DE737552C - Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen

Info

Publication number
DE737552C
DE737552C DEC50643D DEC0050643D DE737552C DE 737552 C DE737552 C DE 737552C DE C50643 D DEC50643 D DE C50643D DE C0050643 D DEC0050643 D DE C0050643D DE 737552 C DE737552 C DE 737552C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
protein
bleaching
products
acid
magnesium salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC50643D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruenau Illertissen GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Gruenau AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Gruenau AG filed Critical Chemische Fabrik Gruenau AG
Priority to DEC50643D priority Critical patent/DE737552C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE737552C publication Critical patent/DE737552C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/10Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen
    • D06L4/12Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen combined with specific additives

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbinduhgen Beim Bleichen von Faserstoffen der verschiedensten Art, insbesondere beim Bleichen von Baumwolle, ist es schon vorgeschlagen worden, solche Bleichbäder zu verwenden, die Eiw eißstoffe bzw. Ejweßsp.altprodukte oder Sübstitutionsprodukte von Eiweißstolen bzw. Eiweißspaltprodukten enthalten. Durch diese Zusatzstoffe wird eine faserschonende Wirkung erzielt, so daß die sonst beider Bleichuug auftretende Schwächung der Faserstoffe vermieden bzw. stark herabgesetzt wird.
  • Bei den meisten Bleichverfahren mit Perverbindungen- wird nur eint kleinex Teil des aktiven Sauerstoffes tatsächlich für die Blenchung ausgenutzt; der größte Teil des aktiven Sauerstoffes geht durch Selbstzersetzung d.^r Perverbinditxigen in den meist alkalischen Bleichbädern verloren. Es ist daher schon vorgeschlagen worden, den Bleichbädern Stabilisatoren für Perverbindu gen, wie Natriumsilica.t, Mabanesiumsalze, phosphorsaure Salze, Pyrophosphate und Meterphosphate, zuzusetzen. Ganz besonders bewährt haben sich von diesen Stabilisatoren Magnesiumsalze.
  • Erfindungsgemäß werden zum Bleichen von Faserstoffen Perotyd:biider verwendet, dealen fertiggebildete` Magncsiumsalne von Eiweißstoffen, Eiweißspaltprodukten oder Eiweißkoiidcnsationsproduktcii oder derben Magnfisiumsalzc und Eiweißsteife, Eiweißspaltprodukte oder Eiweißkondcnsationsprodukte zugesetzt sind. Gegebenenfalls köi19iie32 noch weitere.an sich bekannte Stabilisierungsmittel zugefügt werden. Dabei soll aber klargestellt sein, daß bei Verwendung von normal hartem Wasser, beispielsweise von einer Härte von 3 bis 4'D; H iai Form von Magnesiumsalzen, der angestrebte Zweck nicht erreicht wird, da die in dem harten Wasser enthaltenen Magnesiumsalze unzureichend sind, um die Eiweißstoffe, Eiweißspaltprodukte oder Eiweißkondensationsprodukte in ihre Magnesiumsalze überzuführen.
  • überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß die Mägnesiumsalze von Eiweißstoffen, Eiweißspaltprodukten oder Eäweißkondensationsprodukten den Bleichvorgang in eiivein solchen Maß günstig beeinflussen wie keine der früher vorgeschlagenen Zusatzstoffe. Erstaunlicherweise ist z. B. die stabilisierende Wirkung der Maggnessunisalze von Eiweißspaltprodukten auf Perverbindungcn erheblich größer als die von anorganischen Magziesiumsalzen. Außerdem besitzen die: Magiiesiumsalze der Eiweißstoffe, Eiweißspaltprodukte oderEiweißkondensationsprodukteaberflächrnaktive Eigenschaften, die den anorganischen M<ignesiumsalzen völlig fehlen. Diese oberflächenaktiven. Eigenschaften sind am stärksten ausgeprägt, wenn die Magnesitansalz@e solcher Produkte verwendet werden, die durch Konidcnszition von Eiweißstoffen oder Eitveißspaltproduktcli mit oberflächenaktiv-en Verbin.duiige:n hergestellt sind. Die obcrflächenaktiven Eigenschaften sind besonders ;ttisgeprägt bei den Eiweißstoffen oder Eiweißabbauprodukten, bei denen die Amino- oder Imino,-gruppen mit höheren Fett- oder