DE396263C - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen mit Fluessigkeit und zum Abtrennen der von ihnen mitgefuehrten Fluessigkeit in aufeinanderfolgenden Arbeitsgaengen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen mit Fluessigkeit und zum Abtrennen der von ihnen mitgefuehrten Fluessigkeit in aufeinanderfolgenden Arbeitsgaengen

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DE396263C
DE396263C DEB93139D DEB0093139D DE396263C DE 396263 C DE396263 C DE 396263C DE B93139 D DEB93139 D DE B93139D DE B0093139 D DEB0093139 D DE B0093139D DE 396263 C DE396263 C DE 396263C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/02Washing ; Displacing cooking or pulp-treating liquors contained in the pulp by fluids, e.g. wash water or other pulp-treating agents

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen mit Flüssigkeit und zum Abtrennen der von ihnen mitgeführten Flüssigkeit in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Einrichtung zum Waschen von Zellstoff und ähnlichen Stoffen, bei welchen die Waschflüssigkeit unter Verwendung von nur verhältnismäßig ganz geringen Mengen von Verdünnungsmitteln im wesentlichen von der mit dem zu waschenden Stoff in die Einrichtung eintretenden Lauge selbst geliefert wird und die Waschflüssigkeit mit zunehmendem Reinheitsgrad wiederholt im Kreislauf den zu behandelnden Stoff durchströmt. Bei den bisherigen Vorschlägen zum wiederholten Waschen von Zellstoff in aufeinanderfolgenden, den Stoff abwechselnd mit der Flüssigkeit mischenden und ihn hierauf abpressenden Arbeitsgängen wurde eine übermäßige Verdünnung dadurch bewirkt, daß man in jedem Abpreßstadium den Stoff mit frischen Mengen voll Waschflüssigkeit behandelte, wodurch sich nic-lit allein die Schwierigkeit der Bewältigung sehr großer Flüssigkeitsmengen, sondern auch Verluste an Zellstoff ergaben, die weder eine bedeutende Vermehrung der tiblichen Faugvorrichtung"n bedingten und bedeutende Kosten für die Entfernung der übermäßigen Wassermeng n bei der Wiedergewinnung der Lauge erforderten. Hierzu kam häufig noch der Übelstand, daß durch das wiederholte Einströmen voll zusätzlichen Flüssigkeiten die ohnehin, besonders bei sehr dLkflüssigen Laugen, wie sie beispielsweise bei der Sulfatzells:offlie: stellung vorkommen, starke Neigung zum Schäumen und die sich daraus ergebende Behinderung des ALscheidens des Zellstoffs noch vermehrt werden. Demgegenüber wird bei vorliegender Erfindung eine vollkommene Waschung des Zellstoffs unter Zuhilfenahme nur geringer Mengen von Waschflüssigkeit, die die wiederzugewinnenden Laugen nicht wesentlich verdünnen können, und unter Vermeidung der schädlichen Wirkungen des Schäumens dadurch erreicht, daß die Behandlung in jedem einzelnen Arbeitsgang mit einer Flüssigkeit geschieht, die auf demselben Arbeitsgang nach dem Abscheiden des Stoffs erhalten wird und mit Flüssigkeit späterer Arbeitsgrade höherer Reinheit verdünnt und nach dem Absetzen und der sich dabei ergebenden Entfernung voll übermäßiges Schäumen verursachenden Gas- oder Luftblasen dem Stoff im Kreislauf zugeführt wird, so daß die aus dem Stoff abgeschiedene Flüssigkeit nach dem Absetzenlassen mit etwas Flüssigkeit späterer höherer Reinheitsgrade verdünnt zur Behandlung neuer Mengen von Stoff benutzt wird. Dabei ist die Einrichtung derart getroffen, daß auch das Abscheiden des Stoffs von der Flüssigkeit, das beispielsweise auf einem Siebboden durch Abpressen geschehen kann, derart ausgeführt wird, daß hierbei keine wesentlichen störenden Mengen von Luft- oder Gasblasen in die Flüssigkeit gelangen und Verluste an Zellstoff infolge Saugwirkung der abgetrennten Flüssigkeit möglichst vermieden werden. Voll besonderem Vorteil ist die Erfindung hei der Behandlung von Stoff mit dickflüssigen, klebrigen, harzigen oder öligen Flüssigkeiten, wie sie beispielsweise in dem Inhalt der Kocher der Sulfatzellstoffherstellung vorliegen; doch kann die Erfindung auch ganz allgemein für andere Zwecke Anwendung finden, wo es sich um die waschende, auslaugenfe oder chemische Einwirkung einer Flüssigkeit auf von ihr zu durchdringende Stoffe handelt, und insbesondere auch für die Behandlung von Zellstoff anderer Herkunft mit Waschfliissigkeiten. Dabei ist die Möglichkeit gegeben, an dem einen Ende der Einrichtung, in der beispielsweise die zu behandelnde Mischung von Stoff und Flüssigkeit eintritt, die Flüssigkeit mit allen darin enthaltenen, gegebenenfalls abzutr@-nnenden und wiederzugewinnenden Verunrei; igungen und gelösten Stoffen in konzentrieiter Form zu erhalten, während am anderen Ende der Einrichtung der gereinigte, fertigbehandelte Stoff Austritt und außerdem vollkommen für alle technischen Zwecke reine Wasch- oder Behandlungsflüssigkeit erzielt wird.
