DE694340C - Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln

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DE694340C
DE694340C DE1937P0075740 DEP0075740D DE694340C DE 694340 C DE694340 C DE 694340C DE 1937P0075740 DE1937P0075740 DE 1937P0075740 DE P0075740 D DEP0075740 D DE P0075740D DE 694340 C DE694340 C DE 694340C
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DE
Germany
Prior art keywords
polyvinyl alcohol
coating
food
water
solution
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Expired
Application number
DE1937P0075740
Other languages
English (en)
Inventor
William Hale Charch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
R & H Chemicals Department
EIDP Inc
Original Assignee
R & H Chemicals Department
EI Du Pont de Nemours and Co
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Publication date
Application filed by R & H Chemicals Department, EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical R & H Chemicals Department
Application granted granted Critical
Publication of DE694340C publication Critical patent/DE694340C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23PSHAPING OR WORKING OF FOODSTUFFS, NOT FULLY COVERED BY A SINGLE OTHER SUBCLASS
    • A23P20/00Coating of foodstuffs; Coatings therefor; Making laminated, multi-layered, stuffed or hollow foodstuffs
    • A23P20/19Coating with non-edible coatings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Storage Of Fruits Or Vegetables (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln Schutzüberzüge verschiedener Art sind schon für Nahrungsmittel, besonders für frisches Obst, vorgeschlagen worden. Die Überzüge für frisches Obst bestehen meistens aus Wachsen, denen man Öle zugesetzt hat. Wachsüberzüge haben nun einen matten Glanz. Es ist notwendig, das überzogene Obst einer Politurb:ehandlung zu unterziehen.
  • Gegenstand der Erfindung ist .es, frisches Obst und andere Nahrungsmittel, wie Gemüse, Fleisch, Käse u. dgh, mit Ausnahme von Eiern, :ebenfalls mit Überzügen zu versehen.
  • Gemäß der Erfindung werden die Nahrungsmittel mit einem Schutzfilm von Polyvinylalkohol überzogen.
  • Polyvinylalkohol wird in einer Anzahl Arten verschiedenen Polymerisationsgrades hergestellt, wobei sein Polymeris.ationsgrad zum großen Teil von dem der Ausgangspolyvinylverbindung abhängt. Alle Arten des Polyvinylalkohols sind bis zueinemgewissen Grade in Wasser löslich; wobei die höher polymeri,-sierben Formen weniger löslich sind und dabei Lösungen von größerer Viscosität erzeugen als Lösungen gleicher Konzentration der, niedrig Polymeren. Es gibt auch eine Anzahl von sog. partiellen Derivaten :des. Polyvinylalkohols, bei denen einige der Hydroxylgrup,-pen im Molekül durch andere Radikale, wie z. B. Esterradikale oder Acetalradikale, ersetzt sind.
  • Obwohl PIolyvinylalkohol in Wasser löslich ist, wurde überraschenderweise gefunden, daß Polyvinylalkoholüberzüge das Entweichen von Feuchtigkeit aus frischem Obst oder anderen Nahrungsmitteln, die große Prozentsätze von Feuchtigkeit enthalten, wesentlich verzögern. Das Überziehen von Nahrungsmitteln gemäß der Erfindung wird dadurch ausgeführt, daß man eine wäßrige Lösung von Polyvinylalkohol auf der Oberfläche des Nahrungs;-mittels aufbringt und das Wasser daraus verdunsten läßt, wobei ein dünner, zusammen= hängender Film zurückbleibt. Die P'olyvinylalkoholkonzentration der überzugslösung kann innerhalb bedeutender Grenzen schwanken, wobei sie stark vom Polymerisationsgraad des angewandten Polyvinylalko1hols abhängt. Im allgemeinen sind Lösungen mit einer Konten; tration von etwa. a bis 2o Gewichtsprozent geeignet. Z. B. wurde eine wäßrige Lösung, die etwa 8 Gewichtsprozent von P'olyvinylalkohol mittlerer Viscosität enthielt, als sehr zufriedenstellend befunden, während bei hochpolymerem P'olyvinylall,:oholeine Lösung von etwa 3 bis 5 Gewichtsprozent ausgezeichnete Resultate ergab. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die überzugslösung über Zimmertemperatur zu ,erwärmen, um ihre Viscosität zu erniedrigen und die Entfernung vom. Luftblasen zu erleichtern, da die unerwünschten Blasen Unvollkommenheiten in den Überzügen verursachen.
