DE73291C - Apparat zur ununterbrochenen Erzeugung von carburirtem Wassergas - Google Patents

Apparat zur ununterbrochenen Erzeugung von carburirtem Wassergas

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DE73291C
DE73291C DENDAT73291D DE73291DA DE73291C DE 73291 C DE73291 C DE 73291C DE NDAT73291 D DENDAT73291 D DE NDAT73291D DE 73291D A DE73291D A DE 73291DA DE 73291 C DE73291 C DE 73291C
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Germany
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carburization
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gas
hydrocarbon
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT73291D
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P. DVOR-KOVITZ in London, 98 Queens Road, Finsbury Park
Publication of DE73291C publication Critical patent/DE73291C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00—Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/213—Carburetting by pyrolysis of solid carbonaceous material in a carburettor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Gruppe von Apparaten, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist dazu bestimmt, die Erzeugung von Wassergas, die Carburirung desselben durch Mischung mit den Dämpfen flüssiger Kohlenwasserstoffe und die Umwandlung dieses Gemisches zu einem permanenten Leucht- oder Heizgase unter Gewinnung der Nebenproducte in ununterbrochenem Betriebe zu ermöglichen.
Fig. r stellt die diesem Zweck dienende Einrichtung im Grundrifs dar. Fig. 2 giebt einen senkrechten Längsschnitt durch dieselbe und in Fig. 3 ist ein Theil derselben im Querschnitt gezeichnet.
Der Retortenkörper A umschliefst zwei Wechselkammern A1 und A2, die durch die Scheidewand α getrennt sind. Diese Kammern werden, mit Koks beschickt, der durch Zuführung erhitzter Luft zur Weifsglut gebracht und alsdann durch Zuführung überhitzten Wasserdampfes zur Erzeugung von Wassergas benutzt wird. Ist die Kammer A1 neu beschickt worden, so wird die erhitzte Luft durch den Dreiweghahn α 3 und den entsprechenden Theil des Rohres a'2 von unten der Kammer zugeführt. Das sich entwickelnde Generatorgas tritt aus dem oberen Theil der Kammer A1 durch den Kanal a* und den Schieber a6, Fig. 3, in den senkrechten Kanal A* und von dort in den Feuerungsraum c3 der Heizkammer C. Die Verbrennungsgase der letztgenannten Feuerung ziehen unterhalb der waagrechten Wand c6 . bis an das Ende der Kammer C, wenden sich dort aufwärts und rückwärts, umspülen die Fixirungskammer G und darauf die zur Verdampfung des flüssigen Kohlenwasserstoffes dienenden Rohre D und F und gelangen durch den Abzugskanal c7 in den Schornstein.
Hat die Füllung der Kammer^.1 die Weifsglühhitze erreicht, so wird der Dreiweghahn a3 umgestellt, so dafs der Strom der erhitzten Luft nunmehr die frisch beschickte Kammer A2 durchstreicht, aus der die erhaltenen Generatorgase durch den Kanal α5 und den umgestellten Schieber ae ebenfalls in den senkrechten Kanal A* bezw. in den Feuerungsraum c3 gelangen. Der Kammer A1 wird jetzt durch Einstellung des Dreiweghahnes b1 aus der Leitung -B und der Zweigleitung b1 unter Vermittelung der Blasrohre b* und £5 überhitzter Wasserdampf ebenfalls von unten zugeführt, während das gebildete Wassergas, wie vorher das Generatorgas, durch den oberen Kanals.4 entweicht, alsdann aber durch den Schieber c5 in den abfallenden Kanal c* übertritt. An letzteren schliefst sich mit dem einen Ende die waagrechte Carburirungskammer C2, welche in die waagrechte Wand c6 eingebaut ist und die am anderen Ende, das aus der Kammer C heraustritt, mit einem Hahn e8 zum Ablassen des Theers versehen ist. Mit einer Klappe e1 kann man diesen hintersten Theil der Carburirungskammer absperren. Aufser der Carburirungskammer C2 schliefst die Heizkammer C, wie bereits erwähnt, auch noch die Röhrenleitung zur Verdampfung des flüssigen Kohlenwasserstoffes ein. Der letztere tritt durch das Zuführungsrohr d"1 in eines der waagrechten Rohre D, welche mit beiden Enden durch die Wand der Kammer C hindurchragen und dort durch kurze Verbindungsrohre d zu einer einzigen Leitung vereinigt sind. Die Enden der Rohre D sind durch Propfen ds geschlossen, um das Ausspülen derselben zu erleichtern. Die unteren Rohre D werden zweckmäfsig innerhalb der Kammer C mit Schutzröhren d* gegen die Erreichung allzu-