  • In den Ze=chnungen ist eine beispiels@s eise Ausführungsforen einer zur Behandlung voll Zellstoff u. dgl. nach dem neuen Verfahren geeignete Einrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. t schematisch die wesentlichsten Teile einer solchen Einrichtung mit der durch Pfeile verdeutlichten Art der Bewegung der Flüssigkeiten.
  • Abb. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die Einrichtung.
  • Abb. 3 zeigt die Einrichtung voll oben gesehen.
  • Abb. q. zeigt eine Sonderansicht in et«-as vergrößertem Maßstabe und in teilweisem Schnitt nach Linie 4-1 von Abb. ;; der in Abb. 2 und 3 dargestellten Teile.
  • Abb. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie 5-5 von Abb. 3 und Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 von Abb. 3.
  • Es soll hier beispielsweise angenommen werden, daß die zu beh rodelnden Stoffe, beispielsweise aus den Sulfatkochern kommender, mit schwarzer Sulfatlauge vermischter Zellstoff, am linken Ende von Abb. 2 und 3 in die Einrichtung eintreten. Diese bestellt im wesentlichen aus zwei Reihen von durch Unterabteilungen in Kammern, Bassins o. dgl. zerlegten länglichen Behältern, die im wesentlichen parallel zueinander und einander berührend, sonst aber beliebig angeordnet sein können. Sie sind Leim vorliegenden Ausführungsbeispiel übereinander aus Bequemlichkeitsrücksichten angebracht. Die eine Reihe von Behältern stellt die eigentliche B; handlungsvorrichtung dar und besteht aus hintereinanderbelegenen Behältern, von denen jeder in der Bewegungsrichtung des zu behandelnden Stoffs zunächst eine Rührvorrichtung 35, 36 zum Durchmischen der Flüssigkeit mit d# m zu behandelnden Stoff und eine den Stoff aufnehmende, hier aus einer Siebwalze und einer darauf ruhenden Gautsch- oder Abllehine- oder Preßwalze bestehende Vorrichtung enthielt. Beide Arten von Vorrichtungen können durch eine gegebenenfalls entbehrliche Scheidewand 31 betrennt sein, die mittels einer verschiebbaren Verlängerung 3- beliebig hoch eingestellt werden kann, um in den so entstehenden Behältern 24 und 25 die Flüssigkeiten verschieden hoch einstellen zu können. Den Wandungen 3= gegenüber sind die Behälter 24 und 25 durch Scheidewände 32 getrennt, die bis in die Nähe der auf der Siebwalze 55, 61 aufliegenden Preß- oder Gautschwalze 7o heranreichen und an ihren Oberkanten einen Abstreicher z2o besitzen können, um den von der Preßwalze 7o aufgenommenen Stoff abstreichen zu können, der von der Preßwalze unmittelbar in den Misch- oder Rührbehälter 24 gelangt, wo er kräftig mit der Flüssigkeit durchmischt wird. Durch den Überlauf 31, 33 gelangt diese Mischung in den nächstfolgenden Zylinder-oder Aufnahmebehältcr 25. Um eine Strömung der Flüssigkeit zu erzielen, liegt der Flüssig-, keitsspiegel in den Rühr- oder Mischbehältern 24. zweckmäßigerweise höher als in den Aufnahme-oder Zylinderbehältern 25. Man kann eine beliebige Rührvorrichtung benutzen; so besteht beispielsweise die Rührvorrichtung im ersten Rührbottich 24 aus an Reifen 28 parallel zur Achse angebrachten Schienen oder Stäben 29,: welche Anordnung sich besser zum Durchmischen und Homogenisieren des zum Teil klumpigen Kocherinhalts eignet. In