DE731071C - Verfahren zur Darstellung von kernungesaettigten Acylverbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von kernungesaettigten Acylverbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe

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Publication number
DE731071C
DE731071C DESCH106380D DESC106380D DE731071C DE 731071 C DE731071 C DE 731071C DE SCH106380 D DESCH106380 D DE SCH106380D DE SC106380 D DESC106380 D DE SC106380D DE 731071 C DE731071 C DE 731071C
Authority
DE
Germany
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starting materials
carbinols
preparation
series
unsaturated acyl
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Expired
Application number
DESCH106380D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich Hildebrandt
Dr Lothar Strassberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von kernungesättigten Acylverbindun#,en der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung von kernungesättigten Acylverbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man physiologisch wirksame kernungesättigte Verbindungen der Cyclopentanopolyliydrophenanthrenreihe, die. ein Kohlenstoffgerüst von 18 oder ig Kohlenstoffatomen besitzen und in diesem Kohlenstoffgerüst eine C < OH x -Gruppe enthalten, in ,w-,r-I:cher X #einien Alkyl- oder Arylrest bedeutet, der Einwirkung von Acylierungsmitteln unterwirft.
  • in dem Patent 643 978 ist ein Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller Al- kohole aus Keimdrüsenhormonen, ihrer Derivate und physiologisch analog wirkender s#-n,tbetis,cli,e-#r Substanzen beschrieben, indem man die Keimdrüsenhormone, deren Ab- kömmlinge und synthetischen Verwandten mit metallor-anischen Verbindungen umsetzt.
  • 23 Erfindungsgemäß werden die 'Hydroxylgruppen solcher Carbinole, die im Cyclopentanopolvhydrophenanthrenkern ungesättigt sind, nach an sich bekannten Methoden partiell oder sämtlich verestert. Die so erbalte-rem Ester sind durch eine überraschende Wirkung im Tierversuch ausgezeichnet. Es ist zwar bereits bekannt, daß bei Estern der Keimdrüsenhortnone 'die Wirksamkeit nach einrnaliger Verabreichung sich über eine längere Zeit erstreckt als bei den nicht veresterten Keimdrüsenhormonen. Diese '##'irkung wird in der Literatur gewöhnlich als protahierte Wirkung bezeichnet. Bei der großen chemischen Verschiedenheit der bekannten keimdrüsenliormonartigen Stoffe von den bisher unbekannten, durch Grignardierung erhältlichen Carbinolen. die die Ausgangsprodukte für das vorliegende Verfahren darstellen, war es aber nicht vorauszusehen, daß die letzteren bei der Acylierung ebenfalls eine stark protahierte WiiI:ung zeigen würden. Dazu kommt noch, daß in vielen Fällen außerdem noch eine Steigerung der Wirksamkeit durch die Acylierung dieser Verbindungen erzielt wird. Dabei ist es gleichgültig, ob man die Ausgangsstoffe aus natürlichen oder synthetischen Stoffen gewonnen hat. Bei Voiliegen
    mehrerer Hydroxylgruppen sind auch ge-
    mischte F--ster (lar#,telll)ar.
    fin folgenden sollen die Strtikturformeln
    der -,vichtigsten Ausgangsniaterialien sowie
    die ReaktionsOeichungen gegeben Wurden.
    tim zu zeigen, welcher Art die
    Len #erhindung e n im wesentlichen sinfl.
    CH3 C H, _X
    (i a) 0 p
    Ofi
    RO- RO
    _X = ir.#-eiidein Alk-yl- odcr Arylradikal
    IZ = Wasserstoff oder eine -#eylgrtipp#2
    oder ein -111#vl- bzw. Arylradikal,
    z. B. grigiiaräiertes Füllikellinr-nion
    und seine Ester, Äthur
    II.
    X und R wie nüben,-tehend
    R' --W-i##;erstoff ozler (-ine
    Ha x C 112 #X
    p"
    RO- 'RO
    X und R wie unter (ii, z. B. grigii-.ir-
    diertes Equilin und ' flippolin C, 11.,0.,
    und deren Ester, Äther u. dgl.
    X, IZ und R' wie untür (ia)
    c 1-13 x C H:, _X
    0 p"
    #leylierung
    Z0
    RO- p
    .X und R wie unter (i), z. B. grignar-
    diertes Equilin C, H, Q> und schie Ester,
    Äther u. ägl.
    X, R und R' wie unter (i;t)
    (4) 71- c Hz# , 1- x c I-I:# Z