Harzsäureresten substituiert sind. Ähnliche oberflä:chenaktive Eigenschaften besitzen Eiweißstoffe oder Eiweißabbauprodukte, :die mit Chlorkohlensäureestern h öhermolekular er aliphatischer, aromatischer oder fettaromatischer Oxyverbindungen umgesetzt sind. Schließlich besitzen noch die Umsetzungsprodukte von aromatischen oder fettaromatischen Halogenverbindungen, die ein bewegliches Halogenatom im Molekülenthalten, mit Eiweißstoffen oder Eiweißspaltprodukter_ ebenfalls vorzügliche oberflächenaktive Eigenschaften. Diese Eiweißspaltprodukte sind an sich bekannt -und ebenfalls auch ihre oberflächenaktiven Eigenschaften. Neu dagegen ist die Tatsache, daß die Magnesiumsalze dieser Verbindungen als Zusatzstoffe zu Perverbindungen enthaltende Bleichflotten besonders gute Eigenschaften entfalten.
  • Bei ebenfalls schon als Zusatzstoff zu Bleichflotten vorgeschlagenen Magnesiumsalzen von oberflächenaktiven Verbindungen, wie z. B. bei dem Magnesiumsalz des Oleylalkoholschwefelsäureesters, ergibt sich zwar eine günstige Bleichwirkung, gleichzeitig ist aber der Angriff auf die Faser ein :erheblich größerer als bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Magnesiumsalz:en von Eiweißstoffen, Eiweißspaltprodukten oder Eiweißkondensationsprodukten. Daß bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Zusatzstoffen in so vollkommenem Maße sämtliche Vorteile vAreint sind, die bei -den an sich bekannten Zusätzen von Eiweißstoffen oder Eiweißspaltprodukten einerseits und bei der ebenfalls bekannten Verwendung von Magnesiumsalzen als Stabilisator andererseits erzielt werden, war nicht vorauszusehen. lnsl)esondere ist es überraschend, daß in gleich günstigem Maße der Bleicheffekt einerseits und die Faserschonung andererseits b2einflußt wird.
  • Zu den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen können gegeöeneiiiz@llü:@@i -"-eitere an sich bekannte Stabilisierungsmittel, wie z. B. N'ittriumsilicat, phosphorsaure Salze, Pyrophosphat:e und Metaphosphate, zugefügt werden.
  • Zur näheren Veranschaulichung der F-rfindung diene folgendes Beispiel: Beispiel 140k,9 Baumwollnesselstoff werden auf dein Jigger mit 2001 Wasser bei einer Temperatur von. 50" vorbenetzt. Dem Wasser wird -o, i kg einr 30%igen Lösung von oleyllysalbämsaurem Natrium zugesetzt. Die eigentliche Bleiche erfolgt dann mit Zoo 1 einer Bleichlösung, die 0,3 kg oleyllysalbinsaures Magnesium und 1,4 Natriu@msuperaxyd enthält. Mit einer derartigen Bleichlösung erzielt man eine gleichmäßige Bleichurig und eine vorzügliche Ausnutzung des aktiven Sauerstoffes.
  • An -Stelle des o:leyllysalbinsauren Magnesiums kann auch, vor allem wenn es sich um einen leicht benetzbaren Baumwollstoff handelt, lysalbinsaures Magnesium t%erivendung finden. Das lysalbinsaure Magnesium wirkt noch stärker stabilisierend auf die zur Bleichurig benutzte Perverbindung als das oleyllysalbinsaure Magnesium; dafür besitzt es aber nur geringere Netzwirkung als das oleyllysalbinsaure Magnesium.
  • Dieselben Wirkungen wie das oleyllysalbinsaure Magnesium entfalten die. Magnesiumsalze der Benzyllysalbinsäure oder der Umsetzungsprodukte von dem Chlorkohlensäumeester des Getylalkohols mit Lysalbin- oder Protalbinsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mit Peroxydbädern in Gegenwart von Eiweißstoffen, Eiweißspaltprodukten oder Eiweißkondensationsprodukten, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bädern, denen fertiggebildete Magnesiumsalze von Eiweißstoffen, Eiweißspaltprodukten oder Eiweißkondensationsprodukten oder denen Magneslumsalze und Eiweißstoffe, Eiweißspaltprodukte oder Eiweißkondensaticnsproduk te zugesetzt sind.
DEC50643D 1935-06-22 1935-06-22 Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen Expired DE737552C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC50643D DE737552C (de) 1935-06-22 1935-06-22 Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC50643D DE737552C (de) 1935-06-22 1935-06-22 Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE737552C true DE737552C (de) 1943-07-17