den übrigen Rührbottichen bestehen die Rührer im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus auf der Welle 34 angeordneten, mit winklig zueinander angeordneten vorspringenden Stäben 36 versehenen radialen Armen 35. Die als Aufnahmevorrichtung für den Zellstoff oder den sonstigen festen Inhalt des Behälters 25 dienenden, zum, Teil in die Flüssigkeit des Behälters 25 ein-: tauchenden Siebzylinder sind an den Stirnseilen offen und durch Radial- und Querstreben 55, 56 versteift. Um Durchbiegen des Außenmantels der Siebzylinder 51 und die dadurch sowie durch unrichtige, meist zu kleine Lochungen verursachte Saugwirkung und das sich daraus ergebende Mitreißen des auf der Siebfläche angesammelten Stoffs nach innen und Verstopfungen zu vermeiden, ist einerseits;. der Siebmantel 61 verhältnismäßig starr und starkwandig, und anderseits sind zu kleine Lochungen vermieden. Es hat sich ergehen, daß man zweckmäßigerweise den Siebmantel aus einer Stahlplatte von etwa 311'3 mm Stärke herstellt und den Löchern einen Durchmesser von etwa z'/2 bis 314 mm gibt. Auch durch zweckmäßige Versteifung ist für Starrheit des Siebzylinders gesorgt und die Möglichkeit des Durchdrückens des Siebmantels vermieden. Diesem Zweck dient weiterhin die Anordnung, daß die Preß- oder Gautschwalze'7o einen von der Siebwalze 51 getrennten Antrieb erhält und nicht unmittelbar von der Siebwalze getragen wird, sondern unabhängig davon, und zwar zweckmäßigerweise einstellbar, in besonderen Lagern hängt. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ruht die Welle 71 der Preß- oder Gautschwalze 7o mit ihren Lagern in dem bei 122 umklappbaren Deckel 121 der Einrichtung. Diese Lager sind mittels der unter Federdruck stehenden Stangen 156 in der Höhe einstellbar. Auf der Welle 50 des Siebzylinders 51 sitzt das Zahnrad 73, das mit dem auf der Welle 71 der Preßwalze 7o sitzenden Zahnrad 74 kämmt.
  • Die mit der eben beschriebenen Reihe abwechselnder Rühr- und Aufnahmebottiche zusammenarbeitende, in der zweckmäßigsten Ausführungsform mit ihr in Berührung stehende Reihe von 'Behältern 9 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel unterhalb jener ersten Behälterreihe angebracht. Sie weist eine Reihe von Abteilungen 2o auf, die durch nach dem Eintritts- oder Aufgabeende der Einrichtung an Höhe abnehmende, nicht bis zur Decke durchgehende Scheidewände 21 gebildet sein können, die hier sich beispielsweise, aber nicht notwendigerweise in der Verlängerung der jeden Satz von Röhren und Siebzylindern 51 seitlich abschließenden Scheidewände g2 befinden können. Zwcckmäßigerweise kann man noch von der Decke ausgehende, nicht bis zum Boden durchgehende Prallplatten 23 in den Behältern 2o anbringen, so daß Senkstoffe und etwa mitgerissene Stoffteile sich leichter absetzen. können. Die Anzahl der Behälter 2o kann den einzelnen Gruppen von Rühr- und Siebzylinderbehältern entsprechend ! beliebig sein. Es hat sich bei der praktischen Ausführung der Erfindung als zweckmäßig erwiesen, etwa neun solcher Behälter 9 anzuwenden und danach die Zahl der Arbeitsstadien und der Gruppen von Rührvorrichtungen und ,Siebzylindern oder anderen Aufnahmevorrichtungen zu bemessen.
