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TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet integrierter
Schaltungen und insbesondere eine verbesserte dicke plattierte Zwischenverbindung
und eine zugeordnete Hilfszwischenverbindung für eine integrierte Schaltung.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Dicke
plattierte Metallzwischenverbindungen können verwendet werden, um Wege
geringen Widerstands in integrierten Schaltungen bereitzustellen.
Die Zwischenverbindungen können
für Hochstrom-Busleitungen
und ähnliche
Anwendungen von integrierten Leistungsschaltungen und anderen Typen
integrierter Schaltungen verwendet werden. Die Zwischenverbindungen
können
in Form von Kupfer hergestellt werden, weil es einen geringen Widerstand
aufweist.
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Das
Bonden direkt an Kupferzwischenverbindungen würde die Leistungsfähigkeit
integrierter Schaltungen erhöhen,
weil dadurch der hohe parasitäre
Reihenwiderstand beseitigt werden würde, der bei Bondkontaktstellen
und Standard-Mehrebenen-VLSI-Metallsystemen auftritt. Typische Bondsysteme,
wie Aluminiumkeil- und Goldkügelchen-Bondsysteme,
leiden jedoch unter Zuverlässigkeitsproblemen,
wenn an Kupfer gebondet wird, weil eine Hohlraumbildung von Aluminium
in Kupfer auftritt. Kupfer-an-Kupfer-Bonds leiden auch unter Zuverlässigkeitsproblemen.
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Zum
Lösen dieser
Zuverlässigkeitsprobleme wurde
eine Nickelplattierung als ein Kappenmetallisierungssystem für dicke
plattierte Kupferzwischenverbindungen verwendet. Wenngleich gezeigt
wurde, dass eine Nickelkappe bei großen Aluminiumkeilbonds zuverlässig funktioniert,
ist ihre Herstellbarkeit nicht standardmäßig und ihre Entsorgung kostspielig, und
sie ist für
Goldbonds nicht zuverlässig.
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Im
Dokument
US-A-5 545
927 ist offenbart:
eine Halbleitervorrichtung mit
zwei plattierten Zwischenverbindungen gleichen Aufbaus, wobei jede plattierte
Zwischenverbindung aufweist:
einen Abschnitt einer Kupferkeimschicht,
eine
Kupferleitung, die auf den Abschnitt der Kupferkeimschicht plattiert
ist,
eine Bondkappe, die mit der Kupferleitung verbunden ist,
welche aufweist:
ein bondbares Element, das aus einem Abschnitt
einer Aluminium enthaltenden bondbaren Schicht gebildet ist, und
ein
anderes Element, das aus einem Abschnitt einer anderen Metallschicht
gebildet ist, wobei das andere Element zwischen dem bondbaren Element
und der Kupferleitung angeordnet ist und die beiden vertikalen Flanken
abdeckt, und die horizontale Fläche
der Kupferleitung auf den Abschnitt der Kupferkeimschicht plattiert
ist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist auf dem Fachgebiet ein Bedarf an einer verbesserten dicken plattierten
Metallzwischenverbindung aufgetreten. Die vorliegende Erfindung sieht
eine dicke plattierte Zwischenverbindung mit einer Aluminiumbondkappe
vor, wodurch die Nachteile und Probleme, die mit dicken plattierten
Zwischenverbindungen aus dem Stand der Technik verbunden sind, im
Wesentlichen beseitigt oder verringert werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung weist eine Halbleitervorrichtung eine dicke plattierte
Zwischenverbindung und eine Hilfszwischenverbindung nach Anspruch
1 auf. Vorteilhafte zusätzliche
Aspekte der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Wichtige
technische Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen das Bereitstellen
einer dicken plattierten Zwischenverbindung, die den Bondwiderstand
erheblich verringert oder beseitigt. Insbesondere können eine
Bondkappe, die in der Lage ist, einen herkömmlichen Golddraht aufzunehmen,
und Aluminiumkeilbonds auf einer Kupferleitung gebildet werden.