Family

ID=7027219

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC50643D Expired DE737552C (de) 1935-06-22 1935-06-22 Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE737552C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918652C (de) * 1951-12-12 1954-09-30 Elektrochemische Fabrik Kempen Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Walk- und Emulgiermitteln
DE1011390B (de) * 1955-09-02 1957-07-04 Elektrochemische Fabrik Kempen Stabilisatoren fuer sauerstoffhaltige Bleichflotten
DE1020433B (de) * 1953-03-12 1957-12-05 Degussa Verfahren zur Behandlung von synthetischen Polyamidfasern mit peroxydhaltigen Bleich- oder Waschmitteln
DE969809C (de) * 1952-02-09 1958-07-17 Degussa Verfahren zur Regeneration von Altpapier
DE1085131B (de) * 1955-03-05 1960-07-14 Degussa Verfahren zur Behandlung von Polyamidfasern

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918652C (de) * 1951-12-12 1954-09-30 Elektrochemische Fabrik Kempen Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Walk- und Emulgiermitteln
DE969809C (de) * 1952-02-09 1958-07-17 Degussa Verfahren zur Regeneration von Altpapier
DE1020433B (de) * 1953-03-12 1957-12-05 Degussa Verfahren zur Behandlung von synthetischen Polyamidfasern mit peroxydhaltigen Bleich- oder Waschmitteln
DE976170C (de) * 1953-03-12 1963-04-11 Degussa Verfahren zur Behandlung von Polyamidfasern mit peroxydhaltigen Bleich- oder Waschmitteln
DE1085131B (de) * 1955-03-05 1960-07-14 Degussa Verfahren zur Behandlung von Polyamidfasern
DE1011390B (de) * 1955-09-02 1957-07-04 Elektrochemische Fabrik Kempen Stabilisatoren fuer sauerstoffhaltige Bleichflotten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1519484B2 (de) Stabilisatoren fuer loesungen von peroxyverbindungen
DE1202441B (de) Mittel zur Verminderung der Schaedigung von Haaren beim Bleichen und Faerben
DE2933969C2 (de) N-(Hydroxymethyl)-aminoalkan-diphosphonsäuren sowie diese Verbindungen enthaltende Stabilisatoren
DE737552C (de) Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Perverbindungen
DE1264687B (de) Mittel zur Verminderung der Schaedigung von Haaren beim Bleichen und Faerben
DE1083221B (de) Verfahren zum Bleichen von natuerlichen oder synthetischen Fasern und Textilien sowie Zellstoff und Holzschliff mit waessrigen peroxydhaltigen Behandlungsbaedern
EP0112801B1 (de) Magnesiumkomplexe oligomerer Phosphonsäureester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Stabilisatoren in alkalischen peroxidhaltigen Bleichflotten
DE646109C (de) Herstellung von Kryolith
EP0315848B1 (de) Verfahren zur Vorbehandlung von textilen Materialien
DE2517057A1 (de) Verbesserung der mechanischen und griffeigenschaften von leder und pelzfellen und daraus hergestellter bekleidung
DE1148552B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphon-saeuren mit mindestens 2 Phosphoratomen im Molekuel
DE2131017C3 (de) Äthylendiamin-mono-beta-propionsäuretri(methylenphosphonsäure)
DE1469471B2 (de) Verfahren zum Bleichen von Textilien oder Faden auf Cellulose basis
DE561305C (de) Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl., unter Verwendung von aktiven, Sauerstoff abgebenden Loesungen, insbesondere von Wasserstoffsuperoxydloesungen
AT246686B (de) Verfahren zum Behandeln von Textilien und Mittel zur Durchführung des Verfahrens
DE1949744C3 (de) Stabilisiermittel für alkalische Peroxidbäder
DE632570C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeuretriestern aliphatischer Alkohole
DE753848C (de) Stabilisieren alkalischer Peroxydbleichbaeder
DE723740C (de) Kalkseifendispergierungsmittel
AT270565B (de) Verfahren zum Bleichen von Textilien oder Fäden auf Cellulosebasis
AT280206B (de) Mittel zum Schutz von Polyamidfasern, -fäden oder -textilien gegen den Angriff von Bleich- und Waschbädern
DE377411C (de) Verfahren zur Herstellung von Monochloressigsaeure aus Trichloraethylen
DE676636C (de) Verfahren zum Entschlichten
DE1007745B (de) Verfahren zur Gewinnung bestaendiger Loesungen von chloriger Saeure
DE1045357B (de) Verfahren zur Wasserdampfbleichung von Baumwollstoffen