  • Die beiden Behälterreihen stehen nun einesteils durch schleifenartige Leitungen oder Kanäle 82, 86, 93, 94, anderseits durch Pumpenleitungen xo4, zog miteinander in Verbindung. Die Verbindungsleitung 82, 93 besteht zunächst aus an den Längswänden 3o der ersten Behälterreihe 24, 25 angeordneten Behältern 82, die mit den Außenwänden 83 versehen sind und beliebig mit den die Zylinder 51 oder sonstige Stoffaüfnahmevorrichtungen enthaltenden Behältern 25 sowie mit einer röhrenartigen cder zellenartigen Abteilung 86 an ihrem Stirnende in Verbindung stehen. Diese Abteilung 86 ist vom Behälter 82 durch die Wandung 88 getrennt, welche mit einer Durchgangsöffnung 87 versehen ist, die durch eine verschiebbare Klappe 88 beliebig abgedüclct werden kann, die hier beispielsweise mittels Zahnstange 89 und mittels auf der Welle 9z sitzcnden Zahnrades 9o beliebig gehoben und geEenkt werden kann, so daß man verschiedene Flüssigkeitshöhen in den Behältern 82 und 86 aufrechterhalten und die Strömung der Flüssigkeit entsprechend regeln kann.
  • Die Anordnung kann auch derart sein, daß sämtliche Zahnstangen 89 und Klappen 88 gleichzeitig bewegt werden können, um die in der oben offenen Abteilung stehende Flüssigkeitssäule in allen Arbeitsstadien je nach der Viskosität oder sonstigen Beschaffenheit der zu behandelnden Flüssigkeiten einstellen zu können. Die oben und unten offene Abteilung 86 setzt sich nach unten mittels des Standrohres 93 in den darunterbefindlichen Vorratsbehälter 2o fort. Die Leitung 93 setzt sich nach unten in die querliegende Rohrleitung 97 fort, die hier beispielsweise, wie aus Abb. 6 ersichtlich, an den beiden Enden mit den entsprechenden Standrohren 93, 86 in Verbindung steht und einen Siebmantel 94 besitzt, durch den die Flüssigkeit in den Vorratsbehälter 2o eintreten kann. Durch Abnehmen der Kappen 95 kann die Leitung 94 gereinigt werden.
  • Um einen ventilartigen, gegebenenfalls regelbaren, dichten Abschluß zwischen Standrohr 93 und Querrohr 94 zu erzielen, ist bei der vorliegenden beispielsweisen Ausführungsform die Einrichtung derart getroffen, daß das untere offene Ende etwas nach innen in das Siebrohr 94 hineinragt. Es ist dort mittels einer hier beispielsweise konisch gestalteten Ventilklappe 98 verschlossen, die an einem über die Rolle ioo geschlungenen und an seinem freien Ende durch Gewicht ioi ausbalancierten Seil 9g, einer Kette o. dgl. hängt. Auf diese Weise kann das so gebildete Ventil 98 so lange selbsttätig geschlossen gehalten werden, bis die darüber in den Rohrleitungen 93, 86 stehende Flüssigkeitssäule sich gesetzt und ihre Luftblasen abgegeben hat bzw. so schwer geworden ist, daß sie das Ventil herunterdrückt und öffnet. Es wird also auf diese Weise eine stehende Flüssigkeitssäule in der Rohrleitung 86, 93 geschaffen, die durch die Öffnung 87 von der Flüssigkeit des Behälters 82 aus gespeist wird und in der die verhältnismäßig warme, meistens eine Temperatur von etwa 7o bis g4° C besitzende Laugenflüssigkeit, die wegen der bei der Behandlung eingeschlossenen Luftblasen und wegen ihrer Viskosität besonders stark schäumt, absetzen und dabei sich von den nach außen entweichenden Luft- oder Gasblasen trennen kann.