Dementsprechend können
Bonds direkt auf der dicken plattierten Zwischenverbindung gebildet werden,
und es wird der Bondkontaktstellen zugeordnete hohe parasitäre Reihenwiderstand
beseitigt.
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Ein
anderer technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung umfasst das
Bereitstellen einer Hilfszwischenverbindung, die aus einigen Schichten, die
jenen der dicken plattierten Zwischenverbindung gleichen, einschließlich der
Bondkappe, der Keim- und Sperrschichten, und ohne zusätzliche
Verarbeitungsschritte gebildet ist. Insbesondere kann die Hilfszwischenverbindung
an jeder beliebigen Stelle gebildet werden, die bei Fertigungsschritten
der dicken plattierten Zwischenverbindung üblich ist, und dort verwendet
werden, wo der sehr geringe Widerstand der Kupferplattierung nicht
erforderlich ist. Die Hilfszwischenverbindung stellt eine größere Zwischenverbindungsflexibilität bereit,
indem sie eine freie Zwischenverbindungsebene bereitstellt. Zusätzlich stellt
die Hilfszwischenverbindung eine verhältnismäßig kleine Zwischenverbindung
mit einem geringen Widerstand bereit, wodurch dichtere Schaltungsentwürfe ermöglicht werden,
welche zu Chipflächeneinsparungen
führen.
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Andere
technische Vorteile werden Fachleuten anhand der folgenden Figuren,
Beschreibungen und Ansprüche
leicht verständlich
werden.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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Für ein vollständigeres
Verständnis
der vorliegenden Erfindung und ihrer Vorteile wird nun auf die folgende
Beschreibung in Zusammenhang mit der anliegenden Zeichnung Bezug
genommen, worin gleiche Bezugszahlen gleiche Teile darstellen. Es zeigen:
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die 1A–E eine
Reihe schematischer Schnittansichten zur Veranschaulichung eines
Verfahrens zum Herstellen einer verbesserten dicken plattierten
Kupferzwischenverbindung und einer zugeordneten Hilfsmetall-Zwischenverbindung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung und ihre Vorteile lassen sich am besten
verstehen, indem nun in weiteren Einzelheiten auf die 1A–E der Zeichnung
Bezug genommen wird, worin in den mehreren Ansichten gleiche Bezugszahlen
gleiche Teile bezeichnen. Die 1A–E zeigen
ein Verfahren zur Herstellung einer kupferbeschichteten Zwischenverbindung
mit einer Aluminiumbondkappe und einer zugeordneten Hilfszwischenverbindung
gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Wie nachstehend in weiteren Einzelheiten
beschrieben wird, ermöglicht
die Aluminiumbondkappe ein direktes Bonden mit der Zwischenverbindung
für Anwendungen
mit einem geringen Widerstand. Die Hilfszwischenverbindung wird
mit der Zwischenverbindung und ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte
gebildet.
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1A zeigt
eine anfängliche
Halbleiterstruktur 10. Die anfängliche Halbleiterstruktur 10 kann
eine Halbleiterschicht 12 aufweisen, die eine integrierte
Schaltung mit einem oder mehreren Zwischenebenenkontakten 14 aufweist.
Die Halbleiterschicht 12 kann ein Substrat in der Art eines
Wafers sein. Es wird verständlich
sein, dass die Halbleiterschicht 12 auch eine auf einem
Substrat gebildete Schicht aus Halbleitermaterial sein kann. Beispielsweise
kann die Halbleiterschicht 12 eine auf einem Wafer gezüchtete Epitaxialschicht
sein. Es sei bemerkt, dass die Schicht 12 auch aus einem
anderen Zwischenverbindungssystem in der Art einer anderen Metallschicht
oder mehrerer Metallschichten mit geeigneten Isolationsschichten,
wie es der Prozess vorschreibt, bestehen kann. Hier ist zur Vereinfachung
ein als Beispiel dienendes Einzelmetallsystem dargestellt.
