DE622669C - Verfahren zur Erzeugung eines glaenzenden Schutzueberzuges auf Fruechten und anderenVegetabilien - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines glaenzenden Schutzueberzuges auf Fruechten und anderenVegetabilien

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DE622669C
DE622669C DEW91033D DEW0091033D DE622669C DE 622669 C DE622669 C DE 622669C DE W91033 D DEW91033 D DE W91033D DE W0091033 D DEW0091033 D DE W0091033D DE 622669 C DE622669 C DE 622669C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B7/00Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
    • A23B7/16Coating with a protective layer; Compositions or apparatus therefor

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung eines glänzenden Schutzüberzuges auf Früchten und anderes Vegetabilien Die Erfindung betrifft ein- Verfahren zur Erzeugung eines glänzenden Schutzüberzuges auf Früchten und anderen Vegetabilien unter Verwendung einer wäßrigen Emulsion und bezweckt die Erzielung eines Überzuges von abstufbarem Glanz in einfacher Weise und in einem einzigen Arbeitsgang.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, Früchte .mit wachsartigen Schutzüberzügen zu versehen, um ihr Aussehen durch Erzeugung eines Glanzes zu verbessern. Die bekannten Vorschläge dieser Art verlangen jedoch die Anwendung einer Mehrzahl von gesonderten Verfahrensstufen und erfordern eine beträchtliche Ausrüstung. Die Anwendung von Hitze bei derartigen Behandlungen der Früchte kann den Erzeugnissen einen Kochgeschmack verleihen. Bei der Verwendung organischer Lösungsmittel in den Überzugsmitteln besteht die Gefahr, daß der Geschmack oder Geruch dieser Lösungsmittel in den Fruchtkörper eindringt. Diese Nachteile hat man bereits durch die Verwendung von wäßrigen Emulsionen mit vorwiegend öligen Bestandteilen neben geringen Mengen von Wachs zu vermeiden versucht. Die bekannten Verfahren ergeben jedoch nur schwer trocknende Überzüge und erfordern daher die Anwendung hoher Temperaturen sowie eine mechanische Nachbehandlung der überzogenen Früchte. Es wurde gefunden, daß man die gewünschten Ergebnisse der Konservierung und Glanzerhöhung mit Hilfe eines Verfahrens bewirken kann, weiches bei einfacher Ausführung nur eine einzige Maßnahme erfordert, indem man erfindungsgemäß die Früchte mit einer wäßrigen Emulsion behandelt, die aus einem Wachs, insbesondere Karnaubawachs (z. B. 11,5 Gewichtsprozent), und einem Emulgierungsmittel, insbesondere Natriumoleat oder Triäthanolaminseife (z. B. 3,6 Gewichtsprozent), besteht und deren Oberflächenspannung bei 2o° etwa 33 bis 45 Dyn/cm beträgt.
  • Vorteilhaft verwendet man eine Emulsion, die zusätzlich Harz, insbesondere Pontianakharz, Sandarakharz, Schellack und Fichtenharz, einzeln oder in Mischung enthält.
  • Das neue Verfahren läßt sich in einfachster Weise .dadurch ausführen, daß man die Früchte -mit der wäßrigen Emulsion, beispielsweise durch Eintauchen, befeuchtet und ohne weitere Nachbehandlung an der Luft trocknen läßt. Die Emulsionen brauchen im allgemeinen nicht erwärmt zu werden, sondern können bei Zimmertemperatur aufgebracht werden.
  • An Stelle des Karnaubawachses kann irgendein anderes Hartwachs verwendet werden, z. B. Kandelillawachs, aber auch Ceresinwachs oder Palraffin. Als Emulgierungsmittelkann auch das Ammoniumlinoleat oder das Ammöniumresinat verwendet werden.
