DE892440C - Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden

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DE892440C
DE892440C DED8871A DED0008871A DE892440C DE 892440 C DE892440 C DE 892440C DE D8871 A DED8871 A DE D8871A DE D0008871 A DED0008871 A DE D0008871A DE 892440 C DE892440 C DE 892440C
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methylacrolein
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Thomas Bewley
Brian Keith Howe
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Distillers Co Yeast Ltd
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/61Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
    • C07C45/67Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton
    • C07C45/68Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by increase in the number of carbon atoms
    • C07C45/72Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by increase in the number of carbon atoms by reaction of compounds containing >C = O groups with the same or other compounds containing >C = O groups

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden und bezieht sich im besonderen auf 2-Alkoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-1, 5-diale und deren Darstellung aus a-Methy lacrolein.
  • Es ist bekannt, daß ungesättigte Aldehyde, wie z. $. a-Methacrolein, sehr unbeständig sind und leicht der Polymerisierung verfallen und daß diese Polymerisierung durch die Gegenwart oder den Zusatz von alkalischen Substanzen erleichtert und gefördert wird.
  • So haben beispielsweise Gilbert und Donleavy in journ. Amer. Chem. Soc. (1938) 6o, 1737, gezeigt, daß, wenn man a-Methylacrolein mit verdünntem, wäßrigem Alkali behandelt -Lind die Behandlung in Gegenwart von verhältnismäßig kleinen Mengen Äthylalkohol durchführt, um die Löslichkeit zu erhöhen, Polykondensierung eintritt, wobei drei Polymere aus dem Kondensationsprodukt isoliert und als das Trimer, Tetramer und Pentamer identifiziert wurden. Alle diese Produkte enthielten 1 Mol Wasser, das während der Polykondensierungsreaktion eingeführt worden war.
  • Es ist fernerhin in der USA.-Patentschrift 2 212 894. beschrieben worden, daß a-Methylacrolein, das vorher durch den Zusatz von einer geringen Menge Hydrochinon gegen Selbstpolymerisation geschützt worden war, nach Lösung in einem Überschuß von Äthylalkohol bei der Behandlung mit wäßrigem oder alkoholischem Alkali bei Temperaturen von O bis 50° Produkte liefert, welche entweder flüssige oder schmelzbare feste Polymerisationsprodukte sind und welche durch die Kondensierung von 3 bis 5 Mol Methylacrolein mit x Mol Wasser gebildet sein sollen.
  • Es wurde nun gefunden, daß substituierte Glutardialdehyde der allgemeinen Formel in welcher R ein niedriges Alkyl- oder Alkenylradikal, z. B. Methyl, Äthyl, n-Propyl, n-Butyl oder Allyl, bedeutet, erzeugt werden, wenn man a-Methylacrolein mit einem primären aliphatischen Alkohol im stöchiometrischen Überschuß über die Menge a-Methylacrolein in Gegenwart eines alkalischen Kondensierungsmittels in der Reaktionsmischung bei einer Temperatur unterhalb 50° zur Umsetzung bringt, die Reaktion durch Zusatz von Säure in einer solchen Menge, daß sie zum mindesten hinreicht, das alkalische Kondensationsmittel zu neutralisieren, abbricht, ehe wesentliche Mengen der höheren Polymerisationsprodukte gebildet worden sind, und den erzeugten substituierten Glutardialdehyd aus dem Reaktionsgemisch durch Destillation isoliert. Die Kondensation ist exothermisch, so daß es notwendig ist, durch geeignete Kühlung Vorsorge für die Kontrolle der Temperatur in der Reaktionsmischung zu treffen.
  • Alkohole für die Kondensation mit Methylacrolein sind beispielsweise primäre niedrige aliphatische Alkohole, wie z. B. Methylalkohol, Äthylalkohol, n-Propylalkohol, n-Butylalkohol, Allylalkohol u. dgl.
