DE69628C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. < - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. <

Info

Publication number
DE69628C
DE69628C DENDAT69628D DE69628DA DE69628C DE 69628 C DE69628 C DE 69628C DE NDAT69628 D DENDAT69628 D DE NDAT69628D DE 69628D A DE69628D A DE 69628DA DE 69628 C DE69628 C DE 69628C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
lever
jaws
workpiece
mandrel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69628D
Other languages
English (en)
Original Assignee
AKTIENGESELLSCHAFT FÜR CARTONNAGEN-INDUSTRIE in Dresden-N
Publication of DE69628C publication Critical patent/DE69628C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C5/00Making tubes or pipes without using mandrels

Landscapes

  • Making Paper Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATEN TA MT\%
Die Erfindung betrifft die Herstellung von solchen Röhren aus dünnem biegsamen Material, Pappe, Leder u. dergl., für die ihres kleinen Durchmessers wegen die bekannten Vorrichtungen, wie Walzwerke, Ziehbänke u. dergl., nicht mehr vorteilhaft verwendbar sind.
Die Herstellung solcher Röhren soll in folgender Weise erfolgen:
Das als Werkstück dienende Pappstück, dessen Abmessungen der gestreckten Wandung der Röhre, vergröfsert um den Ueberblattungsstreifen, auf welchen ein Klebemittel aufgetragen wird, entspricht, wird zwischen zwei Backen α b eingebracht, von denen die eine fest, die andere beweglich oder auch beide beweglich gelagert sind. · Diese Backen sind an ihren einander zugekehrten Stirnseiten mit Rinnen a1 bezw. b1 versehen, von denen die eine rechts, die andere links von einer Rippe a'' bezw. b" flankirt ist. Diesen Rippen stehen in den Stirnwänden der Backen Schlitze a'" bezw. b'" gegenüber, in welche sich die Rippen beim Annähern der Backen einschieben und hierdurch eine seitliche Verschiebung der Backen verhindern. Die Rinnen a1 und b1 entsprechen der beabsichtigten Querschnittsform· der Röhre; sie ergänzen sich zu einem Kreis, wenn die Röhre kreisförmigen, zu einem Oval, zu einer Ellipse, wenn sie ovalen Querschnitt erhalten soll.
Die Lage des Werkstückes beim Beginn der Arbeit zeigt Fig. 1. Wie ersichtlich, haben die Backen einen solchen Abstand von einander, dafs die Kanten des Werkstückes den Rinnengrund a1 bezw. b1 berühren. Nähern sich hierauf die Backen einander, so erleiden die Kanten eine Umbiegung, die bei weiterem Vorrücken der Backen ein Anschmiegen des Werkstückes an die Rinnenflächen und der sie verbindenden Rippenfläche b" herbeiführt. Die kurze Rippe b" dient hierbei den sich krümmenden Enden des Werkstückes als Führung.
Damit die Umbiegung des Werkstückes an beiden Kanten nach der gleichen Seite hin sicher erfolgt, empfiehlt es sich, dem Werkstück vor der Einbringung zwischen die Backen eine schwach concave Form im Sinne der gewünschten Umbiegungsriclitung zu geben.
Je mehr sich die Backen nähern, desto mehr geht das Werkstück in die Röhrenform über und erreicht sie völlig, wenn die Backen zum Schlufs gelangt sind (s. Fig. 3 und die Querschnittsfigur 4).
Es empfiehlt sich, der einen Rinne an der Ueberblattungsstelle eine etwas flache Ausrundung zu erth eilen. Man kann diese beschränken und wohl auch ganz vermeiden, wenn man die Kanten des Werkstückes auf den sich über einander legenden Seiten zuschärft.
Die so erhaltene Vorform wird in die Form der fertigen Röhre unter gleichzeitigem Zusammenkleben der vorher mit einem Klebemittel bestrichenen Kanten des Werkstückes in folgender Weise übergeführt:
In die von den Backen umschlossene Röhre tritt ein Dorn c, Fig. 4 a, ein, dessen schwächerer
Theil c1 genau der Seele der Röhre in ihrer vollendeten Gestalt entspricht. Dieser Dorn bewegt sich abwärts, nimmt die auf ihm sitzende Röhre mit und führt sie in eine unterhalb der Arbeitsbacken α b gelagerte Matrize d, die nach der verlangten Form der Röhre genau kalibrirt ist. Geht der Dorn hierauf wieder hoch, so bleibt die fertige Röhre in der Matrize zurück und wird aus dieser ausgestofsen, sobald der Dorn mit der nächstfolgenden Röhre wieder abwärts geht.
Um die Wiederhochführung der fertigen Röhre beim Aufgang des Domes zu verhüten, kann man am Kopf der Matrize unter Federdruck stehende, vorn keilförmig abgeschrägte Schieber e anbringen, welche, von dem niedergehenden Dorn zurückgedrückt, unmittelbar vor dessen Hubwechsel vorschnellen, so dafs sie sich gegen den Rand der fertigen Röhre legen und diese von dem aufsteigenden Dorn abstreifen.
Die Fig. 5 bis 7 veranschaulichen die sonstigen Einrichtungen einer zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens dienenden Maschine. Vorausgesetzt ist hierbei, dafs mit der nämlichen Maschine das Biegen und das Kalibriren der Röhre geschieht. Die für die letztere Operation — wie beschrieben — erforderliche Auf- und Niederbewegung eines Domes ist benutzt, um die Vorrichtung für die Zuführung des Werkstückes und für die Hin - und Herführung der die Biegearbeit verrichtenden Backen zu bethätigen.
Die Bewegung des Domes erfolgt durch eine Schraubenspindel f, Fig. 5, die ihren wechselnden Antrieb durch ein Reibungswendegetriebe g g g1 erhält. Ein zwei Prismen umfassender Kreuzkopf h dient zur Führung der Schraubenspindel. Das in eine Röhre umzuformende Werkstück wird in einen keilförmigen Trichter i, Fig. 7 und 8, eingeführt, der vor dem Kopf eines um ein Säulchen des Maschinengestelles drehbaren Hebels k befestigt ist. Letzterer ist durch eine Spiralfeder A:1 mit einem festen Punkt am Arbeitstisch t der Maschine verbunden.
