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Vorrichtung zum Formen und Beschneiden 'der Krempen von Filzhüten.
Die Erfindung betrifft als Zusatz zum Patent 4o8 139 eine Vorrichtung zum Formen
und Beschneiden von Filzhutkrempen. Nach demHauptpatentwird der zu bearbeitendeFilzhut
auf einen sich drehenden Formblock aufgespannt. Des weiteren wird die Krempe zwischen
zwei Krempenführungen hindurchgeführt, mit denen ein Messer derartig in Verbindung
steht, daß es mit den Krempenführungen während des Umlaufs des Huthalters, also
während der Bearbeitung eines Hutes, eine hin und her gehende Bewegung ausführt.
Allein nur eine hin und her gehende Bewegung genügt wohl für die Bearbeitung runder
Hüte, nicht aber für die Bearbeitung ovaler Hüte. Um aber solche Hüte sachgemäß,
d. h. glatt, zurichten bzw. formen und beschneiden zu können, wird dem Halter des
Messers und der Krempenführungen während des Umlaufs des Huthalters neben der hin
und her gehenden Bewegung erfindungsgemäß noch eine Verschwenkung zuteil, derart,
daß das Messer und die Krempenführungen während der ganzen Bearbeitung eines ovalen
Hutes immer gleichmäßig tangential zu dessen Krempe wirken und das Messer am Ende
des Schneidv organgs genau an der Stelle ausläuft, wo vorher der Schnitt begonnen
worden ist. Im übrigen erfolgt das Zurichten der Krempe ganz selbsttätig. Die Vorrichtung
kann den verschiedensten Hutgrößen entsprechend eingestellt werden, sowie auch für
die verschiedensten Breiten und Formen der Krempe.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Bemerkt
sei, daß gleiche Teile in allen Abbildungen mit gleichen Bezugszeichen versehen
worden sind.
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Abb. r zeigt die Rückansicht der Vorrichtung, Abb. a die Vorrichtung
von oben gesehen und Abb.3 die Vorrichtung zum Halten der Krempenführung und des
Messers von vorngesehen; die eben erwähnten Teile sind in dieser Abbildung außer
Betrieb dargestellt. Die Krempenführungen selbst sind im Schnitt gezeichnet.
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Abb. d. zeigt eine ähnliche Ansicht; die Krempenführungen sind hier
im Aufriß dargestellt. Zugleich ist auch der Reibantrieb für die bewegliche Krempenführung
mit dargestellt.
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Abb. 5 ist ähnlich der Abb. 4., stellt die Krempenführungen aber in
Arbeitsstellung dar; dagegen steht das Messer außer Betriebsstellung.
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Abb.6 ist ähnlich der Abb. 5 und zeigt das Messer in Arbeitsstellung.
Verschiedene Teile sind ausgebrochen, um so die Bauweise deutlicher zu zeigen.
Abb.
7 zeigt einen besonderen Teil des zum Antrieb der beweglichen Krempenführung dienenden
Mechanismus.
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Abb. 8 stellt einen Teil einer selbsttätigen Auslösevorrichtung für
den Antrieb von oben gesehen dar.
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Abb. g zeigt dasselbe von der rechten Seite der Abb. 8 gesehen. Die
Darstellung ist ungefähr nach Linie 9-g der Abb. B.
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Abb. io stellt einen Teil der Anhalteeinrichtung dar, und zwar mit
Bezug auf Abb. i i von der linken Seite gesehen.
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Abb. i i zeigt einen nach Linie i i-i i der Abb. io geführten Schnitt.
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Abb. 12 zeigt ein Diagramm, welches die den Krempenführungen erteilte
'Bewegung veranschaulicht.
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Abb. 13 stellt die bewegliche Krempenführung ungefähr nach Linie 13-13
der Abb. 6 dar.
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Abb. 14 zeigt eine Vorderansicht der anderen Krempenführung, und zwar
ungefähr nach Linie 14-14 der Abb. 3.
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Abb. 15 zeigt einen wagerecht, ungefähr nach Linie 15-15 der Abb.
6 geführten Schnitt.
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Abb. 16 zeigt einen Teilschnitt der selbsttätigen Auslösevorrichtung
für den Hauptschlitten und Abb. 17 die zugehörige Aufsicht.
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Abb. i8 zeigt die zugehörige Endansicht, und zwar in bezug auf Abb.
16 und 17 von der rechten Seite gesenen.
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Abb. ig stellt die Sperrvorrichtung für jenen Schlitten in Ansicht
dar.
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Die Vorrichtung ruht auf einem mit 2o bezeichneten Maschinengestell.
