DE699532C - Tankstabilisierungsanlage fuer Schiffe - Google Patents

Tankstabilisierungsanlage fuer Schiffe

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DE699532C
DE699532C DE1939S0135752 DES0135752D DE699532C DE 699532 C DE699532 C DE 699532C DE 1939S0135752 DE1939S0135752 DE 1939S0135752 DE S0135752 D DES0135752 D DE S0135752D DE 699532 C DE699532 C DE 699532C
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oscillation
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stabilization system
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DE1939S0135752
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Dipl-Ing Edmund Erich Wilzow
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D1/00Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
    • G05D1/08Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw
    • G05D1/0875Control of attitude, i.e. control of roll, pitch, or yaw specially adapted to water vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Tankstabilisierungsanlage für Schiffe Die Erfindung bezieht sich auf sog. aktivierte Tankstabilisierungsanlagen für Schiffe, bei denen also die im Takte der zu dämpfenden Schiffsschwingungen erfolgende Hinundherverschiebung der Tankflüssigkeitsmassen durch Fördermaschinen, wie Pumpen oder Gebläse, künstlich vergrößert wird. Die Förderleistung der Aktivierungsmaschine muß einmal wegen der Hinun.dherbewegung der Tankflüssigkeitsmassen hinsichtlich der Richtung umsteuerbar sein; ferner muß auch die Größe der Förderleistung steuerbar sein, um die von den Tankflüssigkeitsmassen ausgeübten Dämpfungsmomente der Größe der Schiffsschwankungen anpassen zu können.
  • Dies Regelung der Aktivierungsleistung wurde bisher im allgemeinen durch veränderliche Leistung der Fördermaschine erzielt. Die Fördermaschine wurde während jeder halben Schwingungsperiode umgeschaltet und wirkte mit der in Abhängigkeit von der Amplitude des Schwingungswinkels eingestellten Leistung abwechselnd in der einen und-anderen Richtung auf die Tankflüssigkeitsbewegung ein, und zwar während des ganzen Schwingungsvorganges. Die von der Aktivierungsmaschine abgegebene Energie ist bei dieser Arbeitsweise gleich dem Produkt aus der gesteuert veränderlichen Leistung und der jeweils auftretenden Schwingungszeit. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, die 'Fördermaschine stets mit gleichbleibender voller Leistung zu betreiben, sie aber jeweils bei jeder Halbschwingung nur während einer vom Steuergerät bestimmten, veränderlichen Zeit auszunutzen, so daß sich die auf die Tankflüssigkeit übertragene Arbeit als das Produkt aus der konstanten Maximalleistung und dieser veränderlichen Zeit darstellt: Hierdurch wird zugleich noch eine einfachere Grundlage geschaffen für die Beherrschung der Schwingungsvorgänge sowohl des oszillierenden Wassers als auch 'der zugehörigen Luftmassen.
  • Ein ,derartiger Betrieb setzt ein in der Verbindungsleitung der beiden zusammenwirkenden Tankhälften vorgesehenes Absperrorgan voraus, das bei Umkehr der Schwingungsbewegung des Schiffes kurzzeitig umgeschaltet wird und dabei einen Druckausgleich zwischen den beiden Tankhälften herbeiführt. Demgemäß betrifft die Erfindung eine Tankstabilisierungsanlage für Schiffe mit einer Fördermaschine zur Bewegung der Flüssigkeitsmassen, deren Leistung in Abhängigkeit von der Richtung und Amplitudengröße der zu dämpfenden Schiffsschwingung steuerbar ist, wobei ein Absperrorgan in der Verbindungsleitung zwischen den Tanks vorgesehen ist, das bei Umkehr der Schwingungsbewegung zur Herbeiführung eines Druckausgleiches nur kurzzeitig geöffnet wird; das erfindungsgemäße Kennzeichen besteht in einer derartigen Ausbildung der Steuereinrichtung, daß die Leistung durch Änderung der Einwirkungsdauer der Fördermaschine innerhalb jeder Halbschwingungsperiode gesteuert wird; indem nach Umschalten der Förderrichtung sofort die volle maximale Leistung einsetzt, die für jeden Fall :des Einsatzes in konstanter Höhe; jedoch nur während einer bestimmten, von dem Steuergerät in Abhängigkeit von der Amplitüdengröße ermittelten 'Zeit innerhalb jeder Hälbschwingungsperiode zur Einwirkung gebracht wird.
