AT114463B - Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren. Bekanntlich werden Kautschukwaren derzeit überwiegend aus Rohkautschuk erzeugt, der zunächst durch mechanische Bearbeitung, insbesondere auf Quetsch-und Mischwalzen in den plastischen Zustand überführt, d. h. der sogenannten Mastikation unterworfen und dann je nach der Art des herzustellenden Gegenstandes in verschiedenartiger Weise weiter verarbeitet wird. Neuerdings erzeugt man aber Kautsehukwaren aus Kautschukmilch z. B. durch Tauchen oder durch elektro-phoretische Niederschlagung auch unmittelbar, d. h. unter Umgehung der Zwischenstufe der Herstellung des Rohkautschuks. Bei dieser Herstellungsweise wird die Struktur der aus der Kautschukmilch ausgeschiedenen Kautschukglobuloide nicht zerstört und die erzielten Kautschukwaren besitzen ein Gefüge, welches von dem Gefüge der unter vorhergehender Mastikation erzeugten Kautschukwaren abweicht. So z. B. besitzt der mastizierte Kautschuk vor seiner Vulkanisation eine grössere Klebrigkeit als der unmittelbar aus Kautschukmilch erhaltene Kautschuk. Die abweichenden Eigenschaften des mastizierten Kautschuks und des aus Kautschukmilch unmittelbar erhaltenen Kautschuks ergeben nun ein weiteres Mittel, um die Eigenschaften der Kautschukwaren bzw. der zur weiteren Verarbeitung auf Kautschukwaren dienenden Halberzeugnisse den jeweiligen Anforderungen entsprechend zu beeinflussen. Gemäss der Erfindung wird die natürliche Kautschukmilch vor ihrer Verarbeitung auf Kautschukwaren, also vor ihrer Koagulation (insbesondere wenn die Kautschukmilch unmittelbar, also ohne vorhergehende Erzeugung von Rohkautschuk und Mastikation, zu Waren verarbeitet werden soll) mit einer aus mastiziertem Kautschuk bereiteten künstlichen Dispersion vermengt, so dass das aus dem Gemisch von usrprünglichen Kautschukglobuloiden und mastizierten Kautschukteilchen erzeugte Koagulat neben EMI1.1 enthält. Durch entsprechende Bemessung der Zusatzmenge der künstlichen Dispersion von mastiziertem Kautschuk kann man die Eigenschaften der durch Koagulation der Kautschukdispersion z. B. durch Tauchen oder Elektrophorese unmittelbar gewonnenen Kautschukwaren beeinflussen. Das Verfahren kann auch derart ausgeführt werden, dass man mit zwei Bädern verschiedener Zusammensetzung arbeitet, von denen das eine Bad keinen oder eine geringere Menge mastizierten Kautschuk enthält als das andere Bad, in welch letzterem der Gehalt an mastiziertem Kautschuk also grösser ist als im ersten. Man kann nun je nach den Anforderungen das Niederschlagen mit dem einen oder anderen Bad beginnen bzw. fortsetzen, so dass man Niederschläge erhält, die aus mehreren Schichten verschiedener Zusammensetzung bestehen. Insbesondere kann man einen Niederschlag erhalten, dessen Inneres die Eigenschaften des unmastizierten Kautschuks aufweist, jedoch an der einen oder an beiden Seiten klebrig ist. Beispiel : Rohgummi wird mit 2% in etwas Wasser aufgequelltem Leim unter Zugabe einer genügenden Menge ammoniakhältigen Wassers in einem Walzwerk totgewalzt, um eine breiige Masse entstehen zu lassen. Dieser Brei wird in Mischmaschinen mit weiteren Mengen ammoniakhältigen Wassers verdünnt, bis sich eine etwa 50% Wasser enthaltende Emulsion ergibt. Diese Emulsion wird mit natürlicher Kautschukmilch zu gleichen Mengen (auf trockenen Gummigehalt bezogen) gemischt und einer Dialyse unterworfen. Aus dieser Dispersion wurde ein kataphoretischer Niederschlag mit einer Strom- <Desc/Clms Page number 2> dichte von 0'6 Ampere pro Quadratzantimeter hergestellt. Der Kautschukniederschlag war nach dem Trocknen klebrig. Für das oben angegebene Verfahren kann sowohl die natürliche Kautschukmilch als auch die kunstliche Kautschukdispersion sowohl in unvulkanisiertem als auch in vulkanisiertem Zustand, im Bedarfs- falle auch mit den üblichen Zusatzstoffen (Vulkanisationsmittel, Akzeleratoren, Farbstoffe, Füllstoffe ; Erweichungsmittel usw. ) vermischt, verwendet werden. Unter Kautschuk werden auch Guttapercha, Balata und ähnliche pflanzliche Harze verstanden. Zur Bereitung der als Zusatz für die natürliche Kautschukmilch dienenden Dispersion kann man auch künstlichen Kautschuk verwenden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren bzw. Halbprodukten, die teilweise die Eigenschaften des durch Mastikation erzielten Kautschuks besitzen, durch unmittelbare Koagulation ohne zwisehengesehalteter Mastikation aus natürlicher Kautschukmilch, dadurch gekennzeichnet, dass die Waren mindestens teilweise aus einer natürlichen Kautschukmilch erzeugt werden, der eine künstliche Dispersion von Kautschuk, insbesondere von mastiziertem Kautschuk, zugesetzt worden ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuk aus zwei Bädern verschiedener Zusammensetzung, von denen das eine Bad keinen oder eine geringere Menge mastizierten Kautschuk enthält als das andere Bad, abwechselnd niedergeschlagen wird, wobei man mit dem einen oder anderen Bad beginnt bzw. fortsetzt.
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