  • Als alkalische Kondensierungsmittel können anorganische Basen, wie z. B. die Hydroxyde der Alkalimetalle, die Oxyde oder Hydroxyde der alkalischen Erden und organische basische Verbindungen, wie die Alkyl- oder Arylamine und quaternäre Ammoniumbasen, Verwendung finden. Die Alkalien werden vorzugsweise in Gestalt ihrer Lösungen oder Suspensionen in Wasser oder Alkohol angewendet. Alkalialkoholate in alkoholischer Lösung können ebenfalls benutzt werden. Im letzteren Fall verwendet man zweckmäßig die Alkoholate von solchen Alkoholen, welche für die Reaktion mit dem a-Methylacrolein angewendet werden.
  • Die Menge des alkalischen Kondensationsmittels in dem Reaktionsgemisch kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Mit einer gesteigerten Menge Alkali geht die Reaktion jedoch mit großer -Geschwindigkeit vor sich und ist manchmal in wenigen Minuten beendigt, worauf dann weitere Kondensierung mit Bildung von höheren Polymerisationsprodukten stattfindet. Aus diesem Grunde besteht eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens darin, solche Alkalimengen in dem Reaktionsgemisch zur Anwendung zu bringen, daß die Kondensationsreaktion hinreichend Zeit in Anspruch nimmt, um ein bequemes Arbeiten zu gestatten, andererseits aber auch, um die Reaktion innerhalb weniger Stunden zum Abschluß zu bringen. Es ist daher zweckmäßig, weniger als 1 °/o Alkali zugegen zu haben. Bei Verwendung eines Alkahhydroxydes, wie z. B. Natriumhydroxyd als Kondensierungsmittel, wurden Mengen von o,2 bis 0,4 °/a, bezogen auf das Gewicht des a-Methylacroleins, als ausreichend und vorteilhaft befunden, um die Reaktion innerhalb 3 bis 6 Stunden zu Ende zu führen, wenn die Temperatur innerhalb der Reaktionsmischung unterhalb 5o° gehalten wurde. Zweckmäßig wird zwischen 1o und 40° gearbeitet, um Nebenreaktionen zu vermeiden.
  • Es wurde weiterhin die Entdeckung gemacht, daß die Reinheit des nach der fraktionierten Destillation erhaltenen substituierten Glutardialdehyds von der Anwesenheit von Wasser in dem Reaktionsmedium und seiner Menge beeinflußt wird. Ein hoher Grad von Reinheit in dem Produkt ist aber von Wichtigkeit, weil es praktisch unmöglich ist, nachträglich ein Produkt zu reinigen, welches durch Nebenprodukte von ähnlichem Siedepunkt mit dem des gewünschten Produktes verunreinigt ist. Solche Nebenprodukte, welche wegen ihres ähnlichen Siedepunktes mit dem der substituierten Glutardialdehyde sich nur schwer durch Destillation entfernen lassen, werden aber auch gebildet, wenn die Wassermenge in dem Reaktionsgemisch gewisse Grenzen überschreitet. Diese können durch Vorversuch festgestellt werden- und betragen z. B. 5o Gewichtsprozent des Gesamtgemisches, wenn Methylalkohol für die Alkoxylierung verwendet wird. Diese verunreinigten Produkte neigen viel rascher zur Polymerisierung als die reinen Glutardialdehyde. Es wurde ferner beobachtet, daß ein verunreinigtes Produkt einen höheren Brechungskoeffizienten aufweist als das reine Produkt und daß dieser Brechungskoeffizient selbst bei wiederholter Fraktionierung sich nicht wesentlich ändert. Beispielsweise besitzt der reine 2-Methoxymethyldimethylpentandialdehyd den Brechungskoeffizienten WD' 2,446o, während