DE69622263T2 - Vorrichtung und verfahren zum trennen von fremden gegenständen aus einer münzmenge - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum trennen von fremden gegenständen aus einer münzmenge

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DE69622263T2
DE69622263T2 DE69622263T DE69622263T DE69622263T2 DE 69622263 T2 DE69622263 T2 DE 69622263T2 DE 69622263 T DE69622263 T DE 69622263T DE 69622263 T DE69622263 T DE 69622263T DE 69622263 T2 DE69622263 T2 DE 69622263T2
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    • G—PHYSICS
    • G07—CHECKING-DEVICES
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Description

    Bereich der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Trennen von fremden Gegenständen aus einer Münzenmenge zwischen einem Münzeneinlaß und einer Münzenhebevorrichtung in einer Münzensortier- und/oder Zählmaschine.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • Derzeit sind eine Mehrzahl von Vorrichtungen zum Sortieren und/oder Zählen von Münzen bekannt. Derartige Vorrichtung oder Maschinen umfassen normalerweise einen Münzeneinlaß und eine Münzenhebevorrichtung (wie beispielsweise einen Trichter, wobei der Münzeneinlaß zur Aufnahme einer zugeführten Münzenmenge und zum Transport dieser Münzenmenge zur Münzenhebevorrichtung vorgesehen ist, welche die in der Menge vorhandenen Münzen ordnet, beispielsweise sequentiell, so daß die Münzen nacheinander mit einer geeigneten Geschwindigkeit nachfolgenden Sortier- und/oder Zählprozessen zugeführt werden können.
  • Eine derartige Sortiervorrichtung ist in der US-A-5 163 868 offenbart.
  • Die US-A-2 646 805 bezieht sich auf eine Gegenstandsortiervorrichtung mit einer im wesentlichen konischen Trommel, die drehbar auf einer geneigten Achse gehalten ist. Die Trommel ist perforiert und umfaßt einen im wesentlichen spiralförmigen Querschnitt und ein Ablenkblech, das zwischen nebeneinander liegenden Bereichen angeordnet ist. Das Ablenkblech windet sich schraubenförmig um die Achse, so daß die Gegenstände bei der Drehung der Trommel in einer Richtung zum einen Endes der Trommel transportiert werden. Eine ähnliche Vorrichtung ist in der US-A-3 196 887 offenbart.
  • Derzeit werden solche Münzensortiermaschinen und Münzenzählmaschinen, die im Rahmen der Selbstbedienung vom Kunden selbst bedient werden sollen, mit zunehmender Häufigkeit eingesetzt. Derartige Selbstbedienungs-Münzenhandhabungsmaschinen können beispielsweise in Bankfilialen aufgestellt werden, wo sie von Kunden benutzt werden, die eine Münzenmenge umtauschen oder einzahlen wollen. Beispielsweise will ein Kaufmann seine Tageseinnahmen oder eine Privatperson sein Erspartes einzahlen. Der besagte Kunde füllt die Münzenmenge in einen Münzeneinlaß, woraufhin die Münzenhandhabungsmaschine die aufgenommenen Münzen sortiert und zählt und den empfangenen Betrag beispielsweise mittels eines schriftlichen Belegs quittiert, auf dem der gezählte Betrag aufgeführt ist.
  • Ein Problem, das die Erfinder der vorliegenden Erfindung bei solchen Selbstbedienungs-Münzenhandhabungsmaschinen der zuvor beschriebenen Art festgestellt haben, besteht in dem Schaden oder der verminderten Leistung infolge von Fremdkörpern. Bereits bekannte Münzenhandhabungsmaschinen weisen normalerweise eine Trennfunktion auf, mittels derer jede Münze, die beispielsweise aufgrund einer falschen Währung, einer Deformation der Münze oder dergleichen nicht akzeptiert wird, von den restlichen Münzen getrennt und dem Kunden zurückgegeben oder alternativ von der Maschine konfisziert wird. Ein größeres Problem entsteht dann, wenn die Münzenmenge Fremdkörper enthält, die sich aufgrund ihrer Form, Größe oder dergleichen stark von den von der Maschine handhabbaren Münzen unterscheiden. Beispiele für solche Fremdkörper können Büroklammern, Sicherheitsnadeln, Schrauben, Muttern, Haarnadeln, Flusen aus der Hosentasche, etc. sein. Wenn derartige Fremdkörper einer Münzenhandhabungsmaschine zugeführt werden, ist die Gefahr nicht zu verneinen, daß die mechanischen oder elektrischen Bauteile in der Maschine beschädigt werden.