Im allgemeinen besteht die Vorrichtung aus einem umlaufenden Hutauflager oder Huthalter,
der den jeweils zu beschneidenden Hut trägt, den Führungen für die Hutkrempe, einem
diesen Führungen beigegebenen Messer, Vorrichtungen zum Bewegen des Messers und
der Krempenführungen während des Umlaufs des Hutes, um die Krempe nach der jeweils
verlangten Form zu formen, und aus Vorrichtungen, welche die Einstellung des Messers
bestimmen, sowie aus den Vorrichtungen, welche der Steuerung dieser eben erwähnten
Vorrichtungen dienen. Der Huthalter besteht im wesentlichen aus einer ungefähr wagerechten
Platte 21, auf welcher die mit 22 bezeichnete Hutkrempe auflagert. Zu dieser Platte
gehören die mit 23 bezeichneten Backen oder Blöcke, welche den Kopf 24 des Hutes
ausfüllen. Diese Platte sowie die Backen oder Blöcke sitzen auf einem Kopf 25, der
fest auf einer in einem Lager 26 drehbaren Welle 26 angeordnet ist. Die Blöcke 23
sind in radialen, auf der Oberseite des Kopfes 25 vorgesehenen Nuten 27 verschiebbar
(Abb.2). Die Blöcke sind mit Nuten versehen, in die eine spiralige, an einer Scheibe
2g sitzende Rippe 28 eingreift, so daß bei Drehung der Scheibe 2,9 die Blöcke entweder
einwärts oder auswärts, und zwar dies in bezug auf die Drehachse des Huthalters,
bewegt werden können. An ihren äußeren Enden tragen diese Blöcke ein elastisches
Band 3o, das 'sich gegen die Innenfläche des Hutkopfes legt. Die Scheibe 29 sitzt
auf einer Welle 31, die sich durch die das Hutauflager tragende Welle hindurchzieht
und mit Hilfe eines Handrades 32 (Abb. i) gedreht werden kann, um die Einstellung
der Backen bzw. Blöcke 23 vorzunehmen. Nachdem der Hut auf das Hutlager gestülpt
worden ist, werden die Backen oder Blöcke 23 durch Drehen des eben erwähnten Handrades
auswärts bewegt, so daß das Band 30 sich ausdehnt und der Hut dann straff
festgehalten wird. Der Hut wird freigegeben, wenn das Handrad in der-entgegengesetzten
Richtung gedreht wird.
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Die Vorrichtung, mittels welcher die Krempe geformt und beschnitten
wird, ist auf einen Hauptschlitten 33 aufgesetzt. Derselbe ist mit entsprechenden
Vorrichtungen zu seiner Führung, z. B. mit Nuten 34, versehen. Dieselben befinden
sich an den Seitenkanten des Schlittens. In die Nuten greifen die am Maschinengestell
2,o vorgesehenen Führungsschienen 35 ein. Auf dem Schlitten sitzt das mit 36 bezeichnete
Auflager für die Krempenführungen und das Messer. Dieses Auflager ist so angeordnet,
daß es sowohl hin und her bewegt und auch auf dem Schlitten verschwenkt werden kann.
Der Schlitten ist zu diesem Zwecke mit einem längslaufenden Schlitz 37 (Abb. 3)
versehen, durch welchen eine in den Boden des Auflagers eingeschraubte Schraube
38 hindurchgeführt ist, Diese Schraube führt das Auflager bei der Hinundherbewegung
auf dem Schlitten 33 und dient dem Auflager zugleich auch als Drehzapfen bei einer
in der Schlittenebene vor sich gehenden Verschwenkung. Das Auflager 36 ist mit hochstehenden
Lagern 39 versehen, und in denselben sind die haltenden Teile für die mit
40 und 41 bezeichneten Krempenführungsklauen gelagert. Die Klauen 4o und 41 stellen
die Führungen für die Hutkrempe während des Formens und Beschneidens derselben dar.
Die äußere Klaue oder Krempenführung 40 ist in bezug auf das Auflager 36 feststehend
und wird von einem Block 42 getragen, der einstellbar in dem gegabelten Ende einer
Stange 43 gelagert und mit einer Klemmschraube 44 gehalten ist. Die Krempenführung
40 ist auf einem Bolzen 45 reit Hilfe einer Klemmschraube 46 gehalten. Der Bolzen
45 ist in das untere Ende des Blockes 42 eingeschraubt, und die Stange
43
ist verstellbar im geschlitzten Ende eines mit 47 bezeichneten Teiles befestigt,
und zwar dies mittels der Klemmschraube 48. Der Teil 47 ist zwischen den Lagern
39 mittels einer Schraube 49 gehalten. Die vordere, mit der Krempe in Berührung
tretende Fläche der Krempenführung 40 ist in senkrechter und auch in wagerechter
Richtung konkav; jedoch sind die oberen äußeren Ecken bei 5o weggenommen, um die
Krempe ganz allmählich in den Raum zwischen den Führungen 40, 41 einzulenken und
um sie ebenso auch in allmählicher Bahn auf der anderen Seite wieder austreten zu
lassen.
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Von der Krempenführung 40 wird ein drehbares Zuführungsrad 51 getragen.
Dasselbe sitzt drehbar auf dem mit 45 bezeichneten Bolzen und besitzt eine konkave
Ringfläche 52, welche ungefähr in Mitte der gekrümmten Fläche der Krempenführung
4o durch eine mit 53 bezeichnete Öffnung hindurchragt, um mit der Oberfläche der
Hutkrempe in Berührung treten zu können. Diese Fläche 52 kann gerändelt oder irgendwie
aufgerauht sein, damit ein besserer Halt auf der Krempenoberfläche erzielt wird.
Auf der Unterseite dieses Rades 51 sind die Vorrichtungen zu seiner Drehung angeordnet;
so z. B. der aus Fiber gefertigte Ring 54.. Das Rad 5i ist zur Ebene des Tisches
21 geneigt und so montiert, daß der eben erwähnte, auf der Unterseite des Rades
51 angeordnete Ring 54 mit der Oberfläche der Huthalterplatte 21 in Berührung kommt.
Durch den Umlauf der Platte 21 wird also auch das Vorschubrad 51 infolge der durch
den Fiberring 54 erzeugten Reibung in Drehung gesetzt. Das Vorschubrad 51 arbeitet
zusammen mit der zweiten Krempenführung 41 und ist so bemessen, daß die mit der
Hutkrempe in Berührung tretende Führungsfläche sich ein wenig schneller bewegt als
die Krempe selbst, so daß also das Vorschubrad leicht dazu neigt, die Krempe zwischen
den Führungen zu strecken. Eine Möglichkeit, die Krempe durch die Reibung der Krempenführungen
oder durch den Widerstand des Schneidmessers zu beschädigen, ist also nicht vorhanden.
