DE696805C - Mehrkammerige Spundvorrichtung fuer Lagergefaesse - Google Patents

Mehrkammerige Spundvorrichtung fuer Lagergefaesse

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DE696805C
DE696805C DE1937P0074670 DEP0074670D DE696805C DE 696805 C DE696805 C DE 696805C DE 1937P0074670 DE1937P0074670 DE 1937P0074670 DE P0074670 D DEP0074670 D DE P0074670D DE 696805 C DE696805 C DE 696805C
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chamber
gas
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bung
storage vessels
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DE1937P0074670
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Josef Plank
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12LPITCHING OR DEPITCHING MACHINES; CELLAR TOOLS
    • C12L9/00Venting devices for casks, barrels, or the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Mehrkammerige Spundvorrichtung für Lagergefäße Zum Einstellen des Gärdruckes in Nachgärbehältern ist ein mehrkarnmeriger Regulierspund bekannt, der eine zylindrische Form hat und mit einem Flachgewinde in den Gärbehälter, z. B. in ein Lagerfaß für Bier, eingeschraubt wird. Dieser aus Metall gegossene Regulierspund ist durch zwei sich kreuzende Wände in vier Kammern eingeteilt, die durch Kanäle miteinander in Verbindung stehen. Eckfüllungen zwischen diesen Wänden und der hohlzylindrischen Umfangswand umschließen Gaskanäle, in welche das Gas (Kohlensäure) unter dem aufgeschraubten Deckel einströmt und aus denen es über dem Spundboden ausströmt. Vor dem ersten Gaskanal ist ein Gaseinführungskanal vorgeschaltet, in den dicht unterhalb des Einschraubgewindes das im Faß entwickelte Gas ein- und durch eine Wandöffnung unter dein Schraubdeckel in den Gaskanal der ersten Kammer ausströmt. Die in der ersten Kammer rasch aufsteigenden Gasblasen reißen das Wasser bis hoch über dessen Spiegel mit, und das den geplatzten Blasen entströmende Gas wird unter dem Deckel in den Gaskanal der zweiten Wasserkammer hineingedrückt, um auch :aus diesem das Wasser zu verdrängen und schließlich aus dessen Bodenmündung in die zweite Wasserkammer auszuströmen. Derselbe Vorgang wiederholt sich in der dritten und vierten Kammerabteilung. Aus der vierten Kammer tritt das Gas schließlich ins Freie. Dieser Reguliersund hat eine Reihe von Nachteilen. In erster Linie kann er mit Rücksicht auf das Einschrauben in die gewölbte Faßwand nicht so dick ausgeführt werden, -daß mehr als vier Kanal- bzw. Wasserabteile in ihm Platz fänden. In zweiter Linie kann er nicht beliebig lang gemacht werden, weil er sonst am Unterteil der Wand niederer Behälter oder Fässer vor dem Einschrauben anstoßen würde. Macht man ihn aber nur so lang, daß er zur Aufnahme von 6o cm tiefen Wassersäulen geeignet ist, deren Spiegel etwa in Höhe des unteren Gewindeendes liegt, so eignet er sich nur für einen Gasüberdruck -von o,24 Atm. im Behälter oder Faß. Meist muß aber einem größeren Gasüberdruck das Gleichgewicht gehalten werden. Der Widerstand dieses Regulierspundes genügt also den meisten praktischen. Anforderungen nicht. Außerdem arbei ety dieser Regulierspund nicht zuverlässig. B' plötzlich auftretender stürmischer Gaserit-Wicklung im Behälter wird nämlich, wenn die Eintrittsöffnungen zu den Gaskanälen nicht hoch genug über dem Wasserspiegel liegen, von dem in den Kammern stürmisch aufbrausenden Gas Wasser von der ersten in die zweite Kammer usw. mitgerissen, um schließlich aus der ins Freie mündenden Mündung der vierten Kammer auszuspritzen. Der Wasserstand wird dann immer niedriger und der Widerstand entsprechend geringer. Je-. denfalls erfordert dieser Regulierspund eine häufige Überwachung seines Wasserstandes, weil bei zu niederem Wasserstand das Gas viel zu rasch aus dem Behälter entweicht und die Gärung darunter leidet. Einem solchen Mitreißen von Absperrwasser von Kammer zu Kammer könnte man zwar durch entsprechende Erhöhung des über das Faß emporragenden Spundteiles bis auf mindestens So cm vorbeugen. Der Spund würde dann aber etwa 120 cm lang werden, so daß man ihn in das Faß nur in Kellern einschrauben könnte, deren Decke mindestens r5o cm über den vielfach sehr hohen Lagerfässern liegt. In nicht so hohen Kellern ist der Spund nicht verwendbar. Weiterhin bringt dieser Regulierspund die Gefahr des Verstopfens durch aus der Gärflüssigkeit aufschäumende Massen, die sich schon in dem Knie des Einströmkanals festsetzen könnten.