DE734797C - Verfahren zum Entchromen von Chromleder - Google Patents

Verfahren zum Entchromen von Chromleder

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DE734797C
DE734797C DED84928D DED0084928D DE734797C DE 734797 C DE734797 C DE 734797C DE D84928 D DED84928 D DE D84928D DE D0084928 D DED0084928 D DE D0084928D DE 734797 C DE734797 C DE 734797C
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chrome
leather
alkaline
plating
hydrogen peroxide
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Expired
Application number
DED84928D
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English (en)
Inventor
Dr Helmut Beier
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/04Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entchromen von Chromleder Es ist bereits bekannt, Chromlederabfälle, wie sie bei der Herstellung und Verarbeitung von Chromleder anfallen, z. B. sog. Chromfalzspäne, oder auch aus Altlederwaren stammende chromhaltige Abfälle auf verschiedenste Weise zu entgerben und die @entgerbten Erzeugnisse nutzbar zu machen, z. B. durch Verarbeitung auf Leiih oder Gelatine.
  • Ein bekanntes Verfahren, bei dem das Chrom aus dem Leder mittels rloo,`oiger Schwefelsäure herausgelöst -wird, ist mit erheblichen Verlusten an wertvollen Kollagensubstanzen verbunden. Ein anderes bekanntes Verfahren, bei dem das Chromleder durch oxydative Behandlung mit Peroxyden, Persulfat u. dgl. in alkalischem Medium behandelt wird, gestattet keine völlige Entchromung. Ein weiteres bekanntes Verfahren, bei dem die Entchromung mit Lösungen von Cyaniden durchgeführt wird, erfordert eine außerodentlich lange Behandlungsdauer, z. B. 8o bis ioo Stunden, und ist außerdem mit beträchtlichen Stoffverlusten verbunden. Nach weiteren bekannten V.erfahrtn wird das Chromleder zuerst mit Ätzalkalien oder Ätz-, erdalkalien oder auch mit A1l;alicarbonaten. und nach Auswaschen mit einer Mineralsäure., z. B. Salzsäure, Flußsäure oder schweflige Säure, behandelt. Die Anwendung von ScIrwefelsäure soll hierbei die Güte und das Aussehen des aus dem entchromten Erzeugnis hergestellten Leims verschlechtern. Blei diesen bekannten Verfahren bewirkt die alkalische Vorbehandlung lediglich ein Quellen des Leders, während das Herauslösen des Chroms durch die Säurebehandlung erfolgen soll.
  • Nach vorliegender Erfindung erfolgt die Entchromung von Leder in einem Zweistufenverfahren, und zwar derart, daß das Chromleder zunächst mit Oxydationsmitteln, insbesondere Wasserstoffsuperoxyd in alkalischer Lösung behandelt wird, wobei dreiwertiges Chrom in sechswertiges Chrom übergeführt und ein Teil des entstehenden Chromats herausgelöst wird und anschließend eine Behandlung des bereits teilweise entgerbten-L er-' * 'Schwefelsäure stattfindet, -wobei ed s mit der Restdes in der ersten Stufe in Chromate. übe'rgerührten 'Chroms herausgelöst wird. Beide Verfahren sind, wie der oben stehendf Stand der Technik zeigt, an sich bekannt''. Die Entgerbung mit Peroxyden, z. B. Wasserstoffsuperoxyd in alkalischem Medium, führt aber für sich allein zu keiner völligen Entchromung, während das bekannte Entchromen mit starker Sclii"efelsäure zii erheblichen Verlusten an Kollagensubstanzen führt. Durch die beanspruchte Kombination wird einerseits eine vollständige Entchromung erreicht, anderseits eine Schädigung der Kollagensubstanzen vermieden, und zwar dadurch, daß man die in dem Leder vorhandenen Cliromverbindtingen zunächst durch Behandlung mit Oxydationsmitteln in besonders leicht lösliche Chromate überführt und diese Chromate, soweit sie nicht bereits in der ersten Stufe entfernt worden sind, mit Hilfe einer verdünnten, die Kollagensubstanz nicht schädigenden, z. B. etwa ioo'oigen Schwefelsäure herauslöst. Von den vorstehend erwähnten bekannten Zweistufehverfahren unterscheidet sich das vorliegende grundsätzlich dadurch, daß dort keine Oxydationsmittel verwendet werden und infolgedessen auch nicht die erfindungsgemäß erzielbaren Ergebnisse erreicht werden.
  • In Ausübung des Verfahrens werden die Chromlederabfälle mit Oxydationsmitteln .in alkalischer Lösung behandelt. Als bevorzugtes Oxydationsmittel kommt Wasserstoffsuperoxyd in Frage. Die Entgerbung wird zweckmäßig mit Flotten durchgeführt, die i o bis 6o ccm 4oo'oiges Wasserstoffsuperoxyd oder entsprecheede Mengen Wasserstoffsuperoxyd anderer Konzentration je Liter enthalten. Als besonders geeignet haben sich relativ schwach alkalische Lösungen erwiesen, die unter Verwendung von Soda als basisches Mittel herbestellt «erden. Die Alkalität dieser Lösungen muß aber mindestens einer 1,-molaren Sodalösung entsprechen.
  • Nach der oxydierenden Behandlung werden die Chromlederabfälle gewaschen und hierauf mit verdünnter Schwefelsäure behan-@delt. Man verwendet zweckmäßig 5- bis 25ojoige, vorzugsweise io%ige Schwefelsäure.
  • Beide Behandlungen dauern nicht mehr als 2.1 Stunden und sind mit geringen Stoffverlusten verbunden. Die erhaltenen entgerbten Lederabfälle zeigen, daß die Entgerbung unter weitgehender Schonung der Hautsubstanz verlaufen ist. Dementsprechend hönneti sie auf Leim von guter Klebfähigkeit verkocht werden.
  • Das neue Verfahren eignet sich auch zur Entchromung von Altleder.
  • Beispiel Cliroinfalzspäne werden 5 Stunden mit einer imolaren Sodalösung, der 2o ccm ¢oo'oiges Wasserstoffsuperoxyd je Liter zugesetzt wurden, behandelt und sorgfältig gewaschen. Die bereits teilweise entgerbten Falzspäne werden nunmehr 15 Stunden mit einer ioo'oigen Schwefelsäure ausgelaugt. Die erhaltenen entchrointen Lederabfälle haben einen Chromoxydgehalt von nur o, i °'o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entgerben von Chromleder unter Verwendung alkalische Oxydationsmittel enthaltender Bäder, dadurch gekennzeichnet, daß das mit den alkalischen, z. B. sodaalkalischen Oxydationsmittel, 7.B. Wasserstoffsuperoxyd, enthaltenden Flotten behandelte Erzeugnis mit verdünnter, vorzugsweise ioo'oiger Schwefelsäure ausgelaugt wird.
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