DE233036C - - Google Patents

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DE233036C
DE233036C DENDAT233036D DE233036DA DE233036C DE 233036 C DE233036 C DE 233036C DE NDAT233036 D DENDAT233036 D DE NDAT233036D DE 233036D A DE233036D A DE 233036DA DE 233036 C DE233036 C DE 233036C
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sulfuric acid
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red
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/22Amino derivatives of triarylmethanes containing OH groups bound to an aryl nucleus and their ethers and esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift 37067 sind blaugrüne saure Triphenylmethanfarbstoffe beschrieben, welche erhalten werden durch Einführung von Benzylgruppen in die Kondensationsprodukte aus ι Molekül m-Aminobenzaldehyd und 2 Molekülen alkylierter aromatischer Amine, Überführung der benzylierten Basen in Leukosulfosäuren und dieser in Farbstoffe durch Oxydation.
Es wurde nun gefunden, daß man zu wertvollen, nachchromierbaren Triphenylmethanfarbstoffen gelangt, wenn man in die Aminogruppe der Leukoverbindungen aus 1 Molekül m-Aminobenzaldehyd — oder seiner Kernsubstitutionsprodukte — und 2 Molekülen einer aromatischen Oxycarbonsäure eine oder zwei Benzylgruppen einführt und die benzylierten Leukoverbindungen entweder als solche oder nach erfolgter Sulfierung durch Oxydation in Farbstoffe überführt.
Die Farbstoffe sind im Gegensatz zu den oben genannten typische Beizenfarbstoffe; sie färben Wolle in saurem Bade mehr oder weniger intensiv rot an; durch Nachbehandlung der Färbungen mit Chrom erhält man blaue Nuancen, welche sich durch ihre gute Walk-, Potting- und Lichtechtheit auszeichnen.
Beispiel i.
In einem mit Rückflußkühler und Dampfmantel versehenen Kessel werden unter kräftigem Rühren 90 kg der Leukoverbindung aus ι Molekül o-Chlor-m-aminobenzaldehyd und 2 Molekülen o-Kresotinsäure in 5001 Wasser und 54 kg calcinierter Soda bei 50 ° gelöst. Zu dieser Lösung läßt man 56 kg Chlorbenzyl fließen, heizt langsam bis zum Kochen an und läßt einige Stunden kochen. Die Lösung wird in eine Rührwerksbütte gedrückt und etwa unverändertes Chlorbenzyl mit direktem Dampf abgeblasen. Aus der abgekühlten Lösung wird die benzylierte Leukoverbindung mit Schwefelsäure ausgefällt, abgenutscht, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die so erhaltene Leukoverbindung ist schwach rötlich gefärbt, in Wasser und verdünnten Säuren kaum, dagegen leicht in verdünnten Alkalien löslich. Das Natronsalz kristallisiert aus konzentrierten wässerigen Lösungen in farblosen Blättchen aus.
Behufs Oxydation werden 63 kg der trocknen benzylierten Leukoverbindung in 300 kg konzentrierter Schwefelsäure gelöst, dazu läßt man eine Lösung von 7 kg Natriumnitrit in 100 kg konzentrierter Schwefelsäure fließen und erwärmt unter Rühren so lange auf 50 °, bis keine Farbstoffzunahme mehr erfolgt. Die schwefelsaure Lösung wird auf Eis gegeben, der Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. ■ Der Farbstoff stellt ein rotes Pulver dar, welches in Wasser fast unlöslich, in verdünnter Sodalösung mit gelbbrauner, in verdünnter Natronlauge mit blauvioletter Farbe löslich ist. Aus saurem Bade färbt er Wolle stumpf rosa an, die Färbung gibt beim Nachbehandeln mit Chrom ein Blau von sehr guter Walk-, Potting- und Lichtechtheit.
Verwendet man zur Oxydation eine benzylierte Leukoverbindung, welche hauptsächlich aus der Monobenzylverbindung besteht, so erhält man ein Blau von ähnlichen Eigenschaften.