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Die innere oder gegenüberliegende Krempenführung 41 ist so angeordnet,
daß sie, so wie es Abb. 5 und 6 zeigen, sowohl in Führungsstellung als auch aus
der Führungsstellung heraus bewegt werden kann. Sie wird von einer Stange 55 getragen,
die im geschlitzten Ende 56 einer mit 57 bezeichneten Stange von einer Klemmschraube
58 gehalten wird. Die Stange 57 selbst ist verstellbar im geschlitzten Ende des
mit 59 bezeichneten Teiles mittels Klemmschraube 6o befestigt. Der Teil 59 ist an
den Lagern 39 mit einem Zapfen 61 drehbar angelenkt. Eine besondere Feder 64 hat
das Bestreben, die Krempenführung 41 hoch, d. h. in unwirksamer Stellung zu halten,
so wie das z. B. in Abb. 3 und 4 veranschaulicht wird. Die Feder 64 wird zweckmäßig
wie folgt angeordnet: Es ,wird eine Hülse vorgesehen, die sich vom Ende der Stange
43 aus erstreckt und einen Kolben 62 aufnimmt. Das Außenende des Kolbens 62 ist
mit 63 bezeichnet und steht mit dem Teil 59 durch die Wirkung der Feder 64 in Berührung,
die das Bestreben zeigt, den Kolben nach außen zu drücken und dadurch den Teil 59
in Abb. 3, 4, 5 und 6 z. B. im Uhrzeigersinne um seinen Drehzapfen zu verschwenken.
Die freie Kante 65 der Krempenführung 41 ist, wie Abb. 15 zeigt, abgerundet und
soll mit der oberen, inneren Fläche der Hutkrempe in Berührung treten, sobald dieselbe
zwischen den Krempenführungen hindurchläuft; auf der Oberseite ist eine Nut 66 vorgesehen,
in welcher sich das Messer 67 bewegt. Dieses Messer wird von einer an der
Klammer 7o bei 69 mittels Zapfens angeschlossenen Stange 68 getragen. Die Klammer
70 selbst ist mit einer Stellschraube 71 auf der Stange 55 verstellbar befestigt.
Die Stange 68 ist an ihrem unteren Ende bei 72 geschlitzt (Abb. 13), und das Messer
67 ist in dem Schlitz mittels einer Knopfschraube 73 eingespannt. Die Schneidkante
des Messers soll, wie Abb. 15 zeigt, zweckmäßig schräg zur Umlaufsrichtung des Hutes
stehen. Wird das Messer aus der Nut 66 hervor und in die Arbeitsstellung bewegt
(Abb. 6), so legt sich seine Spitze gegen einen Holzklotz 74, der in eine besondere
Nut der Krempenführung 4o eingespannt ist.
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Die geschlitzte Stange 68 ist auf der einen Seite mit einem Zapfen
75 versehen, der in das eine Ende einer federnden Verbindungsstange 76 eingreift.
Diese Stange 76 ist eine flache, rechteckige Schiene, die sich seitlich durchbiegen
kann und das Bestreben zeigt, ihr freies Ende gegen die Stange 68 zu halten, um
so die Verbindung mit dem Zapfen 75 aufrechtzuerhalten. Das andere Ende dieser Schiene
76 ist bei 77 mit einem Hebel 78 verbunden, der an dem einen Lager 39 bei 79 mittels
Zapfens angeschlossen ist. Die Stange 76 trägt einen Zylinder 8o, der mit einer
Schraube 81 befestigt ist und eine Kammer aufweist, in welche von der einen Seite
her ein Kolben 82 eingesetzt ist. Das äußere Ende 83 dieses Kolbens ist abgerundet
und legt sich gegen eines der Lageraugen 39. Die Feder 8.4, welche sich gegen das
andere Ende des Kolbens legt, ist bestrebt, das Messer 67 stets in die Nut 66 zurückzuziehen.
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Zwischen den Lageraugen 39 und hinter dem Teil 59 ist ein Handhebel
85 vorgesehen, dessen Drehzapfen mit 86 bezeichnet ist.
Dieser Hebel
85 besitzt eine Kurvenfläche 87, die so angeordnet ist, daß sie den Teil
59 berührt und so die Krempenführung 41 in der Führungsstellung hält (s.
Abb. 6). Diese Kurvenfläche 87 liegt im wesentlichen konzentrisch zur Achse des
Drehzapfens 86. An der .Seite ist der Hebel jedoch bei 88 derart abgestoßen (abgefräst),
daß der Teil 59 die Möglichkeit hat, rückwärts zu schwingen, d. h. sich im
Uhrzeigersinne zu drehen, und sich aus einer mit Abb. 3, 4, 5 oder. 6 gegebenen
Stellung ungefähr in die mit Abb.4 und 7 gegebene Stellung bewegen kann, und die
Krempenführung 41 die Möglichkeit bekommt, unter Einwirkung der Feder 64 in die
hochgezogene Stellung zu treten. Wird sonach der Handhebel 85 nach links
oder dem Uhrzeigersinne entgegengesetzt verschwenkt (Abb. 4), so wird der Teil
59 in gleicher Richtung um seinen Drehzapfen 61 bewegt und die Krempenführung
41 in die aus Abb. 5 ersichtliche Führungsstellung gebracht. Nachdem die Krempenführung
41 in diese Stellung gekommen ist, tritt das Messer 67 aus der Nut 66 hervor und
gelangt, wie Abb. 6 zeigt, in die Arbeitsstellung. Die Bewegung des Messers 67 wird
durch einen Finger oder Daumen 89 veranlaßt, der von dem Handhebel 85 gesteuert
wird.. Der Daumen des Handhebels 85 hat ein kurvenförmiges Ende go, das mit einer
am Hebel 78 vorgesehenen Kurvenfläche gi in Berührung tritt; jedoch sind
diese Kurvenflächen go, gi so angeordnet, daß das Messer 67 nicht eher in seine
Arbeitsstellung gebracht wird, bevor nicht die Krempenführung 4i in die Führungsstellung
gelangt ist (s. Abb. 5 und 6). Die Kurvenflächen sind außerdem so angeordnet, daß
sie - wenn sich das Messer in der Arbeitsstellung befindet - im wesentlichen konzentrisch
zur Achse des für den Handhebel 85
vorgesehenen Drehzapfens 86 liegen, so
daß eine Weiterbewegung des Handhebels keine weiteren Bewegungen des Messers zur
Folge hat, sondern eine Verriegelung des Messers in seiner Arbeitsstellung veranlaßt
ist. Die Anordnung jener Flächen go, gi gestattet auch eine Weiterbewegung des Handhebels,
nachdem das Messer schon in seine Arbeitsstellung gebracht worden ist, wenn diese
Weiterbewegung für notwendig befunden wird.
