DE69728186T2 - Manuell-betriebene pipette - Google Patents

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F. Robert SCALESE
C. Phillip TRENHOLME
M. Jan CONOVER
T. Scott KOZEL
C. Chih CHEN
J. Daniel DRISCOLL
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Description

  • Technisches Sachgebiet
  • Die Erfindung bezieht sich generell auf Instrumente, die exakte Mengen einer Flüssigkeit von einem Behälter in einen anderen transferieren. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Handpipette, die auf der Verschiebung eines Kolbens zum Zweck der Übertragung einer Flüssigkeit basiert. Weiterhin bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Pipette, bei der die Menge der durch die Pipette zu transferierenden Flüssigkeit entweder eine festes oder ein variables Volumen aufweist. Die Pipette kann entweder so konfiguriert sein, daß sie ein einzelnes Volumen einer Flüssigkeit (eine Einfachkanaleinheit) oder ein mehrfaches Volumen an Flüssigkeit (eine Mehrfachkanaleinheit) transferiert.
  • Stand der Technik
  • Pipetten haben sich von verhältnismäßig einfachen strohhalmartigen Strukturen zu hochentwickelten elektronischen Handvorrichtungen weiterentwickelt, die ein hohes Maß an Präzision aufweisen.
  • Typischerweise kann das Pipettieren für einen Techniker in einer Laborumgebung nur einen Teil, es kann aber auch die gesamte Arbeitszeit des Technikers in Anspruch nehmen. Die vom Techniker verrichtete Arbeit erfordert eine hohe Genauigkeit, und Präzisionspipetten haben chemische Proben genau und reproduzierbar gemacht. Häufig kann diese Präzision aber auf Kosten des körperlichen Wohlbefindens des Technikers gehen, wenn nämlich der Techniker sich wiederholende Aufgaben über lange Zeitabschnitte mit unzureichender Ausrüstung durchführen muß.
  • Das Carpaltunnel-Syndrom ist mittlerweile eine anerkannte Berufskrankheit, die auf den langen Gebrauch von Pipetten gemäß dem Stand der Technik zurückgeführt werden kann. Die Faktoren, bei denen gefunden wird, daß sie einen gesundheitsschädigenden Effekt auf die Physiologie des Pipettenbenutzers haben, umfassen übermäßiges Gewicht der Pipette, eine Form, die es nicht erlaubt, die Pipette leicht zu greifen, die Erfordernis einer unnatürlichen Bewegung der Glieder der Hand, die die Pipette manipuliert, und die Asymmetrie der Pipettenvorrichtung, die die Handhabung mit einer bestimmten Hand erfordert, wodurch dem Techniker keine Gelegenheit einer "Lastverschiebung" gegeben wird, indem er die Hände wechselt.
  • Die folgenden Schriften zum Stand der Technik geben den Stand der Technik wieder, der dem Anmelder bekannt ist und der hiermit aufgeführt wird, um der Verpflichtung des Anmelder nachzukommen, den relevanten Stand der Technik zu offenbaren. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß keine dieser Schriften, weder wenn sie einzeln noch in jeder denkbaren Kombination betrachtet werden, den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung offenbart, wie er insbesondere aufgezeigt und nachfolgend beansprucht wird.
  • U.S PATENT DOKUMENTE
    Figure 00030001
  • Das US-Patent 4.020.698 (Marteau d'Autry) beschreibt eine Handpipette mit einem Gehäuse in länglicher Form, mit einem Kolbensystem und einem abnehmbaren Spitzesystem. Der zur Aufnahme der Hand vorgesehe Bereich besitzt einen zentralen Teil, in dem der Querschnitt größer zu sein scheint als der durchschnittliche Querschnitt, und er besitzt ein Heft mit einer gebogenen Oberfläche. Das Problem einer ergonomischen Formgebung und der Ermüdung wird nicht angesprochen.
  • AUSLÄNDISCHE PATENT-DOKUMENTE
    Figure 00040001
  • ANDERER STAND DER TECHNIK (einschließlich Autor Titel Datum, relevante Seiten usw.)
  • Rainin Instruments Company; Rainin Product Update; Ausgabe März 1996, gesamte Ausgabe.
  • Fall-/Winter Bio-Consumer Review, Ausgabe 1996, von Katharine Glover, Ph.D., gesamter Artikel (Seiten 12 bis 14).
  • Eine allgemeine Beanstandung bezieht sich auf die Weise, in der Pipetten nach dem Stand der Technik in der Hand des Benutzers liegen. Eine gut entworfene Pipette sollte so ausbalanciert sein, daß sie bequem in der Handfläche des Benutzers liegt, wobei der größte Teil des Gewichts entlang der Länge der Hand verteilt ist, um Druckpunkte zu minimieren. Eine andere allgemeine Beobachtung bezieht sich auf den Gebrauch des Daumens für die Durchführung des Pipettiervorgangs. Es ist wünschenswert, daß nur eine verhältnismäßig geringe Daumenbewegung erforderlich ist und daß der Daumen den Kolben in einer natürlichen, biomechanisch vorteilhaften Weise betätigt. Weil Pipetten häufig Wegwerfspitzen verwenden, die nach jedem Gebrauch ersetzt werden, ist es auch wünschenswert, einen Spitzenauswerfer zu haben, der die alte Spitze durch eine natürliche, biomechanisch korrekte Bewegung entfernt, um eine Ermüdung des ausübenden Technikers weiter zu verringern.
  • Der oben aufgelistete Stand der Technik beschreibt im allgemeinen Vorrichtungen für eine Übertragung von Flüssigkeit, die die oben diskutierten Probleme in beispielhafter Weise illustrieren und faßt den dem Anmelder bekannten Stand der Technik zusammen. Diese Dokumente weichen stark von der Erfindung ab, die insbesondere im folgenden beschrieben wird.
  • Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung ist in Anspruch 1 angegeben. Zum einen ist der Teil der Pipette, der von der Hand des Technikers ergriffen wird, gepolstert. Dies bedeutet, daß für den Benutzer ein weiches, bequemes Gefühl wahrnehmbar ist und daß es eine nur minimale Druckbeanspruchung entlang der Hand gibt, wenn diese die Pipette berührt.
  • Ein anderer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf die Position, die Geometrie und den Anstellwinkel des Auswerfers, der die Wegwerfspitze von dem Ende der Pipette entfernt, das dem von der Hand ergriffenen Bereich abgewandt ist. In einer Ausführungsform der Erfindung liegt ein Auswerferzapfen strategisch günstig für eine Handhabung durch den Daumen des Benutzers. Die Pipette wird bequem mittels eines Heftes gehalten, das über den Zeigefinger des Benutzers gezogen wird und in der Hand ausbalanciert ist, während der Rest der Pipette an den Fingern des Benutzers anliegt. Der Daumen kann dann den Auswerfer leicht betätigen, der, wenn er niedergedrückt wird, einen Auswerferschieber betätigt, der seinerseits eine Auswerferhülse unterhalb des Handgriffbereichs betätigt, um die wegwerfspitze von der Pipette zu entfernen.
  • Eine anderes Merkmal der vorliegenden Erfindung betrifft den Anstellwinkel und die Position der Kolbentaste, die zentral über einem oberen Bereich der Pipette, ebenfall nahe dem Daumen des Benutzers, angeordnet sind. Die Kolbentaste ist in Richtung auf den Daumen geneigt, um einen natürlichen Kontakt mit dem Daumen des Benutzers zu erlauben. Der Hub der Kolbentaste ist verhältnismäßig kurz und liegt im natürlichen Bereich der Bewegung des Daumens der Hand eines Benutzers, selbst wenn der Benutzer eine kleine Hand hat. Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung kann die Kolbentaste nur eine Wegwerfspitze freigeben. Bei einer dritten Ausführungsform gibt ein Hebel eine Anzahl von Spitzen frei.
  • Ein anderes Merkmal der vorliegenden Erfindung bezieht sich darauf, daß die Pipette aus einem Material besteht, das sie vollständig autoklavtauglich sein läßt. Da die Vorrichtung außerdem aus einem Kunststoff besteht, der von den meisten Chemikalien nicht angegriffen wird, ist sie einfach zu säubern und behält ihre Präzision und Genauigkeit bei, da sie so leicht gesäubert werden kann.
  • Die Geometrie des untersten Teiles des Pipettenkörpers umfaßt einen engen kegelförmigen Bereich, der unmittelbar an den Bereich der Wegwerfspitze angrenzt und der es dadurch erlaubt, daß diese Vorrichtung in die meisten Reagenzgläser eingebracht wird und damit den Zugang zum Boden dieser Reagenzgläser ermöglicht.
  • Ein zusätzlicherer Aspekt betrifft die Möglichkeit, die volumetrische Kapazität der Pipette zu justieren und zugleich die Genauigkeit beizubehalten.
