DE728306C - Verfahren zur Herstellung von mit Woll- und Chromfarbstoffen anfaerbbaren Kunstfasern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Woll- und Chromfarbstoffen anfaerbbaren Kunstfasern

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DE728306C
DE728306C DEI61548D DEI0061548D DE728306C DE 728306 C DE728306 C DE 728306C DE I61548 D DEI61548 D DE I61548D DE I0061548 D DEI0061548 D DE I0061548D DE 728306 C DE728306 C DE 728306C
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wool
dyed
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synthetic fibers
spinning
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DEI61548D
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Dr Erich Graumann
Dr Gustav-Adolf Schroeter
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F1/00General methods for the manufacture of artificial filaments or the like
    • D01F1/02Addition of substances to the spinning solution or to the melt
    • D01F1/10Other agents for modifying properties
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von mit Woll- und Chromfarbstoffen anfärbbaren Kunstfasern Es ist bekannt, Viscosespinnlösungen Stoffe zuzusetzen, die Amidgruppen und Imidgruppen enthalten oder die in der Viscose sich unter Bildung solcher Stoffe umsetzen können. Aus solchen Spinnlösungen in Fällbädern hergestellte Gebilde, wie Fäden, Filme u. dgl., sind bezüglich ihrer mechanischen Eigenschaften verbessert. Als besonders geeignete Zusatzstoffe werden u. a. auch Cyanamid und Dicyanamid genannt. Diese Stoffe können als solche oder nach Kondensation mit Aldosen der Spinnlösung zugefügt werden. Den Spinnbädern kann auch gegebenenfalls Formaldehyd zugesetzt werden. Eine wesentliche Animalisierung der aus den Lösungen gefällten Produkte bewirken die Zusatzstoffe nicht, weil sie zu leicht wasserlöslich sind.
  • Auch sind schon Verfahren beschrieben worden, bei denen Kondensationsprodukte aus Aminen oder Säureamiden; wie Harnstoff oder Dicyandiamid, und Aldehyden den Spinnlösungen .zugesetzt werden. Zur Herstellung der Kondensationsprodukte wurden bei diesen Verfahren immer Formaldehyde verwendet.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von mit Woll-und Chromfarbstoffen anfärbbaren Kunstfasern. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß den Spinnlösungen Kondensationsprodukte des Cyanamids mit Acetaldiehyd oder höheren, lösende Gruppen nichtenthaltendenAldehyden@ wie Isohexylaldehyd, Isoheptylaldehyd, Isobutylaldehyd, zugesetzt werden. Fügt man diese Kondensationsprodukte gelöst oder fein dispergiert den Spinnlösungen zu, so werden diese Stoffe in den sich bildenden Fäden abgelagert und dadurch eine Faser erzeugt, die sich mit sauren Wollfarbstoffen und Chromfarbstoffen gut und echt anfärben läßt.
  • Durch richtige Dosierung der Kondensationsprodukte aus Cyanamid und Aldehyden entstehen Fasern, die in bezug auf die Anfärbbarkeit mit sauren Wollfarbstoffen den Wollfasern nicht nachstehen. Zum Verspinnen eignen sich je nach den Eigenschaften des Kondensationsproduktes sowohl solche Spinnverfahren, bei denen neutrale Fällbäder benutzt werden, z. B. das Verfahren nach dem Patent 702 248, als auch solche, die sich saurer Fällbäder bedienen.
  • Die Kondensationsprodukte können in derselben Weise wie das Kondensationsprodukt aus Cyanamid und Formaldehyd hergestellt werden (Patente 522 o56 und 580 830`) . Die Kondensationsprodukte aus Cy aitamid und Acetaldehyd bzw. höheren Aldehyden sind teils in Alkohol löslich, teils unlöslich. Sie werden entweder in Lösungsmitteln. z. B: Alkohol, gelöst oder ungelöst in fein verteiltem Zustand in die Spinnlösungen im Laufe ihrer Herstellung eingebracht. Verbindungen, die in Alkohol nicht ohne weiteres löslich sind, können gegebenenfalls, soweit sie in Säuren löslich sind, durch Lösen in Säurer; und Fällen mit Alkali alkohollöslich gemacht werden. Die auf solche Weise umgefällten Produkte haben sich für die Verwendung als Zusatzmittel für Spinnlösungen besonders bewährt. Die in Säuren löslichen und gegebenenfalls aus Säurelösungen ungefällten Produkte werden gemeinsam mit Viscose nach dem oben angeführten Verfahren des Patents 702 248 versponnen und später aus neutraler Flotte mit sauren Wollfarbstoffen gefärbt.