  • Die aus dem Siebrohr 94, 97 in den Behälter 22 gelangte, im Siebzylinder- oder Aufnahmebottich 25 vom Zellstoff getrennte Flüssigkeit gelangt nunmehr aus dem Vorratsbehälter 22 mittels der Pumpe 104 und durch die daran angesch:os-ene Pumpenleitung io8, log in den Rührbehälter 24 zurück, welcher dem Siebzylinderbehälter unmittelbar vorhergeht, aus dem die Laugenflüssigkeit stammte. Um weitere Möglichkeiten des Schäumens und Störungen der Strömung im Behälter 24 auszuschließen, läßt man die Laugenflüssigkeit aus der Pumpenleitung log vom Boden des Behälters 24 mittels der Öffnung iio in diesen eintreten. Diese Öffnung kann mit einer Verschluß- oder Ventilklappe oder einem Deckel 112 versehen sein, die sich auf senkrechten Führungen iii bewegen kann und an einer senkrechten Stange 113 sitzt, die mittels eines Handrades 114 beliebig eingestellt werden kann, indem die Stange 113 mit der Klappe 112 verschraubt ist, so daß die Größe der Öffnung und die Menge der in den Behälter 24 einströmenden Flüssigkeit geregelt werden kann.
  • Um einzelne Arbeitsstadien beliebig ausschalten zu können, bestehen bei der hier vorliegenden Ausführungsform die Antriebswellen, insbesondere die Antriebswelle 42 für die Rührvorrichtung und die Antriebswelle 78 für die Preß- oder Gautschwalze 7o, aus einzelnen durch verstellbare Kupplungen verbundenen Abschnitten, und auch die Wellen 5o der Siebzylinder 51, 61 können aus durch Kupplungen 81 verbundenen Einzelabschnitten bestehen, um gegebenenfalls die Zylinder ausheben oder sie durch ändere Zylinder oder andere Aufnahme- oder Abscheidevorrichtungen ersetzen zu können. Demgemäß ist an der Außenseite der Einrichtung auch eine oder mehrere Umwegleitungen 14o angebracht, welche mit Absperrventilen o. dgl. versehen sind.
  • Die Zuführung der geringen Menge von zweckmäßigerweise warmem Waschwasser, als welches man am zweckmäßigsten das von der Papiermaschine herrührende weiße Abwasser benutzen kann, geschieht am Ende der Einrichtung, und zwar beispielsweise oberhalb der vorletzten Preß- oder Gautschwalze der Einrichtung bei 135 (Abb. 2), so daß der Zellstoff dadurch vom Abnehmer" 12o in die letzte Behältergruppe 24, 25 eingeführt wird, von wo die abgetrennte Flüssigkeit, die jetzt fast reines Wasser ist, in der oben beschriebenen Weise nach unten in den letzten, in der Zeichnung am weitesten rechts belegenen Vorratsbehälter 2o für die Behandlungsflüssigkeit strömt, um von dort nach der linken Seite nach dem Eintrittsende der Einrichtung zu fließen. Der gereinigte Zellstoff wird von der letzten Preßwalze entweder durch reines Wasser abgespült, das jetzt nicht mehr durch die Einrichtung gelangt, oder wird in verhältnismäßig trockenem Zustande entfernt und dann wie üblich weiterbehandelt. Dadurch, daß die Preßwalzen nicht unmittelbar auf den Siebzylindern aufruhen, sondern unabhängig davon gelagert sind, wird die Faser geschont und nicht zwischen den Walzen zerrieben, so daß ein langfaseriger Zellstoff bei dem neuen Verfahren erhalten werden kann.
  • Die Art der Bewegung und Behandlung der einzelnen dem neuen Verfahren unterzogenen Agenzien ergibt sich besonders aus Abb. i und 2. Während in der einen Reihe von Behältern sich die zu behandelnden Stoffe in der einen Richtung, beispielsweise von links nach rechts, durch die verschiedenen Arbeitsgänge und Behältergruppen bewegen, strömt in der anderen, hier unteren Behältergruppe die zum größten Teil aus den zu behandelnden Stoffen selbst herrührende Wasch- oder Behandlungsflüssigkeit in der dazu entgegengesetzten Richtung. Beide Ströme treten in jedem Arbeitsgang nur durch die Schleifenleitung 82, 86, 93, 94 in Verbindung, die von dem Abscheide- oder Aufnahme- oder Siebzylinderbehälter 25 der betreffenden Gruppe nach dem entsprechenden Flüssigkeitsvorratsbehälter 2o dieser Gruppe führt und diesem die in dieser Gruppe abgeschiedene Flüssigkeit zuführt. Von dem betreffenden Behälter 2o strömt dann durch die Pumpenleitung 104, 109 ein Teil des Inhalts des betreffenden Behälters 2o in den in der Reihe vorhergehenden Misch- oder Rührbehälter 24, um von dort wieder im Gleichstrom in den Abscheidebehälter 25 zurückzufließen, so daß der hier in der Behältergruppe 24, 25 befindliche Stoff immer unter Zuhilfenahme einer Mischung aus vorher abgeschiedener Flüssigkeit mit einer gewissen Menge von ihrem eigenen Verdünnungsgrad entsprechender, aus den unteren Behältern 2o herrührender, entsprechend weniger verdünnter Waschflüssigkeit gewaschen oder behandelt wird.
