DE73303C - Verfahren zur Darstellung von Säurefarbstoffen der Malachitgrünreihe, den Sulfosäuren der Alkylderivate des Diamidodiphenyl-m-tolylcarbinols - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Säurefarbstoffen der Malachitgrünreihe, den Sulfosäuren der Alkylderivate des Diamidodiphenyl-m-tolylcarbinols

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DE73303C
DE73303C DENDAT73303D DE73303DA DE73303C DE 73303 C DE73303 C DE 73303C DE NDAT73303 D DENDAT73303 D DE NDAT73303D DE 73303D A DE73303D A DE 73303DA DE 73303 C DE73303 C DE 73303C
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DE
Germany
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green
tolylcarbinol
acid
diamidodiphenyl
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DENDAT73303D
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FARBWERKE VORM. MEISTER LUCIUS & BRÜNING in Höchst a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/14Preparation from aromatic aldehydes, aromatic carboxylic acids or derivatives thereof and aromatic amines

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Description

KAISERLICHES
\ PATENTAMT.
Zu den bläuen und blaugrünen Säurefarbstoffen, welche durch Sulfuriren von in der Metastellung substituirten Diamidotriphenylcarbinolen entstehen, zählen auch die Alkylderivate des Diamidophenyl-m-tolylcarbinols:
/C6H4 N X2 C (OH)- C6 /J4 N X2
\C6H4 C H3 (meta)
Die Leukobasen dieser Farbstoffe werden erhalten durch Condensation von m-Tolylaldehyd (Siedep. 199 bis 200 °) mit secundären oder tertiären aromatischen Basen. Diese Leukobasen werden sulfurirt und die resultirenden Leukosulfosäuren oxydirt oder mit dem nämlichen Effect zunächst oxydirt und das erhaltene Carbinol sulfurirt.
Beispiel:
59,6 kg Diäthylanilin, 22 kg concentrate Schwefelsäure und 24 kg m-Tolylaldehyd
(Toluylsäurealdehyd C6 H1 ζ ^
werden 72 Stunden in einem mit Rührwerk versehenen verbleiten Kessel auf ioo° erwärmt. Die Reactionsmasse wird dann alkalisch gemacht und zur Entfernung noch vorhandener flüchtiger Bestandtheile mit Wasserdampf behandelt. Die zurückbleibende Leukobase wird von der alkalischen Flüssigkeit getrennt, mit Wasser bis zur neutralen Reaction ausgekocht und dann auf dem Wasserbade getrocknet. Sie bildet eine zähflüssige, nur schwer krystallisirende Masse. An Stelle des Diäthylanilins kann man jede andere secundäre oder tertiäre aromatische Base setzen, so:
Monomethylamin,
Monoäthylanilin,
Monomethyl - ο - toluidin,
Monoäthyl - ο - toluidin,
Dimethylanilin,
Dimethyl τ ο - toluidin,
Diäthyl - ο - toluidin,
Methylbenzylanilin,
Aethylbenzylanilin.
Diese Leukobase aus Diäthylanilin und m-Tolylaldehyd löst man in der fünffachen Menge Monohydrat und erwärmt die entstandene Lösung einige Zeit auf 80 bis 90 °, bis eine Probe von verdünntem Ammoniak klar gelöst wird. . Die Sulfurirungsflüssigkeit wird dann in Wasser gegossen und in bekannter Weise auf Kalksalz verarbeitet. Das resultirende Leukosalz löst man in der 5ofachen Menge Wasser, versetzt diese Lösung mit der berechneten Quantität (3 Aequivalenten) Schwefelsäure und oxydirt mit der erforderlichen Menge .Bleisuperoxyd. Die blaue Farbstofflösung wird von dem schwefelsauren Blei abfiltrirt und zur Trockne verdampft.
Statt diese Leukobase zu sulfuriren und dann die Leukpsulfosäure zu oxydiren, kann dieselbe auch zunächst oxydirt und das Carbinol, ein grüner Farbstoff, sulfurirt werden, z.B.: ι ο kg Leukobase, d. i. Tetraäthyldiamidodiphenyl-mtolylmethan, werden in 9,3 kg Salzsäure von 31 pCt. H Cl und 500 1 Wasser gelöst, die Lösung mit einer Paste von Bleisuperoxyd,