  • Ferner entstehen weitere Probleme, wenn die von dem Kunden in den Münzeneinlaß gefüllte Münzenmenge ein solch großes Volumen aufweist oder mit einer so hohen Geschwindigkeit zugeführt wird, daß die Münzenhandhabungsmaschine die Münzenmenge nicht mehr verarbeiten kann und infolge dessen überfüllt.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß der Erfindung wurde eine Vorrichtung und ein Verfahren entwickelt, um die zuvor beschriebenen Probleme zu lösen oder zumindest zu verringern, wenn einer Münzenhandhabungsmaschine seitens des Kunden eine Münzenmenge mit unpassenden Inhalten oder mit einem nicht geeigneten Volumen zugeführt wird.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst, indem eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Trennen von fremden Gegenständen aus einer Münzenmenge zwischen einem Münzeneinlaß und einer Münzenhebevorrichtung in einer Münzensortier- und/oder Zählmaschine geschaffen wird, welche die Merkmale des kennzeichnenden Teils der beigefügten Ansprüche aufweisen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird im folgenden genauer unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, worin Fig. 1 eine teilweise gebrochene Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist;
  • Fig. 2 ist eine teilweise explodierte, perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1;
  • Figuren beispielhafte alternative Ausführungsformen 3 und 4 eines in der Vorrichtung verwendeten Einsatzelementes sind;
  • Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung gemäß einer alternativen Ausführungsform gemäß der Erfindung ist;
  • Fig. 6 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 5 ist; und
  • Fig. 7 eine perspektivische Explosionsansicht der Vorrichtung gemäß der Fig. 5 und 6 ist.
  • Genaue Beschreibung der Erfindung
  • Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben.
  • Die Vorrichtung umfaßt einen Münzeneinlaß 10, Aufhängungsmittel 11, 12, eine Trommel 13 mit Perforationen 14, eine Antriebsvorrichtung 15 mit einem dazu gehörenden Antriebsband 16, einen Sammelbehälter 17 und einen Trommeleinsatz 18. Die Vorrichtung kann mit Hilfe der Aufhängungsmittel 11, 12 zwischen dem Münzeneinlaß und einer Münzenhebevorrichtung in einer Münzensortier- und/oder Zählmaschine angeordnet werden. Die Trommel 13 ist an ihren beiden Enden offen, ist an ihrem ersten Ende mit dem Münzeneinlaß 10 verbunden, der wiederum mit dem Münzeneinlaß in der Münzensortier- und/oder Zählmaschine verbunden ist, und an ihrem zweiten Ende mit der in der Maschine angeordneten Münzenhebevorrichtung verbunden. Die Trommel 13, die einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist, besteht vorzugsweise aus Metall oder Kunststoffe und ist gemäß der bevorzugten Ausführungsform horizontal angeordnet, wobei alternativ auch eine Anordnung mit einer gewissen Aufwärts- oder Abwärtsneigung möglich ist.
  • Ein Einsatz 18 ist innerhalb der Trommel 13 positioniert, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. In der Explosionsansicht gemäß Fig. 2 ist der Einsatz 18 aus Gründen der Klarheit gesondert von der Trommel 13 dargestellt. Im wesentlichen weist der Einsatz 18 die Form einer sogenannten Archimedes-Schraube auf, die allgemein als eine Reihe von miteinander verbundenen und im wesentlichen kreisförmigen Scheiben beschrieben werden kann, wobei jede dieser Scheiben entlang des Hauptbereiches ihres Durchmessers eingeschnitten ist, so daß ein kleinerer Bereich jedes kreisförmigen Durchmessers keinen Einschnitt aufweist, um auf diese Weise die beiden Kreishälften zusammenzuhalten.
