DE72166A - Einzelanrufer für Fernsprechanlagen - Google Patents
Einzelanrufer für FernsprechanlagenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. Vl
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Einzelanrufer für Fernsprechanlagen und
besteht im wesentlichen darin, dafs auf jeder der hinter einander geschalteten und nur durch
eine einzige Leitung verbundenen Stellen ein Zeigertelegraph angeordnet wird, mittelst dessen
von einer Aufgabestelle aus die Telegraphen sämmtlicher anderen Stellen gleichlaufend bewegt
und in eine bestimmte, der anzurufenden Stelle entsprechende Lage gebracht werden
können.
Zur Inbetriebsetzung der Wecker sind sä'mmtliche
Telegraphenzeiger mit je einer Stromschlufsvorrichtung versehen, welche auf den verschiedenen Stellen so gegen einander versetzt
sind, dafs sie bei dem Gleichlauf sä'mmtlicher Zeiger einzeln nach einander geschlossen
werden, und dafs, wenn beispielsweise beim Anrufen der Stelle η sä'mmtliche Telegraphenzeiger
auf die Zahl η des Zifferblattes ein-■ gestellt sind, nur auf dieser betreifenden anzurufenden
Stelle η die Lärmleitung geschlossen wird. Um während dieser gleichlaufenden Bewegung
der Telegraphenzeiger beim Anrufen einer bestimmten Stelle η auch ein Läuten auf
den dazwischen liegenden Stellen 1 bis η zu verhindern, wird die Anordnung zweckmäfsig
so getroffen, dafs der Wecker nicht unmittelbar durch das am Zeigertelegraphen angeordnete
Stromschlufsstück, sondern durch ein in die Linienleitung eingeschaltetes polarisirtes
Relais bewirkt wird, welches durch einen Strom, der dem zum Betriebe der Zeigertelegraphen
benutzten Strom entgegengesetzt ist, einen zweiten Stromschlufs herstellt, so
dafs durch letzteren und durch den am Zeigertelegraphen angeordneten und durch den TeIegraphenzeiger
hergestellten Stromschlufs eine in diesem Falle als Ortsbatterie eingeschaltete Linienbatterie der angerufenen Stelle ihren
Strom zum Wecker entsenden kann.
Ferner ist bei dem vorstehend gekennzeichneten Einzelanrufer der Umstand .wesentlich,
dafs sämmtliche Zeigertelegraphen nach stattgehabtem Gespräch wieder in die Nullstellung
zurückkehren, jedoch nicht durch Elektromagnetwirkung , sondern auf mechanischem.
Wege durch ein an die Achse des. Telegraphenzeigers angreifendes Gewicht (oder eine
Feder). Störende Abweichungen in der Stellung der Telegraphenzeiger auf den verschiedenen
Stellen können daher nicht stattfinden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein derartiger Einzelanrufer in den Fig. 1 bis 4 dargestellt,
und zwar zeigt die Fig. 1 schematisch die Anordnungsweise von Einzelanrufern, während
die Fig. 2 eine besondere Ausführungsform eines Einzelanrufers und die Fig. 3 und 4
Einzelheiten des Zeigertelegräphen erkennen lassen.
Bei der in der Fig. 1 veranschaulichten Fernsprechanlage
sind zehn Theilnehmerstellen angenommen, von denen in der Zeichnung nur zwei, nämlich die Stellen 1 und 5, dargestellt
sind. Sämmtliche Stellen sind durch eine Linienleitung / verbunden, in welche die zum
Betriebe der Empfänger A und der Geber B der Zeigertelegraphen dienenden polarisirten
Relais R eingeschaltet sind.
Zum Betrieb der Relais R ist auf jeder Fernsprechstelle eine Linienbatterie C aufgestellt,
von welcher aus durch einen schematisch an-
gedeuteten Umschalter D ein Strom in der einen oder anderen Richtung durch die Linienleitung
hindurchgesandt werden kann. Befindet sich z. B. der Hebel B dieses Umschalters in
der Ruhelage, d. h. steht derselbe auf Mitte, wie in Stelle 5, Fig. 1, so ist die Batterie C
ausgeschaltet und die Linienleitungen der Stelle 5 sind unmittelbar mit einander verbunden.
Der Strom kann alsdann, wenn diese Stelle von irgend einer anderen aus angerufen
werden soll, durch die Solenoide des Relais R fliefsen. Wird hingegen der Hebel B nach
links hinübergelegt, so wird beispielsweise in der Richtung der doppelt gezeichneten Pfeilspitze
ein Strom durch die Linienleitung I hindurchfliefsen und hierbei sämmtliche Relaisanker
der verschiedenen Fernsprechstellen derart in Thä'tigkeit setzen, dafs sie (in der Zeichnung
nach rechts) überkippen und den Stromschlufs bei c2 herstellen. Hierdurch wird auf
sämmtlichen Stellen der Stromkreis II1 der Ortsbatterie E geschlossen, und ein in denselben
eingeschalteter Elektromagnet E1 erregt. Der Elektromagnet E1 zieht alsdann
einen mit einer Sperrklinke versehenen Anker an, die Sperrklinke greift in ein auf der Zeigerachse
der Empfänger A sitzendes Steigerad, so dafs also bei jedesmaliger Schliefsung
bei c1 das Steigerad und mit ihm der Empfängerzeiger
c1 um einen Zahn weiter gedreht werden. Wenn man nun beispielsweise auf
der Stelle 1 den Geber fünfmal nach links drückt, so sind infolge der fünfmaligen Unterbrechung
und Schliefsung des Linienstromkreises und damit des Ortsstromkreises II1 die
Zeiger sämmtlicher Empfänger A der verschiedenen Fernsprechstellen in der Stellung 5 angelangt.