  • Es ist bereits eine Schlingertankanlage bekanntgeworden, die bei kleinen Schlingerwinkeln als gewöhnliche Frahmsche Schlingertankanlage betrieben wird; bei größeren Schlingerwinkeln soll diese jedoch unter Aufrechterhältung der durch das Schlingern hervorgerufenen Tankfiüssigkeitsbewegung durch Einschalten einer Drückluftanlage zusätzlich aktiviert werden. Auch hierbei ist -zwischen den zusammenarbeitenden Tankhälften ein den Druckausgleich ermöglichendes Absperrorgan vorgesehen, das bei gewöhnlicher Frahmscher Schlingerdämpfung in seiner Mittelstellung verharrt und dabei die beiden Tankhälften unmittelbar miteinander verbindet, während es bei aktiviertem Betrieb Saugstützen und Druckstutzen des Gebläses periodisch mit den beiden Tankhälften verbindet. Bei dem währenddes aktivierten Betriebes erfolgenden Umschalten von der einen Endstellung in die andere verharrt das Absperrorgan eine Zeitlang in der Mittelstellung und ermöglicht so den Druckausgleich: Die Färdermaschine gelangt somit auch nur während eines Teiles der Halbschwingungsperiode zur Einwirkung - auf die Tankflüssigkeitsbewegung. Der wesentliche Zweck dieser Anordnung ist jedoch der Druckausgleich; die eigentliche Leistungsregelung erfolgt dadurch, daß die Antriebsmaschine in Abhängigkeit von der Stärke der Wellenimpulse mit veränderlicher Leistung betrieben wird. Die erfindungsgemäße Einrichtung hat dagegen konstante Leistung der Fördermaschine zur Voraussetzung, so daß ihr offensichtlich ein ganz anderes Prinzip zugrunde liegt: In einfachster Weise erfolgt die Zeitauswahl in linearer Abhängigkeit von der Amplitude des Schwingungswinkels. Aus der Tatsache, daß die in einer Schwingung aufgespeicherte Energie dem Quadrate der Schwingungsamplitude proportional ist, kann man folgern, daß es zweckmäßig ist, die bei der Schwingungsdämpfung von der Aktivierungsmaschine abzugebende Arbeit im wesentlichen in quadratische Abhängigkeit vom Schwingungswinkel zu bringen. Gemäß weiterer Erfindung werden daher die Zeiten, während der die Antriebsmaschine im Rahmen jeder Halbschwingung auf die Tankflüssigkeitsbewegung einwirkt, so bemessen, daß sie sich wie die Quadrate der zugehörigen Schwingungsamplituden verhalten: Es können durch das Steuergerät auch, wie es an sich bekannt ist, weitere Schwingungsgrößen berücksichtigt werden und in Anwendung auf .die vorliegende Erfindung zur Ermittlung der Steuergeiten dienen. Als solche weiteren Steuerwerte kommen z. B. in Frage die Geschwindigkeit und Beschleunigung der Schwingungsbewegung, die Dämpfungskonstante, der Schräglagenwinkel, die additiv, subtraktiv oder nach einer sonstigen geeigneten funktionsmäßigen Abhängigkeit zur Kontrolle oder zur Gesamtauswertung der Kommandos beitragen.
  • Das erfindungsgemäße Prinzip soll durch eine Gegenüberstellung der bisherigen und der neuen Arbeitsweise an Hand der Diagramme Fig. i und : näher erläutert werden. Fig. 3 zeigt eine Schlingerdämpfungsanlage mit der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung, Fig.4 die zugehörige Schaltung.