  • Zusätzlich erlaubt es die vorliegende Erfindung, daß sie am Einsatzort kalibriert wird, so daß die Zuverlässigkeit und die Reproduzierbarkeit der Proben, die mit vorliegender Erfindung verbunden sind, mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit oft wiederholt werden können.
  • Industrielle Anwendbarkeit
  • Die industrielle Anwendbarkeit dieser Erfindung soll durch die Diskussion der folgenden Aufgaben der Erfindung demonstriert werden.
  • Demgemäß ist es eine primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neue und neuartige Pipette gemäß der vorliegenden Erfindung bereitzustellen.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie vorangehend beschrieben zur Verfügung zu stellen, die einen extrem haltbaren Aufbau aufweist, zuverlässig zu verwenden und warten ist und die mit Techniken der Massenproduktion herstellbar ist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, die das Entstehen von Ermüdung und von Traumata, wie dem Carpaltunnel-Syndrom, herabsetzt, indem sie eine ergonomisch geformte Pipette zur Verfügung stellt.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, die einen gepolsterten Griff besitzt.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, bei der die Handhabung der Vorrichtung die Biomechanik der Hand einer Person in Betracht zieht und folglich erlaubt, daß die Vorrichtung mit natürlichen, im allgemein üblichen Bereich liegenden Bewegungsabläufen gehandhabt wird.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, die ihrem Arbeitsende angrenzend ein schmales Profil aufweist, das Zugang zu Reagenzgläsern erlaubt und das dennoch das Ausstoßen der Spitze mit einem minimalen Aufwand ermöglicht.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, die gut ausbalanciert ist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung wie oben beschrieben zur Verfügung zu stellen, die sogar vor Ort kalibriert werden kann, um jederzeit die erforderliche Genauigkeit zu gewährleisten.
  • Ein weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung bezieht die Fähigkeit mit ein, das Volumen der Pipette anzupassen.
  • Von einem ersten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Handpipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: einen Griffbereich mit einer ergonomischen Form, einen kombinierten Flüssigkeitsein- und -auslaß empfängt, der dem Griffbereich benachbart angeordnet ist, Mittel für das Einbringen und die Abgabe der Flüssigkeit in die Pipette über den Einlaß hinein und aus der Pipette über den Auslaß hinaus, und ein elastisches Kissen, das entlang einer äußeren Peripherie des Griffbereiches angeordnet ist, um einer Ermüdung und einem Trauma des die Pipette bedienenden Technikers zu vermindern.
  • Von einem zweiten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: ein Gehäuse, einen Stempel, der auf dem Gehäuse angeordnet ist, einen Kolben, der mit dem Stempel verbunden ist, wobei der Stempel und der Kolben Mittel für eine lineare Hin- und Herbewegung innerhalb des Gehäuses aufweisen, ein Spitzenelement, das in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem Kolben steht und das an dem Gehäuse lösbar angebracht ist, und Auswerfmittel, um die Spitze vom Gehäuse zu entfernen.
  • Von einem dritten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Pipettierverfahren bereit zu stellen, das die Schritte umfaßt: die Herstellung einer Pipette mit einem oberen Körper und einem unteren Körper, der lösbar mit dem oberen Körper verbunden ist, die Herstellung einer Spitze zur lösbaren Befestigung an einem Ende des Gehäuses des unteren Körpers, das vom Gehäuse des oberen Körpers entfernt angeordnet ist, die Anordnung eines Stempels und eines Kolbens im Inneren des Pipettenkörpers und in flüssigkeitsleitender Verbindung mit der Spitze, um Flüssigkeit dort hineinzuziehen und Flüssigkeit von dort auszutreiben, die Anordnung eines Auswerfers am unteren Körper in dem an die Spitze angrenzenden Bereich, um die Spitze von der Pipette zu entfernen.
  • Von einem vierten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: ein Gehäuse, eine mit dem Gehäuse verbundene Spitze, wobei die Spitze eine Bohrung aufweist, um eine exakte Menge einer Flüssigkeit darin aufzunehmen, und Mittel, um die Menge der aufzunehmenden Flüssigkeit zu justieren.
  • Von einem fünften vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: ein Gehäuse, eine mit dem Gehäuse verbundene Spitze, Mittel, um Flüssigkeit in der Spitze aufzunehmen und aus dieser auszutreiben und Mittel, um die Pipette im Hinblick auf die Genauigkeit der zu transferierenden Flüssigkeitsmenge zu kalibrieren.
  • Von einem sechsten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: einen oberen Körper mit Stempelmitteln, einen unteren Körper, der lösbar am oberen Körper angebracht ist und der mit Kolbenbetätigungsmitteln ausgestattet ist, die mit dem Stempel verbunden sind, ein entfernbares Spitzenmittel, das mit dem unteren Körper verbunden ist, Auswurfmittel, die sich vom oberen Körper zu den Spitzenmitteln zur Entfernung der Spitzenmittel hin erstrecken, wobei die Spitzenmittel eine Anzahl von Kanälen bilden.
  • Von einem siebten vorteilhaften Standpunkt aus betrachtet, ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pipette bereit zu stellen, die in Kombination umfaßt: einen oberen Körper mit einem Stempelmittel, einen unteren Körper, der lösbar am oberen Körper angebracht ist, Kolbenmittel, die lösbar mit dem unteren Körper verbunden sind und die von den Stempelmitteln zur Aufnahme und zum Austreiben von Flüssigkeit beaufschlagbar sind, und Kolbenmittel, die zwischen dem Stempel und der Flüssigkeit angeordnet sind.
  • Diese und andere Aufgaben werden offenkundig durch die Betrachtung der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung, sofern sie in Verbindung mit den angefügten Zeichnungen betrachtet wird.
  • Die neue und neuartige Pipette gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Handpipette (10) zur Übertragung von Flüssigkeit, die in Kombination umfaßt:
    • einen Griffbereich mit einer ergonomischen Form, die einem Bereich zur Aufnahme der Handfläche und der Finger entspricht, einschließlich eines zentralen Bereiches mit einem größeren Querschnittsbereich als die Endbereiche des besagten Teiles,
    • einen kombinierten Ein- und Auslaß für die Flüssigkeit, der dem besagten Griffbereich benachbart angeordnet ist,
    • Mittel für das Einbringen und die Abgabe der Flüssigkeit in die Pipette über den besagten Einlaß hinein und auf der Pipette über den besagten Auslaß hinaus,
    • ein Heft, das sich von einer Seite des besagten Griffbereiches aus erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbereich eine im wesentlichen umlaufende gepolsterte Membran aufweist, die sich bis zum Heft der Pipette erstreckt, wobei sich das besagte Heft von der Seite des die Finger aufnehmenden Bereiches aus erstreckt, und daß der die Handfläche aufnehmende Bereich einem knollenförmigen Bereich gegenüberliegend angeordnet ist, der den besagten zentralen Bereich mit dem größten Querschnitt begrenzt.
  • Der besagte Griffbereich ist derart ausgebildet, daß er den Gebrauch der Pipette in der Weise erzwingt, daß der besagte knollenförmige Bereich von einem Handflächenbereich eines Technikers weg orientiert ist, wobei der besagte knollenförmige Bereich unter den Fingern des Technikers liegt.
  • Andere neuartige Eigenschaften der Pipette gemäß der Erfindung sind in den angegliederten Ansprüchen beschrieben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der die Spitze entfernt ist.
  • 2 ist eine Schnittansicht entlang der Linien 2–2 in 1, wobei die 2 zur Erzielung einer stärkeren Vergrößerung in zwei 2A und 2B unterteilt ist.
  • 3 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung der Anordnung gemäß den 1 und 2.
  • 4 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem ersten Schritt ihres Gebrauchs.
  • 5 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem zweiten Schritt ihres Gebrauchs.
  • 6 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem dritten Schritt ihres Gebrauchs.
  • 7 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem vierten Schritt ihres Gebrauchs.
  • 8 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem fünften Schritt ihres Gebrauchs.
  • 9 ist eine diagrammartige Beschreibung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in einem sechsten Schritt ihres Gebrauchs.
  • 10 ist eine perspektivische Ansicht einer alternativen Anordnung mit mehreren Kanälen.
  • 11 ist eine Schnittansicht des Zusatzteiles, das in 10 gezeigt ist.
  • 12 ist eine Schnittansicht entlang einer Längsachse, die eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wiedergibt.
  • 13 zeigt eine Modifikation in Bezug auf den oberen Körper und wie dieser mit dem unteren Körper gemäß 12 verbunden ist.
  • 14 ist eine perspektivische Ansicht, die die Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Körper gemäß den 12 und 13 zeigt.
  • 15 zeigt eine Spitze, die derart ausgebildet ist, daß sie mit der Vorrichtung gemäß 12 verwendet werden kann.
