DE1038232B - Verfahren zum Verspinnen einer aus einem Globularprotein unter Zusatz eines alkalischen Stoffes hergestellten Spinnloesung in ein Faellbad - Google Patents
Verfahren zum Verspinnen einer aus einem Globularprotein unter Zusatz eines alkalischen Stoffes hergestellten Spinnloesung in ein FaellbadInfo
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Description
Spinnlösungen aus Globularproteinen sollen das Protein in einer modifizierten Form enthalten und vorzugsweise
eine Viskosität von mindestens 25 Poisen besitzen, wobei die optimale Viskosität von dem zu
bildenden Produkt und der verfügbaren Apparatur abhängt. Die im folgenden genannte Viskosität ist die
scheinbare Viskosität, wie sie bei bekannten Schergeschwindigkeiten mit einem rotierenden Viskosimeter
bestimmt wird.
Die Herstellung einer Spinnlösung aus einem GIobularprotein
umfaßt als Vorstufe die weitgehende Abtrennung des Proteins von anderen mit ihm in dem
Naturprodukt, in welchem es vorkommt, verbundenen Stoffen. Ein im wesentlichen ölfreies durch Tieftemperaturextraktion
erhaltenes Erdnußmehl könnte z. B. in Wasser suspendiert und genügend Alkali zum Auflösen
des Proteins zugesetzt werden, während in dem Mehl enthaltene Kohlehydrate und gewisse andere
Stoffe ungelöst bleiben. Nach dem Abtrennen des Extraktes kann das Protein daraus beispielsweise durch
Säurezusatz gefällt und durch Filtrieren oder Abschleudern gesammelt werden.
Spinnlösungen wurden bisher dadurch hergestellt, daß das abgetrennte Protein in wäßrigem Alkali gelöst
und dann die Lösung bei einem stark alkalischen Pii-Wert für eine längere Zeit, und zwar bis zu
einem Tag oder mehr, gereift wurde.
Die deutsche Patentschrift 197 250 offenbart den Zusatz von Alkali, beispielsweise Ätzalkali, zu Lösungen
von Collagen. Solche Lösungen können unter anderem für die Herstellung von Fäden benutzt werden.
Die französische Patentschrift 876 551 offenbart den Zusatz von Ätzalkali zu Proteinlösungen, einschließlich
Lösungen von Globularproteinen, und ferner das Verspinnen solcher Lösungen, nachdem sie
mehrere Stunden stehengelassen wurden.
Ein großer Nachteil des Herstellungsverfahrens von Spinnlösungen durch Auflösen abgetrennten Proteins
in wäßrigem Alkali und Reifen der Lösung während einer längeren Zeit ist die kritische Natur der Bedingungen,
unter welchen die Lösungen gereift werden müssen, wenn die gereifte Lösung eine geeignete und
einigermaßen beständige Viskosität während des Ausstoßens haben soll. Insbesondere sind die zulässigen
Grenzen der Proteinkonzentration und Alkalität (ausgedrückt als Anfangs-pjj-Wert, weil der pH-Wert
während des Reifens gewöhnlich etwas fällt) unerwünscht eng. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen kann
sich die Viskosität der gereiften Lösung während der zum Ausstoßen des ganzen Lösungsansatzes erforderlichen
Zeit beträchtlich verändern.