verunreinigte Produkte Brechungskoeffizienten von n D 1,4525 bzw. 1,4530 und 1,4535 aufwiesen. Andererseits hatte der reine substituierte Äthoxymethyldimethylpentandialdehyd den Brechungskoeffizienten n10 1,4424 während ein unreines Produkt einen solchen von 1,44g0 besaß und von den begleitenden Verunreinigungen, welche die Erhöhung des Brechungskoeffizienten verursachten, durch wiederholte Fraktionierung nicht befreit werden konnte. Die bis-2, 4-Dinitrophenylhydrazone, welche aus Fraktionen mit einem höheren Brechungskoeffizienten dargestellt wurden, sind unrein und können auch durch wiederholtes Umkristallisieren nicht einfach so weit gereinigt werden, daß sie einen konstanten Schmelzpunkt aufweisen. Es ist daher eine besondere zusätzliche und höchst vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung, die Kondensation in einem Gemisch vorzunehmen, welches mehr als 2, aber weniger als 75 Gewichtsprozent Wasser, berechnet auf das Gesamtgewicht des Gemisches, enthält. Die geeignete Spanne für den Wassergehalt in der Mischung hängt bis zu einem gewissen Grad von dem benutzten Alkohol ab, soll aber zweckmäßig in solchen Grenzen gehalten werden, daß keine Schichtentrennung in der Mischung auftritt. Die vorteilhafteste Menge läßt sich leicht durch Vorversuch feststellen. Beispielsweise bringen im Fall von Methylalkohol Mengen von 2 bis 3o Gewichtsprozent die gewünschte Wirkung hervor, ein reines Produkt zu liefern. Ein Wassergehalt von 50 °/o dagegen erzeugte ein Produkt mit dem leicht erhöhten Brechungskoeffizienten "b 'D' 1,4475, was auf das Vorliegen von geringen Mengen Verunreinigungen hinweist. Die vorzugsweise Methode, die Kondensation in Gegenwart von beschränkten Mengen Wasser zu bewirken, - hat also zur Folge, daß praktisch reine substituierte Dialdehyde erzeugt werden, welche sich dann au: dem Reaktionsgemisch, zweckmäßig durch fraktionierte Destillation, nachdem man vorher die Neutralisierung des Alkalis vorgenommen hat, in reinem Zustand gewinnen lassen.
  • Die folgende Tabelle I gibt die Resultate wieder, welche erhalten wurden, wenn a-Methylacrolein mii Methylalkohol in Gegenwart von unterschiedlicher Wassermengen kondensiert wurde. Die in der letzter Spalte angegebenen Brechungskoeffizienten lassen einen Schluß auf die Reinheit der durch sorgsame wiederholte Fraktionierung erhaltenen substituierten Glutardialdehydprodukte zu.
    Tabelle I
    Reagentien (in Gramm) Wasser Reaktions- Dialdehyd
    im Gemisch
    Methyl- , Methyl- Gewichts- zeit Brechungs-
    acrolein alkohol I Wasser NaOH Prozent Std. Ausbeute koeffizient
    272 64o 28 0,8 3 6 52 1:,446
    272 640 28 o,8 3 I9 59 1,446
    '27 2 576 zo8 0,8 11 1 31 1,446
    272 400 1648 1,6 71 1 36 1,456
    Die Anwesenheit von Wasser in dem Reaktionsgemisch, verbunden mit der Anwendung von verringerten Mengen Alkali, bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß dadurch die Möglichkeit gegeben ist, die Temperatur in dem Reaktionsgemisch leicht in den oben angegebenen Grenzen zu halten und auch die Zeit besser in der Hand zu haben, wenn die Reaktion zu unterbrechen ist, ehe weitere Polymerisation und damit die Bildung von undefinierten höheren Polymerisationsprodukten vor sich geht.