  • Bevorzugte Ausführungsform(en) der Erfindung
  • Im Hinblick auf die Zeichnungen, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile in den verschiedenen zeichnerischen Abbildungen bezeichnen, bezieht sich das Bezugszeichen 10 auf die Pipette gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Im Wesentlichen umfaßt die Luftverdrängungspipette 10, die in den 1 bis 3 gezeigt ist, einen oberen Körper 50 und einen unteren Körper 90. Der untere Körper ist von einer Auswerferhülse 151 umgeben. Eine äußeres Ende des unteren Körpers 90, das vom oberen Körper 50 abgewandt ist, trägt eine Spitze T, die Idealerweise der einzige Bestandteil der Pipette 10 ist, der mit der Flüssigkeit in Kontakt kommt, wenn die Probe genommen wird. Flüssigkeit wird in die Spitze T eingeführt und durch die Betätigung einer Stempelkappe 2 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" aus dieser ausgetrieben. Nachdem die Spitze T einmal verwendet worden ist, kann sie vom unteren Körper 90 durch die Betätigung des Auswerferzapfens 39 entfernt werden, wenn dieser in die Richtung des Pfeiles "A" und in Richtung zur Spitze bewegt wird. In einigen Fällen ist ein Fenster 42 vorgesehen, um eine Veränderung in der volumetrischen Kapazität der Pipette 10 sichtbar werden zu lassen, indem man eine bewegliche Skala durch das Fenster 42 abliest. Die Zahlen, die der volumetrischen Kapazität entsprechen und die im Fenster 42 erscheinen, können durch Drehung eines Volumeneinstellers 51 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "B" verändert werden.
  • Genauer und insbesondere im Hinblick auf die 2 und 3 wird die folgende zusätzliche Struktur beschrieben. wie erwähnt, führt die Betätigung der Stempelkappe 2 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" Flüssigkeit in die Spitze T ein und treibt sie aus dieser aus. wie gezeigt, hat die Stempelkappe eine zentrale Bohrung 4, die es erlaubt, eine Bremssitzwelle 6 mittels Reibung zu überlaufen.
  • Es sei angemerkt, daß die Kappe 2 eine obere Fläche 8 aufweist, die derart geneigt ist, daß eine Seite höher ist als die andere. Die untere Seite ist so orientiert, daß sie dem Daumen eines Benutzers gegenüber liegt und es dem Daumen vom letzten Glied an aufwärts ermöglicht, bequem auf der Stempelkappe 2 zu ruhen, um die Kappe 2 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" aufwärts zu bewegen.
  • Die Bremssitzwelle 6 besitzt ein von der Kappe 2 entfernt gelegenes Ende, das direkt und starr mit einer mit einem Außengewinde versehenen Welle 12 verbunden ist. Die Welle 12 bewegt sich ebenfalls mit einer Bewegung der Stempelkappe entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A". Ein Außengewinde der Gewindewelle 12 kann mit einem Innengewinde zusammenwirken, um die Hülse 14 zu justieren, wie später noch beschrieben wird. Die Gewindewelle 12 endet in einer Klemmschraube 16, die ihrerseits in eine mit einem Innengewinde versehene Blindbohrung einer Kolbenkupplung 18 greift, die direkt mit einer Kolbenstange 20 verbunden ist. Ein äußeres Ende 22 der Kolbenstange 20 bewegt sich innerhalb einer zugehörigen Bohrung 24 des unteren Körpers 90, um Flüssigkeit in die Spitze T einzuziehen und aus der Spitze T auszutreiben.
  • Wie nunmehr klar sein sollte, kann durch eine axiale Verschiebung der Welle 12 im Vergleich zum Rest der Pipette 10 eine Kalibrierung der Maßeinheit bewirkt werden. Um die vorliegenden Erfindung zu kalibrieren, wird die Stempelkappe 2 von der Bremssitzwelle 6 entfernt. Die Welle 6 ist umgeben von und befestigt an einer ringförmigen Bremshülse 30. Die Bremshülse 30 ist von einem Kalibrierungsband 31 umgeben. Das Band 31 ist entlang seiner inneren Peripherie mit Keilnuten 33 versehen, die zur Aufnahme von Schlüsseln 35 eines zylinderförmigen Kalibrierungswerkzeugs 37 dienen (3), das einen gerändelten Drehkopf 39 aufweist. Der Zugang zum Band 31 erlaubt es, daß es gedreht wird und erlaubt folglich, daß auch die Bremshülse 30, die Welle 6 und die Gewindehülse 12 gedreht werden, da das Gewinde zwischen den Keilnuten 33 mit einem Gewinde auf der Hülse 30 zusammenwirkt, um die Hülse 30 vorwärts zu bewegen. Dadurch wird auch die Welle 6 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" vorwärts bewegt und ändert die Position des äußeren Endes 22 des Kolbens, wodurch eine Kalibrierung der Pipette 10 ermöglicht wird. Insbesondere bezieht die Kalibrierung folgendes mit ein: das Vorwässern einer neuen Spitze T, die mehrfache (vorzugsweise 10-malige) Durchführung von Messungen unter Verwendung von destilliertem Wasser, das – zusammen mit allen weiteren Kalibrierungseinzelteilen auf Raumtemperatur gebracht wird – und dann die Anpassung an Umgebungsfaktoren, danach die Bestimmung der mittleren und der Standardabweichung und schließlich die Justierung des Volumens, wobei je nach Bedarf das Kalibrierwerkzeug 37 benutzt wird. Die Rändelung 39 auf dem Kalibrierungsschlüssel wird durch eine Reihe paralleler Linien gebildet, die parallel zur Längsachse des Kalibrierungsschlüssels 37 verlaufen und die radial versetzt sind, so daß sie auf einer äußeren zylinderförmigen Oberfläche liegen. Jede gerändelte Linie entspricht ungefähr zwei Prozent des Volumens der Pipette. Ein Heft 201 auf dem oberen Körper 50, nahe der Stempelkappe 2, erhält einen Aufkleber 203, auf dem Kalibrierungsinformationen notiert sind.
  • Es sei angemerkt, daß der Übergang zwischen der Bremsensitzwelle 6 und der Gewindewelle 12 eine Buchse 26 mit einschließt. Die Buchse 26 hat ein zählerstück, in dem die Gewindewelle 12 mit einem Ende der mit einem Gewinde versehenen Justierhülse 14 in Verbindung steht, wie in der 2B gezeigt ist. Zwischen den zwei Buchsen 26 ist eine Druckfeder 28 angeordnet. Diese Druckfeder 28 preßt die Bremssitzwelle 6 und ihre sie umgebende ringförmige Bremshülse 30 in eine Endposition in Bezug auf die rechte Seite der 2B. Die Bremshülse 30 ist ein im wesentlichen zylinderförmiges Element, das eine zentrale Bohrung aufweist, das derart konfiguriert ist, daß es die Lagersitzwelle 6 aufzunehmen vermag. Die Hülse 30 bildet einen exakten, glatten Bereich im axialen Übergang von der Welle 6 zum Kolben 2. Die Bremshülse 30 ist ihrerseits von einem Zuführgehäuse 32 umgeben. Das Zuführgehäuse 32 schließt einen Anschlag 34 in Form einer radial nach innen weisenden ringförmigen Lippe mit ein, die mit einer Bremssitzschulter 36 zusammenwirkt, die an einem äußeren Ende der Bremshülse 30, von der Stempelkappe 2 entfernt, angeordnet ist. Wenn die Bremssitzschulter 36 gegen die radial nach innen weisende ringförmige Lippe 34 stößt, stellt sich beim Techniker eine positive taktile Rückmeldung ein. Eine weitere Kompression nur der Feder 28 wird durch den Kontakt der Schulter 36 mit der Lippe 34 unterbunden.
  • Wenn eine weitere axiale Bewegung der Stempelkappe 2 erreicht werden soll, besteht zwar Platz für eine solche Bewegung, aber es muß mehr Arbeit aufgewendet werden, weil eine zweite Druckfeder 38 überwunden werden muß und diese eine Federkonstante besitzt, die von derjenigen der ersten Druckfeder 26 verschieden ist. Eine Kompression der ersten Feder 28 kann auch noch erreicht werden, aber der Benutzer erfährt eine sofortige Rückmeldung dadurch, daß es mehr Mühe erfordert, die Stempelkappe 2 weiter niederzudrücken.
