DE71882C - Maschine zur selbsttätigen Herstellung von Agraffen - Google Patents
Maschine zur selbsttätigen Herstellung von AgraffenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
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Description
PATENTAMT. Y^
Die Maschine bezweckt die continuirliche, dabei vollständig selbsttätige Herstellung von
Agraffen, wie solche zur Verbindung bezw. zum Schliefsen von Schuhen, Handschuhen
u. s. w. durch Schnüre benutzt werden, und zwar aus einem gewöhnlichen, mehr oder
weniger langen, meistens runden Draht aus Messing oder auch anderem Metall.
Bei der nachstehend beschriebenen, auf der Zeichnung durch die Fig. 1 bis 10 dargestellten
Maschine ist ein längerer Draht angenommen. Bei der Herstellung solcher Agraffen sind folgende
Arbeitsvorgänge in Betracht zu ziehen:
1. die Drahtzuführung,
2. die Herstellung a) eines concentrischen Schnittes, welcher zur Befestigung der Agraffe
selbst an dem Leder bezw. dem Stoff dient, sowie b) eines excentrischen Schnittes, welcher
zur Aufnahme der Schnur, zum Schlufs des Schuhes u. s. w. dient, und schliefslich
3. die Trennung der mit den Schlitzen versehenen Agraffe von der Drahtstange.
Bei der vorliegenden Maschine wird der Arbeitsvorgang in der Weise erzielt, dafs der
Draht zunächst durch ein selbsttätiges Gewicht vorgeschoben wird, nachdem eine entsprechende
Klemmvorrichtung gelöst worden. Wenn dann letztere den feststehenden (nicht rotirenden) Draht wieder gefafst, erfolgt an
seinem vorgeschobenen Ende zunächst die Bildung des , excentrischen Schnittes und hierauf
bei rotirendem Draht gleichzeitig die Herstellung des concentrischen Einschnittes, sowie die
Trennung der so gebildeten Agraffe von der Drahtstange.
Auf der Zeichnung sind die hier nöthigen Mechanismen in verschiedenen Ansichten und
Schnitten dargestellt, und zwar ist in Fig. 1 eine Vorderansicht der Maschine, aus welcher
die Zuführung und Klemmvorrichtung des Drahtes, sowie der Fräsen zur Herstellung des
excentrischen Schnittes zu ersehen ist, dargestellt. Fig. 2 ist ein Grundrifs der completen
Maschine. Fig. 3 zeigt den Mechanismus zur Bildung des excentrischen Schnittes.
Fig: 4 stellt die Bremsvorrichtung zum Stillstellen des rotirenden Drahtes dar. In Fig. 5
ist der Mechanismus zur Erzeugung des concentrischen Schnittes ersichtlich. Fig. 6 und 7
zeigen das feste bezw. bewegliche Lager zur Drahtführung. Fig. 8 ist eine Agraffe. Fig. 9
zeigt den Weg des Kreisfräsers zur Herstellung des excentrischen Schlitzes und endlich Fig. 10
den Mechanismus zur Verstellung der Gröfse dieses Weges.
In den Zeichnungen bedeutet α den Draht, aus welchem die Agraffen hergestellt werden;
derselbe wird durch den Zuführungsmechanismus b der Maschine zugeführt; letzterer besteht
aus einem kleinen Wagen b1, welcher
sich mit seinen vier Rädern b2 auf einer aus
doppeltem Winkeleisen b3 hergestellten Laufschiene bewegt. Der Draht hat zunächst eine
feste Führung in dem am Wagen bl angebrachten Lager b* und zweitens durch eine
oder mehrere bewegliche, durch den Wagen auf Seite zu schiebende Lager i>5, welche oben
offen sind, so dafs der Draht von oben hineingelegt werden kann. Ist der Wagen durch
den Verbrauch des Drahtes durch die Ma-
schine an diesem sich um einen Drehpunkt b6
schwingenden Lager vorbeigegangen, so werden dieselben durch Federn b7 wieder in ihre aufrechte
Stellung gebracht.