An sämmtlichen Empfängern ist nun, wie oben erwähnt, ein Zeiger c1 angeordnet,
welcher ein Stromschlufsstück trägt.
Der Zeiger ist auf den verschiedenen Stellen so gesetzt, dafs er auf Nr. 1 der Zeigerstellung
i, auf Nr. 2 der Zeigerstellung 2, auf Nr. 3 der Stellung 3 u. s. w. entspricht. .
Ist der Stromschlufszeiger c1 auf der Stelle 5
durch das fünfmalige Oeffnen und Schliefsen des Linienstromkreises von Nr. 1 aus auf die
Stellung 5 gebracht, so wird der Geberhebel B nach rechts hinübergelegt. Hierdurch wird der
Strom in der Richtung der einfach gezeichneten Pfeilspitze, also in entgegengesetztem
Sinne wie vorher, durch die Linienleitung I geschickt, und es werden alsdann auch die
Relaisanker nach links überkippen. Hierdurch wird der Stromschlufs bei c hergestellt, und
auf sämmtlichen Stellen der Stromkreis II der Ortsbatterie E geschlossen. Infolge dessen
wird der Anker des in den Stromkreis II eingeschalteten Elektromagneten E2 angezogen.
Da der Stromschlufsarm c J nur auf der
anzurufenden Stelle 5 eine solche Lage einnimmt, dafs durch die Anziehung des Ankerhebels
des Elektromagneten E2 die Nase / desselben mit dem Stromschlufsarm c1 in Berührung
kommt, so wird auch nur hier der Stromkreis III geschlossen und der Wecker zum Tönen gebracht, wobei die Linienbatterie C
der Stelle 5 als Ortsbatterie in die Leitung III eingeschaltet ist.
Der Umschalthaken für den Fernhörer kann mit geeigneten Stromschlufsvorrichtungen versehen
werden, vermöge welcher beim Abnehmen des Fernhörers selbstthätig die zum Sprechen erforderlichen Schaltungen vorgenommen
werden, auch kann statt des Hebels B irgend ein passendes Stromschlufsrad mit
Kurbel, ein Magnetinductor u. dergl. benutzt werden.
Um zu verhindern, dafs beim Gebrauch der Einzelanrufer die Zeiger der Empfänger A bei
zu schneller Drehung der Geberkurbel auf den verschiedenen Stellen verschiedene Stellungen
erhalten, wodurch der Betrieb gestört werden würde, sind sämmtliche Empfänger mit einer
Vorrichtung versehen, durch welche sie nach beendetem Gespräch dem Zurückführen der
Geberkurbel in die Nullstellung selbstthätig und auf mechanischem Wege ebenfalls wieder in
Nullstellung zurückgeführt werden. Dies läfst sich am einfachsten in der Weise erreichen,
dafs man an der Zeigerachse des Empfängers mittelst einer Schnur ein Gewicht g befestigt,
welches bei der Einstellung des Empfängerzeigers aufgezogen wird. Das Steigerad, welches
durch Elektromagnetwirkung den Empfängerzeiger dreht, kann alsdann so eingerichtet werden, dafs beim Ueberführen des
Geberhebels B in die Nullstellung das Gewicht g selbstthätig ausgelöst wird und den*
Empfängerzeiger im umgekehrten Sinne der Uhrzeigerbewegung in die Anfangsstellung
zurückführt.
