DE72840C - Verfahren zur Reindarstellung des Irisaromas (Irons) - Google Patents

Verfahren zur Reindarstellung des Irisaromas (Irons)

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DE72840C
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iron
irons
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DENDAT72840D
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Firma HAARMANN & REIMER in Holzminden
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C403/00Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone
    • C07C403/14Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by doubly-bound oxygen atoms
    • C07C403/16Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by doubly-bound oxygen atoms not being part of —CHO groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/16Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring the ring being unsaturated

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das eingehende Studium des Gemisches verschiedener Körper, welches . man erhält, wenn man alkoholische oder ätherische Extracte aus der Iriswurzel im Dampfstrom destillirt, wurde ermittelt, dafs das riechende Princip der Iriswurzel ein nach der Formel ClsHc,0O zusammengesetztes Keton ist. Dieses Keton sei »Iron« genannt.
Aus der Untersuchung des Gemisches von chemischen Verbindungen, welche in der Iriswurzel· mit dem Iron vorkommen, und besonders aus der chemischen Natur des Irons ergeben sich einfache Methoden zur Reindarstellung des Irons. Dieselben gestatten auch, dasiron von allen den Verbindungen zu trennen, welche es in den unter den Namen Irisöl, Irisbutter u. s. f. in den Handel gebrachten Präparaten begleiten.
Die Darstellung von Iron kann z. B. in nachstehender Weise erfolgen:
Der alkoholische oder ätherische Extract der Iriswurzel wird der Destillation im Dampfstrom unterworfen, dabei gehen neben Iron organische Säuren, wie Myristinsäure, OeI-säure u. s. f., Methylester dieser Säuren, Alkohole höherer Reihen und , kleine Mengen von Aldehyden, besonders Oelsäurealdehyd etc., in das Destillat über.
Man nimmt diese Verbindungen in Aether auf und schüttelt die ätherische Lösung behufs Abtrennung der darin <vorhandenen freien Säuren mit verdünnter Alkalilauge. Der Rückstand von der so behandelten ätherischen Lösung wird in alkoholischer Lösung bei gewöhnlicher Temperatur der Einwirkung schwacher alkoholischer Alkalilauge ausgesetzt, wodurch die Verseifung der organischen Säureester erfolgt. Nach einigen Minuten giefst man in Wasser, schüttelt die alkalische Flüssigkeit mit Aether aus, verdampft den Aether und destillirt den Rückstand im Dampfstrom. Das Iron befindet sich unter den dabei zuerst übergehenden Körpern. Indem man diese Operation unter Verwerfen der noch anwesenden schwerer flüchtigen Substanzen mehrere Male wiederholt, erhält man ein Product, welches die charakteristischen Ketonreactionen giebt, aber noch kleine Mengen von Aldehyden (z. B. Oelsäurealdehyd), sowie von anderen Verunreinigungen enthält. Man behandelt dieses Product behufs Entfernung der Aldehyde mit schwachen Oxydationsmitteln, indem man es z. B. mit Wasser und Silberoxyd erhitzt, und führt das rohe Iron sodann in sein Phenylhydrazon oder ein durch verdünnte Säuren ebenfalls wieder zerlegbares Condensationsproduct mit einem anderen substituirten Ammoniak über.
Wenn man sich des Phenylhydrazons bedient, verfährt man z. B. wie folgt:
Man überläfst das Gemisch aus ungefähr äquimolecularen Mengen von rohem Iron und Phenylhydrazin einige Tage sich selbst und unterwirft die ölige Masse darauf der Destillation im Dampfstrom. Die vorhandenen Verunreinigungen und überschüssiges Phenylhydrazin gehen über und das Phenylhydrazon des Irons bleibt in dem Destillirgefäfs zurück.
/2. Auflage, ausgegeben am 10. Mai igoo.J
Man fügt sodann verdünnte Schwefelsäure oder eine andere Säure hinzu und destillirt von neuem, um das reine Iron zu gewinnen.
Man ersieht aus der vorstehenden Beschreibung, dafs man vermittelst der beschriebenen Methode das Iron nicht nur von den Substanzen trennen kann, weiche es in der Iriswurzel begleiten, sondern auch von denjenigen Verbindungen, welche im Verlaufe der verschiedenen Extractionsprocesse der Iriswurzel entstehen.
Das Iron ist ein nach der Formel C13H20O zusammengesetztes Keton, welches unter 16 mm . Druck bei 1440 siedet, ein Volumgewicht von 0,939 ur|d einen Brechungsexponenten Nd = 1,50113 hat. Wie die meisten Ketone der höheren Reihen verbindet sich das Iron nicht mehr mit Natriumbisulfit und wird von heifser Chlorkalklösung in Chloroform und eine organische Säure zerlegt.
Jodwasserstoffsäure führt das Iron bei höherer Temperatur unter Wasserabspaltung in einen Kohlenwasserstoff von der Formel C13 H18 über, welcher unter 12 mm Druck bei 11 ς bis i2o° siedet und durch starke Oxydationsmittel in eine nach der Formel C12 H12 O6 zusammengesetzte, bei 2140 schmelzende Säure umgewandelt wird. Das reine Iron besitzt den charakteristischen Geruch der Iriswurzel.
Aus dem Vorstehenden erhellt, dafs das aromatische Princip der Iriswurzel in reinem Zustande bisher weder industriell dargestellt, noch überhaupt erhalten, sondern den verschiedenen Industrien, welche es benutzen, nur gemischt mit anderen chemischen Verbindungen geliefert worden ist. Sowohl bezüglich der Form, als auch bezüglich der bei der industriellen Verwendung in Frage. kommenden Eigenschaften sind zwischen den bislang in den Handel gebrachten Irispräparaten und dem reinen Iron die wesentlichsten Unterschiede zu constatiren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reindarstellung des Irisaromas (Irons), darin bestehend, dafs man das aus den mit Wasserdä'mpfen flüchtigen Bestandteilen der Iriswurzel durch Behandlung mit Alkalilauge abgeschiedene rohe Iron mit Phenylhydrazin oder mit einem anderen substituirten Ammoniak in ein durch Säuren wieder zerlegbares Ketoncondensationsproduct überführt und aus diesem nach bekannten Methoden das Keton abscheidet.
DENDAT72840D Verfahren zur Reindarstellung des Irisaromas (Irons) Expired - Lifetime DE72840C (de)

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