DE71491C - Apparat zur ununterbrochenen Filtrirung von Bier beim Abfüllen in die Transportfässer - Google Patents

Apparat zur ununterbrochenen Filtrirung von Bier beim Abfüllen in die Transportfässer

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DE71491C
DE71491C DENDAT71491D DE71491DC DE71491C DE 71491 C DE71491 C DE 71491C DE NDAT71491 D DENDAT71491 D DE NDAT71491D DE 71491D C DE71491D C DE 71491DC DE 71491 C DE71491 C DE 71491C
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DENDAT71491D
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M. VONHAUSEN in Weilmünster
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D37/00Processes of filtration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, der das ununterbrochene Filtriren von Bier bei dessen gleichzeitigem Abfüllen in die Transportfässer ermöglicht und welcher leicht mit Filtern jeder zur Zeit gebräuchlichen Art in Verbindung zu bringen ist, indem dieselben dabei vollständiger als bisher ausgenutzt werden können.
Ein wesentlicher Mangel der bekannten Filtereinrichtungen für abzufüllendes Bier besteht darin, dafs durch das Abstellen der Hähne im Filter ein Rückstofs erzeugt wird, wodurch die Hefe aufgewirbelt und beim wiederholten Oeffnen der Hähne durch den höher gespannten Druck mit in die Leitung fortgerissen wird.
Den Haupttheil der in beiliegender Uebersichtszeichnung veranschaulichten Einrichtung bildet der gewissermafsen als Windkessel dienende Behälter B, welcher zwischen die Filter- und Abfüll-Leitung eingeschaltet wird und der als Ausgleichkessel bezeichnet werden soll. A ist der Filterapparat und C ein Gegendruckapparat von übrigens bekannter Construction, welcher ein Schäumen des in das Fafs übertretenden Bieres verhindert und zu diesem Zweck durch Röhren m mit der Fafsarmatur unterhalb der Hähne ρ und q verbunden ist. Als Nebentheile gehören zu diesem Gegendruckapparat das Manometer k und das Luftventil i.
Der Ausgleichkessel -B, welcher, wie dargestellt, über dem Gegendruckapparat C angebracht werden kann und an dessen (kegelförmigem) Boden die Abfüllrohre g angebracht sind, ist mit einem Schauglas b zur Beurtheilung des Flüssigkeitsstandes und am Deckel mit einem Luftventil c, einem Manometer d und ferner mit der Rohrleitung/ versehen, die von dem Reducirventil / eines Luftkessels D ausgeht, welch letzterer zugleich unter Vermittelung einer bei r anschliefsenden Leitung den Druck auf das Lagerfafs liefert.
Die Arbeitsweise des Apparates ist nun folgende:
Nachdem in dem Ausgleichkessel B ein Druck von etwa 0,3 bis 0,4 Atmosphären erzeugt worden ist, läfst man von unten durch das Zuleitungsrohr e filtrirtes Bier eintreten, bis der Ausgleichkessel B zur Hälfte gefüllt ist. Die bei dem Zuleitungsrohr angeordnete Schauglocke α ermöglicht, die Beschaffenheit und den Zuflufs des Bieres zu beobachten. Alsdann beginnt man bei fortgesetztem Zuflufs mit dem Abfüllen des Bieres in die Transportfässer, indem man die Hähne ρ und q der Abfüllrohre g g öffnet. Der Ausgleichkessel jB soll während der gesammten Dauer des Abfüllens weder ganz voll, noch ganz leer werden. Zur Regelung des Flüssigkeitsstandes bezw. des Druckes dient das für sich einstellbare Ventil c, indem durch Erhöhung des Druckes ein langsameres Einfliefsen des Bieres in B, aber ein schnelleres Abströmen in die Transportfässer erreicht wird. Das Ventil c dient ferner auch dazu, einen etwaigen Ueberdruck im Ausgleichkessel B aufzuheben. Aufserdem ist man vermöge der nach dem Luftkessel Z) führenden Verbindungsleitung f in den Stand gesetzt, etwa ungenügenden Druck zu ersetzen, damit sich die Filtration immer unter dem gleichen Gegendruck vollzieht. Das regulirbare Reducirventil I vermittelt die Druckverminderung, ent-
sprechend dem Druckunterschiede im Ausgleichkessel B und dem Luftkessel D.
Wenn das Transportfafs gefüllt ist, tritt das Bier in die bezügliche Röhre m am Gegendruckapparat C und steigt bis in die zwischengeschaltete Schauglocke h, welche vermittelst eines aus einem von einem Drahtnetz umgebenen Gummiball η bestehenden Kugelventils, welches sich beim weiteren Aufsteigen schliefst, das Uebertreten des Bieres in den Gegendruckapparat C verhindert. Ebenso wird zur Vermeidung von Bierverlust der Ausgleichkessel B durch ein selbstthätiges, unterhalb des Luftventils c angeordnetes (Kugel-) Ventil, wie punktirt dargestellt, geschlossen, wenn bei unachtsamer Bedienung des Apparates das Bier bis zum Ventil c emporsteigt.
Die beschriebene Art und Weise der Filtration ermöglicht eine ohne Rückstofs sich vollziehende Abfüllung des Bieres, und es hat sich gezeigt, dafs die Ausnutzung der Filter durch diesen Umstand wesentlich begünstigt wird, insofern im Vergleich zu dem gewöhnlichen Ab füll verfahren mit einer Einlage das doppelte Quantum Bier abgefüllt werden kann, und dafs ferner manche Biere, welche durch Staubhefe (wilde Hefenarten) u. s. w. getrübt sind, sich nur auf diese Art filtriren lassen.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Ans PRU CH:
    An einer für ununterbrochene stofsfreie PiI-trirung eingerichteten Abfüllvorrichtung für Bier die Verbindung des Ausgleichkessels B mit dem Luftdruckkessel D durch eine mit Reductionsventil / versehene Luftleitung f, welche unter Mitwirkung des einstellbaren Ventils c einen regelbaren, gleichmäfsigen Druck im Ausgleichkessel herstellt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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