  • Bei den zu bekämpfenden Schiffsschwingungen handele es sich um Schlingerbewegungen, deren Verlauf sinusförmig sei. Dann stellen in Fig. i und a die Kurven a, b und c den zeitlichen Verlauf der Schlingerbewegungen für verschieden große Amplituden des Sehlingerwinkels T dar. Bei der bisherigen Leistungsregelung, auf die sich die Fig. i bezieht, wird die Aktivierüngsarbeit der Fördermaschine als regulierte Leistung zugeführt, die sich annähernd gleichmäßig über jede Halbschwingung verteilt. Es findet also eine relativ stetige Förderung statt; es ist jeweils nur die Richtung dieser Förderung nach einer halben Schwingungsperiode umzu= schalten bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Phasenlage. Die Leistung der Fördermaschine wird in Abhängigkeit von den Schlingerwinkelamplituden eingestellt, so daß sich für die drei dargestellten- Schwingungskurven etwa die mit a, 2, 3 bezeichneten Leistungskurven der Fördermaschine ergeben. Wie man sieht, kommt die zugeführte Aktivierungsarbeit bei kleinen und mittleren Schlingerwi.nkeln nur relativ zögernd zur Wirkung.
  • Fig. 2 gibt die Verhältnisse bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise wieder. Die Förderrichtung der Aktivierungsmaschine muß auch hierbei j edesmal nach einer halben Schwingungsperiode umgeschaltet werden, aber es setzt dann sofort die volle maximale Leistung ein, die für jeden Fall des Einsatzes in konstanter Höhe; jedoch nur während einer bestimmten, von den Schlingerbewegungen funktionsmäßig abhängigen Zeit - ausgenutzt wird. Demgemäß ergeben sieh- die drei Arbeitskurven I, II und III .der Fördermaschine, die zu den Schlingerkurven a bzw. b bzw. c gehören. In der zur Schlingerbewegung a gehörenden Arbeitsstufe I (Arbeitskurve I) wirkt die Fördermaschine während der Zeit t, auf die Tankflüssigkeitsbewegung. Nach Ablauf dieser Zeit läuft die Maschine leer bis zum nächsten Umschaltpunkt, worauf die Fördermaschine z. B. wieder -während der Zeit t, :oder einer anderen, funktionsmäßig neu erfaßten Zeit auf die Tankflüssigkeitsbewegung einwirkt. Die Umschaltzeitpunkte folgen, falls- -konstante Schwingungszeiten vorliegen, im Abstand T, das ist die .Zeit für -eine halbe Schwingungsperiode, aufeinander. In der der Schlingerbewegung-b zugeordneten Arbeitsstufe II - ist die Fördermaschine während der Zeit t2 wirksam. ` Die Arbeitsstufe III bei Schlingerbewegungen nach Kurve c entspricht der größten, überhaupt möglichen Arbeit der Aktivierungsmaschine, die je Halbschwingung eingeleitet werden kann. Die Wirkungsdauer t3 der Fördermaschine ist hierbei gleich der Zeit T für die halbe Schwingungsperiode.
  • Bei der Betriebsweise gemäß dem Diagramm der Fig. 2 wird die Arbeit also zeitproportional reguliert und in relativ kürzerer Zeit als bisher zugeführt. Sie rückt daher bei kleineren und mittleren Schlingerwinkeln dem Umschaltzeitpunkt wesentlich näher. Es wird also eine energisch eingreifende Arbeitszufuhr mit .geringster Zeitverzögerung gegenüber den Kommandogaben erzielt, so daß optimale Wirkung dr-r Anlage hinsichtlich Ausnutzung der Maschinenleistung und verfügbarer Steuerzeit zu- erwarten steht. .
  • Die Fig. 2 zeigt drei Steuerstufen für die erfindungsgemäße Arbeitsregelung. Die Anzahl der Steuerstufen kann jedoch beliebig vergrößert werden, 'so daß -eine mehr oder weniger feinstufige Regelung und eine zweckmäßige Anpassung an die jeweils gegebenen Schlingerverhältnisse erzielt werden- kann. Als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung muß noch der Fortfall von Drosselverlusten in den Zeiten de.r,Arbeitszufuhr erwähnt werden.. Bei der bekannten Betriebsweise nach Fig. z wird nämlich in der Regel eine Drosselklappe in der Förderleitung oder auch der freie Querschnitt des die Förderrichtung umschaltenden Steuerorgans in Abhängigkeit von -den Schlingerwinkelampli.tuden eingestellt, so daß hier die Leistungsregelung also durch Drosselung mit ihren unvermeidlichen Energieverlusten erreicht- wird. Bei der erfindungsgemäßen-Ausführug steht jedoch -stets der volle Querschnitt-der Förderleitung und des Umschaltorgans zur 'Verfügung; so daß die Arbeit optimal eingeleitet wird. - -Um bei der erfindungsgemäßen Arbeitsregelung z. B. das obenerwähnte quadratische Gesetz zu verwirklichen, muß, wenn mit Bezug auf Fig. 2 die Amplituden, der drei Schwingungskurven a, b -und c mit A bzw. 1j bzw. C bezeichnet werden, die Beziehung be: stehen t,: t2: t3 = A2: B2 : C2.