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Wird die Krempenführung 41 unmittelbar in die Führungsstellung gebracht
und dann das Messer in die Arbeitsstellung vorgeschoben, so wird die Hutkrempe -
wie Erfahrungen gelehrt haben - an der Stelle, wo das Messer durchgestoßen wird,
etwas zu hoch gehalten und später, d. h. unmittelbar nach dem Einsetzen der Umdrehung
des Hutes, nach unten gezogen, so daß das Messer am Ende des Schneidvorganges nicht
mehr genau an die Stelle zurückkommt, wo der Schnitt begonnen wurde; der Rand der
Krempe wird dann nach dem Zuschneiden eine kleine Stufe zeigen. Um diese Schwierigkeit
zu überholen, sind Mittel vorgesehen worden, durch welche die Hutkrempe vor dem
Einrücken des Messers genau eingerichtet wird. Hierzu sind Vorrichtungen vorgesehen,
welche die Krempenführung 41 ein wenig unter die eigentliche Führungsstellung senken,
um die Krempe so etwas weiter nach unten zu drücken. Die gleichen Mittel ermöglichen
der Krempenführung, kurz vor dem Einrücken des Messers sich schnell etwas von der
Krempe zurückzuziehen. Dieser Vorgang ist in Abb.5 mit punktierten Linien angedeutet.
Es ist wohl selbstverständlich, daß durch diesen Vorgang die Krempe an der Stelle,
an welcher der Schnitt einsetzt, etwas tiefer gehalten wird, als es der Fall sein
würde, wenn die Krempenführung 4i unmittelbar in die Führungsstellung gebracht wird.
Die Teile sind so abgemessen, daß der Betrag, um welchen die Krempe tiefer gehalten
wird, gerade die beim Beschneiden auftretende Verzerrung der Krempe ausmacht und
das Messer am Ende des Schneidvorganges genau an der Stelle ausläuft, wo vorher
der Schnitt begonnen wurde; es entsteht jetzt ein vollkommen glatter Rand. Dieser
Vorgang wird nun dadurch möglich, daß man an der Ecke zwischen der Kurvenfläche
87 und der abgestoßenen Seite 88 des Handhebels 85 eine kreisrunde, an dieser Ecke
offene Quernut vorsieht und in diese Nut einen zylindrischen Zapfen 92 einsetzt,
der eine flache Stange g3 trägt. Die freie Kante 94 der Stange 93 ragt durch
den Schlitz und über die Kurvenfläche 87 hinaus (hierzu s. Abb. 7). Die Öffnung
in der Seite des Schlitzes ist ausreichend weit gehalten, um dem Zapfen 9a und der
Stange 93 eine gewisse Bewegung zwischen den einander gegenüberliegenden
Kanten 95 und 96 zu ermöglichen. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung
ist am besten aus Abb. 7 zu ersehen. Wird der Handhebel 85 in bezug auf diese Abbildung
entgegengesetzt dem Uhrzeiger gedreht und aus der mit vollen Linien eingezeichneten
Stellung herausgebracht, so wird die Stange 93 unter dem Drucke des Teiles
59 bzw. der Feder 64 gegen den oberen Anschlag 95 gehalten, und da diese Schiene
93
um den Drehzapfen 86 bewegt wird, wird sie den Teil 59 um seinen
Drehzapfen schwingen lassen und die Krempenführung 41 gegen die Krempenführung 4o
hin senken. Wenn die Teile in die mit strichpunktierten Linien angedeutete Stellung
9g (Abb. 7) gelangen und die Schiene 93 auf einer durch die Mitte des Drehzapfens
86 gezogenen Radialen 97 liegt,
- so wird diese Radiale 97
ungefähr unter rechtem Winkel zum Teil 59 stehen, an welchem die freie Kante
94 der Stange 93 liegt. Es ergibt sich nun, daß eine geringe Weiterbewegung des
Handhebels die Stange 93 über die eben erwähnte Stellung hinausbringt und daß der
Druck des Teiles 59 die Stange 93 gegen den unteren Anschlag 96 schwingt, indem
Stange 93 und Zapfen 92 in ihrer Nut verschwenkt werden, und daß die Stange 93 mit
ihrer freien, vorstehenden Kante 94 aus der jenseits der Kurvenfläche 87 befindlichen
Stellung in eine auf der Verlängerung dieser Kurve gelegene, in Abb. 7 bei 98 angedeutete
Stellung kommt. Der Teil 59 wird aus der in Abb. 7 mit strichpunktierten
Linien angedeuteten Stellung 99 in die mit punktierten Linien angedeutete Stellung
kommen und sich gegen die Kurvenfläche 87 legen. Der Teil 93 wird die Krempenführung
41 etwas weiter nach unten drücken als in die normale Führungsstellung, d. h. in
die mit Abb. 5 durch punktierte Linie gegebene Stellung. Durch diesen Vorgang wird
die Hutkrempe etwas weiter nach unten gedrückt als in solchen Fällen, wo man die
Führung unmittelbar in die mit voll ausgezogenen Linien angedeutete Stellung (Abb.