  • In den unteren Behältern 2o nimmt der Verdünnungsgrad nach dem Eintrittsende der Einrichtung ab, in den oberen Behältern 24, 25 dagegen nimmt er nach dem Eintrittsende zu und nach dem Austrittsende des Zellstoffs hin ab.
  • In Abb. i ist die Verbindung der beiden sonst. vollkommen getrennten Behältergruppen mittels der oben beschriebenen Schleifenleitung verdeutlicht, wobei rriit a mit einfachen Pfeilen der Weg der aus dem Siebzylinder 51 abgepreßten Flüssigkeit und mit b mit doppelten Pfeilen der Weg des durch die Rohrleitung i35 zugeführten geringen Anteils vom Waschwasser dargestellt wird.

Claims (6)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Faserstoffen mit Flüssigkeit und zum Abtrennen der von ihnen mitgeführten Flüssigkeit in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen, dadurch gekennzeichnet, daß in den einzelnen Arbeitsgängen die aus dem die Arbeitsgänge der Reihe nach durchlaufenden Faserstoff abgetrennte Flüssigkeit nach ihrer Verdünnung mit aus den folgenden Arbeitsgängen herrührender Flüssigkeit im Kreislauf wieder in den sie liefernden Arbeitsgang zurückkehrt.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einleitung der Verdünnung .der in den einzelnen im übrigen getrennte Kreisläufe darstellenden Arbeitsgängen auf das Fasergut einwirkenden Wasch- oder Behandlungsflüssigkeit in oder vor dem letzten Arbeitsgang gegebenenfalls beschränkte Mengen von Wasser oder Abwässern o. dgl. zugeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der einzelnen getrennten, kreislaufförmigen Flüssigkeitsströmungen der einzelnen Arbeitsgänge durch einen sie verbindenden, abgestuften, im übrigen kontinuierlichen Mischvorgang geschieht, in welchem die nach dem letzten Arbeitsgang hin an Verdünnung zunehmenden, aus dem Faserstoff abfließenden Waschwässer die- Verdünnung der in ihre Arbeitsgänge zurückfließenden Flüssigkeiten bewirken.
  4. 4. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Faserstoff abgeschiedene Flüssigkeit zwecks möglichster- Entfernung mitgeführter Luft und der möglichsten Verhinderung des Mitreißens von Faserstoff vor ihrer Vermischung mit dem Verdünnungsmittel der Alrßenluft in möglichst hoher Schicht ausgesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Patentanspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das gegebenenfalls in üblicher Weise durch Abpressen unterstützte Abtrennen des Faserstoffs von der mitgeführten Flüssigkeit derart erfolgt, daß eine Saugwirkung der Luft sowie der austretenden Flüssigkeit auf die Fasern möglichst vermieden wird.
  6. 6. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentansprüchen i bis 5, gekennzeichnet durch eine Anzahl je einen Misch- und einen Rührbehälter (24) und einen damit abwechselnden Abtrennbehälter (25) für den Faserstoff enthaltende Abteilungen, welche miteinander in Verbindung stehen.
DEB93139D 1920-03-05 1920-03-05 Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Faserstoffen mit Fluessigkeit und zum Abtrennen der von ihnen mitgefuehrten Fluessigkeit in aufeinanderfolgenden Arbeitsgaengen Expired DE396263C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977659C (de) * 1951-03-25 1968-01-25 Svenska Taendsticks Aktiebolag Verfahren zur Verwertung von Ablaugen aus halbchemischen Zellstoffaufschluessen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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