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Ein
Zwischenebenenoxid 16, eine Sperrschicht 18, eine
Metallschicht 20 und eine dielektrische Schicht 22 können auf
der Halbleiterschicht 12 gebildet werden. Das Zwischenebenenoxid 16 isoliert
die integrierte Schaltung der Halbleiterschicht 12 im Wesentlichen
von der Sperrschicht 18. Das Zwischenebenenoxid 16 kann
strukturiert und geätzt werden,
um zu ermöglichen,
dass die Sperrschicht 18 die integrierte Schaltung der
Halbleiterschicht 12 am Zwischenebenenkontakt 14 berührt. Die
Metallschicht 20 ist eine herkömmliche Metallschicht der oberen
Fläche,
die dem Prozess zugeordnet ist, wie beispielsweise eine Zweiebenen-Metallschicht
oder eine Dreiebenen-Metallschicht.
Demgemäß wird es verständlich sein,
dass die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung mit einem
Einzelebenensystem beschränkt
ist, sondern dass sie Mehrebenen-Zwischenverbindungssysteme einschließen kann.
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Die
Sperrschicht 18 stellt sowohl einen elektrischen Kontakt
als auch eine mechanische Sperre zwischen dem Zwischenebenenkontakt 14 der
Halbleiterschicht 12 und der Metallschicht 20 bereit.
Dementsprechend ermöglicht
die Sperrschicht 18 das Fließen von Strom zwischen Schichten, während sie eine
Hohlraumbildung und ähnliche
Typen mechanischer Probleme verhindert. Die Sperrschicht 18 kann einen
beliebigen Leiter einschließen,
der nicht in nachteiliger Weise mit dem Zwischenebenenkontakt der
Halbleiterschicht 12 oder der Metallschicht 20 reagiert.
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Die
dielektrische Schicht 22 kann ein Passivierungsüberzug sein,
der die anfängliche
Halbleiterstruktur 10 im Wesentlichen von der anschließenden integrierten
Schaltungsverarbeitung isoliert. Die dielektrische Schicht 22 kann
aus mehreren Schichten dielektrischen Materials mit verschiedenen
chemischen Zusammensetzungen bestehen. Die dielektrische Schicht 22 kann
aus Oxid und Nitrid oder aus Oxid und Oxynitrid bestehen. Der Passivierungsüberzug 22 kann
jedoch strukturiert und geätzt
werden, um Durchgangslöcher 24 zu
bilden, um die anfängliche
Halbleiterstruktur 10 für
die anschließende integrierte
Schaltungsverarbeitung an spezifischen Stellen freizulegen. Für die Ausführungsform
aus 1A kann ein Durchgangsloch 24 im Passivierungsüberzug 22 über dem
Zwischenebenenkontakt 14 der Halbleiterschicht 12 gebildet
werden. Dementsprechend kann der Zwischenebenenkontakt 14 elektrisch
mit anschließend
gebildeten Schichten der integrierten Schaltung über das Durchgangsloch 24 durch
die Sperrschicht 18 und die Metallschicht 20 verbunden
werden. Ein zweites Durchgangsloch 24 kann auch in dem
Passivierungsüberzug 22 für ein Hilfsmetallsystem 26 gebildet
werden. Wie nachstehend in weiteren Einzelheiten erklärt wird,
kann das Hilfsmetallsystem eine Hilfszwischenverbindung bilden.
Die Verwendung der Begriffe "Kontakte" und "Durchgangslöcher" für die Zwischenverbindung
von Metall- und Halbleitersystemen wird Fachleuten offensichtlich
sein.
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Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Halbleiterschicht 12 Silicium aufweisen und die
Metallschicht 20 eine Aluminiumzusammensetzung aufweisen.
