DE72073C - Verfahren, zur Herstellung mehrfarbiger verschieden gemusterter Cementplatten - Google Patents

Verfahren, zur Herstellung mehrfarbiger verschieden gemusterter Cementplatten

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DE72073C
DE72073C DENDAT72073D DE72073DA DE72073C DE 72073 C DE72073 C DE 72073C DE NDAT72073 D DENDAT72073 D DE NDAT72073D DE 72073D A DE72073D A DE 72073DA DE 72073 C DE72073 C DE 72073C
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Germany
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Application number
DENDAT72073D
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English (en)
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Firma C. LÜCKE in Eilenburg, Prov. Sachsen
Publication of DE72073C publication Critical patent/DE72073C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/0088Moulds in which at least one surface of the moulded article serves as mould surface, e.g. moulding articles on or against a previously shaped article, between previously shaped articles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das im Haupt-Patent bezeichnete Verfahren ist mit Hülfe besonderer Vorrichtungen dahingehend abgeändert, dafs statt der bisher aufgestreuten dünnen, farbigen Schicht und der oft ungenauen Abgrenzung beliebig starke Farbschichten mit scharfen Contouren gebildet werden können.
In der Zeichnung bezeichnet:
Fig. ι Oberfläche des auf de"n Formrahmen a aufgesetzten Aufsatzrahmens r mit eingelegter, mehrtheiliger Schablone, letztere bestehend aus den Schablonentheilen 5 (s. auch Fig. 3), 00 und ρ ρ (s. auch Fig. 5) und mm und η η (s. auch Fig. 6),
Fig. 2 Schnitt durch Fig. 1, Disposition des Verfahrens,
Fig. 3 Oberfläche des Schablonentheiles s,
Fig. 4 Schnitt durch Schablonentheil s,
Fig. 5 Oberfläche der Schablonentheile ο ο und pp,
Fig. 6 Oberfläche der Schablonentheile m m und η η,
Fig. 7 Seitenansicht der Schablonentheile 0 0 und pp,
Fig. 8 Seitenansicht der Schablonentheile m m und η η,
Fig. 9 Schnitt durch Schablonentheil s nach v-w■,_ Fig. 3.
Die zur Erreichung des eingangs angegebenen Zweckes getroffenen Aenderungen bezw. besonderen Vorrichtungen sind folgende:
ι. Die Schablone besteht nicht mehr aus zwei über, einander zu deckenden Plattenschablpnen, sondern aus mehreren neben einander Nauf die Polirplatte zu deckenden Schablonentheilen s, Fig. 3, ο 0 und pp, Fig. 5, und Ot Ot und η η, Fig. 6.
2. Die einzelnen Schablonentheile sind an ihren Enden über das nach dem Muster verlangte Mafs hinaus etwas verlängert und greifen mit ihren Verlängerungen in entsprechende Einschnitte I, welche theils in einem auf den Formrahmen α unverrückbar zu setzenden Aufsatzrahmen r, theils in dem Schablonentheil s, Fig. 3, selbst angebracht sind-; in letzterem gehen aber diese Einschnitte / nicht bis auf den Grund der Schablone, sondera sind ungefähr in halber Höhe abgesetzt (s. Fig. 9).
3. Die einzelnen Schablonentheile sind an ihren Kanten mit nach unten, und zwar etwas einwärts gehenden schwachen Rändern versehen (s. Fig. 2, 4 und 9), so dafs sie nicht mehr mit voller Fläche, sondern nur mit diesen schwachen Rändern auf der Polirplatte aufliegen.
Das Verfahren ist nun folgendes:
Der Formrahmen a, Fig. 2, wird über einen entsprechend hohen Holzklotz b gestellt, auf welchen man eine glatte oder Reliefpolirplatte c legt, derart, dafs die Oberfläche dieser Polirplatte mit der Oberkante des Formrahmens a in gleichem Niveau liegt. Man setzt nun auf
den an zwei gegenüberliegenden Seiten mit drei Löchern χ versehenen Formrahmen α einen gleich grofsen Aufsatzrahmen r, welcher genau die Höhe der einzelnen Schablonentheile hat, derart, dafs die an demselben befindlichen drei Führungsstifte in die Löcher χ des Formrahmens α gleiten (Fig. i). Hierdurch ist der Aufsatzrahmen r unverrückbar festgelegt.
Man legt nun den Schablonentheil s, Fig. 3, derart auf die Polirplatte, dafs dessen über letztere hinausgehende Verlängerungen in die im Aufsatzrahmen r befindlichen Einschnitte I . eingreifen. Sodann legt man die Schablonentheile ο ο, ρ p, mm und η η (s. Fig. 5 und 6) so auf die Polirplatte, dafs sie in gleicher Weise mit ihren verlängerten Enden in die sowohl im Aufsatzrahmen r wie in dem Schablonentheil s befindlichen Einschnitte / eingreifen (s. Fig. i, 3 und 9).