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt daher die Ausbildung einer ebenfalls aus hintereinandergeschalteten Kanalkammerabteilen bestehenden Vorrichtung zur Bestimmung des Gärdruckes in Gärbehältern, derart, daß sie für höhere Gasüberdrücke ausreicht, eine selbsttätige Entleerung der Wasserkammern hintanhält und trotzdem so niedrig ist, - daß sie an jeder Faßstirnwand angehängt oder sonstwie im Gärkeller aufgestellt und wegen ihres geringen Gewichtes leicht von Ort zu Ort getragen werden kann.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß in jede Kammer zwischen ihrer Einfüllöffnung und der oberen Gasübertrittsöffnung mindestens ein dachförmiger Prallwiderstand eingebaut ist. Dieser fängt das von den Gasblasen über dem Wasserspiegel hochgerissene Wasser teilweise ab und bringt die Gasblasen zum Platzen; deren Gas, durch den Widerstand etwas behindert, durch die Poren strömen kann. Das hierbei mitgerissene Wasser fließt auf der dachförmigen Oberfläche des Prallwi.derstandes wieder ab und durch vorzugsweise in den Kammerecken angebrachte größere Ablauflöcher in das Absperrwasser zurück. Sollte mitgerissenes Wasser über den tuntersten Prallwiderstand hochspritzen, so 'läßt sich durch Anordnung eines zweiten brallwiderstandes über dem ersten ein Hochspritzen bis zum übertrittSloch sicher hintanhalten. Ein selbsttätiges Entleeren der Wasserkammern wird schon wirksam verhindert, wenn die Kammern nur etwa 16 bis 2o cm über ihren Wasserspiegel emporreichen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung veranschaulicht.
  • Abb. r zeigt dieselbe im lotrechten Schnitt nach A-B der Abb. z -und Abb. 2 im waagerechten Schnitt nach C-D der Abb. r.
  • In einem Blechkasten a mit Boden b und Decke c sind durch eine mittlere Längswand d und drei Querwände facht Wasserkammern r bis 8 abgeteilt. Auf der ersten Wasserkammer sitzt der Einströmstutzen g, auf welchen zweckmäßig ein Gasdruckmesser la aufgeschraubt ist. Unten an diesen Stutzen schließt sich das erste Gasrohr z' an, das dicht über dem Boden b ausmündet. Das zweite Gasrohr 2' greift wie alle folgenden Gasrohre 3' bis 8' mit seinem abgewinkelten oberen Ende in die vorausgehende Wasserkammer zurück. Aus der letzten Wasserkammer 8 entweicht das Gas durch das Ausströmrohr i ins Freie. In Wasserstandshöhe h angeordnete Einfüllöcher m sind durch Schraubstöpsel n abgeschlossen. Erfindungsgemäß ist zwischen den Einfüllöffnungen m und den Gasübertrittsöffnungen o in jeder Kammer mindestens ein dachförmiger Prallwiderstand p angeordnet, dessen Ablauföffnungen q vorzugsweise auf die Kammerecken verteilt sind. Diese Prallwiderstände können aus Siebblech oder Drahtgewebe bestehen. Reicht ein Prallwiderstand zur Hintanhaltung des Mitreißens von Absperrwasser von Kammer zu Kammer nicht aus, so wird in passendem Abstand über der ersten Prallwand p eine zweite Prallwand r mit engeren Durchtrittsöffnungen oder -poren angeordnet.
  • Sind die Schraubstöpsel st z. B. So cm vom Boden b entfernt, die Wassersäulen also So cm tief, so ergibt sich bei den beispielsweise dargestellten acht Wasserkammern eine Gesamttiefe aller Wassersäulen von q. Metern. Diese Gesamtwassersäule hält einem Gasüberdruck von 0,4 Atm. im Gärbehälter das Gleichgewicht. Dazu kommen noch die Widerstände, welche die engen Durchtrittslöcher q oder Durchtrittsporen der Prallwiderstände p und r dem Gasdurchtritt entgegensetzen. Die Vorrichtung hält also praktisch einem Gasüberdruck von über 0,4 Atm. stand. Da dabei die Kastendecke c nur t6 bis 20 cm über den Einfüllöchern m zu liegen braucht, ergibt sich eine Gesamthöhe von nur 66 bis 7o cm und bei der beispielsweise erwähnten Kammerbreite von q. cm eine Gesamtbreite von 16 cm sowie eine Gesamtdicke von 8 cm. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Gesamthöhe um z. B. ro cm verringert werden kann, wenn nur Gasüberdrücken @ von 0,32 Atm. das Gleichgewicht gehalten werden soll. Ein so kleiner Kasten läßt sich leicht tragen und, sofern er nicht an einer Faß- oder Gärbehälterwand aufgehängt werden soll, überall auch in niedrigen Gärkellern aufstellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mebrkammerige Spundvorrichtung für' Lagergefäße, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der Absperrkammern (z bis 8) mindestens ein Prallwiderstand (p) zwischen ihrem den Wasserspiegel bestimmenden Einfülloch (m) und ihrer Decke (c) angeordnet ist und daß beim Einbau eines zweiten Prallwiderstandes (r) die Durchtrittsöffnungen oder -poren des oberen enger als diejenigen des unteren sind.
DE1937P0074670 1937-07-25 1937-07-25 Mehrkammerige Spundvorrichtung fuer Lagergefaesse Expired DE696805C (de)

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