Gemäß dieser
Ausführungsform
kann die Sperrschicht 18 Wolfram, Titanwolfram oder Platinsilicid
aufweisen, welche weder mit Silicium noch mit Aluminium reagieren.
Wie vorstehend beschrieben wurde, kann die Metallschicht 20 ein
System von Zwischenverbindungen mit Mehrebenenmetall- und entsprechenden
Sperrmetallen und Polysiliciumzwischenverbindungen sein. Die verschiedenen
Metallsysteme können
durch geeignete dielektrische Schichten isoliert werden. Die Sperrmetalle
können Wolfram,
Platin, Titan und andere vorstehend beschriebene Kombinationen sein.
Die Verbindung zwischen Metallsystemen wird durch Durchgangslöcher hergestellt,
während
die Verbindung mit der eigentlichen Siliciumschaltung als "Kontakte" bezeichnet wird.
Im Allgemeinen wird der Begriff "Durchgangslöcher" für Verbindungen
zwischen Zwischenverbindungen verwendet und der Begriff "Kontakt" für eine Verbindung
mit Silicium oder Polysilicium verwendet. Das Zwischenebenenoxid 16 kann
Siliciumdioxid aufweisen, und der Passivierungsüberzug 22 kann einen
Nitridüberzug
aufweisen. Es sei bemerkt, dass die Halbleiterschicht 12,
das Zwischenebenenoxid 16, die Sperrschicht 18,
die Metallschicht 20 und der Passivierungsüberzug 22 innerhalb
des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung auch andere Materialien
aufweisen können.
Beispielsweise können
das Zwischenebenenoxid 16 und der Passivierungsüberzug 22 auch
aus anderen dielektrischen Materialien bestehen. Zusätzlich kann
die Sperrschicht 18 ein beliebiger Leiter sein, der eine
mechanische Sperre zwischen Schichten bereitstellt. Es sei weiter
bemerkt, dass die anfängliche
Halbleiterstruktur 10 innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden
Erfindung mehrere Metallschichten aufweisen kann, wenngleich die
Ausführungsform
aus 1A nur eine einzige Metallschicht aufweist. Demgemäß können, wie
zuvor beschrieben wurde, zusätzliche
Zwischenverbindungssysteme, wie eine andere Metallschicht oder mehrere
Metallschichten mit geeigneten Isolationsschichten, aufgenommen
werden, je nach dem, wie es der Prozess vorschreibt.
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Mit
Bezug auf 1B sei bemerkt, dass eine Sperrschicht 30 auf
der Oberfläche
der anfänglichen Halbleiterstruktur 10 gebildet
werden kann. Wie in 1B dargestellt ist, kann die
Sperrschicht 30 über die
Durchgangslöcher 24 in
Kontakt mit der Metallschicht 20 stehen und anderswo in
Kontakt mit der Passivierungsschicht 22 stehen. Die Sperrschicht 30 kann
die darunter liegende Metallschicht 20 vor anschließenden Metallprozessen
schützen.
Die Sperrschicht 30 kann auch als ein Ätzstopp wirken, um Bereiche,
an denen die Durchgangslöcher 24 existieren,
während
anschließender
Metallätzschritte
davor zu schützen,
dass die Metallschicht 20 fortgeätzt wird. Die Sperrschicht 30 schützt auch
eine abgeschiedene Keimschicht und eine dicke plattierte Schicht
vor einer Verunreinigung durch das Dielektrikum und umgekehrt.
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Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Sperrschicht 30 aus Titanwolfram (TiW) bestehen. Gemäß dieser
Ausführungsform
kann das Titanwolfram durch Sputtern auf die anfängliche Halbleiterstruktur 10 aufgebracht
werden. Es sei bemerkt, dass die Sperrschicht 30 innerhalb
des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung andere Leiter aufweisen kann,
die in der Lage sind, die darunter liegende Metallschicht 20 zu
schützen.