Die ganze mehrtheilige Schablone ist nun auf diese Weise fest gelagert, so dafs ein Verschieben der einzelnen Theile nicht mehr stattfinden kann. Hierdurch ist man in den Stand gesetzt, die schwach angefeuchtete Farbmasse mit den Fingern oder irgend einem Stempel in die frei liegenden Felder der Schablone ein- und festzudrücken. Man kann auf diese Weise die Farbschicht in ganz beliebiger Stärke aufbringen; dieselbe liegt so fest, dafs ein Umreifsen derselben durch die nächstdem eingestreute Farbe ausgeschlossen ist.
Die Einschnitte I im Aufsatzrahmen r und im Schablonentheil s bieten noch den Vortheil, dafs etwa übergefallene Farbmasse nach dem Herausheben eines Schablonentheiles nicht mehr in irgend ein Feld der Polirplatte zurückfallen kann, wie es nach dem Haupt-Patent öfter auf Kosten einer sauberen Färbung geschah, sondern höchstens auf diejenigen Stellen des Formrahmens α oder des Schablonentheils s, welche vorher von den Verlängerungen der herausgehobenen Schablonentheile bedeckt waren. An diesen Stellen /, wobei besonders der Absatz im Querschnitt des Schablonentheiles s, Fig. 9, zu merken, kann aber etwa zurückgefallene Farbe keinen Schaden verursachen.
Die fernere Neuerung, dafs die Schablonentheile mit schwachen, nach unten gehenden Rändern versehen sind (Fig. 2, 4 und 9), gestattet ein leichtes und absolut dichtes Anpassen der Theile an die Polirplatte, da dieselbe jetzt nicht mehr mit vollen Flächen, sondern nur mit diesen Rändern aufliegen. Es ist dadurch ein sicherer Abschlufs für die eingesiebte Farbe geschaffen, so dafs diese nicht mehr in fremde Felder gerathen kann. Die Ränder gehen etwas nach einwärts, so dafs sich zwischen den Schablonentheilen trapezförmige Oeffnungen ergeben. Infolge dieser Gestaltung lassen sich, nachdem in die unbedeckten Felder Farbmasse eingedrückt ist, die Schablonentheile leicht herausheben, ohne die schon gebildete Farbschicht umzureifsen. Aus demselben Grunde sind dann auch beim Einstreuen der zweiten Farbe die Kanten der zuerst eingebrachten Farbschicht vor dem Umreifsen gesichert.
Im Uebrigen ist, nachdem man in der vorstehend geschilderten Weise die Schablone auf die Polirplatte gedeckt hat,' das Verfahren wie im Haupt-Patent angegeben. Man bringt zunächst eine Farbe in die freiliegenden Felder der Polirplatte, nimmt nach einander die einzelnen Schablonentheile heraus und streut in die dadurch freigelegten Felder die weiteren Farben, so dafs schliefslich die Polirplatte c unmittelbar nur von den im Muster verlangten Farben bedeckt ist.
Man hebt jetzt den Formrahmen α an den beiden Handhaben g empor und die Polirplatte c bleibt darin am Grunde auf kleinen, in dem Formrahmen α angebrachten Haften h hängen. Hierauf wird der Aufsatzrahmen r abgenommen, sodann der ganze innere Raum des Formrahmens a mit Rauhmasse ausgefüllt, und es findet in üblicher Weise die Pressung statt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Abänderung der in dem Anspruch des Haupt-Patentes bezeichneten Einrichtung iu der Weise, dafs bei mehrtheiligen Schablonen die einzelnen Theile nicht mehr über, sondern neben einander auf die Polirplatte gedeckt werden, die einzelnen Schablonentheile »aber an ihren Enden über das nach dem Muster verlangte Mafs hinaus etwas verlängert sind und mit ihren Verlängerungen in entsprechende Einschnitte I greifen, welche theils in einem auf den Formrahmen α mittelst Führungsstifte und Löcher χ unverrückbar zu setzenden Aufsatzrahmen r, theils in' Schablonentheilen selbst, in letzteren aber nicht bis auf den Grund gehend angebracht sind, wodurch eine feste Lagerung der Schablonentheile und die Bildung beliebig starker Farbschichten mittelst festen Eindrückens der Farben ermöglicht, auch das Zurückfallen der letzteren auf fremde Felder vermieden wird.
  2. 2. Die Abänderung des in dem Anspruch des Haupt-Patentes und dem vorstehenden Anspruch der vorliegenden Anmeldung bezeichneten Einrichtung in der Weise, dafs die einzelnen Schablonentheile an ihren Kanten mit nach unten gehenden schwachen Rändern versehen sind, so dafs sie nicht
    mehr mit vollen Flächen, sondern nur mit diesen schwachen Rändern auf der Polirplatte aufliegen, wodurch ein sicherer Abschlufs und scharfe Farbenabgrenzung erzielt wird, dafs ferner diese Ränder etwas nach einwärts gehen und zwischen" den Schablonentheilen trapezförmige Oeffnungen bilden, wodurch ein leichtes Wegnehmen der Schablonentheile und Einstreuen der zweiten Farbe ohne Beschädigung der Kanten der zuerst eingebrachten Farbmasse ermöglicht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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