Es wurde nun gefunden, daß innerhalb ziemlich weiter Grenzen von Proteinkonzentrationen und Al··
kalität längeres Reifen der Lösung nicht notwendig Verfahren zum Verspinnen einer aus
einem Globularprotein unter Zusatz eines alkalischen Stoffes hergestellten
Spinnlösung in ein Fällbad
Anmelder: Unilever N. V., Rotterdam (Niederlande)
Vertreter: Dr.-Ing. A. van der Werth, Patentanwalt,
Hamburg-Harburg I1 Wilstorfer Str. 32
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 18. August 1953
Edward East, Harrold, Bedford, und Edward Green, St. Albans, Hertford
(Großbritannien), sind als Erfinder genannt worden
ist und das Spinnlösungen innerhalb einer kurzen Zeit nach der Bereitung einer Lösung genügender Alkalitäi,
um eine deutliche Zunahme der Viskosität nach der anfänglichen Mischzeit zu erzeugen, erhalten werden
können. Lösungen solcher Alkalität werden im folgenden als zu reifende Spinnlösungen bezeichnet. Als
Folge dieser Beobachtung ist es nun möglich, ein kontinuierliches Verfahren zum Verspinnen von Spinnlösungen
zu schaffen und somit die eben beschriebene Schwierigkeit des bisherigen Verfahrens, nämlich die
Veränderung der Viskosität der Spinnlösung während des Spinnens zu überwinden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verspinnen einer aus einem Globularprotein unter Zusatz eines
alkalischen Stoffes hergestellten Spinnlösung in ein Fällbad ist dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Erzeugung
einer zu reifenden Spinnlösung ausreichende Menge eines alkalischen Stoffs in stetiger Weise in
einen Strom einer Lösung oder Suspension des Proteins eingeleitet und der sich dabei ergebende Strom
von Spinnlösung in kontinuierlicher Weise zur Spinndüse geleitet wird, wobei die Lösung innerhalb einer
Stunde nach dem Zusatz an ausreichendem Alkali verspönnen wird.
Das Verfahren macht es möglich, die ganze Spinnlösung
im gleichen Reifezustand zu verspinnnen, so daß Produkte von wesentlicher Gleichförmigkeit der
Eigenschaften erhalten werden können. Überdies be-
809 600/462
stehen Gründe zur Annahme, daß ein später als »Spitzenviskosität« bezeichneter Zustand, durch welchen
viele Spinnlösungen hindurchgehen, ein Optimum für das Verspinnen darstellt, insbesondere in bezug
auf die Festigkeit der Produkte, und das vorliegende Verfahren schafft die Möglichkeit, die ganze Spinnlösung
in diesem Zustand zu verspinnen. Das vorliegende Verfahren ist auch anpassungsfähiger als das
bekannte, indem die verschiedenen, die Viskosität beeinflussenden Faktoren leichter geregelt werden und
die zulässigen Grenzen von Proteinkonzentration und Alkalität, welche beim Zubereiten der Spinnlösung
eingehalten werden müssen, weitere sind. Ferner ergibt sich nur wenig Abfall, bevor ein Fehler berichtigt
werden kann, während bei dem bekannten Verfahren ein ganzer Lösungsansatz mitunter verworfen
werden muß, wenn ein Fehler bei seiner Zubereitung vorfiel.
Die ölsaatproteine sind die am meisten bei dem
Verfahren der Erfindung gebrauchten, und unter diesen sind Soya- und Erdnußprotein von besonderer
Bedeutung.
Es wurde für zweckmäßig gefunden, eine Vorratslösung aus dem abgetrennten Protein mit einem
PH-Wert zu bereiten, bei welchem keine merkliche Zunahme der Viskosität eintritt. Mit Erdnuß- oder
Soyaprotein beispielsweise findet nur wenig oder keine Zunahme der Viskosität in Lösungen mit
einem pH-Wert von oder unter 10,5 bei Raumtemperatur statt, und der pH-Wert von aus diesen Proteinen
zubereiteten Vorratslösungen liegt gewöhnlich zwischen 10,0 und 10,5. Die Vorratslösung kann ansatzweise
oder in stetiger Weise bereitet werden. Das Ausgangsprotein, welches fÜT Lagerzwecke getrocknet
worden sein kann, wird in der Regel zunächst gründlich mit Wasser vermischt, um einen Brei zu geben.