Beispielsweise kann die Sperrschicht 30 eine verschiedenartige
metallurgische Legierung oder dergleichen aufweisen.
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Eine
Kupferkeimschicht 32 kann auf die Sperrschicht 30 aufgebracht
werden. Vorzugsweise weist die Kupferkeimschicht 32 Kupfer
auf. Es sei bemerkt, dass die Kupferkeimschicht 32 auch
andere Materialien aufweisen kann, die als ein Keim für die Kupferplattierung
wirken können.
Wie nachstehend in weiteren Einzelheiten beschrieben wird, wird
Kupfer auf die Kupferkeimschicht 32 plattiert, um eine
dicke Kupferzwischenverbindung zu bilden.
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Für die Ausführungsform
aus 1B kann ein Abschnitt 34 der Kupferkeimschicht 32 über die Sperrschichten 30 und 18 und
die Metallschicht 20 in elektrischem Kontakt mit dem Zwischenebenenkontakt 14 der
Halbleiterschicht 12 stehen. An anderen Orten kann die
Kupferkeimschicht 32 im Wesentlichen durch die Passivierungsschicht 22 von
der Halbleiterschicht 12 isoliert sein. Ein zweiter Abschnitt 36 der
Kupferkeimschicht 32 kann durch die Sperrschicht 30 beim
Hilfsmetallsystem 26 in elektrischem Kontakt mit der Metallschicht 20 stehen.
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Gemäß einer
bestimmten Ausführungsform kann
die Kupferkeimschicht 32 durch Sputtern auf die Sperrschicht 30 aufgebracht
werden. Gemäß dieser Ausführungsform
kann die Kupferkeimschicht 32 bis zu einer Dicke von etwa
2000 Angstrom aufgebracht werden. Es sei bemerkt, dass die Kupferkeimschicht 32 innerhalb
des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung auch auf andere Weise
aufgebracht werden kann.
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Eine
Photoresistschicht 40 kann auf die Kupferkeimschicht 32 aufgebracht
werden. Die Dicke der Photoresistschicht 40 wird durch
die Dicke der für
die Kupferzwischenverbindung gewünschten
Kupferplattierung bestimmt. Gemäß einer
Ausführungsform kann
die Photoresistschicht 40 12000 Angstrom dick sein, was
ermöglicht,
dass bis zu 11000 Angstrom Kupfer plattiert werden. Falls eine größere Dicke
der Kupferplattierung erwünscht
ist, können
mehrere Photoresistschichten verwendet werden.
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Die
Photoresistschicht 40 kann strukturiert und geätzt werden,
um einen Hohlraum 42 zu bilden, der den Abschnitt 34 der
Kupferkeimschicht 32 freilegt, welcher über das Durchgangsloch 24 im
Passivierungsüberzug 22 elektrisch
mit der darunter liegenden Metallschicht 20 gekoppelt ist.
Vorzugsweise wird die Photoresistschicht 40 so strukturiert,
dass der Hohlraum 42 den Abschnitt 34 der Kupferkeimschicht 32 bis
zu einem ausreichend großen
Abstand überlappt,
um eine Fehljustierung des Musters zu kompensieren, wobei der strukturierte
Hohlraum noch wirksam den Abschnitt 34 der Kupferkeimschicht 32 bei 34a überlappt.
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Wie
in 1B dargestellt ist, können der Hohlraum 42 in
der Photoresistschicht 40 in Zusammenhang mit dem Hohlraum
und den Passivierungsschichten 16 und 22, die
von der Kupferkeimschicht 32 und dem Sperrmetall 30,
wodurch der Abschnitt 34 gebildet ist, überzogen sind, eine Kombinationsschichtform 44 über dem
Zwischenebenenkontakt 14 bilden. Es sei bemerkt, dass die
Kombinationsschichtform 44 innerhalb des Schutzumfangs
der vorliegenden Erfindung auch andere Materialien aufweisen kann.