Haben die Rundbiegebacken α b die Stellung nach Fig. 1 , so befindet sich der Trichter i mitten über denselben und läfst das Werkstück zwischen sie fallen.
Bewegt sich hierauf der Dorn abwärts, so trifft der Kreuzkopf h auf einen am Hebel k befestigten Finger / und drückt ihn zurück. Der Hebel k mit dem Trichter i gelangt dadurch in die in Fig. 8 punktirt angegebene Lage, in welcher die Aufgabe eines neuen Werkstückes erfolgt. Bewegt sich alsdann der Dorn aufwärts, so wird der Trichter i durch die vorhin angespannte Feder kl in die Lage mitten über den Backen zurückgeführt. Die Hubbewegung des Trichters erfolgt einerseits durch unmittelbaren Anschlag an das Maschinengestell und andererseits durch eine abwärts gerichtete Verlängerung des Fingers /, welche auf den Rand des Arbeitstisches trifft (Fig. 8 und 5).
Die beiden Rundbiegebacken sind seiflich an einem um einen festen Punkt am Arbeitstisch t drehbaren Hebel m befestigt, die eine unwandelbar, die andere mittelst Zapfen in einem Schlitz des Hebels verschiebbar, wobei Federn g die Backen aus einander halten. Fig. 7 zeigt die Backen in derjenigen Stellung, in welcher sie das Werkstück empfangen. Ist dies geschehen, so trifft ein Stift an einer auf dem Arbeitstisch t verschiebbaren Platte η auf den anderen Arm des Hebels m und nöthigt ihn zu einem Ausschlag, welcher die bewegliche Backe in den Bereich des auf dem Arbeitstisch festen Klotzes 0 bringt, der sie gegen die andere Backe hin entsprechend den Fig. 2 und 3 verschiebt. Die Vorbewegung der Platte η vermittelt hierbei eine vom Kreuzkopf h herabhängende Stange p, Fig. 5 und 6, an deren Ende eine Rolle p' angebracht ist, welche beim Niedergang des Kreuzkopfes auf eine in einer Aussparung der Platte η gelagerte Rolle n1 trifft (s. Fig. 6a). Eine Spiralfeder n", die den Hebel m mit einem festen Punkt am Arbeitstisch t verbindet, zieht diesen Hebel und mit ihm die Platte nach geschehenem Hubwechsel des Domes in die Anfangsstellung zurück. Kurz bevor der Kreuzkopf seine höchste Lage erreicht, stöfst ein an ihn angreifender, am Gestell der Maschine angebrachter Hebel q gegen den auf einer vertical beweglichen Steuerstange r angeordneten Ansatz r1, Fig. 5 und 6, und ertheilt ihr eine kleine Aufwärtsbewegung, welche sich vermittelst des Winkelhebels s in eine den Hubwechsel herbeiführende Verschiebung der Antriebswelle ic umsetzt. Bei der Bewegung des Winkelhebels s spannt sich die ihn mit einem festen Punkt am Gestell verbindende Spiralfeder v. In der angehobenen Lage wird die Steuerstange r durch eine Falle w mit Spiralfeder η>λ verriegelt, deren hakenförmiges Ende über einen an den Fufs der Steuerstange mittelst Scharniers angeschlossenen Handhebel χ greift. Ist der Hubwechsel erfolgt und nähert sich der Kreuzkopf seiner tiefsten Lage, so geschieht die Auslösung des Hebels χ durch eine am Kreuzkopf befestigte Rolle y, die auf die Falle w trifft und sie zurückdrückt. Die vorher gespannte Feder λ> zieht alsdann den Winkelhebel s und mit ihm die Antriebswelle u und die Steuerstange r in die frühere Lage zurück. Der Handgriff am Hebel χ und der mit der Falle w verbundene Fufstritt \ gestatten, den Hubwechsel auch von Hand zu regeln.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Die Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. in der Weise, dafs ein der gestreckten Wandung der Röhre entsprechendes Werkstück von zwei einander sich nähernden Backen (a b) mit zur Mantelfläche der Röhre sich ergänzenden Rinnen (a1 bl), begrenzt von ebenen, in Schlitzen (aw b'"J geführten Rippen (a" b"), durch Umbiegen in eine Röhre umgestaltet wird, welche von einem zwischen die geschlossenen Backen eintretenden Dorn (cc1) in eine der genauen Form der Röhre entsprechende Matrize (d) eingeführt wird, aus welcher die fertige, beim Hochgang des Domes durch vorspringende Keilschieber (e) zurückgehaltene Röhre von der nächstfolgenden, durch den abermals niedergehenden Dorn mitgenommenen Röhre ausgestofsen wird.
  2. 2. Eine zur Ausführung des unter i. beschriebenen Verfahrens dienende Maschine, bei welcher
    a) die Rundbiegebacken (a b) an einem um einen festen Punkt drehbaren Hebel fm), die eine (a) fest, die andere (b) verschiebbar, befestigt sind, welch letztere bei dem vom Kreuzkopf (h) aus mittelst Stange (pp1) und Schieber (n) bewirkten Ausschlag des Hebels (m) durch Auftreffen auf den festen Klotz (o) gegen die andere Backe vorgeschoben wird;
    b) der zum Einführen des Werkstückes zwischen die Rundbiegebacken dienende Trichter (i) auf einem drehbaren Arm (k) befestigt ist und durch das Auftreffen des Kreuzkopfes (h) auf den gleichfalls an k befestigten gebogenen Finger (I) in eine zur Aufnahme des Werkstückes geeignete Lage gebracht wird;
    c) der Gang der für die Abwärts- bezw. Aufwärtsbewegung des Domes dienenden Antriebsvorrichtung, bestehend aus dem Wendegetriebe (g g g1), der Welle (u) mit Winkelhebel (s) und der Spindel (f) mit Kreuzkopf (h), dadurch selbsttätig geregelt wird, dafs ein von h mitgenommener Hebel (q) die Steuerstange (r r1) verschiebt und hierdurch einen Haken (n>) in den an r angelenkten Handhebel (x) einklinken läfst, welche Einklinkung durch späteres Auflaufen der vom Kreuzkopf geführten Druckrolle (y) auf die schräge Stirnfläche von n> aufgehoben wird, worauf die Rückbewegung von r durch die bei der Vorbewegung angespannte, an den Winkelhebel (s) angreifende Feder (v) erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT69628D Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. < Expired - Lifetime DE69628C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE69628C true DE69628C (de)

