AT150895B - Verfahren zur Herstellung von gekräuselten Stapelfasern aus Viskose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gekräuselten Stapelfasern aus Viskose.

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  Verfahren zur Herstellung von gekräuselten Stapelfasern aus Viskose. 



   Es sind Verfahren bekannt, bei denen die frisch gesponnenen Cellulosehydrat-oder Cellulose-   csterfäden   zwischen geriffelten Walzen oder durch andere mechanische Einwirkungen einer Kräuselung unterworfen werden. Wurden diese bekannten Verfahren bei der Herstellung von Viskosefasern verwendet, so wurde die Verformung der Fasern bisher immer in einem für die Zersetzung der Viskose zu Cellulosehydrat geeigneten Bad oder nach Anwendung eines solchen Zersetzungsbades durchgeführt. 



  Dabei zeigte sich, dass je nach der fällenden Kraft des Bades oder je nach der Art der angewandten Viskose und nach dem Zeitpunkte der Einwirkung der verformenden Vorrichtung auf den Faden verschiedene Resultate erzielt wurden. Die Art und die Stärke der auf diese Weise erzielten Kräuselung der Fäden waren mehr oder weniger ganz zufällig und nicht gesetzmässig bestimmbar. 



   Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen beim Spinnen von Viskose in Fällbädern zuerst in einem besonderen Bad Cellulosexanthogenatfäden erzeugt werden und diese dann in einem zweiten Bad erst in Cellulosehydratfäden umgewandelt werden. Zwischen dem ersten und zweiten Bad sind die Fäden auch schon in Stapel geschnitten worden. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Kräuselung und Wellung von frisch gesponnenen Fäden aus Viskose am vorteilhaftesten ebenfalls an Fäden vorgenommen wird, die noch nicht aus Cellulosehydrat, sondern noch aus Cellulosexanthogenat bestehen. Demgemäss wird bei dem Verfahren nach der Erfindung der Fällvorgang der Viskose in zwei Abschnitte-eine Koagulation zu Cellulosexanthogenat und eine Zersetzung zu Cellulosehydrat-unterteilt und die Kräuselung und Wellung der gesponnenen Faser nach der Koagulation zu Cellulosexanthogenat und vor der Zersetzung zu Cellulosehydrat vorgenommen. 



   Um das Verfahren praktisch zu verwirklichen, muss der aus der Düse austretende Faden zuerst mit einer Badflüssigkeit behandelt werden, welche nur fällend wirkt, ohne das Cellulosexanthogenat zu zersetzen. Solche Bäder können beispielsweise als fällend wirkendes Agens organische Säuren, Ammoniumsulfat oder Natriumsulfat oder ein Gemisch beider Salze ohne Säure oder in Gegenwart von nur sehr geringen Mengen Säure enthalten. Nach dem Austritt der Fäden aus dem ersten   Koagula-   tionsbad werden die bekannten Vorrichtungen zum Falten und Kräuseln der Fäden auf den laufenden Faden zur Einwirkung gebracht. Beispielsweise kann der Faden zwischen geriffelten Walzen oder zwischen einer geriffelten Walze und einer nachgiebigen Unterlage geformt werden.

   Erst nach dem Verlassen der Kräuselungsvorrichtung wird der verformte Faden einer Zersetzung zu Cellulosehydrat unterworfen. Diese Zersetzung kann in bekannter Weise durch chemische Mittel, z. B. durch die bekannten sauren Spinnbäder oder durch Lösungen von Mineralsäuren, oder durch physikalische Einwirkungen, z. B. durch ein auf hohe Temperatur erhitztes, an sieh das Cellulosexanthogenat nicht zersetzendes Mittel, bewirkt werden. 



   Wird nach diesem Verfahren gearbeitet, so entsteht unter allen Umständen ein gut gekräuselter und gleichmässiger Faden, der sehr gut auf Stapel für Wollersatz verarbeitet werden kann. Die Stapelschneidemaschine schliesst sich zweckmässig unmittelbar der   Kräuselungsvorrichtung   an, auf die das Zersetzungsbad folgt. In diesem Falle werden die Xanthogenatfäden durch die   Kräuselungsvorriehtung   den Schneidemaschinen zugeführt. Die endgültige Zersetzung zu Cellulosehydratfäden findet dann zweckmässig in einer Schwemmrinne oder durch Berieseln der auf einer endlosen Siebunterlage weitergeförderten Stapelabschnitte statt.

   Da die Faser in geschnittenem Zustand ungehindert schrumpfen kann, wird der Kräuseleffekt durch die Zersetzung in der Stapelform noch verbessert, besonders wenn 

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 die Zersetzung des Xanthogenats durch die hohe Temperatur einer Badflüssigkeit und nicht durch ihre chemische Zusammensetzung bewirkt wird. 



   Das Zersetzungsbad für die Xanthogenatfäden kann auch auf den noch nicht geschnittenen Faserstrang zur Einwirkung gebracht werden, wobei die Schneidemaschine erst hinter dem Zersetzungsbad Aufstellung findet. 



   Eine Viskose aus gereifter Alkalicellulose mit 7-8% Cellulosegehalt und 5'5-7% Alkali wird zweckmässig bei einer Reife, die einer Salzzahl von 5-7 entspricht, durch Metalldüsen von 600-1200 Loch bei entsprechenden Lochdurchmessern, z. B.   0-08 min,   in ein Koagulationsbad mit   15-25%   Ammoniumsulfat und 5-10% Natriumsulfat bei Temperaturen zwischen 10 und 90  C versponnen.

Claims (1)

  1. Der Xanthogenatfaden, der zusätzlich über Spannstäbe, Rollen, Ösen oder ähnliche gebräuchliche Spannvorrichtungen geleitet werden kann, wird sodann durch Abzugswalzen aufgenommen und den geriffelten Walzen zugeführt. Diese Riffelwalzen bringen das Material nach Erteilung der Kräuselung der Schneidevorrichtung, z. B. gemäss dem Patent Nr. 129292, zu. Im Anschluss hieran wird die Zersetzung der Xanthogenatfäden nach dem Patent Nr. 146681 z.
    B. in einem Glykolbad bei Temperaturen über 1000 C vorgenommen, PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von gekräuselten Stapelfasern aus Viskose unter Vornahme des Fällvorganges der Viskose in zwei Stufen, dadurch gekennzeichnet, dass der Fällvorgang der Viskose in zwei Abschnitte-eine Koagulation zu Cellulosexanthogenat und eine Zersetzung zu Cellulosehydrat-unterteilt und eine Kräuselung oder Wellung der gesponnenen Faser, z. B. durch Riffelwalzen, nach der Koagulation zu Cellulosexanthogenat und vor der Zersetzung zu Cellulosehydrat vorgenommen wird.
AT150895D 1935-06-27 1936-06-12 Verfahren zur Herstellung von gekräuselten Stapelfasern aus Viskose. AT150895B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749831C (de) * 1939-02-25 1945-02-05 Thueringische Zellwolle Ag Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Faeden aus Viskose
DE949302C (de) * 1941-03-29 1956-09-20 Leo Ubbelohde Dr Verfahren zum Herstellen von voluminoesen, wollaehnlichen, krausen Kunstseidefaeden od. dgl.

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AT155545B (de) 1939-02-10

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