Die Bewegung des Wagens bezw. die Zuführung des Drahtes zur Maschine nach Pfeil b*
hin erfolgt durch eine Schnur b9, welche am Wagen bei bw befestigt und dann über verschiedene
Rollen b11 geleitet wird. Am Ende des Drahtes ist ein Gewicht b 12 angebracht,
welches den Draht stets nach Pfeil bs hinschieben
will, wenn der Draht von der Maschine nicht festgehalten wird. Verbindet man die beweglichen Lager bh mit einer Schelle
oder bringt letztere an irgend einem Punkte an, gegen den der Wagen b1 anstöfst, so kann
dadurch gleichzeitig die Erneuerung des verbrauchten Drahtes α angezeigt werden.
Die Führungsschienen b3 für den Wagen sind einerseits an der Gestellplatte i der Maschine
und noch in sonstiger Weise befestigt.
Um die fortwährende Wirkung des Gewichtes &12 bezw. das Vorschieben des Drahtes
zeitweise aufzuheben, ist an der Maschine zunächst eine Klemmvorrichtung c angebracht,
welche periodisch nach Bedarf in und aufser Thätigkeit gesetzt werden kann. Der Draht
wird zu dem Ende durch die hohle Achse cl, welche bei c2 und c3 gelagert ist, zu dem
eigentlichen Klemmstück c4 geführt, in welchem die Klemmbacken c5 angebracht sind.
Ueber dieses Klemmstück c4 läfst sich eine
Hülse c6 axial verschieben, wodurch die Klemmung
des Drahtes je nach der Stellung der Hülse c6 erfolgt. Die Hin- und Herbewegung
dieser Hülse c6 erfolgt durch den um Zapfen c1
drehbaren zweiarmigen Hebel c8, welcher durch die Nockenscheibe c9 auf Achse d seine zwangsläufige
periodische Bewegung erhält.
Lassen die Backen c5 den Draht α demnach
los, so schiebt das Gewicht 12 den Draht durch diese Klemmbacken vor, bis er gegen
einen an der Fräsevorrichtung g angebrachten Anschlag^"1 stöfst, welcher sich durch Schraube^2
an demselben reguliren läfst, so dafs ein mehr oder weniger langes Drahtstück vorgeschoben
wird.
Nachdem dieses zur Herstellung der Agraffe k nöthige Drahtstückchen vorgeschoben ist, erfolgt
die Herstellung des excentrischen Einschnitts A:1 der Agraffe k durch den Scheibenfräser g3,
welcher einerseits um seinen eigenen Mittelpunkt und gleichzeitig in kurzem Bogen um
den Draht α rotirt, so dafs er in denselben einen sichelförmigen Einschnitt macht. Die
Rotation um sich selbst erhält der Fräser durch die Achse gi bezw. der darauf befestigten
Riemscheibe g&, welche sich in einer Hülse g*
dreht, die im Lager g"1 ihren Stützpunkt hat.
Durch Drehung dieser Hülse ge im Lager g"
wird die bogenförmige Bewegung erzielt, wobei die Gröfse derselben (in Bezug auf den
Abstand des Kreisbogens vom Mittelpunkt) durch Stellschrauben g8, welche am Kopf g9
der Hülse angebracht sind, regulirt werden kann.
Die periodische Drehung der Hülse erfolgt
durch eine Verbindungsstange gw, welche
einerseits durch Scharnier g11 an dem Umfang
der Hülse g1 und andererseits ebenfalls drehbar durch Scharnier g1'2 mit einem Hebel g13
auf Achse gH befestigt ist. Auf dieser sitzt
ein Stirnrad gis, welches in ein Zahnrad gle
auf Achse d greift, das in seinem Durchmesser doppelt so grofs ist wie das Rad g-15, jedoch
nur zur Hälfte mit Zähnen besetzt ist, so dafs die Achse gu während der halben Zeit der
sich fortwährend drehenden Achse d stillsteht, was nöthig ist, um die Thätigkeit des Fräsers g3
auszusetzen, wenn der excentrische Einschnitt gemacht ist und der concentrische Schnittu.s.w.
gemacht werden soll.