  • Die Üherzugsmasse kann.auch durch. Versprühen oder Zerstäuben der flüssigen Emulsion aufgebracht werden, worauf der Überschuß entfernt und der gebildete Filmüberzug getrocknet wird. Es wurde gefunden, daß der Glanz des getrockneten Überzuges eine Funktion des Gehalts an Karnaubawachs in der Mischung und ,der Oberflächenspannung der benutzten Emulsion ist. Letztere kann in verschiedenster Weise beeinflußt werden, z. B. indem man das Oleat im Emulgierungsmittel durch das Stearat ersetzt oder roden man die Menge der bei der Herstellung des Mittels benutzten Base oder. deren Natur variiert. In Fällen, wo ein Glanz des-Überzuges nicht erwünscht ist, kann die überzugsmasse so in der Zusammensetzung geändert werden, daß ein matter Überzug entsteht: Von der richtigen Einstellung der Oberflächenspannung hängt auch die Vollständig= keit des Überzugs ab. Untersuchungen haben gezeigt, daß die Emulsionen, welche für die Zwecke der Erfindung geeignet sind, eine Oberflächenspannung von unter 7o Dyntcm haben sollen und daß die am meisten zufriedenstellenden Etnulsionen eine Oberflächenspannung von etwa 45 bis etwa 33 Dyn/cm aufweisen, gemessen bei 2,o° C mit einem Oberflächenprüfapparat, 'wie er vön P. L ecomte du'Nouy in »The Journal of General Physiologe« vom 29. Mai 19i9, Bd. i, No. 5, S.52,1 bis 52q., beschrieben ist, welcher Apparat für in Glasgefäßen destilliertes Wasser eine Oberflächenspannung bei ao° C-von 6j,3 Dyn%cm anzeigt.
  • ` Bei verschiedenen Früchten oder Vegetabilien wird aber die Einstellung der Oberflächenspannung der EmuIsiön zweckmäßig eine verschiedene sein. So wurde gefunden, daß für Zitrusfrüchte, Tomaten und gewisse andere Früchte eine - Emulsion mit einer Oberflächenspannung von 34 bis 36 Dyn/cm vorteilhaft ist, während eine Emulsion mit einer Oberflächenspannung von 45 Dyn/crri die Neigung zeigt, auf diesen Früchten unbedeckte Stellen zu hinterlassen. Bananen und Ananas dagegen werden vorteilhaft mit einer Emulsion überzogen, deren Oberflächenspannung etwa 44 bis 45 Dyn beträgt, -während Emulsionen mit Oberflächenspannungen über 45 Dyn .die Neigung haben, sich 'auf der Oberfläche einer Banane beim Trocknen in Tropfen zusammenzuziehen.
  • Der entstehende Waclisschutzfilm ist nach der Trocknung wasserabstoßend und wird nicht durch Wasserniederschläge, z. B. Taubildung, beeinträchtigt. ' Bei Verwendung vön'Karnaubawachs als einzigem Wachsbestandteil der Mischung ist der dünne Film der getrockneten Emulsion hart und hat die Neigung, .dem bloßen Auge unsichtbare und für Keime undurchdringliche feine- Risse zu bilden. Diese Erscheinung ist entschieden vorteilhaft, weil sie jegliche Möglichkeit ausschließt, daß die Früchte zufolge des Wachsüberzuges ersticken oder daß unangenehme Geschmacksstoffe in der Frucht eingeschlossen bleiben, welche sich während des Wachstums der Frucht gebildet haben könnten.
  • Der Emulsion kann auch ein geeignetes fungizides, Fäulnis verhinderndes oder sterilisierendes Mittel zugesetzt werden. Ausführungsbeispiele 1. 65 Gewichtsteile Karnaubawachs und 20 Gewichtsteile Ölsäure werden auf 95 bis ioo° C erwärmt. und gründlich durchgerührt. In einem anderen Kessel werden io Gewichtsteile TPiäthanolamin - und 3o Gewichtsteile Wasser vermischt und auf 95 bis ioo° C erhitzt. Hierauf wird die Triäthanolaminlösung zur Wachs-Ölsäure-Mischung hinzugegeben, wobei so lebhaft gerührt wird, daß die Masse sich gründlich vermischt. Die Masse verdickt sich etwas und zeigt das Aussehen einer klaren Gallerte. Das Rühren wird während 15 bis ao Minuten fortgesetzt, wobei die Temperatur auf etwa 9o bis 95' C gehalten wird. Dann werden -35 Gewichtsteile Paraffin 'zugefügt und die Mischung so lange gerührt, bis das Paraffin völlig geschmolzen und in der Gallerte' gleichmäßig verteilt ist. Nunmehr wird go bis 95° C warmes Wasser langsam unter- ständigem Rühren zugesetzt, bis das Gesamtgewicht der Emulsiön 64o Gewichtsteile beträgt. Nunmehr wird die fertige Emulsion rasch abgekühlt. Sie-ist besonders geeignet zur Verwendung als überzugsmame für Bananen und. Ananas und zeigt bei 2o° C eine Oberflächenspannung von 45 Dyn%cm.