  • Gemäß Fig. 2 ist eine der beiden Kreishälften vertikal angeordnet (d. h. in radialer Richtung der Trommel 13 angeordnet), während die zweite Kreishälfte in einem bestimmten Winkel hinsichtlich der ersten Kreishälfte positioniert ist. Jede vertikale Kreishälfte ist an ihrem ersten Ende mit der nachfolgenden geneigten Kreishälfte und an ihrem zweiten Ende mit der vorhergehenden geneigten Kreishälfte verbunden. Das gleiche gilt für die geneigten Kreishälften hinsichtlich der vertikalen Kreishälften, natürlich mit Ausnahme der äußeren Kreishälften an den entsprechenden Enden des Einsatzes 18. Abhängig von dem weiter unten beschriebenen Abstand zwischen zwei vertikalen Kreishälften weist die geneigte Hälfte entsprechend eine im wesentlichen kreisrunde Form (bei einem kurzen Abstand) oder eine elliptische Form (bei einem großen Abstand) auf.
  • Vorzugsweise umfaßt der Einsatz 18 eine relativ dünne Metallplatte, wobei der Einsatz beispielsweise mittels Löten oder Schweißen fest an der Innenseite der Trommel 13 gehalten ist.
  • Aufgrund der zuvor beschriebenen Anordnung werden durch den Einsatz 18 eine Anzahl von Zellen oder Segmenten gebildet, wobei jedes Segment zwei vertikale Kreishälften und eine dazwischen angeordnete geneigte Hälfte aufweist (oder zwei geneigte Hälften und eine dazwischen angeordnete vertikale Hälfte). Auf diese Weise wird dank der durch den Einsatz 18 durchgeführten schraubenförmigen Bewegung beim Drehen der Trommel 13 eine durch den Münzeneinlaß 10 eingebrachte Münzenmenge durch die Trommel 13 transportiert. Allerdings wird während der Hälfte der Drehung der Trommel 13 und des Einsatzes 18 die Münzenmenge "auf der Stelle" gewendet (d. h., daß sich die Münzen im wesentlichen nicht in Transportrichtung bewegen), da eine der Kreishälften vertikal angeordnet ist und somit die Münzenmenge blockiert. Aufgrund dieser Tatsache können sich Fremdkörper, insbesondere längliche Objekte, besser in einer Richtung anordnen, in der sie durch die Perforationen 14 der Trommel 13 ausgesondert werden können, d. h. in radialer Richtung hinsichtlich der Trommel, wobei dieser Vorgang im folgenden genauer beschrieben wird.
  • Die Anzahl von Segmenten ist aus unterschiedlichen Gründen wichtig. Je mehr Segmente ein Einsetzelement einer bestimmten Länge trennen desto besser werden Fremdkörper ausgesondert, da diese Objekte häufiger umgewälzt werden und folglich die Wahrscheinlichkeit einer Trennung höher ist. Andererseits wird die Transportgeschwindigkeit in axialer Trommelrichtung reduziert, wenn die Anzahl von Segmenten erhöht wird. Ferner sollte der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden vertikalen Kreishälften geringfügig größer als der Durchmesser der größten Münze sein, die in dem vorliegenden Münzensystem verwendet wird, um die Gefahr eines Verklemmens einer solchen Münze zu vermeiden. Versuche zeigten, daß ein Abstand von 45 mm zwischen zwei vertikalen Kreishälften in Kombination mit vier Segmenten gemäß Fig. 2 eine sehr hohe Trennungswahrscheinlichkeit bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schafft, ohne die Transportgeschwindigkeit auf ein unerwünscht geringes Maß zu reduzieren.
  • Fig. 3 zeigt einen alternativen Aufbau 19 des Einsatzes. Der einzige Unterschied zum zuvor beschriebenen Einsatz 18 besteht im wesentlichen darin, daß beide Kreis- oder Ellipsenhälften in gleicher Weise hinsichtlich der radialen Richtung der Trommel geneigt sind. Ein derartiger Aufbau schafft einen sanfteren Übergang, da die Münzenmenge nun während der gesamten Umdrehung der Trommel vorwärts transportiert wird. Andererseits wird die bei der vorhergehenden Ausführungsform periodisch erzeugte Umwälzwirkung um ein bestimmtes Maß reduziert, so daß die erste Ausführungsform 18 derzeit als der am besten geeignete Aufbau angesehen wird, der bei der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, was auch in Bezug auf die Herstellung zutreffend ist.