  • Fig.3 zeigt ein vollständiges Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß gesteuerten Schlingerdämpfungsanlage, bei der als Aktivierungsmaschine ein Gebläse dient. Das im Querschnitt gezeichnete Schiff besitzt an der Steuerbord- und an der Backbordseite je einen Tank rr bzw. 12" die unten durch einen Flüssigkeitskanal 13 -::und obeni durch einen Luftkanal 1q. miteinander -verbunden sind. In letzterem ist ein Absperrorgan,- z. B. die Klappe 15, vorgesehen, deren beide Drehrichtungen in der gezeichneten Schließstellung durch die Riegel 16 und 17 blockiert sind. Die Riegel 16 und 17 sind mit den Ankern zweier Elektromagnete 18 und r g verbunden. Sobald einer dieser Magnete erregt ist, wird der zugehörige Riegel angezogen und dadurch eine bestimmte Durchlaßrichtung der Klappe freigegeben.
  • Das Gebläse 2o fördert wechselseitig Luft zwischen den beiden oberhalb der Tankflüssigkeitsspiegel befindlichen Tanklufträume. Dabei wird in dem einen Tankluftraum ein Unterdruck, in dem anderen ein Luftüberdruck hervorgerufen, was eine intensivere Tankflüssigkeitsbewegung zur Folge hat. Als Steuerorgan für das wechselseitige Umschalten der Förderrichtung dient der Drehschieber 21. Damit das Gebläse durch den beim Umschalten stattfindenden Druckausgleich nicht belastet wird, ist der Drehschieber 21 parallel zur Klappe 15 in einer besonderen Förderleitung 22a; 22b angeordnet. Der Drehschieber 21 besitzt vier Anschlüsse für die Rohrleitungen 22" und 22b sowie für die Saugleitung 23 und die Druckleitung 24 des Gebläses. In .der gezeichneten Mittelstellung des Schiebers ist der Förderkreis des Gebläses über den mit einem Kurzschlußkanal ausgeführten Drehschieber 21 kurzgeschlossen. Beide Tanks sind vom Gebläse abgeschaltet; das Gebläse läuft also leer; eine unzulässige Erwärmung der Luft wird durch Einschalten eines Kühlers 26 verhindert.
  • Wird der Drehschieber um 45° nach links gelegt (gestrichelte Stellung), so ist der Luftraum des Tanks 12 an die Saugseite des Gebläses angeschlossen, der Luftraum des Tanks ii an die Druckseite, so daß im Tank 12, ein Unterdruck, im Tank i i ein Überdruck geschaffen wird. Wird der Drehschieber aus seiner Mittelstellung dagegen um 4° nach rechts -verdreht, so fördert das Gebläse vom Tank ii in den Tank z2.
  • Der Antrieb des Drehschiebers kann hydraulisch, elektrisch mittels Elektromagnete oder 'Elektromotör@ oder in sonst einer geeigneten Weise erfolgen. Im Beispiel der Fig. 3 ist ein Magnetantrieb vorgesehen. Die Anker der Magnete 27und 28 sind durch eine gemeinsame Achse 2,9 miteinander verbunden, deren . mittlerer Teil als Zahnstange 3o ausgebildet ist. Diese arbeitet mit einem auf der Drehachse des Drehschiebers fest aufgekeilten Zahnradsegment 30a zusammen. In der gezeichneten Mittelstellung des Drehschiebers 21 sind beide Magnete stromlos, und der Drehschieber wird durch an den Magnetankern angreifende Federn 31 und 32 in dieser Stellung festgehalten. Die Kommandos für das periodische Umschalten des Drehschiebers in dem mit Bezug auf die Schlingerbewegung richtigen Phasenzeitpunkt werden durch ein Steuergerät 48 gegeben, indem zu einem bestimmten Zeitpunkt einer jeden Halbperiode, etwa beim Durchgang des Schiffes durch seine Nullage, von einem auf `der Achse des Steuergerätes sitzenden Kontakthebel 33, der entsprechend den als Steuerwerten dienenden Größen bewegt wird, abwechselnd die Magnete 27 und 28 erregt werden. Von dem so bestimmten Schaltzeitpunkt rechnet die wirksame - Förderzeit der nun folgenden Schwingungshalbperiode. Da sieh diese Förderzeit gemäß dem Erfindungsprinzip im allgemeinen nicht über die volle ', Halbperiode der Schwingung erstreckt, müssen weiterhin Mittel vorgesehen sein, um nach Ablauf -der Förderzeit die Erregung des Magneten aufzuheben, so daß der Drehschieber alsdann unter dem Einfluß der Federn 3i und 32 wieder in seine Mittelstellung geht. Im Stromkreis der Elektromagnete 27 und 28 ist deshalb noch ein Schalter 44" angeordnet, der Während der Förderzeiten t geschlossen, in den Zwischenzeiten geöffnet ist. Eine geeignete. Relaisanordnung für die Betätigung des Schalters 44a und ihr Zusammenwirken mit dem Steuergerät 48 wird weiter unten an Hand des Schaltbildes der Fig.4 beschrieben.