  • Die zweite Druckfeder 38 hat ein erstes Ende, das auf einer Seite der Lippe 34, die dem Bereich des Angrenzens der Bremssitzschulter 6 gegenüberliegt, die Lippe 34 des Zuführgehäuses 32 berührt. Ein zweites Ende der Druckfeder 38 berührt ein Zählergehäuse 40. Sowohl das Zählergehäuse 40 als auch das Zuführgehäuse 32 besitzen Zwingen 41 beziehungsweise 231, die in innerer Richtung gegeneinander angeordnet sind und die unter der Druckfeder 38 derart angeordnet sind, daß sie die Feder gegen eine Auslenkung fixieren. wie gezeigt, ist jede Zwinge im allgemeinen wie eine zylinderförmige Hülse aufgebaut, die sich entweder vom Zuführgehäuse oder vom Zählergehäuse aus erstreckt. Die zum Zuführgehäuse gehörende Zwinge 231 schließt jedoch eine sich radial nach innen erstreckende Lippe 233 mit ein, die einen Anschlag für die Buchse 26 bildet, die die linke Seite der ersten Druckfeder 28 gegen die Justagehülse 14 hält. Die Zwinge 41 besitzt andererseits eine innere Bohrung, die so bemessen ist, daß sie die Hülse 14 aufzunehmen vermag, nicht aber die Buchse 26.
  • Wie oben erwähnt, erlaubt ein Fenster 42 den Sichtzugang zum Inneren des oberen Körpers 50, wenn die Vorrichtung mit Mitteln ausgerüstet ist, um das effektive Volumen zu verändern, das die Pipette aufzunehmen und abzugeben in der Lage ist. Das Zählergehäuse 40 umfaßt eine Öffnung 43 im Register mit einem Fenster 42, damit der Sichtzugang durch das Fenster 42 zu den Zählern 44, 46, 48 nicht verdeckt ist. Das Innere des Zählergehäuses 40 ist mit einer Vielzahl von Zählern versehen. Vorzugsweise sind drei Zähler vorgesehen und umfassen einen ersten Zähler 44, einen zweiten Zähler 46 und einen dritten Zähler 48. Der dritte Zähler gibt die "letzte Stelle" an. Die Zähler geben das Volumen an, das in die Spitze T aufgenommen werden kann. Freiräume zu beiden Seiten des zweiten Zählers 46 dienen der Aufnahme von Zählerzahnrädern 52, von denen jedes auf einem Zählerzahnradhalter 54 gehaltert ist. Der Zählerzahnradhalter 54 ist ein stangenartiges Element, das an den Enden durch Vorsprünge 58 gestützt wird, die auf dem Zählergehäuse 40 angeordnet sind. Die Zählerzahnräder 52 werden durch Zählerzapfen 56 angetrieben. Ein Zapfen 56 wirkt auf den dritten Zähler 48 und ein anderer Zapfen 56 wirkt auf den zweiten Zähler 46. Während sich der dritte Zähler 48 dreht, wird der zweite Zähler durch den zapfen 56 des dritten Zählers 48 angetrieben, weil er das Zählerzahnrad 52 gegen die Zähne drückt 55, die auf dem zweiten Zähler 46 liegen. Ähnlich treibt der Zapfen 66, der auf dem zweiten Zähler 46 liegt, das Zahnrad 52 an und treibt die Zähne 55 an, die auf dem ersten Zähler 44 angeordnet sind, und treibt damit den ersten Zähler voran.
  • Die 1, 2A und 2B zeigen den Volumeneinsteller 51 und seine Fähigkeit, sowohl den Zähler 46 als auch die Pipette 10 in Übereinstimmung mit den gewünschten zu pipettierenden volumetrischen Mengen zurückzustellen. 3 zeigt innere Keile 251 auf dem Volumeneinsteller 51. Ein Zahnradgehäuse 60 liegt unter dem Volumeneinsteller 51 und stützt ein Paar Spannrollen 62 zur Drehung in Erwiderung auf die Drehung der Keile durch den Volumeneinsteller 51 in Richtung der Doppelpfeile "B". Die Spannrollen 62 wirken ihrerseits mit Keilen 64 zusammen, die der Gewindehülse 14 der Welle 12 überlagert sind. Die Hülse 14 ist am Dorn 64 befestigt. Dadurch dreht sich die Justagehülse 14, wenn sich die Spannrollen 62 drehen. Die Justagehülse 14 hat vorzugsweise ein Innengewinde, das mit einem Gewinde auf der Gewindewelle 12 zusammenwirkt, um die Gewindewelle 12 weiter entlang des Doppelpfeiles "A" zu bewegen. Auf diese Weise kann das effektive Volumen der Pipette 10 justiert werden, indem der Kolben 20 axial verschoben wird. Es sei angemerkt, daß die Justagehülse 14 durch das Zahnradgehäuse 40 greift, um den dritten Zähler 48 anzutreiben. Tatsächlich treibt eine flache Seite auf der Hülse 14 eine flache Seite in einer Bohrung des dritten Zählers 48. Der dritte Zähler 48 wirkt seinerseits mit einem Zählerzahnrad 52 zusammen, das durch einen Zählerzapfen 56 angetrieben wird, so daß der nachfolgende Zähler 46 (und dann 44) die vorliegenden gewünschten Volumina wiedergeben kann. Es sei angemerkt, daß eine Zählerbuchse 66 die Justagehülse 14 vom Zählergehäuse 40 beabstandet hält und eine Unterlegscheibe 68 die Keile 64 von der Buchse 66 isoliert. Dieses verhindert eine Verbindung. Da das Innere des Volumeneinstellers 51 mit Zähnen 251 versehen ist, die mit den Zähnen auf den Spannrollen 62 übereinstimmen, bewirkt eine Drehung des Volumeneinstellers 51 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "B" eine entsprechende Drehung der Spannrollen 62. Da die Zähne der Spannrollen 62 mit den Keilen 64 der mit dem Gewinde versehenen Einstellhülse 14 ineinandergreifen, bewirkt eine Drehung der Keile auf der mit dem Gewinde versehenen Einstellhülse eine axiale Verschiebung der Gewindewelle 12 und eine Bewegung der Zähler 44, 46, 48 durch die flache Seite 214 der Gewindehülse 14 gegen eine flache Seite innerhalb der Bohrung des dritten Zählers 48.
  • Es sollte angemerkt werden, daß der untere Körper 90 vom oberen Körper 50 getrennt werden kann. Zum Beispiel kann es wünschenswert sein, den in 1 gezeigten unteren Körper durch eine Version, wie sie in 10 gezeigt wird, zu ersetzen, um eine Möglichkeit mit "mehrfachen Kanälen" zu erzielen (d.h, die Fähigkeit, mehrere Säulen gleichzeitig mit Flüssigkeit zu füllen und auszutreiben). Um den unteren Körper 90 vom oberen Körper 50 zu trennen, muß man die Reibung der zwischen ihnen angeordneten verbindenden Kupplung überwinden.
  • Insbesondere weist eine Hülse 70 zur Volumeneinstellung eine sich radial nach außen erstreckende ringförmige Verlängerung 71 auf, die an einem inneren Begrenzungsanschlag des Volumeneinstellers 51 anliegt. Die Hülse 70 besitzt außerdem Vorsprünge 69 (3), die in Aussparungen 67 im Zahnradgehäuse 60 einrasten. Die Hülse 70 kann auch ein Außengewinde 73 zum Verschrauben mit der in Figur 20 gezeigten Mehrkanaleinheit aufweisen. Ein O-Ring-Halter 72 besitzt einen Teil, der das Zahnradgehäuse 60 überlagert und der Halter 70 ist bei 73 mit einem Teil des unteren Körpers 90 verschraubt. Der Teil des Halters 70, der sich über das Zahnradgehäuse 60 erstreckt, schließt einen sich radial nach außen erstreckenden Flansch 75 für einen noch zu benennenden Zweck mit ein.
  • Der O-Ring-Halter 72 stützt einen O-Ring 74 in einem Sitz 71, um die reibungsbedingte Haltekraft zwischen der Auswerferhülse 151 und dem unteren Körper 90 zu erhöhen. Es sei angemerkt, daß der untere Körper 90 von der Auswerferhülse 151 umgeben ist. Die Auswerferhülse 151 spitzt sich entlang der Länge des unteren Körpers zu und gelangt in tangentialen Kontakt nahe dem Ende 91 des unteren Körpers 90 und vom oberen Körper 50 entfernt.
  • Der untere Körper 90 hat drei abgesetzte Bereiche, von denen der schmalste 93 der Bereich ist, der der Auswerferhülse 151 angrenzend ist. Danach erweitert er sich etwas zu einem Mittelteil 95 und schließlich zu einem vergrößerten angrenzenden Teil 97, das dem Gehäuse des oberen Körpers benachbart ist. Der vergrößerte Teil 97 besitzt ein zylinderförmiges Äußeres 80, das durch ein Ende des Zahnradgehäuses 60 gefaßt ist. Eine zylinderförmige Innenbohrung des zylinderförmigen Äußeren 80 umfaßt eine Dichtungsfeder 82, die zwischen einer Dichtungskappe 84 an einem angrenzenden Ende des oberen Körpers 50 und einer Dichtungsdistanzscheibe 86 am anderen Ende angeordnet ist.
