DE706673C - Verfahren zur Herstellung haltbarer, sterilisierbarer Injektionsloesungen aus Salzen der 2,6-Dijod-p-phenolsulfonsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung haltbarer, sterilisierbarer Injektionsloesungen aus Salzen der 2,6-Dijod-p-phenolsulfonsaeure

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DE706673C
DE706673C DEB187628D DEB0187628D DE706673C DE 706673 C DE706673 C DE 706673C DE B187628 D DEB187628 D DE B187628D DE B0187628 D DEB0187628 D DE B0187628D DE 706673 C DE706673 C DE 706673C
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phenolsulfonic acid
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DEB187628D
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Dr Max Duerr
Dr Ludwig Winterhalder
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Takeda GmbH
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Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
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    • A61K49/0433X-ray contrast preparations containing an organic halogenated X-ray contrast-enhancing agent
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Description

  • Verfahren zur Herstellung haltbarer, sterilisierbarer Injektionslösungen aus Salzen der 2, 6-Dijod-p-phenoisulfonsäure Es ist bekannt, daß z. B. das neutrale Dikaliumsalz der 2, 6-Dijod-p-phenolsul£onsäure in alkalisch wäßrigen Lösung sich beim Erwärmen zersetzt (Patentschrift 45 226). Ferner ist in der Literatur angegeben, daß man zur Gewinnung des neutralen Dikaliumsalzes der genannten Säure eine konzentrierte wäßrige Lösung bei gewöhnlicher Temperatur verdunsten läßt (Journ. f. prakt. Chemie, Bd. 37, neue Folge, S. 12 und S. 215 [1888]). Auch hieraus kann man auf die Hitzeempfindlichkeit des erwähnten und ähnlicher Salze schließen, deren wäßrige Lösungen im übrigen einen PH-Wert 7,5 bis 7,6 zeigen (Archiv d. Pharm.
  • 254, 5. 495). Falls derartige Salze bei dem für die intravenöse Verabreichung meistens üblichen PH von 7,2 bis 7,6 zwecks Sterilisierung auf z. B. 90° erhitzt werden, tritt unter Schwarzbraunfärbung starke -Jodabspaltung und Zersetzung ein. Die Zersetzung findet schon nach einem Erhitzen von wenigen Sekunden statt; sogar Lagerung bei Zimmertemperatur läßt, zumal im Sommer, diese mitunter eintreten.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Hitzebeständigkeit und damit überhaupt die Haltbarkeit der enrähnten Salze von 2, 6-Dijodp-phenolsulfonsäure praktisch unbegrenzt wird, wenn man den pn-Wert der Lösungen auf 7,9 bis 8,5, am besten auf S,x bis 8,2, einstellt.
  • Derartige Lösungen lassen sich, zweckmäßig in zugeschmolzenen Ampullen, selbst bei Konzentrationen von 45 bis 50% viele Stunden lang auf 900 erhitzen, ohne daß die geringsten Zersetzungen oder Veränderungen im Geruch und in der Farbe eintreten; es findet keinerlei Verschiebiing des PH statt; auch ist selbst mit den empfindlichsten Methoden kein ionogen gebundendes Jod, z.B. Jodkali oder Jodnatrium, nachweisbar. Die so behandelten Lösungen sind bei der intravenösen Injektion ausgezeichnet verträglich und verursachen keine Venenschmerzen. Die Lösungen finden als Röntgenkontrastmittel Verwendung, insbesondere zur Darstellung des uropoetisehen Systems.
  • Die Abspaltung von elementarem Jod und die daran anschließende weitergehende Zersetzung ließe sich zwar auch durch Zugabe von geringen Mengen eines Reduktionsmittels, z.B. Bisulfit, Sulfit, Metabisulfit, Zucker, Ascorbinsäure 0. dgl., verhindern, doch wird in diesem Falle durch die Reduktionswirkung des Zusatzes Jodwasserstoff gebildet, der mit dem Basenrest des phenolischen Hydroxyls Jodsalze bildet, die eine unenvijuschte Wirkung haben können. Gleichzeitig wird dadurch naturgemäß das PH nach der sauren Seite hin verschoben, was bei der intravenösen Injektion starke Schmerzen verursachen würde.
  • Beispiel I 48,4 g = 1/10 Mol reines 2,6-dijod-p-phenolsulfonsaures Natrium werden in 50 ccm 2 n-Natronlauge gelöst, worauf man tropfenweise Natronlauge bis zum PH 8,1 bis 8,2 zugibt und dann auf die gewünschte Konzentration mit reinem destilliertem Wasser auffüllt. Die in Ampullen abgefüllte Lösung wird durch 1 stöndiges Erhitzen in Wasser von 90G sterilisiert.
  • Beispiel 2 50 g rohes 2, 6-dijod-p-phenolsulfonsaures Natrium werden wie bei Beispiel I in Natronlauge gelöst, worauf man aus der Lösung zwecks Reinigung mit Aceton das Dinatriumsalz f.illt, das nach vorsichtigem Trocknen an der Luft in der geeigneten Menge Wasser wieder gelöst und mit einigen Tropfen Natronlauge auf ein PH von 8,5 eingestellt wird.
  • In ähnlicher Weise wird das Dikaliumsalz hergestellt. Die Lösungen sind gut haltbar und sterilisierbar.
  • Beispiel 3 56 g = 1/10 Mol Dinatriumsalz der 2,6-Dijod-p-phenolsulfonsäure werden in möglichst wenig Wasser gelöst und mit einer konzentrierten wäßrigen Lösung von 26,6 g Strom tiumchlorid versetzt. Das alsbald auskristallisierende neutrale Strontiumsalz wird nach üblicher Reinigung in Wasser gelöst und mit Strontiumhydroxyd auf ein PH von 8,1 bis 8,2 eingestellt. Die Lösung ist halthar und hitzebeständig.
  • Beispiel 4 48,4 g 2, 6-dijod-p-phen,olsulfonsaures Natrium werden mit 100 ccm einer 1 n-Triäthanolamin- oder Monomethylaminlösung versetzt. Nach Lösung des Natriumsalzes folgen noch einige Tropfen der entsprechenden Base bis zum PH 8,2. Die Lösung ist hitzebeständig.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H: Verfahren zur Herstellung haltbarer, sterilisierbarer Injektionslösungen aus Salzen der 2, 6-Dijod-p-phenolsulfonsäure mit 2 Mol Alkali, Erdalkali oder organischen Basen, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung mit der zur Neutralisation der phenolischen Hydroxylgruppe verwendeten Base auf einen PH-Wert von 7,9 bis 8,5, zweckmäßig auf 8,1 bis 8,2, eingestellt wird.
DEB187628D 1939-06-08 1939-06-08 Verfahren zur Herstellung haltbarer, sterilisierbarer Injektionsloesungen aus Salzen der 2,6-Dijod-p-phenolsulfonsaeure Expired DE706673C (de)

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