  • Die Bildung dieser höheren Polymerisationsprodukte durch Kondensation von mehr als a Mol a-Methylacrolein und dem anwesenden Alkohol geht allmählich vonstatten, und zwar geht sie durch die Zwischenstufe der Erzeugung von substituierten Glutardialdehyden, welche durch die Kondensation von 2 Mol a-Methylacrolein und r Mol Alkohol entstehen. Die Kondensation von a-Methylacrolein mit dem Alkohol und der Übergang des niedrigeren Kondensationsproduktes zu den höheren Polymerisaten werden durch eine Reihe von Faktoren beeinflußt und hängen ohne Zweifel von der Zeit ab, während welcher man dem Reaktionsgemisch gestattet, unter alkalischen Bedingungen zu verweilen. Die Länge der Zeit andererseits wird durch die Menge des alkalischen Kondensationskatalysators in dem Reaktionsgemisch, durch die Temperatur, bei welcher die Kondensation bewirkt wird, und durch die Natur des benutzten Alkohols beeinflußt. Die in dem Reaktionsgemisch vorhandene Wassermenge mag ebenfalls eine gewisse Wirkung darauf ausüben. Zum Zweck der Gewinnung der größtmöglichen Menge von den erwünschten substituierten Glutardialdehyden ist es daher notwendig, die Kondensationsreaktion zu unterbrechen, ehe wesentliche Quantitäten der höheren Polymerisationsprodukte entstanden sind. Der für die Unterbrechung der Kondensation unter den gewählten besonderen Bedingungen geeignetste Zeitpunkt läßt sich durch Vorversuch herausfinden. Die Unterbrechung und damit die Beendigung der Kondensation wird durch Zusatz von Säure zu dem Reaktionsgemisch und dadurch bewirkte Abstumpfung des Alkalis bis zur neutralen oder sauren Reaktion vorgenommen. Im letzteren Fall bedient man sich vorzugsweise einer schwachen organischen Säure, z. B. Essigsäure. Das Reaktionsgemisch wird sodann zur Wiedergewinnung unveränderten a-Methylacroleins und unverbrauchten Alkohols destilliert und die zurückbleibende Flüssigkeit zweckmäßig unter vermindertem Druck zum Zweck der Isolierung und Gewinnung des erzeugten substituierten Glutardialdehydes fraktioniert.
  • Da a-Methylacrolein häufig beim Stehenlassen saure Reaktion annimmt, ist es empfehlenswert, frisch destilliertes a-Methylacrolein bei der Durchführung der Reaktion zur Anwendung zu bringen. Dies ist besonders dann ratsam, wenn die verwendete Menge alkalischen Kondensationsmittels klein ist. Man kann jedoch auch so verfahren, daß man ein eine saure Reaktion aufweisendes a-Methylacrolein, ohne es vorher einer Destillation zu unterziehen, gebraucht, indem man den Säuregehalt bestimmt und eine entsprechende größere Menge des alkalischen Kondensationsmittels verwendet. Es ist weiterhin zweckmäßig, das a-Methylacrolein vor der Benutzung für das erfindungsgemäße Verfahren durch den Zusatz geringer Mengen eines der üblichen Stabilisierungsmittel, beispielsweise Hydrochinon oder Pyrogallol, zu stabilisieren. Es wurde gefunden, daß dies in keiner Weise das Verfahren der Erfindung abträglich beeinflußt.
  • Die substituierten Glutardialdehyde nach der Erfindung können als solche, z. B. als Ausgangsmaterialien, in plastischen Kondensationsprodukten, z. B. mit Aminen, Verwendung finden. Sie können aber auch in die entsprechenden Säuren, Ester oder andere Derivate umgewandelt werden. Durch katalytische Wasserstoffbehandlung, vorzugsweise unter Druck und bei erhöhten Temperaturen, werden die beiden Aldehydgruppen in Alkoholgruppen verwandelt, wobei die entsprechenden Alkoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-diole entstehen.
