DE71722C - Drehgestell für Lokomotiven - Google Patents

Drehgestell für Lokomotiven

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DE71722C
DE71722C DENDAT71722D DE71722DA DE71722C DE 71722 C DE71722 C DE 71722C DE NDAT71722 D DENDAT71722 D DE NDAT71722D DE 71722D A DE71722D A DE 71722DA DE 71722 C DE71722 C DE 71722C
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DE
Germany
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bogie
jackshaft
locomotives
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axles
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Expired - Lifetime
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DENDAT71722D
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Lokomotivfabrik Krauss & Co., aktien-K lasse; gesellschaft, in München
Publication of DE71722C publication Critical patent/DE71722C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C1/00Steam locomotives or railcars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
in MÜNCHEN.
Drehgestell für Lokomotiven.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1893 ab.
Die vorliegende Anordnung ermöglicht den Antrieb der Achsen eines Drehgestelles durch am Hauptrahmen befestigte Dampfcylinder bezw. die Verkuppelung derselben mit anderen im Hauptrahmen gelagerten Achsen, ohne der freien Einstellung des Gestelles in Bahnkrümmungen ein Hindernifs entgegenzusetzen, somit also den Bau von kurvenbeweglichen Lokomotiven, deren gesammtes Eigengewicht zur Erzeugung von Zugkraft ausgenutzt wird.
Die beiden Achsen k k des in bekannter Weise um den Kugelzapfen α drehbaren Gestelles sind in den Seitenschildern b desselben entweder ganz fest, d. h. ungefedert und ohne verticale Verschiebbarkeit, gelagert, wie in den Fig. ι bis 5 gezeichnet, oder sie tragen das Gestell auf jeder Seite vermittelst eines steifen Balanciers c, Fig. 7, oder zweier letzteren ersetzenden Winkelhebel dd, Fig. 8, wobei das Wesentliche ist, dafs eine Federung zwischen Achsen und Gestell nicht vorhanden sein darf, vielmehr einer Hebung des einen Achslagers stets eine Senkung des anderen um das gleiche Mafs entsprechen mufs. Eine ungefederte Anordnung der Achsen k k im Gestell ist deshalb nothwendig, weil, wie weiter unten ausgeführt, die Bewegungsübertragung auf dieselben durch verticale Kräfte geschieht, welche ein fortwährendes Auf- und Abspielen der Tragfedern und damit eine Störung des richtigen geometrischen Zusammenhanges des Mechanismus bewirken würde. Das Drehgestell seinerseits unterstützt den Hauptrahmen vermittelst der frei pendelnden, seiner Einstellung in Kurven kein Hindernifs " entgegensetzenden Federstützen e und der Tragfedern f. Zwischen den beiden Achsen ist eine Blindwelle g angebracht, deren Lagerg-1 eine doppelte Führung haben, indem dieselben einerseits in den Seitenschildern b des Drehgestelles horizontal verschiebbar, andererseits in der Achsgabel h h des Hauptrahmens vertical verschiebbar angeordnet sind. Die horizontalen Verschiebungen im Gestell entsprechen, den Drehbewegungen, die verticalen Verschiebungen im Hauptrahmen dem Federspiel zwischen Gestell und Hauptrahmen.
Die Blindwelle g kann in bekannter Weise von am Hauptrahmen befestigten Dampfcylindern i angetrieben werden oder mittels Kuppelstangen mit der Blindwelle eines zweiten gleichartigen Drehgestelles oder mit anderen im Hauptrahmen gelagerten Achsen verkuppelt sein. Der Horizontalschub des Dampfkolbens bezw. der Kuppelstange wird dabei durch die verticalen Führungen von g am Hauptrahmen aufgenommen.
Die Bewegungsübertragung von der Blindwelle 'g auf die beiden Gestellachsen k k erfolgt vermittelst der Kuppelstangen /, deren Enden in gewöhnlicher Weise um die Zapfen m drehbar sind, während sie in der Mitte coulissenartig ausgebildet sind und, in horizontaler Führung verschiebbar, den um den Kurbelzapfen ο der Blindwelle drehbaren Gleitklotz η aufnehmen. Die Kraftübertragung von 0 auf die
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Märq iSgS.)
Kuppelstange erfolgt dabei nicht wie gewöhnlich in horizontaler, sondern in verticaler Richtung, wie in Fig. 2 durch den Pfeil ρ angedeutet, die Kuppelstange wird also auf Biegungsfestigkeit beansprucht. Die. der Kraft ρ entgegengesetzte Reaction auf das Lager gl der Blindwelle g wird durch dessen horizontale Führungen an den Seitenschildern b des Drehgestelles aufgenommen. Die horizontale Verschiebbarkeit von η in I ist wegen der Einstellung in Kurven nöthig. Die Kurbeln der beiden Seiten sind wie gewöhnlich um go ° gegen einander versetzt. Im Grundrifs Fig. 3 ist das Drehgestell bis zum ä'ufsersten Ausschlag nach rechts verstellt gezeichnet.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    i. Ein Drehgestell für Lokomotiven, dadurch gekennzeichnet, dafs die Kraftübertragung von einer zwischen den Drehgestellachsen (k k) gelagerten Blindwelle (g) mittels der auf Biegungsfestigkeit in Anspruch genommenen . Kuppelstangen (I) erfolgt.
    Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Drehgestelles für Lokomotiven, bei welcher:
    a) der Kurbelzapfen (0) der Blindwelle (g) horizontal verschiebbar in der Kuppelstange (I) gelagert ist, um das Einstellen des Drehgestelles in Kurven zu ermöglichen;
    b) das Blindwellenlager (g1) im Hauptrahmen vertical, im Drehgestell horizontal geführt ist, wodurch horizontale
    . Kräfte auf den Hauptrahmen, verticale auf das Drehgestell übertragen werden. Eine Ausf'ührungsform des unter 1. gekennzeichneten Drehgestelles, bei welcher die Drehgestellachsen (k) zur besseren Uebertragung der Bewegung durch verticale Kräfte nichtfedernd mit dem Drehgestell verbunden werden, was durch feste Lagerung (Fig. ι bis 5) oder durch Tragen mittels eines Balanciers (c, Fig. 7) oder durch Tragen mittels mit einander verbundener Hebel (d, Fig. 8) erreicht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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