Beispielsweise können
der Photoresist und das Passivierungsmaterial Kombinationen anderer
dielektrischer Materialien, wie Oxidgläser in der Art von Siliciumdioxid
und/oder Polyimide und/oder Polysiliciumverbindungen und/oder selektive
epitaxiale und/oder andere Materialien, aufweisen.
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Mit
Bezug auf 1C sei bemerkt, dass eine Kupferleitung 50 auf
die Kupferkeimschicht 32 plattiert werden kann, die durch
den Hohlraum 42 in der Kombinationsschichtform 44 freigelegt
ist. Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Kupferleitung 50 durch einen herkömmlichen
Galvanisierungsprozess plattiert werden. Gemäß dieser Ausführungsform kann
die Halbleitervorrichtung in einem Kupfergalvanisierungsbad angeordnet
werden. In dem Galvanisierungsbad wird Kupfer auf die Kupferkeimschicht 32 plattiert,
die in der Kombinationsschichtform 44 freigelegt ist. Gemäß einer
Ausführungsform
kann, wie zuvor beschrieben wurde, die Kupferleitung 50 bis
zu einer Dicke von 11000 Angstrom plattiert werden. Es sei bemerkt,
dass die Dicke der Kupferplattierung innerhalb des Schutzumfangs
der vorliegenden Erfindung variiert werden kann.
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Mit
Bezug auf 1D sei bemerkt, dass die Photoresistschicht 40 entfernt
werden kann, um die dicke plattierte Kupferleitung 50 zu
belassen. Die Photoresistschicht 40 kann durch herkömmliche Ätztechniken
entfernt werden. Es sei bemerkt, dass die Photoresistschicht 40 innerhalb
des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung auch auf andere Weise entfernt
werden kann.
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Wie
in 1D dargestellt ist, kann die Kupferleitung 50 durch
den Abschnitt 34 der Kupferkeimschicht 32, der
Metallschicht 20 und der Sperrschichten 18 und 30 elektrisch
mit dem Zwischenebenenkontakt 14 der Halbleiterschicht 12 verbunden
werden. Die Kupferleitung 50 steht nicht in elektrischem Kontakt
mit dem Zwischenebenenkontakt 14, wo die Kombinationsschichfform 38 über dem
Passivierungsüberzug 22 gebildet
ist. In diesem Fall ist die Kupferleitung 50 von der Metallschicht 20 und
anderen Komponenten der Halbleitervorrichtung elektrisch isoliert.
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Eine
Sperrschicht 60 kann durch Sputterverfahren an der Oberfläche der
Halbleiterstruktur 10 gebildet werden. Wie in 1D dargestellt
ist, kann die Sperrschicht 60 die obere Fläche der
Kupferleitung 50 und an anderen Orten die Kupferkeimschicht 32 berühren. Die
Sperrschicht 60 kann das darunter liegende Kupfer der Leitung 50 und
der Keimschicht 32 vor anschließenden Metallprozessen schützen. Die
Sperrschicht 60 kann auch später hinzugefügte Materialien
vor einer Wechselwirkung mit dem Kupfer schützen, das eine Hohlraumbildung
und andere Fehlbildungen hervorrufen kann.
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Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Sperrschicht 60 aus gesputtertem Titanwolfram
(TiW) bestehen. Dementsprechend kann das gleiche Metall für beide
Sperrschichten 60 und 30 verwendet werden. Durch
die Verwendung von Titanwolfram für beide Sperrschichten 30 und 60 kann
die vorliegende Erfindung mit Standard-VLSI- und ULSI-Sputterverarbeitungstechniken
besser herstellbar sein. Spezifische Beispiele solcher Prozesstechnologien
umfassen PRISM, EPIC, LBC und "Power
Plus Arrays".