  • Beispiel i 2o ccm wäßrige n-Natriumhydroxydlösung wurden schnell zu einer Lösung von 28o g a-Methylacrolein (97(1/, rein, gleich 3,9 Graminol) und 640 g wasserfreien Methylalkohols (2o Grammol) unter Rühren und Kühlen in fließendem Wasser gegeben. Die Temperatur stieg sehr schnell auf 2o bis 25° und ging dann auf Zimmertemperatur zurück. Nach mehreren Stunden wurde die Mischung mit 2 ccm Eisessig angesäuert und bei Atmosphärendruck zur Entfernung von Methylalkohol und unverändertem a-Methylacrolein destilliert. Die verbleibende Flüssigkeit wurde unter vermindertem Druck fraktioniert, wobei als erste Fraktion ß-Methoxyisobutyraldehyd und dann eine höhersiedende Fraktion mit dem Siedepunkt 118 bis iig° bei i5 mm Hg erhalten wurden. Die letztere Fraktion lieferte bei abermaliger Fraktionierung bei 8 bis io mm Hg eine bei iog bis iio° siedende Fraktion, welche den Brechungskoeffizienten n D 1,4453 bis 6o besaß. Diese bestand aus dem substituierten Glutardialdehyd 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial. Sein bis-2, 4-Dinitrophenylhydrazon kristallisierte aus Äthylacetat in gelben Flocken, Schmelzpunkt 204 bis 2o5°.
  • Beispiel 2 Einer Lösung von 28o g a-Methylacrolein (9704 rein) in ii3o ccm absoluten Äthylalkohols wurden 2o ccm einer wäßrigen n-Natriumhydroxydlösung zugesetzt. Die Mischung wurde in fließendem Wasser gekühlt. Nachdem ein anfänglicher Temperaturanstieg auf ungefähr 35° nachgelassen hatte, wurde das Gemisch 18 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Nach Ansäuern mit 2 ccm Eisessig wurde die erhaltene Reaktionsmischung unter Atmosphäiendruck destilliert, wodurch unverändertes a-Methylacrolein und Methylalkohol entfernt wurden. Die zurückbleibende Flüssigkeit wurde unter vermindertem Druck fraktioniert, wobei zuerst ß-Äthoxyisobutyraldehyd überging. Danach destillierte eine höhersiedende Fraktion mit dem Siedepunkt 116 bis ii8°/io bis ii mm Hg und einem Brechungskoeffizienten n D 1,4424 über, die aus 2-Äthoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial bestand. Die Ausbeute betrug ungefähr 125 g.
  • ,Beispiel 3 Zoo ccm Methylalkohol wurden mit einer Lösung von 8 g Natriumhydroxyd in 12,5 ccm Wasser gemischt. Dies entspricht ungefähr ii Gewichtsprozent Natriumhydroxyd, auf die Menge a-Methylacrolein berechnet. Unter Umrühren und Kühlen wurden der Mischung 7o g a-Methylacrolein (970/,) so schnell wie möglich zugesetzt, während das Reaktionsgemisch auf einer Temperatur zwischen io und 2o° gehalten wurde. Nach Beendigung des Zusatzes des Methylacroleins wurde das Reaktionsgemisch bei Zimmertemperatur weitere io Minuten gerührt, dann mit 15 ccm Essigsäure angesäuert und destilliert, um Methylalkohol und unverändertes a-Methylacrolein wiederzugewinnen. Das zurückbleibende Öl wurde unter vermindertem Druck fraktioniert, wobei 28,6 g 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial mit dem Siedepunkt io8,5 bis 111°/g mm Hg und dem Brechungskoeffizienten ia D 1,446 gewonnen wurden. Ein Rückstand aus höhersiedendem Material von 17,2 g wurde ebenfalls erhalten.
  • Beispiel 4 o,8 g Natriumhydroxyd in 3 ccm Wasser gelöst wurden zu einer umgerührten und gekühlten Mischung von 7o g a-Methylacrolein (97 °/o rein und 3 °/o Wasser enthaltend) und 232 g Allylalkohol gegeben. Es erfolgte ein schneller Temperaturanstieg auf 30°. Danach wurde die Mischung 6 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen, mit Essigsäure angesäuert und zur Wiedergewinnung des Allylalkohols und unveränderten a-Methylacroleins destilliert. Fraktionierung des zurückbleibenden Öls unter vermindertem Druck lieferten 11,05 g 2-Allyloxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial als eine farblose, bei 14o bis 147° unter 9,5 mm Hg siedende Flüssigkeit, welche einen Brechungskoeffizienten n D 1,4631 besaß, zusammen mit 17,7 g eines etwas weniger reinen Materials mit dem Siedepunkt 147 bis 15o°/9,5 mm Hg und einem Brechungskoeffizienten n20 1,464o bis 1,4647. Eine analytisch reine Probe siedete bei 144 bis 144,5°/9,5 mm Hg und besaß u11 Das in üblicher Weise hergestellte bis-2, 4-Dinitrophenylhydrazon kristallisierte aus Essigsäureäthylester in verfilzten Massen von winzigen orangegelben Nadeln mit dem Schmelzpunkt 176 bis i77°.
