DE533068C - Verfahren zum Verdicken von Kautschukmilch - Google Patents

Verfahren zum Verdicken von Kautschukmilch

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DE533068C
DE533068C DEV23715D DEV0023715D DE533068C DE 533068 C DE533068 C DE 533068C DE V23715 D DEV23715 D DE V23715D DE V0023715 D DEV0023715 D DE V0023715D DE 533068 C DE533068 C DE 533068C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
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    • Y10S524/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S524/925Natural rubber compositions having nonreactive materials, i.e. NRM, other than: carbon, silicon dioxide, glass titanium dioxide, water, hydrocarbon or halohydrocarbon
    • Y10S524/926Natural rubber compositions having nonreactive materials, i.e. NRM, other than: carbon, silicon dioxide, glass titanium dioxide, water, hydrocarbon or halohydrocarbon with water as NRM, exemplified

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Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung von vulkanisierter oder nicht vulkanisierter Kautschukmilch, welche eine verhältnismäßig dicke Konsistenz oder Viskosität hat. Es gibt schon mehrere Verfahren zum Verdicken der Kautschukmilch. Einige davon benutzen Chemikalien, welche der Kautschukmilch zugefügt werden; aber im allgemeinen ist dieses Verfahren nicht vorteilhaft, weil in die Kautschukmilch fremde Stoffe eingeführt werden, welche für die Beschaffenheit des fertigen trockenen Kautschukerzeugnisses oder für das Reifen des Zwischenproduktes sowie die mechanischen Eigenschaften ader das zweckmäßige Verhalten der Fabrikate ungeeignet oder schädlich sind. Selbst wenn eine schädliche Wirkung in dieser Hinsicht nicht entsteht, ist die Haltbarkeit der Kautschukmilch, nachdem sie mit Füllstoffen versetzt worden ist, wesentlich geringer, und dies erfordert wiederum die Einführung· von weiteren Stoffen, die die Wirkung- der erstgenannten neutralisieren oder aufheben und das Koagulieren während der Verarbeitung verhindern sollen. Im allgemeinen ist also die Einführung von Zusatzstoffen zu der Kautschukmilch nicht wünschenswert und soll möglichst vermieden werden.
Ein Verdicken der Kautschukmilch wird auch erreicht durch Konzentrieren derselben; doch ist es in diesem Falle nötig, sofern man ein solches Verfahren ohne große Kosten anwenden will, den Kautschukgehalt der Milch weitgehend zu erhöhen, so daß eine wesentliche Steigerung der Viskosität erzielt wird. Dies bildet einen wesentlichen Nachteil, da die Fehlergrenzen bei Anwendung· oder Benutzung solcher hochkonzentrierten Milch bedeutend gesteigert werden und somit Nachteile in Erscheinung treten, die durch den hohen Kautschukgehalt bedingt sind. So machen sich die Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche der aus Kautschukmilch hergestellten Kautschukwaren infolge des steigenden Gehalts an festem Stoff bedeutend mehr bemerkbar, wie auch die Schwierigkeiten steigen, einen gleichmäßigen Film oder eine gleichmäßige Schicht aus der Kautschukmilch ohne Blasen usw. zu erzielen.
Es ist bereits bekannt, zum Verdicken von Kautschukmilch Zinkoxyd fein verteilt und in nicht wesentlichen Mengen zu verwenden, jedoch benutzen die bekannten Verfahren dieser Art neben Zinkoxyd noch andere Chemikalien, welche auf die Eigenschaften der Kautschukwaren' einen schädlichen Einfluß ausüben.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird Zinkoxyd allein und ohne jeden Zusatz von anderen Chemikaliein verwendet, und die gemäß der Erfindung behandelte Kautschukmilch zeichnet sich durch besondere Halt-
barkeit aus, -während- -weiter die aus dieser hergestellten Erzeugnisse" die wertvollen Eigenschaften des Kautschuks in uneingeschränktem Maße beibehalten. Dies wird gemaß der Erfindung dadurch erreicht, daß Kautschukmilch mit einem Gehalt von 0,75 bis ι °/o NH4OH mit geringen Mengen (etwa ι %) von sehr fein verteiltem, vorzugsweise kolloidalem Zinkoxyd vermischt und etwa I1J2 bis 21J2 Stunden auf 70 bis ioo° erhitzt wird.
Das Verdicken der Kautschukmilch durch Zinkoxyd hängt dabei sehr wesentlich von der in der Milch enthaltenen Ammoniakmenge ab. Wenn in durch Ammoniak konservierter Kautschukmilch, z. B. solcher, welche aus den überseeischen Staaten versendet wird, der Ammoniakgehalt und auch ihre natürliche Beständigkeit infolge einer bestimmten Menge der Serumbestandteile (welche Menge bekanntlich wechselt) derart hoch ist, daß die Kautschukmilch übermäßig beständig ist, so wird dieselbe einer Vorbehandlung unterworfen, durch welche das überschüssige Ammoniak bzw. die natürlichen Konservierungsmittel entfernt, vermindert oder unwirksam gemacht werden, wodurch das Verfahren zum Verdicken gemäß der Erfindung wesentlich beschleunigt und vereinfacht wird. Die Verminderung der Ammoniakmenge kann ζ .B. durch Verflüchtigen des Ammoniaks mittels Wärme ohne wesentliche Koagulierung, Hautbildung oder Konzentration bewerkstelligt werden. Man läßt zu dem Zweck die Kautschukmilch, welche eventuell vor dem Erwärmen mit einer geringen Zinkoxydmenge versetzt werden kann, über eine entsprechend erwärmte Oberfläche fließen, welche frei an der Luft angeordnet ist. Durch die Art des Fließens, die Verteilung und Schichtung der Milch kann der Ammoniakgehalt bis auf das erforderliche Minimum entfernt werden. Sobald dieser Mindestgehalt erreicht ist, tritt eine sehr schnelle Verdikkung durch die Wirkung des Zinkoxydes ein. Die verdickte Masse ist außerordentlich beständig und koaguliert nicht.
