DE71199C - Verfahren zur Darstellung schwarzer primärer Disazofarbstoffe aus aia^-Amidonaphtolsulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung schwarzer primärer Disazofarbstoffe aus aia^-Amidonaphtolsulfosäure

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DE71199C
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Badische Anilin and Sodafabrik AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/08Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound
    • C09B33/10Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound in which the coupling component is an amino naphthol

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
sulfosäure.
Disazokörper, welche durch zweimaligen Eintritt einer Diazoverbindung in ein Phenol entstehen, sind schon durch die Untersuchungen von P. Griefs, Wallach und Anderen bekannt geworden. Als Farbstoffe haben sie jedoch bisher keine Bedeutung erlangt. Man sucht vielmehr das Auftreten derselben bei der Fabrikation von Azofarbstoffen möglichst zu vermeiden, da sie als minderwerthige Nebenproducte die reine Nuance des Hauptproductes beeinträchtigen.
Es hat sich nun gezeigt, dafs der umgekehrte Fall eintritt bei den Combinationen der in der Patentschrift Nr. 62289 beschriebenen α, ci4-Amidonaphtolmonosulfosäure mit Diazoverbindungen gewisser primärer aromatischer Basen.
Der einfache Azokörper aus Diazobenzolchlorid z. B. und der genannten at a4-Amidonaphtolmonosulfosäure stellt einen rothen Wollfarbstoff von nur untergeordnetem Interesse dar. Durch den Eintritt eines zweiten Molecüls von Diazobenzol in diesen Azokörper wird dagegen ein Farbstoff gebildet, welcher in mehrfacher Beziehung überraschende Eigenschaften zeigt; die so erhaltene Disazoverbindung erweist sich als ein blauschwarzer Farbstoff von aufsergewöhnlicher Farbstärke und gutem Egalisirungsvermögen. Bekanntlich war nach der ersten Entdeckung des Blauschwarz (1882) und den sich anschliefsenden Erfahrungen zur Erzeugung von ähnlichen schwarzen Azofarbstoffen eine Anhäufung von drei Naphtalincomplexen im Molecül nothwendig. Im vorliegenden Falle genügt infolge der eigenartigen Constitution der verwendeten Amidonaphtolsulfosäure, als einer Periverbindung, das Vorhandensein einer Naphtalingruppe und zweier Benzolreste zur Erreichung des entsprechenden Effects; zudem übertrifft derselbe alle seither bekannten schwarzen Azofarbstoffe durch seine Farbstärke.
Ganz ähnliche Wirkungen werden erzielt, wenn man anstatt Diazobenzolchlorid die Diazoverbindungen des p-Toluidins oder des a-Naphtylamins verwendet.
Als Beispiel für die Darstellung der Disazofarbstoffe mag das Folgende dienen: 20 kg der in der Patentschrift Nr. 62289 beschriebenen OL1 c^-Amidonaphtolmonosulfosäure und 100 kg calcinirte Soda werden in 500 1 heifsem Wasser gelöst, nach dem Abkühlen giebt man 500 kg Eis hinzu und läfst in diese Lösung unter beständigem Rühren eine Lösung von Diazobenzolchlorid einlaufen, welche nach bekannter Methode dargestellt ist aus 15,5 kg Anilin, 77,5 kg Salzsäure (30 pCt. H Cl enthaltend), 200 1 Wasser, 300 kg Eis und einer loprocent. wässerigen Lösung von 11,7 kg Natriumnitrit.
Die Farbstoff bildung erfolgt zum Theil sofort unter Abscheidung eines dunkelgefärbten bronzeglänzenden Niederschlages; um dieselbe zu vollenden, rührt man 12 Stunden unter Einhaltung einer Temperatur von o° bis -j-io°C. Hierauf wird zum Sieden erhitzt, heifs filtrirt und der auf dem Filter bleibende, in der salzhaltigen Flüssigkeit wenig lösliche Farbstoff geprefst und getrocknet.

Claims (1)

  1. Der so erhaltene Farbstoff stellt ein bronzeglänzendes Pulver dar, welches in heifsem Wasser sich reichlich mit blauer Farbe löst und Wolle in saurem Bade in dünneren Tönen schwärzlichblau färbt, bei 2procent. Färbung aber ein tiefes Blauschwarz liefert. Ersetzt man in dem angegebenen Beispiel die Diazoverbindung aus 15,5 kg Anilin durch eine aus 24 kg α-Naphtylamin nach bekannter Methode dargestellte Lösung von Diazonaphtalinchlorid, so resultirt ein etwas schwerer ■ löslicher Farbstoff, welcher ein grünlicheres Blauschwarz färbt als der Anilinfarbstoff. Ebenso wird bei Anwendung von 17,8 kg p-Toluidin ein Blauschwarz von etwas grünlicherer Nuance erhalten als mit Anilin.
    Patenτ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung schwarzer primärer Disazofarbstoffe aus der O1 a4 - Amidonaphtolmonosulfosäure des Patents Nr. 62289, darin bestehend, dafs man 1 Molecül dieser Säure in alkalischer Lösung mit 2 Molecülen Diazobenzol, Diazo-p-toluol oder a-Diazonaphtalin vereinigt.
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