  • Beispiel 5 2o ccm n-Natriumhydroxydlösung wurden rasch einer Mischung von 28o g a-Methylacrolein (97 °/a rein) und 640 g Methylalkohol unter Umrühren und Kühlen in fließendem Wasser auf io° zugesetzt. Die Mischung enthielt somit ungefähr 3 Gewichtsprozent Wasser, berechnet auf die Gesamtmischung. Die Temperatur stieg rasch auf 2o bis 25° und fiel dann wieder auf Zimmertemperatur. Die Mischung wurde aufgeteilt und die einzelnen Teile während verschiedener Zeiten, welche aus der folgenden Tabelle II ersichtlich sind, stehengelassen. Es wurde sodann mit 2 ccm Eisessig angesäuert und bei Atmosphärendruck destilliert, um Methylalkohol und unverändertes a-Methylacrolein zu entfernen. Die zurückbleibende Flüssigkeit wurde darauf bei vermindertem Druck fraktioniert, wobei zuerst ß-Methoxyisobutyraldehyd und sodann 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial übergingen. 'Siedepunkt 118 bis 119°/15 mm Hg. Die Ausbeuten, berechnet auf das angewendete a-Methylacrolein, und die Brechungskoeffizienten der verschiedenen Dialdehyde lassen sich ebenfalls aus Tabelle II ersehen.
    Tabelle II
    Unverändertes
    Reaktions- Methylacrolein Methoxy- Rückstand Brechungs-
    Experiment zeit und Methoxy- dimethylpentan- berechnet als koeffizient
    isobutyraldehyd dial Methylacrolein n D
    Std. 0/0 11/0 0/0
    i ........... 1 63 20 16 i,446
    2 ........... 6 26 52 17 1,446
    3 ........... ig 16 59 20 1,446
    Beispiel 6 2o ccm einer wäßrigen n-Natriumhydroxydlösung wurden einer umgerührten Mischung von 28o g a-Methylacrolein (970/, rein mit etwa 304 Wasser), 576 g Methylalkohol und 8o ccm Wasser zugegeben. Die Mischung enthielt demnach ii Gewichtsprozent Wasser. Das Gemisch wurde, wie in Beispie15 beschrieben, in fließendem Wasser gekühlt und, nachdem es i Stunde gestanden hatte, angesäuert und die Produkte wie in Beispiel 5 isoliert. Die Ausbeuten, berechnet auf a-Methylacrolein, waren Unverändertes a-Methylacrolein und ß-Methoxyisobutyraldehyd . . . . . . . . . . . . 460 /0 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-1,5-dial ............................ 31% Rückstand (berechnet als a-Methylacrolein) 17 0/,. Der Brechungskoeffizient der Dialdehydfraktion war n1,446. ö Dieser Dialdehyd hatte einen Siedepunkt von 1o8 bis iog'/8 bis io mm Hg und bildete ein bis-?, 4-Dinitrophenylhydrazon, welches aus Äthylacetat in gelben Flocken kristallisierte und einen Schmelzpunkt von 204 bis 205' besaß.