  • In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform 20 des Einsatzes dargestellt. Der Einsatz ist hier schraubenförmig aus einem draht- oder streifenförmigen Element aus beispielsweise Metall ausgebildet. Jedoch entspricht die Wirkungsweise im wesentlichen der Alternative 19 gemäß Fig. 3.
  • Der Einsatz 18 gemäß Fig. 2 sowie der Einsatz 19 gemäß Fig. 3 können feine Perforationen aufweisen, um ein Haften nasser Münzen oder von Fremdkörpern an den Oberflächen des Einsetzelementes aufgrund von Kapillarkräften zu vermeiden.
  • Vorzugsweise sind die Trommelperforationen 14 als runde Löcher ausgebildet, deren Durchmesser geringfügig kleiner als der Durchmesser der kleinsten Münze ist, die in der vorliegenden Maschine verwendet werden kann.
  • Als Antriebsvorrichtung 15 wird vorzugsweise ein einfacher, bereits bekannter Elektromotor verwendet, der die Trommel über das Antriebsband 16 um ihre Längsachse drehen kann. Die Antriebsvorrichtung 15 reagiert auf ein Steuersignal, um die Drehgeschwindigkeit der Trommel einzustellen.
  • Im folgenden wird der Betrieb und die Funktionsweise der Vorrichtung gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
  • Eine Münzenmenge, die unsortiert sein und Fremdkörper aufweisen kann, wird durch einen Kunden in einen Münzeneinlaß einer Maschine zum Sortieren und/oder zum Zählen der Münzen einer Münzenmenge eingebracht. Der Münzeneinlaß ist mit dem Einlaß 10 verbunden, so daß die Münzenmenge über den Einlaß 10 der Trommel 13 zugeführt wird. Durch die Drehung der Trommel 13 mit Hilfe der Antriebsvorrichtung 15 wird die Münzenmenge auf eine nachfolgend beschriebene Weise von dem Münzeneinlaß zur Münzenhebevorrichtung durch die Trommel transportiert, wobei die Münzenhebevorrichtung die Münzen anschließend einem sich anschließenden Sortierungs- und Zählvorgang zuführt. Alle in der Münzenmenge vorhandenen Fremdkörper werden während des Transports in der Trommel durch die Trommelperforationen 14 getrennt und in einem Sammelbehälter 17 gesammelt.
  • Fremdkörper mit einer länglichen Form, wie beispielsweise Büroklammern, Haarnadeln, Schrauben etc., die eine Länge aufweisen, die größer als der Durchmesser der Perforationen ist, müssen hinsichtlich des Querschnitts der Trommel in radialer Richtung ausgerichtet werden, so daß sie durch die Perforationen fallen können, weshalb der Einsatz 18 den zuvor beschriebenen Aufbau hat. Zusammen mit der Drehung der Trommel wird die transportierte Münzenmenge einer Umwälzbewegung ausgesetzt. Auf diese Weise wird die Ausrichtung der länglichen Fremdkörper in der Münzenmenge zusammen mit derjenigen der restlichen Fremdkörper dank der Umwälzbewegung während des Transports durch die Trommel fortlaufend geändert. Früher oder später nimmt ein derartiger länglicher Fremdkörper eine radiale Position hinsichtlich des Querschnitts der Trommel ein und fällt somit durch die am nächsten gelegene Perforation 14. "Gültige" Münzen, die von der Münzenzähl- und Sortiermaschine akzeptiert werden, können nicht durch die Perforationen heraus gefiltert werden, da der Durchmesser dieser Münzen größer als der gewählte Durchmesser der Perforationen ist.
  • Eine wichtige Rolle beim Aufbau der Vorrichtung gemäß der Erfindung spielt die Länge der Trommel 13. Genauer gesagt bleibt, wenn die Trommel zu kurz ist, nicht ausreichend Zeit, um alle Fremdkörper während des Transports durch die Trommel auszusondern. Andererseits sollte die Trommel nicht übermäßig lang sein, da die Vorrichtung vorzugsweise in eine Münzenzähl- und Sortiermaschine passen sollte.