5) bringen würde. Indem die Stange 93 auf Zapfen 92 v erschwenkt wird, um der freien
Kante 94. die Möglichkeit zu geben,vomTei159 abzukehren, istauch demTeil 59 zugleich
die Möglichkeit gegeben, gegen die Kurvenfläche 87 zurückzukehren. Die Krempenführung
.41 wird nun ein wenig zurücktreten, d. h. sich aus der in Abb. 5 mit punktierten
Linien angedeuteten Stellung in die mit voll ausgezogenen Linien eingezeichnete
Stellung (normale Führung) begeben. Kurz nach diesem Vorgange wird die Weiterbewegung
des Handhebels 85 den Daumen 89 mittels der am Hebel 78 vorgesehenen Daumenfläche
9i veranlassen, das Messer 67 in die Arbeitsstellung zu bringen; die Spitze des
Messers wird durch die Hutkrempe gestochen. Die an sich geringfügige Zurückbewegung
der Krempenführung 41 geht jedoch so schnell vor sich und andererseits wird auch
das Messer nach dieser Zurückbewegung derFührung so schnell vorgestoßen, daß das
Messer in seine Arbeitsstellung gelangt, bevor die Hutkrempe überhaupt Gelegenheit
findet, zurückzufedern. Der die Hutkrempe haltende bzw. tragende Tisch beginnt dann
sofort sich zu drehen. Der Antrieb des Tisches soll nunmehr eingehend beschrieben
werden.
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Das Messer kann zum Nachschleifen oder zur Erneuerung leicht und schnell
entfernt und ebenso leicht und schnell wieder eingesetzt werden. Die Stange 68,
welche das Messer zu halten hat, sitzt an der Klammer 70 mit dem Bolzen 69.
Die federnde Verbindungsstange 76 nimmt den Zapfen 75 in einer besonderen Bohrung
auf. Soll die Schiene 68 abgenommen werden, so ist es nur notwendig, die federnde
Verbindungsstange 76 vom Zapfen 75 abzuziehen. Das geschieht, indem das freie Ende
dieser Stange seitwärts und von der Schiene 68 abgezogen wird. Dann wird das untere
Ende der Schiene 68 nach vorn und aus der Nut 66 der Krempenführung .Ii lierausgeschwungen.
Nun kann die Schiene 68 von dem Zapfen 69 heruntergenommen werden. (Punktierte Lage
in Abb. 13.) Nachdem die Schraube 73 gelöst ist, kann dann noch das Messer 67 abgenommen
werden.
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Besondere Vorrichtungen erteilen dem Auflager 36 und daher den Krempenführungen
.4o, 4.1 sowie dem Messer 67 eine gewisse Bewegung. Nach Abb. i und 2 ist das Auflager
36 verstellbar mit einem Block ioo verbunden, der ein Exzenter bzw. eine Kurbel
ioi umschließt. Das eben erwähnte Exzenter bzw. die Kurbel ioi sitzt auf einer senkrechten,
im Lager 103 des Schlittens 33 gelagerten Welle io2. Der das Exzenter umschließende
Block ioo ist mit dem Auflager 36 durch Schienen 104 einstellbar verbunden. Die
Schienen 104 sind den sich gegenüberliegenden Kanten des Blockes ioo angeschlossen
und ziehen sich längs der einander gegenüberliegenden Kanten des Auflagers 36 fort,
wo sie in längliche Schlitze io5 eintreten. In den Führungsschlitzen io5 sitzen
Klemmschrauben io6, die in die Kanten des Auflagers 36 eingeschraubt sind. Bei io8
ist an dem Schlitten 33 ein Handhebel 107 angelenkt. Derselbe steht durch einen
Lenker iog mit dem Auflager 36 in Verbindung. Werden die Schrauben io6 gelöst, so
kann das Auflager 36 mit Hilfe des Handhebels 107 in jede verlangte Stellung
in bezug auf den Block ioo gebracht und dann durch Anziehung der Schrauben io6 wieder
festgestellt werden. Der Hub des Exzenters i o i ist ebenfalls einstellbar. Das
Exzenter ist hierzu in einem Schlitz iio verschiebbar. Die Mittellinie des Schlitzes
i io schneidet die geometrische Achse der Welle 102. Wird das Exzenter ioi im Schlitz
iio verstellt und mittels des Teiles i i i in der jeweils gegebenen Lage festgespannt,
so wird der Hub des Exzenters oder mit anderen Worten die Exzentrizität eine andere
werden als vorher; innerhalb der durch die bauliche Ausführung gesetzten Grenzen
läßt sich die Exzentrizität beliebig ändern. Die Welle io2 und das Exzenter ioi
werden von der Hauptantriebswelle ila mittels der Kegelräder 113 und 114 angetrieben.
