DE729055C - Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen - Google Patents

Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen

Info

Publication number
DE729055C
DE729055C DEE53414D DEE0053414D DE729055C DE 729055 C DE729055 C DE 729055C DE E53414 D DEE53414 D DE E53414D DE E0053414 D DEE0053414 D DE E0053414D DE 729055 C DE729055 C DE 729055C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bread
baking
heat
ovens
loaves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE53414D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Erdlenbruck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PAUL ERDLENBRUCH
Original Assignee
PAUL ERDLENBRUCH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PAUL ERDLENBRUCH filed Critical PAUL ERDLENBRUCH
Priority to DEE53414D priority Critical patent/DE729055C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE729055C publication Critical patent/DE729055C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B3/00Parts or accessories of ovens
    • A21B3/15Baking sheets; Baking boards

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen Man hat bereits vorgeschlagen, Brot in niedrigen, rechteckigen, runden oder ovalen Schalen :aus dünnem Metallblech zu backen, die der Form der begehrten Brotlaibe ,angepaßte, verhältnismäßig flache Aushöhlungen mit ansteigenden, nach außen gerichteten bogenförmigen Seitenwänden besitzen. In solchen Pfannen, die bisweilen ,auch noch mit dicht zusammenliegenden feinen Löchern versehen sind, wird aber im ,allgemeinen nur steifer Teig ,gebacken, den man in den Pfannen sowohl zurr Gärschrank als auch zum Herd bringt, wodurch Beschädigungen und Verschmutzungen des Teiglaibes beim Einbringen in. den Backofen verhindert werden sollen. Hierbei werden die steifen Teiglaibe kleiner gehalten ,als die Aushöhlungen der Pfannen, so daß die vom Herdboden ausstrahlende Backhitze um die oberen freien Ränder der Backschale herum und zurück unter den Teiglaib schlagen und der ausgebackene Brotlaib selbst nicht mit den ,aufgebogenen Schalenrändern in Berührung kommen kann. Auf diese Weise soll der Teig praktisch ganz in Backhitze eingehüllt und ein gut schmeckendes, hohen Feuchtigkeitsgehalt und eine dicke Kruste besitzendes Brot erbacken werden. Derartige Schalen verteuern jedoch das Backgut, und zwar einmal durch die für die Anschaffung der Schalen aufzuwendenden Kosten und ein ,andermal dadurch, daß sie infolge der Bindung eines größeren Prozentsatzes der Backhitze einen höheren Aufwand ,an Brennstoff erfordern. In solchen Schalen können im ,allgemeinen :auch nur steife Teige verbacken werden, denen Quellmehle und ähnliche Backhilfsmittel beigemengt sind.
  • Das neue Backverfahren, bei dem auf Beimengung von Backhilfsmitteln verzichtet wird, will lediglich unter Ausnutzung der naturgegebenen Backfähigkeit und ,auf Grund der natürlichen S.anerteigführung ein bekömmliches Brot mit guter Porung erzielen. Die Brotlaibe, die ,aus einem unter Verwendung von Wasser, Milch o. dgl. in an sich bekannter Weise weich. angemachten und bis zur Vollgare gebrachten Teig hergestellt sind, werden auf im Backofen erhitzten muldenförmigen Platten eigenartiger Form gebacken, aus denen zweckmäßigerweise der ganze Herdboden ,gebildet sein kann. Erfindungsgemäß besitzen die Platten, im Querschnitt betrachtet, in der Mitte eine längs verlaufende wellenförmige Wölbung nach oben hin und an beiden Längsseiten flachansteigende Ränder, wobei dieses Profil über die ganze Länge der Platte spiegelbildlich gleich ist. Uni Platten dieser Art zur Bildung eines Backofenherdbodens mit mehreren parallel verlaufenden Mulden hinter- und nebeneinander dicht aneinanderreihen zu können, erhalten die zelnen, aus natürlichem oder künstlichem Stein, Metall oder anderem wärmespeichernden Werkstoff ,gefertigten Platten aweckmäßigeriveise prismatische Grundform. Die flachen Platten sind genügend dick gehalten, damit ausreichende Masse zur Aufspeicherung der Backwärme, die durch Strahlung an das Backgut abgegeben wird, insbesondere in der mittleren Wölbung und in den beiden seitlichen Rändern vorhanden ist.
  • Der bis zur Vollgare gebrachte geformte weiche Brotteig wird der Länge nach in die Mulde ,gebracht und liegt anfänglich nur auf der mittleren Wölbung auf. Durch die von der profilierten Platte bzw. dem profilierten Herdboden ausstrahlende Backhitze vergrößert sich das Volumen des weichen Teiglaibes nach .allen Richtungen hin, insbesondere aber nach der Seite, da der weiche Teig das Bestreben hat, flach zu laufen, so daß er nun auch den seitlichen Rändern der Platte nahe kommt. Die von. diesen kräftig ausstrahlende Backhitze treibt aber den Teig seitlich hoch. Durch die eigenartige Profilierung der :Mulde werden die natürlichen Triebkräfte und die naturgegebene Backfähigkeit des weichen Teiges voll zur Entfaltung gebracht und durchgegartes Backgut mit guter Porung erreicht.
  • Wird der Backofenherdboden erfindungsgemäß mit zahlreichen einander parallellaufenden Mulden dieser Art versehen, so läßt sich der Ofen auch höher belasten, weil die einzelnen Brotlaibe vermöge der erhöhten Wärmeausstrahlung der seitlichen Ränder gegenüber einem ebenen Backofenboden viel näher aneinanderliegen können.
  • Auf der Zeichnung ist eine einzelne zur Ausführung des Verfahrens geeignete Formplatte und ein entsprechender Herdboden mit zahlreichen Mulden perspektivisch dargestellt. Abb. i zeigt die einzelne Platte und Abb.2 den mit zahlreichen Mulden versehenen Herdboden.
  • Die Platte besitzt prismatische Grundform. Die obere Fläche ist profiliert, und -zwar der Länge nach muldenförmig ausgenommen. In der Mitte ist eine längs verlaufende, nach oben gerichtete Wölbung a vorgesehen. Die beiden Seiten laufen mit flach ansteigenden und zweckmäßigerweise ebenfalls leicht nach oben gewölbten Bögen b, c in die Ränderd; e aus. Dieses auf c1er seainteii Länge der Platte gleiche Profil ist spiegelbildlich ausgebildet. Der längliche Teiglaib wird auf die wellenartige Wölbumga gebracht. Durch Einwirkung der Backhitze entsteht dann eiii IDrot f mit nierenförmigem Querschnitt.
  • Solche aufs natürlichem oder künstlichem Stein oder anderem wärmespeichernden Werkstoff bestehende prismatische Platten können neben= oder hintereinander unmittelbar aneinandergereiht werden, so da1:> auf diese Weise ein unebener Herdboden finit zahlreichen gleichen, einander parallel verlaufenden Mulden, .entsteht. Natürlich können auch ungleiche Mulden nebeneinander vorgesehen werden, um z. B. Brote verschiedener Größen herstellen zu können.
  • Der profilierte Backofenboden läßt sich auch ohne Fugen herstellen, und zwar beispielsweise durch Stampfen oder Gießen aus Kunststein oder Metall. Einen solchen Herdboden stellt die Abb. 2 dar.

