DE72096C - Vorrichtung zur nachträglichen Verriegelung für Stellwerke bei vorzeitiger Freigabe der Druckstange - Google Patents

Vorrichtung zur nachträglichen Verriegelung für Stellwerke bei vorzeitiger Freigabe der Druckstange

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DE72096C
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Germany
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DENDAT72096D
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Siemens and Halske AG
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Siemens and Halske AG
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/08Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
    • B61L23/10Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Push-Button Switches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Siemens & Halske'sehen Blockeinrichtungen werden bekanntlich durch Wechselströme eines Magnetinductors in Thätigkeit gesetzt. Fig. 2 und 3 zeigen in einfachen Linien zwei zusammengehörige Blockeinrichtungen I und II, von welchen I gesperrt, II dagegen frei ist.
Um I frei zu geben, wird der Druckknopf von II niedergedrückt und gleichzeitig der zugehörige Magnetinductor J durch Drehen der Kurbel in Thätigkeit gesetzt. Die entstehenden Wechselströme gehen sodann vom Stromabnehmer K5 über Ks K2 um die Schenkel des Elektromagneten M nach K4, Fig. 3, sodann durch die Leitung D nach der Einrichtung I, . Fig. 2, wo sie über K4 , Magnetschenkel M und K2, K1 zur Erde gehen, wodurch, da auch der Magnetinductorkörper mit der Erde in leitender Verbindung steht, der Kreislauf geschlossen ist.
Die beiden Elektromagnete M bewirken eine hin- und hergehende Bewegung der zwischen ihren Polen befindlichen polarisirten Anker, wodurch dem Rechen R in I, Fig. 2, gestattet wird, getrieben von der Feder F1, in die Höhe zu gehen, während Rechen R in II, Fig. 3, da die Feder F1 in II nicht auf denselben einwirken kann, infolge seines Eigengewichtes niedergeht. Hierdurch wird in bekannter Weise mittels der Sperrhebel 5 und der ausgeschnittenen Rechenachsen die Riegelstange -B2 der Vorrichtung I frei und springt in die Höhe, während B2 in II in der unteren Lage gesperrt wird. Die Sperrung von B0 in II tritt.
nun schon ein, nachdem der Rechen R in II sich um drei Zähne nach abwärts bewegt hat, während die Freigabe von B2 in I erst erfolgt, nachdem R in I seinen ganzen Weg mit Ausnahme der drei letzten Zähne zurückgelegt hat. Wird daher, nachdem die Rechen sich um mehr als drei Zähne, jedoch noch nicht so weit, als zur Freigabe von B2 in" I erforderlich, gedreht haben, die Drucktaste in II losgelassen, so springt B1 in II hoch und die Sperrklinke A1 tritt unter die Nase N1, Fig. 3, so eine wiederholte Benutzung der Drucktaste verhindernd. Es sind dann beide Einrichtungen gesperrt und die Tasten beider nicht zu benutzen; es mufs daher der Blockapparat geöffnet und die Einrichtung mit der Hand freigemacht werden.
Diesem Uebelstand abzuhelfen, ist die Klinke A2 angebracht; dieselbe hängt am Gehäuse der Einrichtung hinter der Drucktaste B1, an welcher das Mitnehmerstück C derart angebracht ist, dafs beim Niederdrücken der Taste die Klinke A2 nach rechts verschoben wird (Fig. 3) und vor die Nase N2, welche ebenfalls an .B1 befestigt ist, tritt. Beim Hochgehen von B1 zieht die Feder F2 die Klinke A2 in ihre ursprüngliche Lage zurück. Diese Bewegung der Klinke A,2 ist aber nur bei ganz bestimmter Rechenlage möglich, nämlich in der untersten Lage desselben; bei jeder anderen Stellung dagegen hindert das auf der Achse des Rechens sitzende Stück L, welches ein Schleifkranzsegment trägt, die Klinke A2, in ihre ursprüngliche Lage zurückzukehren. Wird daher wäh-
rend der Bewegung der Rechen die Drucktaste losgelassen (Fig. 5), so bleibt dieselbe in einer mittleren Lage stehen, da die Nase N2 unter Klinke A2 tritt. Der Beamte kann dann die Taste, welche er zu früh losgelassen, wieder drücken und so die Verriegelung vollenden, ohne dafs er genöthigt wäre, den Apparat zu öffnen.
Die Stellung, in welcher die Druckstange von der Klinke A2 gehalten wird, ist so gewählt, dafs sowohl die Leitung nach dem anderen Apparat als auch die Zuleitung vom Inductor unterbrochen sind. Ist die betreffende Leitung zugleich Weckerleitung, so lä'fst man die Druckstange etwas weiter gehen, so dafs Klemme K2 mit K1 in Verbindung steht, also eine Verständigung zwischen den beiden Apparaten nicht ausgeschlossen ist.
In den Fig. 4 und 5 sind die beiden zusammengehörigen Blockeinrichtungen in der Lage dargestellt, in welcher sie bei zu frühzeitigem Loslassen der Drucktaste verharren.
Einrichtung I, Fig. 4, ist noch nicht frei geworden, in II, Fig. 5, ist die Riegelstange B2 bereits durch die halbe Achse des Rechens R in ihrer unteren Lage festgesetzt, die Druckstange B1 hat sich jedoch unter der Klinke A2 gefangen und kann ohne Weiteres zur Vollendung der Verriegelung weiter benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei der bekannten Siemens & Halskeschen Verriegelungseinrichtung für Signal- und Weichenstellwerke eine Vorrichtung, um bei vorzeitiger Freigabe der Druckstange nachträglich die vollständige Verriegelung bewirken zu können, darin bestehend, dafs beim Niederdrücken der Druckstange durch diese eine Sperrklinke A2 in den Weg eines Anschlages N2 der Druckstange B1 gebracht und durch einen mit der Achse des Rechens R verbundenen Arm L so lange an dem Rückgang aus dieser Stellung gehindert wird, bis der Rechen in eine seiner Grenzstellungen gelangt ist, während bei Mittelstellungen des Rechens R ein vollkommenes Hochgehen der Druckstange und damit eine vorzeitige Sperrung derselben durch die Klinke A1 von der Klinke A2 verhindert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT72096D Vorrichtung zur nachträglichen Verriegelung für Stellwerke bei vorzeitiger Freigabe der Druckstange Expired - Lifetime DE72096C (de)

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