In der Fig. 2 ist ein Einzelanrufer dargestellt, welcher ähnlich dem in der Fig. 1
gezeichneten eingerichtet ist. Auch hier ist ein in die Linienleitung eingeschaltetes polarisirtes
Relais vorhanden, welches bei der Bewegung des Umschalterhebels B im einen oder anderen
Sinne entweder den Stromkreis bei c oder bei c2 schliefst, auf diese Weise den Empfänger A
in die der anzurufenden Stelle entsprechende Lage überführt und den Stromkreis II oder II1
einer Ortsbatterie, die Lärmleitung, schliefst. Die Antriebsvorrichtung für den Empfängerzeiger
besteht aus einem um den Stift α drehbaren Anker b, welcher mit einem das Steigerad
d bewegenden, drehbar gelagerten Haken e versehen ist. Die Stromschlufsvorrichtung c1
zur Herstellung der Lärmleitung besteht in diesem Falle aus einem mit dem Steigerad d
auf gleicher Achse sitzenden Stromschlufsrad, welches einen der Nummer der betreffenden
Stelle entsprechend gestellten Stromschlufsstift besitzt. Wird nun nach erfolgter Einstellung
des Empfängerzeigers auf die Nummer der anzurufenden Stelle durch Drehung des Umschalterhebels
B von der Linienbatterie C aus ein Strom in der Richtung der einfachen Pfeilspitze
durch die Linienleitung gesandt, und der Stromkreis bei c geschlossen, so zieht der
Elektromagnet 2s2 den um al drehbaren
Anker b1 an und hebt durch den Ansatz i den Haken e, sowie den darauf ruhenden,
gleichzeitig als Sperrklinke für das Steigerad dienenden Arm k empor. Hierdurch wird der
mit dem Arm k bewegliche Arm / gleichfalls emporgezogen und mit dem Stromschlufsstift
des Rades c1 in Berührung gebracht. Da letzteres
mit Zähnen versehen ist, welche den auf dem Empfänger angebrachten Zahlen in ihrer
Stellung entsprechen, so wird durch das Eingreifen des Armes I in diese Zähne gleichzeitig
der Empfängerzeiger auch trotz des Abhebens des Hakens e in seiner Lage erhalten.
Bei der Berührung des Armes / mit dem Stromschlufsstift des Rades c1 wird der Linienstromkreis,
in dem der Wecker eingeschaltet ist, als Ortsbatterie geschlossen und nur diejenige
Stelle angerufen, auf welche der Empfängerzeiger eingestellt ist. Werden alsdann
auf der anrufenden, sowie auf der angerufenen Stelle die Fernhörer abgenommen, so werden
in bekannter Weise die Batterien für das Mikrophon eingeschaltet.
Um nun ein Zurückführen des Empfängerzeigers in die Nullstellung zu veranlassen, ist
auf derselben Achse mit dem Steigerad d und dem Stromschlufsrad c1 eine Scheibe m mit
einem Ausschnitt η angeordnet (Fig. 3 und 4). In letzteren greift ein an der Feder 0 sitzender
Stift ρ und hält beim Nichtgebrauch des Zeigertelegraphen den Empfängerzeiger in der Nullstellung
fest. Wird nun durch den Umschalterhebel B der Stromkreis bei c2 geschlossen und
der Elektromagnet E1 erregt, so gleitet der an seiner Vorderseite abgeschrägte Stift ρ aus der
Lücke η des Rades m heraus uud schleift auf der Innenseite des letzteren so lange, bis der
Zeigertelegraph in die richtige Stellung gebracht ist. Wird alsdann durch Umlegen des
Hebels B und Schliefsen des Stromkreises bei c der Elektromagnet E2 erregt, so wird gleichzeitig
mit dem Haken e auch die Feder 0 emporgehoben, so dafs der Stift ρ auf dem
Umfang des Rades m zu liegen kommt. Wird alsdann beim Unterbrechen bei c der federnde
Arm / aus der Lücke des Stromschlufsrades c1 herausgezogen, so kann das beim Einstellen
des Empfängerzeigers aufgezogene Gewicht g sich senken und das Steigerad nebst Empfängerzeiger
in die Nullstellung zurückbewegen, wobei der Stift ρ wieder in die Lücke η der Scheibe m hineinfällt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Einzelanrufer für Fernsprechanlagen, gekennzeichnet durch auf den einzelnen Stellen angeordnete polarisirte Relais (R), welche, wenn eine der Nummer der anzurufenden Stelle entsprechende Anzahl von Stromstöfsen in der einen Richtung durch die Leitung geschickt wird, sämmfliche auf den einzelnen Stellen befindlichen Zeigertelegraphen, welche mit den Stationsnummern entsprechend versetzten, in die Lärmleitung eingeschalteten Stromschlufsarmen (c1) versehen sind, auf die Nummern der anzurufenden Stelle einstellen und dadurch den Stromschlufsarm (cl) auf der anzurufenden Stelle in eine solche Lage bringen, dafs er beim Hindurchsenden eines Stromstofses in entgegengesetzter Richtung durch das polarisirte Relais und die dadurch bewirkte Erregung eines Elektromagneten (E2) mit dem Anker desselben in Berührung tritt und die Lärmleitung schliefst.
- 2. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung eine Ausführungsform eines Zeigertelegraphen, dessen Empfänger nach beendigter Einstellung selbstthätig auf Null zurückkehrt, gekennzeichnet ■ durch eine mit dem Steigerad (d) auf derselben Achse angeordnete Scheibe (m), in deren Einschnitt (n) die mit der Schaltklinke (e) verbundene Feder (0) mittelst einer Nase (ρ) eingreift und in der Ruhestellung festhält, während des Einsteilens der Empfänger hingegen aus der Lücke (n) herausgedrückt, alsdann beim Schliefsen des Stromkreises bei (c) auf den Umfang des Rades (m) gehoben und durch das bei der Einstellung des Empfängers aufgezogene Gewicht (g) selbstthätig in die Lücke (n) zurückgeführt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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