  • Nach dem Überzug mit P'olyvinylalkohollösung können die Lebensmittel bei. gewöhnlicher Temperatur getrocknet bzw. einem Strom von mäßig erwärmter Luft ausgesetzt werden. ' Äpfel wurden an ihren Stielen gehalten und m eine Lösung von 8 Teilen Polyvinylalkohol mittlerer Viscosität in i oo Teilen Wasser getaucht. Die Äpfel -wurden sofort aus der Lösung entfernt und mit einem leichtem Strom warmer Luft getrocknet. Während das Wasser verdunstete, paßte sich der P'olyvinylalkoholfilm der Oberfläche der Frucht an und brachte einen glänzenden, durchscheinenden Überzug hervor, der sich eng an die Oberfläche der Äpfel anlegte. Eine Neigung des Überzuges zum Bröckeln oder Abspringen während des Anfassens des Obstes zeigte sich nicht. Der Überzug konnte jedoch leicht abgestreift wer-. den, indem er einfach abgeschält öder indem die überzogenen Äpfel nur für einige Minuten in heißes Wassereingetaucht wurden. Auf diese Weise überzogene Äpfel wurden bei Zimmertemperatur 3 Monate gelagert; . am Ende dieser Zeit befanden sich die überzogenen Äpfel bezüglich Festigkeit, Originalduft und vollständigen Fehlens fremdartigen Geschmacks, oder Dufts in einem einwandfreien Zustand.
  • Gewisse Obstsorten, wie z. B. Äpfel und Melonen, werden leicht von Polyvinylalkohollösungen benetzt. Orangen, Zitronen, Tomaten und andere Produkte, die Oberflächen wachsartiger, öliger oder sonst hydrophober Natur besitzen, werden jedoch von wäßrigen Polyvinylalkohollösungen nicht leicht benetzt. Für Überzüge dieser Art ist es vortoilhaft, in Verbindung mit der Polyvinylalkohollösung ein Mittel zu verwenden, welches die Oberflächenspannung der Lösung verringert Und ein gründliches Benetzen sicherstellt. Viele bekannte wasserlösliche Netzmittel können für diesen Zweck verwendet werden, insbesondere Sulfonierungsprodukte der höheren aliphatischen Alkohole. Das Netzmittel kann der P'olyvinylalkoholüberzugslösung zugesetzt werden.
  • Um den überzugsfilm -weniger wasserempfindlich zu machen, kann man Mittel, die den Polyvinylalkohol unlöslich machen, anwenden. Vorteilhaft werden Borax oder Forn1-aldehyd angewandt, die beide härtend und antiseptisch wirken. Das unlöslich machende Mittel kann bei Obst o. dgl. vor dem Aufbringen des Polyvinylüb@erzuges angewandt werden, oder :das Obst kann eine Schlußbehandlung mit dem unlöslich machenden Mittel erhalten. Auch kann das unlöslich machende Mittel der Polyvinylalkoholüberzugslösung hinzugefügt werden.
  • Die normale Biegsamkeit der Polyvinylalkoholfilme kann dadurch erhöht werden, daß man der Polyvinylalkohollösung einen Weichmacher zusetzt. Als plastisch machende Mittel, die für diesen Zweck geeignet sind, kommen Polyhydroxyverbindungen, wie Glykole, Polyglykole, Glycerin, Polyglycerin, Stärken, Zucker usw. in Frage.
  • Als Lösungsmittel für den Polyvinylalkohol wird Wasser benutzt. Die Elastizität und Klebeigenschaft des Überzuges macht ihn leicht anwendbar bei einer großen Zahl unregelmäßig geformter Nahrungsmittel. Die Polyvinylalkoholüberzüge sind durchsichtig und von glänzendem Aussehen. Die Überzüge könr nen leicht dadurch entfernt werden, daß man sie entweder abzieht oder in warmem Wasser auflöst; da P'olyvinylalkohol ferner ungiftig, geschmacklos und geruchlos ist, ergeben sich keine nachteiligen Wirkwegen aus der Verspeisung von Nahrungsmitteln, von denen ein Polyvinylalkoholüberaug nicht vollständig entfernt worden ist.
  • Die Konservierung von Nahrungsmitteln durch Überzüge von Polyvinylalkohol ist bisher nur für Eier vorgeschlagen worden. Die vorliegende Erfindung betrifft jedoch das Frischerhalten von verderblichen Nahrungsmitteln anderer Art, bei denen u. a. auch eine mit Schrumpfung verbundene erhebliche Neigung zur Feuchtijgkeitsabgab,e, wie heispielsweise bei Früchten, Käse, Fischen, Geflügel, Fleischstücken u. dgl., zu überwinden und in manchen Fällen, wie z. B. bei kandierten Datteln und Feigen, manchen Arten von Käse, gewissen Fleischzubereitungen u. dgl., auch eine Klebrigkeit.der Oberfläche zu b!ea-üoksicb.-tigen ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln, finit Ausnahme von Eiern, durch einen Überzug, dadumch gekennzeicU- net, daß, man die Nahrungsmittel mit einem Schutzfilm aus Polyvinylalkohol bzw.
    seinen wasserlöslichen Derivaten mit oder ohne Zusatz von Weichmachern überzieht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß man die überzugsmass@e in Formeiner wäßrigen Lösung mit oder ohne Zusatz von Netzmitteln zur Anwendung bringt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man. die Nahrungsmittel vor Aufbringen des Überzuges oder den fertigen Überzug oder die überzugslösung mit Mitteln behandelt, die Polyvinylalkohol härten.
DE1937P0075740 1936-10-09 1937-08-18 Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln Expired DE694340C (de)

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