Dann wird genügend Alkali, gewöhnlich Natriumhydroxyd, zugesetzt, um eine Vorratslösung mit dem
erforderlichen pH-Wert zu bekommen. Gründliches Mischen, vorzugsweise unter verringertem Druck, ist
sehr ratsam. Die erhaltene Lösung wird gewöhnlich filtriert. Es ist üblich, den Gehalt der erhaltenen Lösung
an festen Stoffen durch Messung des Brechungsindexes zu bestimmen. Unter der Voraussetzung, daß
der Prozentgehalt an Verunreinigungen in dem abgetrennten Protein und die zu dem Brei zugefügte Alkalimenge
bekannt sind, erlaubt die Messung, den tatsächlichen Proteingehalt der Vorratslösung zu berechnen.
Beispielsweise wird der Proteingehalt einer Erdnußproteinvorratslösung im allgemeinen auf einen
Bereich von 20 bis 30%, vorzugsweise 25°/o, eingestellt, während der einer Soyaproteinvorratslösung gewöhnlich
im Bereich von 10 bis 15% liegt.
Ein stetiger Strom einer solchen Lösung oder Suspension wird zu der Düse geführt, wobei in stetiger
Weise Alkali in diesen Strom in geeigneter Menge eingeführt wird, um eine Spinnlösung mit erforderlichem
Anfangs-pH-Wert und Proteinkonzentration zu erzeugen.
Die Durchgangszeit der Lösung zur Düse hängt von der Länge des Strömungsweges und von ihrer Strömungsgeschwindigkeit
ab. Das Alkali wird in den Strom an der Stelle eingeführt, welche im Einklang
mit der Strömungsgeschwindigkeit die erforderliche Alterungszeit, bevor die Lösung versponnen wird, ergibt.
Reifezeiten von mehr als einer Stunde wurden nicht zu einem befriedigenden Resultat führen, und
Alterungszeiten von höchstens einer halben Stunde werden bevorzugt. Eine Anzahl von Vorteilen ergibt
sich aus einem möglichsten Kurzhalten der Alterungszeit, und es wurden brauchbare Spinnlösungen bereits
nach einer so kurzen Alterungszeit wie 1Vs Minuten erhalten. In den meisten Fällen braucht eine Alterungszeit
von 10 Minuten nicht überschritten zu werden.
Vorkehrung sollte getroffen werden, um ein gründliches Vermischen des Alkalis mit dem Strom der Proteinlösung
oder -!suspension, vorzugsweise unmittelbar nach der Einführung des Alkalis, sicherzustellen. Natriumhydroxyd
ist das am meisten verwendete Alkali, aber jeder beliebige alkalische Stoff kann verwendet
werden, welcher mit der beabsichtigten Verwendung der Lösung und der versponnenen Produkte verträglich
und fähig ist, den pH-Wert der Lösung um das erforderliche Maß zu erhöhen. Zweckmäßigerweise
wird das Alkali als wäßrige Lösung vorzugsweise in einer etwa 20 % nicht überschreitenden Konzentration
eingeführt. Verdünnte Lösungen können leichter gemessen werden. Das Alkali kann in den Strom durch
eine Meßpumpe eingespritzt werden.
Die Viskosität der Lösungen während des Reifens schwankt mit dem pH-Wert, der Proteinkonzentration,
dem verwendeten besonderen Protein und der Reifungstemperatur. Wenn einmal die Wirkung dieser
verschiedenen Faktoren bekannt ist, werden einfache Prüfungen zeigen, welche Reifungsbedingungen einschließlich
Reifungszeit in jedem besonderen Fall angewendet werden können. Einige oder alle der verschiedenen
Faktoren sind untereinander abhängig. Sie sollen nun im einzelnen erörtert werden.
Wirkung des pH-Wertes
Nach der Vermischung steigt die Viskosität der Spinnlösung an. Auf dieses gewöhnlich rasche Ansteigen
folgt, außer in den unteren Bereichen des pH-Wertes,
z. B. 11,5 oder weniger bei Erdnußprotein, ein Abfallen. Der während des Ansteigens und Abfallens
erreichte Höchstwert wird im folgenden als »Spitzenviskosität« bezeichnet. Der auf die Spitzenviskosität
folgende Viskositätsabfall kann beträchtlich sein. Mit Erdnußprotein bei Raumtemperatur wurde beispielsweise
ein Ansteigen bei oder unter einem pH-Wert von etwa 12,5, aber nicht bei höherer Alkalität, beobachtet.