Der Hebel g13 auf Achse gli dreht sich
demnach vollständig zu gewissen Zeiten wie eine Kurbel herum und ertheilt dadurch dem
Bügel gw seinen Hub, der event, durch eine
Stellvorrichtung an dem Hebel giS regulirt
werden kann. Der Bügel gw giebt also der Hülse g1 und dadurch der in ihr liegenden
Achse gi mit Fräser gs eine um die Mittellinie
g11 schwingende bogenförmige, periodische
Bewegung, während der Fräser fortwährend weiter rotirt. Achse gu hat bei g 18 ihre
Lagerung.
Sobald der excentrische Schnitt hergestellt und der Fräser aufser Berührung mit dem
Draht gekommen und der Bügel gw in seine Ruhelage getreten ist (Fig. 3), kann die Herstellung
des concentrischen Schnittes nebst Trennung der Agraffe vom Draht erfolgen.
Eingeleitet wird dieser Vorgang dadurch, dafs der durch die Klemmvorrichtung noch
festgehaltene Draht, welcher also noch immer gegen den Anschlag gl anliegt, in rotirende
Bewegung gesetzt wird, und zwar dadurch, dafs der Riemen e, der bisher auf der Losscheibe
e1 auf Achse c1 gesessen, auf die mit
dieser Achse fest verbundene Scheibe e2 durch den Ausrücker e3 auf Achse e4 geschoben wird,
indem dieselbe durch den um Bolzen e5 drehbaren Doppelhebel e6 von einer Nockenscheibee7
auf Achse d in entsprechender Richtung verschoben wird.
Nachdem so der Draht a in rotirende Bewegung gesetzt worden, schneidet die Meifselvorrichtung
h den concentrischen Einschnitt in die Agraffe ein und diese selbst vom Draht ab.
Die Meifselvorrichtung besteht aus einem Ραςοηιηείίβεΐ h', welcher mit einem Ein^
schnitt h'2 der Dicke des Befestigungssteges k3
der Agraffe versehen ist. Der Vorsprung A4
des Meifsels schneidet hierbei den concentri-
sehen Einschnitt ein, während Vorsprung h5
die Agraffe vom Draht abschneidet.
Um diese ebenfalls periodisch vor sich gehende Bewegung des Meifsels zu erzielen,
welche also in der Ruhepause der Fräsvorrichtung g stattfindet, ist derselbe in bekannter
Weise auf dem Schlitten he eines Supports h1
befestigt bezw. vor- und rückwärts beweglich.
Der Schlitten h 6 erhält seine Bewegung
durch einen um h11 drehbaren Doppelhebel h8,
der durch eine Verbindungsstange /j9 mit einem am Gestell i befestigten bezw. um Bolzen h10
drehbaren Doppelhebel h11 verbunden ist.
Dieser Hebel h11 giebt der ganzen Meifselvorrichtung
durch die Nockenscheibe hn auf Achse d ihre zwanglä'ufige Bewegung, wenn
ihre Arbeitsperiode beginnt, welche in kurzer Zeit vollendet ist, während dieselbe während
der anderen Zeit, d. h. in ihrem Ruhezustande durch eine Feder h13, welche einerseits am Gestell
i, andererseits an der Verbindungsstange ft9
befestigt ist, durch Zurückziehung dieser Stange nach Pfeil hu nicht functioniren kann, d. h.
sich aufser Eingriff mit dem Draht befindet.