  • Beispiel 7 1409 frisch destilliertes a-Methylacrolein (WO/, rein) wurden sehr schnell bei 15 bis 25' unter Umrühren einer Mischung von 4oo ccm Methylalkohol, 115 ccm Wasser und io ccm einer wäßrigen n-Natriumhydroxydlösung zugesetzt. Die Mischung enthielt also 22 Gewichtsprozent Wasser. Die Mischung wurde sodann bei Zimmertemperatur 51/2 Stunden stehengelassen. Nach Ansäuerung mit Essigsäure und Entfernung des meisten Methylalkohols durch Destillation erhielt man eine Mischung von einem Öl und Wasser. Das Öl wurde mittels Äther abgetrennt und nachher bei vermindertem Druck fraktioniert. Das 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial fiel als farblose Flüssigkeit mit dem Siedepunkt 1o8 bis iii'/io mm Hg und n10 1,446 an. Die Ausbeute betrug 74 g oder 4.q.0/, der Theorie.
  • Beispiel 8 Der in Beispiel 7 beschriebene Ansatz wurde wiederholt, doch wurden an Stelle von 115 ccm Wasser in dem Gemisch Zoo ccm Wasser verwendet. Die Mischung wurde bei Zimmertemperatur 51/2 Stunden stehengelassen und lieferte nach der Aufarbeit 61 g reinen Dialdehyd.
  • Beispiel 9 140g a-Methylacrolein (97 °;, rein) wurden schnell unter Umrühren in eine Mischung von 740 g n-Butanol und einer Lösung von 0,4 g N atriumhydroxyd in 1,5 ccm Wasser gegeben, während die Reaktionstemperatur unterhalb 2o0 gehalten wurde. Die anfallende Lösung wurde bei Zimmertemperatur 6 Stunden stehengelassen, mit 2 ccm Eisessig angesäuert und im Vakuum fraktioniert destilliert. Nach Wiedergewinnung des unveränderten Butylalkohols und anderen niedrigsiedenden Materials wurde 2 n-Butoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial als farblose Flüssigkeit mit dem Siedepunkt 14o bis 145'/ 8,5 mm Hg und dem Brechungskoeffizienten n1,446o D erhalten. Die Ausbeute war 47,8 g oder 23 0/, der Theorie. Dieser Dialdehyd, welcher bisher in der Literatur noch nicht beschrieben worden ist, bildete ein bis-2, 4-Dinitrophenylhydrazon, welches aus Äthylacetat in winzigen goldfarbigen Nadeln kristallisierte; es hatte den Schmelzpunkt ido bis 181'.
  • Beispiel io 0,4 g Natriumhydroxyd wurden in einer Mischung von 740 g n-Butylalkohol und 50 ccm Wasser gelöst. Diese Mischung wurde bei 15 bis 2o0 gehalten, während ihr 140 g a-Methylacrolein (g7 0/, rein mit einem Gehalt von 3 0/, Wasser) unter Umrühren sehr schnell zugesetzt wurden. Die Mischung enthielt somit 5 Gewichtsprozent Wasser. Sie wurde unter Weiterrühren 6 Stunden stehengelassen, dann mit 2 ccm Essigsäure angesäuert und fraktioniert. Nachdem unverändertes a-Methylacrolein und Butanol zurückgewonnen waren, destillierte 2 n-Butoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5-dial als eine in der Spanne von 138 bis 147' bei io mm Hg siedende Fraktion über. Der Brechungskoeffizient war n ö 1,4461 bis i,447o. Die Ausbeute betrug 41,6 g oder 2o 0/, der Theorie. Die Verbindung ist neu.
  • Beispiel ii Eine Mischung von 16o g Methylalkohol, 22i ccm Wasser und 70 g a-Methylacrolein (97 0/, rein) wurde unterhalb 15° gekühlt und unter Umrühren schnell mit 5 ccm n-Natriumhydroxydlösung versetzt.. Die sich ergebende Mischung, welche 5o0/, Wasser enthielt, wurde 6 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen, mit i ccm Essigsäure angesäuert und destilliert, um Methylalkohol und unverändertes a-Methylacrolein zu entfernen. Die zurückbleibende Mischung schied sich in zwei Phasen und wurde mit Äther ausgeschüttelt. Die trockene Ätherlösung wurde zur Entfernung des Lösungsmittels destilliert und das erhaltene Öl unter vermindertem Druck fraktioniert, wobei 20,3 g leicht verunreinigtes 2-Methoxymethyl-2, 4-dimethylpentan-i, 5=dial mit dem Brechungskoeffizienten n'0 1,4475 erhalten wurden.
