DE709663C - Verfahren zum Schoenen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und -mosten - Google Patents

Verfahren zum Schoenen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und -mosten

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Publication number
DE709663C
DE709663C DEM137058D DEM0137058D DE709663C DE 709663 C DE709663 C DE 709663C DE M137058 D DEM137058 D DE M137058D DE M0137058 D DEM0137058 D DE M0137058D DE 709663 C DE709663 C DE 709663C
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DE
Germany
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musts
fruit
arsenic
grape
wines
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Expired
Application number
DEM137058D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alexander Jordan
Dr Paul Langenkamp
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE709663C publication Critical patent/DE709663C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/02Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material
    • C12H1/04Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material with the aid of ion-exchange material or inert clarification material, e.g. adsorption material
    • C12H1/0408Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material with the aid of ion-exchange material or inert clarification material, e.g. adsorption material with the aid of inorganic added material

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schönen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und ..mosten Gegenstand des Patents 679 646 ist ein Verfahren zum Schönen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und -mosten, wobei der Wein oder der Most mit solchen amorphen Eisenoxyden ,behandelt wird, die durch Erhitzen von Hydroxyden bis zur weitgehenden Entwässerung unter Vermeidung von Glühtemperaturen hergestellt worden sind. Durch das Verfahren läßt sich das Arsen und ein etwaiger Bleigehalt in vorteilhafter Weise .entfernen..
  • Es wurde nun gefunden, daß man gleichfalls zu guten Ergebnissen kommt, wenn der Wein oder der Most mit solchem amorphem Eisenoxyd einige Minuten bis Stunden in innige Berührung gebracht wird, das aus wasserhaltigen Eisencarbonaten durch Erhitzen auf Zoo bis 3oo ° bis zur Erreichung eines Wassergehaltes von 3;5 bis 6 % hergestellt ist. Es ist leicht, für eine gegebene Versuchsanordnung durch einige Wasserbestimmungen des damit erhaltenen Ferrioxyds diejenigen Bedingungen (insbesondere die Temperatur, die am besten zwischen Zoo und 300°, vorzugsweise zwischen 230 und 26o° liegt, und die günstigste Zeitdauer für das Erhitzen, die vor allem natürlich von der angesetzten Substanzmenge abhängig ist) zu bestimmen, bei deren Anwendung man zu einem Ferrioxyd mit dem geforderten Wassergehalt kommt. Werden als Ausgangsmaterial Ferroverbindungen angewendet, so ist natürlich auf ausreichenden Luftzutritt zu achten, so daß die Oxydation zur Ferristufe ermöglicht wird. , Das Verfahren wird so durchgeführt, daß man den Wein oder Most mit den oben beschriebenen Präparaten mehrere Minuten bis Stunden in inniger Berührung hält. Die günstigste Zeitdauer der Einwirkung ist leicht durch eine Kontrolluntersuchung auf Arsen festzustellen. Im allgemeinen braucheU
    Moste längere und intensivere tiehandlun
    mit den arsenbindenden Mitteln als
    Die Behandlungsdauer ist natürlich a.
    von der angesetzten Weinmenge, der Te@w
    peratur während der Behandlung, der Wirk-".'>
    samkeit der angewendeten Mischvorrichtun=' gen und dem Arsengehalt abhängig. Hinweise für die einzuhaltenden Arbeitsbedingungen geben die Beispiele.
  • Wie schon angedeutet, ist die Entarsenierung bei Mosten schwieriger als bei Weinen. Sie gelingt nur bei wesentlich längerer und intensiverer Einwirkung des Ferrioxyds gegenüber der Behandlung einer gleichen Menge Wein unter sonst gleichen Umständen. Es wurde gefunden, daß man diese Schwierigkeiten dadurch vermeiden kann, daß man den Most vor der Behandlung mit Ferrioxyd sehr kurze Zeit gären läßt, so daß es nicht zur Bildung wesentlicher Mengen Alkohol kommt. Es konnte z. B. beobachtet werden, daß man bei der Benutzung dieses Verfahrens die Menge Ferrioxyds und die Anwendungsdauer desselben gegenüber der Entarsenierung eines nicht vorbehandelten 'Mostes ganz erheblich herabsetzen kann, wenn der 'lost vorher so kurze Zeit gärte, daß sein Alkoholgehalt (in verschiedenen Versuchen) unterhalb von i 0/0, o,80/0 und 0,5 0/0 geblieben -211-. Der günstigste Zeitpunkt ist oft schon dann erreicht, wenn eine Kohlensä ureentwirklung kaum erkennbar ist. Die Gärung wird ini gewünschten Zeitpunkt durch die dafür geeigneten Mittel, wie Filtrieren durch ein Entkeimungsfilter oder Zugabe von schwefliger Säure als wässerige Lösung, als Gas oder als Kaliumpyrosullit oder durch Pasteurisation unterbrochen. Die Entarsenierung kann während der Gärung oder nach ihrer Unterbrechung vorgenommen «-erlen. Beispiel i 300 1 arsenhaltiger Wein werden mit 2 kg Ferrioxyd mit einem Gehalt von 5,301" Wasser (dies entspricht etwa der Formel Fe203#i/zH_O) 5 Minuten durchgerührt und anschließend filtriert. Der Arsengehalt wird
    etzt.
    Beispiel e
    Soo 1 arsenhaltiger TraubensüSmost wer-
    n mit 3,6 kg Ferrioxyd (4,80/0 Wasser)
    Stunden lang durch Umpumpen und
    Rühren gründlich durchgemischt. Der Arsengehalt geht dabei stark zurück.
  • Beispiel 3 Zoo 1 arsenhaltiger Traubensüßmost stehen so lange an der Luft, bis sich schwache Gärungserscheinungen bemerkbar machen. Nach der Zugabe von i,2 kg Ferrioxyd (_l,8 0/0 Wasser) wird i Stunde umgepumpt und der Most durch ein Entkeimungsfilter steril filtriert. Der Arsengehalt ist stark herabgemindert.
  • Beispiel 4 ioo 1 arsenhaltiger-Traubenmost überläßt nian so lange sich selbst, bis die Gärung eben einsetzt. Dann unterbricht man den Gärungsprozeß durch Zusatz von io g Kaliumpyrosultit nud setzt i kg Ferrioxyd (4,0% Wasser) zu. Man rührt eine Stunde um und filtriert. Der Most enthält jetzt nur noch geringe Mengen Arsen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schönen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und -mosten gemäß Patent 679646, dadurch gekennzeichnet, daß der Wein oder der Most mit solchem amorphem Eisenoxyd einige Minuten bis Stunden in innige Berührung gebracht wird, das aus wasserhaltigen Eisencarbonaten durch Erhitzen auf 200 bis 300 ° bis zur Erreichung eines Wassergehaltes von 3,5 bis 6'/o hergestellt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Moste vor der Behandlung nach Anspruch i so 'kurze Zeit gären läßt, .daß ihr Alkoholgehalt unter i 0/0 beträgt.
DEM137058D 1937-02-03 1937-02-03 Verfahren zum Schoenen von Trauben-, Obst- und Beerenweinen und -mosten Expired DE709663C (de)

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