  • Beim . Umschalten des Drehschiebers 21 werden gleichzeitig die Blockierungsmagnete 18 und ig für die Absperrklappe 15 im Luftkanal betätigt. Die Erregungsstromkreise dieser beiden Magnete sind zu diesem Zwecke über eine Kontaktanordnung geführt, die aus den beiden feststehenden Segmenten 45 und 46 und dem zugehörigen Kontakthebel 47 besteht. Der Kontakthebe147 sitzt auf der Drehachse des Drehschiebers 21. In der' Mittelstellung des Drehschiebers sind die Magnete 18 und ig stromlos; bei. einer Linksverstellung des Drehschiebers wird der Stromkreis des Magneten ig geschlossen und damit der Riegel 17 angezogen, bei Rechtsverstellung ist der Magnet 18 erregt und der Riegel 16 angezogen.
  • L!er Drehschieber 21 sei, wie gestrichelt gezeichnet, in die linke Betriebsstellung verdreht. Das Gebläse fördert also aus dem Luftraum des Tanks 12 über die linke Hälfte der Luftleitung 14; die Förderleitung 22b, die Saugleitung -23, die Druckleitung 24, die Förderleitung 22" und über das rechte Ende der Luftleitung 14 Luft in den Luftraum des Tanks i i. Der im Tank i i entstehende Luftüberdruck kann sich über die Klappe 15 nicht ausgleichen, da » ja der Magnet 18 stromlos und damit im Luftkanal 14 die Durchlaßrichtung von rechts nach links gesperrt ist. Ist die Förderzeit t beendet, so wird der Drehschieber von dem Elektromagnetantrieb- 27 bis 32 in noch zü beschreibender Weise in die Mittelstellung gefahren. Nach Ablauf der von Beginn der Förderzeit rechn>-nden halben Schwingungsperiode T wird der Drehschieber 21 weiter in die Rechtsstellung gefahren. Alsdann ist der Blockierungsmagnet 18 erregt und der Riegel 16 angezogen; der Magnet ig ist dagegen stromlos. Der in der soeben zu Ende gegangenen Halbperiode geschaffene Luftüberdruck des Tanks i i gleicht sich über die Klappe 15, die ja nun die Durchlaßrichtung von rechts nach links freigibt, plötzlich mit dem Luftunterdruck im Tank i2 aus: Unmittelbar darauf schließt sich die Klappe 15 wieder infolge ihres Eigengewichtes oder unterstützt durch Federn. Das Gebläse fördert nach erfolgter Umschaltung des -Gebläses in die Rechtsstellung vom Tank i i in den Tank z2. Im Luftraum -des Tanks i2 entsteht ein Überdruck, der sich jedoch über die Klappe 15 nicht ausgleichen kann, da die Klappe durch den Riegel i7 blockiert ist.