  • Die Dichtungsdistanzscheibe 86 liegt an einer Schulter 88 an, die innerhalb des unteren Körperteils 90 angeordnet ist und hilft, die Dichtungsfeder 82 zu positionieren., Die Dichtungskappe 84 umfaßt einen sich radial nach außen erstreckenden Flansch 85, der an einem Teil des Zahnradgehäuses 60 anliegt und mit diesem im Eingriff steht dort, wo das Gehäuse selbst abgesetzt ist.
  • Der Zweck der Feder 82 in Verbindung mit der Dichtungsdistanzscheibe 86 und der Dichtungskappe 84 ist es, das Dichtungsrohr 92 innerhalb des abgesetzten Mittelteils 95 des unteren Körperteils 90 zu positionieren. Das Dichtungsrohr 92 umfaßt eine zentrale Bohrung, innerhalb der sich die Kolbenstange 20 entlang dem Pfeil "A" – wie erwähnt – hin- und herbewegt. Ein Ende des Dichtungsrohres umfaßt eine Kolbendichtung 94, die an ihrem Platz durch einen Kolbendichtungs-O-Ring 96 gehalten wird. Die Kolbenstange 20 erstreckt sich über eine Kolbenkupplung 18 zur Gewindewelle 12. Das Dichtungsrohr 92 hat den Effekt, stromaufwärtige Verschmutzungen zu verhindern. Die Kolbenstange 20 ist frei innerhalb des Mittelteils 95 des unteren Körpers 90 hin- und herbeweglich, wie dies durch den Kolben 2 und seine Bewegung vorgegeben wird.
  • Es sei angemerkt, daß der vergrößerte Teil 97 des unteren Körpers 90 Vorspannmittel umfaßt. Ein Feder 98 ist zwischen Rippen 102 gehaltert, die auf dem vergrößerten Teil 97 des Körpers 90 und einer auf dem O-Ring-Halter 72 gelegenen Wand 103 angeordnet sind. Ein Anschlag 104 für den O-Ring-Halter 72 wird durch den unteren vergrößerten Teil 97 des Körpers gebildet, um die Bewegung des Halters 72 durch die Rippen 102, die Feder 98 und den Anschlag 104 zu begrenzen.
  • Insbesondere und in Bezug auf die 2A und 2B soll die Einheit, durch die die Spitze T von der Pipette 10 entfernt wird, erläutert werden. Wie erwähnt, ist ein Auswerferzapfen 239 dem Daumen des Benutzers benachbart angeordnet, d.h., ergonomisch in der Nähe der Stempelkappe 2. Der Auswerferzapfen 239 ist mit einer bogenförmigen Auswerferplatte 139 verbunden (3), die sich im Inneren des oberen Körperteils 50 entlang einer äußeren Peripherie bewegt. Die Auswerferplatte 139 erstreckt sich in den unteren Körperteil 90, um in Kontakt mit dem "O"-Ringhalter 72 an Flansch 75 zu gelangen. Die Auswerferplatte 139 umfaßt drei Öffnungen 141, 143 und 145 und eine sich verzweigende Spitze 295. Eine Öffnung 141 erlaubt einen Sichtzugang zum Zähler. Die Öffnung 143 trägt an ihrem ersten Ende einen Zapfen 243 für eine Feder 147. Der Zapfen 155, der auf dem oberen Körper 50 angeordnet ist, nimmt das andere Ende der Feder 147 auf. Auf diese Weise wird, wenn die Feder 147 durch die Bewegung des Auswerferzapfens 239 in Richtung zur Spitze T der Pipette 10 gedehnt worden ist, die Feder 147 gedehnt. Das Nachlassen des Drucks gegen den Auswerferzapfens 239 bewirkt, daß die Feder 147 den Auswerferzapfen 239 dazu zwingt, sich in eine entspannte Federposition zurück zu bewegen. Die verzweigte Oberseite 293 der Auswerferplatte 139 tritt mit dem Flansch 75 des Halters 72 in Verbindung. Der Halter 72 liegt an einem Teil der Auswerferhülse 151 an, so daß das Niederdrücken des Auswerferzapfens 239 den Halter 72 veranlaßt, sich in eine ähnliche Richtung, in Richtung der Spitze T, zu bewegen. Die Auswerferhülse 151 greift über den unteren Körperteil 90. Die Bewegung der Auswerferhülse 151 drückt dadurch eine benutzte Spitze T vom freien Ende 108 des unteren Körperteils 90 weg. Die Freigabe des Auswerferzapfens 239 nimmt den Druck von der Auswerferhülse 151. Als Folge wird der Druck auf die Feder 98 ebenfalls relaxiert und diese kann den O-Ring 74 und den Halter 72 zurück in ihrem ungespannten Zustand drücken und dadurch die Auswerferhülse 151 zurück in ihre Ausgangsstellung bringen. Die Wechselwirkung der Federn 98, 147 und des O-Rings 74 bewirken ein Gefühl für den Ausstoßprozeß. Es sei angemerkt, daß die Öffnung 145 der Auswerferplatte über die Spannrollenzahnräder 62 greift und diese freigibt. Die Öffnung 141 erlaubt damit den Sichtzugang zu den Zählern 44, 46, 48.
  • Es sei auf den oberen Körper 50 hingewiesen, der in 3 gezeigt ist. Ein darunter liegender Rahmen 250, der aus steifem Kunststoff besteht, umfaßt wenigstens eine Längsrippe 255 und eine Anzahl von Querrippen 260. Die Querrippen 260 nehmen in der Höhe ab, während sie sich entlang einer Längsachse von einer Mitte des oberen Körpers aus erstrecken, das gleiche gilt für die Längsrippe 255. Jede Querrippe 260 spitzt sich auch nach unten hin zu, während jede Rippe sich von ihrem Schnittpunkt mit der Längsrippe 255 aus erstreckt. Diese Rippen 255, 260 sind in eine gepolsterte Membran 270 eingebettet, die den oberen Körper 50 umgibt und die mit dem oberen Körper unter Hitze und Druck verbunden wird. Der höchste Punkt 256 (2B) sowohl der Längsrippe 255 als auch der Querrippen 260 entspricht einem Bereich des größten Querschnitts der Vorrichtung 10. Diese Zone "spürt" die menschliche Handfläche und demgemäß den Fingerbereich mit dem größten umfaßten Volumen und unterstützt den Griff eines Benutzers in diesem Bereich, um eine verbesserten Komfort zu erzielen.
  • Die Membran 270 verformt sich unter dem Griff des Benutzers, paßt sich unterschiedlichen Handgrößen an und verringert die Ermüdung des Benutzers. Eine Klappe 265 überlagert eine in der Membran liegende Öffnung 266, wobei die Klappe 265 das Fenster 42 aufweist, das den Zähler zu überstreicht. Die gepolsterte Membran 270 erstreckt sich bis zum Heft 201 der Pipette. Bei Gebrauch wird das Heft 201 auf den Zeigefinger gelegt, so daß der Kolben in Richtung auf den Daumen geneigt wird. Der obere Körper 50 liegt lose in der Hand, gepolstert durch die Membran 270. Die Handfläche liegt der Klappe 265 gegenüber und die Finger des Benutzers. ergreifen bequem die gepolsterte Membran 270, die die Rippen 255, 260 überdeckt, so daß die längeren Finger der Hand die Zone des größten Querschnittsbereichs umfassen und eine bequeme Unterstützung erreicht wird.
  • 4 (linke Seite) zeigt die Pipette 10 vor der Aufnahme einer Spitze T und nachdem eine Spitze T darauf angebracht wurde (rechte Seite). Wie oben erwähnt, wir die Spitze T durch Reibung am freien Ende 108 des unteren Körpers 90 gehalten. Ein Halter H in 4 präsentiert eine Anzahl von Spitzen T derart bereit, daß sie durch eine Pipette der Reihe nach aufgenommen werden können. Eine in der Richtung des Pfeiles in 4 ausgeübte Kraft drückt die Spitze T wie gezeigt auf die Pipette 10. Danach wird die Stempelkappe 2 entlang der Richtung des Pfeiles in 5 niedergedrückt und die Spitze T wird in einen Behälter eingebracht, der Flüssigkeit enthält. Wie in 6 gezeigt, bewirkt eine Freigabe der Stempelkappe 2, wie durch den Pfeil in 6 angedeutet, daß Flüssigkeit in die Spitze T eingezogen wird. 7 gibt die Entnahme der Pipette 10 aus dem Behälter entlang der Richtung des Pfeiles in 7 wieder. Danach wird die Flüssigkeit in den zwei in 8 gezeigten Bewegungen ausgetrieben. Zuerst wird der Behälter vorzugsweise so orientiert, daß die Spitze T mit ihrem Ende eine innere Behälterwand berührt. Danach wird die Stempelkappe 2 niedergedrückt, um die Flüssigkeit aus der Pipette in den Behälter einfließen zu lassen. Dieses vervollständigt den Pipettiervorgang, und 9 zeigt, wie die Pipette aus dem Behälter entfernt wird und wie der Auswerferzapfen 239 betätigt wird, um die Spitze T für eine nachfolgende Probe gemäß 4 zu entfernen.
