DE632570C - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeuretriestern aliphatischer Alkohole - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeuretriestern aliphatischer Alkohole

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DE632570C
DE632570C DEC49128D DEC0049128D DE632570C DE 632570 C DE632570 C DE 632570C DE C49128 D DEC49128 D DE C49128D DE C0049128 D DEC0049128 D DE C0049128D DE 632570 C DE632570 C DE 632570C
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Germany
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production
phosphoric acid
aliphatic alcohols
alcohol
phosphorus oxychloride
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DEC49128D
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Dr Martin Mugdan
Dr Johann Sixt
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Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
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Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/11Esters of phosphoric acids with hydroxyalkyl compounds without further substituents on alkyl

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuretriestern aliphatischer Alkohole Die älteren Verfahren zur Herstellung von Trialkylphosphaten aus Alkoholen und Phosphoroxychlorid ergeben wegen der besonders bei erhöhter Temperatur auftretenden schädlichen Wirkung des entstehenden Chlorwasserstoffs auf das Triphosphat infolge Bildung von sauren Estern und Chloralky 1 niedrige Ausbeuten. Bei einem neueren Verfahren wird die Mischung von Phosphoroxychlorid und Alkohol zunächst auf höhere Temperatur angewärmt und sodann entweder direkt durch Destillation aufgearbeitet, oder es wird der Chlorwasserstoff durch Alkalien in Gegenwart vor. Wasser entfernt, was aber im ersteren Falle wegen der auch hier auftretenden schädlichen Wirkung des Chlorwasserstoffs, im zweiten Fall auch wegen der bekannten Wasserempfindlichkeit der Trialkylester (vgl. Annalen der Chemie Bd. 91 [18541, S. 375 sowie Annalen der Chemie Bd. 137 [1866], S. 121) zu Ausbeuteverlusten führt und überdies den angewandten Alkohol mit Chlorwasserstoff bzw. mit Wasser verunreinigt, so daß zur Wiedergewinnung des Alkohols Reinigungsoperationen notwendig sind. Ein Verfahren vermeidet dies dadurch, daß die Einwirkung des Phosphoroxychlorids auf die Alkohole in Anwesenheit von organischen Aminen vorgenommen wird, welche den entstehenden Chlorwasserstoff alsbald binden.
  • Es wurde gefunden, daß nach dem nachfolgend beschriebenen Verfahren die Tria',kylphosphate auf einfachere und wirtschaftlichere Weise erhalten werden können.
  • Der Alkohol wird bdi mäßiger Temperatur, bei welcher die Chloralkylbildung noch nicht auftritt, mit Phosphoroxychlorid behandelt. Nach Beendigung dieser Reaktion wird mit der gleichen Vorsichtsmaßregel trockenes Ammoniak in der dem Phosphoroxychlorid äquivalenten Menge hinzugeleitet, wodurch der Chlorwasserstoff durch Bildung von sich ausscheidendem Ammoniumchlorid unschädlich gemacht wird. Das Ammoniumchlorid kann danach durch Filtration oder Zentrifugieren vom Ester abgetrennt werden, welcher vom überschüssigen Alkohol durch Fraktionierung befreit wird. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, daß an Stelle der organischen Basen das weit billigere Ammoniak zur Verwendung gelangt. Da Ammoniak selbst gleichfalls mit Phosphoroxychlorid reagiert, findet die Ammoniakbehandlung erst nach Beendigung der Reaktion des Phosphoroxychlorids mit dem -Alkohol statt, während das ältere Verfahren in Gegenwart der organischen Base arbeitet. Es ,wird also beim vorliegenden Verfahren eine zeitliche Trennung der beiden exothermen Reaktionen, Einwirkung von Phosphoroxychlorid auf Alkohol und von Chlorwasserstoff auf Ammoniak, vorgenommen. Dies erleichtert die Abführung der Wärme, die ja bei beiden Verfahren bei einer niedrigeren Temperatur stattfinden muß. Zweckmäßig wird ein Überschuß an Alkohol angewandt, in welchem das entstandene Ammoniumchlörid im Unterschied von den Hydrochloriden der organischen Ba-' sen fast unlöslich ist.
  • Beispiel i Es wurden zu 3509 absolutem Äthylalkohol langsam unter Rühren und Kühlen in der Nähe von + 30° 7 0 g Phosphoroxychlorid zufließen gelassen. Es entwich dabei nur wenig Chlorwasserstoff und kein Chloräthyl. Unter fortwährendem Rühren und Kühlen wurde unter Einhaltung der genannten Temperatur Ammoniakgas eingeleitet, bis eine Probe nach Versetzen mit Wasser auf Methylorange neutral reagierte. Das ausgefallene Ammoniumchlorid wurde abgenutscht, mit etwas Alkohol gewaschen und der im Filtrat enthaltene Ester vom Alkoholüberschuß durch Destillation befreit. Aus dem Rückstand wurde durch Vakuumdestillation der reine - Ester gewonnen. Die Ausbeute, bezogen 'auf angewandtes P O C11, betrug 86% der theoretisch berechneten. Das gewonnene Ammoniumchlorid kann in bekannter Weise in Ammoniak umgesetzt werden, welches dann ebenso wie der Alkoholüberschuß wieder verwertet werden kann. Beispiel e Es wurde wie in Beispiel r verfahren, mit dem Unterschied, daß statt 350g Äthylalkohol 3-509 Butylalkohol verwendet wurden und bei einer Maximaltemperatur von 50° gearbeitet wurde. Es wurden etwa 95% der theoretischen Ausbeute an Tributylphosphat, berechnet auf das Phosphoroxychlorid, gewonnen.
  • Das Ammoniak kann natürlich auch in alkoholischer Lösung angewandt werden. Es kann auch die Verdainpfungswärme des flüssigen Ammoniaks für die Abführung der Reaktionswärme nutzbar gemacht werden, indem flüssiges Ammoniak in einer im Innern des Reaktionsgefäßes liegenden Metallrohrschlange zum Verdampfen gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäureestern der aliphatischen Alkohole aus Phosphoroxychlorid und dem entsprechenden Alkohol, dadurch gekennzeichnet, daß man nach beendeter Umsetzung in die Reaktion'smischung Ammoniak bei Temperaturen einleitet, bei welchen ein Abspalten von Chloralkyl nicht eintritt und anschließend das entstandene Ammonchlorid abtrennt.
DEC49128D 1934-04-19 1934-04-19 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsaeuretriestern aliphatischer Alkohole Expired DE632570C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900091C (de) * 1941-10-26 1953-12-21 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung neutraler Phosphorsaeureester aliphatischer, primaerer Alkohole mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen
DE957212C (de) * 1952-01-10 1957-01-31 Basf Ag Verfahren zur Herstellung neutraler Phosphorsaeureester

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900091C (de) * 1941-10-26 1953-12-21 Wacker Chemie Gmbh Verfahren zur Herstellung neutraler Phosphorsaeureester aliphatischer, primaerer Alkohole mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen
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