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Das
Titanwolfram der Sperrschicht 60 kann durch Sputtern auf
die Halbleiterstruktur aufgebracht werden. Es sei bemerkt, dass
die Sperrschicht 60 auch andere Leiter aufweisen kann,
die verhindern können,
dass Kupfer mit später
aufgebrachten Materialien reagiert. Beispielsweise kann die Sperrschicht 60 eine
verschiedenartige metallurgische Legierung oder dergleichen aufweisen.
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Die
Sperrschichten 30 und 60 schließen die Kupferleitung 50 und
die Kupferkeimschicht 32 sandwichförmig ein, so dass das Kupfer
nicht anderen Metallschichten oder Systemen oder Dielektrika oder Systemen
ausgesetzt ist. Die Sperrschichten 30 und 60 können mit
Graten versehene Flächen
gegen angrenzende Kupferflächen
bilden.
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Eine
bondbare Schicht 62 kann auf der Sperrschicht 60 gebildet
werden. Gemäß einer
Ausführungsform
kann die bondbare Schicht 62 durch Sputtern auf die Sperrschicht 60 aufgebracht
werden. Die bondbare Schicht 62 kann eine Standarddicke
von etwa 0,6 Mikrometer aufweisen. Es sei bemerkt, dass die Dicke
der bondbaren Schicht 62 abhängig von der Anwendung für die Zwischenverbindung
variieren kann.
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Die
bondbare Schicht 62 kann eine Aluminiumlegierung aufweisen.
Gemäß einer
Ausführungsform
kann die bondbare Schicht 62 Aluminium mit 1 % Silicium
und einem halben Prozent Kupfer (Al 1 % Si 0,5 % Cu) aufweisen.
Dieses Metall kann mit der herkömmlichen
Sputterprozesstechnologie aufgebracht werden.
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Eine
Photoresistschicht 70 kann auf der bondbaren Schicht 62 gebildet
werden. Die Photoresistschicht 70 kann nach der herkömmlichen
Photoresisttechnologie abgeschieden werden. Gemäß einer Ausführungsform
kann die Photoresistschicht 70 eine Dicke zwischen 0,6
und 1,4 Mikrometer aufweisen. Es sei bemerkt, dass die Dicke des
Photoresists innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung
variieren kann. Die Photoresistschicht 70 kann strukturiert
und geätzt
werden, um Photoresist nur über
den Bond- und Hilfszwischenverbindungsbereichen 72 zu belassen.
Mit Bezug auf 1E sei bemerkt, dass die Halbleiterstruktur
geätzt
werden kann, um Abschnitte der bondbaren Schicht 62, der Sperrschicht 60,
der Kupferkeimschicht 32 und der Sperrschicht 30,
die nicht von der strukturierten Photoresistschicht 70 bedeckt
sind, zu entfernen. Gemäß einer
Ausführungsform
können
die ungeschützten Schichten
durch eine in einer spezifischen Reihenfolge angewendete Ätzsequenz
entfernt werden, so dass die ungeschützten Abschnitte der bondbaren Schicht 62 zuerst
fortgeätzt
werden, gefolgt zweitens von darunter liegenden Abschnitten der
Sperrschicht 60, drittens von der Kupferkeimschicht 32 und
viertens von der Sperrschicht 30. Demgemäß kann die Ätzsequenz
ein von oben nach unten erfolgendes Ätzen sein, wodurch die obere
oder oberste Schicht zuerst entfernt wird usw. bis zu den folgenden
Schichten, je nach dem, wie es erforderlich ist. Jeder Ätzvorgang
der Sequenz kann ein standardmäßiges chemisches Ätzen sein,
wie es bei einer kompatiblen Verarbeitung vorgeschrieben wird.
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Zwischen
der Ätzsperrschicht 60 und
der Kupferkeimschicht 32 kann optional ein Photoresistwiederaufschmelzen
verwendet werden, um die restlichen Abschnitte der bondbaren Schicht 62 vor
dem Ätzen
unter den Kanten der strukturierten Photoresistschicht 70 zu
schützen.