welche 5,975 kg Pb O2 entspricht, vermischt, zur vollständigen Abscheidung des Bleis 4 kg Sulfat zugegeben und aus der von dem Bleisulfat getrennten grünen Farbstoff lösung die Farbbase mit Soda oder Natron gefällt. Die Farbbase wird mit Wasser ausgekocht und auf dem Wasserbade getrocknet. Zur Ueberführung in die Sulfosäure behandelt man dieselbe mit der fünffachen Menge rauchender Schwefelsäure von 10 pCt. Anhydridgehalt und erwärmt die Lösung "gelinde bis zur vollständigen Sulfurirung. Die Verarbeitung der Reactionsmasse auf Kalksalz geschieht in bekannter Weise. Der Farbstoff bildet ein kupferrothes, metallisch glänzendes Pulver. Er löst sich in Wasser mit blauer Farbe und färbt Wolle und Seide in saurem Bade sehr gleichmäfsig und echt blaugrün.
Ganz in gleicher Weise verfährt man zur Herstellung der Säurefarbstoffe, welche von:
Monomethylanilin,
Monoäthylanilin,
Monomethyl - ο - toluidin,
Monoäthyl - ο - toluidin,
Dimethylanilin,
Dimethyl - ο - toluidin,
Diäthyl-ο-toluidin
einerseits und m - Tolylaldehyd abstammen. Etwas verschieden hiervon verhalten sich die Leukoverbindungen aus Methyl- oder Aethylbenzylanilin und Tolylaldehyd.
Beispiel:
20 kg Leukobase aus Aethylbenzylanilin und m- Tolylaldehyd, d. i. Diäthyldibenzyldiamidodiphenyl-m-tolylmethan werden in 100 kg Monohydrat gelöst. Bei gewöhnlicher Temperatur entsteht keine Sulfosäure. Zu der Lösung giebt man 50 kg rauchende Schwefelsäure von 20 pCt. Anhydridgehalt oder vortheilhafter erwärmt man die Lösung der Leukobase in Monohydrat einige Zeit auf ioo°, bis eine Probe von verdünntem Ammoniak klar gelöst wird, also die Leukobase in eine Sulfosäure umgewandelt ist. Die Reactionsmasse wird in Wasser gegossen und die ausgeschiedene, in Wasser kaum lösliche Sulfosäure abfütrirt. Die Sulfosäure wird mit verdünnter Sodalösung in Lösung gebracht, das Natronsalz ausgesalzen und getrocknet. Zur Ueberführung in Farbstoff löst man dieses Salz in der 100 fachen Menge Wasser, vermischt die warme Lösung mit der zur Oxydation erforderlichen Menge Essigsäure und Bleisuperoxyd, fällt durch Zusatz von Glaubersalz alles Blei und salzt aus dem Filtrat den Farbstoff aus. Derselbe färbt Wolle und Seide in saurem Bade grün.
Farbstoff aus
m-Tolylaldehyd
und
Sulfosäure von Lösung
in Wasser
Die wässerige
Lösung wird
durch
Ammoniak
Die wässerige
Lösung wird
durch ver
dünnte Säuren
Ausfärbung auf
Wolle in
saurem Bade
Monomethylanilin Dimethyldiamidodi-
phenyl - m - tolylcar
binol
blaugrün blau grün blaugrün
Monoäthylanilin Diäthyldiamidodi-
phenyl - m - tolylcar-
binol
blaugrün blau grün blaugrün
Monoäthyl - 0-
toluidin
Diäthyldiamidodi - 0-
tolyl - m - tolylcarbinol
blau blau . grün blaugrün
Monomethyl - 0-
toluidin
Dimethyldiamidodi-
tolyl - m - tolylcarbinol
blau blau grün blaugrün
Dimethylanilin Tetramethyldiamido-
diphenyl-m-tolylcar-
binol
blaugrün blau grün blaugrün
Diäthylanilin Tetraäthyldiamidodi-
phenyl - m - tolylcar
binol
blaugrün blau grün blaugrün
Methylbenzylanilin Dimethyldibenzyldi-
amidodiphenyl - m-
tolylcarbinol
grün grün grün grün
Aethylbenzylanilin Diäthyldibenzyldi-
amidodiphenyl - m-
tolylcarbinol
grün grün grün grün ; ;

Claims (1)

  1. Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung echter grüner bis blaugrüner Säurefarbstoffe, darin bestehend, dafs man m-Tolylaldehyd mit secundären und tertiären Basen der Benzolreihe zu alkylirten Diamidodiphenyl - m - tolylmethanen condensirt,
    die entstandenen Leukobaseri durch Behandeln mit Schwefelsäure oder rauchender Schwefelsäure sulfurirt und die Leukosulfosäure oxydirt, oder dafs man die Leukobase zunächst oxydirt und dann den entstandenen basischen Farbstoff sulfurirt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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