  • Es soll nun ,der Steuervorgang für den Drehschieber 21 an Hand des Schaltbildes der Fig.4 beschrieben werden. Die Figur zeigt nochmals die Magnete 27 und 28 für den Antrieb, deren Erregungsstrom vom Netz 40 geliefert wird. Die Kommandos für das Ein- und Ausschalten werden von dem obenerwähnten Steuergerät (48 in Fig.3) in Verbindung mit der weiter dargestellten Relaisanordnung gegeben. Vom Steuergerät ist nur der Kontakthebel 33 mit den zugehörigen Kontaktbahnen wiedergegeben. Es sind drei Steuerstufen vorgesehen und dem-. entsprechend drei zweiteilige Kontaktbahnen 34. und 34b, 35a und 35b, 36a und 36b vorhanden. Die Kontaktbahnen stellen Kreisbogensegmente in konzentrischer Anordnung dar. Es sei der einfache Fall zugrunde gelegt, daß die Steuerzeiten lediglich von den Schlingerwinkelamplituden abhängig sind. Die Länge der einzelnen. Segmente ist dann so bemessen,- daß der Kontakthebel- 33 bei kleinen Schlingerwinkeln (Steuerstufe I) nur auf die Kontaktbahn 34a und 34b aufläuft. Bei- mittleren Schlingerwinkeln (Steuerstufe II) sind die Ausschläge des Kontakthebels 32 so groß, daß die Kontaktbahnen J5a und 35b erreicht werden, während bei großen Schlingerwinkeln (Steuerstufe III) auch noch _ die Kontaktbahnen 36a und 36b überstrichen werden.
  • Vom Pluspol des Netzes führt eine Leitung unmittelbar zum Kontakthebel 33; die Kontaktsegmente sind über Zwischenrelais 37, 38, 39 mit dem Minuspol des Netzes verbunden. Zum Relais 37 gehören die Arbeitskontakte 37a und 37b, ebenso zu den Relais 38 und 39 die Arbeitskontakte 38a und 38b bzw. 39a und 39b. Für jede Steuerstufe ist ferner ein Zeitrelais 41, 42 bzw. 43 vorgesehen. Die zugehörigen Doppelkontakte 41a, 4,b, 42" 42b und 43" 43b besitzen Anzugsverzögerung. Die Kontakte 44 42a 43a sind Ruhekontakte, die Kontakte 44 42b, 43b sind Arbeitskontakte.
  • Die Anordnung ist gemäß der Schaltzeichnung so getroffen, daß folgende Stromkreise, die sämtlich 'vom Netz 40 versorgt werden, vorhanden sind: Die Erregerwicklungen der Zeitrelais 44 42, 43 liegen unter Zwischenschaltung der Kontakte 37a 38a und 39, unmittelbar am Netz. Parallel zu dem Zeitrelais 41 liegt ein weiterer Stromzweig, enthaltend den zugehörigen Ruhekontakt 41" dieses Zeitrelais, den Kontakt 37b und das Einschaltrelais 44. -Parallel zum Zeitrelais .42 der zweiten Steuerstufe verläuft ein Stromzweig, der den Arbeitskontakt 4,b des Zeitrelais 41 der vbrhergehenden Steuerstufe, den Ruhekontakt 423, des Zeitrelais 42 und den Kontakt 38b enthält und ebenfalls zum Einschaltrelais 44 führt. . In entsprechender Weise ist der zum Zeitrelais 43 der dritten Steuerstufe liegende - parallele Stromzweig ausgebildet. Die- Anzahl der Steuerstufen kann beliebig vermehrt werden, sie würden sich in sinngemäßer Weise an die in Fig. q dargestellten Relais und Kontakte anschließen. Der gestrichelt gezeichnete Kontakt 43b ist bei der angenommenen Ausführung mit drei Steuerstufen überflüssig. Bei mehr als .drei Steuerstufen würde dagegen über ihn der Anschluß der vierten Steuerstufe erfolgen.
  • Die Magnete 27 und 28 für den Drehschieber sind über den Kontaktarm, 33 und die Kontaktsegmente 34a und 34b ebenfalls an das Netz 4o angeschlossen unter Zwischenschaltung ,des Schalters 44" der von dem Einschaltrelais 44 geöffnet und geschlossen wird.