Die abgeschnittenen Agraffen fallen in . eine unter der Abschneidestelle angebrachte Rinne
und werden durch dieselbe nach einem Sammelraum geleitet. Sollte dieselbe durch einen Zufall
am Abfallen verhindert werden, so befördert die Fräsvorrichtung bezw. Drehvorrichtung
das Abfallen derselben vom Draht.
Um nun die in Thätigkeit versetzte Achse c1
und dadurch den geklemmten mitrotirenden Draht α für die nächste Arbeitsperiode vorzubereiten,
mufs derselbe aufser Rotation gesetzt werden, welches zunächst dadurch geschieht,
dafs der Riemen e von der Festscheibe e2 auf die Losscheibe e1 der Achse c gerückt wird,
und zwar ebenfalls selbsttätig durch die Nockenscheibe e1 auf Achse d.
Um diese Rotation jedoch, nachdem dieses geschehen, sofort einzustellen, ist noch eine
Bremsvorrichtung f auf dieser Achse c1 angebracht.
Dieselbe besteht aus einer Bremsscheibe f1 auf derselben, gegen welche ein
Bremsklotz f2 mittelst eines um Bolzen f'A
drehbaren, am Gestell i befestigten Doppelhebels fl drückt, und zwar ebenfalls periodisch
durch eine auf der Achse d befestigte Nockenscheibe fh.
Die auf dem Gestell bei d1 gelagerte Achse d
erhält ihren Antrieb durch die konischen Rädchen d- und d3, Schneckenrad d* mit Schnecke d5
bezw. der auf deren Achse de befestigten Riemscheibe
d1, wobei die Achse selbst bei ds am
Gestell i gelagert ist.
Die Umdrehungszahl der Achsen zu der Klemm- und Fräsvorrichtung c und g sind
dem Material des Drahtes entsprechend zu wählen, also ziemlich bedeutende; für die
Achse d ist jedoch eine solche zu nehmen, welche der Dauer der verschiedenen, nach
einander folgenden Arbeitsvorgänge entspricht.
Claims (3)
1. Maschine zur selbstthätigen Herstellung von Agraffen mit con- und excentrischem Einschnitt
oder Einschnitten für Schuhe, Handschuhe u. s. w., bei welcher die Zuführung des Drahtes durch ein Gewicht
schrittweise erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs der excentrische Einschnitt
durch einen sich gleichzeitig bogenförmig um einen Mittelpunkt und um sich selbst
drehenden Fräser bei feststehendem Draht hergestellt wird, während der concentrische
Einschnitt durch einen feststehenden Meifsel bei rotirendem Draht erzeugt wird und das
Abschneiden der Agraffe gleichzeitig bei der Herstellung des concentrischen Einschnittes
erfolgt.
2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch i. geschützten Maschine, dadurch
gekennzeichnet, dafs der durch die Klemmvorrichtung (CC1C2 u. s. w.), sowie durch
eine Bremsvorrichtung (FF1F2 u. s. w.)
festgestellte Draht vermittelst der Fräsvorrichtung (g g1 g'1 u.s.w.) mit einem excentrischen
Einschnitt versehen wird, und dafs hierauf durch einen feststehenden Fagonmeifsel (h1) neben dem excentrischen
ein concentrischer Einschnitt in den von der Bremsvorrichtung (FF1F2 u. s. w.)
gelösten und durch die Riemscheibe e2 in Verbindung mit deren Einrückvorrichtung
in Umdrehung gesetzten Draht hergestellt wird, wobei der Fagonmeifsel gleichzeitig
die fertige Agraffe von dem Draht abschneidet.
3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch i. geschützten Maschine, bei welcher
die gleichzeitig bogenförmig um einen Mittelpunkt und rotirend erfolgende Bewegung
eines Fräsers zur Herstellung des excentrischen Einschnittes durch die periodisch
hin- und hergehende Drehung des Lagers (g6) der Fräserachse (g^) in einer
feststehenden Hülse (g1) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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- DE DENDAT71882D patent/DE71882C/de not_active Expired - Lifetime
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