  • Auch ist der Durchmesser der Perforationen wichtig, wie zuvor beschrieben, ebenso wie die Drehgeschwindigkeit der Trommel.
  • Ein geeigneter Perforationsdurchmesser liegt bei der bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung zwischen 13 und 16 mm, obwohl auch andere Abmessungen verwendet werden können.
  • Eine alternative Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 7 beschrieben.
  • Ähnlich der zuvor beschriebenen Vorrichtung umfaßt die Vorrichtung einen Münzeneinlaß 30, Aufhängungsmittel 31, 32, eine Trommel 33 mit Perforationen 34 und eine Antriebsvorrichtung 35. Selbst wenn diese Ausführungsform im Vergleich zur zuvor beschriebenen, bevorzugten Ausführungsform einen unterschiedlichen Aufbau aufweist, haben die oben genannten Bauteile gemäß der Fig. 5 bis 7 im wesentlichen die gleiche Funktion wie die entsprechenden Bauteile gemäß der Fig. 1 bis 4, weshalb diese Bauteile nicht erneut beschrieben werden.
  • Ein Unterschied liegt jedoch darin, daß die Trommel 33 nun aus nachfolgend beschriebenen Gründen abwärts in Richtung der Münzenhebevorrichtung geneigt angeordnet ist.
  • In Fig. 6 bezeichnet die Bezugsziffer 39 den Trommelwinkel hinsichtlich der horizontalen Ebene.
  • Eine Anzahl von Trägerschienen 38 sind an der Innenwand der Trommel 33 im wesentlichen in axialer Richtung der Trommel befestigt. Diese Schienen, die vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff hergestellt sind, sind vorzugsweise mit einem bestimmten Versatz in axialer Richtung der Trommel zueinander angeordnet und am Ende in einem stumpfen Winkel gebogen, so daß das Ende von dem Münzeneinlaß weg weist. Ein vorgeschlagener Aufbau der Trägerschienen 38 ist genauer in Fig. 7 dargestellt.
  • Folglich wurde der zuvor beschriebene Einsatz 18; 19; 20 durch die Trägerschienen 38 ersetzt, wobei der Vorteil dieses Aufbaus darin besteht, daß die Schienen sehr preiswert hergestellt werden können. Die Aufgabe der Schienen besteht darin, die Münzenmenge einer Wälzkraft auszusetzen, wenn die Trommel 33 gedreht wird, und zum Transport der Münzenmenge durch die Trommel beizutragen. Dank der Abwärtsneigung der Trommel wird der oben beschriebene Transport der Münzenmenge vereinfacht. Um zu verhindern, daß sich längliche Fremdkörper durch die gesamte Trommel 33 bewegen, ohne ausgesondert zu werden, sind die zuvor beschriebenen Schienen 38 am entfernten Ende, das in Richtung der Münzenhebevorrichtung weist, gebogen, wodurch die Fremdkörper in eine Richtung gelenkt werden, in der sie mit Hilfe der Perforationen 34 ausgesondert werden können.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform weist die Innenwand der Trommel zusätzlich eine Anzahl von nicht in den Figuren dargestellten Elementen auf, die als Stifte oder Kanten ausgebildet sind, die im wesentlichen in einer radialen Richtung vorstehen. Diese Elemente unterstützen ebenfalls eine Ausrichtung der länglichen Fremdkörper im wesentlichen senkrecht zur axialen Richtung der Trommel, wodurch ein Trennen durch die Perforationen vereinfacht wird.
  • Ein wichtiger Parameter der Ausführungsform ist die Trommelneigung oder der Winkel 39 hinsichtlich der horizontalen Ebene. Wenn die Neigung zu steil ist, wird die Münzenmenge zu schnell durch die Trommel transportiert, so daß nicht alle Fremdkörper ausgesondert werden können. Wenn die Neigung zu gering ist, entstehen Probleme beim Transport der Münzen. In der Praxis hat sich eine Neigung von etwa 10 bis 15 Grad als geeignet erwiesen.