hoher Temperaturen gesichert. Schliefslich mündet der Röhrenzug in ein oberhalb der Kammer angeordnetes Rohr E, welches durch kurze Verbindungsrohre e und Hähne e3 mit senkrechten Rohren F verbunden ist, welche den dampfförmigen Kohlenwasserstoff der von dem Wassergas durchströmten Misch- oder Carburirungskammer C2 zuführen. Das Gemisch durchzieht alsdann die ebenfalls in die Heizkammer C eingeschlossene, mit feuerfestem Stoff entsprechend ausgefütterte Fixirungskammer G, um darauf durch den Stutzen g und die Leitung H in den Condensator J zu gelangen, an den ein zweiter Condensator J'2 durch die Leitung h angeschlossen sein kann. Von hier wird das Gas durch einen Exhaustor K abgesaugt, dessen Wirkung sich selbstverständlich bis nach der Carburirungskammer und weiter zurück erstreckt und dessen besonderer Zweck es ist, die Spannung des Wassergases in der Carburirungskammer so zu vermindern, dafs dieselbe dem Zuflufs der Kohlenwasserstoffdämpfe aus den Rohren F keinen Widerstand entgegensetzt.
Ist der Koks in der Retorte A1 abgekühlt und hat derjenige in der Retorte A'2 die erforderliche hohe Temperatur erreicht, so wird der Dampf- Dreiweghahn b1 umgestellt. Auf diese Weise tritt eine Unterbrechung in der Wassergaserzeugung nicht ein.
Bilden sich Schlacken in den unteren Theilen der Kammern A1 und A2, so schliefst man den Dreiweghahn b1 und öffnet den am Ende . der nach oben führenden Zweigleitung b angeordneten Dreiweghahn b6, so dafs der Dampf durch die Blasrohre b'2 und b3 von oben in die Kammern A1 und A- gelangt. Indem der Procefs von oben nach unten fortschreitet, wird die Schlacke wieder zerstört und das Wassergas entweicht unten durch die Kanäle c2 bezw. c3 und den Schieber c5*, Fig. 3, nach dem Kanal ci, der in die Carburirungskammer C2 mündet.
In den Fig. 4, 5 und 6 sind doppelte Carburirungskammern C'2 und Fixirungskammern G dicht neben einander in einer Heizkammer C angeordnet, so dafs, wenn eine der Kammern C'2 oder der Kammern G der Reparatur oder der Reinigung bedarf, die Gasfabrikation dadurch nicht gestört wird.
Führt man der Carburirungskammer anstatt Wassergas Steinkohlengas oder ein sonstiges Gas zu, so kann dieselbe auch zur Anreicherung dieses Gases dienen.
Unterläfst man die Gaszufuhr gänzlich, so liefert der Apparat fixirtes Oelgas. Wird der Apparat einfach zur Destillation von OeI benutzt, so werden die Schieber c5 und c5*, Fig. 2, geschlossen und wie vorher das Verdampfungsrohrsystem bei d2 mit dem flüssigen Kohlenwasserstoff gespeist, zugleich aber durch Hahn e2 am Ende des Rohres E überhitzter Wasserdampf eingelassen, um die Destillation des Oeles zu erleichtern. Der Theer setzt sich in der Kammer C2 wie früher ab und das Gemenge von Oeldampf und Wasserdampf zieht durch den Stutzen g ab, so dafs das destillirte OeI in beliebigen Vorrichtungen condensirt werden kann. Soll in dieser W'eise nur die Destillation des Oeles ausgeführt werden, so wird natürlich die Temperatur niedriger gehalten, als wenn das OeI in ein permanent gemachtes Gas verwandelt werden soll. Im ersteren Falle wirkt die Kammer G nur als Ausscheidevorrichtung zur Trennung des Theers von dem Destillat.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Apparat zur ununterbrochenen Erzeugung von carburirtem Wassergas für Leucht- und Heizzwecke, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Doppelretorte (AJ, deren eine Wechselkammer das Generatorgas der Feuerung einer Heizkammer (C) zuführt, welche eine Röhrenanordnung (D F) zur Verdampfung flüssigen Kohlenwasserstoffes, eine Carburirungskammer (C2) zur Mischung der Kohlenwasserstoffdämpfe mit dem aus der anderen Wechselkammer kommenden Wassergas und eine Fixirungskammer (G), um das Gasgemisch permanent zu machen, umschliefst.
  2. 2. Bei einer Heizkammer (C) .der unter 1. bezeichneten Art die Anordnung der Verdampfungsröhren in der Weise,- dafs der flüssige Kohlenwasserstoff zunächst in den nach einander durchflossenen waagrechten
    .. Rohren (D) verdampft wird und die Dämpfe durch ein Vertheilungsrohr (E) in senkrecht abfallende, in die Carburirungskammer (C'2) mündende Rohre (F) über-, geführt werden, in denen die Abscheidung des Theers aus den Dämpfen stattfindet, der nach seinem Uebertritt in die Carburirungskammer (C'2) durch einen Hahn (es) abgezogen wird, wobei durch die Anordnung der Carburirungskammer in der Decke (c6) des Feuerungsraümes (c%) der Heizkammer (C) die Nachverdampfung etwa flüssig . in dieselbe gelangenden Kohlenwasserstoffes gesichert wird.
  3. 3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat die Anordnung eines das gebildete Gas absaugenden Exhaustors (K), zu dem Zwecke, den Uebertritt des verdampften Kohlenwasserstoffes in die Carburirungskammer (C2) zu erleichtern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT73291D Apparat zur ununterbrochenen Erzeugung von carburirtem Wassergas Expired - Lifetime DE73291C (de)

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