Die gleiche Welle i 12 treibt auch die das Hutauflager 2i tragende Welle
26,
und zwar über die Kegelräder i 15. Das Kegelräderpaar 115 hat ein Übersetzungsverhältnis
von i : i, während die Kegelräder 113 und 114 ein Übersetzungsverhältnis von 2 :
i aufweisen. Das Exzenter ioi wird also zwei Umdrehungen ausführen, während das
Hutauflager nur eine Umdrehung zurücklegt. Das Kegelrad 114 ist auf der Welle i
12 verschiebbar und wird mit Rad 113 vermittels einer am Schlitten 33 befestigten
Gabel 116 in Eingriff gebracht. Das Rad 114 dreht sich mit der Welle 112, die wie
üblich mit einem Federkeil 117 versehen ist.
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Die Hauptwelle 112 trägt ein Schneckenrad 118. Dasselbe kämmt mit
der auf einer Welle i2o sitzenden Schnecke iig (s. Abb. 8). Der Antrieb der Schneckenwelle
120 ist an sich gleichgültig. Es wird z. B. ein Elektromotor 121 mit Riemen 122
und Riemenscheibe 123 verwendet. Von jener Riemenscheibe 123 wird die Welle io-o
mittels einer Reibkupplung 124 angetrieben. Die Kupplung 124 wird von einem an dem
Maschinengestell bei 126 angelenkten Hebel 125 gesteuert. Durch besondere Vorrichtungen
wird die Kupplung 124 selbsttätig eingerückt, sobald die Krernpenführung 4i und
das Messer 67 in die Arbeitsstellung gebracht sind. Am Ende des Arbeitsganges wird
die Kupplung 124 ebenso selbsttätig wieder aus-,gerückt.
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Bei 127 ist an dem Maschinengestell eine Klinke 128 angelenkt (s.
Abb. g). Dieselbe besitzt einen kleinen Nocken 129, mit welchem ein an der Hauptantriebswelle
112 sitzender Stift 130 in Berührung kommt. Das freie Ende dieser Klinke
128 ist bei 131 eingekerbt und steht mit dem Kupplungshebel 125 in Berührung, d.
h. hält diesen Hebel in der Arbeitsstellung (Abb.8 und g). Die Feder 132 ist bestrebt,
die Kupplung 124 in ausgerückter Stellung zu halten. Der Stift 130 ist nun
so auf Welle 112 angeordnet, daß er am Ende des Arbeitsganges (Formens und Beschneidens)
mit Nocken 129 in Berührung tritt und die Kerbe 131 der Klinke 128 vom Kupplungshebel
i25 abhebt. Nun kann die Feder 132 die Kupplung ausrücken, d. h. die Maschine stillsetzen
bzw. anhalten. Um das Getriebe gänzlich anzuhalten, d. h. an einem bestimmten Punkte
auszurücken, ist der Kupplungshebel 125 mit einem Zapfen 133 (Abb. 8) versehen,
der sich in einem kurvenförmigen Schlitz 134 bewegt. Der Schlitz 134 befindet sich
auf der einen Seite einer auf Welle i2o lose sitzenden Scheibe 135 (s. Abb. io).
Die Scheibe 135 ist mit einer Feder 136 verbunden, die im Federgehäuse 137 gelagert
und hier mit ihrem anderen Ende befestigt ist. Das Gehäuse 137 selbst ist auf der
Welle i2o mittels der Schraube 138 befestigt. Wird also der Zapfen 133 in den-Schlitz
134 eingeschoben, so wird das eine Ende des Schlitzes 134 durch die weitere Drehung
von Welle iao und Scheibe 135 mit dem Zapfen 133 in Berührung kommen und die Drehung
der Welle i2o abstoppen. Die Feder 136 wird jedoch jeden harten Stoß abfangen, d.
h. die Welle i2o nicht ganz plötzlich abstoppen lassen, sondern dieselbe etwas sich
weiter drehen lassen, bevor sie endgültig angehalten wird.
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Wie Abb. i zeigt, ist eine Stange 139 in den Lagern 140 und 141 senkrecht
verschiebbar. Die eben erwähnten Lager sitzen am Maschinengestell fest. Das obere
Ende der Stange 139 weist einen länglichen Kopf 142 auf, der mit einer Rolle
143 in Berührung kommt. Die Rolle 143 sitzt an dem mit dem Handhebel 85 in
Verbindung stehenden Arm 44. Die Stange 139 trägt an ihrem unteren Ende einen Block
145. Derselbe ist mit einem Keilstück 146 (Abb. g) versehen, das mit der hinteren
Kante des Kupplungshebels 125 in Berührung tritt. Wird der Hebel 85 umgelegt,
um die Krempenführung 41 und das Messer 67 in Arbeitsstellung zu bringen, so wird
der Arm 144 die Stange 139 nach unten drücken und das Keilstück 146 den Kupplungshebel
125 umlegen, d. h. die Kupplung 124 wird eingerückt. Mit der Abwärtsbewegung der
Stange 139 wird auch der Schlitten 33 gegen Verschiebung (während des Arbeitsganges)
verriegelt. Zu diesem Zwecke ist auf jener Stange ein Block 147 verstellbar befestigt
(Abb. 1, 6 und ig) und mit einem verschwenkbaren Kopf 148 versehen, der mit einem
auf einer Unrundscheibe i5o sitzenden Zapfen 149 in Verbindung steht. Die eben erwähnte
Unrundscheibe 15o hat eine konzentrische Fläche 151 und eine exzentrische Fläche
152. Ein im Maschinengestell gleitender Sperrstift 153 liegt mit dem einen Ende
gegen die Unrundscheibe 15o an und greift mit seinem anderen, d. h. mit dem oberen
Ende an der Unterseite des Schlittens 33 an (s. Abb. 6). Wird die Stange 139 nach
unten bewegt, so wird sich die Unrundscheibe i5o drehen, so daß der Sperrstift 153
von der exzentrischen Fläche 152 zu der konzentrischen Fläche 151 bewegt wird und
das obere Ende dieses Stiftes fest gegen die Unterseite des Schlittens gedrückt
wird, der Schlitten damit also verriegelt wird. Da die Fläche 151 konzentrisch ist,
kann die Unrundscheibe 150 weiterbewegt werden, ohne daß damit irgendein Einfluß
auf die Sperrung des Schlittens ausgeübt wird. Die Stange 139 ist während
der ganzen Dauer des Arbeitsganges in dieser unteren, d. h. in der Arbeitsstellung
verriegelt, wird aber ganz selbsttätig am Ende des Arbeitsganges ausgerückt, um
die
Maschine anzuhalten. Zu diesem Zwecke ist auf Stange 139 ein
Ring 154 verstellbar befestigt (Abb. 1, 16, 17) und am Maschinengestell eine Klinke
155 derart angeordnet, daß sie mit der Oberseite des Ringes 154 in Verbindung
tritt und die Stange in der unteren Stellung festhält. Die Klinke 155 ist in einem
Zylinder 156 verschiebbar und wird an einer Drehung durch irgendeine Vorkehrung
verhindert. Der Zylinder 156 sitzt am Maschinengestell fest. Die Drehung der Klinke
155 ist z. B. durch eine Stellschraube 157 verhindert, die in eine Nut 158 der Klinke
eingreift. Das Ende der Klinke 155 ist zweckmäßig abgeschrägt, damit der Ring 154
ohne weiteres nach unten und an der Klinke vorbeigehen kann. In die Sperrstellung
wird die Klinke 155 von einer im Zylinder 156 untergebrachten Feder 159 bewegt.