  • Die 10 und 11 zeigen eine Version eines unteren Körpers mit mehreren Kanälen, bei dem mehrere Spitzen an mehreren freien Enden 308 der Vorrichtung 290 mit mehreren Kanälen befestigt werden können. Im wesentlichen erlaubt es die Vorrichtung 290 mit mehreren Kanälen, eine Vielzahl von Spitzen T an eine Vielzahl von Kolbenbuchsen ("Kanälen") anzuschließen, innerhalb derer die Kolben hin- und herbewegbar sind, so daß die Bewegung der Vielzahl der Kolben eine Vielzahl von gleichzeitigen Probennahmen ermöglicht. Ein anderes Merkmal betrifft den gleichzeitigen Ausstoß aller Spitzen auf einmal, sobald sie benutzt worden sind.
  • Wie in 11 gezeigt, bewegt sich eine Anzahl von Kolben 320, die obere Kolbenstangen 324 haben, entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A". Jeder Kolben 320 ist über einen Kolbendeckel 322 angeschlossen, der einen vergrößerten oberen Teil aufweist und der so ausgebildet ist, daß er innerhalb von Aussparungen 314, die auf einem Kopf 312 angeordnet sind, zu gleiten vermag. Der Kopf 312 bewegt sich entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A". Der Kopf 312 ist an eine Antriebsachse 316 angeschraubt, die in Richtung des Doppelpfeiles "A" gedrückt wird, wenn der Kolben 2 (1) gedrückt wird.
  • In dieser Ausführungsform berührt ein Ende der Antriebsachse 316, das an den oberen Körper angrenzt, die Welle 12 aus den 2 und 3. Die Antriebsachse 316 ist mittels einer umgebenden Verbindungshülse 286, die ein Innengewinde 286a besitzt, das mit einem Außengewinde 67a (3) am Zahnradgehäuse 60 verbunden ist, in örtlich festgelegtem Verhältnis in Bezug auf die Gewindewelle 12 gehaltert. Diese Schraubverbindung wird in 10 durch den Drehknopf 51 zur Volumenjustierung verdeckt.
  • Eine Außenfläche der Verbindungshülse 286 besitzt ein weiteres Gewinde, das mit einem Justagering 288 für den unteren Körper in Eingriff bringbar ist, um so die Verbindungshülse 286 longitudinal zu positionieren. Der Justagering 288 für den unteren Körper bildet auch eine Anlagefläche für eine Endschleife des Spitzenauswerferhebels 339, der in den 10 und 11 gezeigt ist. Die Antriebswelle 316 hat einen vergrößerten Kopf 317, der ein Ende einer Feder 318 aufnimmt, die innerhalb der anschließenden Hülse 286 angeordnet ist. Die Feder 318 arbeitet mit den Federn 28 und 38 zusammen (3), um den Kolben 320 in einer oberen Position zusammen mit einer Ruheposition der Stempelkappe 2 zu halten. Die Feder 318 besitzt ein Ende, das vom Kopf 317 abgewandt ist und das von einen sich nach innen erstreckenden Flansch 284 der Verbindungshülse 286 festgehalten wird. Die Verbindungshülse 286 ist in einem Gehäuse 278 befestigt, innerhalb dessen sich der Kopf 312 und die Kolben 320 und Stangen 324 hin- und herbewegen.
  • Das Gehäuse 278 besitzt eine obere Wand, die an der Verbindungshülse 286 befestigt ist, und eine rückseitige Wand 276, die mit einer Anzahl von Keilnuten 260 versehen ist, die Schlitze 262 aufweisen. An diesen Keilnuten 260 und Schlitzen 262 ist eine Anzahl von Kolbenblockclips 250 positioniert und fixiert. Jeder Blockclip 250 ist so bemessen, daß er einen Block von vier Kolbenbuchsen 240 in räumlich festgelegtem Verhältnis innerhalb des Rahmens und seiner rückseitigen Wand 276 haltert. Auf diese Weise bleiben die Kolbenbuchsen 240 an ihrem Platz, wenn die Kolben 320 sich in Bohrungen 321 hin- und herbewegen, die innerhalb der Kolbenbuchsen 240 angeordnet sind. Wenn sich die Kolben 320 entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" hin- und herbewegen, bleibt die Auswerfereinheit 339 und die noch zu beschreibende dazugehörige Abdeckung relativ zu diesen ortsfest. Wenn eine Probe innerhalb jeder der Spitzen T der Mehrfach-Kanaleinheit aufgenommen worden ist, werden diese Spitzen wie folgt ausgestoßen.
  • Eine Auswerferplatte 300 umfaßt an einer Unterseite eine Anzahl sich abwärts erstreckender Auswerferhülsen 302. Die Auswerferplatte wird von Federklemmen 302 auf länglichen Ansätzen gehaltert. Diese Federklemmen 302 sind integral an eine "U"-förmige Klammer 285 angeformt, die aus einem oberen Joch 258a, das einen breiten Bereich bildet, und zwei sich davon abwärts erstreckenden Beinen 285b besteht, die an ihren Enden in die Federklemmen 302 übergehen. Diese Federklemmen 302 halten die Auswerferplatte 300 fest. Wenn sich die Auswerferplatte relativ zu den Kolbenbuchsen 240 bewegt, rutschen die Spitzen von den freien Enden 308 der Kolbenbuchsen 240, da die Spitze gegen eine Grundfläche der Auswerferhülse 304 auf der Auswerferplatte 300 stößt.
  • Der Auswerferhebel 339 hat ein freies Ende, das sich aufwärts angrenzend an den oberen Teil des Körpers und den Handgriffbereich erstreckt. Ein gegenüberliegendes Ende endet in einer Endschleife 341, die die Hülse 286 zwischen dem unteren Körperjustagering 288 und dem breiten Bereich 285b der "U"-förmigen Klammer 285 umgibt. Das Verschieben des Hebels 339 in Richtung des Pfeiles "Z" bewirkt, daß ein Nocken betätigt wird, der die "U"-förmige Klammer von ihrem Justagering 288 weg drückt. Da der Ring 288 auf die Hülse 286 geschraubt ist, bewegt sich die Klammer 285 von der Hülse 286 weg. Die Auswerferplatte 300 und die Auswerferhülsen 304 bewegen sich gegenüber den freien Enden 308 der Kolbenbuchse 240 abwärts und drücken die Spitzen weg. Es sei angemerkt, daß die Auswerferhülsen 304 Höhen "h" aufweisen, gemessen von der Platte 300 zu deren freien Enden, die variieren. Wechselweise ist die Höhe h1 etwas größer als die Höhe h2, die etwas größer als... hN ist. Dies heißt, daß der Auswerferhebel 339 nicht die Reibungskraft aller Spitzen auf einmal überwinden muß, sondern daß vielmehr alle Spitzen der Reihe nach ausgeworfen werden, jede zu ihrer Zeit, wodurch sich die Gesamtkraft verringert, die erforderlich ist, um die Anzahl an Spitzen zu entfernen. Wenn der Hebel 339 in eine entspannte Position zurückgebracht wird, drückt ein Paar von Federn 343 die "U"-förmige Klammer zurück zu ihre Ausgangsstellung. Diese Federn 343 sind zwischen der Oberfläche 278 des Gehäuses und einem inneren Bereich der Unterseite des Bereiches 285b eingeklemmt. Die Klammer 295 weist obere und untere Kanten mit Lippen auf, die so ausgebildet sind, daß sie eine vordere Abdeckung 282 und eine hintere Abdeckung 284 über Reibungskräfte haltern.
  • Die 12 bis 15 geben eine weitere Abwandlung des unteren Körpers 400 und eine Nuance in Bezug auf den Anschluß des unteren Körpers an den oberen Körper wieder. Im wesentlichen bildet der untere Körper, der in 12 gezeigt ist, eine Art von Pipette mit "positiver Verdrängung". Die vorangehenden zwei Ausführungsformen der Pipetten konnten als "Luftverdrängungs"-Pipetten in der Weise bezeichnet werden, daß sich ein Luftkissen zwischen einer Funktionsoberfläche des Kolben und der Spitze befindet, wodurch ein Kontakt zwischen der Flüssigkeit und dem Kolben nicht gegeben ist. Bei der Version mit "positiver Verdrängung" gemäß 12 ist hingegen der direkte Kontakt zwischen dem Kolben und der Flüssigkeit beabsichtigt. Als Folge davon ist der Kolben der Ausführungsformen gemäß den 12 bis 15 in der entfernbaren Spitze angeordnet und soll innerhalb der Spitze bewegt werden.