Family

ID=343077

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT69628D Expired - Lifetime DE69628C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. <

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE69628C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69628C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Röhren aus Pappe, Leder u. dergl. &lt;
DE464004C (de) Vorrichtung zum Richten gebogener Naegel
EP0027106A1 (de) Einrichtung zum automatischen Zuführen von Stabmaterial zu einer Biegemaschine für Betonbewehrungsbügel
DE963290C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kaltverwinden von Profilstaehlen
DE45700C (de) Maschine zum Formen von Nagelköpfen
DE82392C (de)
DE284081C (de)
AT120629B (de) Heftapparat zur Herstellung von Klammern aus endlosem Draht.
DE263450C (de)
DE113623C (de)
DE152040C (de)
DE1259822B (de) Walzenrichtvorrichtung fuer einem Stanzautomat zugefuehrte Blechstreifen
DE272179C (de)
DE201255C (de)
DE748860C (de) Gegenhalter zum Nieten duennwandiger Bauteile, insbesondere Hohlkoerper
DE210330C (de)
DE256712C (de)
DE274440C (de)
DE512596C (de) Maschine zur Herstellung von Schachteln
DE680229C (de) Vorrichtung zum Vorschub stangenfoermigen Werkstoffes fuer Werkzeugmaschinen, insbesondere selbsttaetige oder halbselbsttaetige Drehbaenke
DE1301C (de) Zuführungsvorrichtung an Drahtstiftmaschinen
DE521860C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Polsternaegeln mit zweiteiligem Schaft
DE173760C (de)
DE167666C (de)
DE371680C (de) Maschine zur Herstellung von gekruemmten Riegeln fuer Befestigungsringe von Uhrketten u. dgl. aus auf einer Seite abgeflachtem, fortlaufendem Metalldraht