    0 H OP,
    CHz, Acvliertin-
    RO RO
    X und R wie unter (i), z. B. grignar-
    diertes Dehydroandrostüron aus Harn
    bzw. au,; Stürinen und ;eine Ester, Äther
    u.
    X, R und R' wie unter (r#-1)
    Die vorliegende Erfindung ist ganz allgemein anwendbar und führt zu Produkten, die sowohl Verlängerung der Wirkungsdauer als auch in einigen Fällen Erhöhung der Wirksamkeit aufweisen. Vor allem aber werden bei den Monobenzoaten und -acetaten ganz überraschende Wirkungen hervorgerufen.
  • Die Veresterung erfolgt z. B. durch Einwirkung der Säurechloride, Säureanhydride oder der Säuren selbst in Abwesenheit oder in Gegenwart von Katalysatoren nach den dem Chemiker geläufigen Verfahren, wie sie z. B. im Houben-Weyl, Handbuch der organischen Arbeitsmethoden, ->. Aufl., 2. Bd., S. -tgi ff., beschrieben sind. Als besonders geeignete Acylierungsmittel haben sich Benzoylchlorid und. Essigsäureanhydrid erwiesenz doch kann man auch andere geeignete Säuren zur Umsetzung bringen. Um die Monoester herzustellen, verfährt man z. B. so, daß man die Veresterung in Gegenwart von Lösungsmitteln vornimmt, in denen der l#Ionoester nicht löslich ist, sondern ausfällt und daher dem weiteren Eingriff des Acylierungsmittels entzogen wird, oder man stellt erst die Diester her, die dann in geeigneter Weise partiell verseift werden.
  • Beispiel i i Follil<elhormonmethvlcarbinol wird in bekannterWeise nach Sch#otten-Baumann benzovliert. Dabei fällt der schwer lösliche Monobenzoylester der Formel C--6H,3002 aus' Ausbeute i, _#e g.
  • Beispiel 2 4 g Androstenol-3-methylcarbinol werden in 2oo ccm Pyridin gelöst, mit 50 ccm Essit-, säureanhydrid versetzt und längere Zeit hindurch bei niederer Temperatur, z. B. bei o', aufbewahrt. Man gießt in Wasser, wobei die i#loiioa.xetylverbindung ausfällt. Sie -wird abgesatigt mit verdünnter Säure, dann mit Wasser -ewaschen und aus verdünntein Al- kohol unikristallisiert. Farblose Nadeln; F. 174 bis 175".
  • Während beim Androstenolon die Kapattneneinheit oj mg beträgt, liegt sie beim entsprechenden Carbinol, d. h. dem Ausgangsinaterial für dieses Beispiel, bei 0,2,3 mg und bei dem nach den obigen Ang#iben erhaltenen Acetat sogar bei o,i2 mg. Es wird also etwa eine 6fache Steigerung der Wirksamkeit gegenübe ' r dem Androstenolon erzielt. Ausbeute 3,2 g. Beispiel 3 5 - der nach Beispiel 2 -erhaltenen Substan7 werden in 2oo cem Pyridin gelöst, Mit 20 CCM Benzoylchlorid versetzt und einige Zeit auf 80" erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 2. Man erhält das 3-Acetvlandrostenoliliethylearbinol-I7-benzoat. Ausbeute 5 g.

Claims (2)

  1. PATENTANSP#ÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von kernungesättigten Acylverbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man physiologisch wirksame kernungesättigte Verbindungen der Cvclopentanopolyliydrophenanthrenreihe, die ein Kohlenstoffgerüst von 18 oder ig Kohlenstoffatomen besitzen und in diesem Kohlenstoffgerüst eine C < 0-H_Gruppe enthalten, in welcher x X einen Allyl- oder Arylrest bedeutet, der Einwirkung von Acylierungsmitteln unterwirft.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Grignardierung der weiblichen Follikelhormone erhältlichen Carbinole als Ausgangsmaterialien verwendet. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Grignardierung der männlichen Sexualliornione erhältlichen Carbinole als Ausgangsmaterialien verwendet. 4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet ' daß -man solche Carbinole als Ausgangsmaterialien verwendet, die durch Grignardierung der auf synthetischem Wege, z. B. durch Oxydation, von Sterinen, gewonnenen Dehydroandrosterone erhalten werden. 5. Ausführungsforin des Verfahrens nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die in 3-Stellung durch Halogen substituierten oder die an der OH-Gruppe am Kohlenstoffatom 3 verätherten oder veresterten Derivate (ler Ausgangsmaterialien der Axylierung unterwirft.
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