Nach längerer Zeit kann die Viskosität verhältnis-
+5 mäßig beständig werden.
Es hat sich gezeigt, daß Erdnußproteinalterungslösungen mit einem anfänglichen pH-Wert zwischen
11,5 und 13,5 für das vorliegende Verfahren befriedigend sind, wobei die Geeignetheit von jedem besonderen
pH-Wert innerhalb dieses Bereichs naturgemäß
von den anderen Alterungsbedingungen abhängt. Bei höheren Temperaturen als Raumtemperatur oder bei
Verwendung eines Proteins, welches während der Vorbehandlung modifiziert wurde, können etwas geringere
Werte zulässig sein.
Beim Arbeiten mit einem gegebenen Proteinansatz ist es oft zweckmäßig, die Alkalität durch das Mengenverhältnis
von in der Lösung vorhandenem Alkali zu Protein und nicht in der Form der pH-Werte auszudrücken.
Es wird im allgemeinen bevorzugt, Reifungsbedingungen, welche das Ansteigen auf eine Spitzenviskosität
veranlassen, zu wählen. Unter diesen Bedingungen kann die Lösung, wenn einmal Spitzenviskosität
erreicht wurde, ziemlich rasch schwierig oder überhaupt nicht mehr ausstoßbar werden. Vorzugsweise
wird die Lösung bei oder in der Nähe der Spitzenviskosität ausgestoßen, insbesondere da Anzeichen vorhanden
sind, daß Spitzenviskosität den optimalen Zustand für das Verspinnen einer beliebigen gegebenen
Lösung im Hinblick auf die Stärke des versponnenen Produkts darstellt. Jedoch wird gewöhnlich eine Spinnlösung
erhalten, bevor Spitzenviskosität erreicht ist. Unter Alterungsbedingungen, welche das Ansteigen
zu einer Spitzenviskosität veranlassen, wird die Lösung gewöhnlich versponnen. Es wird für ratsam gehalten,
die Lösung nicht auf unter ein Drittel der Spitzenviskosität vor dem Verspinnen fallen zu lassen,
insbesondere wenn die versponnenen Produkte für Nahrungszwecke verwendet werden sollen.
Bei einer gegebenen Konzentration an Erdnußprotein und unter sonst vergleichbaren Bedingungen
nimmt der Wert der Spitzenviskosität mit zunehmendem pH-Wert bis zu einem Wert von etwa 12,5 (ein
Wert, welcher gewöhnlich einem Alkali-Protein-Verhältnis
von etwa 0,06 entspricht) zu. Die Spitzenviskosität nimmt ab, wenn der pH-Wert von 12,5 bis
13,1 (Verhältnis von etwa 0,12) gesteigert wird. Bei höheren Alkali-Protein-Verhältnissen nimmt die
Spitzenviskosität wieder mit einer Zunahme in dem Alkali-Protein-Verhältniis zu.
Die Zeit zur Erreichung der Spitzenviskosität nimmt mit steigendem Alkali-Protein-Verhältnis bis
zu einem Verhältnis von 0,12 (pH-Wert von etwa 13,1)
ab und verbleibt dann im wesentlichen unbeeinflußt durch weitere Zunahme in dem Verhältnis.
Beispielsweise wurden die folgenden Spitzenviskositäten in den angegebenen Zeiten bei einer Erdnußprotein-Spinnlösung
mit einem Gehalt an 19,5% Protein, bezogen auf das Gewicht von vorhandenem Protein
plus Wasser, erhalten.
35
40
45
Alle diese Lösungen könnten bei Spitzenviskositäten zur Bildung von Fäden oder Fasern ausgestoßen
werden.
Wirkung der Proteinkonzentration
Es hat sich gezeigt, daß Erdnußproteinlösungen mit einem Gehalt von etwa 15 bis 27°/» Protein, bezogen
auf das Gewicht des vorhandenen Proteins plus Wasser, zufriedenstellend für das Verfahren naoh der Erfindung
sind.