Dieses Unterätzen
kann an den Rändern
der strukturierten bondbaren Schicht 62 auftreten, weil
die Kanten des restlichen Abschnitts der bondbaren Schicht 62 nach
dem Ätzen der
bondbaren Schicht 62 und der Sperrschicht 60 freigelegt
sind. Das Wiederaufschmelzen des Photoresists kann die freigelegten
Kanten bedecken und dabei helfen, das Unterätzen der bondbaren Schicht 62 während des
anschließenden Ätzens der
Kupferkeimschicht 32 zu verringern. Nach dem Ätzen kann eine
Passivierung aus Nitrid oder einem anderen Material aufgebracht
und strukturiert werden, um Bereiche freizulegen, an die zu bonden
ist.
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Die
strukturierte Photoresistschicht 70 kann entfernt werden,
um eine dicke plattierte Kupferzwischenverbindung 80 und
eine zugeordnete Hilfsmetallzwischenverbindung 82 zu belassen.
Die dicke plattierte Kupferzwischenverbindung 80 kann eine Bondkappe 84 direkt
auf der Kupferleitung 50 aufweisen. Wie in 1E dargestellt
ist, kann die Bondkappe 84 ein aus der bondbaren Schicht 86 gebildetes bondbares
Element und ein aus der Sperrschicht 30 gebildetes Sperrelement 88 am
Bondbereich 72 oberhalb der Kupferleitung 50 aufweisen.
Dementsprechend können
herkömmliche
Golddraht- und Aluminiumkeilbonds
direkt auf der dicken plattierten Zwischenverbindung 80 gebildet
werden. Das Sperrelement 88 verhindert eine Hohlraumbildung
einer Bondstelle mit der Kupferleitung 50. Dementsprechend
werden die Bonds nicht beeinträchtigt
und mechanisch oder elektrisch unzuverlässig. Dementsprechend wird
ein Bondkontaktstellen zugeordneter hoher parasitärer Reihenwiderstand
ausgeschlossen.
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Die
Hilfszwischenverbindung 82 besteht aus der bondbaren Schicht 62,
der Sperrschicht 60, der Keimschicht 32 und der
Sperrschicht 30. Die Hilfszwischenverbindung 82 hat
eine Eigenschaft einer kleinen geometrischen Leitungssteuerung,
und die Kupferkeimschicht stellt eine ausgezeichnete Elektromigrationssteuerung
bereit.
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Die
Hilfszwischenverbindung 82 ist in der Hinsicht der dicken
plattierten Kupferzwischenverbindung 80 zugeordnet, dass
die Hilfszwischenverbindung 82 aus einigen der Schichten
der dicken plattierten Kupferzwischenverbindung 80 und
ohne zusätzliche
Verarbeitungsschritte gebildet wird. Die Hilfszwischenverbindung 82 kann
dort verwendet werden, wo eine Kupferplattierung nicht erforderlich ist.
Die Hilfszwischenverbindung 82 stellt vorteilhafterweise
eine Zwischenverbindungsflexibilität bereit, indem sie eine freie
Zwischenverbindungsebene bereitstellt. Zusätzlich stellt die Hilfszwischenverbindung 82 eine
verhältnismäßig kleine
Zwischenverbindung mit einem geringen Widerstand bereit, welche dichtere
Schaltungsentwürfe
ermöglicht,
was zu Chipflächeneinsparungen
führt.
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Wenngleich
die vorliegende Erfindung anhand mehrerer Ausführungsformen beschrieben wurde,
können
Fachleuten verschiedene Änderungen und
Modifikationen einfallen. Es ist beabsichtigt, dass die vorliegende
Erfindung solche Änderungen und
Modifikationen, welche innerhalb des Schutzumfangs der anliegenden
Ansprüche
liegen, einschließt.