  • Die Wirkungsweise der dargestellten Schaltung ist wie folgt: Bei nicht schlingerndem Schiff bzw. kurz vor dem Umschaltzeitpunkt aus der Mittel- in die Betriebsstellung haben sämtliche Kontakte die in der Fig.4 gezeichneten Stellungen. Bei kleinen Schlingerwinkeln (Steuerstufe I) wird der Kontakthebel 33 abwechselnd auf die Kontaktbahnen 34a und 34b auflaufen, die- Kontaktbahnen der höheren Steuerstufen jedoch nicht erreichen. Sobald der Kontakthebel 33 auf das Segment 34, aufläuft, wird das .Relais 37 erregt, das seine Kontakte 37ä und 37b sofort schließt. Das Zeitrelais 41 erhält Strom, seine Kontakte 4iü, 4ib sprechen jedoch wegen der Anzugsverzögerung noch nicht an, behalten, also. zunächst die gezeichnete Stellung. Damit wird ein Stromkreis geschlossen, der vom Minuspol des Netzes über die Kontakte 37" 41. und 37b zum Einschaltrelais 44 und dann zum Pluspol des Netzes führt. Das -Relais 44 wird also erregt und schließt seinen Kontakt 44a- Damit ist der Antriebsmagnet 27 unter Strom gesetzt, die Zahnstange-30 wird nach rechts gezogen und der Drehschieber entgegen dem Uhrzeigersinne verdreht, so daß er die in Fig. 3 gestrichelt gezeichnete Stellung erhält. Soll die Wirkungsweise des Aktivierungsantriebes in der ersten Steuerstufe t1 Sekunden betragen, so wird die Anzugsverzögerung des Zeitrelais 41 ebenfalls auf diesen Wert ti eingestellt. Nach t1 Sekunden, gerechnet vom Auflaufen des Steuerhebels 33 auf das Kontaktsegment 34a, zieht das Relais 41 seine Kontakte 41ä und 44 an. Durch das Öffnen des Kontaktes 4r ä wird das Einschaltrelais 44 stromlos, - sein . Kontakt 44a fällt ab; der Stromkreis des Antriebsmagneten 27 wird also auch unterbrochen. Der Drehschieber kann nun durch die an den Ankern der Magnete angreifenden Federn 3 1 und 32 in seine Mittelstellung gefahren -werden, und das Gebläse 2o läuft leer. Mit dem Öffnen des Kontaktes 41ä schließt sich- zwar gleichzeitig der Kontakt 41b, jedoch hat das keine Wirkung, weil der zugehörige Stromzweig, der auch zum Einschaltrelais 44 führt; ja noch den Kontakt 38b enthält, der so lange geöffnet bleibt, wie die Steuerstufe II noch nicht erreicht ist. Nach Ablauf der Zeit T für die halbe Schwingungsperiode, gerechnet vom Beginn des Auflaufens auf das Segment 34" läuft der Kontakthebel 32 auf das Segment 34b auf. Jetzt tritt ein ähnlicher Vorgang ein"nur mit denn Unterschied, daß der Antriebsmagnet 28 erregt wird. Nach Ablauf der Wirkungszeit. t1, gerechnet vom Auflaufen auf das Segment 34b, wird der Magnet 28 Wieder stromlos und der Drehschieber in seine Mittelstellung gefahren. Es wird- also erreicht, daß von jeder Halbperiode T nur die Zeit t, für die Gebläsewirkung ausgenutzt wird.
  • Bei mittleren Schlingerwinkeln, die der Steuerstufe II entsprechen, muß der Drehschieber t2 , sekundenlang in der Betriebsstellung verharren. Der Schlingerwinkel ist jetzt so groß, daß auch die Kontaktbahnen 35a und 35b überstrichen werden. Da bei größeren Schlingerwinkeln unter sonst gleichen Verhältnissen die Schlingerwinkelgeschwindigkeit entsprechend größer ist, kann man annehmen; däß in dem Augenblicke des Anziehens des Kontaktes 41a, also nach Ablauf der Zeit tl, der Kontakthebel 33 bereits auf die Kontaktbahn 35" bzw. 35b aufgelaufen ist. Das hat zur Folge, daß die Kontakte 38, und 38b geschlossen sind und das Zeitrelais 42 erregt ist. Der Kontakt 42" bleibt wegen der Anzugsverzögerung zunächst noch geschlossen. Weiterhin ist nach Ablauf der Zeit t" der Kontakt 44 geschlossen. Wenn also der durch das Zeitrelais 4r. gesteuerte Stromfiuß durch die Erregerwicklung des Einschaltrelais 44 aufhört, beginnt ein neuer Stromfluß, der folgenden Weg nimmt: Minuspol des Netzes, Kontakte 38a, 41b, 42a, 38b, Einschaltrelais 44, Pluspol des Netzes, so daß der Kontakt 44" geschlossen bleibt>. Wenn die Wirkungsdauer des Gebläses für-.die Steuerstufe II wieder mit t2 bezeichnet wird, so muß die Verzögerungszeit des Relais 4ä t2 = t, Sekunden betragen. Nach Ablauf dieser Verzögerungszeit zieht das Relais 42 seine Kontakte 42, und 42b an, das Relais 44 wird stromlos, der Kontakt 44a fällt ab, und der zuvor ' unter Ström gewesene Antriebsmagnet 27 oder 28 wird ebenfalls stromlos. Der Drehschieber geht in seine Mittelstellung. Der Übergang von der einen Halbperiode zur anschließenden Halbperiode erfolgt genau so; wie bei der Steuerstufe I beschrieben würde.