Claims (1)

  1. Zur Darstellung der Farbstoffsulfosäuren kann man die Farbstoffe in üblicher Weise mit Oleum behandeln oder man sulfiert erst die .benzylierte Leukoverbindung und oxydiert dann zum Farbstoff, oder man führt Sulfierung und Oxydation in einer Operation in rauchender Schwefelsäure aus.
    Beispiel 2.
    63 kg der trocknen dibenzylierten Leukoverbindung aus o-Chlor-m-aminobenzaldehyd und 2 Molekülen o-Kresotinsäure werden in 250 kg monohydratischer Schwefelsäure gelöst. Zu dieser Lösung läßt man unter Kühlung und gutem Rühren bei 10 bis 15 ° 60 kg 65 prozentiges Oleum fließen und bei gleicher Temperatur eine halbe Stunde nachrühren. Hierauf läßt man 240 kg 60 gradiger Schwefelsäure und eine Lösung von 7 kg Natriumnitrit in 100 kg konzentrierter Schwefelsäure einlaufen und erwärmt so lange auf 50 °, bis die Oxydation beendet ist. Die Lösung wird auf Eis und Wasser gegeben, der Niederschlag abgenutscht und, nachdem mit Kochsalzlösung die Schwefelsäure ausgewaschen wurde, getrocknet.
    Der gemahlene Farbstoff ist ein rotes Pulver, welches in heißem Wasser ziemlich schwer mit roter und in verdünnter Natronlauge mit blauvioletter Farbe löslich ist. Er färbt Wolle in saurem Bade schwach gelbrot an; beim Nachbehandeln mit Chrom geben die Färbungen ein Blau mit lebhafter Übersicht und guten Echtheitseigenschaften.
    Beispiels.
    49 kg der Leukoverbindung aus m-Aminobenzaldehyd-o-sulfosäure und 2 Molekülen o-Kresotinsäure werden in 2001 Wasser und 17 kg calcinierter Soda gelöst, und wie in Beispiel 1 angegeben, mit 28 kg Chlorbenzyl benzyliert. Die abgeschiedene benzylierte Leukoverbindung wird filtriert und getrocknet. Sie stellt ein fast farbloses, kristallinisches Pulver dar, welches in heißem Wasser schwer, in verdünnten Alkalien leicht löslich ist.
    Behufs Überführung in den Farbstoff werden 70 kg benzylierter Leukoverbindung in 350 kg konzentrierter Schwefelsäure gelöst und durch Zugabe einer Lösung von 7 kg Natriumnitrit in 100 kg konzentrierter Schwefelsäure bei 50 ° oxydiert. Die tiefrot gefärbte Lösung wird auf Eis gegeben, der Farbstoff abgenutscht, zur Entfernung der Schwefelsäure mit Kochsalzlösung gewaschen und getrocknet. Gemahlen bildet er ein braunrotes Pulver, welches in heißem Wasser mit roter, in verdünnter Sodalösung mit gelbbrauner und in verdünnter Natronlauge mit blauvioletter Farbe löslich ist. Aus saurem Bade färbt er Wolle rot an, nachchromiert geht die Färbung in ein blumiges Blau über. Die Färbungen sind ebenfalls sehr walk-, potting- und lichtecht.
    Paten τ-An spRu ch:
    Verfahren zur Darstellung nachchromierbarer Triphenylmethanfarbstoffe, darin bestehend, daß man in die Aminogruppe der durch Kondensation von rn^Ajnmoben_zal-, dehyd und seinen Kernsubstitutionsprodukten mit 2 Molekülen aromatischer Oxycarbonsäuren erhlTflicFeiTXeTiEovefblndungen ißenzylgruppen einführt und die benzylierten Leukoverbindungen entweder als solche oxydiert oder dieselben vor oder nach der Oxydation sulfiert.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7661286B2 (en) 2003-09-04 2010-02-16 Maiko Engineering Gmbh Method for producing a cup-shaped object

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