  • Indem zuerst auf 13 Bezug genommen wird, werden die Details der Modifikation in Bezug auf den oberen Körper gezeigt. Jedoch werden die Bezugsziffern, die mit der Version gemäß den 1 bis 3 gemeinsam sind, wiederholt, aber nicht im Text erwähnt. Das heißt, es ist ein Ring 51 zur Justierung des Volumens, wie oben beschrieben, vorgesehen, der ebenfalls eine Gewindewelle 12, eine Justierhülse 14 und eine Klemmschraube 16 aufweist. Spannrollen 62 sind ebenso wie ein Zahnradgehäuse 60 und eine Haltehülse 70 gezeigt. Die anderen Teile des oberen Körpers sind im wesentlichen die gleichen.
  • Die Gewindewelle 12 und ihre Klemmschraube 16 sind zu einer Kugel 402 vereinigt. Insbesondere weist die Kugel 402 von der Gewindewelle 12 weg und in einen Hohlraum, der durch das Zahnradgehäuse 60 gebildet wird. Die Kugel 402 ist mit Unterstützungsmitteln eines Kugelkörpers 408 versehen, der eine innere Bohrung aufweist, die mit einem Gewinde 406 für eine komplementäre Verbindung mit der Klemmschraube 16 versehen ist. Ein Anschlag 404 erstreckt sich radial vom Schnittpunkt des Kugelkörpers und einem Kugelhals 410 aus, der sich in Richtung auf die Kugel 402 erstreckt.
  • 14 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Kugel 402 und ihrer Verbindung mit einer entsprechend geformten Fassung 420. Wie in den 12 und 14 gezeigt, befindet sich die Fassung 420 an einem Ende einer Stange 426, die sich durch eine zentrische und in axialer Richtung erstreckende Bohrung des unteren Körpers 400 hindurch erstreckt. Die Kugel 402 ist in der Fassung über eine Öffnung in einer Wand gehaltert. Die Fassung 420 weist auch eine Hohlkehle 422 auf, die über den Hals 410 greift, der die Kugel 402 stützt. Eine andere Seite der Fassung 421, von der Hohlkehle 422 abgewandt, bildet eine weitere Einschürung 424, deren Abmessung ähnlich ist, so daß die Kugel 402 mit einer minimalen Menge an Spiel sicher in der Fassung 420 sitzt, sich aber relativ zur Fassung 420 bewegen kann. Der Anschluß über die Kugel und die Fassung gemäß 14 ist eine bevorzugte Befestigung am Bereich 400 des unteren Körpers, weil die Version mit positiver Verdrängung zur Folge hat, daß das Gehäuse 490 des unteren Körperteils mit dem Bereich des oberen Körpers beim Pfeil "M" verschraubt ist, 14.
  • Insbesondere zeigt 12 den Bereich 400 des unteren Körpers, der (auf seiner linken Seite) einen inneren Hohlraum 430 aufweist, der die Stange 426 aufnimmt, die sich von der Fassung 420 aus erstreckt. Dieser Hohlraum ist mit einem Innengewinde 432 versehen, das mit den Gewinden 67a auf dem Zahnradgehäuse 60 (13) verbindbar ist. Zu beachten ist auch, daß der abgesetzte Bereich 434 der Aussparung 430 Patz für die Haltehülse 70 bietet und diese aufnimmt.
  • Die Aussparung 430 steht vollständig mit dem Bereich 490 des unteren Körpers in Verbindung, der die Bohrung 431 bildet. Die Stange 426 hat eine Länge, die eine Verbindung über die Bohrung ermöglicht. Um den unteren Körper 400 mit positiver Verdrängung mit dem oberen Körper zusammen zu bauen, werden die Kugel und die Fassung zusammen gefügt, wie in 14 gezeigt, und dann wird die Stange 426 in die Bohrung gepreßt und die Gewinde 432 werden mit den Gewinden 67a auf dem Zahnradgehäuse 60 beim Pfeil "M" verschraubt. Die Bohrung umfaßt auch einen Hohlraum 438 geringerer Abmessung und innen von der Aussparung 430. Der Hohlraum 438 ist mit einer Anzahl von Rippen 436 versehen. Diese Rippen 436 wirken mit ergänzend ausgebildeten Rippen auf der Führung 440 zusammen, die an der Stange 426 befestigt und dieser überlagert ist. Die Führung 440 kann auf der Stange mittels eines Anschlages 444 festgesetzt sein, das auf der Stange 426 gehaltert ist. Eine innere Metallringdruckfeder 450 ist auf der Stange 426 zwischen dem Anschlag 444 und der Fassung 420 angeordnet. Eine äußere Metallringdruckfeder 452 ist auf einer gegenüberliegenden Seite der Führung 440 angeordnet und liegt an einer Kante 442 an, die den Hohlraum 438 begrenzt.
  • Die äußere Metallringdruckfeder 452 drückt die Führung 440, zur linken Seite von 12. An die Führung 440 ist eine Hülse 454 integral angeformt, die sich in Richtung eines freien Endes des unteren Körper 400 mit positiver Verdrängung, vom Handgriff entfernt, erstreckt. Diese Hülse 454 ist mit einem Spannfutter 460 des äußeren Metallrings verbunden und die Feder 452 drängt das Spannfutter 460 in die in 12 dargestellte zurückgezogene Position, indem sie eine Kraft in Richtung des Pfeiles "L" erzeugt. Wenn das Spannfutter 460 des äußeren Metallrings in eine Richtung verschoben wird, die dem Pfeil "L" gegenüberliegend ist, öffnet es sich, da es eine Reihe von Schlitzen 462 besitzt und aus elastischem Material mit einem Gedächtnis besteht, das es veranlaßt, sich radial nach außen auseinander zu bewegen. Das Spannfutter 460 des Metallrings wird durch eine äußere Metallringhülse 464, die ein unteres Ende des Bereiches 490 des unteren Körpers bildet und integral mit diesem ausgebildet ist, daran gehindert, sich nach außen zu bewegen.
  • Ähnlich ist ein Spannfutter 470 des inneren Metallrings mit der Bohrung 431 des Bereiches 490 des unteren Körper angeordnet und bei 472 mit der Stange 426 verschraubt. Das Spannfutter 470 des inneren Metallrings ist ebenfalls mit einer Anzahl von Schlitzen 474 versehen, die es dem Spannfutter 470 des inneren Metallrings ermöglichen, sich nach außen zu bewegen, wenn der durch eine innere Metallringhülse 476 aufgewendete Begrenzungsdruck aufgehoben ist, die über einen Teil des Spannfutters 470 des Metallrings greift. Das Spannfutter 470 des inneren Metallrings wird normalerweise durch die inneren Metallringdruckfeder 450, die die Stange 426 entlang der Richtung des Pfeiles "L" drückt, in einer zusammengezogenen Position gehalten. Sowohl die äußere Metallringdruckfeder 452 als auch die innere Metallringdruckfeder 450 haben eine Federvorspannung, die überwunden werden kann, indem man die Kolbentaste 2 betätigt, die im Detail vorstehend beschrieben wurde.
  • Die Stange 426 umfaßt auch einen zentralen Raum 480, der mit einer Ausstoßfeder 482 versehen ist, deren eines Ende durch ein Ende des Raums 480 begrenzt wird und deren anderes Ende über eine Federunterstützung 484 einer Auswerferstange 486 greift, die gleitend verschieblich in einem inneren Hohlraum des Spannfutters 470 des inneren Metallrings angeordnet ist. Der Auswerfer 486 erstreckt sich aus der inneren Bohrung des Spannfutters 470 des inneren Metallrings heraus in einer Weise, die noch zu beschreiben sein wird, nachdem zunächst die entfernbare Spitze beschrieben worden ist.