Das vorstehende Ende der Klinke hält einen Ouerbolzen 16o, der in zwei Finger einer
Gabel 161 eingreift (Abb.18). Die Gabel ist in einem Lager 162 drehbar gelagert
und oberhalb des Lagers mit einem spitzen Daumen 163 verbunden. Der Daumen 163 liegt
in der Bahn des nach unten vorspringenden Bolzens 164 auf der Unterseite des Tisches
21. Wenn die Stange 139 bei Umlegung des Handhebels 85 nach unten drückt und das
Messer 67 so in Arbeitsstellung gebracht wird, wird der Ring 154 an der Klinke 155
vorbeigleiten, und letztere wird dann über den Ring 154 hinwegschnappen, um dann
die Stange 139 in ihrer unteren Stellung festzuhalten; die Kupplung 124 wird zugleich
eingerückt und der Schlitten 33 verriegelt. Am Ende des Arbeitsganges wird der am
Tisch 21 sitzende Bolzen 164 mit dem Daumen 163 in Berührung treten und denselben
um seinen Drehzapfen bewegen. Mittels der Gabel 161 und des OOuerbolzens 16o wird
die Klinke 155 zurückgezogen, so daß die Stange 139 unter Einfluß der Feder 166
sich wieder nach oben bewegen kann. Durch diesen Vorgang wird die Kupplung 12q.
ausgerückt und die Maschine abgestellt. Der Bolzen 164 und der Auslöseinechanismus
sind so angeordnet, daß die Auslösung nicht eher eintritt, bevor nicht der Arbeitsgang
endgültig zu Ende geführt ist. Ein vollständig glatter Schnitt des Messers 67 wird
des weiteren durch die Feder 136 gewährleistet (Abb.8 und i-i), welche den Huthalter
21 etwas mehr als eine vollständige Umdrehung ausführen läßt, und denselben dann
wieder in die für den nächstfolgenden Arbeitsgang in Frage kominende normale Ausgangsstellung
zurückbringt.
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Der das Messer 67 tragende Schlitten 33 ist an einen der verstellbaren
Hutblockteile 23 angeschlossen, so daß bei etwaiger Verstellung .dieser Blockteile
(mittels des Handrades 32, entsprechend der Größe des Hutes) der Schlitten 33 und
mit ihm das Messer selbsttätig eingerichtet werden, um die Krempenbreite, für welche
das Messer eingestellt worden ist, zu erhalten. Diese Verbindung ist aus Abb. i
ersichtlich. Ein Stift 167, sitzend am Kopfe 25, ist am Ende bei 168 als Haken ausgebildet
und hier mit einem besonderen, am Schlitten sitzenden Haken 169 im Eingriff. Der
Stift 167 wird mit einem Hutblockteil 23 durch den Stift 170 verbunden. Sonach ist
die bedingte Einstellung des Schlittens zum Hutblock 23 stets die gleiche. Nachdem
der Schlitten 33 richtig eingestellt worden ist, wird er selbsttätig durch die oben
beschriebene Vorrichtung so lange in der gegebenen Einstellung verriegelt, bis der
Arbeitsgang beendet ist.
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Da die Verbindung des die Krempenführungen -.o und 41 tragenden Auflagers
36 durch eine als Drehzapfen dienende Schraube 38 zum Schlitten 33 hergestellt ist,
wird die Bewegung des Exzenters ioi (wenn die Mitte dieses Exzenters seitlich der
Drehachse der Welle io2 liegt) dem Auflager 36 eine Gleitbewegung erteilen, und
mit dem Auflager werden auch die Krempenführungen 4o und 41 in bezug auf die Drehachse
des Huthalters 21, 23 hin und her bewegt. Zur gleichen Zeit werden dem Exzenterblock
ioo seitliche Bewegungen zuteil, wodurch das Auflager 36 auf seinem Drehzapfen 38
verschwenkt und damit den Krempenführungen 4o und 41 seitliche Bewegungen zuteil
werden, d. h. mit anderen Worten, daß dem Auflager 36 eine hin und her gehende Bewegung
und zugleich eine Verschwenkung zuteil wird, und daß an diesen Bewegungen gleichzeitig
die Krempenführungen mit teilnehmen. Der Erfolg ist, daß eine viel glattere Krempe
erhalten, d. h. die Krempe besser als sonst zugeschnitten wird, zumal wenn das Beschneiden
oval oder elliptisch geformter Krempen in Frage kommt. Der Vorgang wird in Abb.