Eine Steigerung der Konzentration hat die Wirkung, die Lage der Spitzenviskosität zu erhöhen. Beispielsweise
wurden die folgenden Ergebnisse mit einer Spinnlösung von Erdnußprotein erhalten.
| NaOH-Protein- Verhältnis |
pH-Wert | Spitzenviskosität bei 25° C in Poisen |
Zeit zur Erreichung der Spitzenviskosität in Sekunden |
| 0,063 | 12,5 | 119 | 420 |
| 0,073 | 12,7 | 143 | 225 |
| 0,081 | 12,8 | 92 | 110 |
| 0,106 | 13,1 | 64 | 95 |
| 0,147 | 13,1 | 67 | 75 |
| 0,186 | 13,1 | 82 | 70 |
| 0,250 | 13,1 | 142 | 75 |
50
55 Alle diese Lösungen konnten bei der Spitzenviskosität unter Bildung von Fasern ausgestoßen werden.
Bei Erdnußproteinlösungen wird eine Konzentration von 18% oder mehr, vorzugsweise zwischen etwa
20 und 23%, gewöhnlich in Verbindung mit einem pH-Wert von 12,3 bis 13,1 (üblicherweise ein Alkali-Protein-Verhältnis
von 0,05 bis 0,15), vorzugsweise einen pH-Wert in der Gegend von 12,5, angewendet.
Wirkung der Temperatur
Ganz allgemein sind bei erhöhten Temperaturen erhaltene Viskositäten niedriger als die entsprechenden
bei einer niedrigen Temperatur. Erhöhung der Temperatur beschleunigt die Geschwindigkeit der Alterungsreaktiotl,
wie sich durch eine Verringerung der zur Erreichung der Spitzenviskosität benötigten Zeit
zeigt. Unter der Voraussetzung, daß die Alterungstemperatur unter etwa 60° C gehalten wird, ist die
Wirkung der Temperatur jedoch nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Vorzugsweise wird das Verfahren
bei 25° C oder darunter, zweckmäßig bei Raumtemperatur, ausgeführt.
Die Erfindung ist mit besonderer Bezugnahme auf die Erzeugung von Fäden oder Fasern beschrieben
worden. Jedoch ist die Erfindung auch anwendbar auf die Bildung anderer Produkte durch Ausstoßen, z. B.
von Filmen oder Röhren.
Drei Ansätze von Vorratslösungen wurden aus Erdnußprotein zubereitet, wobei zuerst ein wäßriger Brei
hergestellt und dann unter Mischen die erforderliche Menge an wäßrigem Alkali zugesetzt wurde. Luft
wurde aus dem Mischer ausgeschlossen, und die die Vorratslösung enthaltenden Behälter wurden zum Entlüften
der Lösung unter verringertem Druck gehalten. Der pH-Wert der Vorratslösung lag im Bereich von
10,0 bis 10,5.
Jede der Lösungen wurde zur Herstellung von Fasern gemäß der folgenden Beschreibung und den in
der Tabelle angegebenen Werten verwendet.
Ein gemessener Strom wäßrigen Alkalis wurde in eine Meßpumpe zusammen mit einem Strom Vorratslösung geleitet. Die Mischung wurde durch eine Mischvorrichtung
und dann zur Spinndüse durch ein Rohrund Ventilsystem geleitet, welches die Länge des Wegs
zur Spinndüse einstellbar machte.
Die Spinndüse hatte 5000 Löcher von 90 Mikron Durchmesser und war in ein 12% NaCl und
6% Essigsäure enthaltendes Fällbad eingetaucht.
Na O Η-Lösung
% Konzentration .. .
Strömungsmenge in
g/Minute
% Konzentration .. .
