AT155325B - Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen. - Google Patents

Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen.

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AT155325B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur ausblühfreien   Oberfläehenfärbung   von Zementgegenständen. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 von Eisensalzen, die stark sauer reagierende wässrige Ferrichloridlösung in das Ferrochlorid überzuführen, was man am einfachsten durch Zusatz von Eisenabfällen zu dem Ferrichloridbade erreicht. 



   Es ist zwar schon ein Verfahren zur Erzeugung von Färbungen und zum gleichzeitigen Erhärten von Gegenständen aus Zement und ähnlichen Stoffen vorgeschlagen worden, indem man den Gegenstand unmittelbar mit einer Metallsalzlösung behandelt und ihn   gegebenenfalls anschliessend   auf höhere Temperaturen erhitzt. Das Verfahren gemäss der Erfindung unterscheidet sich insofern von dem bekannten, als bei ersterem in zwei Verfahrensstufen die färbende Verbindung auf bzw. in der Oberfläche des Gegenstandes erzeugt wird, u. zw. dadurch, dass aus einer zunächst aufgebrachten nicht färbenden Metallsalzlösung durch Zusatz von alkalischen, gegebenenfalls oxydierend wirkenden Mitteln die Ausfällung des Farbstoffes erfolgt. 



   Auch ein weiteres bekanntes Verfahren zur Färbung und Durchfärbung von Steinen und ähnliche durch Behandeln mit Lösungen von Metallverbindungen in organischen Lösungsmitteln, die zusätzlich noch Ester organischer Säuren und Celluloseester enthalten, ist in bezug auf den Färbevorgang nur einstufig und hat deshalb mit dem Verfahren gemäss der Erfindung nichts gemein. 



   Schliesslich ist noch vorgeschlagen worden, Formlinge aus Zement und ähnlichem zwecks Färbung zunächst in eine Lösung eines stark oxydierenden Salzes und darauf in eine Lösung eines Kobaltsalzes einzutauchen. Das Verfahren wird also ähnlich demjenigen gemäss der Erfindung in zwei Stufen durchgeführt. Die Reihenfolge in der Verwendung von oxydierender Lösung und Metallsalzlösung ist aber bei dem Verfahren gemäss der Erfindung genau umgekehrt im Vergleich zu derjenigen des bekannten Verfahrens. Das Merkmal der vorliegenden Erfindung ist also, dass entgegen dem bekannten Verfahren in der ersten Verfahrensstufe die Behandlung der zu färbenden Kunststeinplatte mit der Metallsalzlösung und daran anschliessend in der zweiten Stufe die Ausfällung der färbenden oxydischen Verbindung in und auf der Oberfläche des Gegenstandes erfolgt.

   Durch diese grundsätzlich andere Arbeitsweise wird ein wesentlicher technischer Fortschritt erzielt. 



   Beispiele :
1. In ein Bad, bestehend aus 100 Teilen Wasser, 10   Teilen Manganchlorid, l   Teil Eisenchlorid und   0'1   Teil Eisenabfällen, das mindestens 24 Stunden unter Rühren sich selbst überlassen wurde, werden auf Tauchhorden Asbestzementplatten, die soeben aus der Presse kamen, vorteilhafterweise jedoch nicht älter als 1-2 Tage sein sollen, eingehängt und unter Bewegung des Bades etwa   20-30   Minuten darin belassen. Nach der Entfernung aus dem Bade und nachfolgendem Abspülen werden die Platten während 5 Minuten in eine Lösung eingetaucht, die auf 100 Teile Wasser etwa 2 Teile Chlorkalk enthält. Danach werden die Platten von oberflächlich anhaftenden Oxyden befreit und sind dann dauerhaft und ausblühfrei schwarzbraun gefärbt. 



   2. Asbestzementplatten werden mit Hilfe von bekannten Farbverteilerwalzen einseitig mit einer   etwa 3-5%igen alkoholischen   Lösung von Ferrichlorid bestrichen und sodann unter mässiger Erwärmung getrocknet. Anschliessend werden die Platten während 5 Minuten in eine 10% ige wässrige Sodalösung getaucht. Es wird eine rostbraune   Oberflächenfärbung   erhalten, auf der bei Verwendung der Platten im Freien keine Ausblühungen auftreten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen, insbesondere Asbestzementplatten, mit Hilfe von auf der Oberfläche aus   Metallsalzlösùngen   abgeschiedenen gefärbten Metalloxyden, dadurch gekennzeichnet, dass man die Platten zunächst mit den entsprechenden Metallsalzlösungen von einem pH-Wert zwischen 3 und 7 behandelt und dann erst alkalische und gegebenenfalls gleichzeitig oxydieren wirkende Mittel auf die Platten einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendeten Metallsalze entweder selbst hygroskopisch sind oder bei Einwirkung von alkalisch reagierenden Mitteln, zu denen auch der Zement selbst gehört, hygroskopisch Verbindungen bilden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallsalze in bekannter Weise in einem organischen Lösungsmittel, vorzugsweise Alkohol oder Aceton, gelöst zur Anwendung kommen.
AT155325D 1936-10-21 1937-08-12 Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen. AT155325B (de)

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AT155325D AT155325B (de) 1936-10-21 1937-08-12 Verfahren zur ausblühfreien Oberflächenfärbung von Zementgegenständen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1058918B (de) * 1957-10-18 1959-06-04 Paul Lechler Fa Verfahren zur farbigen Gestaltung von Sichtbetonflaechen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1058918B (de) * 1957-10-18 1959-06-04 Paul Lechler Fa Verfahren zur farbigen Gestaltung von Sichtbetonflaechen

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