DE557158C - Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepraeparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepraeparates

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DE557158C
DE557158C DEL68787D DEL0068787D DE557158C DE 557158 C DE557158 C DE 557158C DE L68787 D DEL68787 D DE L68787D DE L0068787 D DEL0068787 D DE L0068787D DE 557158 C DE557158 C DE 557158C
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/04Preserving or maintaining viable microorganisms

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepräparates Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Hefepräparates, welches beträchtlich haltbarer ist als gewöhnliche Hefe sowohl betreffend die Aufbewahrungszeit als hinsichtlich Temperaturschwankungen.
  • Es ist bereits bekannt, daß die Zellen der für Gärungszwecke verwendbaren Pilze der Ordnung Askomyceten unter geeigneten äußeren Bedingungen sogenannte Askosporen, eine Konzentrationsform des Protoplasmas, bilden können. Es ist ferner wissenschaftlich angedeutet worden, daß die Bildung von Askosporen befördert wird, wenn die Hefepilze der Einwirkung der Luft ausgesetzt «-erden, und daß es der Sauerstoff in, der Luft ist, welcher diese befördernde Einwirkung zu haben scheint. Diese Askosporen sind beträchtlich fester als die ursprünglichen Zellen, indem sie während sehr langer Zeit aufbewahrt werden können, ohne ihr Vermögen, in gärungskräftige Zellen überzugehen, zu verlieren und auch verhältnismäßig große Temperaturschwankungen aushalten können. Die Sporen können dann in gärungskräftige und entwicklungsfähigeZellen durch Zusatz von Nahrungsstoffen, und zwar bei :einem gewissen Gehalt an Feuchtigkeit, überführt werden.
  • Die Erfindung betrifft ein auf diese bekannten wissenschaftlichen Tatsachen gegründetes Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepräparates. Erfindungsgemäß werden Hefepilze in an sich bekannter Weise durch Einwirkung einer Sauerstoffmischung, deren Gehalt an Sauerstoff größer ist als der Sauerstoffgehalt der Luft, zur Bildung von Askosporen veranlaßt und die zurückbleibenden Hefepilze durch Erhitzen vernichtet. Als Sauerstoffmischung kann mit Sauerstoff angereicherte Luft oder auch reines Sauerstoffgas benutzt werden; im letzteren Falle wird die Behandlung wirksamer und die Behandlungszeit kürzer.
  • Nach dem Verfahren der Erfindung entsteht .ein Hefeprodukt, das wegen seiner großen Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturschwankungen getrocknet werden kann und im getrockneten Zustand ein Hefepräparat bildet, das praktisch unbegrenzt lange aufbewahrt werden kann, ohne daß seine Triebkraft dabei leidet.
  • Das Verfahren wird zweckmäßig auf folgende Weise ausgeführt: Eine Reinkultur wird in bekannter Weise aus einer für den Zweck des Präparates geeigneten Hefegattung oder aus einer Mischung derartiger Hefegattungen bereitet. Diese Reinkultur wird einer sterilen Nahrungslösung zugesetzt, welche für den Wachstum der Hefe zweckdienliche Stoffe enthält. Wenn die Lösung in kräftige Gärung geraten ist, wird die Hefe abgetrennt, beispielsweise durch Zentrifug.'ierung oder Filtrierung und nachfolgender Pressung. Die erhaltene Masse wird einer für die Hefepilze kritischen Temperatur, beispielsweise 5¢ bis 55° C, während einer Zeit von beispielsweise 1/4 bis 3 Stunden ausgesetzt, wodurch für die Überführung in Sporen ungeeignete Zellen möglichst effektiv geschwächt oder getötet werden. Die Masse wird dann in einer dünnen Schicht auf eine zweckdienliche Unterlage ausgebreitet, worauf dieselbe der Einwirkung chemisch reinen Sauerstoffgases ausgesetzt wird, welches vorher eine Vorrichtung zum Sterilisieren des Gases passiert hat. Die Temperatur der Masse wird dabei bei etwa 30° C gehalten, und die Behandlung dauert eine hinreichend lange