  • Die Kondensationsprodukte aus Cyanamid und Aldehyden höherer Ordnung sind den aus Acetaldehy d gebildeten überlegen. Das Reaktionsprodukt aus Cy anamid und z. B. Isohexylaldehyd ist ein harzartiger, schwach gelb gefärbter Stoff, der alkohollöslich, aber praktisch wasser-, alkali- und säureunlöslich ist. Demzufolge können Spinnlösungen, die Kondensationsprodukte aus Cyanamid und Isoliexylaldehy d enthalten, sowohl in neutralen Salzbädern als auch in sauren @Spinnbädern versponnen werden und ergeben ein Fasergut, das sich aus saurer Flotte wie Wolle anfärbt. Von Wichtigkeit ist eine gute Emulgierung des Körpers in der Viscose. Diese kann zweckmäßig unter Mitverwendung von guten Emulgier- und Dispergiermitteln, z. B. mit Hilfe von Türkischrotöl. Praestabitöl (Text.ilhilfsmitteltabellen von J. Hetzer, Berlin 1933, Seite 143 bis i45), Emulphor O (H e t z er, i. c., Seite 49) und anderen durchgeführt werden. Eine besonders gute Eignung besitzen aber Zusatzstoffe, wie hochsiedende Ester, z. B. Triphenyl- und Trikresylphosphat, die als Weichmachungsmittel bekannt sind (J o r d a i i, Chemische Technologie der Lösungsmittel, 1932, Seite 288, 289). Solche Zusätze beeinflussen das Aufziehvermögen sowie die Gleichmäßigkeit der Farbstoffaufnahme günstig.
  • Beispiele i. Zu 11/2 1 einer Viscose mit 8 °% Cellulose und 6,5 °/a Alkali werden 20 g des mit Salzsäure umgelösten Reaktionsproduktes aus Cyanamid und Acetaldehyd gegeben. Durch Spinnen nach dem Patent 702 248 mit anschließender thermischer Zersetzung wird eine Faser mit etwa i,8 °/o Stickstoff erhalten.
  • 18 Gewichtsteile Isohexylaldehydcyanamidkondensatwerden in 65 Volumteilen Cyclohexanol gelöst und in 2 000 Volumteilen einer Viscose mit 8 °/o Cellulose und 6,5 % Alkali emulgiert. Diese Viscose wird mit einem Müllerbad versponnen und ergibt eine Faser mit etwa 1,6 °/o Stickstoffgehalt.
  • 3. 18 Gewichtsteile Isohexylaldehydcyanamidkondensat werden in 6o Volumteilen Cyclohexanol gelöst und beispielsweise 2o Voluniteile Triphenyl- oder Trikresylphosphat hinzugefügt. Wie unter Beispiel e beschrieben, wird in ein saures Spinnbad gesponnen. -1.. 36,5 Gewichtsteile Isoheptylaldehydcyanainidkondensat werden in 8o ccm Isoheptylaldehyd gelöst und die Lösung in 3 1 Viscose fein emulgiert. Die Viscose wird dann in einem Bad, das 15'/, Ammoniumsulfat und 15/, °-Natriumsulfat enthält. koaguliert und in einem heißen Salzbad zu Cellulosehydrat zersetzt. Eine aus der so hergestellten Viscose gesponnene Faser finit Einzeltiter von 4,6 Denier hat einen Stickstoffgehalt von 1,96 °/o.
  • 5. 25 Gewichtsteile Isobutylaldehydcyanamidkondensationsprodukt werden in 31 Viscose fein emulgiert. Die Viscose wird dann zu einer Faser von 3,75 Denier, wie in Beispiel 4 angegeben, versponnen. Die erhaltene Faser hat einen Stickstoffgehalt von 1,24'/,.
  • 6. Eine Lösung von 25 g Acetylcelltilose in 75 g Aceton, der 2,5 g in io g Alkohol gelöstes Kondensationsprodukt aus Isoliex\-1-aldehyd und Cyanamid zugesetzt worden ist, wird in bekannter Weise nach dein Trockenspinnverfahren versponnen. Es wird eine Acetatseide erhalten, die mit Wollfarbstoffen in derselben Weise angefärbt werden kann wie Wolle.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von mit Woll- und Chromfarbstoffen anfärbbaren Kunstfasern, dadurch gekennzeichnet, daß Kondensationsprodukte des Cyanamids mit Acetaldehyd oder höheren, lösende Gruppen nicht enthaltenden Aldehyden. wie Isohexylaldehyd, Isoheptylaldehyd. Isobutylaldehyd, der Spinnlösung zugesetzt werden.
DEI61548D 1938-06-05 1938-06-05 Verfahren zur Herstellung von mit Woll- und Chromfarbstoffen anfaerbbaren Kunstfasern Expired DE728306C (de)

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BE434319D BE434319A (de) 1938-06-05 1939-05-12
FR854739D FR854739A (fr) 1938-06-05 1939-05-15 Procédé de fabrication de fibres artificielles ayant de l'affinité tinctoriale pour les colorants pour laine et les colorants de chrome
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