In ähnlicher Weise kann Kautschukmilch, welche einen Überschuß an natürlichen Serumbestandteilen enthält, durch Erwärmen in genannter Weise behandelt wterden, wobei die schützende Eigenschaft des Serums vermindert und die verdickende Wirkung durch das Zinkoxyd wesentlich beschleunigt wird. Beispielsweise kann die Vorrichtung zum Erwärmen und Fließenlassen einfach in Platten bestehen, welche geneigt verlaufen und mit Dampf erhitzt werden, wobei vorzugsweise Wellen oder mehr oder minder "5o unregelmäßige Erhöhungen auf diesen -Platten vorgesehen sind, durch welche die Richtung des Fließens geändert und die Flüssigkeit dadurch gleichmäßig verteilt wird, so daß das Ammoniak ohne wesentliche Konzentrierung oder Koagulierung ausgetrieben wird. Man erhitzt am besten nicht über ioo°. Ein anderes Verfahren, die freie Ammoniakmenge zu vermindern und die Serumbestandteile der Kautschukmilch unwirksam zu machen, besteht im Zusatz geringer Mengen verdünnter Säuren, z. B. Essigsäure oder Borsäure. Bei Benutzung der Borsäure wird dieselbe mit Zinkoxyd gemischt und unmittelbar der Kautschukmilch zugefügt.
Beispiel: 40 !Kautschukmilch mit einem Ammoniakgehalt von 0,75 bis ic/0NH4OH und 150 g kolloidales Zinkoxyd in sehr fein verteiltem Zustande werden zunächst mit etwas Wasser vermischt, welches einige Tropfen Ammoniak enthält, so daß eine klumpenfreie Paste hergestellt wird. Zu diesem Teig wird eine kleine Menge, z. B. 200 ecm, Kautschukmilch hinzugefügt und mit dem Zinkoxyd gut verrührt, wodurch der Brei etwas steifer wird. Dann werden weitere kleine Mengen Kautschukmilch langsam hinzugefügt, bis keine Verdickung mehr festzustellen ist und die ganze Masse beispielsweise die Beschaffenheit eines geschlagenen Eiermehlteiges besitzt. Das Gemisch wird dann gut durchgerührt und zu 401 einer Kautschukmilch mit einem Ammoniakgehalt von 0,75 bis ι °/0 NH4 OH unter Durchrühren hinzugefügt, worauf auf dem Wasserbade auf 950 erhitzt wird. Das Erwärmen wird etwa zwei Stunden fortgesetzt und das Gemisch öfter durchgerührt. Ist die erforderliche Zähflüssigkeit erreicht worden, so wird die Milch aus dem Wasserbad herausgenommen, gekühlt, durch ein feines Musselingewebe hindurchgeseiht und ist dann zum Versenden oder zur Herstellung von Kautschukwaren fertig.
Bei - der Behandlung der Kautschukmilch, welche einen größeren Ammoniakgehalt besitzt als oben genannt, wird die Menge oder das Verhältnis des fein verteilten Zinkoxydes entsprechend vergrößert.
Als Beispiel für die Verwendung von Säuren zum Zweck der Verringerung der als Konservierungsmittel wirkenden Substanzen in der Kautschukmilch wird z. B. pulver förmige Borsäure (20 g) zu der obengenannten Zinkoxydpaste hinzugefügt; oder es wird verdünnte (5 bis io°/0ige) Essigsäure benutzt und die Säure unmittelbar zu der Kautschukmilch unter starkem Umrühren, um örtliche Koagulierung zu verhindern, eingerührt, wobei die benutzte Menge dem Ammoniakgehalt proportional ist.
Verdickt man nach dem Verfahren während der Vulkanisierung der Kautschukmilch,
so werden die Vulkanisiermittel vorzugsweise der genannten Paste zugefügt und im übrigen das Verfahren in ähnlicher Weise ausgeführt. Farbstoffe, Pigmente oder Füllmassen können der fertig verdickten Milch zugesetzt werden, ohne daß Koagulierung erfolgt.
Kautschukwaren aus solcher mit Zinkoxyd verdickten Kautschukmilch besitzen eine außerordentlich hohe Zugfestigkeit und sind dauerhaft. In obiger Weise hergestellte oder behandelte Kautschukmilch eignet sich besonders für die Herstellung von Kautschukwaren nach dem Tauchverfahren, ferner zum Wasserdichtmachen und zur Fabrikation von Kautschukplatten nach dem üblichen Streichverfahren.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zum Verdicken von Kautschukmilch unter Verwendung von fein verteiltem Zinkoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß Kautschukmilch mit einem Gehalt von 0,75 bis 1 °/0 NH4OH mit geringen Mengen (etwa 1 °/0) von Vorzugsweise kolloidalem Zinkoxyd vermischt und etwa i*/2 bis 2J/2 Stunden auf ioo° erhitzt wird.
DEV23715D 1928-01-02 1928-03-25 Verfahren zum Verdicken von Kautschukmilch Expired DE533068C (de)

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