  • z. Eine andere, besonders 'zur Hervorrufung von. Hochglanz auf Zitrusfrüchten geeignete Emulsion wird wie folgt hergestellt: i2@ Gewichtsteile Karnaubawachs werden mit 22 Gewichtsteileil Ölsäure bei einer Tetnperätür von etwa 85 bis 9o° C zusammengeschmölzen.'Gleichzeitig werden i Gewichtsteil Ätznatron und i ö Gewichtsteile TriäthänoI-amin in 3o Gewichfsteilen Wasser gelöst und die Lösung auf go° C erhitzt. Diese Lösung wird in die Wachs-Olsäure-Mischung eingerührt und gründlich' vermischt. Es entsteht eine gallertartige Masse; welcher bei go.° C langsam Wasser zugefügt wird, bis ein Gesamtgewicht von 55o Gewichtsteilen erreicht ist. Eine Lösuflg von 5i Gewichtsteilen Pontiänakharz in 35b Gewichtsteilen Wasser und etwa 6,25 bis 6,5 Gewichtsteilen Ätzkali stellt jene Menge dar, welche erforderlich ist, um gerade die Masse zu lösen und die Lösung nur schwach alkalisch zu machen. -Man fügt noch -Wasser hinzu, bis 10g5 Gewichtsteile erreicht sind, worauf die Emulsion abgekühlt wird. Die Emulsion hat eine Oberflächenspannung bei 20° C von etwa 35 Dyn/cm.
  • Die besonderen gegenseitigen Mengenverhältnisse zwischen Emulgierungsmittel und anderen Emulsionsbestandteilen begünstigen die Einstellung der richtigen Oberflächenspannung des Behandlungsbades. Ein geringerer Gehalt jener Mittel sollte jedoch nicht benutzt werden, während ein größerer Gehalt dann angezeigt ist, wenn ein harter Überzug nicht so notwendig oder wünschenswert erscheint. Wäßrige Wachsemulsionen zum Überziehen von Früchten gemäß .der Erfindung können die folgende Zusammensetzung aufweisen: Karnaubawachs ... 5 bis 15'/" Emulgierungsmittel 1 bis 40/0, harzartige Stoffe .. 2 bis 60/0, Wasser ......... 92 bis 7501,- Falls Paraffin benutzt wird, sollte dessen Anteil nicht mehr als ein Drittel des gesamten Wachsgehaltes betragen. Es stellt lediglich ein Verdünnungsmittel dar und ist nachteilig, wenn ein dauernder Hochglanz erwünscht ist. Die Mischungen können mit Wasser ver= dünnt werden, um das Behandlungsbad zu bilden. So kann 1 Gewichtsteil der konzentrierten Emulsion mit '/,'bis 3 Gewichtsteilen Wasser verdünnt werden. Durch die Verdünnung innerhalb dieser Grenzen wird nur eine geringe Änderung der Oberflächenspannung verursacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Erzeugung eines glänzenden Schutzüberzuges auf Früchten und anderen Vegetabilien unter Verwendung einer wäßrigen Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß man die Früchte mit einer wäßrigen Emulsion behandelt, die aus einem Wachs, insbesondere Karnaubawachs (z. B. 11,5 Gewichtsprozent), und einem Emulgierungsmittel, insbesondere Natriumoleat oder Triäthanolaminseife (z. B. 3,6 Gewichtsprozent), besteht und deren Oberflächenspannung bei 2o° etwa 33 bis 45 Dyn/cm beträgt. -2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulsion noch ein Harz, insbesondere Pontianakharz, Sandarakharz, Schellack oder Fichtenharz, einzeln oder in Mischung (z. B. 4,7 Gewichtsprozent) zugesetzt ist.
DEW91033D 1932-02-18 1933-01-28 Verfahren zur Erzeugung eines glaenzenden Schutzueberzuges auf Fruechten und anderenVegetabilien Expired DE622669C (de)

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