  • Die Antriebsvorrichtung 13; 35 gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen reagiert auf ein externes Steuersignal zum Einstellen der Drehgeschwindigkeit der Trommel. Vorzugsweise wird dieses externe Steuersignal durch einen Sensor in der Münzenhebevorrichtung erzeugt, wobei das Steuersignal einen nominalen Wert hat, wenn der Münzenstrom in die Münzenhebevorrichtung - oder alternativ der Münzenspiegel in der Vorrichtung - innerhalb der Grenzen einer ordnungsgemäßen Handhabung der Münzen in der Münzenhebevorrichtung und in den nachfolgenden Sortier- und Zählprozessen liegt. Als Anwort auf diesen nominalen Wert des Steuersignals treibt die Antriebsvorrichtung die Trommel mit einer vorbestimmten Drehgeschwindigkeit an, wobei eine bestimmte Geschwindigkeit des Münzenstroms erzielt wird. Wenn der Münzenstrom ein derartiges, zuvor bestimmtes Niveau erreicht, bei dem die Münzenhebevorrichtung oder irgendein nachfolgender Sortier- oder Zählprozeß die zugeführten Münzen nicht mehr ordnungsgemäß handhaben kann, sondern zu überfüllen droht, so wird dem Steuersignal ein anderer Wert gegeben, woraufhin die Antriebsvorrichtung das geänderte Steuersignal erfaßt und die Drehgeschwindigkeit der Trommel herabsetzt. Folglich nimmt die Geschwindigkeit des Münzenstroms ab, so daß die Münzenhebevorrichtung den Überschuß an Münzen in der Münzenhebevorrichtung handhaben kann. Sobald das Münzenniveau in der Münzenhebevorrichtung unter ein vorbestimmtes Niveau fällt, erhält das Steuersignal wieder seinen nominalen Wert, woraufhin die Trommel zu ihrer normalen Drehgeschwindigkeit zurückkehrt.
  • Alternativ kann ein Sensor zum Messen der Trommelgeschwindigkeit vorgesehen werden. Dieser Sensor ist mit einer Steuereinheit wirkverbunden, welche die derzeitige von dem Detektor erfaßte Geschwindigkeit anzeigt, wodurch ein überfüllter oder dicht gepackter Zustand erfaßt wird, da die Geschwindigkeit dann unter einen vorbestimmten Wert fällt. Wenn dies der Fall ist, wird ein Steuersignal an die Antriebsvorrichtung 15; 35 ausgegeben, um die Drehgeschwindigkeit ähnlich wie zuvor beschrieben einzustellen.
  • Folglich verhindert die Vorrichtung gemäß der Erfindung ein Überfüllen oder den Einsatz eines Pufferbehälters. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die zuvor beschriebene Herabsetzung der Drehgeschwindigkeit auch in mehreren Schritten durchgeführt werden, wobei das Steuersignal eine entsprechende Anzahl von Werten erhalten kann. Ferner kann die Drehgeschwindigkeit auch auf den Wert null, bei dem sich die Trommel nicht bewegt, oder auf einen negativen Wert herabgesetzt werden, bei dem sich die Trommel im Vergleich zur normalen Drehrichtung in entgegengesetzter Richtung bewegt. Auf diese Weise sollen insbesondere solche Situationen vermieden werden, in denen sich längliche Objekte innerhalb der Trommel verklemmen, wodurch der Münzenstrom blockiert wird.