Claims (1)

  1. PATr-:NTANsPrzLCHE: i. Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich ohne Backhilfsmittel angemachten und zur Vollgare gebrachten Teigen, vornehmlich Roggenbrot, dadurch gekennzeichnet, daß die Brotlaibe (f) auf ihrer Größe angepaßten. in ihrer ganzen Länge das gleiche Profil aufweisenden erhitzten, muldenförmigen und mit einer wellenartigen Erhöhung (a in der Mitte versehenen Platten aus wärmespeicherndem Werkstoff aufgelegt ttnd bei Einwirkung der Backraumhitze durch die aus den Plattenrändern (,d, e ausstrahlende -Wärme an den Seitenrändern hochgetrieben werden. Herdboden für Brotbacköfen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß zur Herstellung desselben die zur Aufnahme der einzelnen Brotlaibe dienenden, in ihrer ganzen Länge das gleiche Profil aufweisenden muldenförinigcn Platten neben-bzw. hintereinander (licht :inei.iaiidergereiht sind. 3: Herdboden für Brotbacköfen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dal!t die einzelnen aneinandergereihten 1@Iulden (w) fugenlos hergestellt sind. Herdboden für Brotbacköfen nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Broten unterschiedlicher Größe Mulden (g) ungleicher Breite und Tiefe nebeneinander angcordiiet sind.
DEE53414D 1940-02-27 1940-02-27 Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen Expired DE729055C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE53414D DE729055C (de) 1940-02-27 1940-02-27 Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE53414D DE729055C (de) 1940-02-27 1940-02-27 Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE729055C true DE729055C (de) 1942-12-09

Family

ID=7081764

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE53414D Expired DE729055C (de) 1940-02-27 1940-02-27 Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE729055C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT383013B (de) * 1983-03-01 1987-05-11 Riegler Ingrid Behaelter zum formen von brotteig

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT383013B (de) * 1983-03-01 1987-05-11 Riegler Ingrid Behaelter zum formen von brotteig

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE7001434U (de) Zweiteiliger, keramischer bratentopf.
DE3218944A1 (de) Vielseitiger zweifachbackofen
DE729055C (de) Verfahren zum Backen von frei geschobenem Brot aus weich angemachten Teigen
DE923503C (de) Grillvorrichtung
DE2616329C3 (de) Backofen
DE2225926A1 (de) Elektrisches geraet, insbesondere zum backen, braten, grillen oder dergl
DE19842606A1 (de) Das Fitburger-System belegtes Brötchen
DE4004786C2 (de)
US2221052A (en) Bakepan
DE3701366A1 (de) Vorrichtung zur erzeugung von dampf zum wiedererwaermen und/oder fertigbacken von lebensmitteln, insbesondere back- und grillgut
DE518623C (de) Schutzleiste fuer Backoefen zum Formhalten von Randbrot
DE2645673C3 (de) Heißluftbackofen mit einem Unter dem Back- und Bratraumboden liegenden Gasbrenner
DE93148C (de)
DE4208465C2 (de) Verfahren zum fettfreien Garen von Pfannkuchenteiglingen
DE463466C (de) Back-, Brat- und Duenstvorrichtung
DE598471C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verbesserung der Guete der Backware
DE311769C (de)
DE580576C (de) Verfahren zur Herstellung von Obst- und aehnlichen Kuchen
DE853647C (de) Backhaube
DE1934026A1 (de) Verfahren und Backform zur Herstellung von Backwaren
DE509498C (de) Verfahren und Backform zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren uebereinandergeschichteten, verschiedene Backhitze erfordernden Teigarten bestehenden Brotes
DE2545591C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Schiffszwieback oder Zwieback
DE433542C (de) Kochherd
DE1682481U (de) Backblech.
DE489067C (de) Verfahren zur Herstellung von Backware