DE550655C - Saatgut-Beizverfahren - Google Patents

Saatgut-Beizverfahren

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DE550655C
DE550655C DEI31700D DEI0031700D DE550655C DE 550655 C DE550655 C DE 550655C DE I31700 D DEI31700 D DE I31700D DE I0031700 D DEI0031700 D DE I0031700D DE 550655 C DE550655 C DE 550655C
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Germany
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seeds
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Expired
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DEI31700D
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English (en)
Inventor
Dr Adolf Steindorff
Dr Kaspar Pfaff
Dr Nikolaus Malmus
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Description

Als Saatgut-Beizverfahren wurden bisher in der Hauptsache das alte Benetzungs- und Tauchverfahren angewendet. Hierbei werden die zu beizenden Saatgutmengen in eine dünne wäßrige Lösung des Beizmittels eingetaucht oder damit überbraust (Benetzungsverfahren). Neuerdings hat sich die Trockenbeizung von Saatgut vielfach eingeführt, wobei die Saatgutbeize in Form trockenen Pulvers, also ohne jederlei Wasserzusatz, mit dem Saatgut gleichmäßig durchmischt wird. Dies bietet den Vorteil, daß der Landwirt das Saatgut vor der Aussaat iiicht zurückzutrocknen braucht bzw. das gebeizte Saatgut unbeschränkt lange aufbewahren kann. In allerletzter Zeit wird ein sogenanntes Kurznaßbeizverfahren in Vorschlag gebracht, welches darin besteht, daß das zu beizende Saatgut mit einer nur geringen Menge einer wäßrigen
so Auflösung von Beizmittel getränkt wird, so daß keine wesentliche Nässung des Saatgutes stattfindet. Das letztere Verfahren hat gegenüber dem Trockenbeizverfahren den Vorteil, daß während des Beizvorganges keinerlei Stäubung stattfindet, die im Hinblick auf den Giftgehalt der Beizmittel nicht ganz ungefährlich ist und das Personal zu Vorsichtsmaßregeln, z. B. Aufsetzen von Staubschutzmasken usw., zwingt. Der gleiche Vorteil wird für ein anderes Verfahren behauptet, bei dem während der Durchmischung des Saatgutes mit dem Trockenbeizmittel geringe Mengen Flüssigkeit zugesetzt werden. Jedoch besitzen diese beiden Verfahren den großen Nachteil, daß beim Kurzbeiz-verfahren die gleichmäßige > Vermischung der geringen Flüssigkeitsmenge mit dem zu beizenden Saatgut und eine gleichmäßige Verteilung des Trockenbeizmittels bei der Vermischung des Saatgutes mit Flüssigkeiten während der Trockenbeize schwierig ist, so daß eine völlige Abtötung der dem Getreidekorn anhaftenden Sporen bei diesen Verfahren nicht immer gewährleistet ist.
Es wurde nun gefunden, daß man durch eine Nachbehandlung trockengebeizten Saatgutes mit geringen Wassermengen zu einer sehr geeigneten Saatgutbeizung gelangen kann. Man beizt das Saatgetreide mit einem geeigneten Beizmittel nach der bisherigen Trockenbeizmethode, zweckmäßig in einer gut schließenden und gut durchmischenden Drehapparatur. Nach erfolgter Durchmischuiig wird durch eine geeignete Vorrichtung (Einspritzdüse bzw. durchlöcherte Achse) eine geringe Wassermenge oder gegebenenfalls auch eine wäßrige Lösung von Beizmittel usw., möglichst ohne die Drehapparatur zu öffnen, eingespritzt. Dabei genügt bereits 1^ derjenigen Menge an Flüssigkeit, welche bei dem Kurznaßbeizverfahren oder für die Zugabe
*) Von dem Patentsucher sind als-die Erfinder angegeben worden:
Dr. Adolf Steindorff, Dr. Kaspar Pfäff und Dr. Nikolaus Malmus in Frankfurt a. M.-Höchsi.
von Flüssigkeiten während der Durchmischung des Saatgutes mit dem Trockenbeizmittel bisher in Vorschlag gebracht worden ist, um eine äußerst feine, häuchartige, gleichmäßige Benetzung des gesamten Saatgutes herbeizuführen. Hierdurch wird erreicht, daß jedes Stäuben des Saatgutes und damit auch jedes Abstäuben von Beizmittel vermieden wird. Infolgedessen läßt sich ohne die geringste ίο Staubentwicklung das gebeizte Saatgut aus der Apparatur in den Sack entleeren bzw. aus dem Sack in die Drillmaschine überführen. Auch bei der Ausdrillung des derartig gebeizten Getreides findet keinerlei Abstäuben *5 von Beizmittel mehr statt. Das nach dieser Methode gebeizte Saatgut ist so weit trocken, daß es ohne weiteres drillfähig ist, also irgendeiner besonderen Nachtrocknung nicht mehr bedarf. Ferner kann das Saatgut beliebig aufbewahrt werden, ohne daß Schimmelbildung oder sonstige nachteilige Erscheinungen eintreten. Auch bei der Verwendung einer kontinuierlichen Trockenbeizmaschine kann das vorliegende Verfahren verwendet werden, indem eine geeignete kontinuierliche Zubringung as von Wasser oder wäßriger Flüssigkeit kurz vor dem Austreten des gebeizten Saatgutes stattfindet.
Die nachträgliche Befeuchtung von trockengebeiztem Saatgut ist bereits vorgeschlagen worden, um Krähenschutzmittel auf das trockengebeizte Saatgut aufbringen zu können, jedoch erfolgt diese Befeuchtung, abgesehen davon, daß viel größere Wassermengen zur Anwendung kommen als bei der hier beschriebenen Behandlung trockengebeizten Saatgutes zum Zwecke der Vermeidung des Stäubens, lediglich zur besseren Wirkung des Krähenschutzmittels.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Saatgut-Beizverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß das trockengebeizte Saatgut nachträglich mit einer geringen Menge Wasser oder wäßrigen Lösung eines Fungizids angefeuchtet wird.
DEI31700D 1927-07-17 1927-07-17 Saatgut-Beizverfahren Expired DE550655C (de)

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DE550655C true DE550655C (de) 1932-05-14

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