12 veranschaulicht (allerdings in übertriebenem Maße, um ihn möglichst deutlich
zu machen). In dieser Abbildung ist die Achse für Welle io2 mit 171 und die Mitte
des Exzenters i o i mit i o i bezeichnet. Dargestellt wird die Ausgangslage zu Beginn
des Arbeitsganges. Die große Achse 172 der Ellipse 173 (die Ellipse entspricht der
Form der Krempe) ist mit den voll ausgezogenen und mit den punktierten Linien 174
und 175 angedeutet. Da das Exzenter i o i zwei Umdrehungen ausführt, während der
Hut nur eine Umdrehung zurücklegt, so wird der Hut eine Achteldrehung zurücklegen,
wenn sich das Exzenter um ein Viertel dreht und vom Punkt loi bis zum-Punkt ioi'
bewegt, d. h.
sich aus der mit vollen Linien eingezeichneten Stellung
in die mit punktierten Linien eingezeichnete Stellung fortschiebt. Während dieser
Bewegung hat sich der Zapfen 38 aus der mit voll ausgezogenen Linien dargestellten
Lage in die punktiert eingezeichnete Lage gegen den Hut vorgeschoben, da das Auflager
36 sich unter Einfluß des Exzenters gegen den Hut bewegt hat. Die Mittellinie dieses
Auflagers befindet sich nun in der Stellung 176; die Krempenführungen 40 und 41
sind in die Stellung 177 bewegt worden. Zu beachten ist, daß diese Lage gegen die
Drehachse der Welle 26 bzw. des Hutes und seitlich der Linie gelegen ist, welche
diesen Drehungsmittelpunkt mit der Mitte 171 der das Exzenter tragenden Welle verbindet.
Die Krempenführungen 4o und 41 werden gegen die Krempe geschoben und werden ihre
Winkellage verändern, d. h. nicht länger mehr rechtwinklig zu dieser Linie, sondern
unter rechtem Winkel zur Linie 179 stehen, die Tangente zur Ellipse 175 ist. Die
Hinundherbewegung und gleichzeitige Verschwenkung des Auflagers 36 der Krempenführungen
hält letztere immer unter dem gleichen Winkel zur Kurve (Krempenform), so daß eine
Beschädigung der Krempe an den Krempenführungen nicht veranlaßt werden kann und
ein ganz glatter sauberer Schnitt ausgeführt wird. Auch wird durch die Verschwenkung
die Schneidkante des Messers stets unter ein und demselben Winkel zur Krempe gehalten.
Das trägt ebenfalls mit zur Ausführung eines gleichmäßig rings um die Krempe laufenden
Schnittes bei. Die Verschwenkung kann den verschiedenen Exzentrizitäten der Krempe
selbsttätig angepaßt werden, indem hierzu das Exzenter ioi eine entsprechende Verstellung
erfährt. Soll eine runde Krempe geschnitten werden, so ist die Mitte des Exzenters
ioi mit der Mitte der Welle log in Übereinstimmung zu bringen, so daß dann den Krempenführungen
keine Verschwenkung zuteil wird. Eine Verschwenkung des Hutblocks 23 findet nicht
statt, da die Tangente zur Schnittlinie nicht mehr verändert wird.
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Aus vorstehender Beschreibung ist ersichtlich, daß die neue Vorrichtung
sehr leicht für verschieden große Hüte und ebenso auch für verschiedene Krempenbreiten
einstellbar ist. Nachdem die Vorrichtung der verlangten Krempenbreite und -form
entsprechend eingestellt ist, wird das Messer 67 selbsttätig und der Größe des Hutes
entsprechend eingestellt, wenn der Hut aufgesetzt und festgespannt ist. Das einfache
Umlegen des Handhebels 85 bedingt, daß die Krempenführung 41 in ihre Führungsstellung
gebracht wird und der Krempe, so wie oben beschrieben, eine genaue Führung zuteil
werden läßt. Dabei wird gleich das Messer in seine Arbeitsstellung gebracht und
der Schlitten gegen weitere Bewegung verriegelt. Nunmehr wird die Maschine zu arbeiten
anfangen. Am Ende des Arbeitsganges wird die Vorrichtung selbsttätig stillgesetzt,
der Schlitten 33 wird ausgelöst, das Messer 67 aus der Arbeitsstellung zurückgezogen
und die Krempenführung 41 zur Freigabe der Krempe gehoben. Diese Einrichtungen sind
jedoch so angeordnet, daß alles verriegelt wird, bevor die Vorrichtung zu arbeiten
anfängt, und daß wiederum alles selbsttätig von dem die Hutkrempe haltenden Tisch
21 entriegelt wird. Diese Entriegelung - kann nicht eher eintreten, als nicht der
Tisch in seine ursprüngliche Lage gelangt ist, d. h. das Beschneiden der Hutkrempe
zu Ende geführt ist. Der Sperrstift 153 gibt den Schlitten 33 erst frei, wenn der
Reibantrieb aufgehoben ist und die Vorrichtung zur Ruhe gelangt. Zu Beginn des nächsten
Arbeitsganges wird durch den Sperrstift wiederum der Schlitten verriegelt, bevor
der Reibantrieb eingerückt wird und die Vorrichtung in Gang kommt.