  • Beispiel 12 Eine Mischung von 7o g a-Methylacrolein (97"/o rein mit einem Gehalt von etwa 30/0 Wasser) und 16o g Methylalkohol wurde gerührt und auf unter 2o° gehalten, während eine Lösung von o,8 g Bariumhydroxyd (Octahydrat) in 25 ccm Wasser sehr schnell zugefügt wurde. Nach 6 Stunden Stehen bei Zimmertemperatur wurde die Mischung, welche 11,7 % Wasser enthielt, mit i ccm Essigsäure angesäuert und zur Wiedergewinnung des Methylalkohols und des unverändert gebliebenen a-Methylacroleins destilliert. Die verbleibende Flüssigkeit wurde unter vermindertem Druck fraktioniert und lieferte 20,4 g Dialdehyd mit einem Brechungskoeffizienten n. D 1,4465 Beispiel 13 7o g a-Methylacrolein (97%ig) wurden mit 2309 Äthylalkohol und 2g1 g Wasser gemischt. Die Mischung enthielt somit 5o Gewichtsprozent Wasser. Sie wurde mit Wasser gekühlt und unter Rühren mit 5 ccm n-Natriumhydroxydlösung versetzt. Die sich ergebende Mischung wurde 6 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen, mit i ccm Essigsäure angesäuert und zur Wiedergewinnung des größten Teils des Äthylalkohols und unveränderten a-Methylacroleins destilliert. Das zurückbleibende Gemisch von Öl und Wasser wurde mit Äther extrahiert, der Ätherauszug getrocknet und eingedampft. Das Öl wurde sodann unter vermindertem Druck fraktioniert, wobei 18,7 g 2-Äthoxymethyl-2, 4-dimethylpentani, 5-dial mit einem Brechungskoeffizienten n ö 1,q.439 aus welchem hervorging, daß der Dialdehyd leicht verunreinigt war, anfiel.

Claims (5)

  1. PATENTANSPROCHE: r. Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden der allgemeinen Formel in welcher R einen niedrigeren Alkyl- oder Alkenylrest darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß a-Methylacrolein mit einem primären niedrigeren aliphatischen Alkohol in einer stöchiometrisch überschüssigen Menge in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels in dem Reaktionsgemisch bei einer Temperatur zwischen o und 5o°, zweckmäßig zwischen io und 40°, umgesetzt und die Reaktion durch Zugabe von so viel Säure, daß sie zum mindesten ausreicht, um das alkalische Kondensationsmittel zu neutralisieren, beendigt wird, ehe erhebliche Mengen von höheren Polymerisationsprodukten sich gebildet haben, worauf die derart erzeugten Glutardialdehyde durch Destillation aus dem Reaktionsprodukt isoliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsgemisch durch Zugabe einer organischen Säure angesäuert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als alkalisches Kondensationsmittel Alkalihydroxyd Verwendung findet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalihydroxyd in einer Menge von weniger als i Gewichtsprozent, zweckmäßig von o,2 bis 0,4 0/0, berechnet auf die Menge des anwesenden a-Methylacroleins, verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart von Wasser in dem Reaktionsgemisch vorgenommen wird, wobei die Menge Wasser zweckmäßig derart bemessen wird, daß die Reaktionsmischung homogen ist, z. B. mehr als 2 und weniger als 5o Gewichtsprozent, berechnet auf die Gesamtmischung.
DED8871A 1950-05-22 1951-05-12 Verfahren zur Herstellung von substituierten Glutardialdehyden Expired DE892440C (de)

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