfalls eine selbständige, in den hopf eingebaute
und durch den Werkstoff des Teiles 25 des Kopfes 2 geschützte Einheit.
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Hinter dem Verzögerer 3 schließt sich an "clen Geschoßkopf 2 das Gehäuse
5 mit d.@r Schlagladung .an, in deren widerstandsfähigem und geschütztem Teil die
Sprengkapsel .1 angeordnet ist, welche im Verschlußstück a8 (Abb. q.) von einem
Schraubring 27 festgehalten ist. Dieser Umstand ist el)enfalls wichtig, denn das
VeYSChlußstÜCk 28 leistet einen starken Widerstand beim Zerknall der in dem Gehäuse
5 gelagerten Schlagladung 29, und außerdem ermöglicht die dünne Wand 26 des Schraubringes
27 beim Aufschlag des Geschosses auf ein widerstandsfähiges Ziel infolge ihrer Verformung
eine kleine Verschiebung der Zündkapsel .l in der Flugrichtung des Geschosses und
dadurch auch eine Dämpfung des Vorgleitens der Schlagladung bzw. eine Herabsetzung
ihrer Beanspruchung, wodurch eine unerwünschte vorzeitige Wirkung verhindert wird.
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Bei dem Geschoß der Abb.5 sind am t'mfang des Kopfes 2 die Tempierungsringe
57 angeordnet, von welchen die Zündflamme zur Schlagladung entweder unmittelbar,
z. B. über den Raun 14I, oder besser über den Schwerkraftverzögerer 3 geführt wird.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß bei der Beschießung von -widerstandsfähigen
Zielen keine vorzeitige Zündung der Schlagladung infolge dar z. B. durch die Entzündung
des Schwarzpulvers der Tempierungsringe beim Aufschlag entstehenden Flamme erfolgen
kann.
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Der Kopf 2 ist mit einer Hohlspitze 38 mit öffnungen 42 für den inneren.
Auspuff der Tempierungsringgase versehen. Sonst ist auch hier der Aufschlagzünder
i in der Bohrung 17 angeordnet, wie bei den vorangehenden Beispielen. Das
Verbindungsrohr ,1o dient zur Übertragung der Zündflamme aus der Spritze 38 in den
Kopf 2 und durch den Kanal 2¢ zum Schwerkraftverzögerer 3.
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Das Geschoß 8 kann man auch mit einem Kopf mit einfachem Aufschlagzünder
für augenblickliche Wirkung und mit Verzögerung gegen -widerstandsfähige Ziele versehen,
-wie aus Abb. 6 hervorgeht. Diese Anordnung unterscheidet sich von jener nach _1#bb.
i bis 3. nur durch die Verwendung der Hohlspitze 38, welche das Gewicht des Kopfes
2 mit dem Zünder derart ausgleicht, daß diese Ausführung, was Gewicht, Form und
Massenverteilung anbelangt, der Ausführung nach Abb. 5 entspricht. Der Zünder ist
in diesem Falle mit den das Eindringen ins Ziel erleichternden Kegelflächen 45,
58 versehen.