Zeit fort, damit eine möglichst große Menge der Zellen in Sporen überführt werden mögen. -Es hat sich herausgestellt, daß eine Zeitperiode von 2o bis 40 Stunden für den fraglichen Zweck hinreichend ist. Das gebildete Erzeugnis wird dann zweckmäßig einer erneuten Erhitzung auf 50 bis 6o° C während einer Zeit von z. B. z bis 2 Stunden unterworfen, wobei zurückbleibende Hefepilze vernichtet «erden. Nach der Wärmebehandlung ist das Präparat gebrauchsfertig und kann, ohne beschädigt zu werden, während langer Zeit aufbewahrt werden. Wenn das Präparat für Gärungszwecke verwendet werden soll, braucht man nur dasselbe mit einer geeigneten Nahrungslösung zu versetzen, welche für das Wachstum der Hefezellen geeignete Stoffe, wie z. B. Stickstoff, Phosphor o. dgl., enthält.
  • Um die Behandlung mit der Sauerstoffgasmischung oder mit reinem Sauerstoffgas zu erleichtern und um ein schnelles Überführen der Hefezellen in Askosporen sicherzustellen, ist es zweckmäßig, vor oder nach der Behandlung mit genannter Gasmischung die Masse z. B. in einer Knetmaschine mit einem sterilen, trockenen Stoffe zu mischen. Dieser Stoff muß aus einem Stoffe bestehen, welcher gegenüber den Sporen indifferent ist.
  • Es ist wichtig, daß im Verlaufe der Behandlung keine Infektion eintritt, weshalb sämtliche Zusätze, das verwendete Gas, alle Apparate usw. sorgfältig sterilisiert werden.
  • Um ein für Backzwecke handliches Präparat zu erhalten, ist es zweckmäßig, die Masse vor der Behandlung mit der Sauerstoffgasmischung mit Mehl, beispielsweise Weizemnehl, zu mischen. Selbstverständlich muß man dabei genau beachten, daß sämtliche für die Sporenbilduüg ungeeigneten Hefepilze getötet worden sind, ehe dieser Zusatz vorgenommen wird. Zu diesem Zweck werden die Hefepilze vor ihrer Behandlung mit Sauerstoffgasmischung rein gezüchtet und auf eine solche Temperatur erhitzt, daß die für die Überführung in Sporen ungeeigneten Pilze vernichtet werden. Die nach beendigter Behandlung erhaltene 'Masse wird zweckmäßig mit einem sterilisierten, trockenen Nahrungspräparat in solcher Menge gemischt, daß bei der Anwendung des Hefepräparates mit einer berechneten Wassermenge eine für die Entwicklung der Hefezellen geeignete Nahrungsflüssigkeit erhalten wird.
  • Wenn das somit erhaltene trockene Präparat zum Backen verwendet werden soll, wird eine zweckdienliche Menge desselben in der für den Teig bestimmten lauen Milch oder Wasser gelöst, worauf, nachdem die Hefezellen sich während einer geeigneten Zeit entwickelt haben, der Teig unter Verwendung dieser Lösung als Teigflüssigkeit bereitet wird.
  • Das Hefepräparat gemäß der Erfindung kann selbstverständlich außer zu Backzwecken zu jedem beliebigen anderen ' Gärungszweck verwendet werden, beispielsweise zur Herstellung von Bier, Wein, Essigsäure o. dgl.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepräparates, dadurch gekennzeichnet, daß Hefepilze in an sich bekannter Weise durch Einwirkung einer Sauerstoffmischung, deren Sauerstoffgehalt größer ist als der der Luft, zur Bildung von Askosporen veranlaßt werden, worauf die zurückbleibenden Hefepilze durch Erhitzen vernichtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Hefepilze der Einwirkung reinen Sauerstoffs ausgesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sauerstoffgasmischung vor der Verwendung sterilisiert worden ist. q.. Ausführungform des Verfahrens nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hefepilze vor der weiteren Behandlung rein gezüchtet und auf eine solche Temperatur erhitzt werden, daß die für die Überführung in Sporen ungeeigneten Pilze vernichtet werden.
DEL68787D 1926-05-26 1927-05-26 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepraeparates Expired DE557158C (de)

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