Strömungsmenge in
g/Minute
| °/o | NaOH-Protein- | Spitzenviskosität | Zeit zur Erreichung der |
| Protein | Verhältms | bei 25 C | Spitzenviskosität |
| in Poisen | in Sekunden | ||
| 18,1 | 0,12 | 24 | 80 |
| 18,8 | 0,12 | 40 | 85 |
| 19,8 | 0,12 | 87 | 85 |
| 20,5 | 0,12 | 190 | 85 |
| 21,5 | 0,12 | 338 | 90 |
60 Spinnlösung
% Protein, berechnet auf
das Gewicht des vorhandenen Proteins plus
das Gewicht des vorhandenen Proteins plus
Wasser
Strömungsmenge,
g/Minute
Na O H-Protein-Ver-
hältnis
P11-Wert
Ansatz
2
2
5,4
10,3
10,3
20.6
0,066
12,9
12,9
4,1
8,3
8,3
21,2
73
73
0,050
12,3
9,1
12,0
12,0
21.0
75
75
0,100 13,1
| 1 | Temperatur in 0C Spitzenviskosität in Poisen Viskosität in der Spinn düse in Poisen Zeit zur Erreichung der Spitzenviskosität in Minuten Tatsächliche Reifungszeit in Minuten |
r | 1 | Ansatz 2 |
3 |
| 20 140 140 6,5 6,5 |
22 ISO 80 20 3,5 |
22 100 50 2,75 10 |
|||
Eine Vorratslösung mit einem pH-Wert von 10,15
und einem Gehalt von 12,5% an festen Stoffen wurde aus Sojaprotein zubereitet. Die Lösung wurde dann
unter verringertem Druck gehalten.
Ein gemessener Strom wäßriger Natriumhydroxydlösung und ein Strom der Vorratslösung wurden über
eine Meßpumpe zu einer Mischeinrichtung geleitet, um so eine Spinnlösung mit einem Gehalt an 12,2% festen
Stoffen und einem pH-Wert von 12,63 (Alkali-Protein-Verhältnis
0,08) zu ergeben. Die Spinnlösung wurde dann zu einer Spinndüse mit 5000 Löchern von 90 Mikron
Durchmesser geleitet, wobei die Reifungszeit 7 Minuten betrug. Die Spinndüse war in ein
6% XaCl und 6% Essigsäure enthaltendes Fällbad
eingetaucht. Die Zusammensetzung der Spinnlösung war eine solche, daß sie nach 12 Minuten Reifung die
Spitzenviskosität ergab.
Claims (3)
1. Verfahren zum Verspinnen einer aus einem Globularprotein unter Zusatz eines alkalischen
Stoffes hergestellten Spinnlösung in ein Fällbad, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Erzeugung
einer zu reifenden Spinnlösung ausreichende Menge an alkalischem Stoff in stetiger Weise in einen
Strom einer Lösung oder Suspension von Protein eingeleitet und der sich dabei ergebende Strom von
Spinnlösung in kontinuierlicher Weise zur Spinndüse geleitet wird, wobei die Lösung nach Ablauf
von höchstens einer Stunde nach dem Zusatz an ausreichendem Alkali versponnen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnlösung innerhalb einer halben
Stunde nach dem Alkalizusatz versponnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnlösung versponnen
wird, während sie sich in dem Bereich von einem Drittel bis zur vollen Spitzenviskosität, vorzugsweise
bei oder nahe der Spitzenviskosität, befindet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 197 250;
französische Patentschrift Nr. 876 551.
Deutsche Patentschrift Nr. 197 250;
französische Patentschrift Nr. 876 551.
© 809 600/462 9.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB22796/53A GB757215A (en) | 1953-08-18 | 1953-08-18 | Improvements in or relating to the preparation of shaped products from globular protein |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1038232B true DE1038232B (de) | 1958-09-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU2929A Pending DE1038232B (de) | 1953-08-18 | 1954-08-16 | Verfahren zum Verspinnen einer aus einem Globularprotein unter Zusatz eines alkalischen Stoffes hergestellten Spinnloesung in ein Faellbad |
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- 1954-08-11 US US449248A patent/US2809090A/en not_active Expired - Lifetime
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| FR1111554A (fr) | 1956-03-01 |
| CH330426A (de) | 1958-06-15 |
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