DE71470C - Fälbeapparat für Kammzugbobinen, Wolle u. s. w. in der Hyposulfitküpe - Google Patents

Fälbeapparat für Kammzugbobinen, Wolle u. s. w. in der Hyposulfitküpe

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DE71470C
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DE
Germany
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bobbins
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wool
hyposulfite
dyeing machine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT71470D
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English (en)
Original Assignee
W. ALBERT in Leipzig, Körnerstr. 31
Publication of DE71470C publication Critical patent/DE71470C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D06B5/12Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
    • D06B5/14Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through fibres, slivers or rovings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

he*
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1893 ab.
Der vorliegende Apparat zielt auf die Ermöglichung eines rationelleren Betriebes, als er mit den bekannten Apparaten- ausführbar ist, hin; so namentlich darauf, den Indigoverlust nach dem Färben auf das geringste Mafs herabzubringen. Vor dem Vergrünen mufs bekanntlich die Flotte aus der Bobine entfernt werden, wodurch der ,Vergrünungsprocefs wesentlich erleichtert und übrigens der Erzielung einer gröfseren Gleichmäfsigkeit des Farbtones wesentlich Vorschub geleistet wird. Die Entfernung der Flotte geschieht bei dem vorliegenden Apparat zunächst durch Absaugen mittelst einer Pumpe und darauffolgend durch Auspressen der Bobinen. Im übrigen bietet der Apparat noch den grofsen Vortheil, dafs die Bobinen oder die Wolle während des Netzens, Färbens und Vergrünens nicht aus ihren Behältern genommen zu werden brauchen, wodurch die Waare vollkommen in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit bleibt und deren Spinnfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.
Der Apparat besteht einem Ausführungsbeispiel zufolge aus einem Behälter A mit topfförmigen Ansätzen A1. Fig. 1 zeigt denselben im Querschnitt und Fig. 2 im Grundrifs. In diesem Behälter befinden sich zur Aufnahme der Bobinenbehälter mehrere durch Rohrleitung B unter einander verbundene Rohre C. Der Behälter A wird von Säulen D getragen. Die topfförmigen Ansätze A1 stehen ebenfalls unter einander durch Rohrleitung E in Verbindung, welche an eine Pumpe P anschliefst. Diese letztere ist mit dem Dreiweghahn F und daran anschliefsendem Rohr ΕΛ begrenzt, welches in den Hauptbehälter A einmündet.
Die einzelnen Bobinenbehälter G haben am oberen Rande einen sauber gedrehten Ring, welcher als Dichtung dient; sie besitzen übrigens je einen durchlochten Boden und eine drehbare Handhabe zum Ausheben. Ueber den Behälter A weg laufen seitlich zwei Schienen H, auf welchen ein mit vier Rädern ausgestatteter Wagen / steht. Dieser Wagen besitzt zur Aufnahme der Bobinenbehälter entsprechend vorgerichtete Mulden. Von den vor und hinter dem Behälter A nach oben verlängerten Säulen D werden zwei Hebezeuge K getragen, wekhe die Bobinenbehälter mittelst Ketten L aus den Rohren C zum Wagen / zu bringen ermöglichen. An den Säulen D ruht noch ein Querbalken M, welcher die Vorrichtung O zum Auspressen der Bobinen in den Behältern trägt. Zur Erwärmung der Flotte durch mittelbar einwirkenden Dampf dient eine Rohrleitung N.
Die Arbeit mit dem Apparat ist folgende:
Nachdem die trockenen Kammzugbobinen oder sonst zu behandelnde Wolle u. dergl. in die Behälter G gebracht worden sind, werden letztere in die frei von Flüssigkeit befindlichen Rohre C bezw. A1 eingesetzt und darauf geachtet, dafs die Dichtungsflächen der Behälter rein sind. Hierauf wird zum Netzen der Bobinen Wasser eingelassen durch Dreiweghahn Q und Rohrleitung B. Nach Ingangbringung der Pumpe P tritt das Wasser durch die Bobinen und Rohrleitung E zum Dreiweghahn F und aus diesem ins Freie. Ist das Netzen, zur Genüge geschehen, so wird der W'asserzuflufs abgestellt, das Wasser aus den Bobinen und Rohren abgesaugt und zum
Färben mit der Küpenflotte, welche sich vorbereitet im Hauptbehälter A befindet, die Hähne umgestellt.
Durch Hahn Q tritt nun aus diesem Behälter A Flotte nach den Rohren C; in denselben vergleicht sich der Flottenspiegel mit dem äufseren und bedeckt die in den Behältern G befindlichen Bobinen. Nach Einstellung der Pumpe P tritt wie üblich der Kreislauf der Flotte ein. Ist auch dieses bis zur gewünschten Zeit vorgeschritten, so wird wieder durch Hahn Q. der Flottenzuflufs abgestellt und Sorge getragen, dafs die Pumpe nunmehr die Rohre C sammt den Bobinen und der Rohrleitung E von der Flotte entleert. Nach dieser Manipulation, welche schon einen grofsen Theil Flotte aus den Bobinen mitnimmt, wird durch Verstellung des Hahnes F der Rückflufs der Flotte verhütet, welcher nach Abstellung der Pumpe eintreten würde. Zur gänzlichen Entleerung der Bobinen werden jetzt sämmtliche Bobinenbehälter in zwei Abtheilungen mittelst der Hebewerke K zum Wagen / emporgehoben und mit diesen unter die Prefstische O gebracht. Durch gleichzeitiges Auspressen je einer Reihe Bobinen wird der letzte Rest der noch in denselben befindlichen Flotte entfernt. Die Bobinen selbst sind nun zum Vergrünen des Indigo bereit. Dieses Vergrünen wird in der gewöhnlichen Weise mittelst Durchpressens von Luft im Behälter selbst vorgenommen. Erwähnte, durch Absaugen und nachheriges Auspressen der Bobinen bewirkte Vervollkommnung des bezüglichen Verfahrens hat sich in der Praxis vorzüglich bewährt und ergiebt nicht den mindesten Indigoverlust, wie solcher sich beim seitherigen, mit Fliehkrafteinwirkung arbeitenden Verfahren sehr ungünstig in der Calculation bemerkbar machte. Im Weiteren wird die gute Form der Bobinen erhalten, da dieselben, wie schon erwähnt, während des Netzens, Färbens und Vergrünens unberührt in ihren Behältern verbleiben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Färbeapparat für Kammzugbobinen, Wolle u. s. w. in der Hyposulfitküpe ,· bei welchem, zwecks Erzielung einer möglichsten Gleichmäfsigkeit in der Ausfärbung, die Entfernung der ganzen nach dem Färbeverfahren in der Waare verbleibenden Küpenflotte ohne Entfernung der Bobinen aus ihren Behältern dadurch erreicht wird, dafs zunächst absaugend auf dieselben mittelst einer in die Rohrleitung (E) eingeschalteten Pumpe (P) eingewirkt wird und sodann die Abscheidung .des letzten Restes von Flüssigkeit mittelst Prefstische (o) erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT71470D Fälbeapparat für Kammzugbobinen, Wolle u. s. w. in der Hyposulfitküpe Expired - Lifetime DE71470C (de)

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