  • Ähnlich ist der Vorgang; wenn in der Steuerstufe III die Schiingerwinkel so groß sind, daß der Kontakthebel 33 auf die zugehörigen Kontaktbahnen .36d und 36b abläuft: Die Verzögerungszeit des Relais 43 beträgt, mit Bezug auf Fig. 2, t3 - t2 Sekunden. Für die Wirkungsdauer des Gebläses kommen nacheinander die drei Zeitrelais 4, 42 und 43 zum Ansprechen, so daß die der Steuerstufe III entsprechende Wirkungsdauer t, des Gebläses erreicht wird.
  • Wenn lediglich der Schlingerwinkel als Steuergröße dient, dann bildet der Kontakthebet 33 die Schlingerbewegungen,wenn auch mit einer bestimmten Phasenverschiebung, nach, und die Verzögerungszeiten der Relais werden passend bemessen, so daß z: B. lineare oder quadratische Abhängigkeit zwischen den Steuerzeiten und den Schlingerwinkelampltuden besteht. Bei Berücksichtigung anderer oder weiterer Steuergrößen kann der Kontakthebel 33 vom Steuergerät 48 gemäß der Resultierenden dieser Steuergrößen bewegt werden, im übrigen aber in ähnlicher Weise die erforderlichen Schaltvorgänge auslösen. Die in Fig.4 dargestellte Schaltanordnung ist jedoch nur als Beispiel für eine Ausführungsmöglichkeit des Erfindungsgedankens anzusehen; sie kann durch mannigfache andere Anordnungen ersetzt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Tankstabilsierungsamlage für Schiffe mit einer Fördermaschine zur Bewegung der Flüssigkeitsmassen, deren Leistung in Abhängigkeit von der Richtung und Amplitudengröße der zu dämpfenden Schiffsschwingung steuerbar ist; wobei ein Absperrorgan in der Verbindungsleitung zwischen den Tanks vorgesehen ist, das bei Umkehr der Schwingungsbewegung zur Herbeiführung eines Druckausgleiches nur kurzzeitig geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung durch Änderung der Einwirkungsdauer der Fördermaschine innerhalb jeder Halbschwingungsperiode gesteuert wird, indem nach Umschalten der Förderrichtung sofort die volle maximale Leistung einsetzt, die für jeden Fall des Einsatzes in konstanter Höhe, jedoch nur während einer bestimmten, von dem Steuergerät in Abhängigkeit von der Amplitudengröße ermittelten. Zeit innerhalb jeder Halbschwingungsperiode zur Einwirkung gebracht wird.
  2. 2. Tankstabilisierungsanlage nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeiten, während der die Antriebsmaschine bei jeder Halbschwingung auf die Tankflüssigkeitsbewegung einwirkt, 'sich wie die Quadrate der zugehörigen Amplituden der Schwingungswinkel verhalten.
  3. 3. Tankstabilisierungsanlage nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet" daß die Zeiten, während. der die Antriebs-- maschine bei jeder Halbschwingung auf die Tankflüssigkeitsbewegung einwirkt, durch an sich- bekannte Kombinationen mehrerer Schingungsdaten (z. B. Geschwindigkeit und Beschleunigung des Schwingungswinkels, Dämpfüngskonstante u. dgl.) ermittelt Werden.
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