  • 15 zeigt, daß die Spitze T einen Kolben 502 mit einschließt, der sich innerhalb eines Zylinders 504 hin- und herbewegt. Der Kolben 502 hat ein Ende 506, das mit einem Kegelzapfen 508 eines Zylinderendes so verbunden ist, daß das Kolbenende 506 innerhalb des Kegelzapfens des Zylinderendes 508 gehaltert ist, so daß eine enge Toleranzpassung zur Verfügung steht. Eine Dichtung 512 umgibt das angrenzende Kolbenende 506 des Zylinderendes 508, um eine positive Dichtung zur Verfügung zu stellen, wenn sich der Kolben entlang der Richtung des Doppelpfeiles "A" hin- und herbewegt. Ein oberes Ende des Zylinders 504 schließt einen äußeren Metallringschaft 520 mit ein. Die äußere Abmessung des äußeren Metallringschaftes 520 ist etwas größer als der innere Durchmesser des Spannfutters 460 des äußeren Metallringschaftes im Ruhezustand, damit, sobald das Spannfutter 460 des äußeren Metallringes radial nach außen bewegt wurde und über den äußeren Metallringschaft 520 greift, eine Freigabe des Druckes, der durch den Kolben 2 aufgewendet wird, das Spannfutter 460 des äußeren Metallringschaftes veranlaßt, den Schaft 520 fest zu klemmen. Ähnlich ist das Spannfutter 470 des inneren Metallringschaftes bemessen, um einen inneren Metallringschaft 530 zu greifen, der integral mit dem Kolben 502 ausgebildet ist, so daß eine Betätigung des Kolbens 2 es erlaubt, daß der innere Schaft 530 durch das Spannfutter 470 des inneren Metallringschaftes geklemmt wird. Es sei angemerkt daß der Zylinder 504 in seinem Übergang zum Schaft 520 einen abgesetzten unteren Teil umfaßt und daß der Kolben 502 einen knollenförmigen Bereich 528 hat, der unter dem äußeren Metallringschaft 520 liegt, um einen positiven Anschlag zu bilden. Zwischen dem Knollenteil 528 und dem inneren Metallringschaft 530 ist ein Übergang vorgesehen.
  • Bei Gebrauch und Betrieb von dieser Vorrichtung mit positiven Verdrängung wird die Spitze T befestigt, indem man die Kolbentaste 2 der Pipette 10 derart niederdrückt, daß sie bis zu "einem zweiten Anschlag" läuft, d.h., beide Federn 28, 38 im oberen Körperteil, der vorstehend beschrieben ist, zusammendrückt. Wenn die Kolbentaste 2 derart niedergedrückt worden ist, sind beide Spannfutter 460, 470 geöffnet. Während die Kolbentaste 2 derart niedergedrückt worden ist, wird die Pipette über der Pipettenspitze plaziert, die an einer axialen Bewegung in einer Richtung entgegengesetzt zum Pfeil "L" gehindert wird. Typischerweise wird dieses in einem Gestell durchgeführt wird, das ähnlich demjenigen ist, wie es in 4 gezeigt ist. Die Freigabe der Kolbentaste 2 vor dem Anheben der Pipettenspitze T aus dem Gestell heraus bewirkt, daß sowohl das Spannfutter 470 des inneren Metallringschaftes als auch das Spannfutter 460 des äußeren Metallringschaftes den inneren Schaft 530 beziehungsweise den äußeren Schaft 520 der Spitze ergreifen. Die Spitze T kann jetzt vom Gestell entfernt werden. Es wird bevorzugt, daß der Kolben 2 an diesem Punkt wieder betätigt wird, indem er niederdrückt wird und den Knopf 2 des Pipettenkolbens frei gibt, um sicher zu stellen, daß der Kolben 502 zuverlässig festgehalten wird und damit gewährleistet ist, daß der Schaft und die Metallringe fest zusammengehalten werden. Mit dem Pipettieren kann fortgefahren werden, wie in Bezug auf die 5 bis 8 beschrieben. Es sollte jedoch beachtet werden, daß wegen des direkten Kontaktes zwischen dem Kolben 502 und der Flüssigkeit die aufgenommene Flüssigkeit den Kolben berührt, im Unterschied zur Ausführungsform gemäß den 1 bis 3, wo ein Luftpolster zwischen beiden erzeugt wird. Sobald der Pipettiervorgang durchgeführt worden ist, kann das Ausstoßen gemäß 9 erfolgen, indem die Kolbentaste 2 niedergedrückt wird, um die Federn 28, 38 zusammenzudrücken, so daß sich die Spannbacken 470, 460 des inneren und äußeren Metallringschaftes radial erweitern können, und der Auswerfer 486 drückt den Kolbenschaft 530 aus der Pipette, da die Ausdrückfeder 482 den Auswerfer 486 beaufschlagt.

Claims (9)

  1. Eine Handpipette (10) zur Übertragung von Flüssigkeit, die in Kombination umfaßt: einen Griffbereich (50) mit einer ergonomischen Form, die einem Bereich zur Aufnahme der Handfläche und der Finger entspricht, einschließlich eines zentralen Bereiches mit dem größten Querschnitt der Pipette, einen kombinierten Ein- und Auslaß (90) für die Flüssigkeit, der dem besagten Griffbereich benachbart angeordnet ist, Mittel für das Einbringen und die Abgabe der Flüssigkeit in die Pipette über den besagten Einlaß hinein und aus der Pipette über den besagten Auslaß hinaus, ein Heft (201), das sich von einer Seite des besagten Griffbereiches aus erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffbereich eine im wesentlichen umlaufende gepolsterte Membran aufweist, die sich bis zum Heft der Pipette erstreckt, wobei sich das besagte Heft von der Seite des die Finger aufnehmenden Bereiches aus erstreckt, und daß der die Handfläche aufnehmende Bereich einem knollenförmigen Bereich gegenüberliegend angeordnet ist, der den besagten zentralen Bereich mit dem größten Querschnitt begrenzt, wobei der besagte Griffbereich derart ausgebildet ist, daß er den Gebrauch der Pipette in der weise erzwingt, daß der besagte knollenförmige Bereich von einem Handflächenbereich eines Technikers weg orientiert ist, wobei der besagte knollenförmige Bereich unter den Fingern des Technikers liegt.
  2. Eine Pipette gemäß Anspruch 1, bei der der besagte Griffbereich (50) einen diesem zugrunde liegenden Rahmen aufweist, der wenigstens eine Rippe (255, 260) umfaßt, die sich von diesem erstreckt und die in die besagte gepolsterte Membrane eingebettet ist und diese stützt.
  3. Eine Pipette gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, die weiterhin umfaßt: ein Gehäuse, das den besagten Griffbereich (50) bildet, einen Stempel (2), der auf dem besagten Gehäuse (50) angeordnet ist, einen Kolben (20), der mit dem besagten Stempel verbunden ist, wobei die besagten Stempel und Kolben Mittel für eine lineare Hin- und Herbewegung innerhalb des besagten Gehäuses aufweisen, ein Spitzenelement, das in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem besagten Kolben steht und das an dem besagten Gehäuse lösbar angebracht ist, wobei das besagte Spitzenelement eine Bohrung zur Aufnahme einer exakten Menge an Flüssigkeit aufweist.
  4. Eine Pipette gemäß den Ansprüchen 1 oder 2, bei der das besagte Gehäuse einen oberen Körper mit dem besagten Stempel, einen unterer Körper mit Mitteln zum lösbaren Befestigen an dem besagten oberem Körper aufweist und wobei sich ein Ausstoßelement von dem besagten oberen Körper zu dem besagten unteren Körper zu der besagten Spitze hin erstreckt, um die besagte Spitze zu entfernen.
  5. Eine Pipette gemäß Anspruch 2 oder 3, worin das besagte Spitzenelement eine Anzahl von Kanälen aufweist.
  6. Eine Pipette gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Heft (201), das an einem Ende des Griffbereiches angeordnet ist, wobei das besagte Heft eine gebogene Oberfläche aufweist, die dem besagten Griffbereich zugewandt ist und die es der besagten Pipette erlaubt, so auf einer Hand des Technikers plaziert zu werden, daß der Zeigefinger auf dem besagten Heft plaziert wird.
  7. Eine Pipette gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der eine Stempelkappe (2) an einem Ende des besagten Griffbereiches angeordnet ist, wobei die besagte Stempelkappe eine obere Oberfläche (8) aufweist, die derart geneigt ist, daß die besagte Kappe eine obere Seite und eine untere Seite aufweist, wobei die besagte untere Seite von dem besagtem elastischem Kissen weg orientiert ist, um einen Daumen des Technikers aufzunehmen.
  8. Eine Pipette gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Ausstoßzapfen (239), der an die besagte untere Seite der besagten Kappe grenzt und dem besagten Heft (201) gegenüber liegt, wobei der besagte Zapfen mit dem besagten Ausstoßelement für die Spitze verbunden ist.
  9. Eine Pipette gemäß Anspruch 8, bei der der besagte Ausstoßzapfen (239) an einer Ausstoßplatte (139) angeordnet ist, wobei die besagte Ausstoßplatte länglich und derart gekrümmt ausgebildet ist, daß sie sich an einen gekrümmten Innenbereich des besagten Griffbereiches anpaßt, wobei die besagte Ausstoßplatte eine Ausstoßhülse (151) derart beaufschlagt, daß diese die besagte Spitze ausstößt, wobei die besagte Ausstoßhülse und die Spitze auf einem unteren Teil eines Körpers (90) angeordnet sind, der lösbar mit dem besagten Griffbereich (50) verbunden ist.
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