Claims (14)

1. Vorrichtung zum Trennen von fremden Gegenständen aus einer Münzenmenge zwischen einem Münzeneinlaß und einer Münzenhebevorrichtung in einer Münzensortier- und/oder Zählmaschine, wobei die Vorrichtung umfaßt:
eine perforierte Trommel (13; 33), die drehbar um eine Längsachse angeordnet ist, an ihren entsprechenden Enden offen ist und an ihrem ersten Ende mit dem Münzeneinlaß und an ihrem zweiten Ende mit der Münzenhebevorrichtung verbunden ist;
und einer Antriebsvorrichtung (15, 16; 35) zum Drehen der Trommel,
gekennzeichnet, durch
einen Trommeleinsatz (18; 38), der innerhalb der Trommel befestigt ist und einen ersten Bereich, der zum Bewegen der Münzenmenge im wesentlichen in Längsrichtung der Trommel zum zweiten Ende vorgesehen ist, und einen zweiten Bereich, der zum Bewegen der fremden Gegenstände in einer radialen Richtung der Trommel vorgesehen ist, so daß die Fremdkörper durch die Perforation der Trommel austreten können, aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin der erste Bereich des Trommeleinsatzes (18; 38) wenigstens ein erstes im wesentlichen halbkreis- oder halbellipsenförmiges, flaches Element aufweist, und worin der zweite Bereich des Trommeleinsatzes wenigstens ein zweites, im wesentlichen halbkreis- oder halbellipsenförmiges, flachse Element umfaßt, wobei das erste und das zweite Element in einem Winkel miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, worin der Trommeleinsatz (18; 19; 20) wendelförmig an der Innenwand der Trommel (13) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, worin sich der Trommeleinsatz (18; 19) durch einen Großteil der Trommel (13) entlang ihrer Längsachse erstreckt, wobei der Trommeleinsatz (18; 19) zusammen mit der Trommel (13) eine Archimedes-Schraube bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, worin der Trommeleinsatz (20) streifen- oder drahtförmig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, worin der Trommeleinsatz wenigstens eine längliche Tragschiene (38), die an der Innenfläche der Trommel (33) ausgebildet ist, umfaßt, wobei die Schiene einen ersten Abschnitt, der parallel zur Längsrichtung der Trommel angeordnet ist, und einen zweiten Abschnitt, der in einem stumpfen Winkel hinsichtlich des ersten Bereiches der Trägerschiene angeordnet ist, umfaßt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, worin die Trägerschiene (38) an einem Ende in einem stumpfen Winkel gebogen ist und von dem Münzeneinlaß weg weist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, worin der Trommeleinsatz eine Mehrzahl von Führungsschienen (38) umfaßt, die in Längsrichtung der Trommel (33) zueinander versetzt angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner eine Anzahl von im wesentlichen radial vorstehenden Stiften oder Kanten aufweist, die an der Innenwand der Trommel (13; 33) ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Trommel (13; 33) in einem Winkel zur horizontalen Ebene schräg abwärts in Richtung der Münzenhebevorrichtung angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Trommel (13; 33) einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Trommel (13; 33) einen im wesentlichen polygonalen Querschnitt aufweist.
13. Verfahren zum Trennen von Fremdkörpern von einer Münzenmenge in einer Münzensortier- und/oder Zählmaschine, das durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
Vorsehen einer Trommel (13; 33) mit einem ersten offenen Ende, einem zweiten offenen Ende und einer Mehrzahl von Perforationen (14);
Anordnen der Trommel zwischen einem Münzeneinlaß und einer Münzenhebevorrichtung in der Münzensortier- und/oder Zählmaschine, so daß das erste offene Ende der Trommel mit dem Münzeneinlaß und das zweite offene Ende mit der Münzenhebevorrichtung verbunden ist;
Vorsehen eines Trommeleinsatzes (18; 19; 20; 38), der an der Innenfläche der Trommel befestigt ist;
Aufnahme der Münzenmenge zusammen mit den fremden Gegenständen am ersten offenen Ende der Trommel;
Drehen der Trommel um ihre Längsachse;
Transport der Münzenmenge nach und nach in Richtung des zweiten offenen Endes der Trommel;
Ausüben einer durch Rotation der Trommel sowie durch den Trommeleinlaß erzeugten Trommelkraft auf die Münzenmenge und die fremden Gegenstände, wobei die fremden Gegenstände durch die Perforationen der Trommel ausgesondert werden; und
Aufnahme der Münzenmenge an dem zweiten offenen Ende der Trommel.
14. Verfahren nach Anspruch 13, das die folgenden weiteren Schritte aufweist:
Erheben von Informationen über die Menge der Münzen in der Münzenhebevorrichtung, die an dem zweiten offenen Ende der Trommel (13; 33) angeordnet ist, und/oder von Informationen über die Drehgeschwindigkeit der Trommel, und
Steuern der Drehgeschwindigkeit der Trommel und/oder der Drehrichtung der Trommel entsprechend dieser Informationen.
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